MOZART
MOZART
GESELLSCHAFT
GESELLSCHAFT
DORTMUND
DORTMUND
mitGlieD Der internationalen stiftUnG
mozarteUm salzBUrG
KonzertProGramm
mozart matinee
1
mozart matinee
Konzerthaus DortmunD
Philharmonie für Westfalen
Duisburger philharmoniKer
leitung: Giordano Bellincampi
solistin: sophie Pacini, Klavier
stipendiatin der mozart Gesellschaft Dortmund 2015
Wolfgang amadè mozart
ludwig van Beethoven
Johann sebastian Bach/anton Webern
felix mendelssohn Bartholdy
Sonntag,
22. März 2015
11.00 Uhr
BÖCo Böddecker Gmbh & Co. KG, Wuppertal, unterstützt
sophie Pacini mit einem förderpreis in höhe von 5.000 euro.
gefördert von
3
UTE RM A NN
mozart matinee
Wolfgang amadè mozart (1756 – 1791)
Ouvertüre „Le nozze di Figaro“ KV 492
Uraufführung: 1. mai 1786
spieldauer: ca. 4 minuten
Presto
Allegro assai
ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58
Komponiert: 1805 – 1806
spieldauer: ca. 33 minuten
Allegro moderato
Andante con moto
Rondo. Vivace
KARL HARTUNG „Flügelsäule“, 1960/61, Bronze, Höhe: 300 cm
Kadenzen Sophie Pacini
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Pause: 30 Minuten
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5
mozart matinee
Johann sebastian Bach (1685 – 1750)
Ricercar a 6 voci aus „Musikalisches Opfer“ BWV 1079
Fassung für Streichorchester von Anton Webern
Komponiert: 1747
spieldauer: ca. 7 minuten
felix mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847)
Wenn Sie einen guten Partner neben sich
wissen, sind Sie immer auf der sicheren Seite.
Wie bei der Musik schleicht sich auch im Leben ab und zu ein
Missklang ein. Da ist es gut, einen Partner an seiner Seite zu
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Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 107 „Reformations-Sinfonie“
Komponiert: 1829 – 1830
spieldauer: ca. 31 minuten
Andante – Allegro con fuoco
Allegro Vivace
Andante
Choral „Ein` feste Burg ist unser Gott“. Andante con
moto – Allegro maestoso
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7
WolfGanG amaDè mozart
WolFgang amaDÈ mozart (1756 – 1791)
oUVertüre „le nozze Di fiGaro“ KV 492
frühjahr 1785. Wolfgang amadeus mozart widmet sich
wieder der oper. er beginnt mit den Vorarbeiten zu
„le nozze di figaro“, seiner ersten oper, die er in
zusammenarbeit mit dem librettisten lorenzo da Ponte
(1749 – 1838) verfasst. ein Jahr später, am 1. mai,
gelangt sie bereits im Wiener Burgtheater zur öffentlichen Uraufführung.
Grundlage für das stück ist das seinerzeit als äußerst
brisant angesehene theaterstück „la folle journée ou
le mariage de figaro“ von Pierre augustin Caron de
Beaumarchais (1732 – 1799). Die von da Ponte und
mozart daraus gesponnene handlung ist gewohnt quirlig:
Der Kammerdiener figaro ist mit Gräfin almavivas zofe
susanne verlobt, die jedoch von Graf almaviva um das
eigentlich bereits abgeschaffte „recht der ersten nacht“
umworben wird. Verwirrspiele, liebeleien, Verstrickungen,
maskeraden – ein hin und her zwischen intrigen, liebe,
enttäuschung, ungestilltem Verlangen und adeligem
hochmut entbreitet sich in mozarts vieraktigem stück.
seine opera Buffa – ein komisches musiktheater in
italienischer sprache – erregte seinerzeit Begeisterung
und zurückhaltung zugleich, ihr anhaltender erfolg bleibt
jedoch ungebrochen. Das thema der liebe, gebrochener
herzen und amüsanter Verwicklungen blieb seitdem
gemeinhin reizvoll. Und die ouvertüre? – Vereint den
die oper bestimmenden strudel der intrigen auf kleinstem
raum. schon mit den ersten takten knistert es, es wird
geheimnisvoll, süß und kreiselnd infernalisch. mozart
nimmt hier – unsymmetrisch sieben-taktig beginnend –
in hoher Dichte den kommenden Pathos des spiels seiner
oper voraus.
