als PDF zum runterladen - Ev. Krankenhaus Köln

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Frühjahr
19. Jahrgang
2016
StippVisite
Ihr persönliches Exemplar
Das Karpaltunnelsyndrom –
wenn die Hand taub wird 8
Gynäkologische
Blutungsstörungen
18
Modernste Ausstattung –
Neue Komfortstation
24
INFOS UND UNTERHALTUNG AUS DEM EVK KÖLN-WEYERTAL
Inhalt
4 Wenn Übergewicht krank macht
8 Das Karpaltunnelsyndrom –
wenn die Hand taub wird
10 Wenn der Rücken schmerzt
12 Hände waschen – aber richtig!
13 MRE-Hygienesiegel für EVK
8
14 StippVisite Rätsel
16 Hämorrhoiden –
Peinlichkeit war gestern
18Gynäkologische
Blutungsstörungen
21 Die Schilddrüse – winziges
Organ mit großer Wirkung
18
24 Modernste Ausstattung
und Mitgefühl –
neue Komfortstation
26 Wenn die Schulter schmerzt
29 StippVisite Reisequiz
30 5 Hausmittel gegen Gliederschmerzen
24
2
StippVisite
h
c
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l
z
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H wil kommen
Die dunkle Jahreszeit liegt hinter uns, fast sind die kalten und kurzen
Tage des Winters vergessen und schon bald können wir uns am
prächtigen Farbenspiel des Frühlings erfreuen. Erste Sonnenstrahlen
wecken Blumen und Sträucher, Tiere kehren aus der Winterruhe
zurück. Und auch uns Menschen liefert die Sonne neue Energie und
Lebensfreude.
Genießen Sie diese Gabe der Natur! Sollten dennoch ein paar
verregnete Tage im Frühling anstehen, nehmen Sie sich eine Auszeit
und stöbern in unserer neuesten Ausgabe der StippVisite Ihres
Evangelischen Krankenhauses Köln-Weyertal.
Sie wollen dem Regen entfliehen? Dann lösen Sie das Quiz von
FitReisen auf Seite 29 und genießen mit ein wenig Glück einen
tollen Urlaub!
Ihr Evangelisches Krankenhaus Köln-Weyertal und das
StippVisite-Team wünschen Ihnen ein sonnenreiches
Frühlingserwachen und viel Spaß mit den interessanten
Themen der StippVisite!
Impressum
Herausgeber:
phoenixXmedia verlagsgesellschaft
für innovative medien mbh
Poststrasse 5, 29664 Walsrode
Telefon 05161 60326 0
E-Mail: [email protected]
in Kooperation mit:
Evangelisches Krankenhaus
Köln-Weyertal,
Geschäftsführer Dr. Harald Januschewski
Weyertal 76, 50931 Köln
Telefon 0221 4790
Fax 0221 479 2520
www.evk-koeln.de
Konzept, Layout,
Satz und Redaktion:
phoenixXmedia verlagsgesellschaft
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Verantwortlich für den
lokalen redakti­onellen Inhalt:
Dr. Harald Januschewski,
Robert Schäfer, Jonas Trambacz
Anzeigen:
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für innovative medien mbh
Telefon 05161 60326 0
Fotos: EVK, Thinkstock
Erscheinungsweise:
quartalsweise
Auflage StippVisite
EVK Köln-Weyertal:
6.000 Exemplare
Für den Inhalt der Anzeigen sind die
Inserenten verantwortlich. Der Nach­
druck der Beiträge dieser Ausgabe bedarf,
auch aus­zugsweise, der aus­drücklichen
Genehmigung des Herausgebers.
Die Redaktion behält sich vor,
Leserbriefe zu kürzen.
Wenn Übergewicht krank macht
Rund und gesund ist das Ziel, das Ärzte am Evangelischen Krankenhaus Weyertal für ihre übergewichtigen Patienten
anstreben. Überflüssige Pfunde, auch wenn sie im zweistelligen Bereich liegen, betonten fünf Referenten beim Infotag „Übergewicht reduzieren – natürliche und medizinische Möglichkeiten“, sind noch keine Krankheit. Allerdings
haben viele Menschen, die an Übergewicht leiden, ein erhöhtes Risiko, früher als Normalgewichtige an den Folgen
von Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben.
Steinzeit-Gene versus
moderner Lebensstil
W
ie sich dem Übergewicht
und seinen möglichen
gesundheitlichen Folgen durch Bewegung und Ernährung vorbeugen lässt, führte der Diplom-Sportwissenschaftler Jörg
Gommersbach-Löffler aus. „Die modernen Lebensumstände haben erfolgreiche biologische Grundprinzipien des Menschen außer Kraft
gesetzt“, so der Leiter des Zentrums
für Sport und Medizin (ZMS) am EVK
Weyertal.
Denn der Mensch sei immer noch die
„Stoffwechselhochleistungsmaschine“, die sein Überleben in der Steinzeit sicherte. Zehn bis zwölf Stunden
am Tag habe sich der Mensch vor
vielen 1000 Jahren bewegen müssen, um sich Nahrung zu beschaffen.
Gleichzeitig enthielt die Kost weniger Kalorien als heute.
Der heutige Mensch dagegen bewegt sich 15 bis 20 Minuten am Tag
und nimmt kalorienreiche Speisen
zu sich. Täglich etwa die Hälfte seiner wachen Stunden verbringt er im
Sitzen, davon durchschnittlich drei
Stunden am Bildschirm, belegt eine
neuere Studie der Sporthochschule.
Demgegenüber sagen Wissenschaftler vier bis fünf Jahre Lebensgewinn den Menschen voraus, die sich
mehrmals die Woche zum Sporttreiben aufraffen oder regelmäßig Wege
mit dem Fahrrad zurücklegen.
„Das Prinzip ist simpel: „Aufgenommene Energie durch Nahrung ver-
4
StippVisite
wandelt der Organismus in Zucker,
der über die Muskeln verbrannt
wird“, so Gommersbach-Löffler. „Wir
sind genetisch anders aufgestellt, als
es der Lebensstil heute erfordert“,
knüpfte der Oberarzt am Institut für
Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule
(SpoHo) Köln, Dr. Joachim Latsch. Ein
Forschungsgebiet seines Instituts sei
die richtige Balance zwischen Nahrungsaufnahme und Bewegung, um
Zivilisationskrankheiten zu vermeiden. „Gesundes Altwerden ist unsere
größte Herausforderung“, fügte der
Oberarzt hinzu.
Risiko Bauchumfang
Bei der Einschätzung von Gesundheitsrisiken sind EVK-Mediziner abgerückt von der alleinigen Betrachtung des Bodymaßindex (BMI). „Der
BMI gibt keine Hinweise zum Muskel-Fett-Anteil“, erklärte Dr. Latsch.
Bei gleichbleibendem Gewicht könne sich das Verhältnis im Alterungsprozess umkehren. Aussagekräftiger
sei der Bauchumfang. „Es geht nicht
darum, den Gürtel enger zu schnallen, um rank und schlank zu sein
und damit einem gesellschaftlichen
Schönheitsideal zu entsprechen“,
verdeutlichte der Sportmediziner.
„Ziel ist vielmehr eine gesunde Lebensweise bei gleichzeitiger Steigerung der Fitness durch Bewegungstraining“, ergänzte Dr. Latsch.
Ausreden wie fortgeschrittenes Alter oder körperliche Beschwerden
entkräftet der Arzt. Sogar bei Menschen über 90 Jahre sei es möglich,
so Dr. Latsch, dem natürlichen Mus-
kelabbau durch Training entgegenzuwirken und die Kraft messbar zu
erhöhen. Erwiesen sei zudem, dass
Training die Gewichtsabnahme
während einer Diät mehr als verdoppelt. „Krafttraining darf aber nicht in
Übermotivation mit anschließender
Frustration umschlagen“, warnte Dr.
Latsch.
Entlang der Leitlinien der Deutschen
Gesellschaft für Sportmedizin und
Prävention (DGSP) empfehlen EVKMediziner einen gemäßigten Trainingsbeginn. Die Belastung sollte in
einem Bereich bleiben, der individuell aufgrund des Ruhepulses und der
Herzfrequenz bei Belastung ermittelt wird. Erfolge bei der Gewichtsabnahme verspricht der Studie zufolge
bereits Bewegungstraining von je 40
bis 60 Minuten an zwei bis drei Tagen pro Woche.
Rund 15 Prozent der
Deutschen sind adipös
Einer weltweiten Studie von 2009
zufolge tragen rund 15 Prozent der
Bewohner Deutschlands ab 15 Jahre
starkes Übergewicht mit sich herum.
Von Übergewicht sprechen Mediziner bei einem BMI über 25, von Adipositas, wenn der BMI über 30 liegt.
Das entspricht bei einem 1,75 Meter
großen Mann ungefähr einem Körpergewicht von über 92 Kilogramm;
bei einer 1,65 Meter großen Frau beginnt der adipöse Bereich bereits ab
etwa 82 Kilogramm.
Im Computerzeitalter, das auch immer mehr Kinder verleitet, lange am
Bildschirm zu sitzen, statt sich drau-
ßen auszutoben, schaltete der Referent ein rotes Warnschild vor die
Statistik: „Achtung: 25 Prozent der
Schulkinder sind bereits übergewichtig“, lasen die Teilnehmer des EVKInfotages. Bewegungsmangel in der
Jugend begünstige Beeinträchtigungen der Hirnreifung, der körperlichen
Entwicklung, soziale Kompetenz,
emotionale Stabilität und Fähigkeit
zur Stressbewältigung, zählte Dr.
Latsch Folgen für die gesamte Gesellschaft auf.
Übergewicht und Diabetes mellitus
„Es gibt auch gesunde Übergewichtige“, schickte der Leiter des Diabetes-Zentrums am EVK Weyertal, Oberarzt Dr. Peter Loeff, seinen
Ausführungen voraus. Aber Übergewicht begünstigt deutlich die
Entwicklung eines Diabetes Typ II
(mellitus) mit Insulinresistenz.
Fettzellen sind nicht nur Speicher
überschüssiger Energie. Sie schützen
sich zudem vor Überzuckerung, indem sie schlechter auf das Hormon
Insulin ansprechen. Bildlich ausgedrückt ist das Insulin ein Türöffner,
das Zucker in Zellen hineinlässt, um
es dort zu verbrennen. Bei den Fettzellen aber passt der „Schlüssel“ Insulin teilweise oder gar nicht zum
„Schloss“. Der Zucker staut sich im
Blut, und das setzt die Bauchspeicheldrüse unter Stress. Damit die
Zelltüren wieder aufgehen, muss
mehr Insulin produziert werden, oft
bis zu viermal so viel wie bei einem
normalgewichtigen Menschen.
Ein beginnender Diabetes mellitus
verursache meist kaum Beschwerden und werde deshalb oft zufällig diagnostiziert, sagte Dr. Loeff. Ein
häufiges Symptom sei der Heißhunger, den die hohe Konzentration von
Insulin im Blut auslöst. Denn ein hoher Spiegel des Hormons signalisiert,
dass gefährlicher Blutzuckerabfall
droht. Zum Ausgleich verlangt der
Körper nach Energiezufuhr.
Viele Patienten, deren Diabetes II
zufällig entdeckt wird, haben bereits eine Folgeerkrankung der großen Blutgefäße entwickelt. Dazu gehören Verkalkungen, Verengungen
und Verschlüsse, die das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu
erleiden, dramatisch in die Höhe treiben können. Dr. Loeff empfiehlt regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen.
Diabetes-Diagnose
Sichere Anzeichen für einen Diabetes II sind ein Zuckerspiegel, der gelegentlich 200 Milliliter je Deziliter
Blut und nüchtern 126 ml/dl übersteigt. Weiteres Indiz ist ein Glykohämoglobinwert von mindestens 6,5
Prozent oder darüber. Bei dem sogenannten HbA1C handelt es sich um
einen roten Blutfarbstoff, an den der
Einfachzucker Glukose gebunden ist.
In Deutschland wird die Zahl der Diabetiker derzeit auf sechs bis acht
Eingebaute Sportübungen förderten die Konzentration und halfen Kalorien abzubauen
StippVisite
5
Millionen geschätzt, Tendenz steigend. Davon sind über 90 Prozent
der Patienten vom Diabetes mellitus
Typ II betroffen. Ab dem 70. Lebensjahr plagt jeden Vierten die erworbene Stoffwechselerkrankung.
biegsame Schlauch wird minimalinvasiv im Wege einer Magenspiegelung direkt unterhalb des Magens
in den Darm eingesetzt. Dort bildet
er eine Barriere zwischen der Darmwand und der Nahrung.
Die gesundheitlichen Komplikationen sind mannigfaltig. Alle 90 Minuten erblindet ein Diabetespatient, alle 60 Minuten führt die Schädigung
der Nieren dazu, das ein Diabetiker
dialysepflichtig wird. Alle 19 Minuten müssen einem Kranken Gliedmaßen amputiert werden oder er
erleidet einen Herzinfarkt, alle 12
Minuten passiert infolge von Diabetes ein Schlaganfall, geht aus einer
Statistik hervor.
Die nicht-operative Methode bewirkt, dass sich Verdauungssubstanzen wie Gallenflüssigkeit und
Hormone erst mit der zugeführten
Nahrung vermischen, wenn der vorgekaute und anverdaute Brei den
Schlauch passiert hat. Patienten fühlen sich früher gesättigt, was zu Gewichtsabnahme und Regulierung
des Insulin-Blutzucker-Haushalts
führt. Nach 12 Monaten wird der
EndoBarrier wieder entfernt. Bis zu
20 Prozent Gewichtsreduktion oder
50 Kilogramm sind dank der EndoBarrier möglich.
Diabetes-Therapien
Auf den fünf Säulen orale Medikation (Tabletten), Bewegung, Verhaltensänderung, Selbstkontrolle und
Ernährung baut die Diabetes-Therapie am EVK auf. Eine neue Möglichkeit ist das Einbringen eines
EndoBarrier-Systems. Der dünne
Metabolische Chirurgie
Im Ländervergleich in Europa liegt
die Rate der operativen Eingriffe bei
krankhafter Adipositas in Deutschland nur bei 5 Prozent sagte die
Chefärztin der Klinik für Allgemeinund Viszeralchirurgie, Frau Privatdozentin Dr. med. Claudia Rudroff.
