DIE RICHTIGE MISCHUNG MACHT`S! BLENDED LEARNING AN DER NORDAKADEMIE

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NR. 44 / OKTOBER 2012
DIE RICHTIGE MISCHUNG MACHT’S!
BLENDED LEARNING AN DER NORDAKADEMIE
EMPIRISCHES FORSCHUNGSPROJEKT
DER EINFLUSS VON MARKETING UND
VERTRIEB IN MARKTORIENTIERTEN
UNTERNEHMEN
NACHHALTIGES WIRTSCHAFTEN
SEMINAR DES STUDENTISCHEN REFERATES
BLUE ENGINEERING
INHALT
Der richtige Mix macht’s!
2
Forschungsprojekt
Marketing und Vertrieb
7
Französisch-Prüfungen
9
Spanisch-Webinar
10
Vertiefungsrichtungen im
Bereich BWL
11
Schweizer MarketingProfessor im Interview
12
12. MBA-Jahrgang gestartet
14
Nachhaltiges Wirtschaften
15
Kinderuni: Was ist ein
Roboter?
16
Neue Homepage ist online
17
Sommerfest
18
Neue Partneruniversität
auf Hawaii
19
Ausbildungskonferenz
20
nordakademiker e.V.
21
Stromversorger-Startup
22
NORDAKADEMIE-Student
bei BMX-Worlds
25
Masterstudium in den USA
26
Buchveröffentlichungen
27
Neu an der NORDAKADEMIE
28
Ausgezeichnet
32
IMPRESSUM
Herausgeber:
NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft
Köllner Chaussee 11, 25337 Elmshorn
Redaktion: Elisabeth Gragert, Jörg Meier,
Prof. Dr. Georg Plate (v.i.S.d.P.), Kristina Sommer
E-Mail: [email protected]
Layout: Elisabeth Gragert
Öffentlichkeitsarbeit der NORDAKADEMIE
Druck: Mediendesign Jürss
[email protected]
DER RICHTIGE MIX MACHT’S!
Blended Learning in den berufsbeglei
Auch in den Präsenzphasen an der Hochschule wird das iPad, das die NORDAKADEMIE allen Teilnehmern
der neuen Masterstudiengänge zur Verfügung stellt, gerne genutzt
L
ebenslanges Lernen ist eine Maxime, die für viele Menschen wichtig
ist und gerade im Berufsalltag von ambitionierten Mitarbeitern angestrebt
wird. Dabei möchte man aber in der
Regel nicht auf sein gewohntes Einkommen verzichten, sodass ein reines
Präsenzstudium für viele nicht infrage
kommt.
Bei einem reinen Fernstudium fehlt jedoch das persönliche Element, der
Austausch mit Kommilitonen und Lehrenden. Das Blended Learning bietet
beides: zeitlich begrenzte Präsenzphasen und elektronisches Lernen gehen
hier Hand in Hand. Die NORDAKADEMIE hat dieses Konzept, das flexibles
Studieren bei weitgehend freier Zeiteinteilung im Wechsel mit gemeinsamen Arbeitsblöcken an der Hochschule
ermöglicht, bei den neuen Masterstudiengängen Master of Science in
Financial Management and Accounting, Master of Arts in Marketing and
Sales Management und Master of
Science in Wirtschaftsinformatik eingesetzt. Jeder Teilnehmer erhält von
der NORDAKADEMIE sein persönliches iPad mit Studienunterlagen und
ist über moderne Kommunikationstechnik jederzeit und weltweit mit seiner Hochschule verbunden.
Seit April 2012 arbeiten die Studierenden der neuen Masterstudiengänge
mit dieser innovativen Lernform.
Der virtuelle Kursraum in den
verschiedenen Studienphasen
Selbststudium
Etwa drei Wochen vor der Präsenzveranstaltung beginnt für die Teilnehmer
TITELTHEMA
3
tenden Masterstudiengängen der NORDAKADEMIE
der Masterkurse die Selbstlernphase.
Mithilfe der Lernplattform moodle
können sich die Studierenden in einen
virtuellen Kursraum einloggen. Dort
finden sie zunächst eine Selbststudienanleitung mit ausführlichen Hinweisen zum Selbststudium. Benötigte
Materialien und Bücher sind entweder
direkt im moodle-Kurs abgelegt oder
vorab verteilt worden, idealerweise in
elektronischer Form als eBook, damit die
Studierenden zum Lernen nur das in
den Studiengebührenden enthaltene
iPad mitzunehmen brauchen. Die Stu-
BLENDED LEARNING
E-Learning-Angebote und Lernplattformen im Internet finden oft nicht als
Ersatz, sondern als Ergänzung zu Präsenzveranstaltungen statt. Eine solche
Kombination aus Präsenzveranstaltungen und elektronischem Lernen wird
auch als „Blended Learning“ bezeichnet, wobei als Synonym auch der Begriff „hybrides Lernen“ verwendet wird.
Das Blended Learning entwickelte sich
mit dem Abklingen des „E-Learning Hype“ um die Jahrtausendwende, als
festgestellt wurde, dass E-Learning die
herkömmliche Weiterbildung nicht ersetzen kann. Man suchte Wege, die Vorteile beider Unterrichtsformen (Präsenz- und Online-Lehre) miteinander zu
verbinden und in Einklang zu bringen.
Quelle: J. Bartelsen: „Entwurf einer
kooperativen Lehrveranstaltung in
moodle für die Grundausbildung in der
Programmierung“, Master-Thesis an
der FernUniversität Hagen, 2008, S.12
Teilnehmer des Masterstudiengangs Wirtschaftsinformatik beim Studium an der NORDAKADEMIE
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
TITELTHEMA
4
DAVID KUHLEN,
TEILNEHMER IM MASTERSTUDIENGANG WIRTSCHAFTSINFORMATIK
atürlich ist jeder Student begeistert von seinem Studienfach. Aber
weil wir Masterstudenten berufsbegleitend studieren, beschäftigen
uns nicht nur interessante Lerninhalte, sondern auch spannende Projekte
in der Firma. Da kann es ab und zu schon mal schwerfallen, neben dem
normalen Berufsalltag zwei bis drei Bücher sowie einige Artikel und Skripte
zur Vorbereitung auf die Vorlesung zu lesen und dann auch noch Übungen
zu absolvieren und Präsentationen vorzubereiten. Die Integration von ELearning im Studium erleichtert das Lernen sehr. Ich nutze die virtuellen
Lernräume, um mich ortsunabhängig auf anstehende Prüfungen vorzubereiten. Weil ich viel in der Bahn lerne, profitiere ich besonders vom iPad,
das die NORDAKADEMIE allen Masterstudenten zur Verfügung stellte. Das
„Blended-Learning-Konzept“ meiner Hochschule macht es mir einfacher,
mich mit den Inhalten des Studiums zu beschäftigen und motiviert mich
zu besseren Leistungen.“
„N
David Kuhlen nutzt die virtuellen Lernräume, um
sich ortsunabhängig auf Prüfungen vorzubereiten
dierenden lernen jedoch auch in der
Selbstlernphase nicht alleine: Über
das im moodle-Kurs enthaltene Diskussionsforum besteht ein ständiger
Kontakt mit den Kommilitonen und
dem Master-Team. Hier können Fragen zum Kurs gestellt werden, und
das Master-Team gibt ggf. auch mal
Lernanregungen. Um den eigenen
Lernerfolg überprüfen zu können, stehen in den einzelnen Modulen Selbsttests zur Verfügung, meistens im Multiple-Choice-Format. Diese sollten vor
der Präsenzphase eigenständig bearbeitet werden.
Für den Kurs „Statistische Methoden“
stehen außerdem Videos zur Verfügung, die von einem NORDAKADEMIEDozenten aufgezeichnet wurden. Diese
Videos erhalten die Studierenden auf
ihrem iPad (oder alternativ via moodle)
und ermöglichen die Erarbeitung des
Lernstoffes mit einem zusätzlichen
Medium. Neben dem Lesen des Buches kann man so, wie in einer Vorlesung, den Ausführungen des Dozenten
lauschen.
Um den Kontakt in der Selbststudiumsphase noch persönlicher und besser zu gestalten, enthalten einzelne
Kurse außerdem eine Video-Sprechstunde, die etwa zwei Wochen vor der
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
Präsenzveranstaltung angeboten wird.
Der Dozent bespricht gemeinsam mit
den Studierenden die Selbststudienanleitung, und die Studierenden können
direkt Fragen dazu stellen. Für die
Die Videosprechstunde ist eines der Angebote im Blended-Learning-Konzept der NORDAKADEMIE
TITELTHEMA
5
Video-Sprechstunde müssen Dozent
und Teilnehmer nicht am gleichen Ort
sein, lediglich die Zeit muss vereinbart
werden. Die Sprechstunde wird aufgezeichnet und steht im Anschluss allen
Kursteilnehmern zur Verfügung, auch
denjenigen, die aus zeitlichen Gründen
nicht an der Sprechstunde teilnehmen
konnten. Als Software für die VideoKonferenz wird Adobe Connect verwendet.
Präsenzphase
Die Präsenzphase ist ähnlich wie
„herkömmliche“ Vorlesungen an der
NORDAKADEMIE aufgebaut, mit dem
Unterschied, dass 25 Unterrichtsstunden am Block von Donnerstag 14.00
Uhr bis Samstag 16.50 Uhr unterrichtet
werden. Diese Zeit ist natürlich nicht
für 25 Stunden Frontalunterricht reserviert. Diesen benötigen die Masterstudenten auch nicht, da sie einen
Großteil der Lerninhalte bereits in der
Selbstlernphase erarbeitet haben. Hier
geht es darum, den Inhalt zu vertiefen,
sich auszutauschen und in Gruppen zu
arbeiten. Für die Gruppenarbeiten stehen mehrere Arbeitsräume an der
NORDAKADEMIE zur Verfügung. Das
iPad ist hier als Arbeitsmedium dabei,
um schnell nochmal etwas nachschlagen oder recherchieren zu können.
ch schätze das Studium an der NORDAKADEMIE besonders wegen der Kombination
aus renommierten Professoren, qualitativ hochwertigen Lehrmaterialien und einer
tollen persönlichen Betreuung. Ich bekomme binnen weniger Tage, manchmal Stunden,
Antworten auf E-Mails bei Fragen. In den Präsenzphasen sind die Dozenten stets bereit,
Diskussionspunkte oder Verständnisprobleme im direkten Gespräch zu klären.
Außerdem ist die Atmosphäre zwischen den Studierenden und den Professoren und den
Mitarbeitern im Master-Office freundlich und offen. Meine Kommilitonen kommen aus
Unternehmen aus den verschiedensten Branchen, der Austausch lässt interessante Ideen
entstehen. So ist auch der Networkingfaktor sehr hoch.“
Nachbereitung
WIEBKE WENCK,
TEILNEHMERIN IM MASTERSTUDIENGANG MARKETING AND SALES MANAGEMENT
Wieder zuhause beginnt für die Studierenden die Phase der Nachbereitung
und der Vorbereitung auf die Prüfung.
Wenn möglich, werden den Studierenden im Anschluss an die Präsenzphase
Smartboard-Tafelbilder zur Verfügung
gestellt. Fachliche Fragen lassen sich
im moodle-Diskussionsforum klären.
Insbesondere in der Nachbereitung der
Präsenzphase bzw. der Vorbereitung
auf die Klausur wird das Diskussionsforum als Instrument des Blended
Susann Arndt (rechts) und Wiebke Wenck (links) im Gespräch mit Prof. Dr. Belz, Dozent im Modul
Innovatives Marketing im Masterstudiengang Marketing and Sales Management
SUSANN ARNDT,
TEILNEHMERIN IM MASTERSTUDIENGANG MARKETING AND SALES MANAGEMENT
„I
as Masterstudium an der NORDAKADEMIE in der Fachrichtung Marketing and Sales
ermöglicht mir, meine Kenntnisse in einem spezialisierten Bereich zu vertiefen
und mit praktischer Erfahrung im Job zu verbinden. Kleine Gruppen und Präsenzphasen
gestalten das berufsbegleitende Studium sehr interaktiv und vielfältig! Klasse ist auch
der Mix aus verschiedenen Altersgruppen und Studenten mit unterschiedlichen beruflichen
Werdegängen. Bei meiner Entscheidung für das Masterstudium an der NORDAKADEMIE
war ausschlaggebend, dass ich nach einer Lösung gesucht habe, die mit einem Vollzeitjob
realisierbar ist. Dabei sollte es kein komplettes Selbststudium oder Fernstudium sein,
sondern ein Studium, das auch Austausch und Nähe mit Dozenten und anderen Studierenden ermöglicht. Diese Voraussetzungen hat das Masterprogramm an der NORDAKADEMIE gut umgesetzt!“
„D
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
TITELTHEMA
6
Learning fleißig genutzt: So wurden im
Kurs „Strategisches IT-Management“
allein in der Phase der Klausurvorbereitung innerhalb weniger Tage 25 Beiträge gepostet, mit Antwortzeiten teilweise von nur wenigen Stunden. Dabei
greift auch der Dozent ein und postet
seine Meinung. Die Studierenden werden also beim Diskutieren nicht alleine
gelassen.
