Veranstaltungen für das Sommersemester 2010 Seminar für

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Veranstaltungen für das Sommersemester 2010
Seminar für Orientalistik und
Islamwissenschaften
(Aktuelle Änderungen bzw. Nachträge finden Sie am SCHWARZEN BRETT
bzw.
unserer Homepage)
Teilnahmevoraussetzungen:
Proseminare mit Teilnahmenachweis:
Proseminar mit Leistungsnachweis:
Hauptseminare mit Leistungsnachweis:
Hauptseminare mit Teilnahmenachweis:
Ab dem 3. Semester
Ab dem 4. Semester
Ab dem 5. Semester
Ab dem 4. Semester
Alle Veranstaltungen aus dem Modulbereich G sind für BA-Studierende der
Religionswissenschaften, alle anderen Veranstaltungen (Module WPV, I-1, I2, O-1, O-2) für MA-Studierende der Religionswissenschaften freigegeben.
Beginn der regelmäßigen Lehrveranstaltungen: 12. April
2010
(bitte beachten Sie unbedingt einzelne Änderungen dieses
Termins)
Arabistik und Islamwissenschaft
Vorlesungen:
050 060
Vorlesung:
Themen der Sozial- und Kulturgeschichte muslimischer Gesellschaften
2-st., Di., 12 – 14, HGB 50
B.A./M.A.: Module G, WPV, I-1; I-2, O-1, O-2
Fragestellungen und Methoden der Sozial- und Kulturgeschichte gehören zu den unabdingbaren Voraussetzungen islamwissenschaftlichen Arbeitens. Die
Vorlesung umreißt wichtige Themenbereiche in der
Entwicklung muslimischer Gesellschaften, die mit sozial- und kulturwissenschaftlichen Perspektiven bearbeitet werden. Hierzu gehören a) die Bedeutung und
Ausprägung unterschiedlicher Sozialstrukturen in den
Regionen der islamischen Welt, etwa im Bereich der
Familie, der Arbeit und des wirtschaftlichen Lebens,
b) das Spannungsverhältnis städtischer und ländlicher
Gesellschaft und Kultur, c) die Konstellationen der
sozialen Schichtung und des sozialen und kulturellen
Pluralismus, und schließlich d) die Stellung der Religion und ihrer Träger innerhalb der jeweiligen Gesellschaften, und damit verbunden die Frage nach der Institutionalisierung des Islam.
Reichmuth
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Die Anthropologie, Soziologie und Kulturgeschichte
der islamischen Welt haben sich in spezifischen wissenschaftlichen und politischen Kontexten seit dem
18. Jh. entwickelt. Wichtige Reiseberichte und Forschungen werden vorgestellt und auf ihren Ertrag und
ihre Begrenzungen hin befragt.
Literatur:
R. Elger: Kleines Islam-Lexikon. Geschichte. Alltag.
Kultur, München, 5. Aufl., 2006
W. Kraus: Islamische Stammesgesellschaften, München 2004
I. M. Lapidus, A History of Islamic Societies, Cambridge 1988
050 062
Vorlesung:
Willensfreiheit und Determination in der islamischen
Theologie
2-st., Di., 14 - 16 Uhr, NB 6/99
B.A/M.A.: Module G, WPV, I-1, O-1; O-2
Achtung: 1. Termin am 20.04.2010
Auch für M.A.-Studierende im Rahmen des MARS
(Medieval and Renaissance Studies) zugelassen.
Schöck
Das Problem des Verhältnisses menschlicher Wahl
(-freiheit) (arab. iÎtiyār) und Determination (qadar)
im Hinblick auf Handlungen aller Art gehört zu den
frühesten und zentralsten Streitfragen muslimischer
Theologie. Es ist verbunden mit den Fragen nach göttlicher Allmacht, Vorherwissen, Gerechtigkeit, und vor
allem der Frage nach der Kausalität, d.h. der Frage
nach dem Grund oder der Ursache des Eintretens eines Sachverhaltes. In der Vorlesung werden Fragestellungen und Antworten anhand von Textzeugnissen
der muslimischen Theologie behandelt und analysiert.
Literatur zur Einführung:
Art. “Freedom and predestination” (D.V. Frolov), in:
Encyclopaedia of the QurÞ ān;
Robert Brunschvig: “Devoir and Pouvoir: Histoire
d’un Problème de Théologie Musulmane”, Studia Islamica 20 (1964), 5-46.
Seminare und Übungen:
050 064
Hauptseminar:
Arabisch-muslimische Auseinandersetzungen über die
Trinität im Mittelalter
2-st., Mo. 14 – 16 Uhr, GB 2/131
B.A./M.A.: Module I-1, O-1; O-2
Auch für M.A.-Studierende im Rahmen des MARS
(Medieval and Renaissance Studies) zugelassen.
Schöck
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Teilnahmevoraussetzung:
Gute Arabischkenntnisse; wöchentliche Vorbereitung
der arabischen Textlektüre; gelesen werden klassischarabische Texte mit voller Vokalisation.
Der muslimisch-christliche Dialog gilt heute als
Grundvoraussetzung einer friedlichen Koexistenz von
Christen und Muslimen. Die Auseinandersetzung über
die christliche Trinitätslehre wird dabei umgangen.
Eine Annäherung der Positionen im Hinblick auf dieses ‘Hauptproblem’ des Christentums scheint unmöglich. Im arabischen Mittelalter hingegen wurde die
muslimisch-christliche Auseinandersetzung über die
Trinität unter Aufbietung aller verfügbaren rationalen
Argumente geführt. Ziel des Seminars ist die Analyse
und der Nachvollzug dieser Argumente ausgehend
von der Widerlegung der Trinität durch den arabischmuslimischen Philosophen al-Kindī (gest. ca.