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lUDWiG Van BeethoVen
luDWig Van beethoVen (1770 – 1827)
Konzert für KlaVier UnD orChester
nr. 4 G-DUr oP. 58
© Fotograf Juventino Mateo (links)
© Fotografin Monika Lawrenz (rechts)
als spiele sich die Pianistin noch ein, als sitze sie noch
eine Weile verträumt präludierend am flügel – so beginnt
ludwig van Beethovens 4. Klavierkonzert. Die einleitung
eines solchen Werkes mit einem kurzen solo des Klaviers
war zwar zu Beethovens zeit nicht unbekannt – schon
C. Ph. e. Bach nutzte diesen einstieg –, aber ungewöhnlich und überraschend. Und in einer weiteren hinsicht
betrat er mit seinem op. 58, zu dem er erste skizzen in
den Jahren 1803/1804 verfasste, neuland – und besiedelte
es nachhaltig: er führt die beiden Parts von orchester-tutti
und solo-Klavier in einen gleichberechtigten Dialog.
auch dies wird schon durch den Beginn in ungewohnter
Dichte deutlich. Das Klavier prescht nicht hervor, um seine
vorherrschende solistische rolle zu behaupten. statt sich
selbst anzubieten, schlägt es dem orchester vielmehr
ein thema vor, das mehr und mehr zur gemeinsamen
Konversation gleitet. Der improvisatorische Charakter,
der dem Beginn des stückes innewohnt, bleibt auch in
dessen fortführung erhalten – natürlich nicht ohne virtuoses aufbrausen der einzelnen Klavier- und orchesterstimmen. als eines der Werke Beethovens, mit welchem
er die schwelle zur epoche der romantik betritt, waren in
der folgezeit viele Komponisten des 19. Jahrhunderts von
diesem Konzert inspiriert. sein Gehalt und sein Verhältnis
zwischen solo-instrument und orchester begeistert liebhaber der Gattung Klavierkonzert bis heute.
Die MOZART GESELLSCHAFT DORTMUND
hat bis heute durch ihr Engagement mehr als
100 junge Künstler durch ein Stipendium gefördert. Die Caspar Ludwig Opländer Stiftung fühlt
sich jungen Talenten gegenüber verpflichtet und
stiftet jährlich Förderpreise: In der Saison 2014/15
werden die Preisträger Kian Soltani (Cello) und
Theo Plath (Fagott) unterstützt.
11
Johann seBastian BaCh
Johann sebastian baCh (1685 – 1750)
anton Webern (1883 – 1945)
riCerCar a 6 VoCi aUs „mUsiKalisChes oPfer“ BWV 1079
fassUnG für streiChorChester Von anton WeBern
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Ihr Ansprechpartner ist Thomas Wentker
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Hohenzollernstr. 2-6
44135 Dortmund
Die Geschichte ist hinlänglich bekannt: „meine herren,
der alte Bach ist gekommen“ – so soll es der preußische
König friedrich ii. gerufen haben, als der leipziger
meister am Potsdamer hof, dem gerade eröffneten
schloss sanssouci, eintraf. Bachs sohn Carl Philipp
emanuel (1714 – 1788) stand bereits in dessen königlichen Diensten, als der Vater 1747 den mäzen besuchen
sollte. Wohl wird Bachs sohn seine hände im spiel gehabt
haben, doch friedrich ii., selbst des Querflötenspiels und
der Komposition mächtig, gab dem thomaskantor kurzerhand eine melodie vor und bat ihn, darüber eine sechsstimmige fuge zu improvisieren. als „thema regium“
verarbeitete Bach dieses binnen zwei monaten zum hauptthema seines „musikalischen opfer“, einer sammlung
von Kanons, fugen und einer sonate.
