PDF - Kölner Philharmonie

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Alison Balsom
Concerto Köln
Mittwoch
28. November 2012
20:00
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möglicherweise im Fernsehen oder in anderen Medien ausgestrahlt wird oder auf
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Alison Balsom Trompete
Concerto Köln
Mittwoch
28. November 2012
20:00
Pause gegen 20:50
Ende gegen 22:00
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PROGRAMM
Georg Friedrich Händel 1685 – 1759
Sinfonia B-Dur HWV 347 (um 1747)
für zwei Oboen, Streicher und Basso continuo
Pomposo
Air lentement
Air. A tempo ordinario
Henry Purcell 1659 – 1695
Suite aus der Semi-opera »The Fairy Queen« Z 629 (1692)
Symphony (act 4) (Canzona – Largo – Allegro – Adagio – Allegro)
Prelude
Hornpipe
Air
Rondeau
Jig
Monkey’s dance
Georg Friedrich Händel
Ouvertüre
aus dem Dramma per musica »Atalanta« HWV 35 (1736)
John Stanley 1712 – 1786
Concerto B-Dur op. 2,6 (1742)
für Streicher
Adagio
Allegro
Largo
Allegro
Georg Friedrich Händel
Konzert für Oboe, zwei Violinen, Viola und Basso continuo
B-Dur HWV 301
Adagio
Allegro
Siciliana. Largo
Vivace
Alison Balsom spielt das Konzert HWV 301 auf der Trompete
Pause
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Georg Friedrich Händel
Arrival of the Queen of Sheeba
aus dem Oratorium »Solomon« HWV 67 (1748)
Ouvertüre D-Dur HWV 341 (um 1733, Echtheit zweifelhaft)
für Trompete, Streicher und Basso continuo
(»The Famous Water Peice«)
Ouverture
Gigue. Allegro
Air. Minuetto
Bourrée
Marche
Arrangement von Trevor Pinnock und Alison Balsom
Charles Avison 1709 – 1770
Concerto Nr. 5 für Streicher und Basso continuo B-Dur
aus: Twelve Concertos in Seven Parts […]
Done From Two Books of Lessons for the Harpsichord
Composed by Sig. Domenico Scarlatti (1744)
Largo
Allegro
Andante moderato
Allegro
Henry Purcell
Suite aus »King Arthur« Z 628 (1691)
für Trompete und Orchester
Ouvertüre (Act 1)
Come if you dare (Act 1)
Shepherd, shepherd, leave decoying (Act 2)
Trumpet Tune (Act 5)
Symphony (Act 5)
Round thy shores (Act 5)
Fairest Isle (Act 5)
Warlike Consort (Act 5)
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ZU DEN WERKEN DES HEUTIGEN KONZERTS
Seit jeher war die Trompete von der Aura des Besonderen und
Exklusiven umgeben. Mit ihrem strahlend festlichen Klang brillierte sie bei Feiern und Zeremonien an Adelshöfen oder gab mit
schmetternden Fanfaren bei Feldzügen den Ton an. Nicht selten
hatten Trompeter den Rang hoher Beamter am Hof oder Militär.
Das Instrument selbst war ursprünglich ein einfaches Blechrohr,
zwei Meter lang, ohne Klappen und Ventile, dem man lediglich
die Töne der Naturskala entlocken konnte. Im Barock wurde das
gerade Rohr zweimal gebogen, es verfügte aber noch nicht über
die spieltechnischen Möglichkeiten der späteren Ventiltrompete.
Virtuose melodische Passagen konnten durch die Beschaffenheit der Naturtonreihe nur in hohen Lagen gespielt werden, was
enorme spieltechnische Fähigkeiten der Solisten voraussetzte, die
die Modulation der Töne, Verzierungen und eine saubere Intonation allein durch Lippenspannung erzeugten. Die Kunst des Clarinblasens, das filigrane Brillieren in höchsten Lagen, machten
sich Komponisten wie Vivaldi, Telemann, Scarlatti, Händel und
Bach in zahlreichen Werken zunutze. An den europäischen Höfen
waren Trompeter im Zeitalter des Absolutismus hoch bezahlte
Stars. Als höchstes Klangideal galt die Nachahmung der menschlichen Stimme. In England nahm die Entwicklung des Trompetenklangs durch die Werke Henry Purcells einen eigenen Weg. Er
setzte nicht nur auf äußeren Glanz, sondern schrieb der Trompete
auch leise, verhaltende Töne zu.