256/870) und der Verteidigung des arabischjacobitischen Christen YaÎyā b. ÝAdī (gest. 363/974).
Weitere Texte sollen vergleichend herangezogen werden.
Lektüreempfehlung zur Einführung:
Art. “Trinity” in: Encyclopaedia of the QurÞ ān; V,
368-72.
Achtung:
Begrenzte Teilnehmerzahl: 30 Personen
050 065
Hauptseminar:
Die Widerlegung der Philosophen durch Muhammad
al-Ghazzali (gest. 1111)
2-st., Mi. 10 – 12 Uhr, GB 2/131
B.A./M.A.: Module I-1, O-1, O-2, S
Auch für M.A.-Studierende im Rahmen des MARS
(Medieval and Renaissance Studies) zugelassen.
Teilnahmevoraussetzung:
Gute Arabischkenntnisse; wöchentliche Vorbereitung
der arabischen Textlektüre; gelesen werden klassischarabische Texte mit voller Vokalisation.
Die Theologie des AbÙ ḤÁmid MuÎammad al-ĠazzÁlÐ
(gest. 505/1111) bildet einen Höhe- und Wendepunkt
der muslimischen Ideengeschichte. In seinem Werk
Die Inkohärenz (“Zusammenhanglosigkeit”) der Philosophen greift al-ĠazzÁlÐ diejenigen philosophischen
Positionen (vor allem des Ibn SÐnÁ, gest. 428/1037)
an, die er für unvereinbar mit der sunnitischen Theologie hält. al-ĠazzÁlÐs Gegenpositionen finden sich
hauptsächlich in anderen Werken, in welchen er seine
eigene Theologie darlegt. In der Lehrveranstaltung
Schöck
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sollen zunächst Auszüge aus al-ĠazzÁlÐs Inkohärenz
der Philosophen gelesen und analysiert werden. In einem zweiten Schritt soll al-ĠazzÁlÐs Kritik mit Auszügen aus seinen anderen Werken verbunden und ergänzt werden. Ziel des Seminars ist, eine Vorstellung
der wissenschaftlichen Methode und der theologischen Standpunkte dieses wirkungsgeschichtlich bedeutenden muslimischen Theologen zu erarbeiten.
Zur Einführung empfohlen:
Michael E. Marmura, “Al-GhazÁlД, in: The
Cambridge Companion to Arabic Philosophy, ed. P.
Adamson and R. Taylor, Cambridge 2005;
Frank Griffel: “Al-Ghazālī”, in: Stanford Encyclopedia of Philosophy (http://plato.stanford.edu/entries/alghazali/), 2007;
AbÙ ḤÁmid MuÎammad al-GhazzÁlÐ: The incoherence
of the philosophers: A parallel English-Arabic text.
Provo: Utah, 1997.
Achtung:
Begrenzte Teilnehmerzahl: 30 Personen
050 066
Hauptseminar:
Probleme und Methoden der arabisch-muslimischen
juristischen Hermeneutik
2-st., Mi., 12 – 14 Uhr, GB 2/131
B.A./M.A.: Module I-1, O-1, O-2
Auch für M.A.-Studierende im Rahmen des MARS
(Medieval and Renaissance Studies) zugelassen.
Teilnahmevoraussetzung:
Gute Arabischkenntnisse; wöchentliche Vorbereitung
der arabischen Textlektüre; gelesen werden klassischarabische Texte mit voller Vokalisation.
In diesem Seminar soll auf Grundlage bedeutender
klassischer Werke der muslimischen Jurisprudenz,
wie Al-Mustaṣfa min Ýilm al-uṣūl des Abū Ḥāmid
Muḥammad al-Ġazzālī (gest. 505/1111) und Al-Iḥkām
fī uṣūl al-aḥkām des Sayf ad-dīn al-Āmidī (gest.
631/1233) Basiswissen in den Methoden der Rechtsfindung im Islam erworben werden.
Lektüreempfehlung zur Einführung:
Art. “Uṣūl al-fikq” (N. Calder) in EI, new edition.
Achtung:
Begrenzte Teilnehmerzahl: 30 Personen
Schöck
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050 067
Hauptseminar::
Die Sklaverei und ihre Abschaffung in der islamischen Welt: Texte und vergleichende Perspektiven
2-st., Do.. 14 – 16, GB 2/131
B.A./M.A.: Module I-1, I-2, O-2
Teilnahmevoraussetzung:
Das Seminar setzt gute arabische und englische
Sprachkenntnisse voraus.
Reichmuth
Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung
der Sklaverei in der Geschichte muslimischer Staaten
und Gesellschaften sind bis heute stark umstritten.
Aktuell geht es dabei um das Verhältnis von Islam
und Menschenrechten und um die religiöse Verankerung der Sklaverei im Islam. Ausgangspunkt des Seminars ist die Bearbeitung ausgewählter Texte zur
Sklaverei im islamischen Recht. Im zweiten Schritt
werden Spannung zwischen religiösen Normen und
den vielfältigen Praktiken der Sklaverei im Kontext
muslimischer Gesellschaften mit ihrem spezifischen
Verhältnis von sozialer Ungleichheit und Mobilität
untersucht. Hierzu dient die Auseinandersetzung mit
dem neuen umstrittenen Buch von E. Flaig. Dazu
werden Kriterien für den Vergleich mit der Entwicklung von Sklaverei und unfreier Arbeit im Kontext der
Wirtschaftsgeschichte im Mittelalter und in der Neuzeit in Europa und Amerika herausgearbeitet. Schließlich soll der Prozess der weltweiten Abschaffung der
Sklaverei seit dem 19. Jh. in seinen normativen und
wirtschaftlichen Aspekten betrachtet werden.
