Österreichische Post AG / Firmenzeitung 11Z038921F
Retouren an Humanomed Consult GmbH, Jesserniggstraße 9, 9020 Klagenfurt, Austria
www.humanomed.at
März/April | 2015
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Demenzdiagnostik
in der Privatklinik Maria Hilf
Knie- und
Kinderorthopädie
editorial & news: märz/april
LIEBE LESERIN,
LIEBER LESER!
Wissenschaftspreis für
Beach-Volleyball-Studie
Veränderungen an der Lendenwirbelsäule
von professionellen Beach-Volleyball-Spielern
INHALT
Editorial und News
Operative Behandlung
von Sterilität und Endometriose
Demenzdiagnostik
in der Privatklinik Maria Hilf
Palliativ Care
03
04
06
08
Geriatrie – ein Sonderfach der
Inneren Medizin stellt sich vor
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Kinderfüße brauchen Hilfe
Knicksenkfuß im Kindes- und
Jugendalter
Neuartiges Navigationssystem Unsere Niere
Wir stellen vor:
Radiologietechnologie
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2012 wurde im Rahmen des Beach-Volleyball-Grand-Slam in Klagenfurt
eine klinische Studie durch das Ärzteteam rund um Doz. Georg Lajtai in
der Privatklinik Maria Hilf mit Fokus auf die Lendenwirbelsäule durchgeführt. 29 männliche Beach-Volleyball-Spieler wurden von zwei Wirbelsäulenspezialisten – Dr. Fabrice A. Külling (Kantonspital St. Gallen) und Dr.
Hannes Florianz (Privatklinik Maria Hilf) – begutachtet und mittels MRT
untersucht. Das Ergebnis war sehr eindrücklich: Mehr als 85 % aller Athleten verspürten während ihrer Karriere zumindest einmal Kreuzschmerzen,
mehr als 80 % hatten zumindest eine deutlich abgenützte Bandscheibe und
über 20 % einen Stressbruch an den Gelenkfortsätzen der Wirbel, welcher in
weiterer Folge Wirbelgleiten verursachen kann.
Diese Studie wurde im renommierten Orthopedic Journal of Sports Medicine
im April 2014 veröffentlicht und brachte weltweit neue Erkenntnisse auf dem
Gebiet Orthopädie und Beach Volleyball. Dr. Hannes Florianz erhielt am
31.1.2015 im Rahmen des 16. Österreichischen Wirbelsäulensymposiums
den Wissenschaftspreis der Österreichischen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie verliehen und wurde somit für die beste Publikation 2014 auf dem
Gebiet der Wirbelsäulenchirurgie geehrt.
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Impressum Humanomed Magazin
Herausgeber/Medieninhaber: Humanomed Consult GmbH, Jesserniggstraße 9, 9020 Klagenfurt am
Wörthersee. Mitarbeit in dieser Ausgabe: Mag. Ulrike Koscher-Preiss, Ing. Magdalena Grasser, Mag. (FH)
Andrea Anderwald, Patricia Banfield-Mumb, MA (Humanomed Consult GmbH sowie die beim jeweiligen
Artikel angeführten Autoren). Layout, Grafik und Satz: Humanomed Consult GmbH, Fotos: Humanomed,
shutterstock.com, conhIT2014 und Kärntenfoto/Assam.
Die Redaktion ersucht um Verständnis, dass aufgrund der Lesbarkeit in diesem Magazin auf die
geschlechtsspezifische Ansprache verzichtet wurde. Selbstverständlich sind in allen Texten sowohl
Frauen als auch Männer gemeint. Alle Artikel in diesem Magazin wurden nach bestem Wissen und
Gewissen gestaltet. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Jegliche Haftungsansprüche, insbesondere aus
Angaben zu Krankheitsbildern, Diagnosen und Therapien, sind ausgeschlossen.
2015 ist für die Humanomed Gruppe ein ganz besonderes
Jahr! Wir feiern das 40ig jährige Bestehen des Humanomed
Zentrum Althofens, 30 Jahre Privatklinik Villach und 5 Jahre
Privatklinik Maria Hilf in Klagenfurt. Vor über 40 Jahren haben wir mit 43 Mitarbeitern in Althofen mit dem „Kurbad“
begonnen, heute beschäftigen wir im gesamten Unternehmen über 1030 Mitarbeiter und sind stolz, damit einer der
größten privaten Arbeitgeber in Kärnten zu sein.
Unsere Philosophie basiert auf dem Gedanken der Humanität und dem Brückenschlag von der Medizin zum Menschen. Unsere Mitarbeiter sind die Brückenbauer, die durch
ihre Freundlichkeit, ihre fachliche Kompetenz und ihr Verantwortungsbewusstsein modernste Technik und zeitgemäße Therapien in den Dienst humaner Medizin stellen. Wir
sehen es als unsere oberste
Aufgabe, für jeden unserer
Patienten den größtmöglichen Behandlungserfolg
und einen erstklassigen
Aufenthalt in unserem
Haus sicherzustellen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Vergnügen beim
Lesen unseres aktuellen Humanomed Magazins!
Ihr
Dkfm. Helmut Eder
Geschäftsführender Gesellschafter Humanomed
Privatklinik Villach erweitert mit Top-Mediziner
OA Dr. Rupert Jesenko den orthopädischen Schwerpunkt
Der gebürtige Klagenfurter OA Dr. Rupert Jesenko (52) erweitert ab 1. Februar die ärztliche Kompetenz in der Orthopädie
an der Privatklinik Villach. Zuvor war Dr. Jesenko jahrelang
leitender Oberarzt der Orthopädie am Elisabethinen-Krankenhaus in Klagenfurt. Die Schwerpunkte seiner Tätigkeit
liegen im künstlichen Ersatz (Endoprothetik) großer Gelenke wie Hüfte und Knie, inklusive Revisionseingriffe und arthroskopische Operationen. Ebenso ist die Fußchirurgie auch
mit komplexen Korrekturoperationen sowie die Kinder- und
Jugendorthopädie mit minimal invasiven Operationen von
Plattfüßen und Beinachsenfehlstellungen ein Teil seiner Spezialisierung.
Seit 2008 operiert der 52-jährige Orthopäde Hüfttotalendoprothesen mit der so genannten AMIS-Technik (anterior minimal invasive surgery). Dabei wird das neue Hüftgelenk von
vorn und nicht wie bisher von der Seite eingesetzt: So bleiben
das umliegende Muskelgewebe und die Nerven unverletzt.
und somit eine raschere Rehabilitation. Seither hat OA Dr. Jesenko
mit dieser Methode mehr als 500
Patienten operiert.
Insgesamt umfasst der OP-Katalog
des sportbegeisterten Mediziners
mehr als 6000 selbständig durchgeführte Operationen.
„Da ich selbst ein begeisterter Marathonläufer bin
und ärztlich wie auch sportorthopädisch
das Olympiazentrum Klagenfurt und das
Schulsportleistungsmodell Kärnten SSLK betreue,
bin ich auch Ansprechpartner für Leistungssportler“,
so OA Dr. Rupert Jesenko.