Die Voraussetzungen sind klar umrissen und eng gefasst. Infrage
kommt die sogenannte Adipositaschirurgie erst bei einem BMI von
mehr als 40. Unter der Bezeichnung
„metabolische Chirurgie“ können Patienten bereits bei einem BMI von
35 oder weniger operiert werden,
wenn sie zusätzliche Begleiterkrankungen aufweisen..Dies triftt vor allem auf die Diabetiker zu, aber auch
herz-und Kreislauferkrkaungen fallen darunter. Die konservativen Therapien zur Gewichtsreduktion und
Nahrungumstellung müssen zuvor
ausgeschöpft sein oder keine Erfolge versprechen. OP-Patienten sollten
zwischen 18 und 65 Jahre alt sein
und frei von psychischen Erkrankung
sein. Sie müssen in der Lage sein, eine langfristige internistische Nachsorge verlässlich mitzutragen.
Metabolische Eingriffe dürfen nur
Zentren mit Erfahrung in laparoskopischer
(Bauchspiegelung) und
AdipositasChirurgie
wie Dr. Rudroffs Klinik
für Viszeralchirurgie vornehmen.Von
einer „effektiven Therapieoption bei
an fortgeschrittener
Adipositas
erkrankten
v.l.: Dr. Peter Loeff,
Dr. Joachim Latsch,
Randi Bieling, PD
Dr. Claudia Rudroff,
Jörg GommersbachLöffler
Menschen“ spricht die Chefärztin bei der Adipositas-Chirurgie.
nicht. Lebenslange Nachsorge ist
ebenfalls ein Muss.
Magenband, Schlauchmagen,
Magenbypass
Mit fünf kleinen Bauchschnitten zwischen 5 und 10 Millimetern kommt
die Adipositas-Chirurgie in der Regel
aus. Über diese minmal-invasive Methode können Komplikationen nach
der Operation so gering wie möglich
gehalten werden.
Die Amerikanerin Julia präsentierte
sich nach dem Eingriff in einem eng
anliegenden Kleid mit wohlgeformter Körpersilhouette. „Aber die Narben werden ihr bleiben“, meine Randi Bieling.
Hautstraffung nach Gewichtsverlust
Angebote für Übergewichtige
Die 27-jährige Julia Kozerski aus den
USA wog 150 Kilogramm bei ihrer
Hochzeit. „Half“ nannte sie ihr Vorhaben, innerhalb eines Jahres ihr
Körpergewicht zu halbieren. Das
schaffte sie, aber glücklicher wurde
sie nicht. Denn trotz Sport während
der eisernen Diät litt sie nun unter
Massen von schlaffer herabhängender Haut, vor allem am Bauch. „Was
habe ich meinem Körper angetan?“,
fragte die junge Frau öffentlich.
Die Ärztinnen und Ärzte am EVK-Adipositas-Zentrum wollen mit ihren
übergewichtigen Patientinnen und
Patienten eine Selbsthilfegruppe
gründen. Am Infotag Übergewicht
bestand Gelegenheit, sich in eine Liste einzutragen. Die Gruppe soll künftig einmal im Monat – jeweils am
ersten Dienstag im Monat - im EVK
Weyertal unter ärztlicher Begleitung zusammenkommen. Die Termine können über unten angegebene Kontaktadresse erfragt werden.
Das Zentrum für Sport und Medizin
im EVK bietet verschiedene Wassergymnastik- und Gymnastikkurse sowie „Ich nehm ab“-Seminare und individuelle Ernährungsberatung an.
Teilnehmer müssen eine Gebühr
entrichten.
Das Magenband war bis 2007 der
häufigste Eingriff in der AdipositasChirurgie. Heute liegt der Anteil der
Magenband-OP nur noch bei 3 Prozent. Vorteil des Magenbandes ist
das schnell eintretende Sättigungsgefühl. Trotzdem ist es Patienten
noch möglich, hochkalorische Nahrung aufzunehmen wie Sahne oder
flüssige Schokolade. Der Gewichtsverlust ist zudem gering, die Rückfallquote wegen der Dehnbarkeit des
elastischen Magengewebes hoch.
Die für Chirurgen recht leicht zu
bewältigende Ausformung eines
Schlauchmagens ist seit 2010 der
häufigste Eingriff in der AdipositasChirurgie. Es bestehe jedoch ein geringes Risiko, dass die Naht aufgeht
und Magensäure in den Bauchraum
gelangt, sagte Dr. Rudroff. Bis zu 60
Prozent Gewichtsverlust sind möglich durch den Schlauchmagen. Doch
die Rückfallquote ins übermäßige Essen sei hoch, weil sich der Schlauchmagen wieder ausdehnen kann.
Dann ist oft ein zweiter Eingriff erforderlich, so die Chefärztin.
Heute zweithäufigste OP in der Adipositas-Therapie ist der Magenbypass. Dabei wird die Nahrung in den
Dünndarm umgeleitet. Erst dort
trifft sie auf Verdauungssäfte. Operierte vertragen Fette und Zucker
nicht mehr gut und meiden deren
Aufnahme. Nachteil des Bypasses
ist, dass die Patienten lebenslang auf
die Einnahme von Ersatzvitaminen
angewiesen sind.
Wie beim Schlauchmagen führt der
Magenbypass zu einem Gewichtsverlust von bis 60 Prozent. Die Rückfallgefahr in gesundheitsschädliches
Essverhalten bannt auch ein Bypass
„Dasselbe passiert nicht jedem, der
stark abnimmt“, beruhigte Oberärztin Randi Bieling, die Julias Geschichte vorstellte. Wie der jungen Amerikanerin geholfen wurde und was
Patienten vom EVK Weyertal erwarten dürfen, erläuterte die Plastische
Chirurgin. „Die Straffung erschlaffter
Haut ist keine Schönheitsoperation“,
betonte sie. Denn wenn Haut auf
Haut liegt, entwickeln sich Krankheitsrisiken wie Pilzinfektionen, Reizungen, Bildungen von Hautgeschwüren und offenen Hautstellen.
Die Körperpflege ist behindert, unangenehme Gerüche entstehen.
Operative Therapie
„Auch bei eigenständigem Gewichtsverlust wird im Einzelfall entschieden, ob Krankenkassen eine
Hautstraffung bewilligen“, antwortete Randi Bieling auf Nachfrage. Ob
langsames Abnehmen eine Erschlaffung verhindere, erkundigte sich ein
Zuhörer. Das sei schwer zu sagen,
sagte die EVK-Ärztin, da Erschlaffung
von der individuellen Beschaffenheit
des Gewebes abhänge.
Information
und Anmeldung:
Telefon 0221 479 2299
www.evk-gesund.de
Sprechstunde für
metabolische Chirurgie
im EVK Köln-Weyertal
Mi. 13-15 Uhr
und nach Vereinbarung
Sekretariat, Frau Nökel
Telefon 0221 479 22 12
E-Mail allgemeinchirurgie
@evk-koeln.de
StippVisite
7
Das Karpaltunnelsyndrom –
wenn die Hand taub wird
Die Hand ist das wichtigste Tastorgan des Menschen und ein wichtiges sensibles und motorisches Werkzeug. „Steckt
der Mittelhandnerv in der Klemme, ist das eine große Behinderung“, sagte Dr. med. Karl-Ernst Sander, Chefarzt der
Orthopädie und Unfallchirurgie, Hand- und Fußchirurgie am Evangelischen Krankenhaus. Der Chirurg erläuterte
beim Gesundheitstreff um 11 im EVK Weyertal moderne Therapien beim Karpaltunnelsyndrom, der häufigsten Nervenkompressionskrankheit.
Der Karpaltunnel
D
er Mittelhandnerv oder Nervus Medianus tritt aus dem
Nervengeflecht der Halswirbelsäule aus, das zu beiden Körperseiten aus dem Rückenmark abgeht.
Der Strang verläuft entlang der Beugeseite des Unterarms. Durch den
Karpaltunnel zieht er zur Handinnenfläche. In der Hohlhand gabelt
sich der Medianus-Nerv , der motorische und sensible Fasern hat. Sie
steuern die Bewegung eines Teils der
Muskeln im Daumenballen und der
Muskeln zwischen den Knochen, und
sie statten Daumen, Zeigefinger und
Mittelfinger und einen Teil des Ringfingers mit der Empfindsamkeit für
Sinnesreize aus. Eine Schädigung des
Nervs führt zu erheblichen Funktionsstörungen.
Über 100 000 Operationen jährlich
in Deutschland gehen auf das Konto
eines Karpaltunnelsyndroms. Zwei
Drittel der Patienten sind Frauen. Sie
sind von einer Verengung des Karpalkanals aufgrund ihres Hormonhaushalts stärker betroffen. Schuld
sind, besonders während Schwangerschaften und in den Wechseljahren, Wassereinlagerungen ins
Bindegewebe, die den Platz in dem
Durchgang an der Handwurzel einschränken.
Der Medianus-Nerv ist der stärkste Beugenerv des Unterarms. Verletzungen können bis zur Bewegungsunfähigkeit von Daumen, Zeige- und
8
StippVisite
Mittelfinger führen. Die Hand lässt
sich nicht mehr zur Faust schließen.
Die Stellung der Finger ähnelt der
Geste einer „Schwurhand“.
Die Symptome
Das Karpaltunnelsyndrom wurde
erstmals 1853 von dem britischen
Arzt James Paget beschrieben. Die
Namen für die Nervenkompressionskrankheit änderten sich im Laufe der
Jahrzehnte. „Nächtliche Hemiplegie“
(Lähmung) oder „Morning Numbness“ (morgendliche Taubheit) benennen bereits das Hauptsymptom.
Schmerzen und Missempfindungen
in der Hand, vor allem nachts, sind
Anzeichen für ein Karpaltunnelsyndrom. Weitere Symptome sind das
Gefühl, die Hand sei geschwollen,
sowie steife und „eingeschlafene“
Finger. Lässt die Feinmotorik nach,
ist das ein Hinweis auf eine Schwächung im Daumenballen, der eine
Folge der Kompression des Medianus-Nervs ist. Im fortgeschrittenen
Stadium des Karpaltunnelsyndroms
sind Patienten nicht mehr in der Lage, Gegenstände sicher zu greifen.
Sachen fallen ihnen aus den ständig
tauben Händen.
Die Untersuchung
Klinische Untersuchungen und Tests
geben einen Hinweis auf das Vorliegen eines Karpaltunnelsyndroms.
Die zuverlässigste Diagnose liefert
nach den Erfahrungen von Chefarzt Dr. Sander die neurologische
Untersuchung und die Elektroneurographie. „Es ist ein bisschen unangenehm, wenn die Elektrodennadeln am Karpaltunnel und in der
Daumenballenmuskulatur platziert
und die leichten Stromstöße verabreicht werden“, räumt der Arzt ein.
Mit der Elektroneurographie wird die
motorische Nervenleitgeschwindigkeit bestimmt. Normal ist eine Zeit
2,3 bis 4,5 Millisekunden, bis der Reiz
von der stimulierenden Elektrode eine Reaktion im Muskel auslöst, die
von der dort eingebrachten Elektrode gemessen wird.
Therapien
Eine gepolsterte Unterarmschiene,
die nachts getragen wird und das
Handgelenk gerade hält, Cortisonspritzen, die abschwellend wirken,
können für eine begrenzte Zeit angewendet werden.
„Je länger ein Nerv geschädigt ist,
umso länger braucht seine Regeneration“, gibt Herr Dr. Sander zu bedenken. Dieser Heilverlauf kann sich
über Wochen nach einer erfolgten
Operation hinziehen.
Ergeben die klinischen Untersuchungen und die Elektrodenneurographie
abnorme Befunde, rät der Handchirurg zur Operation. „Die Risiken einer Operation sind gering, der Eingriff klein, um dem Nerv mehr Platz
zu verschaffen. Ein höheres Lebensalter ist keine Kontraindikation für
eine Operation“, erklärt der Chefarzt.
Der Eingriff wird in offener oder in
endoskopischer Methode (minimal invasiv) durchgeführt. Bei der
offenen OP wird der Schnitt in der
Hohlhand gesetzt. Haut, Fett, Bindegewebe und das Band Retinaculum flexorum werden vollständig
durchtrennt, um an den Mittelhandnerv zu gelangen. „Der zusammengedrückte Medianus-Nerv sieht
intraoperativ sanduhrförmig eingeengt und bläulich verfärbt aus“, beschreibt Dr. Sander.
Im EVK werden die Patienten mit einem Karpaltunnelsyndrom überwiegend nach dieser schonenden Methode operiert. Für die OP-Technik
nach Agee benötigt der Chirurg ein
spezielles Instrumentarium. Der Zugangsschnitt ist etwa 1,5 cm lang
und erfolgt am beugeseitigen handgelenknahen Unterarm.
Operationen am Karpaltunnel führt
das EVK in der Regel ambulant
durch. Die Eingriffe dauern fünf bis
zehn Minuten. Sie können in Vollnarkose oder in einer Armbetäubung
durchgeführt werden.
Sprechstunden bei
Handchirurgen
im EVK Köln-Weyertal
Sekretariat, Adelheid Cremer
Telefon 0221 479 2585
Mo.-Do. 8 bis 16 Uhr
Fr. 8 bis 12 Uhr
E-Mail unfallchirurgie
@evk-koeln.de
Die Besucher holten sich beim Chefarzt Dr. Sander persönlichen Rat
StippVisite
9
Wenn der Rücken schmerzt
Was der Volksmund „Schaufenster-Krankheit“ nennt, ist in der ärztlichen Fachsprache das Symptom der Spinalkanalstenose. Der populäre Name für die Verengung im Wirbelsäulenkanal beschreibt das Verhalten vieler Patienten,
denen das Gehen schwerfällt. Notwendige Pausen überspielen sie, indem sie vor Schaufenstern stehen bleiben und
vorgeben, sich die Auslagen anzusehen. Abhilfe schaffen oft kleine Eingriffe. Welche das sind, erklärte Dr. med. Ringo
Möder, Facharzt des Wirbelsäulenzentrums Köln-Krefeld, beim Gesundheitstreff um 11 im Evangelischen Krankenhaus Weyertal.
Anatomie der Wirbelsäule
Moderne Diagnostik
V
on den vier Abschnitten der
menschlichen Wirbelsäule,
Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule sowie Kreuzbein, konzentrierte sich der Blick auf den Lendenbereich. Weil die fünf Wirbelkörper
der Lendenwirbelsäule den größten Teil des Körpergewichts tragen,
äußern sich Verschleißerscheinungen dort besonders häufig. Das empfindliche Rückenmark, das durch den
Hohlraum im Wirbelinneren verläuft, endet zwar in Höhe des ersten bis zweiten Lendenwirbels. Jedoch verlaufen die Nerven, die aus
den Wirbelkörpern paarweise rechts
und links zu Organen und Körperteilen führen, von hier aus weiter zu
den Beinen und zum Becken.
