Information zum Anlass
Samstag, 5. März 2016
Sternwarte ACADEMIA, 7503 Samedan
Chesa Cotschna, 5. Stock
Referat um 20.30 Uhr: Internationales Jahr des Lichtes 2015 - ein Rückblick
Referent: Dr. Claudio Palmy, Physiker, EAF, Igis/GR
Die Vereinten Nationen feierten 2015 das Internationale Jahr des Lichts. Ziel war
es, an die Bedeutung des Lichts für alles Leben zu erinnern. Licht ist auch das
zentrale Medium des Astronomen, um den Kosmos zu verstehen. Die uralte Frage lautete: Was ist Licht? Licht ist eine physikalische Erscheinung, die Optiker
und Physiker in den letzten 400 Jahren in einer erstaunlichen Vollständigkeit
ergründet haben. Dabei fallen im Jahr 2015 einige Jahrestage wichtiger Entdeckungen mit entsprechenden Veröffentlichungen zum Thema Licht zusammen.
Diese Meilensteine wollen wir aufspüren und versuchen, ihre Bedeutung zu verstehen. Nachdem Physiker verstanden, was Licht ist, fragte der Astronom: Was
kann mir das Licht erzählen? Wir werden es sehen, weil es seit dem Urknall während 13.8 Milliarden Jahren unterwegs ist! Selbst eine Eingrenzung der Thematik
Licht auf die Astronomie sprengt den Rahmen einer abendlichen Vorstellung in
jedem Fall. Trotzdem werfen wir einen flüchtigen Blick auf moderne Gebiete der
Wissenschaftsdisziplin Optik wie Photonik, Lasertechnologie, Quantenoptik,
Photovoltaik oder LED.
Dr. Claudio Palmy, geboren 1938 in Latsch/Bergün. 1958-63 Physikstudium ETHZ, Assistent an der ETHZ im Bereich Tieftemperaturphysik und Supraleitung. Promotion 1970.
Gastprofessor an der Università de Sao Paulo, Brasilien. Von 1971 – 2003 Dozent für
Physik an der Interstaatlichen Hochschule für Technik Buchs, NTB. Miliz- und Generalstabsoffizier a.D.
Astronomische Führung ab ca. 22 Uhr: Frühlingszeichen
Demonstratoren: Dr. Markus Nielbock, EAF, Heidelberg (D) und Meike Wenzelburger, Grötzingen (D), EAF,
Allmählich verlassen uns die typischen Wintersternbilder (Orion, Stier, Perseus) nach
Einbruch der Dunkelheit gen Westen. Dafür erscheinen die ersten Vorboten des Frühjahrs am Himmel. Wir sehen Löwe, Junfgrau und Bootes, dessen hellsten Sterne Regulus, Spica und Arktur das Frühlingsdreieck bilden. Auch der Herkules tritt am späten
Abend über den Horizont. Der Orionnebel, die Plejaden sowie der Andromedanebel
sind kaum noch zu sehen. Dafür lassen sich Kugelsternhaufen (M3, M92), Offene Sternhaufen (z.B. Praesepe), einzelne Gasnebel wie der Rosettennebel (NGC 2237) sowie
einige Galaxien (Sombrerogalaxie, M81/82) beobachten. Der Jupiter berührt die Hinterläufe des Löwen. Der Mond befindet sich kurz vor Neumond und wird daher mit seiner
Helligkeit die Beobachtungen nicht stören. Für die Führung werden gutes Wetter und
wenig Wolken vorausgesetzt, warme Kleidung und gute Schuhe sind dringend empfohlen. Bild: Messier 92 ist ein
heller Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules. Die stark zentral konzentrierten Sterne verteilen sich auf einen Öffnungswinkel von 14‘ und versammeln die Masse von 330‘000 Sonnen auf sich. Seine Entfernung beträgt 26‘700
Lichtjahre und er befindet sich 16‘000 Lichtjahre oberhalb der galaktischen Scheibe. M92 ist fast so alt wie das Universum (Quelle: NASA/HST).
Herzlichen Dank für Ihre wohlwollende Spende in unsere Kollekte!
Engadiner Astronomiefreunde EAF, www.engadiner-astrofreunde.ch
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