Georg Friedrich Händel:
Sinfonia B-Dur HWV 347
Georg Friedrich Händel war bereits jenseits der 60, lebte seit 35
Jahren in London, hatte dort den konfliktreichen Niedergang des
Opernlebens durchlitten, einen Schlaganfall überlebt und mit seinem Oratorium Messiah triumphale Erfolge verbucht, als er um 1747
die Sinfonia B-Dur HWV 347 für zwei Oboen, Streicher und Basso
continuo schrieb. Ein wesentlicher Teil seiner Orchesterwerke entstand als Ouvertüren, Zwischenakt- und Ballettmusiken für seine
Opern und Oratorien. In welchem Zusammenhang die Sinfonia
B-Dur HWV 347 erstmals aufgeführt wurde, ist unbekannt. Teile
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daraus verwendete Händel später in seinem Oratorium Joshua.
»Sinfonia«, so hießen damals Ouvertüren im italienischen Stil mit
der üblichen Satzfolge schnell-langsam-schnell. Händel eröffnet
seine Sinfonia jedoch mit der heroischen Geste der französischen
Ouvertüre in der erhabenen Tonart B-Dur. Pomposo ist der erste
Satz überschrieben und aus der langsam schreitenden Bewegung
des Tutti löst sich das Concertino mit rasch fließendem Tempo.
Die kontrastierenden Zwischenspiele oder Couplets wechseln in
immer neuen Varianten mit dem Ritornell, bis Violine und Oboe
schließlich im Epilog zum zweiten Satz überleiten. Im Air lentement stimmen die Oboen im Wechsel mit dem Orchester einen
wehmutsvollen Gesang an. Händel mag hier die kantablen Instrumentalwerke Arcangelo Corellis im Ohr gehabt haben, die er
während seiner frühen Studienreise durch Italien kennengelernt
hatte. Vielleicht aber auch die Musik seines Freundes Georg Philip Telemann, der wie Händel die Oboe ausgesprochen schätzte.
Mit einem beinah volkstümlich anmutenden Thema kehrt das
Geschehen im Air. A Tempo ordinario zum Schwung des Beginns
zurück.
Henry Purcell:
Suite aus »The Fairy Queen«
Die Wiege der Oper steht bekanntlich in Italien. Dort entwickelte
sich Anfang des 17. Jahrhunderts aus der Monodie die ernste Opera
seria, die sich bald in ganz Europa ausbreitete. Komponisten in
England gingen hingegen eigene Wege. Zur Zeit der Restauration blieben sie bei der bewährten Praxis: der Verknüpfung von
gesprochenem Drama mit gesungenen und instrumentalen Szenen. Eine Entwicklung, die der britische Dramatiker Peter Anthony
Motteux im 17. Jahrhundert ironisch kommentierte: »Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass unser englisches Gemüt nicht diesen
fortwährenden Gesang verträgt. Unsere englischen Gentleman
sind, wenn ihre Ohren auf ihre Kosten gekommen sind, begierig
ihren Geschmack befriedigt zu sehen und wollen Musik und Tanz
eng verflochten mit Komödie und Tragödie.« Im bunten Spektakel
aus Schauspiel und Oper, den Semi-opera, war das gesprochene
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Wort den Protagonisten vorbehalten, die gesungenen Szenen
wurden von Nebenrollen übernommen. Dazwischen spielte das
Orchester Ouvertüren, Tänze oder Zwischenaktmusiken, sogenannte Masques, um Szenenwechsel zu überbrücken oder das
eigentliche Bühnengeschehen zu kommentieren. Bedeutendster
Protagonist dieser englischen Gattung ist Henry Purcell. Insgesamt fünf Semiopern hat Purcell geschrieben. In seinen 1691 und
1692 entstandenen Semi-opera King Arthur nach einem Libretto
von John Dryden und The Fairy Queen nach Shakespeares Schauspiel Midsummer Night’s Dream (Ein Sommernachtstraum) nimmt
die Musik in prunkvollen Instrumentierungen einen bedeutenden
Stellenwert ein. Anders als in der Oper sind die Instrumentalsätze
allerdings in lockerer Folge in den Handlungsablauf eingefügt.
Bezeichnenderweise stellte man nach dem frühen Tod Purcells
1695 die einprägsamsten Zwischenmusiken als Suiten neu zusammen und gab sie in Sammlungen für Aufführungen im Konzertsaal
heraus. Die mehrteilige Symphony aus dem vierten Akt, mit der die
Suite des heutigen Konzerts aus Purcells The Fairy Queen beginnt,
gehört zu den eindrucksvollsten Orchesterstücken aus Purcells
Feder. Paukenwirbel und strahlende Fanfaren der Trompeten
eröffnen den ersten Satz Canzona, von schmerzlicher Chromatik
durchsetzt ist das Largo, während im folgenden Allegro alle Zweifel verflogen scheinen. Kühne harmonische Wendungen bestimmen das kurze Adagio. Triumphaler Höhepunkt ist das abschließende Allegro. Aus verschiedenen Akten der Fairy Queen stammen
die Sätze Prelude, Hornpipe, Air, Rondeau, Jig und Monkey’s dance.