Ursachen von
Wirbelkanalverengungen
Oft wirken mehrere Faktoren zusammen, die zu erhöhtem Druck auf
Nervensack führen. Verschleiß der
Wirbelgelenke (Arthrose) ist der häufigste Grund. „Deshalb sind mehr ältere Menschen betroffen“, so Dr.
Möder. Im Laufe des Lebens kann es
außerdem zu einer Verdickung der
stabilisierenden Wirbelsäulenbänder kommen, zum Beispiel am sogenannten Gelben Band und dem
hinteren Längsband. Abnutzung begünstigt zudem die Ausbildung von
knöchernen Zacken am Wirbelgelenk. Zystenbildung mit hartem Inhalt wie einer Kalkablagerung und
die Bildung von übermäßigem Fettgewebe, zum Beispiel durch lan-
10
StippVisite
„Es ist heute nicht mehr notwendig, Kontrastmittel einzuspritzen,
um Stenosen zu diagnostizieren“,
versicherte Dr. Möder. Das bildgebende Verfahren der Magnetresonanztomographie (MRT) sei heute
Standard.
Therapiemöglichkeiten
Dr. med. Ringo Möder
ge Kortisoneinnahme oder Übergewicht, sind weitere Ursachen für
Stenosen. Weiterhin gehören Bandscheibenvorwölbungen zu den Faktoren, die den Platz im Spinalkanal
verringern.
Symptome einer Stenose
Der Rückenschmerz, den Mediziner im klinischen Alltag als Ischialgie
und Lumbalgie bezeichnen, strahlt
in beiden Beinen aus. Oft gehen die
Schmerzen einher mit einem Taubheitsgefühl und Kribbeln, Schwereund Schwächegefühl in den Beinen,
was Pausen beim Gehen erzwingt
(„Schaufenster-Krankheit“). „Man
sollte es nicht so weit kommen lassen, dass solch schwere Stenosen die
Blasen- und Darmfunktion stören“,
appellierte Dr. Möder an die Zuhörer
seines Vortrags.
Der Facharzt für Neurochirurgie am
EVK-Wirbelsäulenzentrum erwähnte
konservative Therapien wie die Krankengymnastik, das Korsett, Wärmebehandlungen, Medikamente, Spritzen und Infusionen. Operationen
seien dank schonender Minimaleingriffe heute für den Patienten risikoarm und wenig belastend, ergänzte Dr. Möder.
Mikrochirurgisch lässt sich der Wirbelkanal erweitern, um die Nerven zu entlasten. Die Operation
erfolgt unter Vollnarkose in Bauchlage. Kleine Hautschnitte von zwei
bis drei Zentimetern reichen aus.
Nach erfolgreichem Eingriff wird
der Operierte früh wieder auf die
Beine gestellt. Der stationäre Krankenhausaufenthalt ist aufgrund
des schonenden Eingriffs in der Regel kurz. In den meisten Fällen wird
Krankengymnastik zur vollständigen
Genesung verordnet.
Flexible Stabilisierung
„So viel wie nötig, so wenig wie möglich“, beschreibt Dr. Möder seine Vorgehensweise, wenn bei schmerzhaften Stenosen Operationen
unumgänglich werden. Eine zusätzliche Methode zur Stenosedekompression ist die flexible Stabilisierung der Wirbelsäule. Sie verspricht
Erfolg, wenn die Wirbelkörper nicht
mehr richtig aufeinander aufbauen
(Gleitwirbel), um eine gesunde Säule
zu bilden. Bei der flexiblen Stabilisierung wird ein Spreizer zwischen die
Dornfortsätze der Wirbel eingesetzt,
dabei individuell angepasst und mit
kleinen Schrauben gesichert. Dr.
Möder stellte beim EVK-Gesundheitstreff die LeU- bzw. TS-Methode
und das Impala-Verfahren vor.
Der Bandscheibenvorfall
Die Bandscheibe wirkt als Stoßdämpfer der Wirbelsäule. „Aber bei
der Bandscheibe handelt es sich nur
im jugendlichen Alter um eine weiche Gallertmasse, bei Erwachsenen
hat sich der Gallertkern zu einem
Knorpel verhärtet“, korrigierte Dr.
Möder.
Ursachen
Abnutzung durch Bewegungsmangel und Fehlbelastungen, Mangelversorgung mit Nährstoffen und
Schwäche des Faserrings zählte Dr.
Möder als zusammenhängende Ursachen für einen Bandscheibenvorfall auf. Reißt der Faserring ein, kann
Gallertmasse in
den Wirbelkanal
austreten. Der
Stoßdämpfer
verschiebt sich
und drückt auf
Nervenstränge.
Symptome
Anders als bei
Stenosen, die
nicht von einem Bandscheibenvorfall herrühren, spüren
Patienten Be-
einträchtigungen nicht in beiden
Beinen, sondern nur an der Seite, wo
der Nerv eingeklemmt ist. Schmerzen, Taubheit und Lähmungen können z.B. die normale Fußhebung
schwächen. Der Gang verändert sich,
es kommt zum sogenannten Steppergang. Niesen und Husten lösen
heftige Schmerzimpulse aus.
Indikation für eine OP
„Selten handelt es sich beim Bandscheibenvorfall um einen Notfall, bei
dem binnen weniger Stunden gehandelt werden muss“, beruhigte Dr.
Möder. Ein solcher Notfall wäre eine Blasen- und Darmlähmung. Aber
auch Lähmungserscheinungen im
Bewegungsapparat seien eine Indikation für eine Operation.
Beim Rückenbeinschmerz (Lumboischialgie), empfiehlt der Facharzt
erst dann einen Eingriff, wenn eine
konservative Behandlung nach acht
Wochen keine Besserung brachte.
Nicht operiert wird, wenn der Bandscheibenvorfall geringe oder gar keine Schmerzen verursacht.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Gabe von Schmerzmitteln, Infusionen, eine Physiotherapie oder eine Periduralanästhesie (PDA-Spritze)
in den Wirbelkanal können Erleichterung bringen. Als neue Therapie
erwähnte Dr. Möder die komplikationslose Streckung auf dem SpineMED-Dekompressionstisch. Dabei wird der Muskelwiderstand
ausgeschaltet, um durch Gewichte die Wirbel so weit auseinanderzuziehen, dass sich die gequetschte
Bandscheibe erholt. Bis zu 20 halbstündige Behandlungen auf dem Dekompressionstisch sind nötig, um
Erfolge zu erzielen. Auf Nachfrage
einer Vortragsbesucherin sagte Dr.
Möder, dass seines Wissens nach
die Kosten in der Regel nicht von den
Krankenkassen übernommen werden.
„Goldstandard“ bei der operativen
Entfernung von Bandscheibenvorfällen nannte Dr. Möder die Mikrochirurgie. Über einen kleinen Zugang
vom Rücken wird der Vorfall entfernt.
Ansprechpartner zum Thema
Wirbelsäulenzentrum
Köln-Krefeld, Neurochirurgische
Praxis im EVK Köln-Weyertal
Dr. med. Ringo Möder
Arzt für Neurochirurgie
Telefon 0221 888 9650
Hände waschen – aber richtig!
Tipps, die Sie noch nicht kennen
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Händewaschen bedeutet Schutz
vor krankmachenden Keimen.
Doch welche Seife? Wie lange?
Und wie oft? Aufklärung zur korrekten Handhygiene gibt Claudia
Galler, Gesundheitsredakteurin
von Deutschlands größter Arztempfehlung jameda.de, in diesem Gesundheitstipp.
Händewaschen spült oberflächlich anhaftende Keime fort
Regelmäßiges, gründliches Händewaschen reduziert Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und
Pilze auf der Hautoberfläche und
erhöht so den Infektionsschutz.
Es werden einerseits weniger
Keime an andere Menschen weitergegeben oder auf Gegenstände übertragen, andererseits
ist man auch selbst mit sauberen Händen besser davor geschützt, Keime versehentlich in
den Mund, die Nase oder das Auge zu bringen. Die körpereigene
Bakterien-Hautflora bleibt beim
Händewaschen erhalten, sie vermehrt sich in der obersten Hornschicht der Haut und hilft, fremde Erreger abzuwehren.
1. Fünf- bis zehnmal am Tag
Händewaschen ist normal
Allein durch den Alltag ergeben sich schon zahlreiche Gelegenheiten, bei denen Händewaschen dazu gehört, z. B. nach
dem Toilettengang, vor dem Zubereiten von Mahlzeiten und
vor dem Essen. Auch wenn man
nach Hause kommt, sollte man
sich die „aufgesammelten Keime“ von den Händen spülen.
12
StippVisite überregional
Wichtig ist Händewaschen vor
dem Kontakt zu Neugeborenen oder kranken Personen sowie nach dem Kontakt zu Tieren
oder ansteckend erkrankten Personen. Wer erkältet ist und deshalb häufig die Nase putzt oder
in die Hand husten muss, bewahrt seine Mitmenschen vor
Ansteckung, wenn er sich regelmäßig die Hände wäscht.
die Luft wirbeln. Zu Hause sollte man regelmäßig für frische
Handtücher sorgen, ein Wechsel
pro Woche ist in der Regel ausreichend. Abschließendes Eincremen der Hände stabilisiert die
Lipidbarriere der Haut und verhindert ein Austrocknen.
2. Mit Wasser und Seife 20-30
Sekunden gründlich reiben
Um sich beispielsweise in öffentlichen Toiletten nicht sofort wieder Keime auf die Hände zu bringen, kann man den Unterarm
oder Ellenbogen benützen, um
den Wasserhahn, den Seifenspender und den Papierspender
zu betätigen, auch die Türklinke ist in der Regel stark kontaminiert!
Zum Händewaschen benetzt
man die Hände mit Wasser und
seift sie bis zum Handgelenk ein.
Als Seife eignen sich Flüssigseife oder Seifenstücke, „antibakterielle“ Seifen bringen keinen
zusätzlichen Nutzen. Man reibt
die Hände für 20-30 Sekunden
jenseits des Wasserstrahls aneinander, auch auf die Fingerzwischenräume, Handrücken
und Handgelenke ist zu achten.
Um die Nägel zu säubern, führt
man die Fingerkuppen wiederholt über die Handflächen der jeweils anderen Hand. Anschließend spült man die Seife unter
fließendem Wasser ab.
3. Abtrocknen ist wichtig!
Die Hände werden gründlich abgetrocknet, um den Keimen kein
feuchtes Milieu zur Vermehrung
zu bieten. Auf öffentlichen Toiletten sind Papiertücher besser geeignet als Gebläse, da diese die Keime zusätzlich durch
4. Erneute Kontamination
vermeiden
5. Desinfektion nur bei
Krankheitsfällen
Gibt es ansteckend Erkrankte
oder Pflegebedürftige im Haus,
sollte man ein alkoholhaltiges
Händedesinfektionsmittel nach
dem Händewaschen verwenden.
Dazu benetzt man die Haut mit
der Lösung und lässt diese an der
Luft trocknen, dies dauert etwa
30 Sekunden.
6. Unterwegs ohne Wasser
– was tun?
Wer unterwegs keine Waschgelegenheit hat, kann mit alkoholhaltigen Handgels, Flüssigkeiten oder Tüchern die Anzahl der
Keime auf der Haut
reduzieren.
7. Keimschleudern entschärfen
Das häufige Händewaschen ist
(fast) vergebens, wenn man sich
durch unsaubere Gegenständen
sofort wieder Keime auf die Hände bringt. So sollte man zu Hau
se und im Büro richtiggehende
Keimschleudern entschärfen: Telefonhörer, Smartphones, Fernbedienungen, Türklinken, Computertastaturen und -mäuse
sollten regelmäßig in geeigneter
Weise gereinigt werden.
Sollten Sie weitere Fragen zum
Thema Händewaschen haben,
hilft Ihnen ein Hausarzt gerne
weiter. Gut bewertete Hausärzte
finden Sie z. B. auf jameda (www.
jameda.de/aerzte/allgemein-uhausaerzte/fachgebiet/).
Quelle: Jameda.de
… und jährlich grüßt das Zeckentier.
Die Zeckensaison beginnt!
Wenn der Frühling vor der Tür
steht, wir bei steigenden Temperaturen aus dem Winterschlaf erwachen und doch eigentlich erst
bei gefühlten 20 Grad so richtig
aufblühen, ist ein Tierchen schon
längst aktiv: die Zecke. Bei mehreren Tagen hintereinander ab 7
Grad Celsius sind die kleinen Blutsauger auf der Jagd nach Beute. In
Deutschland dauert die Zeckensaison in der Regel von Frühjahr bis
Spätherbst, je nach Temperaturgefüge aber auch das ganze Jahr.
Sprich, schon im Frühjahr stehen
die Zecken auf Wiesen, Wegrändern und im Wald in den Startlöchern – stets bereit, den nächsten
Wirt zu stechen, der ihnen sprichwörtlich über den Weg läuft.
Schutz vor den Spinnentieren erhöhen. Nach dem Spaziergang am
besten gründlich Kleidung und
Haut nach Zecken absuchen. Vor
allem am Kopf und zwischen den
Haaren, am Hals, unter den Armen,
zwischen den Beinen und in den
Kniekehlen stechen die Tiere gern
und saugen sich mit Blut voll. Dabei ist der Zeckenstich an sich nicht
schädlich, doch können die Tiere
gefährliche Erreger übertragen.
Wer einen Zeckenstich entdeckt,
sollte zu einer Pinzette oder einer
speziellen Zeckenkarte greifen, die
es in Apotheken und Drogerien zu
kaufen gibt. Ohne das Tier zu quetschen, sollte es schnellstmöglich
entfernt werden. Nach dem Entfernen ist es ratsam, die Wunde
gründlich zu desinfizieren. EVK erhält
gel
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H
E
MR
Wenn ein Mensch vorbeikommt,
kann sich die Zecke schnell auf ihm
niederlassen oder durch Abstreifen an Haut oder Kleidung mit ihnen in Kontakt kommen. Wer gern
im Wald und auf Wiesen unterwegs ist, sollte daher am besten
festes Schuhwerk tragen, die Socken über die Hose ziehen und
Kleidung tragen, die möglichst viel
Körperoberfläche bedeckt. Auf heller Kleidung kann man die kleinen
schwarzbraunen Tierchen zudem
leichter erkennen. Sogenannte Repellents, spezielle insektenabweisende Mittel, die man sich auf Kleidung und Haut sprüht, können den
Die Zecke gilt als gefährlichstes
Tier Deutschlands, was an den
Krankheitserregern liegt, mit denen die Blutsauger infiziert sein
können. Neben der bakteriell bedingten Borreliose kann auch FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) übertragen werden.
