Bewertung III - Miniskript Verlag

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Bewertung III
c) Bewertung von selbsterstelltem Anlagevermögen
Herstellkosten
FM
}
Folgen der Aktivierung der Wertuntergrenze:
=> niedrige Erträge
+
+
MGK
FL
+
+
FGK
SEKF
=
+
HK
VWGK
= Untergrenze
kann aktiviert werden (Wahlrecht)
=
+
HK
VtGK
= Obergrenze
+
+
SEKV
kalk. Kosten
+
Finanzierungskosten
muss aktiviert werden
}
darf nicht aktiviert werden
=> kleiner Gewinn
=> wenig Steuern
=> Bildung stiller Reserven
Folgen der Aktivierung der Wertobergrenze:
=> höhere Erträge
=> höherer Gewinn
=> höhere Steuerbelastung
=> höhere AfA
(wird aber überkompensiert durch die höheren Erträge)
Bei der Bewertung immer die Normalsätze der KLR heranziehen (evtl. abzüglich kalkulatorischer Anteile).
Beachte:
Vertriebskosten (VtGk und SEKV) dürfen niemals
aktiviert werden, da kein Verkauf stattfindet.
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ABC-Analyse
C-Güter
- haben einen Anteil von ca. 5 % am Gesamtverbrauchswert,
- erfordern einfachste Disposition und Kontrolle und
- können hohe Sicherheitsbestände aufweisen.
90
80
70
50
C-Güter
B-Güter
- haben einen Anteil von ca. 10 % bis 20 % am
Gesamtverbrauchswert,
- erfordern eine geringe Disposition und Kontrolle und
- können über optimale Bestellmengen und
Bestellpunktverfahren verwaltet werden.
kumlierter
prozentualer
Wert
100
B-Güter
A-Güter
- haben einen Anteil von ca. 75 % bis 80 % am
Gesamtverbrauchswert,
- erfordern somit eine genaue Disposition und Kontrolle,
- erfordern intensive Bemühungen um Kosten- und Preis
senkung,
- sollten (wenn möglich) fertigungssynchron (Just-in-time)
angeliefert werden und
- sollten niedrige Sicherheitsbestände aufweisen.
Graphische Darstellung:
A-Güter
Hier werden alle Werkstoffe hinsichtlich ihres Anteils am
Gesamtverbrauchswert (= bewerteter Gesamtverbrauch) drei
Gruppen zugeordnet:
0
0
20
50
80
100
Anzahl
der
Werkstoffe
in %
Die ABC-Analyse zeigt dem Unternehmen, bei welchen
Werkstoffen ein hoher Aufwand für die Beschaffung und
Lagerhaltung aus Kostengründen notwendig ist (A-Güter).
Die anderen Werkstoffe können mehr oder weniger
vernachlässigt werden (B- und C-Güter). Die Fixierung der
Prozentsätze bleibt dem Unternehmen überlassen.
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Offene und stille Selbstfinanzierung
Offene Selbstfinanzierung =
eine Form der Innen- und Eigenfinanzierung
Aktiva
Bilanz
Passiva
Erhöhung
Eigenkapital
(Gewinnrücklagen)
Aufwand
Aufwendungen
Gewinn
GuV
Stille Selbstfinanzierung =
eine Form der Innenfinanzierung
Bilanz
Aktiva
Passiva
Unterbewertung
Aktiva
Überbewertung
Passiva
(Rückstellungen)
Ertrag
Erträge
GuV
Aufwand
höherer Aufwand
Ertrag
Gewinnminderung
Bei der offenen Selbstfinanzierung werden erwirtschaftete
Gewinne nicht ausgeschüttet, sondern den Rücklagen
zugeführt. Diese Veränderung ist in der Bilanz erkennbar,
deshalb die Bezeichnung "offene" Selbstfinanzierung. Die
Bildung von Rücklagen kann gesetzlich erzwungen sein (vgl.
gesetzliche Rücklagen) oder freiwillig erfolgen (vgl. satzungsmäßige Rücklagen bzw. andere Gewinnrücklagen).
Minderung der Steuerzahlung und Dividendenausschüttung
Eine stille Selbstfinanzierung entsteht bei einer Bildung von
stillen Reserven (Unterbewertung Aktiva bzw. Überbewertung Passiva). Die Entstehung einer stillen Reserve muss
allerdings durch eine Aufwandsbuchung (z. B. überhöhte
Abschreibung) verursacht sein und nicht unternehmensextern bedingt sein (z. B. Werterhöhung bei Immobilien).
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Distributionsmix
Ziel:
"... das richtige Produkt zur richtigen Zeit, in der richtigen Menge, am richtigen Ort den Käufern
zur Verfügung zu stellen"
Absatzwege = Kanäle, auf welchen die Produkte vom
Hersteller zum Endkäufer gelangen
a) direkter Absatz
(Verkaufsorgane des Herstellers, z. B. eigene Filialen,
Reisender)
b) indirekter Absatz (Einsatz von Absatzmittlern, z. B.
Groß- und Einzelhandel)
Bsp.: Kostenvergleich zwischen Handelsvertreter
und Reisender (Abhängigkeit von der Absatzmenge)
Kosten des
Reisenden
Absatzmittler = wirtschaftlich und rechtlich selbständige
Organe für die Distribution (Groß-, Einzelhandel, Handelsvermittler)
Außendienstmitarbeiter:
= Reisender oder Handelsvertreter
a) Reisender (Angestellter des Herstellers, somit
weisungsgebunden, hohes Fixum - niedrige Provision)
b) Handelsvertreter (selbständig, Umsatzprovision mit
geringem Fixum, meist Mehrfirmenvertreter)
Kosten des
Handelsvertreters
Kosten in EUR
Fixum des
Reisenden
Absatzmenge in Stück
Handelsvertreter
kostengünstiger
Reisender
kostengünstiger
Neben den Kosten müssen weitere Kriterien für die
Wahl herangezogen werden:
z. B. Marktnähe, Sortiment, Fachwissen, Beratung,
Verkaufsaktivität, Marktinformation, Leerkosten
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