Christian Tetzlaff
Bundesjugendorchester
Karl-Heinz Steffens
Freitag
10. April 2015
20:00
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Ricola-Kräuterbonbons bereit und händigen Ihnen Stofftaschentücher des Hauses
Franz Sauer aus.
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ist eine schöne und respektvolle Geste gegenüber den Künstlern und den anderen
Gästen.
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veröffentlicht wird.
Christian Tetzlaff Violine
Bundesjugendorchester
Karl-Heinz Steffens Dirigent
Freitag
10. April 2015
20:00
Pause gegen 20:45
Ende gegen 22:00
Das Konzert im Radio: WDR 3 live
Westdeutscher Rundfunk gemeinsam mit KölnMusik
PROGRAMM
Béla Bartók 1881 – 1945
Konzert für Violine und Orchester Sz 112 (1937 – 38)
(»2. Violinkonzert«)
Allegro non troppo
Andante tranquillo
Allegro molto
Pause
Peter Iljitsch Tschaikowsky 1840 – 1893
Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36 ČS 24 (1876 – 78)
Andante sostenuto - Moderato con anima, in movimento di valse
Andante in modo di canzona
Scherzo (Pizzicato ostinato). Allegro
Finale. Allegro con fuoco
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ZU DEN WERKEN
Feurig und beseelt – Béla Bartóks
Violinkonzert Sz 112
Debussy habe den Musikern das Gefühl für Akkorde zurückgegeben, Beethoven die entwickelnde Form offenbart und Bach
dem Kontrapunkt Transzendenz verliehen, so äußerte sich Béla
Bartók einmal. Erkenntnisse, die in seine eigene Musik hörbar
eingegangen sind. Auch in sein zweites Violinkonzert, das er in
den Jahren 1937/38 schrieb. Grundsätzlich stellte der ungarische
Komponist die Tradition ja nicht in Frage. Aber wie viele seiner
Zeitgenossen war auch er auf der Suche nach neuen Ausdrucksmitteln. Bartók fand sie in der Volksmusik, der er in bedeutenden
musikethnologischen Forschungen auf den Grund ging. Bartók
nahm die Mühen langer Reisen durch das Gebiet des damaligen
Ungarns (aber auch Rumäniens, Südslawiens, Bulgariens, der
Slowakei, Ukraine, Türkei und sogar Nordafrikas) auf sich, um
an authentischen Orten dörflicher Volksmusik zu lauschen, sie
zu phonographieren und dann akribisch zu transkribieren. »Das
Studium all dieser Bauernmusik war deshalb von entscheidender Bedeutung für mich, weil sie mich auf die Möglichkeit einer
vollständigen Emanzipation von der Alleinherrschaft des bisherigen Dur- und Moll-Systems brachte«, schrieb er einmal, »denn
der weitaus überwiegende und gerade wertvollere Teil des Melodienschatzes ist in den alten Kirchentonarten gehalten und zeigt
außerdem mannigfaltigste und freieste rhythmische Gebilde und
Taktwechsel«.
Damit betrat Bartók ein völlig neues Terrain. Er vermochte auf
diese Weise, Traditionelles – ob die Form oder Kompositionstechniken betreffend – in eine neue, vitale Ausdruckswelt zu
überführen: Sein musikalisches Idiom prägen archaische Wucht,
rhythmisch-metrische Vielfalt und die eigentümlichen tonalen
Verhältnisse der ungarischen Volksmusik. Finstere, martialische
Kraft und Doppelbödigkeit können aus den Impulsen volksmusikalischer Tänze und Lieder erwachsen. Und lyrische melancholisch-süße Gedanken, die plötzlich im wilden, rohen Stampfen oder über Abgründen auftauchen, offenbaren utopische
Momente. Es ist die Kraft des Kontrastes, die seine musikalische
Sprache prägt und so attraktiv macht.
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Auch in seinem zweiten Violinkonzert ist diese Klangwelt präsent, wenngleich hier – entsprechend den besonderen Stärken
des Instruments Violine – alles ein bisschen melodiöser erscheint
als in vielen anderen Werken. Es ist Bartóks letzter Beitrag zu dieser Gattung, bevor er im Oktober 1940 mit seiner Ehefrau die Heimat Ungarn verlassen und sich in New York niederlassen wird.
Ihm waren die zunehmende Macht der Nationalsozialisten und
der Faschisten und der Aufstieg der Rechtsradikalen in Ungarn
zuwider.
In seinem neoklassizistischen zweiten Violinkonzert setzte sich
Bartók in formaler Hinsicht gewissermaßen zwischen die Stühle.
Eigentlich hatte er vorgehabt, ein Violinkonzert in einem Satz,
nämlich einen Variationszyklus zu schreiben. Aber der ungarische Geigenvirtuose Zoltán Székely, der das Werk bei ihm in
Auftrag gegeben hatte und es dann auch am 23. März 1939 in
Amsterdam uraufführte, bevorzugte die klassische Konzertform
und seine dreisätzige Anlage mit zwei schnellen Außensätzen
und einem langsamen in der Mitte. Und Bartók fügte sich dem.
Und auch im Charakter der virtuosen Spieltechnik lehnt er sich
an klassisch-romantische Violinkonzerte an. Aber formintern ließ
Bartók die Idee der Variation weiterwachsen und aufgehen im
traditionellen Dreisätzer.