FSME ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems. Nach zunächst grippeähnlichen Symptomen kommt es bei vielen der
Betroffenen zu einer Entzündung
des Gehirns und der Hirnhäute. Einige tragen schwere gesund-
heitliche Folgen mit dauerhaften
Lähmungen, Schluck- und Sprechstörungen oder Atemschwäche davon. Die Infektionskrankheit wird
durch den FSME-Virus ausgelöst,
der in den Speicheldrüsen der Zecke sitzt. Beim Saugen kann es in
die menschliche Blutbahn gelangen – und das sehr schnell. Wird
ein Mensch von einer FSME-infizierten Zecke gestochen, kann der
Virus auf den Menschen übertragen werden. Eine umfassende Vorsorge ist daher unbedingt notwendig. Neben der richtigen Kleidung,
die möglichst viel vom Körper bedeckt, festen Schuhen, schützenden Repellents und dem Absuchen
der Haut nach dem Spaziergang,
gehört auch eine FSME-Impfung zu
möglichen Vorbeugungsmethoden
dazu. Vor allem in den FSME-Risikogebieten wie beispielsweise in weiten Teilen Bayerns, Baden-Württembergs, Südhessens und dem
südöstlichen Thüringen sollten
die aufgezählten Vorsorgemaßnahmen eine Selbstverständlichkeit sein. Dies gilt für Menschen,
die in diesen Gebieten wohnen,
und Urlauber, die in den Regionen
gern ihre Freizeit verbringen und
zeckenexponiert sind, gleichermaßen. Gut vorbereitet kann sich
die ganze Familie auf den Start in
den Frühling und Sommer freuen.
Bildquelle: Erika Hartmann / pixelio.de
StippVisite
13
Das StippVisite-Kreuzworträtsel
Gewinnen Sie je eins von 15 Köllnflocken& - Produktpaketen mit den Geschmacksrichtungen Frucht, Krokant und Schoko.
Waagerecht:
1
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9
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5
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7
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15
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58
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17
20
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8
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4
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79
76
80
81
83
84
87
88
89
Lösung:
90
1 oströmischer Kaiser | 9 Teil des Kopfes | 12 Raummaß bei Schiffen | 13 Alpengebirgsstock | 18 Kfz-Kennzeichen von Schleswig
19 Günstling | 21 chemisches Zeichen für Uran | 22 chemisches
Zeichen für Actinium | 24 störend | 30 Abkürzung für meines Erachtens | 31 Kfz-Kennzeichen von Heidelberg | 32 chinesischer
Philosoph | 35 Stadt, Gemeinde in Frankreich | 36 Kurzwort für
Sprengstoff | 37 Aggregatzustand | 38 Nationalitätenkennzeichen von Spanien | 39 Abkürzung für Nordwest | 40 Speisender
42 Abkürzung für Sportclub | 43 Nationalitätenkennzeichen für
Österreich | 44 Fluss in Sibirien | 45 Abkürzung für Connecticut
46 Abkürzung für per Adresse | 47 österreichisch für sowieso
48 Abkürzung für Karteneinheit | 49 Abkürzung für Rhesusfaktor
51 englischer Sagenheld | 52 französischer Artikel | 53 ergeben
54 Abkürzung für Saarländischer Rundfunk | 55 Abkürzung für
Leinen | 56 Halbton in der Musik | 57 unverbraucht | 58 chemisches Zeichen für Tellur | 60 Nationalitätenkennzeichen von Chile
61 Einheitenzeichen für Hektar | 63 bestimmter spanischer Artikel
64 chemisches Zeichen für Kalzium | 65 Abkürzung für im Hause
66 Präposition | 67 Nationalitätenkennzeichen von Luxemburg
68 nordeuropäisches Haustier | 69 Einheitenzeichen für Sekunde
70 Schiffskommando | 71 chemisches Zeichen für Holmium
72 Insel bei Marseille | 73 Abkürzung für auf Zeit | 74 Vorsilbe
75 Meeresgöttin | 76 Abkürzung für Tonabnehmer | 77 Abkürzung
für amerikanische Bundespolizei | 78 Abkürzung für folgende
79 Abkürzung für einen Rundfunksender | 81 Kantonsautokennzeichen der Schweiz | 82 Teil des Baumes | 83 Verdauungsferment
84 Abkürzung für Arkansas | 85 ein Umlaut | 87 Alpengipfel
88 englisches Fürwort | 89 Abkürzung für Raummeter | 90 Abkürzung für Radius
Senkrecht:
1 Wohlstandsgesellschaft | 2 Kopfteil | 3 chemisches Zeichen für
Stickstoff | 4 Abkürzung für Seemeile | 5 Hochschule | 6 Begriff
beim Tennis | 7 Lehranstalt | 8 Nationalitätenkennzeichen von
Italien | 10 Kurzwort für Radio Luxemburg | 11 chemisches Zeichen für Kohlenstoff | 13 Zeichenerklärung | 14 Kfz-Kennzeichen
von Bad Liebenwerda | 15 Abkürzung für Radio Bremen | 16 Ort
in Nordfinnland | 17 lateinische Vorsilbe (zu) | 20 chemisches Zeichen für Nickel | 23 bezeichnend | 25 Trödler | 26 portugiesischer
Politiker | 27 Stadt, Gemeinde in China | 28 Einheitenzeichen
für Tonne | 29 Abkürzung für gesehen | 33 Hormon | 34 Anrede
41 Ritter des Pedals | 46 postalischer Begriff | 50 landwirtschaftlicher Betrieb | 59 Zeiselbär | 62 Burg in Spanien | 80 Fluss in Irland
85 Einheitenkennzeichen für Atmosphäre | 86 Landschaftsform
Das Lösungswort aus der Winterausgabe der Stippvisite lautet
,,Rosmarin“.
Je ein 6- teiliges GEHWOL-Produkt-Set im Wert von je 50 Euro
haben gewonnen:
M. Dambmann (Rüsselsheim), A. Böhm (Wörrstadt),
E. Wanitschke (Quedlinburg)
Herzlichen Glückwunsch!
Senden sie das richtige Lösungswort an:
phoenixXmedia
Redaktion Stippvisite, Postfach 1609, 29664 Walsrode
Oder per E-Mail an:
[email protected]
Einsendeschluss ist der 24. Mai 2016
Die Teilnahme über einen Gewinnspielservice ist ausgeschlossen.
Teilnahmeberechtigt sind nur Teilnehmer aus Deutschland und Österreich.
Köllnflocken -
Porridge – chic und lecker
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deren Rezepturen möglichst natürlich und puristisch gehalten sind.
Ganz individuell abgestimmt auf die
Bedürfnisse des Konsumenten können sie aufgewertet und verfeinert
oder einfach pur genossen werden.
Es kann zwischen erfrischend fruchtig, verführerisch schokoladig und
graziös nussig gewählt werden!
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schnell gehen muss, sind Köllnflocken& eine ideale Zwischenmahlzeit. Mit frischem oder getrocknetem Obst, Nüssen und Saaten sowie
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Schoko, Frucht und Krokant
Erdbeer-Zitronenmelisse-Porridge
Zutaten für 2 Portionen:
200 ml Wasser
1 EL Zitronensaft
4 EL Köllnflocken& Frucht
125 g Erdbeeren
5 Blätter Zitronenmelisse
Zubereitung:
Wasser, Zitronensaft und Köllnflocken& miteinander aufkochen.
Erdbeeren und Zitronenmelisse kleinschneiden und hinzugeben.
Etwa 3-4 Minuten ruhen lassen und noch warm servieren.
Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten (ohne Wartezeit)
Tipp: Alternativ kann auch Erdbeer-Buttermilch verwendet werden.
StippVisite überregional
15
Hämorrhoiden –
Peinlichkeit war gestern
Jeder hat sie: Hämorrhoiden sind kleine Gefäßpolster in der Schleimhaut des unteren Enddarms. „Wir wollen Ängste
und Scham aus dem alltäglichen Thema einer Hämorrhoiden-Erkrankung nehmen“, leitete die Chefärztin der Klinik
für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Evangelischen Krankenhaus Weyertal, Frau Privat-Dozentin Dr. med. Claudia
Rudroff, einen anschaulichen Sondervortrag des Oberarztes Dr. Dr. medic (Ro) Georg Peters über Hämorrhoiden ein.
Der erfahrene Proktologe führte den Zuhörern anschließend den Ablauf einer Untersuchung vor.
Hämorrhoiden - nützliche
kleine Schwellkörper
D
er Begriff Hämorrhoide ist
aus dem Altgriechischen abgeleitet und bedeutet „Blutfluss“. Zusammen mit dem inneren und äußeren Muskel des Afters
verschließen die nützlichen kleinen
Schwellkörper den Darmausgang.
Drei solcher Gewebepolster besitzt
der Mensch. Stellt man sich den
Anus als Ziffernblatt einer Uhr vor,
so sind die Hämorrhoiden auf den
Zeigerstellungen 3, 7 und 11 Uhr angeordnet. Angesiedelt sind sie drei
bis vier Zentimeter oberhalb des Afters im Analkanal. Ihre Aufgabe ist
die Feinkontinenz. Die Hämorrhoiden sind zu etwa zehn Prozent an
der Abdichtung des Afters vor unkontrolliertem Stuhl- und Gasabgang beteiligt. Gesunde Hämorrhoiden sind bei einer Untersuchung mit
dem Finger nicht ertastbar.
Krankheitsbild Hämorrhoiden
Mediziner sprechen vom Krankheitsbild Hämorrhoiden, wenn sich das
Blut in den Gefäßpolstern staut und
nicht mehr ungehindert abfließen
kann. Infolgedessen erweitern sich
in dem Schwellkörper die kleinen arteriellen Blutgefäße, die sauerstoffreiches helles Blut transportieren,
und bilden Knoten in der Schleimhaut des Analkanals.
„Hämorrhoiden sind nichts Bösartiges, aber sie sind unangenehm
und bereiten Beschwerden“, erklärte
16
StippVisite
Oberarzt Dr. Peters. Der Proktologe
appellierte an Patienten, frühzeitig
zum Arzt zu gehen. Denn Hämorrhoiden können sich im Laufe der
Zeit stärker ausprägen. Erstes typisches Anzeichen für ein Krankheitsbild sind hellrotes Blut im Stuhl und
blutige Spuren auf dem Toilettenpapier oder in der Unterwäsche.
Beim vierten Grad ist ein Zurückschieben nicht mehr möglich. Der
Hämorrhoiden-Prolaps bleibt außen
am After. Dadurch ist die abdichtende Schließmuskelfunktion oft derart beeinträchtigt, dass Stuhl nicht
mehr gehalten werden kann. Es
kommt zur Inkontinenz. Juckreiz und
Brennen verursachen jetzt unerträgliche Schmerzen.
Symptome
In vier Grade teilen Mediziner die
Entwicklung der Hämorrhoiden-Erkrankung ein. Im ersten Stadium tritt
zwar hellrotes Blut aus beim Stuhlgang. Beschwerden sind damit jedoch meistens nicht verbunden. Die
leichten Vorwölbungen im Analkanal sind nur mit einem Untersuchungsgerät zu erkennen.
Bei Hämorrhoiden zweiten Grades
ist die Vorwölbung bereits tastbar.
Zu den Blutungen kommen Jucken
und Brennen hinzu. Der Patient hat
zudem das Gefühl, beim Stuhlgang
den Darm nicht vollständig entleeren zu können.
Stadium drei äußert sich durch Vorfall (Prolaps) der Hämorrhoiden bei
körperlicher Anstrengung und beim
Stuhlgang. Die Hämorrhoiden können noch manuell in den Analkanal
zurückgeschoben werden. Schmerzen und Beschwerden haben dagegen erheblich zugenommen. Aufgrund des Vorfalls kommt es zu
vermehrtem Nässen aus dem Darm
und Schleimhautabgängen.
Ursachen
Erbliche Faktoren spielen durchaus
eine Rolle bei Funktionsstörungen
der Hämorrhoiden. Eine Lebensweise mit ungesunder Ernährung, Bewegungsmangel und unzureichender
Flüssigkeitsaufnahme begünstigt
die Entwicklung. Als weitere Ursachen für krankhafte Veränderungen
der Hämorrhoiden nannte Dr. Peters
starkes Übergewicht, Bindegewebsschwäche, bei Frauen Schwangerschaften, eine erhöhte Spannung im
Schließmuskelapparat (Sphinkter)
und starkes Pressen beim Stuhlgang.
Untersuchung und Behandlung
Die EVK-Ärzte streben mit Informationsveranstaltungen über Hämorrhoiden vor allem an, die nach ihren Erfahrungen immer noch weit
verbreitete Scham vor einer Untersuchung und die meist unbegründete Angst vor Schmerzen auszuräumen. Um die Scheu zu nehmen, gab
Dr. Peters interessierten Besuchern
seines Vortrags Einblick in seine Behandlungsräume und führte seine
medizinischen Geräte und Hilfsmit-
tel vor. Eine Patientin des EVK-Proktologen erklärte sich bereit, an sich
einen Untersuchungsablauf demonstrieren zu lassen.
Im EVK wird überwiegend in der
Steinschnittlage untersucht. Ähnlich wie bei einem Gynäkologen oder
Urologen legen sich Patienten dabei
auf einen Spezialstuhl mit Beinstützen. Andere Liegemöglichkeiten sind
die Linksseiten- und die Knie-Ellbogenlage. Zur Darmentleerung wird
vor der Untersuchung ein kleiner
Einlauf (Klysma) verabreicht.
Jeder Untersuchung mit dem Proktoskop oder dem Rektoskop geht eine Befragung der Patienten nach ihren Beschwerden voraus sowie eine
manuelle Austastung des Afters. Um
Unannehmlichkeiten so gering wie
möglich zu halten, benutzen EVKÄrzte eine durchsichtige Salbe mit
dem Wirkstoff Lidocainhydrochlorid.
Die Salbe wirkt leicht betäubend und
dient zugleich als Gleitmittel.