Bachs Werk zog viele Bearbeitungen nach sich. Unter anderem war es anton Webern, der Bachs kontrapunktische
spätwerke für Bearbeitungen als prädestiniert erachtete.
1938 schreibt er, er wolle Bachs Werke „endlich zugänglich“ machen und zu tage fördern, was „in der Verborgenheit dieser abstrakten Darstellung durch Bach selbst
schläft“. Webern schafft mit seiner Bearbeitung ein neues
Werk, dass sich vor allem der technik der Klangfarbenmelodie bedient, einer von arnold schönberg (1874 – 1951)
geprägten Kompositionstechnik. Die einzelnen stimmen
führen dabei mitunter ton für ton durch die instrumente
des orchesters. thematisch-motivische Beziehungen
werden somit durch die Korrelation von Klangfarbe und
melodie in besonderer Weise verdeutlicht und musikalisch
ausgearbeitet – Bachs „opfer“ in neuem Gewand.
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feliX menDelssohn BartholDY
FLANIEREN IM LuSTGARTEN
LAuSChEN IN DER GRAND GALERIE
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MozART GESELLSChAFT DoRTMuND IN DEN
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1774 erbauten Bagno-Konzertgalerie.
Die Fahrt erfolgt von Dortmund aus mit dem Bus. Auf dem Programm
steht eine Führung durch den Bagnopark und die Konzertgalerie, ein
Mittagessen im Restaurant Bagno und als krönender Abschluss ein
Konzert mit dem Monet Bläserquintett mit Werken von u. a. Carl Nielsen, Ludwig van Beethoven, Franz Danzi und Paul Taffanel. Gleich drei
Stipendiaten der Mozart Gesellschaft sind Mitglieder des Quintetts.
Kosten: 75,– Euro pro Person (zzgl. Getränke).
Bei Interesse kontaktieren Sie bitte unsere Geschäftsstelle.
Mozart Gesellschaft Dortmund
Ruhrallee 9, 44139 Dortmund
Telefon 02 31 - 427 43 35
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www.mozart-gesellschaft-dortmund.de
FeliX menDelssohn bartholDY (1809 – 1847)
sinfonie nr. 5 D-moll oP. 107
„reformations-sinfonie“
reisen bildet. Und wie viele andere musiker, hatte auch
felix mendelssohn Bartholdy eine zeit der reisejahre.
Von 1829 bis 1832 zog es ihn durch süddeutschland,
Österreich, italien, schweiz, frankreich und england.
nicht ohne kompositorischen ertrag. seinem freund Karl
Klingemann (1798 – 1862) berichtete er schließlich:
„ich habe seitdem meine grosse reformationssinfonie
geschrieben und sie liegt blau eingebunden neben mir
auf dem sofa.“ Protestantische Kirchenmusik gehörte zu
den Dingen, die besonderes interesse bei mendelssohn
Bartholdy weckten. so setzte er sich beispielsweise mit
den Chorälen martin luthers auseinander. es sei an diesen
„gar zu herrlich“, wie „jedes Wort nach musik ruft, wie
jede strophe ein anderes stück ist, wie überall fortschritt,
eine Bewegung, ein Wachsen sich findet“ – so schreibt
er am 2. Januar 1831, ebenfalls an Klingemann.
Ursprünglich war seine sinfonie in d-moll für den
300-jährigen Gedenktag der Confessio augustana am
25.6.1830 konzipiert. Beide ecksätze sollten daher
auch von Choralvorlagen ausgehen: Der Kopfsatz vom
„Dresdner amen“ sowie der vierte satz von dem lutherChoral „ein` feste Burg ist unser Gott“.
Kritiker betrachteten sein Werk schon vor der Uraufführung als „scholastisch“, mit „zu wenig melodie“. in Paris
sollte die sinfonie in mendelssohns Gegenwart bei den
„Concerts du Conservatoire“ zur aufführung kommen,
wurde aber nach einer missglückten Probe wieder aus dem
Programm gestrichen. zur Uraufführung gelangte sie erst
am 15. november 1832 in Berlin. Die einzige Wiederholung fand 1837 in Düsseldorf statt – der meister zog das
Werk fortan jedoch zurück und distanzierte sich davon,
womit es auch erst 1868 posthum in den Druck gelangte.