Zentrum des Konzerts ist der zweite, langsame Satz: ein selbständiger Variationensatz. Die Sologeige stellt ein achttaktiges
lyrisches, ruhig-abgeklärtes, zart-ätherisches Thema vor, das
anschließend sechsmal variiert erklingt. Von Variation zu Variation wechselt es seinen Charakter, erklingt in der Solostimme
transformiert und in immer neuen und originellen Instrumentationen (man achte auf den raffinierten Einsatz von Harfe, Celesta
und Pauke!). Am Ende spielt die Sologeige das Thema noch einmal in Originalgestalt, diesmal eine Oktave höher, wie im Nichts
verlöschend. Den selbständigen Mittelsatz umrahmen zwei thematisch eng verwandte Sätze.
Dem Kopfsatz liegt die klassische Sonatenform zugrunde, die
mit drei Themen arbeitet: Im Rahmen der h-Moll/H-Dur-Polarität
erscheint zunächst ein lyrisch-kantables, der Volksmusik abgelauschtes Thema, das sich nervös steigert und verdichtet, dann
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ein kapriziöses gefolgt von einem melodischen Gedanken, den
Bartók selbst als »eine Art Zwölftonthema, aber mit ausgesprochener Tonalitätsbezogenheit« bezeichnete. Schroffe Gegensätze, harsche Stimmungsumschwünge, oft eingeleitet von der
Sologeige, kennzeichnen den ersten konfliktreichen Satz. Traditionell mündet er in eine brillante Solokadenz, die die Sologeige
über vierteltöniges Schluchzen erreicht. Das rasante RondoFinale ist eine große Variation des Kopfsatzes, da er sich aus
dessen, nunmehr rhythmisch gestrafften Material ableitet und
entwickelt. Die Hauptthemen beider Sätze sind hörbar verwandt.
Dem hochvirtuosen, triolisch bewegten Solopart stehen kontrastierende, aufwühlende Orchesterausbrüche gegenüber.
An der ersten Fassung störte Zoltán Székely, den Uraufführungsgeiger, das rein orchestrale Ende des Finales. Offenbar fehlte ihm
das finale virtuose Auftrumpfen, das für Solokonzerte so typisch
ist und den Solisten quasi in den Schlussapplaus als Ziellinie einlaufen lässt. So schrieb Bartók eine zweite Version des Schlusses, die diesem Anliegen entgegenkommt. Egal aber, in welcher
Fassung man es spielt: Bartóks zweites Violinkonzert gehört zu
den bedeutendsten Werken des 20. Jahrhunderts.
Sinfonische Seelenbeichte –
Peter Tschaikowskys Sinfonie
Nr. 4 f-Moll op. 36
Peter Tschaikowsky starb am 25. Oktober 1893 im Alter von 53
Jahren in St. Petersburg unter mysteriösen, bis heute nicht eindeutig geklärten Umständen (man munkelte lange legendenbildend von Selbstmord, aber sein Tod als Folge der asiatischen
Cholera ist wesentlich wahrscheinlicher). Eine Woche zuvor hatte
er die Uraufführung seiner sechsten Sinfonie dirigiert. Dass dieses Werk die Aura eines Requiems auf das eigene Ende umgibt,
dafür haben auch briefliche Äußerungen des Komponisten
gesorgt: »Mich verwirrt der Umstand, dass meine letzte Symphonie […] von einer Stimmung durchdrungen ist, die der eines
Requiems sehr nahe verwandt ist.« Das seinen Tod Mysterien
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umgeben, ist also kein Wunder. Wiewohl »die Macht des Schicksals« das große pathetische Thema seiner drei späten Sinfonien
ist.
15 Jahre früher, 1877: Nach dem Fiasko seiner Hals-über-KopfHeirat mit Antonina Miljukowa im Juli – einer nicht einmal drei
Monate währenden Ehegemeinschaft, die ihn in eine tiefe Nervenkrise stürzte –, befand sich Tschaikowsky von Oktober 1877
bis April 1878 mit finanzieller Unterstützung seiner Mäzenin und
Brieffreundin Nadeshda von Meck auf einer Erholungsreise in
Norditalien und am Genfer See. Dort geriet er bald in einen wahren Schaffensrausch, der ihm erlaubte, seine vierte Sinfonie und
seine Oper Eugen Onegin, die er beide 1877 vor seiner Krankheit
begonnen hatte, zu beenden. Seinem Eheversuch war ein Brief
Antonina Miljukowas vorausgegangen, in dem sie dem Komponisten ihre Liebe gestanden hatte. Zudem suchte Tschaikowsky
in der Verbindung mit Antonina eine Möglichkeit, dem Schatten
der Verheimlichungsversuche seiner Homosexualität zu entkommen, nach außen »wohlanständig« zu werden.