Während Purcell in den Tänzen Hornpipe, Jig oder Monkey’s dance
Rhythmen und melodische Wendungen der englischen Volksmusik aufgriff, ließ er sich in Air und Rondeau von der französischen
Tradition inspirieren.
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Georg Friedrich Händel:
Ouvertüre aus »Atalanta«
17 Jahre nach Purcells Tod, im Herbst 1712, verlegte Georg Friedrich
Händel seinen Lebensmittelpunkt nach London. Den Weg dorthin
ebnete ihm der Erfolg seiner ersten italienischen Oper Rinaldo, die
im Februar 1711 im Königlichen Theater am Haymarket uraufgeführt worden war. Mit über 50 Aufführungen seine erfolgreichste
Oper überhaupt. Nicht überall in London stießen Händels Opern
mit ihren pompösen Inszenierungen und heroischen Libretti auf
Gegenliebe. Bürgerliche Kräfte verdammten sie gar als »italienisches Teufelswerk«. Um »sich einer beständigen Versorgung mit
Opern aus Händels Feder zu versichern«, gründeten Opernliebhaber 1719 mit Unterstützung des englischen Königs Georg I. eine
Operngesellschaft, die Royal Academy of Music, deren Leitung
Händel selbst übernahm. Streitereien, finanzielle Schwierigkeiten
und handfeste Skandale führten 1728 jedoch zum Zusammenbruch der Gesellschaft. Zwar gründete Händel kurz darauf eine
eigene Operngesellschaft, doch mit der Opera of Nobility entstand ein Konkurrenzunternehmen, das von Prinz Frederick von
Wales unterstützt wurde. Händels Erfolg versetzten die Entwicklungen herbe Niederlagen. Seine Oper Atalanta entstand 1736 in
der letzten Spielzeit, die Händel als Operndirektor des Londoner
Covent Garden-Theaters zu verantworten hatte – ein Auftragswerk des englischen Königshauses zur Hochzeit des Prinzen
Frederick von Wales und der Prinzessin Augusta von SachsenGotha. Händel schrieb ein bukolisches Schäferspiel, das durch
aufwändige Kulissen und Maschinerien glänzte. Es war der letzte
große Operntriumph vor seinem Schlaganfall. Die Ouvertüre zu
Atalanta folgt mit ihren majestätisch punktierten Rhythmen und
einem schnellen fugierten Allegro zwar der Form der Französischen Ouvertüre, ist aber mit ihren virtuosen Passagen doch mehr
Trompetenkonzert. Den Part der Solotrompete schrieb Händel vermutlich für den Trompeter Valentine Snow, eine einflussreiche
Persönlichkeit des Londoner Musiklebens, dem Händel in vielen
seiner Opern und Oratorien bereits prominente Passagen in die
Finger komponiert hatte.
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John Stanley: Concerto B-Dur op. 2,6
Eng mit Händel befreundet war der 27 Jahre jüngere Brite John
Stanley. Ein musikalisches Wunderkind, das durch einen Unfall
im Alter von zwei Jahren erblindete, jedoch schon als Elfjähriger
seine erste Stelle als Organist in der Londoner Kirche All Hallows antrat. Mit 14 Jahren wurde John Stanley Organist von St.
Andrew’s und bis zu seinem Tod im Mai 1786 war er verantwortlich
für die Neujahrs- und Geburtstagsoden am englischen Hof. John
Stanley komponierte eine Oper, Kantaten und Oratorien, und wie
viele englische Komponisten seiner Zeit orientierte sich Stanley
in seinen Concerti grossi am kantablen Stil des europaweit gefeierten Violinvirtuosen und Komponisten Arcangelo Corelli. Mehr
noch als Corelli spiegelt sich in seinem 1742 erschienenen viersätzigen Concerto Nr. 6 B-Dur op. 2 jedoch der Stil Georg Friedrich
Händels. Etwa in den Harmoniefolgen des eröffnenden Adagios,
in den Figurationen des anschließenden Allegros, dem erhabenen
Gestus des dritten Satzes Largo und dem abschließenden konzertierenden Allegro.