Literatur:
W. G. Clarence-Smith: Islam and the Abolition of
Slavery, London 2006
E. Flaig: Weltgeschichte der Sklaverei, München
2009
Achtung:
Begrenzte Teilnehmerzahl: 25 Personen
050 068
Hauptseminar:
Ahmad Shauqi (gest. 1932) und der Blick der arabischen Poesie ins 20. Jahrhundert
2-st., Do., 16 – 18 Uhr, GB 2/131
B.A./M.A.: Module I-2, O-1, O-2, S
Teilnahmevoraussetzung:
Das Seminar setzt gute Arabisch- und Englischkenntnisse voraus.
AÎmad Šauqī, zu seinen Lebzeiten als „Dichterfürst“
gefeiert, gehört zu den berühmtesten arabischen klassizistischen Dichtern des frühen 20. Jahrhunderts, der
sich seit 1919 vom Hofdichter der ägyptischen
Khediven zum Nationaldichter des unabhängigen
Ägypten entwickelte. Die Formenwelt seiner Dich-
Reichmuth
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tung reicht von der neoklassischen Qaṣīda bis zum
Versdrama, und in Ansätzen nimmt er bereits die
Entwicklung des arabischen freien Verses vorweg.
Seine Themen reflektieren wie bei kaum einem anderen zeitgenössischen Dichter die sozialen und politischen Entwicklungen und Umbrüche seiner Zeit. Das
Seminar erarbeitet die Themen- und Formenwelt
AÎmad Šauqīs anhand von Lektüre und Interpretation
wichtiger poetischer und dramatischer Texte aus seinem Werk.
Literatur:
M. M. Badawi (hrsg.): Cambridge History of Arabic
Literature. Modern Arabic Literature, Cambridge
1992, 47f., 67-71, 358ff.
A. Boudot-Lamotte: „Shawḳī, AÎmad“, EI, 2nd ed.,
IX, 379f.
Achtung:
Begrenzte Teilnehmerzahl: 25 Personen
050 069
Proseminar:
Islamische Gesellschaften im Blick der Anthropologie: Forschungen, Fragestellungen und Methoden
2-st., Di., 16 - 18 Uhr , GB 2/131
B.A.: Module I-1, I-2, O-1
Teilnahmevoraussetzung:
Gute Englischkenntnisse voraus.
Reichmuth
Das Seminar begleitet und vertieft die Thematik der
Vorlesung, kann aber auch unabhängig von ihr belegt
werden.
Achtung:
Begrenzte Teilnehmerzahl: 30 Personen
050 070
Proseminar:
Ägyptische Gesellschaft 1922 – 2010
2-st., Fr., 16 – 18 Uhr, GB 2/131
B.A: Modul I-2
Teilnahmevoraussetzung:
Mind. Arabisch II und gute Englischkenntnisse
Straßenschlachten, Wahlbetrug, Terrorismus, Frauenbeschneidung, Islamisierung - jüngere ägyptische Geschichte liest sich mal als Krimi, dann als Drama und
manchmal als Verschwörungstheorie. Auf der anderen
Seite gibt es eine blühende Medienlandschaft, eine
wachsende Mittelschicht und eine moderne, erfolgsorientierte Prägung der islamischen Gläubigkeit sowie
stabile außenpolitische Beziehungen zu Israel und Europa und erstaunlich viele Kanäle der Mitbestimmung. In jedem Fall hat Ägypten als Schlüsselstaat
des Nahen Ostens und Nordafrika eine rasante und
wechselhafte Entwicklung durchgemacht, vom briti-
Bentlage
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schen Protektorat und der konstitutionellen Monarchie
über den Arabischen Sozialismus bis hin zur Öffnungspolitik as-Sādāts und der autokratischen Herrschaft Mubaraks.
In diesem Proseminar soll es um die inneren gesellschaftlichen Entwicklungen Ägyptens der letzten 90
Jahre gehen. Nach einem groben chronologischen
Überblick in den ersten Sitzungen werden thematische
Schwerpunkte gesetzt, also etwa die Entwicklung von
Parteien, religiösen Strömungen oder der Wirtschaft
über den gesamten Zeitraum betrachtet. Das Themenspektrum ist breit gefasst von der offiziellen Parteipolitik über Islamisierung und Terrorismus zu Spezialgebieten wie Recht und Wirtschaft, sowie sozialen
und kulturellen Aspekten, etwa inoffiziellen Heiraten,
medizinischer Versorgung und Literatur. Das Seminar
gibt somit einen umfassenden Einstieg in die aktuellen inneren Entwicklungen eines der wichtigsten arabisch-islamischen Staaten und bietet reichlich Ansatzpunkte für weiterführende Fragestellungen.
Lektüretexte werden wöchentlich per E-mail verschickt oder zum Download bereitgestellt.
Achtung:
Begrenzte Teilnehmerzahl: 30 Personen
050 071
Proseminar:
Schia
2-st., Di., 10 - 12 Uhr, GB 03/46
B.A.: Module I-1, I-2, O-1, O-2
Rambod
In diesem Proseminar werden wir uns neben der Entwicklungsgeschichte des Schiismus und dessen politischer und kulturwissenschaftlicher Entwicklung, aus
aktuellem Anlass mit der Position der schiitischen
Geistlichkeit gegenüber der westlichen Moderne, insbesondere mit dem Konstitutionalismus zwischen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts bis zu
Gegenwart beschäftigen.
Durch eine historische und religionssoziologische
bzw. politikwissenschaftliche Untersuchung können
wir die heutigen Meinungsverschiedenheiten unter
den religiösen Reformisten, Geistlichen und säkularen
Gruppierungen und ihre Zukunftsperspektiven erarbeiten.