Tschaikowsky schrieb sechs Sinfonien, die zu seinen bedeutendsten Werken gehören. In seinen Sinfonien bleibt die klassisch-romantische Tradition dieser Gattung stets Vorbild. Das
zeigt sich in ihrem Hang zum Monumentalen, im Gestus der
Erhabenheit des Ausdrucks, im epischen Drang, etwas erzählen zu wollen, in der motivischen Zyklusbildung und größtenteils
auch in der Bewahrung der Grundcharaktere der einzelnen Sätze
(I. dramatisch, II. elegisch, III. Tanz- oder Scherzo-Satz, IV. apotheotisch). Dabei ging Tschaikowsky, im Gegensatz etwa zu
Johannes Brahms oder Anton Bruckner, vergleichsweise unbekümmert ans Werk: »Tschaikowsky war die Frage nach der Erfüllung von Gattungsnormen und der innovativen Individuation
der symphonischen Idee keine schwerwiegende Last. Er konnte
nebeneinander ›absolute‹ und programmatische Symphonien,
symphonische Dichtungen und Programmouvertüren schreiben.«
(Wolfram Steinbeck)
Darüber hinaus fand der Komponist in seinen Sinfonien zu
einer Musiksprache, die es ihm ermöglichte, die Widrigkeiten
seines Lebens, die ihm durch seine psychische Labilität, durch
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regelmäßig auftretende Depressionen und Nervenkrisen entstanden, musikalisch zu reflektieren: »Wie soll man in Worten jene unbestimmten Empfindungen wiedergeben«, schrieb
er einmal an Nadeshda von Meck, »die einen bei der Niederschrift eines Instrumentalwerkes durchfluten, das an sich keinen
bestimmten Vorwurf hat? Es ist ein rein lyrischer Vorgang. Eine
musikalische Seelenbeichte, das Bekenntnis einer Seele, die,
zum Bersten gefüllt vom Niederschlag des Lebens, infolge ihrer
besonderen Wesenheit sich in Töne ergießt – ganz so, wie der
lyrische Dichter sich in Versen verströmt. Der Unterschied ist nur
der, dass die Musik unvergleichlich gewaltigere Ausdruckmittel
und eine viel feinere Sprache besitzt, um tausend verschiedene
Gemütsbewegungen auszudrücken«.
Tschaikowskys späten Sinfonien Nr. 4 bis 6 liegen dementsprechend »innere Programme« zugrunde, »Seelenbeichten«, in
denen er versucht, die »Macht des Schicksals« in Töne zu fassen. Zu Beginn dieser Sinfonien stehen jeweils melodische und
rhythmische Keimzellen, die deutlichen Signalcharakter besitzen
und durch ihr Auftauchen in den folgenden Sätzen einerseits
zyklische Einheit stiften, andererseits wegen ihres insistierenden
»Schicksalscharakters« programmatisch für die Unabwendbarkeit des Vorherbestimmten stehen. In der vierten Sinfonie erklingt
ein solches »Schicksalsthema« gleich zu Beginn (in der langsamen Einleitung) als prägnante, signalartige Fanfare der Hörner
und Fagotte mit Wiedererkennungseffekt. Es erklingt im Kopfsatz
mehrmals an zentralen Schaltstellen der Sonatenform: vor der
Durchführung, vor der Reprise, vor der Coda. Stimmungsmäßig
wechselt der Kopfsatz zwischen melancholischer und triumphaler Leidenschaft. Die Sonatenform arbeitet mit einem lyrischen,
sich massiv steigernden Hauptthema und einem im Tempo und
Charakter extrem kontrastierenden Seitenthema, für das eine
Klarinettenmelodie prägend ist.
Außerdem wird das Fanfarenthema noch einmal in der Schlussphase des Final-Satzes virulent. Dort verliert es jedoch seinen
bedrohlichen Charakter, dient vielmehr als Fanal zum volksfestartigen Tumult. Ohnehin entwarf Tschaikowsky für diesen Satz
ein recht ungewöhnliches Formkonzept, das weder eine Sonatenform, noch ein traditionelles Rondo, noch eine Mischung aus
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beidem darstellt. Es handelt sich vielmehr um eine »freie Folge
dreier thematisch identifizierbarer Einheiten«: einer eröffnenden
Kaskadenfigur, einer russischen Volksliedmelodie und einem
schmissigen Schluss (Wolfram Steinbeck). Nach dem unausweichlich schicksalshaften ersten Satz, den beiden Mittelsätzen
– einem lyrisch-innigen langsamen Satz und einem tänzerisch
fröhlichen Scherzo –, die beide Erinnerungen an bessere Zeiten
evozieren, zeigt das Finale eine Lösung auf: das Aufgehen des
depressiven Einzelnen im feiernden Kollektiv.
Tschaikowsky vollendete seine Vierte im Januar 1878. Sie wurde
am 10. Februar 1878 in Moskau in Abwesenheit des Komponisten
uraufgeführt. Dirigent war Nikolai Rubinstein. Sie gilt unter seinen Werken als das mit der größten autobiographischen Nähe.
Tschaikowsky widmete das Werk seiner Freundin Nadeshda von
Meck, die der Uraufführung der Sinfonie beiwohnte und den
Komponisten anschließend fragte, ob dem Werk ein Programm
zu Grunde liege. Tschaikowsky schrieb ihr am 17. Februar 1878 aus
Florenz:
»Für unsere Sinfonie gibt es ein Programm, das heißt, es ist die
Möglichkeit vorhanden, ihren Inhalt in Worte zu fassen, und ich will
Ihnen, aber auch nur Ihnen allein, die Bedeutung des ganzen Werkes
wie seiner einzelnen Abschnitte mitteilen. Selbstverständlich kann
ich das nur in großen Zügen tun.