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soPhie PaCini
soPhie PaCini
sophie paCini, KlaVier
Die deutsch-italienische 23-jährige Pianistin sophie Pacini
ist derzeit stipendiatin der mozart Gesellschaft. im alter
von sechs Jahren begann sie mit dem Klavierspiel und stellte
sich bereits zwei Jahre später mit haydns Klavierkonzert
D-Dur der Öffentlichkeit vor. als zehnjährige Jungstudentin
nahm sie die ausbildung bei Karl-heinz Kämmerling am
salzburger mozarteum auf; ab 2007 setzte sophie Pacini
ihr studium in der meisterklasse bei Pavel Gililov fort und
schloss es 2011 mit auszeichnung ab. meisterkurse bei
Dmitri Bashkirov und fou ts’ong gaben ihr überdies
wichtige impulse. schon früh wurde sie mit einer reihe
bedeutender Preise ausgezeichnet, darunter allein drei
auszeichnungen 2011: der Prix Groupe edmond de rothschild und die förderpreise des Deutschlandfunks und des
Bremer musikfestes. ihre internationale Konzerttätigkeit
führte sophie Pacini bereits in renommierte Konzerthallen,
darunter die Bremer Glocke, die hamburger laeiszhalle,
der herkulessaal münchen, das Konzerthaus Berlin oder die
tonhalle zürich.
sophie Pacini trat bei zahlreichen festivals auf, wie z. B.
beim Progetto martha argerich in lugano, beim Kammermusikfest in lockenhaus oder beim Klavier-festival ruhr.
2013 gab sie in einem Konzert mit der Camerata salzburg
ihren einstand bei den salzburger festspielen.
sie konzertierte mit renommierten orchestern wie der
Dresdner Philharmonie, dem luzerner sinfonieorchester
oder mit dem orchester des maggio musicale fiorentino.
ihr Japan-Debüt gab sie 2012 mit dem tokyo Philharmonic
orchestra. in der spielzeit 2014/2015 gastiert sophie Pacini
u. a. beim mozarteum orchester und gibt ihr Debüt beim
lucerne festival.
auf CD hat sophie Pacini robert schumanns Klavierkonzert
a-moll sowie mozarts Klavierkonzert es-Dur mit der Deutschen staatsphilharmonie rheinland-Pfalz (onyx, 2012) und
solowerke von schumann und liszt eingespielt (Cavi music,
2012). im Juli 2014 erschien bei Cavi music eine solo-CD
mit Werken von frédéric Chopin.
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lUDWiG Van BeethoVen
lUDWiG Van BeethoVen
Das WerK Von luDWig Van beethoVen
aus siCht Der Künstlerin sophie paCini
Konzert für KlaVier UnD orChester nr. 4 G-DUr oP. 58
Das Konzert beginnt mit einer in sich ruhenden, himmlisch
anrührenden feststellung: ein vollkommener, geschlossener G-Dur akkord, um den das hauptthema schwebend
kreist, mit einem Gefühl von grenzenloser freiheit.
nach einer zaghaft fragenden überleitung durch den
Dominant-akkord D-Dur vom Klavier zum orchester
schließt sich das orchester mit der herzerwärmenden
tonart h-Dur an und vermittelt das Gefühl von unendlicher
Weite und greifbaren träumen.
Und plötzlich fühlt man sich losgelöst und frei – frei von
allen struktur-normen, die vor und zur zeit Beethovens generell an eine Konzertform angelegt wurden, er möchte das
Gefühl von zeitlosigkeit und dem sprengen aller einengenden
formen, in die Kunst und freigeist gesteckt wurden, vermitteln und uns durch das meer von fliegenden träumen leiten.