Georg Friedrich Händel:
Oboenkonzert HWV 301
Von seinem ersten Lehrer Friedrich Wilhelm Zachow, Komponist
und Kantor an der Marienkirche in Halle an der Saale, lernte der
junge Händel neben der Musik Frobergers, Kriegers oder Strungks
bereits Werke italienischer Meister kennen. Außerdem erhielt er
ersten Instrumentalunterricht für Orgel, Cembalo, Violine und
Oboe. Früh hat Händel dabei seine Vorliebe für die Oboe entdeckt und schwärmte von ihrem »süßen Scharm«. Während seiner
kurzen Zeit als Organist am Halleschen Dom komponierte der
damals 17-Jährige offenbar einiges für das Holzblasinstrument:
»Ich schrieb damals wie der Teufel, am meisten für die Hoboe,
die mein Lieblingsinstrument war.« Seine drei Oboenkonzerte
HWV 301, 302a und 287 für Oboe, Orchester und Basso continuo
entstanden zwischen 1703 und 1720, wobei er das erste Oboenkonzert in B-Dur vermutlich in Hamburg oder bereits während
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seiner vierjährigen Studienreise in Italien schrieb. Eröffnet wird
das viersätzige Werk von einem verhaltenen Adagio, in dem die
Oboe das Thema des Tutti mit reichen Verzierungen und Sequenzierungen ausschmückt. Der Satz endet auf der Dominante und
reicht den Stab an ein lebhaftes Allegro weiter. Ihm schließt sich
eine Siciliana im zart wiegenden 6/8-Takt an. Das Konzert endet
mit einem beschwingten Menuett im Tempo Vivace. Gespielt wird
der ursprünglich in B-Dur komponierte Oboenpart im heutigen
Konzert von Alison Balsom auf der Trompete in C-Dur.
Georg Friedrich Händel:
Arrival of the Queen of Sheeba
aus »Solomon«
Als Opernkomponist und Impresario lernte Händel Höhenflüge
des Erfolgs und Abstürze am Rande des Ruins kennen. Nach konflikt- und krisenreichen Jahren kehrte er der Oper den Rücken
und wandte sich dem Oratorium zu, einer bis dahin in England
unbekannten Gattung. Händel selbst hatte das Oratorium in Italien
kennengelernt. In London entwickelte er eine eigene Form des
musikalischen Dramas, bei dem nicht mehr der virtuose Sängersolist im Mittelpunkt stand, sondern der Chor als Repräsentant
des Volkes. Das zunehmende Selbstbewusstsein der bürgerlichen
Mittelschicht in England, die sich von der Oper als adeliger Kunstform abgrenzte, trug mit zum Erfolg der Händelschen Oratorien
bei. Nach der erfolgreichen Uraufführung des Messiah 1742 in Dublin und zehn weiteren Oratorien komponierte Händel 1748 sein
Oratorium Solomon. Die Uraufführung fand 1749 im Königlichen
Opernhaus Covent Garden in London statt. Im Zentrum steht die
biblische Geschichte vom weisen König Salomo, Herrscher von
Israel, der im dritten Teil des Oratoriums prominenten Besuch von
der exotischen Königin von Saba bekommt: »Und sie kam nach
Jerusalem mit einem sehr großen Gefolge, mit Kamelen, die Spezereien trugen und viel Gold und Edelsteine«, heißt es im ersten
Buch der Könige des Alten Testaments. Historisch nachweisbar
sind beide Gestalten nicht. Möglicherweise diente Händel die
Geschichte einer arabischen Königin und eines jüdischen Königs
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als Metapher für seinen eigenen Wunsch nach Frieden für das in
zahlreiche Kriege verwickelte England. Sicher hat sich Händel
von der phantastischen Erzählung zu seiner prächtig-virtuosen
Sinfonia für zwei Oboen, Streicher und Basso continuo inspirieren
lassen. Für sein thematisches Material griff er unter anderem auf
die Arie einer Oper von Giovanni Porta zurück, die 1720 im Londoner Haymarket Theatre uraufgeführt worden war. Anleihen wie
diese waren im 18. Jahrhundert durchaus üblich, unser heutiger
Werkbegriff war den damaligen Komponisten unbekannt.
»The Famous Water Peice«
Original oder Fälschung? Die Frage stellt sich auch beim Famous
Water Peice [sic!], einer Ouvertüre für Trompete, Streicher und
Basso continuo, die um 1733 bei dem Londoner Verleger Daniel
Wright veröffentlicht wurde. Mit dem prominenten Titel gewiss
ein lukrativer Verkaufsschlager. Bei seiner Genehmigung zur Veröffentlichung des Werkes mag sich Händel auf die Auswahl und
Anordnung der fünf Sätze bezogen haben. Dass er auch jeden
Satz der Suite selbst komponiert hat, ist zweifelhaft. Definitiv ist
der Eröffnungssatz eine Variante der Ouvertüre aus der zweiten
Suite seiner berühmten Wassermusik, die Händel 1717 für die
legendäre Themsen-Bootstour König Georg I. komponiert hatte.
Ein beeindruckendes Wechselspiel aus vollem Tuttiklang und
konzertierenden Solopassagen der Trompete. Der fünfte Satz, ein
Marsch, findet sich in Händels Oper Partenope HWV 27 wieder. Die
Trompete verstärkt hier mit heroischer Geste die Stimme der ersten Violinen. Bei den mittleren Sätzen, einer Gigue, einem Menuett
und einer Bourrée, besteht Ungewissheit über die Autorenschaft.