Weitere Vorteile dieser Technik sind schnellere Wundheilung,
weniger Schmerzen, kein Hinken wegen verletzter Muskeln
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privatklinik villach: operative behandlung von sterilität und endometriose
Das Team der Gynäkologie v. l. n. r.: OA Dr. Klaus Unterrieder
und Prim. Dr. Othmar Kandolf, beide Facharzt für Gynäkologie, in der
Privatklinik Villach OPERATIVE BEHANDLUNG
Endomertioseherde
VON STERILITÄT & ENDOMETRIOSE
terilität und Endometriose sind zwei eng miteinander verbundene Erkrankungen, da die Endometriose neben hormonellen Ursachen und Entzündungen die häufigste Ursache der Unfruchtbarkeit
ist.
Sind Verklebungen oder Vernarbungen der Eileiter vorhanden oder treten andere krankhafte Veränderungen
auf, so können diese gelöst bzw. entfernt werden. Auch
können die Eileiter bei einem etwaigen Verschluss eröffnet, sondiert und somit durchgängig gemacht werden.
Die Endometriose ist eine oft unerkannte Erkrankung
von Frauen in der Geschlechtsreife. Durch Fehlfunktion
der Gebärmutter werden Gebärmutterschleimhautanteile bei der Regelblutung nicht nur in die Scheide ausgestoßen, sondern auch in entgegengesetzte Richtung über die
Eileiter in die Bauchhöhle (retrograde Menstruation).
Die so in die Bauchhöhle gelangten Schleimhautinseln
Die operative Behandlung der Sterilität beinhaltet zu- können sich dort einpflanzen und zu Endometriosehernächst eine Untersuchung der Gebärmutterhöhle mittels den werden. Bei der Regelblutung kommt es nun auch zu
Gebärmutterspiegelung, um organische Veränderungen Blutungen aus diesen Herden der Bauchhöhle, die Anoder Fehlbildungen der Gebärmutterhöhle zu erken- lass zu starken Schmerzen geben können. Es entstehen
nen. Als zweiter Schritt wird in derselben Operation Endometrioseknoten innerhalb der Gebärmutterwand
eine Bauchspiegelung durchgeführt. Gebärmutter und (= innere Endometriose) bzw. Endometriosezysten der
Eierstöcke bzw. Beckenorgane werden genauestens un- Eierstöcke. In schweren Fällen können Endometriosetersucht. Über die Gebärmutter wird ein Kontrastmittel knoten auch die Nachbarorgane Harnblase, Harnleiter
in die Eileiter gespritzt und die Eileiterdurchgängigkeit und Darm befallen.
geprüft.
Bei unerfülltem Kinderwunsch sollte zunächst eine
männliche Ursache der Kinderlosigkeit ausgeschlossen
werden. Wurden vom Frauenarzt entsprechende Voruntersuchungen durchgeführt und besteht der Verdacht auf
eine organische mütterliche Ursache der Kinderlosigkeit,
so sollte eine operative Abklärung erfolgen.
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Besteht durch starke bzw. schmerzhafte Blutungen der
Verdacht auf Endometriose, so sollte diesem genauestens
nachgegangen werden. Durch Tast- und Ultraschalluntersuchungen der von Endometriose am häufigsten betroffenen Areale, kann die Verdachtsdiagnose Endometriose erhärtet werden.
all diese Spezialinstrumente zur exakten Diagnose und
Therapie zur Verfügung.
Ziel der Endometriosechirurgie ist es, möglichst alle für
die Beschwerden verantwortlichen Endometrioseherde
entfernen zu können und so weitestgehende Schmerzlinderung für die Patientin zu erzielen.
Endgültigen Aufschluss über das Vorliegen einer En- Über mögliche hormonelle Therapiemaßnahmen bzw.
dometriose ergibt jedoch die Bauchspiegelung. Hierbei hormonelle Anschlusstherapien nach der Operation in❚
können Endometrioseherde nicht nur erkannt , sondern formiert der behandelnde Frauenarzt.
auch durch die entsprechende Operation entfernt oder
mittels Laser vaporisiert werden. Von entscheidender
Bedeutung ist dabei das exakte Erheben von Beschwer- Endometriose/Adenomyose
den und Symptomen der Patientin vor der Operation.
Bestehen z. B. Darmsymptome wie Durchfall oder Blut- Als Endometriose wird das Wachstum von Gebärmutterauflagerungen am Stuhl während der Regelblutung, so schleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle bezeichnet.
muss bei der Operation exaktest auf einen möglichen
Dies geschieht während der Regelblutung, indem MensEndometrioseherd der Darmwand geachtet werden. Das truationsblut rückwärts = retrograd über die Eileiter in die
Verwenden spezieller Manipulatoren erlaubt eine exakte Bauchhöhle gelangt, und diemSchleimhaut sich dort einBeurteilung aller Organe im kleinen Becken und ermög- pflanzt. Die Schleimhaut findet sich in diesen Fällen meislicht so das Erkennen versteckter Endometrioseherde, tens im Bereich des Bauchfells, der Eierstöcke, der Scheidie dann operativ entfernt werden können. Durch ent- denwand oder auf dem Darm wieder. Etwa 7 bis 15 Prozent
der Frauen sind betroffen.
sprechende Ausstattung unseres OP-Saales stehen uns
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privatklinik maria hilf: demenzdiagnostik
Dr. Ulrich Lex
Facharzt für Neurologie
T: +43 (0)463 5885-0
E: [email protected]
DEMENZDIAGNOSTIK
IN DER PRIVATKLINIK MARIA HILF
Mag. Dr. Silvia Wadlegger
Klinische Psychologin, Neuropsychologin
T: +43 (0)463 5885-0
E: [email protected]
zugrunde (Amyloid-Plaques bzw. Tau-Proteine). Weitere Therapie
Formen sind vaskuläre Demenzen, frontotemporale DeNach wie vor zählen Demenzen zu den nicht heilbaren
menzen oder etwa die Lewy-Körperchen-Erkrankung.
Erkrankungen. Mithilfe so genannter Antidementiva
kann die Krankheitsprogression aber deutlich verlangTestung
samt werden. Insgesamt sollte ein multimodales interNeben rasch durchzuführenden groben Screeningme- disziplinäres Behandlungskonzept erstellt werden, das
thoden (z. B. der bekannte Mini Mental Score, MMS) medikamentöse, neuropsychiatrische sowie somatische
verwendet die Neuropsychologie verschiedenste „Test- bzw. rehabilitative Maßnahmen umfasst.
batterien“, um frühzeitig dementielle Entwicklungen
(bzw. deren Ausprägung) feststellen zu können. Wichtig In der Gedächtnisambulanz der Privatklinik Maria Hilf
sind hier aber auch das Erkennen von möglichen Diffe- erfolgt die diesbezügliche neuropsychologische und neu❚
rentialdiagnosen (beispielsweise von Depressionen) so- rologische Abklärung.
wie Verlaufsbeobachtungen. Ein Beispiel für einen häufig in unserem Hause verwendeten Test ist der CERAD,
der einige „Untertests“ beinhaltet.