Prüfungsleistung
Je nach Modul sind unterschiedliche
Arten der Prüfungsleistung vorgesehen: Dies kann eine Klausur, eine
Haus- oder Projektarbeit oder eine
mündliche Prüfung sein. Die Klausuren finden jeweils am Samstag auf
dem Campus in Elmshorn statt, in der
Regel zwei oder drei Wochen nach der
Präsenzphase. Mit der Abgabe und
dem Bestehen der Prüfungsleistung ist
dieses Modul für die Studierenden abgeschlossen oder die Arbeit mit einem
neuen Modul beginnt von vorne …
Kleiner Hinweis am Rande: Bei den
Klausuren ist das iPad als Hilfsmittel
auch im Blended-Learning-Kurs natürlich nicht erlaubt.
Jennifer Franke (rechts) informiert sich bei Tanja Kernstock, Master-Office-Mitarbeiterin der NORDAKADEMIE
JENNIFER FRANKE, TEILNEHMERIN IM MASTERSTUDIENGANG FINANCIAL MANAGEMENT
AND ACCOUNTING
achdem ich mein Bachelorstudium als Vollzeitstudium absolviert habe, ist das
Studieren neben einem Vollzeitjob eine neue Erfahrung und auch Herausforderung
für mich. Letztendlich habe ich mich für das Konzept der NORDAKADEMIE entschieden,
weil ich hier mein Studium und meinen Beruf gut miteinander vereinbaren kann. In den
Selbststudienphasen kann ich mein Lerntempo selbst bestimmen und bin auch hinsichtlich meiner Arbeitszeiten sehr flexibel. Da ich jedoch bereits in meinem Erststudium den
Kontakt zu meinen Kommilitonen und den Dozenten sehr geschätzt habe, wollte ich in
meinem Masterstudium nicht darauf verzichten. Daher erachte ich die Präsenzphasen
als sehr wertvoll und hilfreich. Vor und auch nach den Präsenzphasen stellt moodle eine
gute Plattform dar, um sich bereits in der Selbststudienphase und insbesondere während
der Prüfungsvorbereitung mit seinen Kommilitonen und auch Dozenten auszutauschen
und Fragen zu klären. Durch die detaillierten Seminarbeschreibungen vor Beginn eines
jeden Moduls weiß man genau, was einen inhaltlich erwartet und wie man sich in der
Selbststudienphase auf die Präsenzphase vorbereiten kann. Das Master-Office ist während allen Phasen als Koordinator unabdingbar, denn hier laufen alle Fäden zusammen.
Das Master-Office versorgt uns mit wichtigen Informationen und Materialien und kümmert
sich somit um den reibungslosen Ablauf.“
„N
Bewerbung und Kontakt
Für das Masterstudium an der NORDAKADEMIE werden 210 ECTS-Punkte
vorausgesetzt. Der Start des Studiums
ist jeweils zum 1. April. Die Studiengebühren betragen derzeit 8900 Euro für
das gesamte Studium, all inclusive: Also inklusive Prüfungen, Präsenzveranstaltungen, Lehrmaterialien … und inklusive iPad, auf dem die eBooks
gespeichert und gelesen werden können.
Bewerber/innen, die 180 ECTS-Punkte
mitbringen, haben die Möglichkeit, die
fehlenden Kreditpunkte im Rahmen eines vorherigen Gastsemesters an der
NORDAKADEMIE zum Preis von derzeit
1150 Euro nachzuholen. Hierfür ist der
Beginn jeweils am 1. Oktober. Wer
mehr als 180 CP, aber weniger als 210
CP mitbringt, kontaktiert bitte das
Master-Office, um nach einem möglichen Beginn zu fragen.
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
Kontakt:
NORDAKADEMIE-Master-Office,
Telefon: (04121) 4090-21, E-Mail:
[email protected]
JAN BARTELSEN/ELISABETH GRAGERT
[email protected]
WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG
7
DER EINFLUSS VON MARKETING UND VERTRIEB IN
MARKTORIENTIERTEN UNTERNEHMEN
Empirisches Forschungsprojekt von Dr. Ann-Kristin Hölter, wissenschaftliche Mitarbeiterin der NORDAKADEMIE
Marketing im Wandel
S
eitdem das Marketing zu Beginn
des 20. Jahrhunderts als separate
Managementfunktion im Unternehmen
identifiziert wurde, hat sich das Verständnis dieser Disziplin einem kontinuierlichen Wandel unterzogen. Insbesondere in den 1990er Jahren rückte
eine neue Betrachtungsweise in den
Vordergrund, die das bisher funktionale Marketingverständnis um eine
unternehmensweite Perspektive ergänzte. Im Mittelpunkt dieser Auffassung steht die Ausrichtung aller Entscheidungen und Aktivitäten des Unternehmens und seiner Mitarbeiter an
den Gegebenheiten des Absatzmarktes. Diese unternehmensweite Umsetzung des Marketingkonzepts wird mit
dem Begriff „Marktorientierung“ bezeichnet und ist bis heute eine wichtige
strategische Stellgröße in Unternehmen sowie eine zentrale Größe im Hinblick auf den Markterfolg.
Schließen sich funktionales Marketing
und eine unternehmensweite Marktorientierung gegenseitig aus?
Die mit der Marktorientierung verbundene Betonung einer prozessorientierten Sichtweise des Marketing, an der
alle Unternehmenseinheiten beteiligt
sein sollen, hat jedoch in der Marketingforschung eine hitzige Diskussion
über den Stellenwert oder gar die Existenzberechtigung der Marketingfunktion hervorgerufen. Einige Autoren vertreten sogar die Meinung, dass die
Einrichtung einer Marketingabteilung
eine Barriere für die erfolgreiche Im-
plementierung der Marktorientierung
darstellt. Begründet wird dies damit,
dass sich Abteilungen in funktional organisierten Unternehmen häufig nur
auf die eigenen Ziele konzentrieren
und ein Informationsaustausch zwischen den Bereichen unterbleibt, obwohl dies im Sinne der übergeordneten
Unternehmensziele wäre. Schließen
sich funktionales Marketing und eine
unternehmensweite Marktorientierung
somit gegenseitig aus? Oder ist nicht
gerade in marktorientierten Unternehmen die Marketingabteilung besonders
einflussreich, da diese Informationen
und Fähigkeiten bereitstellt, die es ermöglichen, alle Verbindungen zum
Kunden auch abteilungsübergreifend
optimal zu steuern? Insbesondere die
Kommunikation von Markt- und Kundeninformationen bildet schließlich eine wichtige Voraussetzung für die
ganzheitliche marktorientierte Unternehmensausrichtung. Zahlreiche
Kritiker des funktionalen Marketing
betrachten die Generierung und Verbreitung kundenspezifischen Wissens
jedoch verstärkt als Aufgabe der Vertriebsabteilung und halten daher die
Marketingabteilung für zunehmend
überflüssig.
Die Rolle von Marketing und
Vertrieb
Während sich sowohl Marketing als
auch Vertrieb mit absatzgerichteten
Aufgaben befassen und daher häufig
Überschneidungen ihrer Zuständigkeitsbereiche vorliegen, unterscheiden
sich die Zielsetzungen beider Bereiche
Dr. Ann-Kristin Hölter, wissenschaftliche
Mitarbeiterin der NORDAKADEMIE, untersucht in
Zusammenarbeit mit der Universität Münster
in einem empirischen Forschungsprojekt den
Einfluss von Marketing und Vertrieb
in marktorientierten Unternehmen
jedoch mitunter erheblich. Während
die Marketingfunktion vorrangig langfristig orientierte markenpolitische
Ziele verfolgt, agiert der Vertrieb umsatzorientiert und eher kurzfristig
orientiert. Beispielsweise sträuben
sich viele Marketingmanager namhafter Konsumgüterunternehmen gegen
eine Listung ihrer Produkte in Discountmärkten, da dies die Wertigkeit
der Marke mindern kann. Aus der Sicht
des Vertriebs bedeutet jedoch auch die
Präsenz im Discountmarkt ein zusätzliches Umsatzpotenzial und wird daher
weniger kritisch betrachtet.
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG
8
Das vorläufige hypothetische Wirkungsmodell der Parameter der
Einflusspositionen von Marketing und Vertrieb
Sind Marketingfunktionen einflussreicher als Vertriebsfunktionen – oder
umgekehrt?
Vor dem Hintergrund der Überschneidung von Kompetenzen einerseits und
divergierender Zielsetzungen andererseits stellt sich die Frage, welche der
Funktionen Marketing und Vertrieb
unter welchen Voraussetzungen über
einen größeren Stellenwert im Unternehmen und damit ein größeres Einflusspotenzial auf strategische Entscheidungen verfügt. Insbesondere ist
fraglich, welche Rolle Marketing und
Vertrieb im Rahmen der zunehmenden
ganzheitlichen Marktorientierung von
Unternehmen spielen. Sind Marketingfunktionen einflussreicher als Vertriebsfunktionen – oder umgekehrt?
Viel drastischere Untersuchungen analysieren hingegen, ob die Einrichtung
insbesondere der Marketingfunktion
überhaupt noch nötig ist, wenn sich
die Marktorientierung im Sinne eines
unternehmensweiten prozessorientierten Marketing erfolgreich etabliert
hat.
Das Forschungsprojekt untersucht,
wie das Zusammenspiel von Marketing- und Vertriebsfunktionen sowie
der Marktorientierung idealerweise
zu gestalten ist und welche Parameter Einfluss auf die Position von
Marketing und Vertrieb haben
Da jedoch in der Praxis selten der völlige Verzicht auf eine der beiden Abteilungen vorzufinden ist, soll mit dem
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
Forschungsprojekt zum Einfluss von
Marketing und Vertrieb in marktorientierten Unternehmen vielmehr der
Frage nachgegangen werden, wie das
Zusammenspiel von Marketing- und
Vertriebsfunktionen sowie der Marktorientierung idealerweise zu gestalten
ist. Auf diese Weise sollen umfassende
Erkenntnisse über die Rolle der beiden
Funktionsbereiche in marktorientierten Unternehmen gewonnen werden.
Zudem soll untersucht werden, welche
strategischen, organisatorischen und
kulturellen Parameter die Einflusspositionen von Marketing und Vertrieb
determinieren. Da bezüglich dieser
Problematik ein Forschungsdefizit besteht, soll mit einer großzahligen empirischen Analyse ein Beitrag zur Erklärung der Einflusspositionen von
Marketing und Vertrieb geleistet werden. Das vorläufige hypothetische Wirkungsmodell ist in der nebenstehenden Abbildung dargestellt.
Um auch Branchenunterschiede ausweisen zu können, werden Marketingund Vertriebsleiter sowie Geschäftsführer in den Branchen Kosmetik,
Elektronik (weiße und braune Ware),
Nahrungsmittel, Finanzdienstleistungen und Automobil auf der Geschäftsbereichsebene befragt. Die Aus wertung der Daten wird mit dem
Partial-Least-Squares-Verfahren erfolgen, einer Methode zur Schätzung
von Kausalmodellen.
Geplanter Projektabschluss bis Ende
des Jahres
Das Projekt wurde bereits auf verschiedenen internationalen Konferenzen vorgestellt und soll bis Ende des
Jahres abgeschlossen werden.
ANN-KRISTIN HÖLTER
[email protected]
SPRACHEN
9
STUDIERENDE NAHMEN ERFOLGREICH AN DEN
SPRACHPRÜFUNGEN DER IHK-PARIS TEIL
V.l.n.r.: Andreas Hütter, Birte Prinzhorn, Jennifer Brandes (Absolventen der B2 -Prüfung),
Maren Ratzke, Rainer Niethammer (Absolventen der C1 -Prüfung); nicht auf dem Bild: Katrin Hasel (Absolventin der B2-Prüfung)
D
onnerstag, der 21. Juni 2012 - ein
Tag mitten in der Klausurwoche.
Fünf Studierende haben sich bei strahlendem Sonnenschein auf dem Campus der Hochschule zu einem Fototermin getroffen.
Stolz hielten sie ihre Urkunden, die bescheinigen, dass sie die externe Französisch-Prüfung der IHK-Paris bestanden haben, in die Kamera. Damit haben
sie eine international anerkannte Qualifikation erworben: „Das diplôme de
français professionnel-affaires“.
