Laborversuch: Prismenspektrometer 1 Aufgaben - Carl-Engler

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Physikalisches Praktikum
Laborversuch:
Carl-Engler-Schule Karlsruhe
BS, BK, FS
Prismenspektrometer
1
Aufgaben
1.1
Kalibrierung des Prismenspektrometers
Erstellen Sie ein Diagramm zur Kalibrierung des Prismenspektrometers. Bestimmen Sie
dazu im Minimum der Ablenkung die Winkel, die zu den angegebenen acht Wellenlängen
der Spektrallinien einer Quecksilberdampflampe gehören. Das Kalibrier-Diagramm stellt
den abgelesenen Winkel oder den Ablenkungswinkel δ in Abhängigkeit von der
Wellenlänge λ dar.
1.2
Bestimmung von Wellenlängen
Bestimmen Sie mit Hilfe des in Aufgabe 1 erstellten Diagramms die Wellenlängen von zehn
starken Spektrallinien einer Hg/Cd-Lampe (Quecksilber/Cadmium). Schätzen Sie dabei ab,
wie genau die Wellenlänge einer einer Spektrallinie bestimmt werden kann. Vergleichen
Sie ihre Ergebnisse mit Literaturwerten.
1.3
Bestimmung des Brechungsindex (Dispersionskurve)
Ermitteln Sie für die Spektrallinien aus Aufgabe 2 die zugehörigen Brechungsindizes ni des
Prismenglases und stellen Sie die Dispersionskurve n=f(λ) grafisch dar.
Für den Brechungsindex ni (bei der Wellenlänge λi) gilt für die Minimalablenkung δmin die
Beziehung:
δ min+ω
)
2
sin( ω )
2
sin(
n j=
Dabei ist δmin der minimale Gesamtablenkungswinkel der entsprechenden Spektrallinie und
ω der brechende Winkel des Prismas.
1.4
Bestimmung einer unbekannten Substanz
Bestimmen Sie die Wellenlängen einer unbekannten Spektrallampe und schließen Sie aus
dem Spektrum auf die emittierende Substanz. Zur Auswahl stehen:










Quecksilber
Quecksilber/Cadmium
Neon
Kalium
Helium
Natrium
Cäsium
Cadmium
Zink
Thallium
prismenspektrometer.odt
Geßler / Müller
Jul 2011
www.ces.karlsruhe.de/culm/
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Physikalisches Praktikum
2
Carl-Engler-Schule Karlsruhe
BS, BK, FS
Hinweise
Die verwendeten Spektrallampen enthalten Atome eines Metalls (oder mehrerer Metalle)
bei sehr geringem Druck, die bei Betriebstemperatur als Gas vorliegen. Nach einer
Anregung durch Elektronenstoß emittieren sie Photonen mit Energien, die für das Metall
charakteristisch sind. Die zugehörigen Wellenlängen des Lichtes liegen großteils im
sichtbaren Bereich (VIS).
Messungen an den Spektrallampen sollten nur im thermischen Gleichgewicht, d.h. wenn
die Lampe eine stabile Endtemperatur erreicht hat, durchgeführt werden.
Das Vorschaltgerät zur Lampe besteht aus einer großen Induktivität (Spule), mit der der
hohe Einschaltstrom begrenzt wird.
Die Grundfläche des Prismas ist ein gleichseitiges Dreieck. Der brechende Winkel γ ist der
Winkel zwischen der Eintritts- und der Austritts-Seite.
Verläuft der Lichtstrahl (grün) im Prisma symmetrisch, dann erreicht die Gesamtablenkung
δ (gegenüber dem ungebrochenen Strahl) ein Minimum. Diese Einstellung des
Spektrometers ist reproduzierbar und führt zu einer (halbwegs) linearen Dispersionskurve.
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Geßler / Müller
Jul 2011
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