Und das ist für mich das Grundgefühl, die Grundaussage
dieses Konzertes: freiheit, romantik, schwelgen, ja gar
euphorie, sowie filigrane und sprudelnde Vitalität. Kurz blitzt
dennoch im zweiten satz, zwischen den beglücken-den
ecksätzen, die andere seite der medaille auf – das schicksal
klopft an die tür. erbarmungslose forte-Punktierungen im
orchester eröffnen ein erstarrtes, gar klirrend kaltes Klangbild, das sich wie ein tiefer, schmerzender schnitt anfühlt.
mir eröffnet sich beim einsatz des Klaviers, das sich mit
einem sanften, doch innerlich gefestigten Choralgebet an
das wiederkehrende imperativ-thema des orchesters anschließt, immer das Bild einer Knospe, die von einem plötzlichen frosteinbruch überrascht und mit einer eisschicht umhüllt wurde, dann durch liebliche sonnenstrahlen schmelzend befreit, zaghaft zu blühen beginnt. zunehmend entfaltet
das Klavier die Blüte aufkeimender hoffnung, die greifende
hand des schicksals scheint dem Bild der zuversicht zu
weichen, bis plötzlich quälende zweifel aufkommen, die
in einem hoch ausrufenden trauergesang enden.
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Die fast vollkommen ausgewachsene Knospe neigt sich
nach einem aussichtslosen inneren Kampf hoffnungslos und
kraftlos dem schicksal und lässt den Kopf erfroren hängen.
Wie ein zeitwechsel, ein Wechsel von einer art schmerzenden rückblende zur Gegenwart, wie eine sich glättende
stirnfalte empfinde ich die überleitung vom letzten ton des
2.satzes „e“ in e-moll zum ersten ton des 3. satzes, ebenfalls „e“ allerdings in C-Dur. Der Beginn des 3.satzes mutet
an wie ein langsam beginnender neuer tag, ein tag an dem
man die Weite der freiheit und das loslösen fesselnder,
vergangener obsessionen spürt. Die freude und die lust am
Glücklichsein wachsen durch den ganzen satz unaufhörlich,
die siegessicherheit leuchtet auch durch die majestätischen
moll Passagen, und das glitzernde Wechselspiel zwischen
orchester und Klavier wird beflügelt bis hin zu einer euphorischen, rauschenden freudenfeier in G-Dur.
Um die Wirkung dieses Klavierkonzertes mit Poesie zu
unterstreichen, möchte ich mit folgendem Gedicht von
rainer maria rilke enden:
„Wie soll ich meine Seele halten, dass sie nicht an deine rührt?
Wie soll ich sie hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle,
die nicht weiter schwingt, wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hat uns in der Hand?
Oh süßes Lied.“
rainer maria rilke, „Liebeslied“ aus „Neue Gedichte“ (1907)
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Giordano Bellincampi
Giordano Bellincampi
Giordano Bellincampi, diriGent
Giordano Bellincampi hatte das amt des duisburger Generalmusikdirektors 2012 zunächst für zwei Jahre angetreten.
aber nach der überaus erfolgreichen ersten Spielzeit konnte
kein Zweifel bestehen, dass man längerfristig miteinander
arbeiten wollte. So wurde der Vertrag im november 2013
um weitere drei Jahre verlängert.
Zusätzlich zu seinem duisburger engagement hat Giordano
Bellincampi zu Beginn der Spielzeit 2013/2014 auch die
position des chefdirigenten beim Kristiansand Symphony
orchestra in norwegen übernommen. Zuvor wirkte er von
2005 bis 2013 als Generalmusikdirektor der danish national
opera und von 2000 bis 2006 als musikdirektor des copenhagen philharmonic orchestra, das ihn bereits 1997 zum
ersten Gastdirigenten berufen hatte. außerdem leitete er als
chefdirigent von 1997 bis 2000 die athelas Sinfonietta Kopenhagen, das führende avantgarde-ensemble dänemarks.
neben seinen leitungspositionen ist Giordano Bellincampi
als gefragter Gastdirigent weltweit tätig. er arbeitete mit
orchestern wie z. B. royal Stockholm philharmonic, Bergen
philharmonic, Trondheim Symphony, St. petersburg Symphony orchestra oder i pomeriggi musicali milano.
im Frühjahr 2000 debütierte Giordano Bellincampi an der
Königlichen oper in Kopenhagen mit „la Bohème“; seither
hat er dort viele große opern des italienischen repertoires
dirigiert. 2005 eröffnete er das neue Theater der Königlichen
oper mit einer neuproduktion von „aida“. an der national
danish opera dirigierte er unter anderem „der rosenkavalier“ und „die Zauberflöte“.