[Erster Satz.] Die Introduktion ist der Kern der ganzen Sinfonie, sie
enthält den Hauptgedanken. Das ist das Fatum, jene verhängnisvolle
Macht, die den Drang nach Glück sein Ziel zu erreichen hindert, die
eifersüchtig dafür sorgt, dass das Wohlgefühl und die Ruhe nicht
überhand nehmen, dass der Himmel nicht wolkenfrei werde; eine
Macht, die wie ein Damoklesschwert beständig über dem Haupte
schwebt und unausgesetzt die Seele vergiftet. Diese Macht ist überwältigend und unbesiegbar. Es bleibt nichts übrig, als sich ihr zu
unterwerfen und erfolglos zu klagen.
Das Gefühl der Niedergeschlagenheit und der Hoffnungslosigkeit wird immer stärker, immer brennender. Ist es nicht besser, sich
von der Wirklichkeit abzuwenden und sich in Träume einzuwiegen? Oh Freude! Welch zarter, welch süßer Traum ist erschienen!
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Ein strahlendes, glückverheißendes Menschenwesen schwebt vor
mir und winkt mir zu. Wie schön! Das aufdringliche erste Motiv des
Allegro klingt jetzt in weiter Ferne. Nach und nach wird die ganze
Seele von Träumen umsponnen. Alles Düstere, alles Freudlose ist
vergessen.
Glück! Glück! Glück!!! –
Aber nein, es sind ja nur Träume, das Fatum verscheucht sie wieder.
So ist denn das ganze Leben nur ein ewiger Wechsel von düsterer
Wirklichkeit und flatternden Glücksträumen. Einen Hafen gibt es
nicht: Du wirst von den Wellen hin und her geworfen, bis dich das
Meer verschlingt. – Das wäre ungefähr das Programm für den ersten
Satz.
Der zweite Satz zeigt das Leid in einem anderen Stadium. Es ist
jenes melancholische Gefühl, welches einen umwebt, wenn man
abends allein zu Hause sitzt, erschöpft von der Arbeit; das Buch, das
man zum Lesen genommen hat, ist den Händen entglitten; ein ganzer Schwarm von Erinnerungen taucht auf. Wie traurig, dass so vieles schon gewesen und vergangen ist. Und doch ist es angenehm der
jungen Jahre zu gedenken. Man bedauert die Vergangenheit und
hat nicht den Mut, nicht die Lust, ein neues Leben zu beginnen. Man
ist etwas lebensmüde. Man möchte sich erholen und zurückblicken,
manche Erinnerung auffrischen. Man denkt an die frohen Stunden,
da das junge Blut noch schäumte und sprudelte und Befriedigung im
Leben fand. Man denkt auch an traurige Momente, an unersetzliche
Verluste. Das alles liegt schon so weit, so weit. Traurig ist’s und doch
so süß, in der Vergangenheit zu grübeln.
Im dritten Satz ist kein bestimmtes Gefühl zum Ausdruck gekommen. Das sind kapriziöse Arabesken, unfassliche Figuren, welche in
der Einbildung dahinhuschen, wenn man etwas Wein getrunken hat
und ein wenig berauscht ist. Die Stimmung erscheint weder lustig
noch traurig. Man denkt an nichts; man lässt der Fantasie freien Lauf,
und sie gefällt sich im Zeichnen der merkwürdigsten Linien. Plötzlich
taucht in der Erinnerung das Bild eines betrunkenen Bäuerleins auf
und ein Gassenliedchen […] In der Ferne hört man Militärmusik vorbeiziehen. Das sind eben die unzusammenhängenden Gebilde, welche beim Einschlummern in unserm Hirn entstehen und vergehen.
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Mit der Wirklichkeit haben sie nichts zu tun: sie sind unverständlich,
bizarr, zerrissen.
Vierter Satz. Wenn du in dir selber keine Freude findest, so schau
um dich. Geh ins Volk, wie es versteht, lustig zu sein, wie es sich voll
und ganz seinen freudigen Gefühlen hingibt. Das Bild eines Volksfestes. Kaum hast du dich selbst vergessen, kaum hast du Zeit gehabt,
im Anblick der Freude anderer Men­schen zu versinken, als auch
schon das unermüdliche Fatum dir wiederum seine Nähe verkündet.
Die andern Menschenkinder wenden sich aber wenig an dich. Sie
schauen dich gar nicht an, sie merken es gar nicht, dass du einsam
und traurig bist. Oh, wie sie sich freuen, wenn sie glücklich sind! Und
du willst behaupten, dass alles in der Welt düster und traurig sei? Es
gibt doch noch Freude, einfache, urwüchsige Freude. Freue dich an
der Freude anderer, und – und das Leben ist doch zu ertragen.
Das ist alles, was ich Ihnen in betreff der Sinfonie zu sagen vermag,
meine teure Freundin. Selbstverständlich sind meine Worte nicht
klar und nicht erschöpfend genug. Darin liegt aber die Eigenart der
instrumentalen Musik, dass sie sich nicht analysieren lässt.«
Verena Großkreutz
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BIOGRAPHIEN
Christian Tetzlaff
Christian Tetzlaff genießt seit über
zwanzig Jahren ein erfülltes Konzertleben mit rund 100 Konzerten pro Jahr.