Von den Teilnehmern wird die Anfertigung eines Referates, einer Hausarbeit oder eines Essays erwartet.
Achtung
Begrenzte Teilnehmerzahl: 35 Personen
050 072
Proseminar/Übung:
Darstellung der Türkei in der arabischen Öffentlichkeit:
Historische Konflikte und aktuelle Fragen
Louhichi-Güzel
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2-st., Di., 14 – 16 Uhr, GB 2/131
BA/M.A.: Module: I-2 und S
Teilnahmevoraussetzung:
Mindestens Arabisch III
Vierhundert Jahre lang war die arabische Welt vom
Osmanischen Reich annektiert. Doch spätestens nachdem das Osmanische Reich eine Niederlage während
des Ersten Weltkrieges erlitten hatte, wurden die Autonomie-Bestrebungen der Araber bestärkt und es begann ein dunkles Kapitel gespannter Beziehungen und
systematischer Entfremdung zwischen den Türken
und der arabischen Welt.
Das Misstrauen seitens der arabischen Welt wuchs,
als sich die Politik der Türkei Ende des Zweiten
Weltkrieges den vertraglichen Bindungen mit dem
westlichen Lager ergab. Die Politik ‚Kemal Atatürk’s’
und vor Allem die Säkularisierung der Türkei stellten
einen weiteren Trennfaktor dar und führten zu einer
wachsenden Kluft.
Als im Jahr 2002 die islamisch geprägte "Partei für
Gerechtigkeit und Entwicklung" an die Macht kam,
begann eine neue Ära in den türkisch-arabischen Beziehungen. Vor Allem die relativierten politischen
Beziehungen zu Israel und die wachsenden Wirtschaftsinteressen beider Parteien verhalfen zu einer
politischen Annäherung.
Diesen stets veränderten Verhältnissen entsprechend,
sind die Einschätzungen des osmanischen Reiches
und der modernen Türkei sowohl in der arabischen
Historiographie, als auch in Presseberichten sehr unterschiedlich.
Welches Bild des osmanischen Reiches und der modernen Türkei liefern die arabischen historischen
Quellen und Nachrichtentexte? Wie werden historische Konflikte und aktuelle Fragen dargestellt? Welche Entwicklungen sind in der Methodik und in der
inhaltlichen Herangehensweise arabischer Historiker
und Intellektueller nachzeichnen? In wie weit trugen
die Untersuchungen von Albert Hourani zu einer differenzierten historischen Darstellung bei?
In diesem Seminar wird anhand von Referaten sowie
der Lektüre und Übersetzung verschiedener arabischer Texte die Beziehung zwischen der Türkei und
der arabischen Welt in all ihrer Vielfältigkeit (Kultur,
Religion, Geschichte, Politik usw.) thematisiert. Eine
ausführliche Literaturliste sowie eine Liste mit Referatsthemen liegen in der ersten Sitzung aus.
Achtung
Begrenzte Teilnehmerzahl: 30 Personen
050 073
Übung
Einführung in die neuzeitliche Geschichte der islamischen Welt
Louhichi-Güzel
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2-st., Do., 10 - 12 Uhr, GB 2/131
B.A.: Module: I-1, I-2, O-1
NUR BA, empfohlen für Studierende im 2. Semester
Die Veranstaltung bietet eine Einführung in wichtige
politische, soziale und kulturelle Entwicklungen verschiedener Ländern der islamischen Welt vom Beginn
der Entkolonialisierung bis zur Gegenwart.
Sie versucht, eine Darstellung der Vielgestaltigkeit
des islamischen Raums unter Berücksichtigung der
unterschiedlichen gesellschaftlichen, historischen und
politischen Entwicklungen zu liefern, indem ausgewählte Länder bzw. Gebiete exemplarisch untersucht
werden.
Neben den allgemeinen bzw. auf Sozial- und Kulturgeschichte bezogenen Überblicksdarstellungen werden die Probleme der islamischen Länder dargestellt,
die aus dem Zwiespalt zwischen der angestrebten
Modernisierung und dem Bedürfnis nach Aufrechterhaltung der islamischen Traditionen entstehen. Nationalismus und Islamismus, bürgerliche Formen des Islam und sozialistische Ausprägungen sind hier nur
wenige Beispiele für Themen, die in dieser Veranstaltung diskutiert werden.
Anhand der Lektüre ausgewählter Texte, Referate und
Diskussionen sollen im Rahmen von Arbeitsgruppen
grundlegende methodische und inhaltliche Probleme
analysiert und veranschaulicht werden.
Eine ausführliche Literaturliste wird in der ersten Sitzung verteilt und kommentiert.
Achtung
Begrenzte Teilnehmerzahl: 30 Personen
050 074
Übung:
Al-Farabis Einführung in die Logik
2-st., Blockveranstaltung, Termine nach Absprache
B.A./M.A.: Module I-1, O-1, O-2, S
Persönliche Anmeldung bei Frau Prof. Schöck erforderlich (E-Mail: [email protected])
Auch für M.A.-Studierende im Rahmen des MARS
(Medieval and Renaissance Studies) zugelassen.
Teilnahmevoraussetzung:
Gute Arabischkenntnisse; Bereitschaft zur Vorbereitung der arabischen Textlektüre
In dieser Übung sollen Textauszüge aus Einführungen
in die Logik verfaßt von Abū Naṣr al-Fārābī (gest.
339/950) gelesen werden.
Zur Einführung empfohlen:
Tony Street: “Arabic and Islamic Philosophy of Language and Logic”, in: Stanford Encyclopedia of Philosophy (http://plato.stanford.edu/entries/arabic-islamic-
Schöck
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language/), 2008.