Die Prüfungen richten sich nach dem
Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen und bestätigen zusätzlich fundierte Kenntnisse im
Bereich Wirtschaftsfranzösisch. Vier
Kandidaten der NORDAKADEMIE lie-
ßen sich im Niveau B2, zwei im Niveau
C1 prüfen.
Alle sechs Kandidaten haben bestanden. Die B2-Prüfung haben ein Studierender mit der Auszeichnung „gut“ und
zwei Studierende mit „sehr gut“ abgeschlossen. Beim Niveau C1 erlangte
ein Studierender die Auszeichnung
„gut“ und eine Studierende „sehr gut“.
Um dieses Ziel zu erreichen, haben die
Studierenden an einem Vorbereitungskurs teilgenommen, der Wochenendseminare und Onlinekurse beinhaltete.
Die viereinhalbstündige Prüfung, die
aus einem schriftlichen und mündlichen Teil besteht, fand in Kiel im
„Centre culturel français“ statt.
Im immer stärker voranschreitenden
Globalisierungsprozess reichen Kennt-
nisse von nur einer Fremdsprache oft
nicht aus. Innerhalb Europas ist die
Bedeutung der französischen Sprache
in der Wirtschaft immer noch sehr
präsent. Frankreich ist der größte
Handelspartner Deutschlands. Etliche
Kooperationsbetriebe der NORDAKADEMIE pflegen Geschäfte mit Frankreich oder einem französischsprachigen Land. Mit dem „diplôme de
français professionnel-affaires“ haben
die Studierenden einen Nachweis, der
ihnen Vorteile bei einer international
ausgerichteten Berufslaufbahn ermöglicht. Félicitations!
MARIE-CLAUDE SCHACHTRUPP
[email protected]
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
SPRACHEN
10
SPANISCH-UPDATE IM NORDEN: EIN WEBINAR
Prof. Dr. Trujillo (rechts) bei der Eröffnung der Videokonferenz mit Dr. Pilar Salamanca, Spanischdozentin an der Fachhochschule Landshut
A
m Samstag, dem 28. April 2012,
.fand eine Fortbildung „Spanisch
für den Beruf“ vom Klett Verlag an der
NORDAKADEMIE als Webinar im Erasmus-Gebäude statt. Prof. Dr. Cristina
Trujillo, Leiterin des Fachgebiets Spanisch, hat die Veranstaltung organisiert. Neben den Spanisch-Dozenten
der NORDAKADEMIE konnte sie auch
Dozenten für berufsorientiertes Spanisch von anderen Institutionen wie
z. B. der FH Westküste oder der Universität Hamburg in ihrer Eröffnungsansprache begrüßen.
Live-Übertragung mittels AdobeConnect-Videokonferenz
Aus Landshut wurde der Vortrag von
Dr. Pilar Salamanca, Spanischdozentin
an der Fachhochschule Landshut,
mittels Adobe-Connect-Videokonferenz live übertragen. Das Ziel war eine
Optimierung des Lehrwerks „Colegas“
an die Bedürfnisse der Dozenten und
Studierenden. Der Vortrag von Dr. Salamanca beeindruckte die Anwesenden
durch seine pointierte, interaktive und
kreative Art. Für die Vorstellung neuer
Lehrmaterialien und Neuigkeiten des
Stuttgarter Verlags stand Josefa Díaz,
Fachberaterin für Hochschulen, persönlich vor Ort zur Verfügung.
Begeistertes Feedback der
Teilnehmer
Die Teilnehmer zeigten sich begeistert
und gewannen zahlreiche neue Impulse für die Didaktik des modernen berufsorientierten Spanisch-Unterrichts.
Die Erfahrung mit Adobe Connect in
diesem Webinar bewerteten die Teilnehmer als sehr positiv. Insbesondere
wurde die reibungslose Interaktion
zwischen der per Videokonferenz zugeschalteten Referentin und den in der
NORDAKADEMIE anwesenden Spa-
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
nischdozenten im Laufe der fünfstündigen Fortbildung gelobt.
Blended Learning im SpanischUnterricht der NORDAKADEMIE
Tatsächlich war dies die erste Erfahrung
eines Webinars im Fachgebiet Spanisch,
allerdings nicht die erste Erfahrung mit
Adobe Connect. Einige Spanischpflichtkurse werden im Rahmen eines innovativen Blended-Learning-Konzepts angeboten. Prof. Dr. Cristina Trujillo und
Spanisch-Dozentin Faria Essenwanger
führen seit einigen Semestern erfolgreich Kurse, in denen traditionelle Präsenzvorlesungen mit multimedialen
Unterrichtsszenarien auf der Lernplattform Moodle und in Webkonferenz
mittels Adobe Connect verknüpft werden, an der NORDAKADEMIE durch.
RAFAEL MARTÍNEZ,
SPANISCH-DOZENT DER NORDAKADEMIE
[email protected]
NEUES AUS DEN STUDIENGÄNGEN
11
SPEZIALISIERUNG FÜR DEN EINSATZ IN DER WIRTSCHAFT
Vertiefungsrichtungen im Bereich Betriebswirtschaftslehre
M
it dem Abschluss Bachelor of
Science in Betriebswirtschaftslehre eröffnen sich für die Absolventen
des Studienganges vielseitige Einsatzbereiche in der gesamten Wirtschaft.
Um diesem breiten Spektrum an beruflichen Tätigkeiten noch besser gerecht zu werden, wurde ab dem 11erJahrgang eine umfassende Reform des
Bachelorstudiengangs an der NORDAKADEMIE durchgeführt. Die Studierenden können sich nun entscheiden,
ob sie eine generalistische, breit aufgestellte Ausbildung wünschen, oder
ob sie sich durch die Wahl einer Vertiefungsrichtung spezialisieren möchten.
Die Wahlmöglichkeiten der
Vertiefungsrichtungen
Der erste Schritt ist die Wahl des Ausbildungsbetriebes. Hier bestimmen die
Studierenden bereits, in welche Fachrichtung sie gehen möchten. Darauf
aufbauend erfolgt dann in einem zweiten Schritt die Vertiefungsrichtung
während des Studiums.
Die Studierenden, die den Studiengang
Betriebswirtschaftslehre belegen, können eine der vier interessanten und
wirtschaftlich relevanten Vertiefungen
wählen:
- Marketing
- Logistik/Operations-Management
- Finanz- und Rechnungswesen
- Human Resource Management
Neben diesen Vertiefungsrichtungen
wird es auch weiterhin möglich sein,
eine generalistische, breit aufgestellte
Ausbildung abzuschließen.
Die Wahlpflichtmodule im Detail
Künftig können die Studierenden der
Betriebswirtschaftslehre aus dem
breiten Angebot an Wahlpflichtmodu-
len vier Module auswählen. Entfallen
davon drei Wahlpflichtmodule auf eine
Vertiefungsrichtung und wird darüber
hinaus auch die Bachelorarbeit in dieser Vertiefungsrichtung verfasst, so
sind die Voraussetzungen für die Vertiefungsrichtung erfüllt. Neben den
Wahlpflichtmodulen an der NORDAKADEMIE (siehe Tabelle) können auch
Module aus dem Auslandssemester
angerechnet werden.
Wann erfolgt die Wahl der
Vertiefung?
Das Bachelorstudium an der NORDAKADEMIE gliedert sich in zwei Studienabschnitte. Im ersten bis vierten
Semester wird das Basiswissen der
Prof. Dr. Lühn ist Leiter des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften und Studiengangsleiter des
Bachelorstudiengangs BWL
ANGEBOT AN WAHLPFLICHTMODULEN IN DEN EINZELNEN VERTIEFUNGSRICHTUNGEN
VERTIEFUNGSRICHTUNG
WAHLPFLICHTMODUL
Marketing
• Internationales Vertriebsmanagement
• Marktpsychologie und Online-Marketing
• Strategisches Marketing
• Strategisches Marketing (Projekt)
• Vertriebspsychologie
• Wirtschaftspsychologie der Markenführung
Finanz- und
Rechnungswesen
• Controlling
• Internationale Rechnungslegung/Konzernrechnungslegung
• Unternehmensbesteuerung
• Unternehmensbewertung
Logistik /
Operations Management
• Business Process Management
• Mathematische Methoden für Betriebswirte und Ingenieure
• Produktions- und Qualitätsmanagement
• Supply Chain Management
Human Resource
Management
• Arbeitsrecht
• Change Management
• Eignungsdiagnostik
• Führungspersönlichkeiten der Wirtschaft im Spiegel
der Management-Soziologie
• Management Intercultural
• Personalmarketing/Employer Branding
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
NEUES AUS DEN STUDIENGÄNGEN
12
Betriebswirtschaftslehre vermittelt.
Dazu kommen Volkswirtschaftslehre,
Wirtschaftsrecht, Wirtschaftsinformatik sowie Fremdsprachen und Seminarangebote.
Nach diesem ersten Abschnitt – für die
Studierenden des 11er-Jahrgangs im
Anschluss an das zweite Quartal 2013 –
können die Studierenden ihre Vertiefungsrichtungen für das fünfte und
sechste Semester gemeinsam mit ihren Wahlpflichtfächern festlegen. Die
Wahl eines zum Vertiefungsfach passenden Themas für die Bachelorarbeit
rundet die Vertiefung in einem Schwerpunktbereich ab.
Sofern alle Voraussetzungen erfüllt
sind, wird die Vertiefungsrichtung im
Diploma Supplement bescheinigt.
Vorteile
Ziel der Spezialisierung ist es, den Studierenden durch Anwendung des bisher
Gelernten die für die Erlangung der Berufsqualifikation abschließend noch erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten
zu vermitteln. Die Studierenden können
so bereits während des Studiums die Be-
reiche intensiv vertiefen, die für sie von
besonderer Bedeutung sind und sich somit gezielt auf Tätigkeiten in diesem Bereich im Unternehmen vorbereiten.
Für Unternehmen sind Spezialisten,
die sich auf ein Fach konzentrieren,
interessant, da die Spezialisierung
mehr Souveränität und Sicherheit in
der Ausführung der Arbeit verleiht und
damit die Arbeitsqualität erhöht. Somit
ergibt sich eine WIN-WIN-Situation für
Unternehmen und Studierende.
MICHAEL LÜHN
[email protected]
SCHWEIZER MARKETING-PROFESSOR AN DER NORDAKADEMIE
Interview mit Prof. Dr. Christian Belz von der Universität St. Gallen
Sie unterrichten im Masterstudiengang
Marketing and Sales Management das
Modul Innovatives Marketing an der
NORDAKADEMIE. Ihre Heimathochschule
ist die Universität St. Gallen. Wie kommt
man als Schweizer zu einer Hochschule
im hohen Norden?
Die Reputation der NORDAKADEMIE
strahlt halt weit und ich freue mich,
hier mitzuwirken. Wie es oft vorkommt,
beruht diese Zusammenarbeit aus Beziehungen. NORDAKADEMIE-Professor Lars Binckebanck hat früher bei
mir promoviert und wir haben den positiven Kontakt immer gepflegt.
Was waren die wesentlichen Stationen
Ihrer bisherigen Laufbahn?
Noch während des Studiums stand zur
Diskussion, ob ich die Nachfolge für
das Unterhaltungselektronik-Geschäft
meines Vaters in Brazzaville (Rep. Pop.
du Congo) antrete. Damals habe ich
aber auch bereits einen VerkaufsleiterNORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
Prof. Dr. Christian Belz, Ordinarius für Marketing an der Hochschule St. Gallen und Gastprofessor im
Masterstudiengang Marketing and Sales Management der NORDAKADEMIE
NEUES AUS DEN STUDIENGÄNGEN
13
Lehrgang am Institut für Marketing
organisiert und konnte damit mein
Studium mitfinanzieren. Ich blieb der
Weiterbildung für Führungskräfte treu,
bis ich am Institut den ganzen Bereich
leitete. Für mich ist das wichtig, denn
Manager sind meine Zielgruppe geblieben, nicht andere Forscher; Führungskräfte haben mich sozialisiert.
Parallel dissertierte und habilitierte ich
in St. Gallen, bin also ein Hausgewächs
an der Universität, die mir am besten
gefällt. Natürlich gehörte aber auch
eine längere Zeit in den USA dazu,
und für mich ist die Zusammenarbeit
mit Unternehmen in Marketing- und
Vertriebsprojekten immer zentral. Seit
mehr als 20 Jahren leite ich das Institut
für Marketing an der Universität, ein
eigenständig geführtes KMU mit rund
35 Mitarbeitenden, und bin Ordinarius
für Marketing. Mein Vorteil: Ich bin in
der Regel selbst schuld, wenn ich etwas tun muss, das ich ungerne mache;
der Freiraum eines Uni-Professors ist
doch recht groß.