Für die Untersuchung des Analkanals wird das Proktoskop eingesetzt.
Das Metallrohr ist etwa zehn Zentimeter lang und hat einen Durchmesser von eineinhalb bis zwei Zentimetern. In wenigen Minuten können
sich Ärzte ein Bild des Schweregrades eines Hämorrhoidalleidens machen. Befunde der Grade 1 und 2
werden mit Hilfe des Proktoskops
durch die Gummibandligatur oder
die Sklerotherapie behandelt. Bei der
Gummibandligatur werden vorfallende Hämorrhoiden von der Blutzufuhr abgeschnürt, bis sie nach zwei
bis drei Tagen absterben und samt
Gummiband ausgeschieden werden. Bei der Sklerotherapie wird wie
bei einer Krampfader-Behandlung
ein Mittel in die Hämorrhoiden gespritzt, das die krankhaft veränderten Gefäße verödet.
Oberarzt Dr. Dr. Peters demonstriert den
Behandlungsablauf an einer Interessentin
Für die Spiegelung des gesamten
Mastdarms verwenden Proktologen das etwa 20 Zentimeter lange starre Rektoskop. Einpumpen
von Luft erweitert den Darm. In der
fünf- bis zehnminütigen Untersuchung können über HämorrhoidenErkrankungen hinaus Entzündungen, Engstellen, Aussackungen in der
Schleimhaut und Polypen erkannt
werden. Bei Bedarf wird ein dünnes
Zangengerät durch das Rohr eingeführt, um vorsorglich Wucherungen
abzutragen, aus denen sich bösartiges Gewebe entwickeln könnte.
Operative Hilfe
Die Stapler-Hämorrhoidopexie
kommt bei kreisförmig vorgefallenen Hämorrhoiden dritten Grades
infrage. Bei dem Klammernahtverfahren wird das Gewebe nicht weggeschnitten. Stattdessen wird die
Schleimhaut verkürzt, sie wird sozusagen „geliftet“, und zurück an ihre natürliche anatomische Position
gesetzt. Stapler heißt die Methode
nach dem englischen Ausdruck für
„Heftmaschine“. Die OP-Technik erfordert überdurchschnittliche chirurgische Erfahrung, wie sie der
EVK-Oberarzt Dr. Peters vorweist.
Er leitet die Hälfte der jährlich rund
2000 proktologischen Operationen
im EVK Weyertal.
Einzelne Hämorrhoiden, die bei Belastung oder beim Stuhlgang immer
wieder durch den Anus heraustreten (Grad 3), können operativ nach
den Techniken Milligan-Morgan, Ferguson, Parks oder dem Longo-Klammernahtverfahren entfernt werden.
Erst im vierten Stadium kann eine Entfernung des Analkanals und
plastische Wiederherstellung nach
Fansler-Arnold unumgänglich sein.
Dr. Peters zeigte eine Serie vor- und
nach-operativer Fotos. „Wie ein Kinderpopo soll das Bild der After-Rekonstruktion aussehen“, kommentierte der Oberarzt das gewünschte
Ergebnis. Ein Krankenhausaufenthalt von vier bis fünf Tagen ist nach
einem Eingriff in der Regel erforderlich. Kurz nach der OP sind fünf bis
sechs Stuhlgänge am Tag normal.
Der Heilungsprozess dauert für gewöhnlich drei bis vier Wochen.
Vorbeugung
Eine Liste von Tipps, um Hämorrhoidalleiden vorzubeugen, gab Dr.
Peters mit auf den Weg. „Bewegen
Sie sich viel, meiden Sie den Fahrstuhl, lassen Sie das Auto stehen und
gehen Sie zu Fuß. Trainieren Sie Ihren Schließmuskel, auch im Sitzen,
indem sie den After zusammenkneifen, als wollten Sie einen Stuhlgang
verhindern“, lauten Ratschläge. Zur
Gesunderhaltung der kleinen Dichtungsschwellkörper im Anus empfiehlt der Oberarzt ballaststoffreiche
Kost, Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei Litern pro Tag, Gewichtskontrolle und das Tragen saugfähiger, luftdurchlässiger und locker
sitzender Unterwäsche.
„Hören sie auf Ihren Darm: Wenn
Sie merken, dass Sie auf die Toilette müssen, sollten Sie auch gehen. Denn unterdrückter Stuhlgang
macht den Stuhl fester und fördert
Verstopfung“, rät Dr. Peters außer-
dem. Wenn möglich, soll der Anus
nach jedem Stuhlgang mit lauwarmem Wasser oder unterwegs mit
Zellstofftüchern gereinigt werden.
Von Feuchttüchern rät der Spezialist
dagegen ab. Die enthaltenen Stoffe könnten die empfindliche AfterSchleimhaut reizen.
enten selbst wesentlich zur eigenen
Gesundung beitragen.
Proktologische
Sprechstundentermine bei
Dr. Dr. medic (Ro) Georg Peters
„Die Natur hilft viel“, weiß der Arzt
aus eigener Erfahrung mit einer Hämorrhoiden-OP, die 15 Jahre zurückliegt und ihn nachhaltig von
dem peinigenden Leiden befreite.
Durch Verhaltensänderungen, fasste
Dr. Peters zusammen, könnten Pati-
PD Dr. med. Claudia Rudroff
Sekretariat, Tanja Mühleck
Telefon 0221 479 2212
E-Mail allgemeinchirurgie
@evk-koeln.de
Gynäkologische Blutungsstörungen
Moderne Diagnostik und Therapie
Wenn die Menstruation Frauen mehr als sechs Mal am Tag zum Wechseln von Tampon oder Binde treibt, ist das
mehr als lästig. Eine überdurchschnittlich starke Monatsblutung ist oft ein Hinweis auf ein gynäkologisches Problem.
Nicht nur die Lebensqualität ist einschränkt. Die Frauen haben wegen zu starken Blutverlusts oft einen zu niedrigen
Eisenwert (Hämoglobinspiegel). Müdigkeit, Abgeschlagenheit sind die Folge.
Die Menstruation
D
r. med. Caroline KohlmannMünks und Dr. med. Alexandra Leskaroski, Ärztinnen an
der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Evangelischen Krankenhaus Weyertal, präsentierten
beim Gesundheitstreff um 11 den
Vortrag von Chefarzt Prof. Dr. med.
Thomas Römer über „Moderne Diagnostik und Therapie von gynäkologischen Blutungsstörungen“.
18
wieder abfällt. Frau Dr. KohlmannMünks erklärte, dass die Bezeichnungen „schwach, mittel, stark“ lediglich
Anhaltspunkte geben. Es entspreche
nicht der Lebenswirklichkeit, die abgeschiedene Blutmenge aufzufangen und zu messen.
In einem normalen Zyklus setzt am
29. Tag nach dem ersten Tag der vorangegangenen Menstruation die
nächste Blutung ein. Demnach sind
ca. 23 Tage im Zyklus blutungsfrei.
Gynäkologen bezeichnen die normale und beschwerdefreie Menstruation mit dem Fachbegriff Eumenorrhoe.
Verstärkte und/oder verlängerte
Menstruationen werden als Hypermenorrhoe, Metrorrhagie oder Menorrhagie bezeichnet.
Eine normale Regelblutung ist eine
fünftägige Blutung, die am ersten
Tag schwach ist, bis zum dritten Tag
auf einen Mittelwert ansteigt und
FIGO-Klassifizierung
StippVisite
Um abnormale Uterusblutungen bei
nicht-schwangeren Frauen im repro-
duktionsfähigen Alter zu klassifizieren, wird das sogenannte FIGO-System verwendet. Polypen nennt das
System an erster Stelle. Eine andere
Ursache ist die Einnistung von Zellen
der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) in der mittleren Schicht
der Gebärmutterwand, der Uterusmuskulatur (Myometrium). Dies
wird als Adenomyose bezeichnet.
Verantwortlich für übermäßige Blutungen kann ebenso ein gutartiger,
knotiger, abgekapselter, runder Tumor in der Muskulatur sein, das Leiomyom. Aber auch eine Hyperplasie
der Gebärmutterschleimhaut wird
bei der Klassifizierung in Betracht
gezogen.
Bei den funktionellen Ursachen unterscheidet das FIGOSystem z. B. Störungen der Blut-
gerinnung, die Coagulopathie,
und weitere hormonelle Störungen sowie lokale Entzündungen
der Gebärmutterschleimhaut.
Diagnose
Untersuchung
Das Führen eines Zykluskalenders,
am besten über ein Jahr, gibt Gynäkologen wichtige Anhaltspunkte für
die Diagnose von Störungen. Zweiter Schritt ist die gynäkologische Untersuchung einschließlich einer vaginalen Ultraschalluntersuchung.
Dies ermöglicht die Betrachtung des
gesamten Uterus mit Gebärmutterwand, -schleimhaut und den Eierstöcken. Die Sonographie wird darüber hinaus bei einem Gestagen-Test
eingesetzt.
Gestagen-Test
Das Hormon Gestagen wird in den
Eierstöcken (Ovarien) in dem Gelbkörper gebildet, der nach dem Eisprung aus der Eizellhülle, dem
Follikel, entsteht. Der höchste Gestagenspiegel wird in der 2. Zyklushälfte erreicht.
Ergibt der Sonographie-Befund eine Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) wird
über 12 Tage ein Gestagenpräparat verabreicht. Zeigt das Endometrium im Ultraschall nach der Abbruchblutung eine Dicke von weniger als
5 Millimetern, ist entweder keine
Therapie erforderlich oder es wird
prophylaktisch eine medikamentöse Behandlung mit Gestagenen verschrieben, um erneute Blutungsstörungen zu vermeiden.
Therapien
Hysteroskopie
Beträgt die Schleimhautschicht
mehr als 5 mm, führt eine Gebär-
mutterspiegelung (Hysteroskopie)
weiter. Das Verfahren bietet über die
Diagnostik hinaus die Möglichkeit
der Therapie. Bei der Suche nach Ursachen von Blutungsstörungen kann
mit Hilfe dieses medizinischen Geräts zwischen Gewebe- oder Organvergrößerungen durch vermehrte
Zellteilung (Hyperplasie), Myomen,
Polypen und einem Karzinom in der
Gebärmutterschleimhaut oder im
Gebärmutterhalskanal (Zervix) unterschieden werden. Gegebenenfalls
können die Wucherungen sofort
entfernt werden. Das Hysteroskop
wird ebenfalls bei Ausschabungen
eingesetzt.
Hormonpräparate
Bei der Hypermenorrhoe ist meistens eine Unterfunktion des Gelbkörpers die Ursache. Ausgleich schaffen somit Gestagenpräparate. Ist die
Ursache organisch, stecken meistens
ein Myom oder ein Polyp dahinter.
Beide lassen sich meist hysteroskopisch operativ entfernen, d.h. die Gebärmutter bleibt erhalten.
Eine medikamentöse Langzeittherapie der Hypermenorrhoe ist das Einsetzen der Hormon-Spirale Mirena
in den Uterus oder die Einnahme der
„Pille“ Qlaira. Beide gleichen Gestagen-Defizite aus und sind sowohl zur
Empfängnisverhütung geeignet und
für die Therapie
der Hypermenorrhoe zugelassen.
(Gebärmutterschleimhautverschorfung).
Für die Endometriumablation kommen nur Patientinnen infrage, deren Familienplanung abgeschlossen
ist. Der Uterus sollte allerdings nicht
deutlich vergrößert sein. Andere Erkrankungen im Genitalbereich oder
bösartige Veränderungen des Endometriums müssen zudem ausgeschlossen sein.
Spirale versus Ausschabung
Frau Dr. Kohlmann-Münks stellte
die Behandlungserfolge von Mirena-Spirale und Endometriumablation gegenüber. Abhängig von der Lebensplanung der Frau seien Vor- und
Nachteile individuell abzuwägen.
Der operative Eingriff unter Narkose
befreit 80 Prozent der Patientinnen
von ihren Beschwerden. Die Erfolgsrate mit der Hormonspirale beläuft
sich auf ca. 70 Prozent.
Ein neues Gerät für die Endometriumablation ist das Einmalinstrument
NovaSure. Die Gynäkologen spannen in der Gebärmuttermutterhöhle
ähnlich einem Schirm ein Goldnetz
auf. Mittels eines Radiofrequenzgenerators wird die Schleimhaut bis in
tiefe Schichten verschorft. Das Risiko
dieses Verfahrens ist noch geringer
als bei der herkömmlichen Ablation.
Schleimhautverschorfung
(Endometriumablation)
Eine weitere
mögliche Behandlungsmethode von Blutungsstörungen
ist die Endometriumablation
Dr. med. Alexandra Leskaroski und Dr. med. Caroline Kohlmann-Münks
StippVisite
19
Diese Methode wird seit ca. 5 Jahren
mit sehr guten Ergebnissen im EVK
Weyertal angewendet.
Entfernung der Gebärmutter
Die Entfernung der Gebärmutter
(Hysterektomie) als letztes Therapiemittel garantiert 100%igen Blutungsfreiheit. Sie wird heutzutage of
minimalinvasiv ohne Bauchschnitt
mit dem Laparoskop durchgeführt.
Es ist dasselbe Instrument, das bei
diagnostischen Bauchspiegelungen
zum Einsatz kommt.
Im EVK Weyertal werden fast jeden
Tag Operationen nach der LASH-Methode vorgenommen. Dabei wird
nur der Gebärmutterkörper entfernt,
der Gebärmutterhals bleibt stehen.
Blutungen nach den Wechseljahren
„Meistens regeln sich Zyklusstörungen in den Wechseljahren von
selbst“, schickte Frau Dr. med. Alexandra Leskaroski ihren Ausführungen zu Blutungsunregelmäßigkeiten bei Patientinnen voraus, die sich
in der Phase der Prämenopause befinden. Oft kündigen sich Vorzeichen
der Wechseljahre bereits an, wenn
die Frau noch unter 50 Jahre alt ist.
In diesem Alter tritt bei der Mehrheit
der Frauen ein Ungleichgewicht im
Hormonhaushalt auf.
Ein zeitweiser Östrogen-Überschuss
kann bewirken, dass beim Eintritt in
die Wechseljahre die Zyklen länger
werden und die Blutungen stärker.
Sechs bis acht Wochen Pause zwischen den Blutungen und Blutungen, die zwei bis vier Wochen anhalten, sind keine Ausnahme.
Allerdings können die lang anhaltenden Blutungen zu Blutarmut
(Anämie) führen. Das ist dann der
Fall, wenn der Hämoglobinwert unter 11 sinkt, ein Wert unter 8 gilt als
schwere Anämie.