Bildgebung
n Österreich leben derzeit ca. 130.000 Demenzkranke, bis zum Jahre 2050 wird sich diese Zahl auf etwa
250.000 Patienten erhöhen. Die Begründung hierfür
liegt in einem demographischen Wandel, der im Wesentlichen auf einer rückläufigen Geburtenrate bei steigender Lebenserwartung basiert. Beispielsweise wird die
Zahl der über 65-Jährigen von derzeit 17 % auf knapp 30
% ansteigen. Das Gesundheitssystem steht durch diesen
Umbau der Altersstruktur vor großen Herausforderungen, volkswirtschaftlich ergeben sich enorme Mehrkosten im Krankenhaus- und Pflegebereich.
Symptome
Grundsätzlich handelt es sich bei einer Demenz um eine
erworbene, progrediente kognitive Beeinträchtigung, die
in ihrem Verlauf zu einer wesentlichen Beeinträchtigung
im Alltagsleben führt. Zu Beginn finden sich neben einer Gedächtnisstörung zumeist Probleme hinsichtlich
anspruchsvoller Alltagsaktivitäten, teilweise auch Wortfindungs- und Orientierungsstörungen. Häufig stehen
zu Beginn auch psychiatrische Symptome im Vordergrund, beispielsweise Depressionen, Angstzustände oder
Veränderungen des Antriebes. Nicht selten kommen die
Patienten auf Anraten der Angehörigen in die GedächtDas rechtzeitige Erkennen von Demenzen (bzw. möglinisambulanz, weshalb das Erheben der Außenanamnese
cher Differentialdiagnosen) sowie die weitere Behandein sehr wichtiger Aspekt beim Erstkontakt ist.
lung und Betreuung der Erkrankten ist eine interdisziplinäre Aufgabe, die neben Ärzten auch Psychologen,
Pflegekräfte, Physio- und Ergotherapeuten sowie Sozial- Formen
arbeiter beschäftigt. Auch das Beraten und Schulen von Mit etwa 60 % ist die Alzheimerdemenz die häufigste
Angehörigen gehört zu den Kernaufgaben spezieller Ge- Form. Histopathologisch liegt ihr eine abnorme Bildung
dächtnisambulanzen.
und Ablagerung von bestimmten Proteinen im Gehirn
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In der Abklärung von dementiellen Entwicklungen ist
eine Aufnahme des Gehirns mittels Magnetresonanztomografie (MRT) bzw. Computertomografie (CT) obligat. Besonderes Augenmerk liegt hier auf bestimmten
Hirnabbau-Prozessen bzw. -Mustern. Aber auch das
Ausschließen von (möglicherweise behandelbaren) anderen Erkrankungen ist natürlich wichtig.
Zusätzlich kommen bei bestimmten Fragestellungen
auch nuklearmedizinische Untersuchungen zum Einsatz.
Beispielsweise kann mit einer so genannten FDG-PET
der cerebrale Glucosemetabolismus dargestellt werden –
z. B. bei der Alzheimerdemenz lassen sich so frühzeitig
inaktivere Hirnareale darstellen.
Steckbrief
DR. ULRICH LEX
Facharzt für Neurologie
geboren1972 in Klagenfurt
verheiratet, 2 Kinder
AUSBILDUNG UND BERUFLICHER WERDEGANG
seit Sept. 2014 Facharzt für Neurologie in der
Privatklinik Maria Hilf
2011-2014 Leiter der Gedächtnisambulanz, LKH Villach
2010-2014 OA in der Abteilung für Neurologie, LKH Villach
Seit 2010 Facharzt für Neurologie, LKH Villach
Liquor
2004-2009 Facharztausbildung, LKH Villach
Durch eine so genannte Lumbalpunktion kann durch einen relativ einfachen Eingriff Gehirnflüssigkeit gewonnen und zur Bestimmung von bestimmten pathologischen Proteinen in Speziallabors geschickt werden.
Turnus im Klinikum Klagenfurt
2000 Promotion
Medizinstudium an der Medizinischen Universität Wien
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humanomed: palliativ care
Die mobilen Palliative-Care-Teams helfen den Patienten,
indem Sie Rücksicht auf deren Wünsche nehmen, deren
Lebensqualität und sozialer Integration verbessern und
sie in ihrer Autonomie stärken.
Sterben betrifft uns alle
Palliativ kommt von „Pallium“, das heißt der Mantel.
Die palliative Betreuung ummantelt die Patienten und
ermöglicht ihnen das Leben auch in der letzten Phase
ihres Lebensabschnittes als lebenswert zu erachten. Da
die Menschen immer älter und deswegen immer multimorbider werden, gibt es natürlich auch die Angst, dass
das Leben zu einem Leiden wird.
PALLIATIV CARE
Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird
palliativ care folgendermaßen definiert:
Palliative Betreuung und Fürsorge ist ein Angebot, das
sich an Menschen richtet, die sich mit einer lebensbedrohlichen, unheilbaren Krankheitssituation konfrontiert
sehen. Es geht darum, die Lebensqualität von Patienten
und ihren Angehörigen durch das Vorbeugen und Lindern
von Schmerzen und anderen Krankheitsbeschwerden zu
verbessern. Dazu dienen das frühzeitige Erkennen, eine
sorgfältige Anamnese und Behandlung von Schmerzen
und anderen Problemen im physischen, psychosozialen
und spirituellen Bereich.
kräfte, Sozialarbeiter, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Psychologen erreicht.
Können Patienten nicht nach Hause entlassen werden,
organisiert das Team der Palliativstation in Zusammenarbeit mit dem mobilen Palliativteam die Aufnahme in
ein Pflegeheim. Das betrifft ca. 5 bis 7 % der Patienten.
Das Palliativteam geht sicher, dass die Wünsche des Patienten berücksichtigt werden und z. B. eine medizinische
Einweisung in ein Akutkrankenhaus in der letzten Phase
des Lebens nicht notwendig ist.
Die mobilen Palliativ-Care-Teams bestehen aus Ärzten
und Pflegekräften sowie je nach Bedarf Psychologen und
Das Konzept der Palliativversorgung beinhaltet sowohl Sozialarbeitern. Sie stehen allen Beteiligten bei fachlidie Bereitstellung von Palliativstationen in Krankenhäu- chen Fragestellungen und Problemen zur Verfügung und
sern als auch mobile Palliativ-Care-Teams. In Kärnten unterstützen die Betreuung der Patienten zu Hause. Augibt es jeweils eine Palliativstation im Klinikum Klagen- ßerdem nehmen Sie eine wichtige Rolle in der Koordinafurt, im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit tion der Übergänge der Patienten zwischen stationärer
und ambulanter Behandlung ein.
und im LKH Villach.
Das Ziel der palliativ-medizinischen Betreuung ist es, die
Patienten wieder in die Lage zu versetzen, selbstständig
in ihr häusliches Umfeld zurückzukehren. In Kärnten
können 60 bis 70 % der stationären Palliativpatienten
wieder nach Hause entlassen werden. Dies wird durch
die hervorragende Zusammenarbeit der Ärzte, Pflege8
„Im Rahmen einer Studie in Kärnten wurde festgestellt,
dass 90 % der Menschen über 65 Jahre ihren letzten
Lebensabschnitt zu Hause bzw. im Kreise ihrer
Familie verbringen wollen. Dabei wünschen sie sich
Schmerzfreiheit bis zum Schluss.“
Tod und Sterben ist für die Mehrheit der Menschen immer noch ein Tabuthema und die Auseinandersetzung
mit den Themen Sterben, Tod und Trauer meist sehr
schwierig. Würdevolles Sterben heißt aber auch den Tod
wieder ins Leben zurückzubringen und ihn als Teil des
Lebens zu sehen.