Wo liegen Ihre Schwerpunkte in
Forschung und Lehre?
Stichworte für meine Schwerpunkte
der Forschung sind:
- Marketing-Innovation und MarketingKritik,
- Vorteile für attraktive Kunden (Lösungsgeschäft, Contracting, Services),
- Vertrieb (Key and Small Account
Management, Global Sales und Verkaufsmanagement),
- Dialogmarketing (Inboundmarketing, prozessorientiertes Marketing).
Meine Kollegen im Institut ergänzen
mit Themen wie beispielsweise Multichannel und Social Media, Marketing
Performance Management, HightechMarketing oder Life Communication.
Meine Forschungsschwerpunkte verfolge ich auch in der Zusammenarbeit
mit Unternehmen oder bringe sie in
der Lehre ein. An der Universität St.
Gallen leite ich den Master ‚Marketing,
Service- und Kommunikationsmanagement‘, der seit September 2012
parallel auch in Englisch durchgeführt
wird.
In einem Forscherleben sammelt sich
viel. Ich veröffentlichte rund 38 Bücher
und 400 Fachartikel. Und doch gibt es
noch so viele spannende Fragen in der
Praxis, zu welchen wir bessere Antworten finden müssen!
Sie haben soeben gemeinsam mit Prof.
Dr. Binckebanck von der NORDAKADEMIE
ein Buch zum Thema „Internationaler
Vertrieb“ herausgegeben. Wie kam es
dazu und wer sollte es warum lesen?
Sie kennen die NORDAKADEMIE bereits
von zwei Vorträgen auf der jährlich stattfindenden Sales Convention. Jetzt sind
Sie das dritte Mal hier. Wie finden Sie die
NORDAKADEMIE?
Mit welchen Inhalten beschäftigt sich Ihr
Modul „Innovatives Marketing“?
Die NORDAKADEMIE baut viele Dinge
neu auf, hat auch junge Dozenten, verbindet mit der Praxis, ist schlank aufgestellt. Als Mitwirkender spürt man
persönliches Engagement und die Brise Pioniergeist. Das springt auch auf
Gäste über. Ich schätze die Arbeitsatmosphäre. Die Hochschule ist überschaubar und persönlich.
Wie bewerten Sie den neuen Studiengang
Master of Arts in Marketing and Sales Management? Welche Vorteile sehen Sie für
die Absolventen dieses Studiengangs?
Die richtige Aus- und Weiterbildung ist
wichtig. Der Studiengang bietet hier
Breite und Tiefe in Marketing, Verkauf
und Management.
Den Absolventen empfehle ich Respekt
vor den bestehenden Mitarbeitenden
und Gespür für Unternehmen.
Theorien und Methoden sind nur Hilfen, um gute Ideen und Lösungen
starkzumachen.
Was gut ist, muss zum Unternehmen
passen.
Es ist ein Buch für die Verantwortlichen
im internationalen Vertrieb. Den Studierenden empfehle ich auch, diese
Themen zu vertiefen. Vertrieb und
Internationalität sind wichtige Eintrittskarten für eine Karriere.
Auch hier nur die Stichworte: Innovatives Marketing, Marketing-Komplexität, Reserven im Vertrieb, Vorteile für
attraktive Kunden, Reales Marketing in
der realen Kundenwelt, Inbound Marketing und Marketing gegen den
Strom. Zum letzten Thema: Misstrauen
Sie Fachexperten im Marketing, vielleicht ist das Gegenteil von dem richtig,
was sie behaupten.
Ende August haben Sie dieses Modul zum
ersten Mal als Präsenzphase an der
NORDAKADEMIE gehalten. Wie hat Ihnen
die Veranstaltung mit den Masterstudierenden gefallen?
Wichtiger scheint mir, was den Studierenden gefallen hat und ihnen zukünftig hilft. Ich selbst hatte den Eindruck,
dass die Zusammenarbeit im Modul
produktiv und sympathisch war. Manche Rückmeldungen der Studierenden
haben mich auf neue Ideen gebracht
und auch kritische Aspekte meiner Argumentation aufgezeigt, bei denen ich
schärfen oder anpassen muss.
ELISABETH GRAGERT
[email protected]
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
NEUES AUS DEN STUDIENGÄNGEN
14
START DES ZWÖLFTEN MBA-JAHRGANGS
Der MBA-Jahrgang 2012
A
nfang August begrüßte die NORD.AKADEMIE 25 neue Studierende
im MBA-Programm. Darunter waren
auch zwei Absolventen der Hochschule: Herr Shahab-ud Din (W04a) hat an
der NORDAKADEMIE zuvor bereits
als Wirtschaftsingenieur graduiert
und möchte sich durch das international ausgerichtete MBA-Studium nun
auf den nächsten Karriereschritt im
Management eines multinationalen
Konzerns vorbereiten. Der DiplomKaufmann (FH) Marcel Schümann
(B98b) strebt die Übernahme eines
Geschäftsführerpostens in seinem
Unternehmen an und hat sich erneut
für ein Studium an der NORDAKADEMIE entschieden. Beide treffen im
zwölften und wiederum vollständig
belegten MBA-Jahrgang auf eine sehr
heterogene Gruppe aus Informatikern,
Ingenieuren, Kaufleuten, Juristen,
Sportwissenschaftlern, Pharmazeu-
ten und Sprachwissenschaftlern mit
durchschnittlich rund fünf Jahren
Praxiserfahrung nach dem ersten
akademischen Abschluss. Demgemäß
fand die Gruppe während des einführenden Welcome Integration Programms unter der Federführung des
Trainers Jan Friedrichs, Dipl.-Kaufmann (FH), B97c, unter dem Motto
TEAM (Together Everyone Achieves
More) sehr schnell zueinander.
Rund zwei Drittel der Teilnehmer sind
auf das MBA-Programm durch eine
konkrete Empfehlung von Bekannten
oder Arbeitskollegen aufmerksam geworden. Am Programm überzeugt
neben den breit gefächerten Lehrveranstaltungen und diversen Spezialisierungsmöglichkeiten insbesondere die
berufsbegleitende Organisation, die es
den Teilnehmern ermöglicht, das
Studium ohne Einkommensverluste
neben dem Job zu absolvieren.
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal des MBA-Programms der NORDAKADEMIE sind dabei die hochqualifizierten und praxiserfahrenen Dozenten aus Europa, Amerika und Asien, die
direkt vor Ort in Elmshorn lehren und
sich dort mit den haupt- und nebenberuflichen Dozenten der Hochschule abwechseln. Attraktiv ist auch die Tatsache, dass diese Weiterbildung in den
Unterrichtssprachen Deutsch und
Englisch durchgeführt wird. Ein Lehrkonzept, das sich bereits in der Vergangenheit sehr bewährt hat und von dem
auch der jüngste MBA-Jahrgang der
NORDAKADEMIE entscheidend profitieren wird.
RENATE LANGMAACK,
NORDAKADEMIE (MBA-OFFICE),
[email protected]
NEUES AUS DEN STUDIENGÄNGEN
15
„NACHHALTIGES WIRTSCHAFTEN“
Seminar des studentischen Referates Blue Engineering
A
n der NORDAKADEMIE hat Anfang
August 2012 ein studiengangsübergreifendes Seminar zum Thema
„Nachhaltiges Wirtschaften“ stattgefunden, an dem 25 Studierende teilgenommen haben.
dass der Küstenabschnitt attraktiver
wurde und eine Verlagerung der Flotten stattfand. Nach zehn Jahren bzw.
Runden waren die Bestände derart dezimiert, dass die Küste keine Fische
mehr beheimatete und die Tiefsee nur
noch eine sehr geringe Fischpopulation aufwies.
Nachhaltiges Wirtschaften im
Planspiel „FishBanks Ltd. ™“
simulieren und aus Fehlern
lernen
Spannende Diskussionen und
Denkanstöße zum Thema
Nach einer kurzen Einführung in die
Grundmotive des Blue Engineering
hatten die Teilnehmer die Gelegenheit,
in die Rolle eines Fischereiunternehmens zu schlüpfen und in einem fiktiven Gewässerabschnitt auf die Jagd
nach maximalem Profit durch Fischfang zu gehen. Jedem Team standen zu
Beginn des Planspiels gleichviele Boote zur Verfügung, um damit ihr Wirtschaftswachstum voranzutreiben. Neben dem Fischfang und eventuell
anfallenden Zinsen konnte auch geschicktes Verhandeln um Schiffsverkäufe die Bilanz positiv verändern,
während der Flottenunterhalt, Schiffszukäufe und ein eventueller Bankkredit
den Profit wieder schmälerten.
Nach jeder Spielrunde konnten zudem
Rückschlüsse auf die Fischbestände
gezogen werden. Die einzelnen Firmen
mussten sich dann entscheiden, ob sie
sich mit der Flotte gegebenenfalls aus
der Tiefsee zurückziehen, um an der
Küste zu fischen oder im Hafen zu bleiben, um die Unterhaltskosten gering
zu halten.
Erwartungsgemäß haben sich die
Teams zu Beginn auf eine Vergrößerung der Flotte und den profitableren
Fischfang in der Tiefsee gestürzt, bis
dort die Fangquote soweit zurückging,
Das Planspiel „FishBanks Ltd. ™“, welches dem Blue-Engineering-Referat
der NORDAKADEMIE von Dennis Meadows, bekannt durch die Wachstumsstudie des Club of Rome, zur Verfügung gestellt wurde, bildet mit Hilfe
einer Simulationssoftware die Entwicklung von Fischpopulationen im
Spannungsfeld hemmungslosen kommerziellen Fischfangs realitätsähnlich
ab und eignet sich hervorragend, um
im Anschluss an das Spiel in eine Diskussion über die Ausbeutung der Meere einzusteigen.
Zusätzlich durch den Kurzfilm „Überfischung der Meere“ von Uli Streckenbach mit aktuellen Fangzahlen und
Fangpraktiken angeheizt, gab es daraufhin einen regen Austausch darüber,
wie man der Tragik der Allmende – so
der Fachbegriff für Güter, die jedem
frei zur Verfügung stehen – entgegenwirken könnte. Neben dem klassischen Vorschlag über die Einrichtung
einer Regulierungsbehörde wurde insbesondere das Thema Privatisierung
eines Allgemeinguts diskutiert. Getreu
dem Motto des Fox-Business-ChannelModerators John Stossel – „Nur in einer puren Marktwirtschaft regelt sich
alles von selbst“ – würde eine Privatisierung eines Küstenabschnitts dazu
Eine Arbeitsgruppe des
Seminars „Nachhaltiges Wirtschaften“
beitragen, dass der Investor den Fischbestand in einer Höhe halten wird, in
der dieser Gewinn erzielen kann und
keine Gefahr besteht, dass seine See
leergefischt wird. Auch hier entbrannte
eine spannende Diskussion darüber,
ob eine pure Marktwirtschaft bei Allgemeingütern etablierbar ist und ob
Wachstum unabhängig von der zugrundeliegenden Wirtschaftsform generell mit einer Schrumpfung verbunden ist.
Auch wenn es am Ende kein Patentrezept zur Lösung der Wachstumsfrage
und zum nachhaltigen Wirtschaften
gab, waren sich alle Teilnehmer einig,
dass insbesondere die spannende Abschlussdiskussion – ganz im Sinne des
Blue Engineering – den Wahrnehmungshorizont wieder ein Stück erweitert hat.
MARTIN HIERONYMUS
[email protected]
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
RUND UM DIE NORDAKADEMIE
16
KINDERUNI AN DER NORDAKADEMIE
„Was ist ein Roboter?“
„W
as ist ein Roboter?“ lautete die
Frage an rund 140 Kinder im
Alter von acht bis zwölf Jahren, die im
Rahmen der Kinderuni im Audimax der
NORDAKADEMIE zu Gast waren. Wer
der Meinung ist, dass die jungen Nachwuchsakademiker auf diese Frage keine oder nur zögerlich eine Antwort finden würden, der irrt sich gewaltig,
denn kaum hatte die Moderatorin Annika Hahn, Wirtschaftsingenieurin des
Jahrgangs 2008 der NORDAKADEMIE,
diese Eingangsfrage gestellt, schnellten auch schon sämtliche Ärmchen in
die Höhe und wollten die Frage beantworten. Frauke Schöffel (Familienbildungsstätte Elmshorn) und Kristina
Sommer (NORDAKADEMIE), die Organisatorinnen der Kinderuni, konnten mit dem Saalmikrofon gar nicht
schnell genug die Wortmeldungen einfangen. Überraschend war zudem die
Qualität der Antworten, wie „Roboter
sind Maschinen aus Metall“, „Roboter
werden von einem Computer gesteuert“ und „Roboter bewegen sich mit
Motoren“. Die fachkundigen Beiträge
ließen selbst Kai Hufenbach (Student
der Wirtschaftsinformatik) und Martin
Hieronymus (wissenschaftlicher Mitar-
beiter), die Annika Hahn als Roboterspezialisten der NORDAKADEMIE
bei dem Vortrag unterstützend zur Seite standen, anerkennend aufblicken.