Achtung
Begrenzte Teilnehmerzahl: 30 Personen
050 075
Proseminar:
Proseminar: „Einführung in die Anfänge der islamischen Mystik und ihre Entwicklung auf dem Balkan“
2 st., Mo. 10 – 12 Uhr, GB 2/131
B.A.: Module I-1, I-2, O-2
Achtung: 1. Termin am 19.04.2010, 10.30 s.t.
Verbindliche Anmeldung über VSPL.
Teilnahmebescheinigung:
Anwesenheit, Diskussion im Seminar-Internetforum,
Referat und Kurzvortrag, schriftliche Übung.
Schaak
Köseoğlu
In diesem Proseminar geht es um die Entwicklung des
klassischen Sufismus bzw. der islamischen Mystik
und ihre Verbreitung auf dem Balkan. Wir werden der
Frage nachgehen, wie sich aus dem Verlauf der islamischen Theologie das Bedürfnis nach einer derartig
spirituellen Orientierung entwickelte und sich zu einer
Lehre formte. Dabei soll – soweit man dies bestimmen kann - der Geburtsort des Sufismus mit seinen
Protagonisten vorgestellt werden. Später gegründete
Sufi-Orden – im Speziellen der der Bektaschis im
Osmanischen Reich im 13. Jh. - spielen für die Verbreitung des Sufismus auf dem Balkan während des
14. Jh. eine zentrale Rolle. Arabischkenntnisse sind
von Vorteil, aber keine Bedingung für eine erfolgreiche Teilnahme.
Achtung
Begrenzte Teilnehmerzahl: 30 Personen
050 076
Proseminar:
Der arabisch-israelische Konflikt aus der Sicht israelischer und palästinensischer Historiker
2-st., Mi., 8 – 10 Uhr, GB 2/131
B.A.: Module I-1, I-2, O-1
Teilnahmevoraussetzung:
Die Fähigkeit und Bereitschaft sich mit englischsprachigen Texten zu befassen wird vorausgesetzt.
Dieses Proseminar soll Einblicke in den Konflikt zwischen Israelis und Arabern verschaffen, vor allem in
die Rolle, die die palästinensischen und die jüdischzionistischen Nationalbewegungen darin spielten. Der
Schwerpunkt wird dabei auf historiographischen und
programmatischen Texten der Betroffenen liegen. Auf
Wunsch wird es Gelegenheit zur individuellen Arbeit
mit arabisch- und hebräischsprachigen Texten auch
geben.
Zur einführenden Lektüre eignen sich u. a.:
Baumgarten, Helga: Palästina: Befreiung in den Staat,
Frankfurt/Main: Suhrkamp 1991.
Flug, Noah und Martin Schäuble: Die Geschichte der
Kriener
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Israelis und Palästinenser, München: Hanser 2007.
Johannsen, Margret: Der Nahost-Konflikt, Wiesbaden: VS 2006.
Achtung
Begrenzte Teilnehmerzahl: 30 Personen
050 078
Proseminar/Übung:
Die Eroberung Irans durch die Afghanen im Jahre
1722: Ursachen und Folgen
2-st. Fr. 12 – 14 Uhr, GB 2/131
B.A./M.A.: Module O 2, I-1, I-2
Hoveyes
Das 18. Jahrhundert war für den Iran gekennzeichnet
durch innere Zerrissenheit und Machtkämpfe. Zu Beginn dieses Jahrhunderts regierte dort der letzte safawidische Herrscher, Sultan Husain, über dessen Autorität die Völker spotteten.
Als die afghanischen Verbände die iranische Hauptstadt im Jahre 1722 belagerten und schließlich eroberten, wurde der Zerfallprozess der safawidischen Dynastie besiegelt. Die safawidische Dynastie erlebte
schon in der zweiten Hälfte des 17. Jh. eine politische
und ökonomische Inflation. Die anhaltenden Kriege
gegen die Osmanen und Özbeken verursachten Armut, was zur Unzufriedenheit unter der Bevölkerung
führte. Die inneren Unruhen nahmen zu. Die Verfolgung der Sunniten verstärkte sich derart, dass am Ende die Gewalt eskalierte, die mit dem Aufstand der
sunnitischen Afghanen gegen die schiitischen Safawiden endete. Die Afghanen regierten für eine kurze
Zeit über Teile des persischen Staates, verloren jedoch
die Macht über die Gebiete, die sie beherrschten. Die
Afscharen rissen die Macht an sich und erbten die
Dynastie der Safawiden.
Nach den turkmenischen Afscharen setzten sich die
Zand für eine Weile im Iran durch. Schließlich sicherten sich im Jahre 1796 die turkmenischen Kadscharen
den persischen Thron und regierten das Land für mehr
als ein Jahrhundert. In diesem Jahrhundert verlor der
iranische Staat seine Herrschaft über einige Gebiete
im Kaukasus an das russische Reich. In diesem Seminar werden die inneren Machtkämpfe und die Aufeinanderfolge der Herrscherhäuser chronologisch behandelt. Die russische Expansionspolitik und die Rolle anderer europäischer Mächte werden ebenso thematisiert.
Achtung:
Begrenzte Teilnehmerzahl: 30 Personen
050 079
Proseminar/Übung:
Einführung in die Geschichte des Islams auf dem Balkan (Fallbeispiel Bosnien)
2 st., Fr., 14 -16 Uhr, GB 2/131
B.A.: Module I-1, I-2
Schaak
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Verbindliche Anmeldung über VSPL.
Teilnahmebescheinigung Übung:
Anwesenheit, „reading responses“ im Internetforum,
schriftliche Übung.
Das Seminar startet im Spätmittelalter und verfolgt
den historischen Weg des Islams in Bosnien seit der
Expansion der Osmanen auf den Balkan im 14.-15.