Er begann die Saison 2014/15 mit Konzerten bei Festivals in den USA und
Kanada sowie einer umfangreichen
Tournee mit dem Tetzlaff Quartett in
Österreich, Großbritannien, Deutschland, Korea und Japan. Als Artist in
Residence der Berliner Philharmoniker
ist er in verschiedenen Kammermusikformationen, mit einem Programm, das er als Solist und Dirigent
gestaltet, einem reinen Soloabend und zum Abschluss als Solist
mit Sir Simon Rattle (Brahms’ Violinkonzert) in Berlin zu hören.
Mini-Residenzen gibt es auch in Paris mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France (Daniel Harding) und in Sydney mit
dem Sydney Symphony Orchestra (David Robertson).
Tourneen führen ihn in dieser Saison mit dem Swedish Radio
Symphony Orchester und Daniel Harding nach Schweden, Österreich und Deutschland, mit der Deutschen Kammerphilharmonie
Bremen (Paavo Järvi) nach Kanada, Korea und Japan und mit
dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin (Tugan Sokhiev)
nach Slowenien und Deutschland. Er gastiert bei den Münchner
Philharmonikern, dem Scottish Chamber Orchestra, dem Rotterdam Philharmonic, dem Nederlands Philharmonic, dem Gürzenich-Orchester Köln, den Wiener Philharmonikern, dem London
Symphony Orchestra und den Wiener Symphonikern. In den USA
ist er erneut beim Montréal Symphony Orchestra (Juraj Valcuha),
beim Seattle Symphony Orchestra (Ludovic Morlot), beim Cleveland Orchestra (Franz Welser-Möst) und beim Pittsburgh Symphony Orchestra (Manfred Honeck) eingeladen. Mit dem Boston
Symphony Orchestra und Andris Nelsons gastiert er sowohl in
Boston als auch in der Carnegie Hall.
Neben den Hauptwerken für Violine, die Christian Tetzlaff bereits
bei verschiedenen Labels aufgenommen hat, sind vor Kurzem
die Sonaten für Violine und Klavier von Schumann und Mozart
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mit Lars Vogt sowie das Widmann-Violinkonzert mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra veröffentlicht worden. Eine Aufnahme der Violinkonzerte von Schostakowitsch mit dem Helsinki
Philharmonic Orchestra und John Storgårds erschien im Herbst
2014. Christian Tetzlaff spielt eine Geige des deutschen Geigenbauers Peter Greiner und unterrichtet regelmäßig an der Kronberg Akademie.
Bei uns war er zuletzt im März mit dem Gürzenich-Orchester
Köln zu Gast.
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Bundesjugendorchester
Das 1969 vom Deutschen Musikrat gegründete Bundesjugendorchester zählt zu den bedeutendsten Jugendorchestern weltweit.
Hier können die besten jungen Nachwuchsmusiker Deutschlands unter der Leitung von Dirigenten wie Kurt Masur, Sir Simon
Rattle, Gerd Albrecht, Kirill Petrenko und Sebastian Weigle ihr
Können auf nationalen und internationalen Konzerttourneen
beweisen. Das Bundesjugendorchester ist das Patenorchester
der Berliner Philharmoniker.
Die jungen Musiker zwischen 14 und 19 Jahren qualifizieren sich
mit einem Probespiel vor einer fachkundigen Jury für die Mitgliedschaft. Während der intensiven Arbeitsphasen erarbeitet
das Orchester unter Anleitung erfahrener Dozenten (unter anderem der Berliner Philharmoniker) und mit wechselnden Dirigenten anspruchsvolle Orchesterwerke aus allen Epochen. Auf
dem Programm steht nicht nur die klassische und romantische
Orchestermusik. Auch zeitgenössische Werke sowie Uraufführungen gehören zum festen Bestandteil der Arbeit. Die Erarbeitung dieser Programme und die Begegnung mit gleichgesinn-
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ten Talenten stellt dabei für die Jugendlichen musikalisch wie
menschlich ein prägendes Erlebnis dar.
Das Bundesjugendorchester ist im Rahmen zahlreicher zeitgeschichtlich bedeutender Projekte aufgetreten. Dazu gehören die
»Thank You America!«-Tournee unter der Leitung von Kurt Masur
anlässlich des 50. Jahrestages der Berliner Luftbrücke nach New
York, Washington, Boston und Berlin und eine Tournee durch
Polen unter dem Motto »Polen und Deutschland – gemeinsam im
Herzen Europas«, dirigiert von Gerd Albrecht. Das Orchester konzertierte zum »Deutschen Jahr in Japan 2005/06« unter anderem
in Hamamatsu und Tokyo, außerdem reiste es 2006 unter der Leitung von Andris Nelsons und Gustavo Dudamel nach Venezuela.
Anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft gastierte es
im Auftrag des Auswärtigen Amtes als musikalischer Botschafter in London, Bratislava, Prag, Budapest, Belgrad und Ljubljana.