Im heutigen Konzert erklingt The Famous Water Peice in einem
Arrangement von Trevor Pinnock und Alison Balsom.
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Charles Avison:
Concerto Nr. 5 B-Dur aus Twelve
Concertos in Seven Parts […]
Italien war während der Barockzeit für Komponisten in Europa
zentrale Inspirationsquelle und Bezugspunkt. Couperin verehrte
Corelli, Bach bewunderte Vivaldi und Händel verarbeitete den
italienischen Stil in seinen Opern und Oratorien. Charles Avison,
Sohn eines Stadtmusikanten aus Newcastle, gehörte in England
zu den produktivsten Komponisten italienischer Concerti grossi.
Jener aus zwei Gruppen bestehenden Konzertform mit einer solistischen Concertino-Gruppe und dem als »Ripieno« bezeichneten
Tutti. Eine Aufteilung, die dramatische Kontraste ermöglichte und
den Solisten Gelegenheit bot zum virtuosen Spiel. Ersten Musikunterricht erhielt Avison bei seinem Vater. In London setzte er
seine Studien bei dem Corelli-Schüler Francesco Geminiani fort,
den es wie viele Komponisten damals auf der Suche nach Ruhm
und finanziellem Erfolg nach England verschlagen hatte und der
maßgeblich zur Verbreitung des italienischen Concerto grosso
in England beitrug. 1735 kehrte Charles Avison nach Newcastle
zurück, wurde dort Organist und verfasste musiktheoretische
Abhandlungen und Kritiken. Als Komponist, Lehrer, Dirigent und
Geschäftsmann gehörte er zu den führenden Persönlichkeiten im
Musikleben Nordenglands. Mehr als 40 Concerti grossi stammen
aus seiner Feder. Bekannt wurden vor allem seine zwölf Concerti
grossi op. 6, in denen Avison Cembalosonaten Domenico Scarlattis bearbeitete. »Wilde Blumen am Zaun der Klassik«, wie die
Musikwissenschaftlerin Barbara Zuber die virtuosen und harmonisch dichten Sonaten Scarlattis einmal nannte. Auch Charles
Avison stößt mit seinen Concerti grossi behutsam das Tor zur
Vorklassik auf, indem er mehr Anweisungen zur Dynamik, Artikulation, Phrasierung und Tempo festlegte als bis dahin üblich.
Hörbar etwa im differenzierten Einsatz von crescendi, decrescendi
und sforzati im eröffnenden Maestoso seines Concerto Nr. 5, das
mit seinen Ausflügen in harmonisch entlegene Regionen zudem
die Handschrift Scarlattis trägt.
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Henry Purcell: Suite aus »King Arthur«
Nach einem Libretto des seinerzeit berühmten Dramatikers John
Dryden schrieb Henry Purcell 1691 seine zweite Semi-opera King
Arthur. Der Legende nach kämpfte King Arthur um 500 nach Christus gegen die nach Britannien vordringenden Sachsen. Im Libretto von John Dryden spitzt sich das Geschehen dramatisch zu,
als King Arthur und Sachsenkönig Oswald von Kent erbittert um
die Gunst der blinden Prinzessin Emmeline von Cornwall buhlen.
Wie in The Fairy Queen sind auch in King Arthur die Hauptfiguren
als Sprechrollen besetzt, während das Bühnengeschehen musikalisch von instrumentalen Zwischenspielen und den Gesängen
allerlei Nymphen, Waldgeister und Schäferinnen kommentiert
wird. »Musik und Dichtung können auch für sich bestehen, aber
die eindrücklichste Wirkung werden sie hervorbringen, wenn sie
vereinigt sind, Geist und Schönheit in einer Person«, befand John
Dryden. Mit dem aufwändig inszenierten Mix aus Schauspiel und
Gesang, Musik, Tanz und Bühnenzauber war King Arthur eine Art
Vorläufer des Musicals und Purcell und Dryden auf der Höhe ihrer
Zeit. Auch wenn die instrumentalen Zwischenspiele der eigentlichen Handlung untergeordnet bleiben, komponierte Purcell mit
packenden Rhythmen und spannungsvollen Melodien eindrücklichste Theatermusik, die hier aus verschiedenen Akten von King
Arthur zu einer Suite zusammengefasst ist.
Sylvia Systermans
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BIOGRAPHIEN
Alison Balsom
Alison Balsom gehört in ihrem Heimatland England zu den populärsten
Klassik-Künstlern überhaupt und hat
sich auch hierzulande als erfolgreiche
Trompetenvirtuosin etabliert. Im Mai
2011 wurde sie bereits zum zweiten Mal
als »Female Artist of the Year« bei den
Classic Brit Awards ausgezeichnet.