Jahrhundert. Die Arbeitsschwerpunkte liegen dabei in
erster Linie auf der politischen und soziokulturellen
Integration Bosniens in das Osmanische Reich (15.17. Jahrhundert) und ferner auf der Entwicklung einer
an die Bedingungen der osmanischen Herrschaft angepassten Infrastruktur.
Das Seminar ist als Einstieg in die wissenschaftliche
Beschäftigung mit dem Islam auf dem Balkan konzipiert und wird sich vornehmlich an der Oberfläche
kultur-historischer Prozesse bewegen, um die Teilnehmer für Forschungsfragen zu sensibilisieren. Daher werden auch keine Kenntnisse des Bosnischen/Kroatischen/Serbischen vorausgesetzt.
(Dieses Proseminar ist der 1. Teil einer insgesamt
vierteiligen Seminarreihe zum Islam in BosnienHerzegowina und auf dem Balkan. Die einzelnen Seminare können natürlich unabhängig voneinander besucht werden.).
Achtung
Begrenzte Teilnehmerzahl: 30 Personen
050 080
Proseminar/Übung:
Lektüre und Analyse von Texten aus al-Tibb al
nabawi
2-st., Di. 14 – 16 Uhr, GB 2/33
B.A./M.A.: Module I-1, I-2, O-1, O-2, S
Die medizinische Literatur des islamischen Mittelalters, welche im wesentlichen die hellenistische Medizin bewahrt und fortentwickelt, verzeichnet auch eine
Reihe von Werken, die volkstümliche und „gelehrte“
magische Praxis darstellen, sowie solche, die Diagnose und Therapie von Krankheiten auf der Basis von
Lehren des Propheten MuÎammad, vor allem aus dem
Íadī×, vornehmen. Autoren solcher Werke über aÔṬibb an-nabawÐ bzw. Óibb an-nabÐ waren nicht Mediziner, sondern Traditionarier, Juristen und Historiker.
Es werden Ausschnitte aus Werken von Ibn Taymiyya
(gest. 1318), seinem Schüler Ibn Qayyim alǦawziyya, MuÎammad b. AÎmad aÆ-Åahabī (gest.
1348) und as-Suyūṭī (gest. 1505) gelesen.
Lektüre zur Einführung:
Biesterfeldt
13
Michael W. Dols, Majnūn […], Oxford 1992, 211273; Irmeli Perho, The Prophet’s Medicine […], Helsinki 1995.
Achtung:
Begrenzte Teilnehmerzahl: 12 Personen
050 081
Proseminar/Übung:
Die klassischen Koranwissenschaften und ihre Bedeutung für den Umgang mit dem Koran im islamischen
Religionsunterricht
2st., Blockseminar, Raum?, Termine s.u.
B.A./M.A.: Module I-1, I-2, O-1, O-2
Termine:
Samstag, 17.04.2010 / 10 – 18 Uhr, GBCF 04/514
Samstag, 24.04.2010 / 10 – 18 Uhr, GBCF 04/514
Samstag, 26.06.2010 / 10 – 18 Uhr, GBCF 04/514
Samstag, 17.07.2010 / 10 – 18 Uhr, GBCF 04/514
Achtung
Begrenzte Teilnehmerzahl: 35 Personen
Vergabe von Referatsthemen vor Beginn des Semesters (weitere Infos siehe Homepage).
Sobald man sich mit dem Text des Korans näher beschäftigt stellt man fest, dass es doch einiger Werkzeuge bedarf, um bestimmte Begriffe, Redewendungen und Begebenheiten, die berichtet werden, aufzuschlüsseln. Beziehen sich die ÁyÁt al-qitÁl, die sogenannten „Kampfesverse“ auf jede Zeit und jeden Ort,
oder handelt es sich hier um historische Ereignisse,
deren Hintergrund man kennen muss, um sie richtig
zu verstehen.
Was sind denn die „grundlegenden“ Verse
(mukamÁt), oder diejenigen, die „verschiedener Deutung fähig „sind (mutašÁbihÁt)?
All diese Fragen stellten sich auch die ersten Generationen von Muslimen, die entweder aufgrund der Besonderheit der koranischen Sprache, oder aufgrund
der Tatsache, dass sie keine arabischen Muttersprachler waren, den Text nicht immer richtig verstehen und
einordnen konnten.
Aus diesen Überlegungen heraus entwickelten Muslime die „ÝulÙm al-qurÞÁn“, Disziplinen, die sich mit
den historischen Dimensionen und den sprachlichen
und literarischen Besonderheiten des Korans befassen.
In diesem Semester konzentrieren wir uns auf die verschiedenen Koranwissenschaften und versuchen sie
für ein besseres Verständnis von Textpassagen aus
dem Koran zu nutzen.
Klassische wie auch moderne Ansätze in den Koranwissenschaften werden herangezogen, um den Koran
zugänglich zu machen und ihn für den Gebrauch im
Gerhold
14
Unterricht aufzubereiten.
Quellen:
Krawulsky, Dorothea, Lang, Peter Bern: Eine Einführung in die Koranwissenschaften: 'Ulum al-Qur'an
Bobzin; Hartmut: Der Koran: Eine Einführung
Kermani, Navid: Gott ist schön: Das ästhetische Erleben des Koran
Nagel, Tilman: Der Koran: Einführung - Texte - Erläuterungen von C.H.Beck (Taschenbuch - August
2002)
Neuwirth, Angelika: Studien zur Komposition der
mekkanischen Suren: Die literarische Form des Koran - ein Zeugnis seiner Historizität? Durch eine korangeschichtliche ... Und Kultur Des Islamischen
Orients)
050 082
Haupt-/Proseminar/Übung:
Letzter Klassiker und NaqšbandÐ-Scheich: ÝAbdorraÎmãn-e ÉãmÐs Persönlichkeit, Werke und Wirken
im timuridischen HerÁt (15. Jh.)
