Holzbau rechnet sich

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Holzbau rechnet sich!
4. Regionaler Holzbautag informiert über innovativen Holzbau
138.000 Hektar Wald und eine enorme Dichte an holzverarbeitenden Betrieben gibt es
in den Landkreisen Heidenheim, Ostalb und Schwäbisch Hall, die sich unter
Federführung der regionalen Wirtschaftsförderung WiRO zur Initiative
„Holzkompetenz hoch drei“ zusammengeschlossen haben. Mit dem Regionalen
Holzbautag lieferten sie wieder viele Ideen und Informationen rund um den Baustoff
Holz.
Rund 100 Teilnehmer kamen auf Einladung von „Holzkompetenz hoch drei“, der WiRO, der
Clusterinitiative Forst und Holz Baden-Württemberg sowie den Verbänden Holzbau BadenWürttemberg und ProHolz BW nach Schwäbisch Hall, wo der Regionale Holzbautag zum
insgesamt vierten Mal ausgetragen wurde.
Nach der Einführung durch den Haller Landrat Gerhard Bauer, der die Bedeutung von Holz
für die wirtschaftliche Entwicklung im Ländlichen Raum unterstrich, erläuterte Jürgen
Schaffitzel die Vorteile des Baustoffes Holz. Für den Geschäftsführer des gleichnamigen,
gastgebenden Unternehmens sind dies zeitlose Ästhetik, leichtes Gewicht, dadurch
geringere Transportkosten, durch einen hohen Vorfertigungsgrad mögliche kurze Bauzeiten,
hervorragende Wärmeschutzeigenschaften sowie positiver Einfluss auf die Gesundheit und
Wohlfühlcharakter. Anhand zahlreicher Beispiele wie dem der Gründerhalle des
Technologiezentrums Schwäbisch Hall oder zweier im Zuge der Gmünder
Landesgartenschau gebauter Brücken zeigte er außerdem, dass beim Holzbau Ökologie und
Wirtschaftlichkeit keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig ergänzen.
Schaffitzel komplettierte damit die Impulse, die zuvor Professor Dr. Bertil Burian von der
Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg gegeben hatte. Holzbau biete durch seine
positiven Eigenschaften Lösungen für die Entwicklung flexibler, sich der jeweiligen
Lebenssituation anpassender Wohnraumkonzepte. Neben der Verfügbarkeit qualifizierter
Arbeitskräfte sieht er die Weiterentwicklung der Standardisierung von Holzbausystemen als
wichtigen Faktor an. Doch noch mehr als das zählt für Burian: „Fortschritte im Holzbau, wie
z.B. die beim Mehrgeschoss-Bau, müssen besser kommuniziert werden“.
In der abschließenden Diskussion zeigte sich, dass viele Bedenken gegenüber dem
Holzbau, insbesondere beim Preis und Brandschutz, keine Grundlage haben. So habe
Holzbau, ein konstruktiver Holzschutz und ein Mindestmaß an Qualitätsanspruch
vorausgesetzt, denselben Lebenszyklus und dieselben Lebenszykluskosten wie ein
herkömmlicher Stahlbeton-Bau. Rechne man noch die Kosten für den Rückbau ein, so sei
Holzbau am Ende sogar preiswerter. Und auch beim Brandschutz schneide der Holzbau im
Gegensatz zu konventionell erstellten Gebäuden oftmals besser ab.
Gezeigt hat der Holzbautag, dass Bauen mit Holz auch unter den Aspekten Nachhaltigkeit
und Klimaschutz – Stichwort: CO2-Bindung – in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen
wird. Dem zugutekommt, dass seit Frühjahr 2015 der Bundesrat die Nutzung von Holzbau
vorschreibt, um Klimaschutzziele 2020 zu erreichen. Und auch Baden-Württemberg zieht
mit, indem es durch sein neues Holz-Innovativ-Programm Förderzuschüsse für innovativen
Holzbau ermöglicht.
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