Alison Balsom wurde an der Londoner
Guildhall School of Music and Drama
sowie am Konservatorium in Paris ausgebildet, um dann bei den
großen Trompeten-Pädagogen Håkan Hardenberger und John
Wallace zu studieren. Nach ihrem Studium debütierte sie bei den
BBC Proms und war in der Auswahl der BBC New Generation
Artists von BBC Radio 3. Inzwischen ist Alison Balsom mit führenden Orchestern unter Dirigenten wie Sir Andrew Davis, Sir Roger
Norrington, Lorin Maazel, Mikko Franck, Jacques van Steen und
Christopher Warren-Green aufgetreten.
Als Recital-Künstlerin und Interpretin sowohl auf der barocken als
auch der modernen Trompete hat sie bereits ausgedehnte Tourneen durch Europa, die USA, Süd- und Mittelamerika sowie den
Fernen und den Nahen Osten unternommen, begleitet von Orgel,
Klavier, Cembalo, Schlagzeug sowie dem Balsom Ensemble.
Die große Vielseitigkeit der Künstlerin äußert sich auch in einem
weit gefächerten Recital- und Konzert-Repertoire mit Werken von
Albinoni, Haydn und Hummel bis Aaron Coplands Quiet City und
Bernd Alois Zimmermanns Konzert Nobody Knows The Trouble I
See. Sie erarbeitet sich ihr eigenes Repertoire sowohl als einfühlsame Arrangeurin als auch als Auftraggeberin für neue Trompetenkonzerte. So brachte sie im Jahr 2011 das ihr gewidmete
Trompetenkonzert Seraph des schottischen Komponisten James
MacMillan zur Uraufführung und veröffentlichte die Ersteinspielung im selben Jahr auf dem gleichnamigen Album.
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Alison Balsom ist mehrfache Preisträgerin zahlreicher Auszeichnungen wie Classical Brit Award, Classics FM Listeners’ Choice
und ECHO Klassik.
2006 wurde Alison Balsom als Gastprofessorin für Trompete an
die Guildhall School of Music and Drama berufen. Zuletzt hörten
wir Alison Balsom im April 2011 bei uns.
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Concerto Köln
Seit mittlerweile mehr als 25 Jahren zählt Concerto Köln zu den
führenden Ensembles im Bereich der historischen Aufführungspraxis. Schon kurz nach seiner Gründung im Jahr 1985 waren
Publikum und Kritik vom lebendigen Musizierstil des Ensembles begeistert. Seitdem ist Concerto Köln regelmäßiger Gast in
renommierten Konzertsälen und bei großen Musikfestivals rund
um den Globus. Zahlreiche Tourneen führten das Ensemble – unter
anderem unterstützt vom Goethe-Institut – nach Nord- und Südamerika, in asiatische Länder wie China, Japan oder Südkorea
sowie nach Israel und in die meisten Länder Europas.
Ein Markenzeichen des Ensembles ist die Wiederentdeckung
von Komponisten, deren Musik im Schatten des Wirkens großer
Namen stand. So hat Concerto Köln unter anderem zur Renaissance der Werke Joseph Martin Kraus’, Evaristo Felice dall’Abacos
und besonders Henri-Joseph Rigels beigetragen. Die Einspielung
mit seinen Sinfonien wurde 2009 unter anderem mit dem ECHO
Klassik und 2010 mit dem MIDEM Classic Award ausgezeichnet. Das Ineinandergreifen von Forschung und Praxis ist für das
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Ensemble wichtig und nimmt einen großen Stellenwert in der
musikalischen Arbeit ein.
Die künstlerische Leitung liegt seit 2005 in den Händen von Flötist
Martin Sandhoff. Neben Markus Hoffmann, dem Konzertmeister aus eigenen Reihen, werden zu ausgewählten Projekten auch
externe Konzertmeister wie Shunske Sato oder Mayumi Hirasaki
engagiert. Bei umfangreich besetzten Produktionen arbeitet Concerto Köln zudem mit Dirigenten wie Kent Nagano, Ivor Bolton,
Daniel Harding, René Jacobs, Marcus Creed, Peter Dijkstra, Laurence Equilbey und Emmanuelle Haïm zusammen. Zu den weiteren künstlerischen Partnern zählen die Mezzo-Sopranistinnen
Cecilia Bartoli, Vivica Genaux und Waltraud Meier, die Sopranistinnen Simone Kermes, Nuria Rial, Rosemary Joshua und Johannette Zomer, die Countertenöre Philippe Jaroussky, Max Emanuel
Cencic, Andreas Scholl, Maarten Engeltjes und Carlos Mena, die
Tenöre Werner Güra und Christoph Prégardien, die Pianisten Andreas Staier und Alexander Melnikov, die Schauspieler und Moderatoren Bruno Ganz, Harald Schmidt und Ulrich Tukur sowie das
Ensemble Sarband, der Balthasar-Neumann-Chor, die Chöre des
WDR, NDR und BR, das Collegium Vocale Gent, die Regensburger Domspatzen, der RIAS-Kammerchor, Accentus und Arsys de
Bourgogne.