2-st., Mo. 12 – 14, GB 2/33
B.A./M.A.: Module I-1, I-2, O-1
Teilnahmevoraussetzung:
Lese- und Übersetzungsfähigkeit im Persischen
(Sprachrichtung pers.-dt.); Bereitschaft zur wöchentlichen Vorbereitung von Textpassagen; Interesse an
klassischer persischer Sprache.
Ein Dichter kam zu Ğāmī, trug ihm ein Ġazal vor und
sagte: „Ich möchte dieses Gedicht am Stadttor aufhängen, damit es bekannt wird.“ Darauf Ğāmī: „Woher sollen die Leute denn wissen, daß es dein Gedicht
ist? Vielleicht sollte man dich daneben aufhängen.“
Diese und andere humoristische Anekdoten zeichnen
ein eigenes Bild von einer schillernden Persönlichkeit
im timuridischen Herāt, der ostiranischen Kulturhochburg des 15. Jahrhunderts: Nūr od-Dīn ÝAbdorraÎmãn-e ÉãmÐ (1414-92) gilt als der letzte große
klassische Dichter der persischen Poesie, ist aber im
universitären Unterricht bislang mit erheblich weniger
Aufmerksamkeit bedacht worden als frühere Dichter
wie SaÝdī, Rūmī oder gar ḤāfeÛ – ob zurecht oder zu
unrecht, kann jeder Teilnehmer am Ende der Veranstaltung für sich selbst entscheiden.
Im ersten Block werden wir uns mit Ğāmīs Persönlichkeit und seinem vielfältigen Wirken als Dichter,
Gelehrter und führender Persönlichkeit des
Naqšbandī-Ordens vertraut machen. Dazu ziehen wir
unterschiedliche Quellengattungen (auch humoristische Anekdoten) und Forschungsliteratur hinzu.
Im zweiten Block übersetzen wir gemeinsam ausgewählte Auszüge aus Ğāmīs persischer Poesie und Prosa (keine arabischen Werke!). Dabei werden die
Kurz
15
Kenntnisse des modernen Neupersisch in den vormodernen Sprachgebrauch hinein erweitert. Grundlegende Elemente der persischen Poesie, ohne die man ältere Gedichte nicht entschlüsseln kann, werden anhand
der poetischen Auszüge behandelt, Besonderheiten
des älteren Neupersisch in Wortschatz, Syntax und
Grammatik anhand der Prosatexte. Besondere Interessen der Teilnehmer bei der Schwerpunktsetzung der
Veranstaltung können berücksichtigt werden. Am Ende des Semesters wollen wir Ğāmīs Rolle(n) und Bedeutung diskutieren.
Literatur zur Vorbereitung:
Artikel in der Encyclopedia Iranica (EIr) unter „Jāmī”
(weiterführende Literatur ist am Ende der einzelnen
Abschnitte aufgeführt).
Die EIr ist online für jeden frei zugänglich unter
www.iranica.com!
Organisatorische Bemerkungen:
Die Kopiervorlage des Readers wird ca. 1 Woche vor
Vorlesungsbeginn bei Frau Rüters hinterlegt und sollte vor Beginn der Veranstaltung kopiert werden. Voraussichtlich werden nicht alle Texte in der Veranstaltung gelesen.
Achtung
Begrenzte Teilnehmerzahl: 20 Personen
Die Teilnehmer sind gehalten, bereits in der ersten
Sitzung des Semesters zu erscheinen: Es wird bereits
in die Inhalte der Veranstaltung eingeführt!
050 083
Proseminar /Übung:
Orientalistik und Orientalismusdiskussion
2-st., Fr., 10 – 12, GB 2/131
B.A./M.A.: Module I-2, O-2
Gegenstand des Kurses ist eine intensive Auseinandersetzung mit den nach wie vor kontrovers diskutierten Thesen Edward Saids.
Anhand ausgewählter Beispiele aus der Fach- und
Imperialgeschichte sollen die Tragweite und Tragfähigkeit der Said’schen Vorwürfe diskutiert werden,
um die historische und gegenwärtige Rolle und Position der Orientalistik zu beleuchten.
Empfohlene Literatur:
Edward Said: Orientalismus
Achtung
Begrenzte Teilnehmerzahl: 20 Personen
Strotmann
16
Sprachkurse und Übungen Arabisch
050 084
Tutorium Arabisch II
(Betreuung durch Frau Dr. Bouras)
2-st., Gruppen A und B
Termine nach Absprache
Malik
Hussein
Teilnahme dringend empfohlen
Sprachkurs : Arabisch II, bestehend aus:
050 085
Übungen II
Gruppe A: 4-st., Di. 8 – 12, NB 2/99
Gruppe B: 4-st., Do. 8 - 12, NB 2/99
Fouad
ACHTUNG:
Anrechnung nur über Optionalbereich möglich.
Dieser Teil des Arabisch-Kurses ist nicht länger
dem Modul SK-1 zuzuordnen!!
050 086a
050086b
Kommunikation II
Gruppe A: 2-st., Mi., 8 – 10, HMA 40
Gruppe B: 2-st., Mi., 10 – 12, HMA 40
B.A.: Modul SK-1
Bouras
050 087
Vorlesung:
Einführung in die Arabische Grammatik II
2-st., Do., 14 – 16, NC 02/99
B.A.: Modul SK-1
Bouras
050 088
Sprachkurs:
Arabisch IV - Übungen
2-st., Do., 12 - 14 Uhr, GBCF 04/514
B.A.: Modul SK-2
Fouad
Arabisch IV schließt den Arabisch-Kurs ab. Dieser
Kurs dient speziell der Hinführung zur klassischen
Form der arabischen Sprache und zum philologischen Arbeiten in der Arabistik. Anhand der Lektüre
klassisch-arabischer Texte wird die Kenntnis der
Syntax vertieft.