Die palliative Betreuung ermöglicht den Patienten ein
menschenwürdiges Leben bis zum Schluss, das durch
Begleitung und individuelle Therapien am Lebensende
erreicht wird.
Palliativ Kärnten – Verein zur Förderung
und Umsetzung des Palliativgedankens
in Kärnten
Der Palliativverein Kärnten hat sich der Unterstützung
der Palliativpatienten in Kärnten verschrieben. Der Verein
setzt sich dafür ein, die Lebensqualität und Würde des
Menschen bis zum Schluss zu wahren. Dabei stehen nicht
nur die Patienten, sondern auch die Angehörigen und das
soziale Umfeld im Mittelpunkt.
Etliche Projekte zu Verschönerung der Palliativstationen,
zum Wohlfühlen und zur individuellen Unterstützung wurden vom Verein bereits durchgeführt:
So wurde beispielsweise ein Wintergarten an die Palliativstation im Klinikum Klagenfurt angebaut, ein großes
Aquarium samt Wartung finanziert sowie ein Wohlfühlbereich mit gemütlicher Sitzecke eingerichtet. Für 2015 ist,
in Kooperation mit der FH für Architektur Spittal/Drau, die
Errichtung eines Gartenpavillons geplant. Dort sollen todkranke Menschen trotz stationärem Aufenthalt die Natur
erleben und genießen können.
Seit 1.7.2013 wird der Palliativverein Kärnten in der Liste der
spendenbegünstigten Vereine geführt!
Spendenkonto Palliativverein Kärnten:
Austrian Anadi Bank
IBAN AT62 5200 000 0420 7319 | BIC: HAABAT2KXXX
www.palliativ-kaernten.at
Ordinationsverlegung
von Grabenstraße 10, 9300 St. Veit/Glan
nach Privatklinik Maria Hilf | Radetzkystraße 35 | 9020 Klagenfurt
T: +43 463/5885-4530 | Mob: +43 664 4030203 | [email protected]
[email protected] | www.binter.org | www.humanomed.at
PRIM. DR. EWALD BINTER
Facharzt für Innere Medizin | Gastroenterologie
und Hepatologie | Endokrinologie und Stoffwechsel
Ernährungsmedizin | Sportarzt
Allg. beeid. und ger. zertif. Sachverständiger
Vorstand Interne Abteilung der Privatklinik Maria Hilf
Vorsorgeuntersuchung alle Kassen | KFA
Wahlarzt aller Kassen | Interne Untersuchungen
Ultraschalluntersuchungen | OP-Freigaben
Belastungsergometrie | Sanfte Endoskopie in der
Privatklinik Maria Hilf
privatklinik maria hilf: geriatrie
Dr. Ruth Lechner
Fachärztin für Innere Medizin und Geriatrie
T: +43 (0)463 5885-0
E: [email protected]
GERIATRIE – EIN SONDERFACH
DER INNEREN MEDIZIN STELLT SICH VOR
Univ. Doz. Dr. Orthner und Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Schwarz
Kinderfüße brauchen Hilfe ...
Univ. Doz. Dr. Orthner war bereits zum 12. Mal in Indien – ein Weihnachtsurlaub der besonderen Art.
eit September 2014 unterstützt Dr. Ruth Lechner,
Fachärztin für Innere Medizin mit Additivfach
Geriatrie, das Team der Internen Abteilung der
Privatklinik Maria Hilf. Mit ihr wird das Spektrum der
Internen Abteilung durch die Geriatrie und die Palliativmedizin erweitert. Ihre Ausbildung zur Geriaterin
und Palliativmedizinerin hat Dr. Ruth Lechner im LKH
Villach an der medizinisch geriatrischen Abteilung abgeschlossen, wo sie zuletzt als Oberärztin tätig war.
Das Zusatzfach Geriatrie (der Erwerb benötigt mindestens drei Jahre), der so genannten Altersmedizin, wurde
in Österreich 2011 eingeführt. Damit folgte Österreich
anderen europäischen Ländern nach, um für ältere Menschen eine optimale medizinische Betreuung zu gewährleisten. Im Gegensatz zu anderen Spezialgebieten hat die
Geriatrie den ganzen Menschen im Blickfeld.
menschliche Körper mit zunehmendem Alter eine andere Körperzusammensetzung bzw. eine andere Verteilung bezüglich Wasser, Fett und Muskelmasse aufweist.
Hieraus ergibt sich auch eine Erklärung dafür, warum im
Alter häufig andere Medikamentendosierungen benötigt
Das Ziel der Geriatrie ist es, die Lebensqualität so hoch werden als in jüngeren Jahren, beziehungsweise manche
als möglich zu halten. Dazu zählen einerseits die Erhal- Medikamente nicht mehr vertragen werden.
tung bzw. Wiedererlangung der Autonomie (Mobilität,
Selbständigkeit im Alltag, geistige und körperliche Vi- Bei akuten Erkrankungen im Alter kommt hinzu, dass
talität) genauso wie die Behandlung der Erkrankungen eine optimale Genesung nicht nur mehr Zeit, sondern
auch eine aufeinander abgestimmte Therapie aus den
selbst.
Bereichen der Physiotherapie, Ergotherapie und ggf.
Bei älteren Menschen bestehen häufig mehrere Erkran- auch aus der Logopädie benötigt.
kungen gleichzeitig, was dazu führt, dass die Einnahme
mehrerer Medikamente notwendig wird. Diese Mehr- Mit dem Zusatzangebot der Geriatrie erstellt Dr. Ruth
fachmedikation sollte aber gut aufeinander abgestimmt, Lechner jedem einzelnen Patienten die individuelle
auf Wechselwirkungen (wenn Medikamente bei gleich- Therapie, die notwendig ist, um weiterhin ein möglichst
❚
zeitiger Einnahme sich gegenseitig hemmen oder ver- selbstbestimmtes Leben zu führen. stärken) und regelmäßig auf die noch bestehende Notwendigkeit überprüft werden. Hinzu kommt, dass der
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Zwei Mal pro Jahr reist der Unfallchirurg und Fußspezialist Univ. Doz. Dr. Ernst Orthner mit einem Team nach
Indien, mit dem Ziel, Kinderfüße von Fehlstellungen
über Klumpfüße, bis hin zu neurologischen Problemen
zu befreien. Seit 2007 besteht der Kontakt zu einer humanitären Initiative namens „ISHWAR“.
Die orthetische (Heilmittel) Versorgung wird zum
Selbstkostenpreis von der Firma PCI, die Prothesen und
Orthesen produziert, zur Verfügung gestellt, wobei die
Firma das gesamte Personal und auch die Reisemittel in
Indien samt Chauffeur und Aufenthalt in Delhi gratis bereitstellt.
