MySQL-ODBC-Verbindung mit Microsoft Access
Gerhard Landherr, Juni 2015
Open Database Connectivity (ODBC, englisch für etwa Offene Datenbank-Verbindungsfähigkeit) ist
eine standardisierte Datenbankschnittstelle, die SQL als Datenbanksprache verwendet.
Voraussetzung: Zum Zugriff auf die MySQL-Server von öffentlichen WLANs oder über fremde
Internet-Anbieter ist eine VPN-Verbindung zum LRZ aufzubauen. Nach dem Aufbau einer VPNVerbindung zum LRZ kann jegliche MySQL-Client-Software (u.a. der MySQL Connector/ODBC) zum
Zugriff auf die MySQL-Server Verwendung finden.
MySQL-ODBC Software
MySQL bietet diverse Konnektoren um mit Software von Drittherstellern auf die MySQL-Server
zuzugreifen. Diese Konnektoren sind auf der Webseite MySQL Connectors
(http://dev.mysql.com/downloads/connector/) erhältlich.
Im nachfolgenden Beispiel wird die Bearbeitung einer MySQL-Tabelle mit dem Microsoft OfficeProgramm Access gezeigt.
Zuerst bezieht man die erforderliche Software MySQL Connector/ODBC 5.3.4
(http://dev.mysql.com/downloads/connector/odbc/) in der Windows (x86, 32-bit)-Variante (MSIPaket Installer) und installiert diese an dem jeweiligen Windows-PC.
Anschließend richtet man als Administrator mit dem 32-Bit-Windows-Programm odbc32.exe im
Verzeichnis C:\windows\SysWOW64 eine System-Datenquelle (System-DSN) ein. Verwendet wird im
Beispiel der MySQL Treiber 5.1. Aktuell kann auch der MySQL Treiber 5.3.4 Verwendung finden.
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Im Beispiel wird der Datenquelle der Name CitaviODBC gegeben. Unter diesem Namen kann die
Datenquelle dann vom ODBC-Klienten, im unserem Fall, Microsoft Access dann angesprochen
werden. Bei der Einrichtung sollte auch ein Verbindungstest durchgeführt werden (siehe Abbildung).
Anschließend findet man die Datenquelle dann im ODBC-Datenquellen-Administratoren-Fenster
aufgeführt. Dort wird auch die Versions-Nummer des MySQL-Treibers aufgelistet.
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Nun kann eine leere Microsoft Access-Datenbank geöffnet werden und eine Verknüpfung zur MySQLDatenquelle (MySQL-Server mysql-web2.sql.lrz.de) hergestellt werden. Nach dem Öffnen kann nun
aus Access heraus die eingebundene Tabelle mit Access-Mitteln bearbeitet und verändert werden.
Auch SQL-Joins mit lokalen oder anderen eingebundenen ODBC-Datenquellen sind nunmehr möglich.
Access dient hierbei als grafisches Frontend zum MySQL-Server-Backend. Die nachfolgenden
Abbildungen zeigen die Schritte zur Verknüpfung von externen MySQL-Server Tabellen auf.
Alle Änderungen auf der eingebunden MySQL-Server-Tabelle, erkennbar am Weltkugel-Symbol,
finden hierbei am MySQL-Server statt. Bleibt man mit der Maus kurz auf dem Weltkugelsymbol, wird
die Verbindungsinformation (Systemdatenquelle und die eingebundene Tabelle) angezeigt.
Die Option „Kennwort speichern“ bei der Verknüpfung der externen Tabellen stellt evtl. eine
Sicherheitslücke dar (Passwort wird in der Access- bzw. ODBC-Anwendung unverschlüsselt
abgespeichert) und sollte daher mit Bedacht eingesetzt werden.
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Als Bespiel diente hier die Anwendung Microsoft Access. Das Vorgehen kann aber analog auf andere
ODBC-Anwendungen (Excel, Word, Outlook, Citavi etc.) übertragen werden. So lassen sich hiermit
z.B. grafische Diagramme in Excel mit MySQL-Tabellen erzeugen. Serienbriefe bzw. Serienemails mit
Microsoft Word sind ein weiteres häufig Verwendung findendes Einsatzszenario der ODBC-Technik.
Abschließend sind zusammenfassend einige ODBC-Programme aufgeführt:
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Libre- bzw. OpenOffice via JDBC, ODBC oder native Treiber
Microsoft Office Programme wie Word, Excel, Outlook oder Access via ODBC-Schnittstelle
Citavi – Literaturverwaltung
SPSS – Statistikprogramm
AutoCAD – Vektorzeichenprogramm mit ODBC-Verbindung
Microsoft Visual Studio mit den Sprachen C++, C#, C, Visual Basic .NET
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