Wann werden Roboter wie
richtige Menschen?
Eine Präsentation über die verschiedenen Arten und Anwendungsgebiete von
Robotern wurde von den wissbegierigen Kindern mit weiteren zahlreichen
Wortmeldungen rege diskutiert bis hin
zu der Frage, wann die Roboter so wie
richtige Menschen werden. Diese Frage konnte auch Roboterexperte Martin
Hieronymus nicht ganz leicht beantworten.
Wirtschaftsinformatik-Student
Programmieren von Robotern ist
„kinderleicht“
Kai Hufenbach erklärte den Kindern,
Nach der Präsentation gab es zudem
eine praktische Demonstration, bei der
Kai Hufenbach den Kindern den neuen
Roboterarm der NORDAKADEMIE präsentierte, der für eine einfache Handhabung konzipiert ist und kinderleicht
zu bedienen sein soll. Der Test hat gezeigt, dass es zwar einer fachlichen
Anleitung bedarf, aber einfache Bewegungen durchaus von den Kindern einprogrammiert werden können.
bar zu machen, und ankündigte, dass
er seinen Knochen sucht, hielt es keinen der kleinen Zuhörer mehr auf den
Sitzen. Wie eine riesige Stampede
rannten die Kinder zu AIBO und wollten
ihn streicheln, ihm seinen Knochen geben und seine Kunststücke, wie den
„Moonwalk“-Tanz, ansehen.
Roboterhund AIBO war der Held
der kleinen Besucher
Roboterhund AIBO
Obwohl die Menschen auf der Bühne
mit viel Engagement durch das Programm geführt hatten, war es dann
doch wieder ein Roboter, der ihnen
zum Ende der Veranstaltung die Show
stahl: Als AIBO, der Roboterhund der
NORDAKADEMIE, anfing, sich bemerk-
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
wie ein Roboterarm funktioniert
Nächste Kinderuni
Die nächste Veranstaltung der Kinderuni findet am 22. November zum Thema „Machen Aktien mich reich? - Wirtschaft für Kinder“ statt. Referieren
werden Vertreter des „naktien clubs“,
ein studentisches Referat der NORDAKADEMIE. Anmeldungen nimmt die
Familienbildungsstätte Elmshorn
(www.fbs-elmshorn.de) entgegen.
MARTIN HIERONYMUS
[email protected]
RUND UM DIE NORDAKADEMIE
17
DIE NEUE HOMEPAGE IST ONLINE!
NORDAKADEMIE seit Juni mit neuem Internetauftritt
S
eit dem 1. Juni 2012 ist der neue
Internetauftritt der NORDAKADEMIE www.nordakademie.de online.
Neues Design und inhaltliche
Änderungen
Um die Homepage zugänglicher zu
gestalten, wurde ein überarbeitetes
Design mit benutzerfreundlicherer
Navigation und einer verbesserten
und schnelleren Suche implementiert.
Auch inhaltlich gibt es einige Veränderungen: Neue Bilder und erweiterte Informationen zu den Bachelorund Masterstudiengängen erwarten
die Besucher sowie Antworten auf die
wichtigsten Fragen rund um das Studium an der NORDAKADEMIE und die
Hochschule allgemein.
Die Homepage der NORDAKADEMIE – viele Informationen auch in englischer Sprache
Informationen, Informationen,
Informationen … auch in
Englisch
Schnell zu finden sind Informationen
zu aktuellen Veranstaltungen und Terminen, dem Speiseplan auf der Mensaseite oder den studentischen Referaten der Hochschule. Neu sind die
Informationen zu Akkreditierung, Qualitätsmanagement und Umweltschutz
sowie Links zu den sozialen Netzwerken.
Den internationalen Besuchern steht
eine englische Version der Webseite
zur Verfügung.
Die Homepage macht mobil
Die neue Seite ist auch auf mobilen Endgeräten
gut lesbar
Ganz neu ist zudem das Angebot eines
mobilen Webauftritts speziell für
Smartphones mit den wichtigsten Da-
ten zu Ansprechpartnern, Terminen
und mehr für unterwegs!
Das Homepage-Team
Die Seite wurde redaktionell durch Caroline Frantz und Anja Schley entwickelt mit Unterstützung einer Werbeagentur aus Hamburg. Technisch
wurde die Seite durch die IT-Abteilung
der NORDAKADEMIE von Heiko Rehder
und Daniel Purrucker erstellt. Zudem
erhielt das Team tatkräftige Unterstützung durch Studenten der NORDAKADEMIE!
Viel Spaß beim Erkunden der neuen
Seiten!
Für weitere Anregungen und Fragen
zur Homepage steht Caroline Frantz
unter [email protected]
gern zur Verfügung!
CAROLINE FRANTZ
[email protected]
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
RUND UM DIE NORDAKADEMIE
18
SOMMERFEST AN DER NORDAKADEMIE
Der traditionelle Tauziehwettbewerb der Zenturien durfte auch in diesem Jahr nicht fehlen
D
er Sommer hat an diesem Tag
alles gegeben, und bei strahlendem Sonnenschein und 30 Grad
herrschten beste Voraussetzungen
für das traditionelle von den Studierenden organisierte Sommerfest
an der NORDAKADEMIE.
So gab es am Freitagnachmittag, dem
17. August, ein buntes Treiben auf
dem Campus. Die Studierenden,
Dozenten und Ehemaligen amüsierten
sich bei Spielen wie Wikingerschach,
Nasenschießen, Dosenwerfen oder
Sackhüpfen. Seine gesanglichen Qualitäten konnte man am Singstar-Stand
unter Beweis stellen, und sportlich
ging es beim Sackhüpfen und der Slack
Line über den Teich zu. Der Ehemaligen-Verein nordakademiker e.V. hatte
diese Aktion aufgebaut, bei der so
mancher unfreiwillig baden ging. Wer
dann noch nicht genug hatte, konnte
sich bei vielen weiteren von den
Zenturien angebotenen Aktivitäten
amüsieren.
Kampf der Zenturien
Die Zenturien haben ihre Kräfte auch
in diesem Jahr wieder beim Tauziehwettbewerb gemessen. Mit viel
Einsatz wurde gegeneinander um jeden Zentimeter gerungen. Am Ende
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
trug die Zenturie B11d den Sieg
davon.
Showtime
Gegen 21.00 Uhr hieß es dann Showtime: Die Hochschulband NAKkord
und der Hochschulchor NAKappella
begeisterten die Gäste mit ihren mitreißenden Auftritten.
Bei der anschließenden Party im Foyer
wurde dann noch lange gefeiert.
ELISABETH GRAGERT
[email protected]
RUND UM DIE NORDAKADEMIE
19
STUDY ABROAD IN PARADISE!
Neue Partneruniversität der NORDAKADEMIE auf Hawaii
S
tudy Abroad in Paradise – unter
diesem Motto kann die NORDAKADEMIE durch das gemeinsame Engagement von Prof. Dr. Gerd Schmidt
und dem Auslandsamt seit diesem
Jahr ein Auslandssemester an der
neuen Partneruniversität, der Hawai’i
Pacific University (HPU), anbieten. Die
HPU wurde 1965 als private Universität
gegründet und zählt laut dem U.S.
News & World Report „Colleges 2012“
zu den top platzierten Colleges im
Westen der USA. Rund 8200 Studenten
aus allen US-Bundesstaaten und aus
100 Ländern weltweit studieren an der
HPU, sodass die Studenten ein besonders multikulturelles Umfeld vorfinden. Auch außerhalb der Universität
wird man feststellen, dass hier auf Ha-
waii westliche, asiatische und polynesische Einflüsse zusammenkommen
und ein spannendes kulturelles Miteinander bilden.
Traumhafte Lage und erstklassige Ausstattung der Partnerhochschule
Während der eine Campus der HPU im
Finanz- und Regierungszentrum von
Honolulu liegt, so befindet sich der andere Campus 13 Kilometer davon entfernt in den grünen Bergen. Ein Intercampus Shuttle fährt alle 12 Minuten,
sodass beide Standorte bequem zu erreichen sind. Die Unterrichtsräumesind technisch sehr gut ausgerüstet,
und der Unterricht findet in kleinen
Gruppen mit maximal 20 Studierenden
Die Campus-Lage der HPU auf Hawaii
statt. Es gibt ein großes Angebot von
den unterschiedlichsten Fachbereichen, wie z.B. Accounting, Business
Economics, Computer Science, Engineering, Finance, International Business, Management, Marketing etc.
Das Semesterprogramm „Study Abroad“ bietet dementsprechend eine Vielzahl von Kursmöglichkeiten an, die
auch fachbereichsübergreifend gewählt
werden können.
Die Studiengebühren belaufen sich auf
USD 9250 pro Semester (Stand: 2012).
Abgesehen von der akademischen Seite wartet das Auslandssemester an der
HPU natürlich mit einem kaum zu
übertreffenden Freizeitwert auf. Allein
Worte wie Honolulu, Waikiki, Ko’olau
Mountains oder Maui lassen ahnen,
welche traumhaften Erlebnisse und
welche einzigartige Natur einen dort
erwarten.
KIRSTEN ANDERSEN
[email protected]
Der Downtown-Campus befindet sich in Honolulu
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
NEUES AUS DEM BEIRAT
20
AUSBILDUNGSKONFERENZ 2012
schaftliches Arbeiten“, hat ein Bewertungsschema zur Vereinheitlichung der Kriterien erarbeitet, das
im Betrieblichen Beirat bereits Zustimmung erfahren hat. Herr Meier
stellte der Ausbildungskonferenz die
Bewertungskriterien und -prinzipien
vor. Die Anwesenden teilten die Auffassung, dass diese Vereinheitlichung
den Prüfern in den Unternehmen
helfen wird.
Neuer Prozess für die Berücksichtigung der Stellungnahme
der betrieblichen Betreuer von
Bachelorarbeiten bei der
Gutachtenerstellung in der
Erprobung
Die Ausbildungskonferenz 2012 an der NORDAKADEMIE war mit 80 Teilnehmern aus den
Kooperationsbetrieben sehr gut besucht
M
it mehr als 80 Teilnehmern aus
den Kooperationsunternehmen
der NORDAKADEMIE war die diesjährige Ausbildungskonferenz sehr gut
besucht. Zentrales Thema der Veranstaltung stellten der Bericht über das
im Frühjahr abgeschlossene Verfahren
zur Systemakkreditierung der Hochschule sowie die sich daraus ergebenden Konsequenzen dar.
Systemakkreditierung als zentrales Thema der Konferenz
Die Hochschulleitung stellte den
Unternehmensvertretern noch einmal
die grundlegenden Varianten des Akkreditierungssystems in Deutschland
dar und schilderte den Ablauf des Verfahrens an der NORDAKADEMIE. Dargestellt wurde auch das Qualitätsma-
nagementsystem der Hochschule mit
Akteuren und den wichtigsten Instrumenten. Außergewöhnlich erfreulich
aus Sicht der NORDAKADEMIE war das
Ergebnis: Die Systemakkreditierung
wurde ohne jegliche Auflagen erteilt!
Das Gutachterteam hatte lediglich einzelne Empfehlungen ausgesprochen,
deren Umsetzungen zum Teil bereits erfolgt oder derzeit in Arbeit sind. Eine
Empfehlung betrifft die Bewertung der
Praxisberichte. Hier wurde angeregt, die
Kriterien, die von den Prüfern zugrunde
gelegt werden, zu vereinheitlichen.
Auf Anregung durch zwei Verbesserungsvorschläge soll auch der Prozess
für die Berücksichtigung der Stellungnahme der betrieblichen Betreuer von
Bachelorarbeiten bei der Gutachtenerstellung verbessert werden. Hier soll
einerseits eine Vereinfachung erfolgen,
die es den handelnden Personen im
Unternehmen erleichtert, ihre Einschätzung zu einer Arbeit abzugeben
(ankreuzen statt bisher frei formulieren), andererseits soll der Prozess
durch automatisierte Abläufe im Hochschulmanagementsystem der NORDAKADEMIE unterstützt werden. Ein
Testlauf des neuen Vorgehens wird anlässlich der Bachelorarbeiten des
Jahrgangs 09 erfolgen.