Doz. Orthner entwickelte orthopädische Implantate,
war dafür mit US-Firmen in Kontakt und stieß so auf
die Privatinitiative eines amerikanischen Ehepaars. Im
Jahr 2006 wurde dringend ein Operateur gesucht, und so
stellte sich Doz. Dr. Orthner zu Verfügung. Zunehmend
in das Projekt hineingewachsen, übernahm er dessen
Leitung schließlich zur Gänze, als die Initiatorin aus den
USA schwer erkrankte. 2007 gründete er schließlich den
Verein „Kinderfüße brauchen Hilfe“, um die finanziellen
Mittel für diese Reisen nach Indien „auf die Beine“ zu
stellen.
Die regionalen Krankenhäuser stellen Personal, Instrumentarium und Verbrauchsmaterialien zu einem Spesenersatz zur Verfügung. Die ausländischen Operateure
operieren kostenfrei und erhalten nur Kost und Logis
sowie den Economy-Flug Europa–Indien ersetzt.
Geregelter Ablauf
Wichtige Nachsorge
Bei einer Mission werden ca. 500 Kinder mit mannigfaltigen Problemen von ISHWAR (ISHWAR – International society for human welfare and rehabilitation, eine in
Indien gegründete Non-Profit-Organisation) kostenfrei
untersucht und eine Vorauswahl getroffen. Üblicherweise kann etwa 80 bis 100 Kindern durch ISHWAR
geholfen werden. Die Hilfe besteht in einer kostenfreien
prothetischen Versorgung sowie, falls notwendig, operativen Korrektur durch das ausländische Ärzteteam.
Im Rahmen des Fundraisings hereinkommende Gelder
werden einerseits für die orthetische Versorgung sowie
operative und postoperative Nachbehandlung verwendet.
Dadurch ist es möglich, mit einem Betrag von etwa
10.000 bis 15.000 Euro im Schnitt 80 bis 100 Kinder
operativ und/oder konservativ zu behandeln, wobei aufgrund der lokalen Infrastruktur auch die kontinuierliche
Nachsorge über ISHWAR gewährleistet ist.
Nach Hause zurückgekehrt, ist der Einsatz nicht zu
Ende. Die indischen Partner vor Ort kümmern sich um
die Nachbetreuung und übermitteln elektronisch Befunde zur Beurteilung. Wichtig seien bei der Nachbetreuung
einfache Lösungen:
„Prothesen etwa müssen einfach, robust und
belastbar sein. Was zählt, ist die Funktionalität.
Ästhetische Gesichtspunkte spielen eine geringe
Rolle und hoch technisierte Produkte könnten
gar nicht gewartet werden.“
Helfen Sie mit: Verein „Kinderfüße brauchen Hilfe“
Spendenkonto:
AT61 5400 0000 1204 2503 | BIC: OBLAAT2L
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privatklinik villach: knicksenkfuß im kindes- und jugendalter
privatklinik villach: knicksenkfuß im kindes- und jugendalter
OA Dr. Rupert Jesenko
Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie
T: +43 (0)4242 3044-0
E: [email protected]
Knicksenkfuß im Kindes- und Jugendalter:
Was ist physiologisch und was ist
therapiebedürftig?
ast alle Kinder kommen mit gesunden Füßen zur
Welt. Angeborene Fußfehlformen (Klumpfuß, angeborener Plattfuß, Sichelfuß, Zehenfehlbildungen
etc.) finden sich bei weniger als 2 % aller Geburten. Der
Anteil an Fußschäden bei Erwachsenen nimmt jedoch
mit zunehmendem Alter bis auf 60 % zu, das bedeutet aber auch, dass die meisten Veränderungen am Fuß
nicht angeboren, sondern erworben sind. Die weitaus
häufigste Ursache für erworbene Fußschäden ist das
Tragen nicht passender oder funktionell unzureichender
Schuhe.
Wichtige Kriterien sind: Der physiologische KSF darf
keine Schmerzen bereiten, ist uneingeschränkt belastbar,
im OSG und USG voll beweglich und frei von strukturellen Veränderungen.
Durch eine aktive (Zehenstand) und passive (Großzehenhyperextensionstest – Jack’s Test) klinisch-funktionelle Untersuchung lässt er sich meist problemlos vom
Plattfuß abgrenzen.
Es gibt keine Studie oder Untersuchung, die beweist,
dass ein kindlicher Knicksenkfuß zwangsläufig in einen
Senkspreizfuß oder Plattfuß des Erwachsenen übergeht.
Die genaue Kenntnis der physiologischen Entwicklung
des Fußes und der Beinachsen ist eine wesentliche Voraussetzung, um pathologische Veränderungen rechtzei- Eine spezielle Therapie oder Einlagenversorgung des
tig zu erkennen bzw. um physiologische Durchgangs- physiologischen Knicksenkfußes ist nur bei Schmerzen,
ausgeprägten „Ermüdungserscheinungen“ oder einem
phasen nicht unnötig zu behandeln.
Rückfußvalgus von mehr als 20° notwendig, spielerische Fußgymnastik kann nicht schaden. ZusammenfasDer physiologische Knicksenkfuß (KSF)
Unter Beachtung der prä- und postnatalen Reifung der send kann man sagen, dass der kindliche Knicksenkfuß
Fußstrukturen ist nach der Geburt und in der Kleinkind- nach den oben genannten Kriterien ein physiologisches
zeit der Knicksenkfuß als physiologisch anzusehen. Nach Durchgangsstadium in der Entwicklung zum Erwachseder überwiegend gebrauchten Definition ist beim Knick- nenfuß darstellt.
senkfuß das mediale Längsgewölbe unter Belastung abgeflacht und der Rückfuß knickt in eine Valgusposition. Der Knickplattfuß
Die Ursachen sind vielfältig: genetische Prädisposition, Es gibt leider im deutschsprachigen Raum keine
verstärkte Antetorsion des Schenkelhalses, Genua valga, einheitliche Definition. W. Marquardt unterscheidet
Crura vara, vermehrte Bandlaxizität, Muskelschwäche 4 Typen:
(Hypotonie) oder Kombinationen, Übergewicht und falsches Schuhwerk verstärken die Problematik. Es ist nicht 1. den aktiv ausgleichbaren Knicksenkfuß
immer leicht, eine exakte Grenze zur pathologischen 2. den lockeren Knicksenkfuß
Fußdeformität zu ziehen, die Übergänge sind meist flie- 3. den teilfixierten Knickplattfuß
ßend.
4. den fixierten Knickplattfuß
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01 Flexibler Knickplattfuß im Stehen
02 Gute muskuläre Korrektur im Vorfußstand
Es ist wichtig, den flexiblen vom strukturell fixierten
Knickplattfuß zu unterscheiden, da die flexible Form einen gutartigen Verlauf zeigt und selten therapiebedürftig
ist, hingegen die fixierte oder rigide Form ungünstig und
immer therapiebedürftig ist.
kelfunktion und Sportfähigkeit, keine Beschwerden, keine Progredienz, keine strukturellen Veränderungen am
Skelett.