Erste Wahl Gestagene
In der Regel haben Frauen zwischen
50 und 52 Jahre die letzte Monatsblutung. Treten ein Jahr danach erneut Blutungen auf, rät Frau Dr. Leskaroski zum Arztbesuch, um die
Ursachen zu klären.
Verursacht ein übermäßiger Schleimhautaufbau Blutungsstörungen, ist
die Gabe von Gestagenen die erste
Wahl auch bei Frauen in den Wechseljahren. Lässt sich nach Gabe von
Gestagenen die Schleimhautdicke
unter 5 Millimetern eindämmen und
treten keine weiteren Blutungen auf,
ist der Patientin geholfen.
Bei Blutungsstörungen nach Wechseljahren und hoch aufgebauter
Schleimhaut ist eine Ausschabung
angezeigt.
Weniger
Gebärmutterentfernungen
„Die Zahl der Gebärmutterentfernungen ist aufgrund neuer Behandlungsoptionen deutlich zurückgegangen, so dass die Hysterektomie
praktisch nur noch bei Karzinomen
oder bei schwerer Endometriose“ erforderlich ist, sagte Frau Dr. Leskaroski abschließend.
Beim Gesundheitstreff um 11 zeigten die Fachärztin und ihre Kollegin
Frau Dr. Kohlmann-Münks den Besuchern die chirurgischen Geräte,
mit denen in der modernen Medizin
schonende operative Eingriffe vorgenommen werden. Ihr Fazit: „Wir
haben heute viel in der Hand, um
Patientinnen eine Gebärmutterentfernung zu ersparen.“
Gynäkologische
Sprechstundentermine bei
Prof. Dr. med. Thomas Römer
Sekretariat, Annette Timm
Telefon 0221 479 2201
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Foto: ©Kzenon – Fotolia.com
Von Jörg Gommersbach-Löffler,
Dipl.-Sportwissenschaftler (Leiter PUR/ZSM)
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Beim Telefonieren
aufstehen, Gehen au
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der Stelle, Schulterkreisen.
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Die Schilddrüse – winziges
Organ mit großer Wirkung
Sie hat beim Menschen die Form eines Schmetterlings. Knapp unterhalb des Kehlkopfes vor der Luftröhre ist ihr Platz.
Die Schilddrüse ist ein lebensnotwendiges Organ. Was sie leistet und wie das Evangelische Krankenhaus (EVK) Patienten hilft, bei denen die Schilddrüse nicht richtig arbeitet, erläuterte der Oberarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie,
Hans-Joachim Seefeldt, beim Gesundheitstreff um 11 im EVK Weyertal.
Die Aufgaben der Schilddrüse
Aufbau
B
ei Männern hat die gut durchblutete Hormondrüse ein Gesamtvolumen von bis zu 25
Millilitern, bei Frauen bis zu 18 ml.
Das Gewicht beträgt bei Erwachsenen zwischen 18 und 25 Gramm. Die
beiden Lappen, die durch einen Steg
verbunden sind und dem Organ eine H-Form geben, sind mit Bindegewebe an die Luftröhre geheftet.
Zwei Arterien führen der Schilddrüse
auf jeder Seite das Blut zu, das nach
Durchlauf über Venen abfließt. Den
Flüssigkeitshaushalt zwischen den
Drüsenzellen regulieren Lymphgefäße. Außerdem wird die Schilddrüse
von Fasern des vegetativen Nervensystems versorgt.
Hormonproduktion
Herr Oberarzt Seefeldt erläuterte
eingehend die Bildung der beiden
Hormone Triiodthyronin (T3) und
Thyroxin (T4). Angaben unter diesen
beiden Abkürzungen finden Patienten in den Ergebnisprotokollen nach
Untersuchungen.
Die beiden jodhaltigen Hormone
steuern alle Stoffwechselvorgänge.
Sie unterstützen den Aufbau von Eiweiß. Sie werden gebraucht für das
Wachstum von Knochen und Muskeln. Außerdem beeinflussen sie die
Arbeit von Nerven, Herz, Kreislauf
und Muskulatur.
Finden Patienten in Verbindung mit
den Abkürzungen T3 und T4 den
Buchstaben F, bedeutet das, beide Hormone sind frei. „Das heißt,
sie sind nicht an Eiweiße gebunden
und damit bei der Zirkulation im Blut
wirksam“, erklärte Herr Seefeldt.
Schilddrüsenhormone sind lebenswichtig. Fehlen sie, wird der Mensch
krank und stirbt nach spätestens
sechs Monaten. „Das passierte vor
über 100 Jahren, wenn Chirurgen
die Schilddrüse vollständig entfernten. Denn künstliche Hormone stehen erst seit den 20-er Jahren des
vergangenen Jahrhunderts zur Verfügung“, gab der Oberarzt einen Einblick in die Medizingeschichte.
Sein Wert im Blutserum gibt Hinweise, ob die Schilddrüse normal
entwickelt und funktionstüchtig
ist. Wenn nicht, muss innerhalb der
ersten drei Lebenswochen eine Behandlung erfolgen. Andernfalls treten schwere körperliche und geistige
Entwicklungsschäden auf.
Das Jod:
ein unentbehrliches Spurenelement
Bis 1989 war Deutschland ein Jodmangelgebiet, besonders in Regionen wie der Eifel und in Süddeutschland. Während in der Schweiz
dem Leitungswasser Jod beigemischt wurde, wurde in Deutschland vermehrt jodiertes Speisesalz verwendet. Wurden bis vor 26
Jahren bei 6 bis 9% der Jugendlichen unter 20 Jahre in Deutschland Knoten in der Schilddrüse festgestellt, ging diese Zahl bis
zum Jahr 2000 deutlich zurück.
Eine entscheidende Rolle spielen
Schilddrüsenhormone bei der kindlichen Entwicklung bereits im Mutterleib. Der Embryo bildet sie in der 10.
bis 12. Woche. Dafür wird das Spurenelement Jod gebraucht, weshalb
bei schwangeren Frauen besonders
auf eine ausreichende Jodzufuhr geachtet wird.
„Bei Jodmangel hat die einzelne
Schilddrüsenzelle erheblichen Stress
und schüttet Wachstumsfaktoren
aus, um mehr Schilddrüsenhormone
zu bilden. Dabei entstehen neben einer allgemeinen Vergrößerung auch
Knoten“, erklärte Herr Seefeldt die
Knotenbildung. Im unteren Halsbereich bildet sich ein „Kropf“.
Bei Neugeborenen ist eine Blutentnahme an der Ferse gesetzlich vorgeschrieben, um die Menge des Thyreoidea-stimulierenden Hormons,
kurz TSH, zu ermitteln. Der nach
dem lateinischen Name der Schilddrüse Glandula thyreoidea benannte Botenstoff wird in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) produziert.
Entscheidend für die Diagnose:
der TSH-Wert
Den normalen Wert des Thyreoidea-stimulierenden Hormons gab
Herr Seefeldt mit 0,3 bis 2,25 Milli-Einheiten je Liter Blut (mU/l) an.
Liegt die Menge des Stimulanz darunter, produziert die Schilddrüse zu
StippVisite
21
viele Hormone. Die Störung wird als
Überfunktion der Schilddrüse diagnostiziert. Bei einem überhöhten
Messwert werden zu wenige Hormone gebildet, die Folge ist eine Unterfunktion der Schilddrüse.
Vor einer Blutuntersuchung stellen Ärzte eine Befragung der Patienten. Nervosität, Unruhe, Reizbarkeit,
schnellere Muskelreflexe, Schwitzen, leicht erhöhte Temperatur und
unkontrollierte Gewichtsabnahme
sowie auf der anderen Seite Müdigkeit, Wassereinlagerungen, Kälteempfindlichkeit, Gewichtszunahme
gehören zu den am häufigsten beschriebenen Symptomen. „Einzeln
sind die Symptome unspezifisch,
erst die Kombination lässt uns Ärzte an eine Schilddrüsenerkrankung
denken“, so der EVK-Oberarzt.
Kalte und heiße Knoten
Ein verdickter Hals, an dem Gewebeknoten zu ertasten sind und sich
beim Schlucken etwas bewegen, ist
für die meisten Patienten der Anlass,
einen Arzt aufzusuchen. Nach eingehender Patientenbefragung wird
meist eine Ultraschalluntersuchung
angeboten. Ein zusätzliches Szintigramm gibt Aufschluss, um welche
Art Knoten in der Schilddrüse es sich
bei der Störung handelt.
Die Szintigrafie ist ein bildgebendes
Verfahren der nuklearmedizinischen
Diagnostik, bei dem eine Kamera,
die Gammastrahlen erfasst, eingesetzt wird. Dem Patienten wird vor
der Aufnahme Technetium gegeben,
welches wie Jod von den Schilddrüsenzellen aufgenommen wird und
welches radioaktiv ist. Es zerfällt in-
nerhalb von Stunden. Da nur Schilddrüsenzellen Jod aufnehmen können, zeigt die Gammakamera an,
welche Knoten und welche Bereiche
der Schilddrüse aktiv sind und welche nicht.
Heiße Knoten, die so genannt werden, weil sie im Bild in den Farben
Rot und Gelb erscheinen, nehmen
das Jod auf. Da sie der Regulation
durch die Hypophyse entzogen sind,
produzieren sie unkontrolliert und
übermäßig Hormone. In der Fachsprache heißen diese gutartigen
Knoten autonome Adenome.
Kalte Knoten dagegen speichern
das zugeführte Jod nicht. Im Szintigramm stellt sich dieser inaktive
Knoten in den kühlen Farben Blau
oder Violett dar. Krebs kann in kalten
Knoten vorkommen, ist allerdings in
der Schilddrüse sehr selten. Herr Seefeldt sprach
von etwa 2800 Fällen
im Jahr in Deutschland,
von den 85% bis 95%
sehr gut operativ therapierbar seien, in Kombination mit einer nuklearmedizinischen
Nachbehandlung.
Eine einzige Operation kann helfen
Bevor Herr Oberarzt Seefeldt seinen Vortrag
begann, fragte er die
Besucher des Gesundheitstreffs um 11 nach
ihrem Informationsbedarf. Eine Patientin sagte, sie sei gekommen,
weil sie sich entscheiden
müsse, ob sie sich operieren lasse.
Manchmal ist eine OP
zwar unvermeidlich,
Oberarzt Seefeldt erklärt
den Interessierten die Lage
der Schilddrüse
Ärzte haben jedoch gerade im Anfangsstadium einer Schilddrüsenvergrößerung medikamentöse Behandlungsmethoden an der Hand, die
Erfolg versprechen.
Jod- und Hormon-Therapien
Die frühe Gabe vor allem von Jodid
und evtl. eines Kombinationspräparats aus Jod und dem körpereigenen Hormon L-Thyroxin ist geeignet,
durch Jodmangel bedingtes Wachstum der Schilddrüse zu stoppen. Das
L-Thyroxin entlastet die Schilddrüse
von dem Stress, Wachstumshormone zu produzieren. Gleichzeitig werden die Jodspeicher aufgefüllt. Diese
medikamentöse Behandlung dauert
zwei bis vier Wochen, bis sich Heilungserfolge einstellen.
Bei Knoten mit Überfunktion kann
eine Therapie mit schwach radioaktivem Jod insofern helfen, dass der
Knoten zerstrahlt wird. Verschwunden ist der heiße Knoten danach
zwar nicht, kann aber auch keine
Überfunktion mehr verursachen.
Der Patient schluckt bei dieser Therapie eine individuell berechnete
Menge Radiojod in Form einer Kapsel. Wie das Jod aus der Nahrung
nimmt die Schilddrüse das Spurenelement auf. Es reichert sich nahezu
ausschließlich in den heißen Knoten
an. Die radioaktiven Anteile bewirken einen Zerfall der Knoten. Für diese Therapie ist in Deutschland ein
mehrtägiger Krankenhausaufenthalt erforderlich.
Welche Therapie Erfolge verspricht,
möglicherweise in Kombination,
hängt von Untersuchungsergebnissen ab und eventuell anderen Erkrankungen des Patienten sowie
auch vom Lebensalter.
Ärzte sind vorsichtig mit der Gabe von Jod. „Gefährlich kann das
bei einer Schilddrüsenüberfunktion
werden, wenn Kontrastmittel, beispielsweise vor einer Computertomographie, gespritzt werden. Es ist
dem Jod ähnlich und kann bei einer
zu hohen Dosis im Körper zur Vergiftung führen“, führte Herr Seefeldt
aus.
Knoten punktieren
oder operativ entfernen?
Herr Seefeldt verdeutlichte, inwieweit eine Punktierung von Knoten an
Grenzen stößt. Zum einen hänge die
Treffsicherheit mit der feinen Nadel
vom Geschick des Arztes ab. Zum anderen müsse der begutachtende Zytologe ein Experte in der Beurteilung
der Zellart sein.
Der EVK-Oberarzt bevorzugt bei unklaren Situationen die operative
Entfernung von Knoten. Das Gewebe wird anschließend genau untersucht, um Nachbehandlungen individuell abzustimmen.
Schilddrüsen-OPs sind heutzutage auch bei vollständiger Entfernung des Organs schnell gemacht
und risikoarm. Chirurgen brauchen
in der Regel weniger als 2 Stunden
bei komplikationslosem Eingriff. Die
Operation erfolgt in Vollnarkose.
Dünne Schläuche leiten Wundsekret
ab. Sie werden noch am selben Tag,
spätestens am nächsten Tag entfernt. Durchschnittlich 2- bis 3 Tage
beträgt der stationäre Aufenthalt.
Eine quere Narbe über der Drosselgrube oberhalb vom Brustbein wird
sichtbar bleiben. Wurde die Schilddrüse vollständig entfernt, müssen
lebenslang Hormone eingenommen
werden.
Morbus Basedow und Hashimoto
Patienten fragten nach dem Unterschied zwischen Funktionsstörungen der Schilddrüse und den Krankheitsbildern Morbus Basedow und
Hashimoto. Welche Vorgänge die
beiden Autoimmunerkrankungen
an der Schilddrüse verursachen, skizzierte EVK-Oberarzt Hans-Joachim
Seefeldt auf einer Flipchart.