Einheitliche Kriterien zur Bewertung der Praxisberichte eingeführt
Professor Scheffer, Modulverantwortlicher für das Thema „Wissen-
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
JÖRG MEIER
[email protected]
NORDAKADEMIKER E.V.
21
NORDAKADEMIKER E.V.
Der Alumni-Verein der NORDAKADEMIE berichtet
Herzlich Willkommen …
… hieß es auch in diesem Jahr vom
nordakademiker e.V. für die neuen
MBA-Studenten. Anfang August begrüßten Mike Rebbin, Vorsitzender des
nordakademiker e.V., und Alumni-Koordinatorin Jil Oster die 27 neuen Studenten gemeinsam mit MBA-Studiengangsleiter Prof. Dr. Gerd Schmidt und
MBA-Managerin Renate Langmaack.
Der Alumni-Verein wünscht den neuen
MBA-Studierenden eine angenehme
und erfolgreiche Zeit an der NORDAKADEMIE und freut sich auf neue Mitglieder aus diesen Reihen!
Sommerfest
Bei strahlendem Sonnenschein war
das Sommerfest eine gelungene Veranstaltung. Natürlich präsentierte sich
auch der nordakademiker e.V. vor Ort.
Traditionell gab es erfrischende Caipirinha am Vereinsstand. Dieses Jahr bot
der nordakademiker e.V. aber nicht nur
Erfrischungen zum Trinken an – auch
im See konnte man sich Abkühlung holen. Auf einem Seil, das quer über den
See gespannt war, galt es genau diesen zu überqueren. Eine Herausforderung, die nicht jedem gelang. Die Bilder des Sommerfestes sind unter
anderem auf der nordakademikerFanpage bei facebook zu finden.
Engagierten-Förderung
Der nordakademiker e.V. nahm am
diesjährigen Engagierten-Event teil. 75
Studierende wurden für ihre außerordentlichen Leistungen und ihr herausragendes Engagement geehrt. Vom
nordakademiker e.V. gab es praktische
Bei der Aktion des nordakademiker e.V. auf dem Sommerfest ging so manch einer baden
Kaffeekarten für die Mensa. Wer an diesem Augustnachmittag leider keine Zeit
hatte, sich seine Urkunde und sein Geschenk abzuholen, kann dies ganz einfach nachholen: Alle Urkunden und Präsente liegen bei Jil Oster im Raum H218
bereit. Einfach vorbeikommen!
AlumniAkademie 2012
Das Thema der AlumniAkademie 2012
ist in diesem Jahr „Problemlösungsmethoden“. Praxisnah und im kleinen
Kreis werden die verschiedenen Methoden und Lösungen rund um das
Konflikt- und Dialogmanagement erlernt. Die erfahrenen Trainer Frank
Osthoff und Kerstin Eisenschmidt leiten die diesjährige AlumniAkademie.
Das zweitägige Seminar findet am letzten Oktober-Wochenende, dem 26.
und 27.10.2012, statt. Im Anschluss
feiert der Verein bei der AlumniParty
traditionell die längste Nacht des Jahres.
AlumniClub 2012
niClub 2012 alles um das Thema Corporate Social Responsibility (CSR).
Prof. Dr. Lars Binckebanck spricht
beim diesjährigen AlumniClub über
das Potenzial, welches sich aus dem
CSR-Ansatz für die Markenführung ergibt.
Der Verein nimmt unter [email protected] oder 04121 4090-92
Fragen und Anmeldungen zu den Veranstaltungen gerne entgegen.
nordakademiker e.V. bei
Facebook
Auf „Gefällt mir“ klicken und am Puls
des nordakademiker e.V. bleiben – viele
Bilder, Neuigkeiten und Veranstaltungseinladungen sind auf Facebook
unter http://www.facebook.com/NordakademikerEV zu finden.
JIL OSTER, ALUMNIKOORDINATORIN DES NORDAKADEMIKER E.V.
Am 16.11.2012 dreht sich beim Alum-
[email protected]
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
NAMEN UND NACHRICHTEN
22
DZ-4: NORDAKADEMIE-ABSOLVENTEN GRÜNDEN
STROMVERSORGER-STARTUP
Tobias Schütt (links) und Florian Berghausen (rechts), beide Absolventen der NORDAKADEMIE, haben ihr eigenes Stromversorgungsunternehmen gegründet –
sie bieten Strom „direkt vom eigenen Dach in die Steckdose“ an
T
obias Schütt (W98a) und Florian
Berghausen (B98a), beide Absolventen der NORDAKADEMIE, haben im
Februar 2012 mit DZ-4 ihr eigenes Unternehmen gegründet. Sie bieten ein
Solarstromkonzept für Privathäuser
an, das den Strom aus einer auf dem
eigenen Dach installierten Photovoltaikanlage nutzt und diesen ohne
Umwege durch fremde Netze im eigenen Haushalt zu dauerhaft stabilen
Preisen zur Verfügung stellt – nach
dem Motto „Vom eigenen Dach in
die Steckdose“. Dabei bedienen sie
sich einer noch sehr jungen Energie-
speichertechnik. campusforum hat
sich mit den beiden Existenzgründern
unterhalten
Können Sie uns kurz Ihre Geschäftsidee erläutern?
Berghausen: Wir verkaufen keine Solaranlagen mehr, sondern nur noch
den Strom aus Solaranlagen. DZ-4 ist
das erste Geschäftsmodell in Deutschland, bei dem die kleine Solarstromanlage auf dem privaten Einfamilienhaus
der zentrale Baustein der Stromver-
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
sorgung des Haushalts ist. Bislang
wurde Solarstrom aufgrund der attraktiven Förderung nahezu vollständig ins
Netz eingespeist und dann irgendwo
anders wieder entnommen. Bei uns
bleibt der erzeugte Strom vor Ort, ohne
je ein Netz zu Gesicht zu bekommen.
Was hat Sie auf die Idee gebracht?
Schütt: Das Thema beschäftigt mich
schon seit meiner Zeit in den USA, wo
ich ähnliche Geschäftsmodelle studiert
habe. Insbesondere Kalifornien ist mit
hoher Sonneneinstrahlung, einem ho-
NAMEN UND NACHRICHTEN
23
STECKBRIEF TOBIAS SCHÜTT
Name:
Tobias Schütt, 34 Jahre
Familienstand:
Verheiratet, ein Kind
Werdegang:
Duales Studium zum Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH) über die Deutsche BP
AG,
Diplomarbeit 2002 bei BP Solar.
Berufliche Stationen im Business Development bei BP Solar, im Trade Marketing bei Castrol, der strategischen
Planung bei der Conergy AG.
Anschließend folgte ein Auslandsaufenthalt für die Epuron in Kalifornien.
Zuletzt war Tobias Schütt drei Jahre bei
der Deutschen Bank AG in Düsseldorf
und realisierte unter anderem das erste
Photovoltaik-Großprojekt in Italien.
Seit September 2011 widmet er sich
ganz dem Thema DZ-4.
hen Strompreis und einem einfachen
rechtlichen Rahmen Vorreiter eines
solaren Vollversorgungskonzeptes.
Bevor ich jedoch meinen Job bei der
Deutschen Bank gekündigt habe, habe
ich mich anderthalb Jahre mit der Thematik beschäftigt. Als dann die Kosten
der Solartechnik in den letzten zwei
Jahren so rapide gesunken sind, sah
ich die Chance eines ähnlichen Modells
auch in Deutschland. Solarstrom vom
eigenen Dach ist heute billiger zu
erzeugen als der Steckdosenpreis für
Endverbraucher, selbst bei Kleinanlagen in Norddeutschland. Einziges Thema bleibt die Speicherung. Dort muss
sich noch etwas tun.
Photovoltaikanlagen?
Wofür steht eigentlich Ihr Firmenname DZ-4?
Schütt: DZ steht für eine dezentrale
Energieversorgung. Die 4 ist eine Anlehnung an den Dokumentarfilm „Die
4. Revolution“, der beschreibt, wie eine
100%ige Vollversorgung aus erneuerbaren Energien auch heute schon
möglich ist. Nach Agrar-, industrieller
und digitaler Revolution ist die Energiewende die vierte technische Revolution der Menschheitsgeschichte.
Wie funktioniert die Idee „vom Dach
in die Steckdose“ genau?
Berghausen: Der Großteil des Jahresstrombedarfs des Haushalts (ca. 70%)
wird aus der auf dem Dach montierten
Solarstromanlage entweder direkt
oder auf dem Umweg über den Haushaltsbatteriespeicher gedeckt. Die restlichen 30% werden von einem Grünstromanbieter zugekauft.
Berghausen: Wir vereinfachen den
Entscheidungsprozess für den Kunden
enorm, denn er kauft ja keine Solaranlage mehr, sondern nur noch den
Strom. Er muss sich um nichts
kümmern: Finanzierung, Technologieauswahl, Installation, technischer
Betrieb und Wartung – alles macht
DZ-4.
Schütt: Dies erleichtert auch den
Verkaufsprozess für den Installateur,
denn er muss nicht in schwierige technische und betriebswirtschaftliche
Diskussionen einsteigen oder einen
bestimmten Hersteller bewerben.
STECKBRIEF
FLORIAN BERGHAUSEN
Name:
Florian Berghausen, 34 Jahre
Was macht der Hausbesitzer, wenn
die Sonne nicht scheint?
Schütt: Im tageszeitlichen Verlauf
kommt der Strom zunächst aus dem
Speicher, bis dieser leer ist, danach
aus dem Netz. Im jahreszeitlichen Verlauf wird im Winter mehr aus dem Netz
zugekauft werden als im Sommer. Es
besteht natürlich zu jeder Zeit noch
eine Netzanbindung. Völlige Autarkie
wäre aufgrund des dann erforderlichen
sehr großen Speichers wirtschaftlich
nicht sinnvoll. Wir treffen mit unserer
Systemkonfiguration den bestmöglichen Kompromiss, also das wirtschaftliche Optimum.
Familienstand:
Verheiratet
Werdegang:
Duales Studium zum Dipl.-Kfm. (FH)
über die Deutsche BP AG,
Diplomarbeit 2002 bei BP Solar.
Berufliche Stationen im Vertrieb und
Marketing bei BP Solar, u.a. als nordeuropäischer Marketingmanager und
Global Offer Innovation Manager.
Zuletzt als Channel Development Manager für die Wechselrichtersparte von
Danfoss tätig.
Seit Anfang 2012 ist Florian Berghausen bei DZ-4 an Bord.
Welchen Vorteil hat Ihr
Konzept gegenüber herkömmlichen
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
NAMEN UND NACHRICHTEN
24
Wie vermarkten Sie Ihre
Geschäftsidee?
Berghausen: Als Netzwerkunternehmen binden wir auch unsere Partner in den Vertrieb mit ein. Es gibt
einige „low hanging fruits“, z.B. Kunden, die sich schon einmal mit dem
Thema beschäftigt haben, aber letztlich aufgrund anderer Prioritäten nicht
gekauft haben. Andere Kundensegmente werden schwerer zu erreichen
sein. Viel funktioniert dann auch über
Empfehlungsmarketing, wobei es am
Ende ein bunter Marketingmix sein
wird, mit dem Ziel eines extrem
schlanken direkten Verkaufsprozesses.
Dieser wird dem eines normalen
Stromanbieterwechsels, der ja bereits
problemlos im Internet möglich ist,
sehr nahe kommen.
Alleine kann man das wirklich nicht
durchziehen.
Gibt es bereits Interessenten/Kunden
oder eine Pilotanlage?
Berghausen: Dort wurden unsere Erwartungen bislang übertroffen. Abgesehen von unserem Familien- und
Freundeskreis, wo wir natürlich viele
persönliche Gespräche führen, haben
uns bereits etliche Interessenten über
unsere Internetseite und das dortige
Formular erreicht. Und dies, ohne dass
wir bislang Werbung oder ähnliches
gemacht hätten. Grund sind auch
einige Zeitungsartikel, die über uns erschienen sind. Leider können wir so
viele Kunden kurzfristig noch gar nicht
bedienen. Bis Jahresende wollen wir
die ersten Pilotanlagen bauen.
Was waren die größten Hürden auf
Ihrem Weg zur Selbständigkeit?
Was kostet die Installation einer
Anlage? Wie rechnet sich das für
Schütt: Echte Hürden gab es eigentlich den Nutzer?
nicht. Die Entscheidung ist gereift, und
ich habe mich über einen längeren
Zeitraum mental auf das große Abenteuer Selbständigkeit vorbereitet. Man
schaut natürlich schon, was man sich
finanziell erlauben kann und wie lange
man ohne größere Komforteinbußen
durchhalten kann. Dann gilt am Ende:
Augen auf und durch!