Concerto Köln kann eine Diskographie von mittlerweile mehr als
50 CDs vorweisen. Ein Großteil dieser CDs wurde mit bedeutenden
Preisen wie dem ECHO Klassik, dem Grammy Award, dem Preis
der Deutschen Schallplattenkritik, dem MIDEM Classic Award,
dem Choc du Monde de la Musique, dem Diapason d’Année oder
dem Diapason d’Or ausgezeichnet.
Seit Oktober 2009 besteht eine Partnerschaft mit dem High EndAudiospezialisten MBL, die sich in Konzerten, Messen und weiteren Kooperationen manifestiert.
Concerto Köln hat seinen Sitz seit 2005 im Kölner Stadtteil
Ehrenfeld, wo auf Initiative des Ensembles ein Zentrum für Alte
Musik entsteht. Dieses möchte an die Weltbedeutung von Köln
als Hauptstadt der Alten Musik anknüpfen und den Akteuren
der Szene ein gemeinsames Dach geben. Förderer wie das Land
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Nordrhein-Westfalen, die Kunststiftung NRW, die Stadt Köln, der
TÜV Rheinland, der Landschaftsverband Rheinland, die Bauwens
Group und die RheinEnergieStiftung Kultur unterstützen Concerto
Köln dabei, diese Vision in die Tat umzusetzen.
Concerto Köln wurde von der Generaldirektion Bildung und Kultur der EU-Kommission zum kulturellen Botschafter der Europäischen Union ernannt. Als weltweit erstes Ensemble hat Concerto
Köln ein Qualitätsmanagement nach ISO 9001 eingeführt und ist
nun offizieller Träger der »TÜV Rheinland-Plakette«.
In der Kölner Philharmonie ist Concerto Köln häufig zu Gast.
Zuletzt war das Ensemble im Mai dieses Jahres bei uns zu erleben.
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Die Besetzung von
Concerto Köln
Violine I
Mayumi Hirasaki
Stephan Sänger
Wolfgang von Kessinger
Monica Waisman
Flöte
Cordula Breuer
Martin Sandhoff
Oboe
Rodrigo Gutierrez
Lola Soulier
Violine II
Jörg Buschhaus
Antje Engel
Hedwig van der Linde
Elin Eriksson
Fagott
Elena Bianchi
Trompete
Wolfgang Gaisböck
Viola
Antje Sabinski
Claudia Steeb
Anna Gärtner
Pauke
Andreas Novak
Violoncello
Alexander Scherf
John Semon
Laute
Michael Dücker
Cembalo
Markus Märkl
Kontrabass
Rüdiger Kurz
Michael Neuhaus
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ARTASERSE im Konzert
Köln, Oper am Dom
17. / 19. / 27.12
VINCI
ARTASERSE
CONCERTO KÖLN
WELT-ERSTEINSPIELUNG
spektakuläre Barock-Oper
mit 5 Countertenören
3 CDs & download
www.concerto-koeln.de
www.philippe-jaroussky.de
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10.12.12
Kölner Philharmonie
TICKETS: ă
www.bb-promotion.com
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KÖLNMUSIK-VORSCHAU
November
SO
02
20:00
DO
29
Hilary Hahn Violine
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Paavo Järvi Dirigent
20:00
Filmforum
»Der Kontrakt des Zeichners«
Großbritannien 1982, 103 min.
Regie: Peter Greenaway
Wolfgang Amadeus Mozart
Ballettmusik zur Oper
»Idomeneo« KV 367
Dieser Film ist Teil einer dreiteiligen
Reihe, die den Komponisten Michael
Nyman und sein Werk würdigt.
Weitere Termine: 1. und 2. Dezember.
Karten an der Kinokasse
Konzert für Violine und Orchester
Nr. 5 A-Dur KV 219
Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73
KölnMusik gemeinsam mit
Kino Gesellschaft Köln
MI
05
20:00
Dezember
Sally Matthews Sopran
Lenneke Ruiten Sopran
Werner Güra Tenor
SO
NDR Chor
WDR Rundfunkchor Köln
David Marlow Einstudierung
02
15:00
Filmforum
Mahler Chamber Orchestra
Andrés Orozco-Estrada Dirigent
Der Lieblingsfilm von …
Michael Nyman
Arnold Schönberg
Friede auf Erden op. 13
Anchors Aweigh
(Urlaub in Hollywood)
USA 1945, 143 min., OV
Regie: George Sidney
Felix Mendelssohn Bartholdy
»Sinfonie Nr. 2« Lobgesang. Eine
Symphonie-Cantate nach Worten der
heiligen Schrift op. 52
In der Reihe »Der Lieblingsfilm von …«
präsentieren ausgewählte Künstler
der Saison 2012/2013 Filme, die ihnen
besonders viel bedeuten.