Zu den Therapieindikationen zählen funktionelle Einschränkung, Beschwerden bzw. Schmerzen, Progredienz,
Pathomechanisch kommt es beim Knickplattfuß zu fol- einseitiger Befund, Muskelverkürzungen, strukturelle
genden Veränderungen beim Gangablauf: Lastkonzent- Veränderungen am Fußskelett, ausgeprägter Schuhverration am Fußinnenrand, unzureichende Stabilisierung schleiß.
in der Abstoßphase mit Aufbiegung des Fußes und Verkürzung des Vorfußhebels („lever arm disease“), Ver- Eine operative Therapie ist selten indiziert, es gibt mehkürzung der Wadenmuskulatur und der Pronatoren. Die rere Techniken mit Verlängerung der lateralen oder
Diagnose wird klinisch, radiologisch und instrumentell Verkürzung der medialen Säule, Kalkaneusverschiebe(Pedobarographie, Ganganalyse) gestellt, klinisch mit osteotomien, subtalare Arthrodesen oder die subtalare
aktiven und passiven Funktionstests, Prüfung auf Mus- Arthrorise mit Dübel oder Schraube als gering invasives
kelverkürzungen, Gelenkbeweglichkeit, Instabilitäten, Verfahren.
Achsendeformitäten.
Eine Indikation zur operativen Therapie besteht bei ProBeim flexiblen Knickplattfuß ist auch im unbelasteten gredienz trotz konservativer Therapie, bei anhaltenden
Zustand kein mediales Gewölbe vorhanden, der Rück- Schmerzen, funktioneller Einschränkung und struktufußvalgus ist verstärkt, die Trizepsmuskulatur verkürzt rellen Veränderungen (Spitzfuß).
und die OSG-Beweglichkeit eingeschränkt.
Die radiologische Abklärung sollte immer mit einer be- Zusammenfassend kann man sagen, dass der idiopathilasteten Aufnahme durchgeführt werden.
sche, flexible Knickplattfuß des Jugendlichen eine gute
Prognose hat und in der Regel primär keine Therapieindikation darstellt.
Therapie
Es gibt eine alte Studie von Harris und Beath4, die an
3600 kanadischen Rekruten durchgeführt wurde, mit Konservative Therapiemaßnahmen sind bei Symptodem Ergebnis, dass hypermobile Knickplattfüße normal men indiziert, wobei strukturelle Veränderungen bebelastungsfähig sind. In einer Studie von Michelson, Du- achtet werden müssen und die Wirkung der gesetzten
rant, McFarland5 konnte keine erhöhte Verletzungsge- Maßnahmen kontrolliert werden soll. Eine Progredifahr bei Sportlern mit Knickplattfüßen festgestellt wer- enz kindlicher Knickplattfüße ins Erwachsenenalter ist
bisher nicht bewiesen. Operative Therapiemaßnahmen
den.
sind selten indiziert.
❚
Relative bzw. fragwürdige Therapieindikationen
Darunter fallen positive Familienanamnese, lockerer,
passiv korrigierbarer klinischer Befund mit guter Mus13
privatklinik maria hilf: neuartiges navigationssystem zum positionieren von prothesen
Prim. Dr. Bernd Graf
Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie
T: +43 (0)463 5885-0
E: [email protected]
NEUARTIGES NAVIGATIONSSYSTEM
ZUM POSITIONIEREN VON KÜNSTLICHEN KNIEGELENKEN
ei vielen orthopädischen Operationen werden seit
Jahren computerunterstützte Navigationssysteme
verwendet. Damit können künstliche Kniegelenke
millimetergenau positioniert und somit die „Passgenauigkeit“ erhöht werden.
tion registriert das Gerät die anatomischen Achsen des
Beines genau, der jeweiligen Patientenanatomie entsprechend und überträgt die Daten mit Wireless-Technologie
ähnlich einem Smartphone. Durch die Verwendung des
neuen Navigationssystems werden viele Schritte während der Operation vereinfacht.
Die Patientenzufriedenheit in der Knieendoprothetik
und die Langlebigkeit eines Kniegelenks werden ent- Somit wird jeder Knochenschnitt genauestens geführt
scheidend von der Implantationsgenauigkeit und exak- und führt zur präzisen Implantat-Positionierung und
ten Achsenausrichtung beeinflusst.
Achsenausrichtung.
Navigationsmethode für Knieprothesen
Der Vorteil gegenüber herkömmlichen NavigationsComputerassistierte Implantationstechniken wurden systemen besteht darin, dass keine zusätzlichen Operatientwickelt, um die Fehlerquote bei Prothesenimplan- onsschritte wie z. B. zusätzliche Bohrungen in Ober- und
tationen zu reduzieren. Bisher wurde mit zusätzlichen Unterschenkel zur Achsenausrichtung erforderlich sind.
Kameras im Operationssaal und Sensoren, die mit extra Die exaktere Positionierung der Prothese führt auch zu
Bohrungen im Knochen fixiert werden mussten, gear- einer längeren Haltbarkeit und damit zu einer höheren
beitet. Das neu entwickelte iAssist ist ein Computerna- Zufriedenheit der Patienten.
vigationssystem, welches die chirurgische Präzision und
Genauigkeit von Knieprothesen-Implantationen verbes- Prim. Dr. Bernd Graf verwendet das neue System seit
❚
sert. Zwei Sensorwürfel werden im Kniebereich an den Herbst 2014 in der Privatklinik Maria Hilf.
„Prothesenschnittschablonen“ befestigt. Diese Würfel
funktionieren wie der Neigungssensor eines SmartphoInfovideo zur neuen Navigationsmethode finden
nes oder Tablet-PCs – sie nehmen wahr, wenn sie im
Sie auf unserer Homepage unter :
Raum bewegt werden und geben diese Information über
www.humanomed.at/privatklinik-maria-hilf/medieinen Laptop weiter. Durch einfaches Bewegen des Kniezinische-leistungen/knie/
gelenks in verschiedene Positionen während der Opera14
01 Positionierung der Sensorwürfel
Wann ist es sinnvoll, sich mit der Frage der Knie- Die Rehabilitation soll die allgemeine Beweglichkeit und
Belastbarkeit des betroffenen Kniegelenks verbessern
prothesenoperation auseinanderzusetzen?
Die Arthrose des Kniegelenkes – die degenerative und
meistens altersbedingte Abnützung der tragenden Knorpeloberflächen – ist die häufigste Ursache für den Kniegelenkersatz. Für den Patienten sind der unerträgliche
Knieschmerz, die Bewegungseinschränkung und die
damit einhergehende Behinderung ausschlaggebend,
den Arzt aufzusuchen. Dieser Leidensdruck und auch
das Alter des Patienten ist im Entscheidungsprozess zur
Implantation eines künstlichen Kniegelenks maßgebend.
Eine wichtige Voraussetzung ist natürlich, dass alle heute
zur Verfügung stehenden konservativen (nicht operativen) Maßnahmen ausgeschöpft worden sind.
und die Muskulatur um das neue Kniegelenk stärken.
Neben der Verbesserung der Kniegelenksfunktion stehen aber auch der Rückgang des Gelenkreizzustandes
und die Schmerzfreiheit im Vordergrund.
Was geht mit Knieprothese?