Zu den Höhepunkten der kommenden Spielzeiten gehören
Besuche beim rotterdam philharmonic, royal Flemish philharmonic, Toronto Symphony und der cincinnati opera.
an der deutschen oper am rhein beendete Giordano Bellincampi die Saison 2012/2013 mit einer neuproduktion von
„luisa miller“ in der regie von carlos Wagner und kehrte
in der Spielzeit 2013/2014 mit weiteren aufführungen von
„luisa miller“ und „norma“ zurück.
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DUisBUrGer PhilharmoniKer
mozart GesellsChaft DortmUnD
Duisburger philharmoniKer
mozart gesellsChaFt DortmunD e.V.
seit 2013 ist der italienisch-dänische Dirigent Giordano
Bellincampi Generalmusikdirektor der Duisburger Philharmoniker. er hat damit die nachfolge von so illustren maestros
wie den Brüdern eugen und Georg ludwig Jochum, alexander lazarew, Bruno Weil und Jonathan Darlington angetreten. ob klassische Werke, zeitgenössische musik, musical,
Jazz oder auch rocksongs, die Duisburger Philharmoniker
sind ein orchester mit einem umfangreichen musikalischen
repertoire. als ein orchester der Deutschen oper am rhein
Düsseldorf/Duisburg sind die Duisburger Philharmoniker auch
in opernproduktionen zu hören.
im Jahr 1877 wurden sie mit 30 musikern als „Brandtsche
Kapelle“ gegründet und sind heute mit 93 musikern aus rund
15 nationen einer der großen Klangkörper Deutschlands. in
der spielzeit 2009/10 wurden die Duisburger Philharmoniker
vom Deutschen musikverlegerverband für das bundesweit
beste Konzertprogramm ausgezeichnet. Die CD-einspielung
des tschaikowsky-Violinkonzertes mit der solistin susanna Yoko
henkel wurde in 2011 mit einem echo Klassik ausgezeichnet.
regelmäßig ist das orchester Gast bei international renommierten festivals. Bei der „ruhrtriennale“ begleiteten sie
schon Weltstars wie Vesselina Kasarova, anna netrebko und
neil shicoff. in 2011 feierten sie bei diesem festival mit der
aufführung von richard Wagners „tristan und isolde“ unter
dem Dirigenten Kirill Petrenko triumphale internationale
erfolge. in dieser spielzeit folgen sie wieder ihrer langen
tradition, sich um die zeitgenössische musik zu kümmern:
„Will man über das zeitgenössische schaffen auf dem laufenden bleiben, muss man nach Duisburg fahren“, hatte ein
Kritiker schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschrieben.
in der saison 2014/2015 haben sie im rahmen der triennale
die zeitgenössische oper „neither“ des Us-amerikanischen
Komponisten morton feldmann aufgeführt, und bei den
ruhrfestspielen stand für die Duisburger Philharmoniker
die Uraufführung des musiktheaters „iokaste“ von stefan
heucke auf dem spielplan.
ehrenvorsitzende: Peter Wiegmann
Dr. hermann mittemeyer †
22
Vorstand:
Dr. helmut eiteneyer, sprecher
Karen ann Bode, Geschäftsführender Vorstand
Dr. Carsten Jaeger, schriftführer
Dirk Pickrun, schatzmeister
Beirat:
Birgit Görgner
Christoph schubert
Clarita schwarz
norbert tilmann
Dr. alfred Wendel
Dr. Peter Wittershagen
GesChäftsstelle
mozart GesellsChaft DortmUnD e.V.