Dem Stimulanz TSH, das die Hirnanhangdrüse ausschüttet, entspricht
an den Schilddrüsenzellen ein Empfänger-Protein. Wie Schlüssel und
Schloss passen Stimulanz und annehmender Rezeptor in ihrer Form
zueinander. Dieselbe Schlüsselform
besitzt aber auch der TSH-Antikörper des Morbus Basedow. Die Folge ist eine starke Überfunktion der
Schilddrüse mit Vergrößerung. Dass
bei dieser Krankheit die Augen hervortreten können, liegt an einer Vermehrung von Fettzellen hinter dem
Augapfel, die ebenfalls durch den Antikörper stimuliert werden können.
Hashimoto ist dagegen eine chronische Schilddrüsenentzündung, die
zur Unterfunktion führt. Die Entzündung entsteht durch Antikörper gegen das Enzym Peroxidase, das die
Jodanreicherung beeinflusst, oder
durch Antikörper gegen das Protein
Thyreoglobulin, an dem die Zusammenfügung (Synthese) der Hormone
Triiodthyronin (T3) und Thyroxin (T4)
stattfindet. Schilddrüsenzellen sterben nach und nach ab.
Beide Autoimmunerkrankungen
sind ursächlich nicht heilbar. Dem
EVK stehen medikamentöse und
operative Therapien zur Verfügung,
die Auswirkungen von Morbus Basedow und Hashimoto lindern können.
Endokrine Chirurgie
am EVK Köln-Weyertal
Fachbereich für
Schilddrüsenerkrankungen
Sekretariat, Tanja Mühleck
Telefon 0221 479 2212
E-Mail allgemeinchirurgie
@evk-koeln.de
Mo. - Do. 8 bis 16 Uhr
Fr. 8 bis 12 Uhr
StippVisite
23
Modernste Ausstattung
und Mitgefühl – Das EVK
Köln-Weyertal eröffnet neue Komfortstation
Solch ein Badezimmer kennen die meisten Menschen nur vom Urlaub im Vier-Sterne-Hotel: der ganze Raum mit edlen
anthrazitfarbenen Fließen ausgekleidet, der Zugang zur geräumigen Dusche ist ebenerdig und damit man seine Lieblingssongs mitsingen kann, ist im Badezimmer ein Radio installiert. Das Evangelische Krankenhaus Köln Weyertal setzt
mit seiner gerade eröffneten klimatisierten Komfortstation A 5 hinsichtlich Ausstattung und Servicequalität neue Maßstäbe. Frühstück und Abendessen nehmen die Patienten in Buffetform ein, zum Mittagessen gibt es freie Menüauswahl und eine eigene Servicekraft kümmert sich ausschließlich um die Patienten auf der Wahlleistungsstation.
A
ber: „Braucht denn ein Evangelisches Krankenhaus solch
eine Komfortstation überhaupt?“ Mit dieser Frage griff in seiner Ansprache zur Eröffnung der
neuen Station der Geschäftsführer Dr. Harald Januschewski aufkommende Diskussionen offensiv
auf – um sie schlüssig und souverän zu beantworten. Er verwies auf
die grundlegenden Änderungen im
Gesundheitssystem und die gestiegenen Erwartungen der Patienten,
die nicht mehr nur optimal medizinisch versorgt werden wollten, sondern auch hohe Anforderungen an
die Unterbringung und den Service
hätten. Auch die privaten Krankenkassen wollten sich im zunehmenden Wettbewerb abheben.
Die zweite Antwort auf die eingangs
gestellte Frage berührt das Sanierungskonzept, das derzeit am EVK
Köln-Weyertal umgesetzt wird. Laut
Dr. Harald Januschewski werde hierfür ein „erhebliches finanzielles Volumen“ eingesetzt. So seien die Aufzüge teilweise schon erneuert, im
laufenden Jahr werden ferner noch
der Eingangsbereich des EVK sowie
die Cafeteria im Untergeschoss modernisiert. „Und noch vor dem Sommer werden wir die zweite Komfortstation einweihen“, kündigte der
Geschäftsführer an. Beide Komfortstationen werden dann mit einer eigenen Treppe verbunden sein.
Die Feierstunde zur Eröffnung der
Komfortstation wurde von Verwal-
tungsdirektor Stefan Köller eröffnet, der die Anwesenden herzlich
begrüßte. Dass trotz allen Komforts
in einem Krankenhaus die Patienten immer noch „der Angst, dem
Schmerz und dem Tod begegnen“,
darauf machte in der Andacht der
Evangelische Krankenhausseelsorger Karsten Leverenz aufmerksam.
Mit Blick auf den zu Beginn der Andacht zitierten Psalm 23 („Der Herr
ist mein Hirte“) verwies Karsten Leverenz darauf, was die Patienten in
einem Krankenhaus brauchen: „Eine Hand, die hält, ein Ohr, das versteht und ein Herz, das Mitgefühl
ausstrahlt.“ In seinen Fürbitten bat
der katholische Krankenhausseelsorger, Heinrich Becker, um Lebensmut für die Patienten, um Geduld
und Mitgefühl für die Ärzte und Pflegekräfte sowie ausreichend Zeit
„zum Ein- und Ausatmen“. Die Andacht endete mit der Bitte der beiden Krankenhausseelsorger um
Gottes Segen für die neu eröffnete
Station.
Von einem „heftigen Umbau“ berichtete Klaus Zimmer. „Außer den
tragenden Wänden ist hier nichts
stehen geblieben“, beschrieb der
Architekt vom Architekturbüro K.
Zimmer aus Neuwied die siebenmonatige Bauphase, ehe er die Komfortstation symbolisch an die neuen
Nutzer übergab. Von Seiten des EVK
nahmen Verwaltungsdirektor Stefan
Daten und Fakten
zur Komfortstation
Anzahl Zimmer / Betten:
Köller, der stellvertretende ärztliche
Direktor Dr. Holger Heinen-Schürmann, sowie Schwester Jacqueline
Reiß den überdimensionalen Schlüssel entgegen. Und wie es sich für eine offizielle Eröffnung gehört, wurde
auch ein rotes Band durchtrennt. Assistiert von der Pflegedienstleiterin,
Oberin Beate Wegener, und Dr. Holger Heinen-Schürmann sorgte die
Servicekraft Frau Gjila Mislimi für einen sauberen Schnitt.
Von links nach rechts: Schwester Jacqueline Reiß, Verwaltungsdirektor Stefan Köller, Architekt
Klaus Zimmer und der stellvertretende ärztliche Direktor, Dr. Holger Heinen-Schürmann
6 x 2-Bett-Zimmer
4 x 1-Bett-Zimmer
Was ist hier „Komfort“?
Jedes Zimmer mit eigenem
Komfort-Bad: ebenerdiger Zugang
zur Dusche, Radio, Föhn,
beleuchteter Kosmetikspiegel etc.
Jeder Patient mit eigenem TV,
Radio und Internetzugang
Mini-Kühlschrank für jeden
Patienten
Bereitstellung: Morgenmantel,
Badetücher, Handtücher
Geräumiger Safe
Frühstück und Abendessen
in Buffetform
Mittagessen: freie Menüauswahl
Kaffeevollautomat: Cappuccino,
Latte Macchiato, Milchkaffee,
Kaffee und Schokolade
Kühlschrank mit Softdrinks
und Snacks aller Art
Eigene Servicekraft
nur für diese Station
Vertretene Fachabteilungen:
Allgemein- und Viszeralchirurgie
Chefärztin
PD Dr. med. Claudia Rudroff
Orthopädie und Unfallchirurgie,
Hand-, Fuß- und Wiederherstellungschirurgie
Chefarzt Dr. med. Karl-Ernst Sander
Innere Medizin
Chefarzt Dr. med. Claus Benz
Assistiert von der Pflegedienstleiterin, Oberin Beate Wegener, und dem stellvertretenden
ärztlichen Direktor, Dr. Holger Heinen-Schürmann, sorgte die Servicekraft Frau Gjila Mislimi
für einen sauberen Schnitt.
i
StippVisite
25
Wenn die Schulter schmerzt
„Die Schulter ist das komplizierteste Gelenk des Menschen“, sagte die
Oberärztin Unfallchirurgie, Suzan
Yarkin, beim Gesundheitstreff um
11 im Evangelischen Krankenhaus
Weyertal. Nicht jeder Verschleiß
oder Bruch müsse aber operativ behandelt werden. „Sie entscheiden
bei Verschleißerkrankunen, ob Ihnen die Beweglichkeit ausreicht
und ob Sie die Schmerzen aushalten wollen. Oder ob wir Ihnen mit
einer Operation helfen sollen“, erklärte sie den Besuchern der Patienteninformationsveranstaltung ihre
Wahlmöglichkeiten.
Anatomie der Schulter
D
ie Schulter ist zusammengesetzt aus Hauptgelenk,
Nebengelenken und dem
Schultergelenk mit Schulterblatt
und Schlüsselbein. Muskeln, Sehnen, Bänder und Schleimbeutel ummanteln sie. Kein anderes Gelenk im
menschlichen Körper ist beweglicher
als das kugelige Schulterhauptgelenk. Es ermöglicht Armbewegungen
in drei Ebenen und Achsen. Dank des
Kugelgelenks kann der Mensch seine
Arme in drei Richtungen abspreizen,
in zwei Richtungen anwinkeln sowie
nach oben strecken und kreisförmig
drehen.
Die hohe Beweglichkeit ermöglicht
eine anatomische Besonderheit der
Schulter. Sie wird anders als das
Hüft- und das Kniegelenk vorwiegend von Muskeln und Sehnen statt
dehnbaren Bändern stabilisiert und
bewegt wird. Aus dem komplizierten
Aufbau ergibt sich allerdings eine erhöhte Anfälligkeit für Verletzungen
und Verschleiß.
Das Schulterhauptgelenk wird vom
kugelförmigen Ende des Oberarmknochens, dem Oberarmkopf, und
26
StippVisite
der flachen Mulde, der Pfanne, am
Schulterblatt gebildet. Suzan Yarkin verglich das Gelenk mit einem
Golfball, der auf dem Tee genannten Stift aufliegt. „Die Kontaktfläche
zwischen dem Oberarmkopf und der
Pfanne am Schulterblatt ist verhältnismäßig klein“, verdeutlichte die
Chirurgin. Oberarmkopf und Pfanne
sind durch die Schultergelenkkapsel
und einen Faserknorpelring miteinander verbunden.
Einen hohen Anteil an der Beweglichkeit haben die vier Schulternebengelenke. Zusammen bilden sie
den Schultergürtel. Das Eckgelenk
sitzt zwischen dem oberen Ende
des Schulterblatts, der sogenannten
Schulterhöhe, und der Außenseite des Schlüsselbeins. Zwei Nebengelenke befinden sich außerdem
zwischen der Schulterhöhe und
dem Oberarmkopf sowie zwischen
dem Brustbein und dem Schlüsselbein. Als Gleitschicht zwischen dem
Schulterblatt und der Brustkorbwand dient ein weiteres Nebengelenk.
Die Schulterpfanne und ihre Kontaktfläche mit dem Oberarmkopf sowie der Oberarmkopf sind mit Knorpeln beschichtet. Das gallertartige
Gewebe wirkt sowohl als Stoßdämpfer des Schultergelenks wie auch
als Gleitmittel gegen Gelenkreibungen. Wie jedes andere Gelenk ist die
Schulter von einer Kapsel umgeben.
Sie besteht aus einer äußeren festen
Faserschicht und einer Gelenkinnenhaut. Aufgaben der Kapsel sind die
Stabilisierung des Schultergelenks
und die Produktion von „Gelenkschmiere“ für das reibungslose Gleiten der Knochen, die am Gelenk beteiligt sind.
Ebenfalls als Puffer und Gleitmittel sorgen mehrere Schleimbeutel
dafür, dass sich Muskeln, Sehnen
und Knochen bei ihrem Zusammenspiel nicht gegenseitig abreiben. Die
Bänder im Schultergelenk sind vergleichsweise schwach ausgebildet.
Sie sind zweitrangig für die Stabilisierung und spielen keine Rolle für
den Bewegungsumfang.
Geführt und stabilisiert wird das
Schultergelenk von der sogenannten Rotatorenmanschette. Sie wird
gebildet von vier Muskeln, die das
Gelenk, wie schon der Name sagt,
manschettenartig umfassen. Die Rotatorenmanschette hält den Oberarmkopf bei Schulterbewegungen
in der Pfanne, gibt Kraft und ermöglicht die dreidimensionale Beweglichkeit von Arm und Schulter.
Dickster und kräftigster Muskel am
Schultergelenk ist der Deltamuskel.
Er gibt Halt, indem er wie eine Paketlast den Kopf des Oberarmknochens
in die Gelenkpfanne drückt. Der Deltamuskel spielt eine wesentliche Rolle bei der Hebung des Oberarms und
verleiht der Schulterregion Kontur.
Hauptursachen für Schulterprobleme
Auf fünf Ursachen für Schulterprobleme ging Frau Oberärztin Yarkin
näher ein. Brüche, Muskelverletzungen, Verschleißerkrankungen (Arthrose), Veränderungen der Sehnen
durch Kalkablagerungen und Verrenkungen gehören zu den häufigsten Schmerzauslösern. Zwangsläufig
muss eine meist über Jahre entwickelte Arthrose aber keine Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen verursachen. Probleme treten in
der Regel erst nach einem Sturz oder
einer Verrenkung auf. „Eine zuvor degenerativ veränderte Schulter erholt
sich nach einem Unfall nicht mehr
so wie vorher“, erklärte Frau Yarkin.
Die Untersuchung
„Aller Anfang ist das Gespräch“, sagte die Oberärztin. „Seit wann haben
Sie Schmerzen? Wodurch wurden sie
ausgelöst? Hatten Sie einen Unfall?
Haben Sie die Schulter überbelastet?
Besteht ein Dauerschmerz? Strahlen
die Schmerzen aus? Ist die Schulter
bereits behandelt worden und wenn
ja wie?“, lauten Standardfragen an
Patienten.
Untersucht werden grundsätzlich
beide entkleideten Schultern. Bei der
Inspektion stellen Ärzte unter anderem fest, ob die Schultern zu tief
stehen oder ob die Muskulatur eingefallen ist, was auf eine Nervenquetschung oder eine Unfallfolge
hindeuten kann. Eindellungen sind
oft Anzeichen für eine geschädigte
Muskulatur. Befindet sich der sogenannte Muskelbauch an einer zu tiefen Stelle, ist wahrscheinlich die lange Sehne des Bizeps, des Muskels im
Oberarm, der den Unterarm beugt,
gerissen.