■ Fahrradfahren
■ Nordic Walking
■ Schwimmen
■ Gymnastik
■ Segeln
■ Paddeln und Rudern
■ Wandern
Das Ziel einer Knieprothesenoperation ist es, wieder zu ■ Kegeln
einem normalen, schmerz- und hinkfreien Gehen zu ge- ■ Autofahren
langen. Dieses Ziel wird auch in den meisten Fällen erreicht. Die ersten drei Monate nach der Operation sind Was geht mit Knieprothese unter
die schwierigsten. Hier gilt es, Beweglichkeit, Muskel- besonderer Vorsicht?
■ Skilanglauf
kraft und normales Gehen wiederzuerlangen.
■ Golf
In der postoperativen Phase direkt nach der Operation ■ Ski alpin (nicht Neubeginner)
stehen daher die Bewegungstherapie und die Schmerz- ■ Doppeltennis (weiche Beläge)
bekämpfung im Vordergrund. Die Aufgabe der aktiven
und passiven Bewegungstherapie ist es, mögliche Verkle- Was ist schädlich für die Knieprothese?
bungen der Gleitschichten im Kniegelenk und die damit ■ Fußball, Squash, Turnier-Tennis
verbundene spätere Einschränkung der Beweglichkeit zu ■ Langes Joggen und Laufen
■ Fallschirmspringen
verhindern.
■ Kontaktsportarten wie Judo, Karate etc.
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humanomed zentrum althofen: aktuelles aus der dialyse
OA Dr. Alfred Markowitsch
Leiter Dialyse Althofen
Facharzt für Innere Medizin, Hämatoonkologie
und Nephrologie
T: +43 (0)4262 2071-0
E: [email protected]
2. Cholesterinsenkende Therapie bei
Nierenerkrankungen:
Dialysepatienten sollten eher keine cholesterinsenkenden Medikamente einnehmen. Bei chronischen, nicht
dialysepflichtigen Nierenkranken sollten cholesterinsenkende Medikamente nur verordnet werden, wenn
zusätzlich ein Diabetes mellitus, eine koronare Herzerkrankung, ein Schlaganfall bekannt und ein 10-Jahresrisiko für das Erleiden eines Herzinfarktes von mehr als
10 % besteht.
Erwachsene Nierentransplantierte sollten, falls erforderlich, ein cholesterinsenkendes Medikament erhalten.
UNSERE NIERE
AKTUELLES AUS DER NEPHROLOGIE
m Rahmen der Jahrestagung der Österreichischen
Gesellschaft für Nephrologie Anfang September 2014
wurden im Verlauf von 2 Tagen viele interessante
Themen angesprochen und diskutiert, über die wir in
unserem Magazin berichten möchten.
1. Blutdruckwerte bei Dialysepatienten
Von mehreren europäischen und nordamerikanischen
Fachgesellschaften wurden neue Ziele, die Blutdruckeinstellung betreffend, definiert. War bisher die Tendenz
eher „umso tiefer umso besser“, so werden derzeit die
Blutdruckziele wieder etwas großzügiger gesehen.
Im Allgemeinen wird als Blutdruckziel derzeit 140/90
angestrebt, wobei Unterschiede beim Alter und das Vorliegen von zusätzlichen Erkrankungen berücksichtigt
werden müssen.
Bei älteren Patienten, laut Definition über 60 Jahre, wird
ein Zielblutdruck von 150/90, bei Patienten ab 80 Jahren
teilweise auch 160/90 empfohlen.
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Bei jüngeren Patienten zwischen 18 und 60 Jahren werden Zielblutdruckwerte von 140/90 empfohlen. Wobei
bei bestehender Zuckerkrankheit und chronischen Nierenerkrankungen Blutdruckwerte um 140/85, bei zusätzlichem Vorhandensein von Eiweiß im Harn 130/80 empfohlen werden.
Bei bestehender koronarer Herzerkrankung wird systolisch von unter 140, diastolisch nicht unter 70mm Hg
empfohlen, da es bei niederen diastolischen Werten zu
einer Verschlechterung der Durchblutung in den Kranzgefäßen kommt.
Bei einem akutem Schlaganfall werden Blutdruckwerte
bis zu 220/110 akzeptiert und nur eine moderate Senkung des Blutdrucks empfohlen. Nach einem abgelaufenen Schlaganfall werden Blutdruckwerte um 140 empfohlen.
sucht. Eine Methode, die in der Behandlung von Krebserkrankungen bereits seit einigen Jahren etabliert ist. Es
handelt sich hier aber um eine sehr belastende Behandlung mit einem hohen Infektionsrisiko.
Der Traum einer Organspende ohne Immunsuppression
kann derzeit geträumt werden, Realität ist er aber noch
nicht geworden.
Keine Neuerungen gibt es bei den Medikamenten gegen
eine Organabstoßung.
Zum Thema Organtransplantation zeigen sich nach einem Hoch mit 432 Nierentransplantationen im Jahre
Der französische Kollege aus Tassin berichtete über das 2009 erfreulicherweise wieder leicht steigende TransErgebnis von langen Dialysen wie 3 x 6 bis 8 Stunden wö- plantationszahlen mit zuletzt 423.
chentlich. Patienten, die so dialysiert wurden, hatten die
besten Blutdruckwerte, die niedrigsten Phosphatwerte Die Zahl der Lebendspenden ist relativ stabil, hier scheint
und besten Blutbilder, hatten am wenigsten Herzinfarkte mir noch einiges an Potential brach zu liegen.
und Schlaganfälle und benötigten am wenigsten Medikamente. Zeit ist Überleben!
Aus Kärntner Sicht kann durchaus mit Stolz vermeldet
werden, dass im Jahr 2013 wieder eine große Anzahl
Der Kollege aus Finnland berichtete über ein erfolgrei- von Spenderorganen aus unserem Bundesland gekomches Heimdialyseprogramm im Raum Helsinki wo der- men ist und wir wie auch bereits in den letzten Jahren
zeit von 480 Dialysepatienten 11 % Heim- und 18 % Peri- im österreichischen Spitzenfeld liegen. Dies kann unsetonealdialyse machen. Durch ein sehr motiviertes Team ren Patienten auf der Warteliste nur hilfreich sein. Dies
und optimale ambulante Betreuung mit Versorgung zeigte sich auch an den Transplantzahlen, wo Kärnten
rund um die Uhr, konnte zuletzt der Anteil an Heim- weiterhin einen Spitzenplatz in Österreich einnimmt (in
dialyse und Peritonealdialysepatienten im Jahre 2013 bei Kärnten erhielten 2012 rund 30 Patienten ein Organ). ❚
neuen Dialysepatienten auf 80 % gesteigtert werden!
Nierentransplantation und aktueller Daten des österreichischen Dialyse- und Transplantregisters 2013
(noch nicht publiziert)
Zum Thema Nierentransplantation ohne Immunsuppression gibt es einige interessante neue Aspekte, die
auch die Behandlung von Autoimmunerkrankungen betreffen könnte.
Es wird versucht, eine Immuntoleranz beim Empfänger
gegenüber dem Spenderorgan zu erreichen. Dies wird
mit der Durchführung einer allogenen (von einem anderen Individuum) Spenderstammzelltransplantation ver-
Im Jahre 2013 befanden sich in Österreich 8655 Patienten in
einer Nierenersatztherapie, davon waren 3901 an der Haemodialyse, 389 an der Peritonealdialyse und 4365 hatten
ein funktionierendes Transplantat.