leitung:
sabine Goike
sina ziegler
ruhrallee 9, 44139 Dortmund
telefon 0231 - 427 43 35
telefax 0231 - 427 43 85
[email protected]
www.mozart-gesellschaft-dortmund.de
imPressUm
Verantwortlich:
texte über Werke:
Gestaltung und satz:
Druck:
herausgeber:
Karen ann Bode
Joachim iffland
simone angerer
lensing Druck
mozart Gesellschaft Dortmund e.V.
ruhrallee 9, 44139 Dortmund
23
mitgliedschaft
mitgliedschaft
mUsiKalische hochgenÜsse fÜr sie.
eine sichere ZUKUnft fÜr Uns.
die mitgliedschaft.
Von Jahr zu Jahr ist die anzahl der mitglieder der mozart
gesellschaft stetig gewachsen. rund 600 mitglieder tragen
erheblich zur finanziellen sicherheit und damit auch zur
hohen Qualität der Konzertveranstaltungen bei. Viele
nutzen das abonnementsangebot und sichern sich zum
Vorzugspreis jeweils zwei Karten pro mitglied für alle
mozart matineen einer saison. dies ist einer der hauptgründe dafür, dass die mozart matineen mit rund 1.500
Besuchern im Konzerthaus dortmund regelmäßig
ausverkauft sind.
Wir danken allen mitgliedern und hoffen auf noch langjährige mitgliedschaft sowie stetigen Zuwachs unserer
mitglieder-familie!
Wir freuen uns, wenn auch sie mitglied werden.
folgende drei mitgliedschaften sind möglich:
einfache mitgliedschaft
Jahresbeitrag eUr 75,00
• mitgliedsbeitrag und Zuwendungen zur
mozart gesellschaft dortmund e.V. sind abzugsfähig.
• sie werden bei der Platzvergabe bevorzugt behandelt.
• sie erhalten ermäßigte Kartenpreise für die Konzerte der
mozart gesellschaft dortmund e.V..
• sie erhalten 10% ermäßigung auf Konzertkarten der
salzburger mozartwoche (jährlich Januar/februar).
24
fördermitglied
Jahresbeitrag eUr 75,00 + förderbeitrag eUr 175,00
• für diesen Beitrag genießen sie alle vorgenannten Vorteile.
darüber hinaus
• werden sie auf Wunsch in der Konzertvorschau als
fördermitglied genannt.
Partnermitglied
Jahresbeitrag eUr 75,00 + Partnerbeitrag eUr 1.425,00
• für diesen Beitrag genießen sie alle vorgenannten Vorteile.
darüber hinaus
• erhalten sie 2 ehrenkarten für ein Konzert ihrer Wahl.
sPendenKonto
commerzbank ag dortmund
iBan: de77 4408 0050 0106 8799 00
Bic: dresdeff440
sparkasse dortmund
iBan: de88 4405 0199 0921 0136 39
Bic: dortde33
der Beitrag für die mitgliedschaft ist aufgrund der gemeinnützigkeit als spende steuerlich geltend zu machen. als
nachweis für spenden bis 200,– eUr wird der einzahlungsbeleg akzeptiert. für spenden ab 200,– eUr stellen wir ihnen
gerne eine Bescheinigung aus.
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Konzerte 2014 /2015
mozart matineen im Konzerthaus DortmunD
Philharmonie für Westfalen
Sonntag,
26. April 2015
11.00 Uhr
WürttemBerGisChe Philharmonie
reUtlinGen
leitung: ola rudner
solisten: ramón ortega Quero, oboe
sebastian manz, Klarinette
marc Gruber, horn
theo Plath, fagott
tagestour bagnoparK, steinFurt
Samstag,
20. Juni 2015
26
monet BläserQUintett
marc Gruber, horn
theo Plath, fagott
nemorino scheliga, Klarinette
Johanna stier, oboe
anissa Baniahmad, Querflöte
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2014 – 2015
MOZART
GESELLSCHAFT
DORTMUND
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