Die manuelle Untersuchung gibt,
ohne dass der Patient die Vielzahl
der weiteren Tests von Muskulatur, Beweglichkeit und Gelenkaufbau mitbekommt, Aufschluss über
den Gesamtzustand des Schultergelenks. Ultraschall entdeckt Flüssigkeitsansammlungen aufgrund von
Entzündungen. Röntgen beantwortet Fragen nach der Zentrierung des
Oberarmkopfes oder der Bildung von
Spornen an Gelenkknochen.
„Von vielem, was wir schon bei diesen Untersuchungen festgestellt haben, bekommen wir aus dem Mrt
dann nur noch die Bestätigung und
das Ausmaß als Bild“, verdeutlichte
Suzan Yarkin.
Bei der Diagnose schauen Ärzte in
jedem Fall nach, ob die Schmerzen
tatsächlich aus dem Schultergelenk
herrühren. Schmerzquellen können
auch in der Halswirbelsäule liegen.
Oder ein versteckter Herzinfarkt, eine sonstige koronare Erkrankung
oder ein Lungentumor können sich
durch Schmerzen in der Schulter bemerkbar machen.
Diagnose: Arthrose der Schulter
Ist der Oberarmkopf rund, liegt zentriert in der Pfanne und beträgt die
Dicke des Knorpels, der im Röntgenbild als Spalt zwischen Oberarmkopf
und Gelenkpfanne zu sehen ist, etwa
fünf Millimeter, sind das die Zeichen
für eine intakte Muskulatur und
funktionierende Bänder. Gegenteilig zeigt sich die Arthrose im Bild: Die
Gelenkspalte ist verschmälert, knöcherne Abstützungen als Ersatz für
abgenutzten Knorpel, Zacken an den
Knochen oder Zysten haben sich gebildet. Die Oberarmkugel liegt nicht
mehr mitten in der Pfanne.
Therapiemöglichkeiten
Mehrmals betonte Frau Oberärztin Yarkin, wie wichtig Bewegung
für die kranke Schulter ist. „Eine ruhiggestellte Schulter wird steif, und
je inaktiver ein Muskel ist, desto
Frau Suzan Yarkin zeigte den Besuchern anschaulich den Bewegungsapparat der Schulter
StippVisite
27
mehr baut er sich ab und verkümmert“, warnte sie. Konservativ stehen schmerzlindernde Spritzen und
Krankengymnastik als Behandlungsmethoden zur Wahl.
Für den Einsatz einer Schulter-Prothese stehen Chirurgen drei Methoden zur Verfügung. Ein Oberflächenersatz in der Form einer Kappe für
die nicht osteoporotischen Patienten . Es besteht die Gefahr der Lockerung wenn der Knochen zu weich ist.
Das Problem löst ein Schaft, der in
den Knochen geschoben wird und
hier einwächst. Voraussetzung dafür
ist eine intakte Rotatorenmanschette. Dritte Möglichkeit ist die Verlegung des Schulterdrehpunktes vom
Gelenk nach außen. Die inverse Prothese.
„Gut operativ behandelbar ist eine
Arthrose des Schultereckgelenks“,
weiß die Chirurgin aus langjähriger
Erfahrung. Bei dem Eingriff wird das
äußere Ende des Schlüsselbeins entweder in offener OP oder minimalinvasiv mit dem Arthroskop um etwa fünf Millimeter gekürzt. Bei dem
schonenden Eingriff werden darüber hinaus der entzündete Schleimbeutel unterhalb des Schulterdaches und Knochenauszackungen
28
StippVisite
entfernt, die auf die Rotatorenmanschette drücken. Es entsteht mehr
der Platz zwischen dem Schulterdach und dem Schlüsselbein. Gefährlich sind Sporne deshalb, weil sie
Muskel zerstören und Sehnen aufreiben können.
Von einem Impingement- oder
Schulterengpass-Syndrom sprechen Mediziner, wenn sich der Abstand zwischen Schulterdach und
Oberarmknochen auf sieben Millimeter oder weniger verringert
hat. Normal ist ein Abstand von etwa zwölf Millimetern. Erste Signale
für das Impingement sind stechende Schmerzen in der Schulter beim
seitlichen Heben des Armes. Fast immer geht die Störung einher mit einer Schleimbeutelentzündung. Helfen Übungen zum Beispiel mit dem
Schulter-Trainer nicht mehr, wird
hier ebenfalls eine Arthroskopie zur
Erweiterung des Gleitraums zwischen Oberarmkopf und Schulterdach in Erwägung gezogen.
„Bei einem Oberarmkopfbruch brauchen Sie dagegen keinen Chirurgen,
wenn der Knochen nur unter der Kugel gebrochen ist: Das heilt die Natur
von alleine“, erläuterte die EVK-Unfallchirurgin. Röntgenkontrollen und
frühzeitige Bewegungsübungen begleiten
den Heilungsprozess. Ist dennoch eine OP
erforderlich,
wird der Kopf
aufgerichtet,
mit Fäden und
einer Platte stabilisiert oder bei
verschobenem
Kopf mit einem
Nagel. Nach der
OP empfiehlt
Suzan Yarkin
zunächst passive Bewegung
in einem sogenannten Schulterstuhl,
um Überbelastung zu vermeiden.
Kalkablagerungen in Sehnen, die
sogenannte Kalkschulter, bereiten meistens erst dann Schmerzen, wenn sie Entzündungen
verursachen. Injektionen von Cortison-Schmerzmittel-Präparaten können lindern und sogar den Kalk auflösen. Wirksamer können drei bis vier
Stoßwellen-Behandlungen sein. Sie
regen die Durchblutung an, so dass
der Kalk zu feinem Pulver zerfällt.
Das kann vom Körper aufgenommen und ausgeschieden werden.
„Bei einem arthroskopischen Eingriff
quillt der Kalk wie Mehl aus der Sehne, sobald das Depot eröffnet ist“,
beschrieb Suzan Yarkin, was sie häufig bei OPs sieht.
Auf die Frage eines Patienten, ob
sich mit Krankengymnastik langfristig Operationen vermeiden lassen,
musste sie passen. „Das ist individuell verschieden, aber Krankengymnastik ist grundsätzlich der erste
Schritt “, antwortete sie. Patienten
riet die EVK-Oberärztin: „ so lang die
Schulterveraenderungen nicht zu
groesseren Schäden führen sollte ein
konservative Behandlung durchgeführt werden“.
Klinik für Unfallchirurgie,
Orthopädie, Wiederherstellungs- und Handchirurgie
am EVK Köln-Weyertal
Gelenkersatz-Sprechstunde
Mo., Di., Do. 13 bis 16 Uhr
Terminvereinbarung
Sekretariat, Frau Cremer
Telefon 0221 479 2585
Bitte immer eine Überweisung
vom Facharzt für Orthopädie
oder Chirurgie mitbringen.
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Was hilft bei Gliederschmerzen?
Hausmittel, die wirken!
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Gliederschmerzen bei grippalen
Infekten kennt wohl jeder. Bei
welchen Erkrankungen sie noch
auftreten können und welche
Hausmittel Hilfe bringen, erklärt
Claudia Galler, Gesundheitsredakteurin von Deutschlands
größter Arztempfehlung jameda,
in diesem Gesundheitstipp.
Gliederschmerzen bei
Infektionen, Rheuma und
Muskelbeschwerden
Als Gliederschmerzen werden
Schmerzen in den Extremitäten, also Füßen, Beinen, Händen
und Armen, bezeichnet. Dabei
können die Schmerzen die Ge-
lenke, Muskeln, Knochen, Nerven und die Haut betreffen. Sie
sind ein Symptom bei zahlreichen Infektionskrankheiten, so
bei Virusinfektionen wie Masern, Mumps, Röteln, Influenza,
FSME oder Denguefieber. Auch
bei der Infizierung mit Bakterien,
z. B. bei Borreliose, oder mit Para-
siten wie bei Malaria treten Gliederschmerzen auf. Schmerzende
Gelenke sind typisch für Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, z. B. bei Arthrose,
Gicht und rheumatoider Arthritis. Die Überbelastung der Muskeln macht sich als Muskelkater bemerkbar, bei dem kleinste
Muskelrisse zu Entzündung und
Schmerzen führen, auch Verspannungen und Krämpfe lösen
Muskelschmerzen aus.
Wenn die Schmerzen von
Knochen, Gefäßen, Haut
oder Nerven ausgehen
Schmerzen in den Knochen können durch Infektionen oder
Wachstumsstörungen entstehen, Gefäßleiden wie Krampfadern, periphere arterielle Verschlusskrankheit oder das
Raynaud-Syndrom sind ebenfalls Auslöser für schmerzende Extremitäten. Auch die Haut
kann schmerzen, z. B. bei Sklerodermie. Geschädigte Nerven, z. B.
bei Diabetes, führen zu Polyneuropathie, bei Bandscheibenschäden können durch eingeklemmte
Nerven Taubheits- und Kribbelgefühle in Extremitäten auftreten.
Welche Hausmittel helfen
bei Gliederschmerzen?
Manchmal treten trotz einer fundierten Behandlung der Grunderkrankung Gliederschmerzen auf.
Je nach Ursache der Schmerzen
und Allgemeinzustand des Patienten können folgende Hausmittel Linderung verschaffen:
1. Warme oder kalte Wickel
Entzündungen und Schwellungen werden durch kühlende Umschläge zurückgedrängt, auch
die Schmerzweiterleitung wird
gehemmt. Dazu eignen sich z. B.
Kühlpads oder Wickel mit essigsaurer Tonerde. Auch Einreibungen mit ätherischen Ölen wie
Latschenkiefer oder Eukalyptus
bringen eine angenehme Kühle. Ist eine wärmende, durchblutungsfördernde Wirkung
gewünscht wie z. B. bei Verspannungen oder nicht aktivierter
Arthrose, kann man Fangopackungen, Kirschkernkissen oder
Wickel mit schwarzem Senf auflegen. Taschenwärmer und beheizbare Handschuhe sind für
Raynaud-Patienten praktische
Hilfsmittel bei Schmerzattacken.
2. Bäder zur Entspannung
und Durchblutungsförderung
Warme Bäder entspannen die
Muskeln und regen die Durchblutung an, Zusätze wie Wacholder oder Rosmarin sind hier
ideal. Bei Gliederschmerzen aufgrund von Infekten sollte man allerdings nur dann baden, wenn
kein Fieber vorliegt und man sich
nach dem Bad ausruhen kann,
um eine Überanstrengung und
Belastung des Kreislaufs zu vermeiden.
3. Mit Massagen gegen Verspannungen und steife Gelenke
Massagen helfen bei Krämpfen,
Verspannungen und steifen Gelenken. Durchblutungsfördernde
Massageöle mit Arnika, Wacholder oder Rosmarin eignen sich
hier besonders gut. Nach dem
Sport ist neben einem Saunagang zur Entspannung eine sanfte, flächige Massage sehr angenehm und kann dem nächsten
Muskelkater entgegenwirken.
im Schlaf tankt der Körper Energie und aktiviert das Immunsystem. Wer allerdings unter Arthrose leidet, sollte an genügend
Bewegung denken, denn nur
wenn Gelenke regelmäßig bewegt werden, können sie reibungslos funktionieren.
5. Tees unterstützen die Heilung
Bei fiebrigen Infekten können
Tees mit Weidenrinde Schmerzen lindern, Linden- und Holunderblüten regen zum Schwitzen
an und unterstützen somit die
eigenen Abwehrmechanismen.
Auch die berühmte Hühnersuppe kann zur Genesung beitragen. Bei entzündlichen Gelenkserkrankungen helfen Tees mit
Brennnessel, Schachtelhalm und
Birkenblättern, da sie harntreibend wirken und Gewebswasser
und Entzündungsprodukte ausschwemmen. Sollten Sie noch
weitere Fragen zum Thema Gliederschmerzen haben, hilft Ihnen ein Schmerztherapeut gerne
weiter. Gut bewertete Schmerztherapeuten finden Sie z. B. auf
jameda (www.jameda.de/aerzte/spezielle-schmerztherapeuten/fachgebiet/).
Quelle: Jameda.de
4. Wann Ruhe und
Schonung hilfreich sind
Wer unter einer Infektionskrankheit leidet, muss dem Körper Zeit
geben, mit dem Erreger fertig zu
werden. So unterstützt Ruhe und
Schonung die Heilung, vor allem
StippVisite überregional
31
FACHABTEILUNGEN IM
EVK KÖLN-WEYERTAL
ALLGEMEIN- UND VISZERALCHIRURGIE
mit den Schwerpunkten Koloproktologie
und Inkontinenzchirurgie
Chefärztin:
Priv.-Doz. Dr. med. Claudia Rudroff
Sekretariat: Tel. 0221 479 2212
[email protected]
ORTHOPÄDIE UND UNFALLCHIRURGIE,
HAND-, FUSS- UND
WIEDERHERSTELLUNGSCHIRURGIE
mit anerkanntem Regionalen
Traumazentrum der Deutschen Gesellschaft
für Unfallchirurgie (DGU) und dem
Schwerpunkt Endoprothetik
Chefarzt: Dr. med. Karl-Ernst Sander
Sekretariat: Tel. 0221 479 2585
oder Tel. 0221 479 2213
[email protected]
INNERE MEDIZIN
mit den Schwerpunkten Gastroenterologie
und DDG-zertifiziertem Diabeteszentrum
für Typ 1 und Typ 2 Diabetes
Chefarzt: Dr. med. Claus A. Benz
Sekretariat: Tel. 0221 479 2246
[email protected]
GYNÄKOLOGIE UND GEBURTSHILFE
mit dem Schwerpunkt Zertifiziertes
klinisches und wissenschaftliches
Endometriosezentrum
Chefarzt: Prof. Dr. med. Thomas Römer
Sekretariat: Tel. 0221 479 2201
[email protected]
ANÄSTHESIOLOGIE UND INTENSIVMEDIZIN
mit TÜV-zertifizierter Akutschmerztherapie
Chefarzt:
Dr. med. Holger Heinen-Schürmann
Sekretariat: Tel. 0221 479 2388
[email protected]
sowie die
BELEGABTEILUNG FÜR HALS-,
NASENUND OHRENHEILKUNDE
und die in Zusammenarbeit mit dem
Institut für Radiologische Diagnostik der
Uniklinik Köln betriebene RADIOLOGIE.
EVANGELISCHES KRANKENHAUS KÖLN-WEYERTAL
Weyertal 76 | 50931 Köln | Telefon 0221 4790 | www.evk-koeln.de
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