Die Zahl der Haemodialyse-Patienten zeigt weiterhin steigende Tendenz.
Bei der Ursache für das Auftreten einer dialysepflichtigen
Nierenerkrankung nimmt der Diabetes mellitus, gefolgt von
den arteriosklerotischen Gefäßerkrankungen, nach wie vor
die 1. Stelle ein. Hier wird noch viel Vorsorgearbeit zu leisten
sein.
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humanomed serie: radiologietechnologie
Team Radiologie Privatklinik Villach
V. l. n. r.: RT Beatrix Kreuter, RT Ingrid Girlinger, ltd. RT Gabriella Hiti,
RT Tanja Marko, RT Jutta Sagmeister, RT Inge Wiedemaier und
RT Elisabeth Koffler
WIR STELLEN VOR:
RADIOLOGIETECHNOLOGIE
a­diologietechnologen (RT) führen nach ärztlicher Anordnung eigenverantwortlich alle radiologisch-technischen Methoden unter Anwendung ionisierender Strahlen aus. Sie arbeiten somit an
der Schnittstelle Mensch – Medizin – Technologie. Zu
den Arbeitsfeldern der Radiologietechnologen in der
Privatklinik Villach zählen die diagnostische Radiologie mit der Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Röntgen, und Mammographie. Außerdem
verfügt die Privatklinik Villach über das Institut für
Nuklearmedizin mit der Schilddrüsenambulanz, RSOTherapie und einer SPECT-CT-Kamera.
Ein zentrales Thema stellt der Strahlenschutz dar. In
der Privatklinik Villach arbeiten ausschließlich Radiologietechnologen, die eine spezielle Ausbildung im
Strahlenschutz absolviert haben. Im Rahmen der Qualitätssicherung ist es die Aufgabe des RT, regelmäßige
Qualitätskontrollen an den Geräten durchzuführen
und zu dokumentieren. Der RT muss sich durch kontinuierliche Fort- und Weiterbildung auf dem neuesten
Kenntnisstand halten.
Im Röntgen ermöglichen Flachdetektoren Aufnahmen
mit deutlich reduzierter Strahlendosis im Vergleich
zu alten Röntgenaufnahmen. Zusätzlich achtet der RT
Beide Institute sind voll digitalisiert, die Bilddaten ste- durch exakte Einblendung und optimale Belichtung auf
hen über das digitale Bildarchiv (PACS) unmittelbar weitere Strahlenreduktion. Bei orthopädischen Aufnahmen ist die Kenntnis spezieller Einstelltechniken
nach der Untersuchung zur Verfügung.
sehr wichtig, sie bilden unter anderem die Grundlage
Radiologietechnologen arbeiten einerseits direkt mit für Operationen oder weitere Therapien.
dem Patienten und andererseits sind sie verantwortlich
für die Vorbereitung und Durchführung von Untersu- Ein gutes Untersuchungsergebnis erzielt man sowohl in
chungen auf verschiedenen Hightech-Geräten. Nach der Computertomographie als auch in der MRT bereits
der Untersuchung werden die gewonnenen Bilddaten mit einem ausführlichen Patientengespräch. Denn bei
nachbearbeitet und bilden somit die Grundlage für die manchen Untersuchungen muss der Patient aktiv mitarbeiten und Anweisungen wie Atemkommandos beweitere Befunderstellung durch den Arzt.
18
folgen. Ängstliche Patienten werden beruhigt und können so bestmöglich auf die Untersuchung vorbereitet
werden. Eine genaue Erklärung über deren Ablauf ist
deshalb ebenso wichtig wie eine exakte Lagerung der
Untersuchungsregion.
Um auch in der CT die Strahlenexposition für den Patienten so gering wie möglich zu halten, kommen Augenlinsen-, Schilddrüsen- und Brustschutz zum Einsatz. Die zu untersuchende Region wird so exakt wie
möglich eingegrenzt. Sehr gute anatomische Kenntnisse sind Voraussetzung.
In der MRT muss penibel darauf geachtet werden, dass
keine Metallteile in die Nähe des Magneten gelangen.
Jeder Patient muss durch einen Metalldetektor gehen
bevor er den Untersuchungsraum betritt. Besitzt der
Patient ein Implantat, klärt der RT im Vorfeld ab, ob
dieses MRT-tauglich ist. Bei der Planung und Durchführung sind sehr gute anatomische und physikalische
Kenntnisse erforderlich.
Team Nuklearmedizin Privatklinik Villach
V. l. n. r.: RT Andrea Kuchling, DGKS Irene Jensterle, RT Sabine
Rosenzopf und ltd. RT Alda Gabriel-Werkl
Ausbildung zum
Radiologietechnologen
Die Ausbildung zum Radiologietechnologen erfolgt seit 2010
ausschließlich an Fachhochschulen in Form eines BachelorStudiums nach erfolgreicher Absolvierung eines Aufnahmeverfahrens. Die Ausbildung schließt mit dem akademischen
Grad „Bachelor of Science in Health Studies“ sowie der
Berufsberechtigung zum Radiologietechnologen ab. Nach
der Ausbildung bietet sich ein Masterstudium als Weiterbildungsmöglichkeit an.
Während der nuklearmedizinischen Gelenkstherapie
(RSO) assistiert der RT dem Nuklearmediziner. Dabei
ist auf die exakte sterile Handhabung der radioaktiven
Isotope zu achten.
Jede Untersuchung stellt für den Patienten eine
besondere, nicht alltägliche Situation dar. Hier ist es
unsere Aufgabe, dies für den Patienten so stressfrei
Im Bereich der Nuklearmedizin wird mit offenen ra- wie möglich zu gestalten. Neben den technischen
dioaktiven Stoffen gearbeitet. Diese Stoffe werden in Anforderungen ist eine hohe soziale Kompetenz und
einem eigenen Labor, so genannter „heißer Raum“, vor- Freude am Umgang mit Menschen ein wichtiger Aspekt
❚
bereitet. Die radioaktiven Arzneimittel werden aufbe- im Berufsbild des RT.
reitet, alters- und gewichtsbezogen ausgemessen, bevor
sie im Zuge der Untersuchung dem Patienten injiziert
werden. Manche Untersuchungen erstrecken sich über
Stunden, daher ist es sehr wichtig, den Patienten genau
über alle Einzelschritte zu informieren.
19
40 Jahre Human
omed Zentrum A
lthofen
30 Jahre Privatklinik Villach
5 Jahre Privatklinik Maria Hilf
Wir feiern
vierzig Jahre
Humanomed!
Humanomed Jubiläumsjahr 2015
www.humanomed.at
IHR HUMANOMED MAGAZIN
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oder auch auf Wunsch kostenlos per Post zugesandt.
Senden Sie einfach eine Postkarte mit Ihrer Adresse an:
HUMANOMED MAGAZIN, Jesserniggstraße 9, 9020 Klagenfurt
am Wörthersee, oder bestellen Sie Ihr Exemplar per E-Mail unter:
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Wir freuen uns auch über Ihre Rückmeldung und Anregungen zu
unserem Magazin.
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Knie- und Kinderorthopädie Demenzdiagnostik