Förderer der MCO Residenz NRW:
Kunststiftung NRW und das Ministerium
für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und
Sport des Landes Nordrhein-Westfalen
KölnMusik gemeinsam
mit Kino Gesellschaft Köln
Karten an der Kinokasse
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SO
MI
09
12
11:00
20:00
Barbara Gasteiger Harfe
Clemens Haudum Orgel, Akkordeon
Piotr Anderszewski Klavier
Werke von Johann Sebastian Bach und
Robert Schumann
Tölzer Knabenchor
Ralf Ludewig Leitung
19:00 Einführung in das Konzert
durch Christoph Vratz
Konzert mit Weihnachtsliedern und
Werken von Michael Haydn, Max
Reger, Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart u. a.
Piano 3
SO
16
SO
09
11:00
16:00
Gullivers Reisen
Konzert für Kinder ab 6
Die 12 Cellisten der
Berliner Philharmoniker
Mariel Jana Supka Schauspielerin
Christoph Glaubacker Schauspieler
Julius Klengel
Hymnus G-Dur op. 57
Elbipolis – Barockorchester Hamburg
Jürgen Gross Konzertmeister
Felix Mendelssohn Bartholdy/
Wilhelm Kaiser-Lindemann
Terzett & Doppelquartett
aus dem Oratorium »Elias« op. 70
Jörg Jacobi Musikalische Konzeption
Sabine Hilscher Regie, Bühnenbild,
Kostüme
Matthias Rebstock Regie, Licht
Kaija Saariaho
Neiges (Auszüge)
Dieses Kinderkonzert wird von der
RheinEnergie AG ermöglicht.
Jean Françaix
Aubade für zwölf Violoncelli
Gefördert durch das
Kuratorium KölnMusik e.V.
u. a.
Kinder-Abo 2
Sonntags um vier 2
SO
09
20:00
Kayhan Kalhor Shah Kaman
Ali Bahrami Fard Bass-Santur
»I will not stand alone«
Mit seiner neuen CD »I will not stand
alone« erweckt Kayhan Kalhor ein
neues Instrument zum Leben: Die
Schahkaman, eine neuartige, für ihn
entwickelte Kamancheh (Spießgeige).
Gemeinsam mit Ali Bahrami Fard wird
er improvisieren und sich dabei stets
von persischem klassischem Repertoire
leiten lassen.
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Foto: Boris Breuer
Donnerstag
27. Dezember 2012
20:00
Markus Stockhausen
Trompete
Ferenc Snétberger
Gitarre
Landscapes
Im Programm »Landscapes« gehen Trompete und Gitarre eine reizvolle
musikalische Verbindung ein: mal zart, mal virtuos, mal sehnsüchtig,
mal temperamentvoll. In den sphärischen, folkloristischen und dann
wieder swingenden Dialogen des Duos Stockhausen / Snétberger öffnen sich ganz neue Klang-Horizonte.
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Philharmonie-Hotline 0221 280 280
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in der Kölner Philharmonie!
Kulturpartner der Kölner Philharmonie
Herausgeber: KölnMusik GmbH
Louwrens Langevoort
Intendant der Kölner Philharmonie
und Geschäftsführer der
KölnMusik GmbH
Postfach 102163, 50461 Köln
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Redaktion: Sebastian Loelgen
Corporate Design: hauser lacour
kommunikationsgestaltung GmbH
Textnachweis: Der Text von
Sylvia Systermans ist ein Originalbeitrag für dieses Heft.
Fotonachweise: Giampiero Corelli S. 15;
EMI Classics/Mat Hennek S. 13
Gesamtherstellung:
adHOC Printproduktion GmbH
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Foto: Heike Fischer
Andrés
OrozcoEstrada
Dirigent
Sally Matthews Sopran
Lenneke Ruiten Sopran
Werner Güra Tenor
NDR Chor
WDR Rundfunkchor Köln
Mahler Chamber Orchestra
Förderer der MCO Residenz NRW: Kunststiftung NRW
und das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur
und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen
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Roncalliplatz, 50667 Köln
direkt neben dem Kölner Dom
(im Gebäude des RömischGermanischen Museums)
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Neumarkt-Galerie
50667 Köln
(in der Mayerschen
Buchhandlung)
Arnold Schönberg
Friede auf Erden op. 13
Felix Mendelssohn Bartholdy
Lobgesang. Eine SymphonieCantate nach Worten
der heiligen Schrift op. 52
Mittwoch
05.12.2012
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