Im kulturellen Vorprogramm der Fußball-Weltmeisterschaft 2010
spielte das Orchester in Südafrika, u. a. in Johannesburg, Pretoria und Kapstadt. Besonderer Höhepunkt waren im selben Jahr
zwei Konzerte mit dem Rockmusiker Sting. 2011 führten Reisen
erneut nach Venezuela und Ecuador, bevor im Herbst Sir Simon
Rattle das Orchester in der Berliner Philharmonie dirigierte. Im
Rahmen dieses Konzertes wurde eine Förderstiftung für das
Bundesjugendorchester gegründet. Im Sommer 2012 folgte eine
Gastspielreise mit Dirigent Mario Venzago nach Peking, Shanghai, Zhengzhou und Macau. 2013, nach einem gemeinsamen
Konzert mit den Berliner Philharmonikern unter erneuter Leitung
von Sir Simon Rattle bei den Osterfestspielen in Baden-Baden,
übernahmen die Berliner Philharmoniker die Patenschaft über
das Bundesjugendorchester.
2014 arbeitete das Orchester erneut mit John Neumeier zusammen, diesmal gastierte es gemeinsam mit dem Bundesjugendballett in Baden-Baden, Essen, Köln, Hamburg und Berlin. Im
Sommer desselben Jahres führte eine Gastspielreise die jungen
Musiker mit Markus Stenz nach Tunesien, bevor sie im Herbst
auf Einladung von Bundespräsident Joachim Gauck unter Leitung von Howard Griffiths beim Bürgerfest in Schloss Bellevue
spielten.
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Mit ihrer Aufgeschlossenheit und Begeisterungsfähigkeit für verschiedenste musikalische Welten und Interpretationen erobern
die jungen Musiker die Herzen ihres Publikums. Viele ehemalige Mitglieder spielen heute in Berufsorchestern oder sind
bekannte Solisten geworden – ein Beleg für die herausragende
Bedeutung dieser vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Daimler AG, dem Westdeutschen
Rundfunk, der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten, der Stadt Bonn und der Deutschen Orchestervereinigung unterstützten Fördermaßnahme für überaus begabte junge
Musikerpersönlichkeiten.
In der Kölner Philharmonie war das Bundesjugendorchester
zuletzt im April vergangenen Jahres zu Gast.
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Die Besetzung des
Bundesjugendorchesters
Viola
Lina Bohn
Daniel Burmeister
Mischa Dobruschkin
Jeanne Gensel
Theresa Heise
Franziska Hügel
Caroline Luy
Mena Mesenhöller
Lisanne Schick
Alexandra Stanossek
Philipp Sussmann
Anton Urvalov
Violine
Jonathan Schwarz Konzertmeister
Johannes Ascher
Ludwig Balser
Lena Francesca Bozzetti
Johannes Brzoska
Daniel Emmert
Marc Forstner
Annika Fuchs
Frederike Gast
Hannah Gramß
Malin Grass
Teresa Maria Haase
Ouchan He
Caterina Heise
Johanna Hempen
Cosima Hermann
Soo-Jin Hirsch
Felix Hochbaum
Marita Hörberg
Shiori Katsura
Helena Knapp
Barbara Lena Köbele
David Marquard
Jasper Noack
Ferdinand Nußbaum
Anna-Maria Reiß
Johannes Rosenberg
Anna-Katharina Rothe
Lotta Schmitz
Leonore Weidenbach
Violoncello
Clara Baesecke
Noémie Klages
Janis Marquard
Josephine Plath
Hannah Ruschepaul
Theresa Schneider
Hans Schröck
Jacob Schwarz
Lukas Schwarz
Alina Jaqueline Stieldorf
Kontrabass
Manuel Christ
Jonathan Helm
Daniela Kiesewetter
Rafael Kufer
Daniel Matthewes
Paula Rommel
Julian Schlootz
Stefania Secci
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Flöte
Antonia Heyne
Katharina Mecheels
Lida Winkler
Tuba
Ole Jasper Heiland
Schlagwerk
Johannes Ellwanger
Korbinian Fichtl
Aaron Händel
Leon Augustin Lorenz
Oboe
Lennart Höger
Lydia Köhler
Freya Obijon
Harfe
Lea Maria Löffler
Klarinette
Julius Engelbach
Friederike von Hiller
Nadine Kremer
Tasten
Alexander Baier
Fagott
Anton Engelbach
Anna Ernst
Lorenz Hofmann
Horn
Constantin Glaner
Karsten Hoffmann
Felix Hüttel
Christian Panzer
Trompete
Sandro Hirsch
Julius Scholz
Posaune
Florian Helbich
Malte Neidhardt
Felix Schlüter
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Karl-Heinz Steffens
Der 1961 in Trier geborene Dirigent KarlHeinz Steffens studierte Klarinette in
Stuttgart. Er war bis 2007 Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker. Von
2008 bis 2013 war er GMD der Staatskapelle Halle, seit 2009 ist Steffens
Chefdirigent der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Steffens leitet renommierte Orchester: die
Berliner Philharmoniker, die Münchner
Philharmoniker, die Bamberger Symphoniker, die Dresdner Philharmoniker, die Rundfunkorchester in
Köln, Frankfurt, Leipzig, Stuttgart und Hamburg. Er ist Gast des
Orchestre Philharmonique de Radio France, des Amsterdam Philharmonic Orchestra, der Orchester in Helsinki, Kopenhagen, Birmingham, des Hallé Orchestra Manchester, des NHK Symphony
Orchestra Tokyo, der beiden Orchester in Zürich und der Wiener
Symphoniker.