Berghausen: Bei mir war der Reiz einer fundamentalen beruflichen Veränderung ein starker Treiber. Nach knapp
zehn Jahren im Konzern etwas viel
Kleineres, aber Ganzheitliches zu
machen, etwas aufzubauen. Zudem
kann ich bei DZ-4 meine gesamte bisherige Berufserfahrung und viele Kontakte direkt mit einbringen. Geld ist
dann erst einmal egal. Wichtig für die
Selbständigkeit ist, dass die Familie
bzw. der Partner voll dahintersteht.
Schütt: Kunden zahlen weiterhin ihren
monatlichen Abschlag – wie bisher.
Ziel ist es, in ein bis zwei Jahren sagen
zu können: Sie zahlen heute 100 Euro
beim lokalen Stadtwerk, morgen 100
Euro bei DZ-4. Großen Charme entwickelt unser Angebot dadurch, dass
Kunden mit dem langfristigen DZ-4Solarstromvertrag ihre Stromkosten
fixieren können und damit gegen stark
steigende Strompreise abgesichert
sind. Alles in allem ist das DZ-4Solarstromangebot nicht nur ein Grünstromangebot, das man sich leisten
kann, sondern ein wirtschaftlich attraktives Angebot, für das man sich
guten Gewissens entscheiden kann.
Wie reagiert die Energieversorgerbranche auf Ihre Aktivitäten? Werden
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
ECKDATEN ZU DZ-4
- Gründung als Einzelunternehmen
09/2011 durch Tobias Schütt
- Einstieg von Florian Berghausen
Anfang 2012
- GmbH Gründung im Februar 2012
- erfolgreiche Grundlagenarbeit,
etabliert und anerkannt als
First Mover
- Finalteilnahme im Gründungswettbewerb der Financial Times
Deutschland
- Ende Juni 2012 Aufnahme des
ersten Investors: Watt & Wärme
Energiekonzepte, Hamburg
- in Vorbereitung bis Jahresende
2012: Realisierung der ersten
Pilotanlagen
- mehr unter www.dz-4.de
Sie als Wettbewerber wahrgenommen?
Schütt: Das kommt auf die Blickrichtung an. Innovative Anbieter signalisieren uns großes Interesse an einer
Kooperation. Wir stehen mit vielen Unternehmen in Kontakt und glauben an
unser Geschäftsmodell. Wir hoffen
natürlich, es mit guten Partnern auch
als DZ-4 umsetzen zu können.
Ab wann wollen Sie mit Ihrem
Unternehmen schwarze Zahlen
schreiben?
Schütt: Wenn wir 10 000 Anlagen oder
mehr im Bestand haben, wird die Firma sehr solide dastehen.
ELISABETH GRAGERT
[email protected]
NAMEN UND NACHRICHTEN
25
NORDAKADEMIE-STUDENT BEI DEN BMX-WORLDS
R
und 400 Profis und Amateure aus
aller Welt kamen vom 13. - 15. Juli
in den Jugendpark an der Zoobrücke
nach Köln-Mülheim, um an der offiziellen BMX-Freestyle-Weltmeisterschaft
teilzunehmen. Deutschland stellte mit
68 Fahrern das größte Kontingent, gefolgt von Großbritannien (38) und den
USA (30), dem Mutterland des BMXSports.
Rayk Hahne, BWL-Student an der
NORDAKADEMIE, der seit seinem 17.
Lebensjahr den BMX-Sport betreibt,
war ebenfalls am Start, um sich mit
der internationalen Konkurrenz zu
messen. Er schaffte es ins Finale und
ist am Ende Siebter geworden. „Aufgrund des Dauerregens herrschten extrem schwere Bedingungen bei den
Wettkämpfen, und das Finale musste
mehrfach verschoben werden. Mit
meinem siebten Platz bin ich deshalb
zufrieden“, so Rayk Hahne.
Rayk Hahne ist ein sportliches Naturtalent. Neben BMX ist er als Breakdancer aktiv und engagiert sich im
Cheerleading-Referat der NORDAKADEMIE. Daneben ist er auch als Model
erfolgreich. campusforum hat sich mit
ihm über Studium und Sport unterhalten:
Wie hat Ihre sportliche Laufbahn angefangen?
Ich habe von Kindheit an Leichtathletik
im Hochleistungsbereich gemacht und
war bis zu meinem 12. Lebensjahr vor
allem als Mittel- und Langstreckenläufer aktiv. Das Laufen habe ich dann
aufgegeben, um mit Breakdance zu beginnen. Bei einem Breakdanceauftritt
habe ich meinen späteren Mentor Markus Reich getroffen, der mich zum
BMX-Sport brachte. Schnell habe ich
Rayk Hahne bei den BMX Worlds
Foto: David Hoffmann
meine gesamte Energie in die neue
Herausforderung gesteckt. In den Profisektor bin ich während meiner Ausbildung gekommen, als ich genügend
Zeit und perfekte Trainingsbedingungen hatte.
Was reizt Sie besonders am BMX-Sport?
Selbst nach sieben Jahren auf dem
Bike komme ich mir bei vielen Tricks
wie ein Anfänger vor. Die ständige Herausforderung, sich weiterzuentwickeln
und neue Bewegungsarten zu entdecken macht diesen Sport so interessant für mich.
Wie lassen sich Sport und Studium vereinbaren?
Meine Devise lautet: Wer wenig schläft,
schafft viel …
Ein klar strukturierter Tagesablauf ist
die Voraussetzung, um alles unter einen Hut zu bringen. Disziplin und innerer Antrieb haben mich bis dato immer
an mein Ziel gebracht, wobei das Studium erfolgreich zu absolvieren, eindeutig Priorität für mich hat.
ELISABETH.GRAGERT
[email protected]
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
NAMEN UND NACHRICHTEN
26
MASTERSTUDIUM IN DEN USA
NORDAKADEMIE-Absolventin hat als Fulbrightstipendiatin ihr Masterstudium erfolgreich abgeschlossen
und Leute richtig kennenzulernen, war
dies eine tolle Gelegenheit, sich in der
Region zu engagieren.
Fulbright hat mir darüber hinaus die
Möglichkeit gegeben, an mehreren Seminaren mit Stipendiaten aus aller
Welt teilzunehmen. Dies hat mir neben
den spannenden Reisen in verschiedene Bundesstaaten nicht nur einen umfangreichen und hochinteressanten
Einblick in die Geschichte und Politik
des Landes ermöglicht, sondern ich
habe mir zudem ein multikulturelles
Netzwerk aus Fulbright-Freunden auf
der ganzen Welt aufgebaut.
Zurück in good old Germany
Vera Ziegler, NORDAKADEMIE-Absolventin und ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule, hat an der University of South Carolina ihren Master in International Business gemacht
V
era Ziegler (B05), Absolventin des
Diplomjahrgangs 2009 und ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin
der Hochschule, ging 2011 als Fulbrightstipendiatin für ein Jahr in die
USA, um in Columbia, SC, an der University of South Carolina ihren Master
in International Business zu absolvieren. Die Business School der Universität belegt Spitzenplätze in weltweiten
Rankings im Feld International Business und kooperiert mit renommierten
Hochschulen wie etwa der Universität
Mannheim und der ESCP Paris.
Vera Ziegler berichtet persönlich über ihre Erfahrungen beim
Masterstudium in den USA
„Im Rahmen des Programmes habe ich
nicht nur meinen Studienschwerpunkt
in Unternehmensbewertung vertiefen
können, sondern gleichzeitig diesen im
disziplinübergreifenden Kursangebot
mit Volkswirtschaftslehre, Jura und Politikwissenschaft verbunden. Auf mein
duales NORDAKADEMIE-Studium aufbauend, habe ich es sehr genossen,
mein Praxisverständnis mit dem generalistischen, globalen Ansatz des Abschlusses zu verbinden. Außerdem hat
mich die NORDAKADEMIE beispielsweise sehr gut auf den Umgang mit hohem Workload und intensiven Gruppenarbeiten vorbereitet. So arbeitete ich
während des Studiums als Graduate Researcherin und Consultant am Lehrstuhl
und übernahm Lehrtätigkeiten an der
Universität sowie ehrenamtliche Projekte an High Schools der Region. Um Land
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
Seit August 2012 arbeite ich als Assistentin des Vorstandsvorsitzenden der
Holcim (Deutschland) AG in Hamburg.
Bei der deutschen Tochter des schweizer Baustoffkonzerns Holcim absolvierte ich bereits mein duales Studium
in Kooperation mit der NORDAKADEMIE. Jetzt kehre ich nach drei Jahren
dorthin zurück. Der Mix ist ideal: Durch
meine NORDAKADEMIE-Zeit kenne ich
das Unternehmen einerseits sehr gut,
anderseits habe ich viel Neues erlebt
und gesehen, das ich nun in meiner
neuen Funktion einbringen kann. Für
meine spannenden, wunderbaren und
lehrreichen Erfahrungen bin ich sehr
dankbar und werde mich der NORDAKADEMIE immer sehr verbunden
fühlen.”
VERA ZIEGLER
[email protected]
Vera Ziegler ist Vorstandsmitglied des
offiziellen NORDAKADEMIE-Alumnivereins nordakademiker e.V.
Weitere Informationen zum Verein
unter www.nordakademiker.de.
NAMEN UND NACHRICHTEN
27
BUCH ZUR ZWEITEN SALES CONVENTION ERSCHIENEN
A
m 11. März 2011 fand im Audimax
der NORDAKADEMIE die zweite
Sales Convention zum Thema „Internationaler Vertrieb“ statt. Seinerzeit
kündigte Prof. Dr. Lars Binckebanck als
Organisator den Teilnehmern an, dass
es statt einer klassischen Tagungsdokumentation ein Buch geben werde, in
dem ausgewählte Referenten des Tages sowie externe Experten aus Forschung, Beratung und Praxis das Thema noch stärker beleuchten werden.
Gesagt, getan: Zusammen mit dem
Key Note Speaker der Sales Convention, Prof. Dr. Christian Belz von der
Universität St. Gallen, machte sich Professor Binckebanck an die Arbeit. 1,5
Jahre später erscheint nun das Ergebnis: Auf fast 700 Seiten stellen über 40
Experten aus Wissenschaft, Beratung
und Praxis in 29 Beiträgen Grundlagen,
Konzepte und Best Practices für mehr
Erfolg im internationalen Geschäft vor.
Unter den Autoren sind neben den
Herausgebern renommierte Wissenschaftler, wie Prof. Dr. Klaus Backhaus
(Universität Münster), Prof. Dr. Martin
Fassnacht (WHU) oder Prof. Dr. Heiner
Evanschitzky (Aston University, Birmingham), Experten führender Beratungsunternehmen, wie etwa von Roland Berger, SKP oder Accenture, und
Praxisautoren, z.B. von Viessmann,
STILL oder Schott. Mit Prof. Dr. Thomas
Gey, Prof. Dr. Ralf Kesten und Prof. Dr.
Michael Lühn haben darüber hinaus
weitere NORDAKADEMIE-Professoren
Beiträge beigesteuert. Besonders engagiert war Dr. Ann-Kristin Hölter, die
die beiden Herausgeber als Co-Autorin
von gleich zwei Beiträgen, als Schnittstelle zum Verlag, Ansprechpartnerin
für Autorenbelange und Lektorin maßgeblich unterstützt hat. Für Interessierte gibt es das Buch ab sofort in der
Bibliothek der NORDAKADEMIE und
Prof. Dr. Lars Binckebanck (links) und
Prof. Dr. Christian Belz (rechts) mit dem Buch
zur zweiten Sales Convention
zum Preis von 89,95 Euro im Fachbuchhandel.
LARS BINCKEBANCK
[email protected]
MARKETING IM MITTELSTAND
Prof. Dr. Clemens Renker, Gastdozent im MBA-Programm der
NORDAKADEMIE, veröffentlicht neue Auflage des Standardwerkes
I
n der vollkommen erneuerten 4. Auflage seines Buches „Marketing im
Mittelstand“ widmet sich Prof. Dr. Clemens Renker der systematischen Entwicklung und Umsetzung von am Markt
überlegenen Geschäftsmodellen in
klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU). „In seinem erfolgreichen Praxisleitfaden für den Mittelstand zeigt Clemens Renker anschaulich, wie Inhaber, Führungskräfte
und Mitarbeiter mit einer ganzheitlichen Marketingphilosophie die Ver-
haltensweisen der Kunden auf den
Märkten verstehen können, gemeinsam überlegene Geschäftsmodelle
entwickeln oder ändern und mit wirkungsstarken und wirtschaftlichen
Maßnahmen die Märkte und Kundenbeziehungen optimal gestalten“, heißt
es in der Buchbeschreibung. Zahlreiche, meist selbstverantwortlich gestaltete Praxisfälle oder Beratungsfälle
runden die erklärenden Kapitel ab.