Karl-Heinz Steffens dirigierte seit 2008 verschiedenes Repertoire an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Im Januar
2012 gab er sein gefeiertes Debüt an der Mailänder Scala mit Don­
Giovanni, im Mai 2013 stand die Neueinstudierung von Wagners
Götterdämmerung an der Scala unter seiner Leitung. Interna­
tionales Aufsehen erregte die von Karl-Heinz Steffens mit
Hansgünther Heyme realisierte Neuinszenierung des Ring des
Nibelungen in Halle und Ludwigshafen. Während die Sänger­
besetzung übergreifend für beide Spielstätten ausgewählt
wurde, blieben beide Orchester in ihrer jeweiligen Spielstätte.
2013 mündete das Großprojekt in einer Gesamtaufführung des
Rings beider Orchester in beiden Städten.
In der Kölner Philharmonie war er zuletzt im Juni 2013 zu Gast.
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KölnMusik-Vorschau
April
SO
19
15:00
Filmforum
So
12
Der Lieblingsfilm von
Gerold Huber
15:00 / 18:30
Filmforum
City Lights (Lichter der Großstadt)
USA 1931, 87 Min.
Regie: Charles Chaplin
Stummfilm mit Live-Musik
Günter A. Buchwald Klavier
Wir zeigen eine 35-mm-Kopie
der Originalversion.
Dr. Mabuse, der Spieler
Teil I und II
Deutschland 1922
Regie: Fritz Lang
Medienpartner: choices
KölnMusik gemeinsam mit
Kino Gesellschaft Köln
Mit einer Einführung von Lisa Gotto (ifs
internationale filmschule köln)
Karten an der Kinokasse
KölnMusik gemeinsam mit
Filmforum NRW
SO
19
So
12
18:00
Dorothee Mields Sopran
Christiane Oelze Sopran
David Allsopp Countertenor
Andreas Post Tenor
Robin Tritschler Tenor
Simon Bailey Bass
Markus Lemke Bass
18:00
Tabea Zimmermann Viola und Leitung
Ensemble Resonanz
Enno Poppe Dirigent
Mit Werken von
Wolfgang Amadeus Mozart,
Enno Poppe und Franz Schubert
Chor des Bach-Vereins Köln
Concerto con Anima
Thomas Neuhoff Dirigent
Kölner Sonntagskonzerte 4
Martin Füg Regie
MI
Georg Friedrich Händel
Saul HWV 53
halbszenische Aufführung
20:00
Netzwerk Kölner Chöre
gemeinsam mit KölnMusik
15
Jonas Kaufmann Tenor
Kölner Chorkonzerte 5
Münchner Rundfunkorchester
Jochen Rieder Dirigent
Du bist die Welt für mich
Operette und ... 4
Im Rahmen von
»BMW Klassik Live«
19
DI
SO
21
26
20:00
16:00
Franz-Josef Selig Bass
Gerold Huber Klavier
SIGNUM saxophone quartet
Blaž Kemperle Sopransaxophon
Erik Nestler Altsaxophon
Alan Lužar Tenorsaxophon
David Brand Baritonsaxophon
Lieder von Franz Schubert, Hugo Wolf
und Modest Mussorgsky
Liederabende 5
Nominiert von Baden-Baden,
Dortmund, Hamburg und Köln
Georg Friedrich Haas
Saxophonquartett
Kompositionsauftrag von KölnMusik
und European Concerthall Organisation
(ECHO), Uraufführung
MI
22
20:00
Graham F. Valentine Sprecher
sowie Werke von Sibelius,
Glasunow, Ligeti und Gershwin
Freiburger BarockConsort
Gefördert durch die
Europäische Kommission
Samuel Pepys’ London Diary
und Musik aus dem England des
17. Jahrhunderts
Familiensache – Zu diesem Konzert
bieten wir eine Kinderbetreuung an.
Auf über 3000 Seiten hat der englische
Lebemann, Staatssekretär und Musikliebhaber Samuel Pepys zwischen 1660
und 1669 alles festgehalten, was privat,
auf den Londoner Straßen, bei Bällen
oder in der Kneipe passierte. Pepys
berühmte Tagebücher sind so zu einer
köstlichen Sittengeschichte Englands
im 17. Jahrhundert geworden. Zusammen mit dem Alte-Musik-Ensemble
Freiburger BarockConsort reist Schauspiel-Ikone und Sprachkünstler Graham
F. Valentine dorthin zurück, um Pepys
zu treffen!