Das Buch von Prof. Dr. Clemens Renker
ELISABETH GRAGERT/CLEMENS RENKER
ist unter der ISBN 978 3 503 13815
[email protected]
zum Preis von 59 Euro im Buchhandel erhältlich
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
NAMEN UND NACHRICHTEN
28
NEU AN DER NORDAKADEMIE
O
b Hochschulverwaltung, Studierendeninfo, Bibliothek oder Mensa
- seit dem Sommer trifft man an der
NORDAKADEMIE auf viele neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Besonders im Mensateam.
Dieses ist darin begründet, dass die
NORDAKADEMIE die Mensa mit Beginn des dritten Quartals erstmals seit
Bestehen der Hochschule in Eigenregie betreibt. Geleitet wird die Mensa
von Sascha Achenbach, der gemein-
sam mit Koch René Gottlieb und den
Küchenhilfen Tatjana Hanibauer, Manuela Sengpiel und Sonja Wien dafür
sorgt, dass es an der Hochschule der
Wirtschaft nicht nur was für den Kopf,
sondern auch für den Magen gibt.
Das Mensateam stellt sich persönlich vor:
Sascha Achenbach
„I
ch bin seit dem 1. Juli 2012 als
Mitarbeiter für den Studierendenservice sowie für die Organisationsleitung der Hochschulmensa an der
NORDAKADEMIE tätig.
Neben einer Ausbildung zum Restaurantfachmann absolvierte ich eine
zweite Ausbildung zum Koch.
Zwischenzeitlich habe ich, während
meiner acht Dienstjahre bei der
Bundeswehr, die Offiziersausbildung
durchlaufen und war während der letzten beiden Dienstjahre als Sicherheitsoffizier tätig.
Nach zuletzt 15 Jahren im Vertrieb, in
der Telekommunikations- sowie der
Out-of-home-Medien-Branche freue
ich mich auf meine neuen Aufgaben in
der Verwaltung und der Leitung der
Hochschulmensa der NORDAKADEMIE. Ich möchte dafür meine gastronomische Erfahrung einbringen und
hoffe, die Mensa zu einem beliebten
Treffpunkt für alle Angestellten und
Studenten zu machen.
Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit meiner Familie, ich laufe gerne,
trainiere regelmäßig im Fitness-Studio
und kann am besten beim Arbeiten in
meinem Garten entspannen.
Sascha Achenbach arbeit an der Studierendeninformation und
ist Organisationsleiter der Hochschulmensa
Ich hoffe und freue mich auf eine gute
und angenehme Zusammenarbeit
und danke allen Kollegen an der
NORDAKADEMIE für die freundliche
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
und kollegiale Aufnahme.“
SASCHA ACHENBACH
[email protected]
NAMEN UND NACHRICHTEN
29
Tatjana Hanibauer
Manuela Sengpiel
„I
„I
ch bin gebürtige Russin, und
meine Heimatstadt ist St. Petersburg. Seit 1999 lebe ich in
Elmshorn.
Ich arbeite seit dem 15. August als
Küchenhilfe in der Mensa der
NORDAKADEMIE und freue mich,
wenn es den Gästen bei uns
schmeckt.
Neben der Arbeit kümmere ich
mich um meine kleine achtjährige
Tochter Christina.“
ch arbeite bereits seit Januar
2012 als Küchenkraft in der Mensa – damals noch unter der Leitung
„Treffpunkt Mensa“. Als die Mensa im
Juli 2012 durch die NORDAKADEMIE
in Eigenregie übernommen wurde, bin
ich der Anfrage der Geschäftsleitung,
mein Beschäftigungsverhältnis mit
der Hochschule weiterzuführen, gerne nachgekommen, da die Arbeit mit
den Studenten mir sehr viel Freude
bringt.
TATJANA HANIBAUER
Tatjana Hanibauer
[email protected]
René Gottlieb
René Gottlieb ist
der neue Koch in der Mensa
„S
ervus und ‚Habe Dere‘ - das waren Begrüßungen, die ich die
letzten acht Jahre täglich gehört habe,
denn meine Ausbildung zum Koch
habe ich in einem 5-Sterne-Superior-Hotel am schönen Tegernsee
im Alpengebiet machen dürfen. Nun
lebe ich seit Oktober 2011 mit meiner Freundin im hohen Norden und
arbeite seit dem 15. August als
Mensa-Koch an der NORDAKADEMIE. Meine letzte berufliche Station
war das Restaurant der Fernsehköchin Cornelia Poletto.
In meiner Freizeit koche ich sehr
gerne für Familie, Freunde und
Nachbarn. In Zukunft werden mein
größtes und liebstes Hobby allerdings meine Zwillingstöchter sein,
die Ende August dieses Jahres geboren wurden.
Besonders gefällt mir das kollegiale Klima an der Hochschule. Ich
wurde noch nie in einem Betrieb so
herzlich aufgenommen wie an der
NORDAKADEMIE. Vielen Dank und
auf gute Zusammenarbeit!“
Manuela Sengpiel
an der Mensakasse
Gemeinsam im Team versuchen wir jeden Tag, den Anforderungen der Besucher gerecht zu werden. Ich freue mich
auf eine weiterhin gute und kollegiale
Zusammenarbeit!
RENÉ GOTTLIEB
MANUELA SENGPIEL
[email protected]
[email protected]
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
NAMEN UND NACHRICHTEN
30
Sonja Wien
„I
Sonja Wien bei der Vorbereitung des Mittagessens
ch bin eigentlich ein alter Hase an
der Hochschule, denn ich bin bereits seit dem 1. November 2000 in der
Mensa der NORDAKADEMIE tätig. In
der alten Mensa wurde am Anfang in
einer Einbauküche ‚wie bei Mutti‘ gearbeitet. Teilweise wurde das Geschirr
mit der Hand gespült, weil unser kleiner Geschirrspüler die Mengen gar
nicht schaffte. Die Vergrößerung der
alten Mensa sowie den Bau der neuen
Mensa habe ich also schon mitgemacht.
Dank der neuen Mensa ist natürlich
vieles einfacher geworden. Für mich
war es ganz schön aufregend, im
August mit einem fast komplett neuen
Küchen-Team zu starten. Aber es hat
prima funktioniert!
Meine Freizeit verbringe ich mit meinem Mann und unseren zwei Kindern.
Für die Zukunft wünsche ich mir viele
zufriedene Studierende und Mitarbeiter, die hoffentlich gerne zu uns in die
Mensa kommen.“
SONJA WIEN
[email protected]
DIE NEUE IN DER HOCHSCHULVERWALTUNG
Eline Joosten ist der
„jüngste Neuzuwachs“
an der NORDAKADEMIE
und unterstützt aktuell
die Studierendeninformation
„H
angzhou (China), 18.
Mai 2012, 12.46 Uhr –
die positive E-Mail von Christine Dölling, Leiterin des Studierendenservice der NORDAKADEMIE und drei Monate
später mein Arbeitsanfang
an der Hochschule. Viele haben mich vielleicht schon in
der Information gesehen, in
der ich zurzeit den Aufgabenbereich von Sascha
Achenbach vertrete, damit
dieser sich in der Aufbauphase vorrangig um die Organisationsleitung der Mensa kümmern kann.
Während meines Aufenthaltes in China absolvierte ich
an der Zhejiang University einen Master in China Studies.
Zuvor habe ich an der Universität in Kiel Englisch, Pädagogik und Geographie studiert.
Bei meiner Tätigkeit als studentische Hilfskraft im International Center der Universität Kiel habe ich Gefallen
am Arbeitsplatz Hochschule
gefunden, und daher freue
ich mich jetzt über die Beschäftigung in der Verwaltung der NORDAKADEMIE.
In meiner Freizeit lerne ich
weiterhin fleißig Chinesisch,
mache Musik und reise
gern.“
ELINE JOOSTEN
Eline Joosten vertritt aktuell Sascha Achenbach
[email protected]
in der Studierendeninformation
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
NAMEN UND NACHRICHTEN
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UNTERSTÜTZUNG IN DER BIBLIOTHEK
D
ie Leiterin der Bibliothek Ute Philipp hat mit Susanne Lienau
Unterstützung erhalten und kann so
die Öffnungszeiten der Bibliothek in
den Abendstunden gesichert anbieten,
weil es zunehmend schwieriger wurde,
Studierende für diese Tätigkeit zu gewinnen.
Susanne Lienau stellt sich
persönlich vor
„S
eit dem 1. August 2012 betreue
ich zweimal wöchentlich in den
Abendstunden (mittwochs und donnerstags von 16 - 20 Uhr) die Bibliothek
in der NORDAKADEMIE. Nach meinem
ersten Beruf und der Familienzeit wollte ich mich beruflich neu orientieren.
Da ich schon immer gern gelesen habe, lag es nahe, mein Hobby zum Beruf
zu machen. Seit 1999 habe ich mich
dem Medium Buch von ganz unterschiedlichen Seiten verschrieben.
Nach Buchhandel, Filialbetreuung und
Verlagstätigkeit freue ich mich, jetzt in
das Bibliothekswesen einzusteigen
und den Studierenden mit Rat und Tat
zur Seite zu stehen.
Susanne Lienau freut sich, in den Abendstunden die Bibliothek der NORDAKADEMIE zu betreuen
Meine Freizeit verbringe ich gerne im
Garten, beim Fechten und auf Reisen“.
SUSANNE LIENAU
[email protected]
NORDAKADEMIE-STUDENT TÖDLICH VERUNGLÜCKT
L
eif Rauhut (W10c) war erst wenige Tage im Auslandssemester an der thailändischen Asian University in Chonpuri, als er in einen tragischen Autounfall verwickelt wurde. Er trug lebensgefährliche Verletzungen davon,
denen er am 5. September 2012 erlag.
Leif Rauhut studierte an der NORDAKADEMIE über sein Ausbildungsunternehmen Block Transformatoren-Elektronik GmbH Wirtschaftsingenieurwesen.
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind tief betroffen und möchten den Angehörigen ihre aufrichtige Anteilnahme aussprechen.
NORDAKADEMIE
[email protected]
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
NAMEN UND NACHRICHTEN
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AUSGEZEICHNETES AUSLANDSSEMESTER
NORDAKADEMIE-Studentin Christine Nülle wird von australischer Bond University ausgezeichnet
Kirsten Andersen, akademisches Auslandsamt, und Prof. Dr.-Ing. Volker Ahrens, Fachbereichsleiter Ingenieurwissenschaften, überreichen Urkunden für die
beste Gaststudienleistung an der australischen Bond University und einen Australien-Bildband an Christine Nülle (W09c), die im Zuge ihres Wirtschaftsingenieurwesenstudiums ein sehr erfolgreiches Auslandssemester an der Bond University absolviert hat
C
hristine Nülle, Studierende der
NORDAKADEMIE im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen (W09c), wurde
für ihre Leistungen während des Auslandssemesters an der Bond University, Australien, von ihrer Gasthochschule mehrfach ausgezeichnet. Als beste
Gaststudentin erhielt sie neben dem
„Award for Highest Achieving Study Abroad Student“ auch eine Auszeichnung
für „Best performance in Marketing“
und „Best performance in Operations
and Supply Chain Management“. Als
besondere Anerkennung dieser Leistungen erhielt Frau Nülle von ihrer
Gasthochschule einen Bildband über
Australien.
Die Bond University liegt in dem Ort
Gold Coast an einem traumhaften
Küstenabschnitt von Queensland, Australien. 1987 als erste private Universität in Australien gegründet, verfügt
die Bond University über einen ausgezeichneten Ruf im Bereich Wirtschaftswissenschaften. Ein wesentliches Merkmal ist die Internationalität: neben internationalen Dozenten
kommen von den rund 2300 Studierenden 50% aus Australien und 50% aus
dem Ausland. Moderne technische
Ausstattung und kleine Gruppen sind
ein weiteres Kennzeichen. Für NORDAKADEMIE-Studierende dürften auch
die Semesterzeiten interessant sein, da
NORDAKADEMIE campusforum Nr. 44/Oktober 2012
das akademische Jahr in Trimester
eingeteilt ist.
Neben dem akademischen Teil hat
Frau Nülle noch genügend Zeit gefunden, um gemeinsam mit ihren Kommilitonen die einzigartige und exotische Umgebung zu entdecken und
viele bleibende Eindrücke zu sammeln.
Die NORDAKADEMIE freut sich über
ihre erfolgreiche „Botschafterin“ im
Ausland und gratuliert Frau Nülle ganz
herzlich!
KIRSTEN ANDERSEN
[email protected]
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