15:00 Einführung in das Konzert
14:00 Museum Ludwig
Blickwechsel Musik und Malerei:
»Monochrom«
Rising Stars –
die Stars von morgen 6
MO
27
20:00
In deutscher und englischer Sprache
Grigory Sokolov Klavier
Philharmonie für Einsteiger 5
Johann Sebastian Bach
Partita für Klavier B-Dur BWV 825
FR
Ludwig van Beethoven
Sonate für Klavier Nr. 7 D-Dur
Op. 10,3
20:00
Franz Schubert
Sonate für Klavier a-Moll op. 143 D 784
24
WDR Big Band Köln
Maria Schneider ld, arr
Moments musicaux op. 94 D 780
Maria Schneider –
More Masterpieces
19:00 Einführung in das Konzert
Westdeutscher Rundfunk
Jazz-Abo Soli & Big Bands 6
20
Samstag
25. April 2015
20:00
Foto: Reiner Pfisterer
Franui
Wolfgang Mitterer
Orgel, präpariertes Klavier, Elektronik
Tanz Boden Stücke
Ob bei der Ruhrtriennale, den Salzburger Festspielen oder 2012 in
der Kölner Philharmonie: Wo Franui aus Tirol aufspielt, löst die Musicabanda mit ihrem Mix aus Klassik, Jazz und Volksmusik Begeisterung aus. Bei ihrem neuesten Programm erhalten sie Unterstützung
vom Tiroler Organisten Wolfgang Mitterer. Gemeinsam widmen sie
sich Tanzmusik, wie sie in inneralpinen Tälern aufgespielt wurde
und wird, wie sie Béla Bartók aufnotierte und wie sie bei dessen
musikalischen Nachfahren Ligeti und Eötvös und auch bei Haydn,
Mozart, Beethoven, Schubert, Bruckner und Mahler widerhallt.
DI
Mai
11:00
SO
28
03
Schülerinnen und Schüler aus
12 Kölner Grundschulen
18:00
Gürzenich-Orchester Köln
Andreas Fellner Dirigent
ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln
Schülerinnen und Schüler
aus 12 Kölner Grundschulen
Mateusz Dopieralski Schauspieler
Michael Mienert Regisseur
Singen mit Klasse!
Gordon Kampe
Sechse kommen durch die ganze Welt
(2014)
Libretto von Dorothea Hartmann nach
den Gebrüdern Grimm
Kompositionsauftrag der KölnMusik
Uraufführung
Gürzenich-Orchester Köln
Andreas Fellner Dirigent
Michael Mienert Regisseur
Julia Gerhards Kostümbild
Singen mit Klasse!
Gordon Kampe
Sechse kommen durch
die ganze Welt
Libretto von Dorothea Hartmann nach
den Gebrüdern Grimm
Kompositionsauftrag von KölnMusik
Gefördert durch das
Kuratorium KölnMusik e.V.
KölnMusik gemeinsam mit dem
Gürzenich-Orchester Köln
KölnMusik gemeinsam mit dem
Gürzenich-Orchester Köln
DO
30
20:00
New York Philharmonic
Alan Gilbert Dirigent
Igor Strawinsky
Pétrouchka Burleske in vier Bildern für
Orchester
Maurice Ravel
Valse nobles et sentimentales
für Klavier. Bearbeitung für Orchester
Richard Strauss
Suite aus der Oper
»Der Rosenkavalier« TrV 227d
für Orchester
Gefördert durch das
Kuratorium KölnMusik e.V.
Internationale Orchester 5
22
Foto: Ewa-Marie Rundquist
Freitag
1. Mai 2015
20:00
Werke von
Esa-Pekka Salonen,
Béla Bartók und
Peter Eötvös
Anne Sofie von Otter
Mezzosopran
Russell Braun Bariton
New York Philharmonic
Alan Gilbert Dirigent
»Senza sangue« und »Herzog Blaubarts Burg«, ein Dialog zwischen
Eötvös und Bartók. Eötvös konzipierte seine Oper für zwei Sänger und
Orchester ausdrücklich als Gegenstück zu dem älteren Werk Bartóks,
legte aber dem Libretto die gleiche Novelle zugrunde. Mit Bartóks
»wunderbarem Mandarin« führt das New York Philharmonic ein laut
damaliger Presse »Dirnen- und Zuhälterstück mit Orchestertamtam«
auf, das 1962 nach seiner Uraufführung in Köln als Ballett-Pantomime
von Konrad Adenauer eigenhändig wieder abgesetzt wurde. Um
19 Uhr hält Stefan Fricke eine Einführung in das Konzert.
Philharmonie-Hotline 0221 280 280
­koelner-­philharmonie.de
Informationen & Tickets zu allen Konzerten
in der Kölner ­Philharmonie!
Kulturpartner der Kölner Philharmonie
Herausgeber: KölnMusik GmbH
Louwrens Langevoort
Intendant der Kölner Philharmonie
und Geschäftsführer der
KölnMusik GmbH
Postfach 102163, 50461 Köln
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Redaktion: Sebastian Loelgen
Corporate Design: hauser lacour
kommunikationsgestaltung GmbH
Textnachweis: Der Text von Verena
Großkreutz ist ein Original­­­beitrag für
dieses Heft.
Fotonachweise: Giorgia Bertazzi S. 11; Frank
Vinken/dwb S. 18; Andreas Wagner S. 13
Gesamtherstellung:
adHOC ­Printproduktion GmbH
Foto: Marion Koell
Dienstag
21. April 2015
20:00
Lieder von Franz Schubert,
Hugo Wolf und Modest
Mussorgsky
Franz-Josef Selig
Bass
Gerold Huber Klavier
koelner-philharmonie.de
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