Voraussetzung für die Teilnahme ist die bestandene
Klausur Arabisch III.
Die Voraussetzungen für den Erwerb von 3 CP sind
regelmäßige aktive Teilnahme, Vor- und Nachbereitung der gelesenen Texte und das Bestehen der
Abschlussklausur (Übersetzung eines klassischen
arabischen Textes ins Deutsche).
17
050 089a
050089b
Sprachkurs:
Arabisch IV - Kommunikation
2-st., Gruppen A und B
Gruppe A: Di., 8 – 10 Uhr, NB 02/99
Gruppe B: Di., 10 – 12, NB 02/99
B.A.: Modul SK-2
Bouras
050 094
Sprachkurs/Vorlesung:
Arabische Grammatik IV
2-st., Do., 16 - 18 Uhr, HGB50
B.A.: Modul SK-2
Bouras
050 090
Sprachkurs/Übung:
Ägyptisch-Arabisch II
2-st., Di., 14 – 16 Uhr, NA 2/64
B.A.: Modul SK-1 (Sprachpraxis)
Übung: Module O-1, O-2, I-2
M.A.: Modul S
Fouad
Fortsetzung der im Wintersemester 08/09 begonnenen Lehrveranstaltung.
050 091
Übung:
Moderne arabische Literatur
2-st., Mi., 12 - 14 Uhr, GB 2/33
B.A./M.A.: Modul O-1
Fouad
Anhand von Rundfunkbeiträgen arabischer Schriftsteller wird ein Überblick über die moderne arabische Literatur gegeben. Die Beiträge liegen auch in
Schriftform vor.
050 092
Übung:
Arabisch - Kommunikation für Fortgeschrittene
2-st., Do., 10 – 12, GB 2/33
M.A.: Modul S (2-Fach-Studium)
Voraussetzung:
Arabisch IV
Dieser Kurs richtet sich an Teilnehmer, die Arabisch
I bis IV bereits absolviert haben oder über vergleichbare Vorkenntnisse verfügen. Im Mittelpunkt
dieser Veranstaltung steht der Erwerb einer mündlichen kommunikativen Kompetenz, die über einfache
Alltagssituationen hinausgeht und auch akademische
Kontexte umfasst.
Anhand von Texten aus verschiedenen Themengebieten werden der Wortschatz ausgebaut und die
selbständige Sprachproduktion gefördert. Gegen
Mitte des Semesters besteht die Möglichkeit, unter
Anleitung selbst kurze Vorträge in arabischer Sprache zu halten.
Bouras
18
Für den Lernerfolg ist es wichtig, dass die Teilnehmer sich durch Vor- und Nachbereitung sowie Vokabellernen aktiv mit dem Unterrichtsstoff auseinandersetzen.
050 093
050 094
Übung:
Kursorische Lektüre klassischer arabischer Texte
2-st., Mi., 14 - 16 Uhr, GB 2/131
B.A./M.A.: Modul O-1, S
Fouad
Klassische Texte, die sich im Schwierigkeitsgrad
steigern, werden mit dem Ziel gelesen, einen Vergleich mit dem modernen Arabisch zu vermitteln.
s.o.
Sprachkurse und Übungen
Persisch und Urdu
050 095
Sprachkurs:
Persisch II
4-st., Mo., 12 - 14 Uhr, GB 2/131
Do., 14 - 16 Uhr, GBCF 05/705
B.A.: Modul SK-3
M.A.: Modul SK
Jeddi
Fortsetzung der im Wintersemester 08/09 begonnenen Lehrveranstaltung.
050 096
Sprachkurs / Übung:
Persisch IV (f. Fortgeschrittene)
2-st., Mo., 14 - 16 Uhr, GB 2/33
ab 3. Semester
B.A.: Module O-1, I-2, S
M.A. Modul SK
Fortsetzung des Grundkurses zur Vertiefung der in
den ersten drei Semestern erworbenen Kenntnisse.
Jeddi
050 097
Sprachkurs:
Urdu II
2-st., Do., 12 - 14 Uhr, GB 2/33
B.A.: Modul SK-2
M.A.: Modul SK
Jeddi
050 098
Übung:
Lektüre klassischer persischer Literatur
2-st., Mo., 16 - 18 Uhr, GB 2/33
B.A., M.A.: Modul O-1, S
Voraussetzung:
Persisch III und IV
Jeddi
050 099
Übung:
Jeddi
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Persische Zeitungslektüre
zusammengelegt mit Persisch IV
2-st., Mo., 14 – 16, GB 2/33
B.A., M.A.: Module I-2, O-1, S
050 100
Übung:
Persische Konversation
2-st., Do., 16 - 18 Uhr, GB 2/33
B.A./M.A.: Module I-2, O-1, S
Jeddi
050 101
Übung:
Arabisch-Persische Kalligraphie / Landeskunde Iran
2-st. Mi., 12 - 14 Uhr, GBCF 05/703
B.A./M.A.: Modul I-2, O-1 (nur in Verbindung mit
der Übung „Landeskunde Iran“)
Jeddi
Sprachkurse und Übungen
Turksprachen
050 104
Sprachkurs:
Türkisch II:
4-st., Mo., 16 – 18, GB 2/131
Mi., 16 – 18, GB 2/131
B.A.: Modul SK-3
M.A.: Modul SK
Özcan
Ausfalltermine:
Mittwoch, 21. April 2010
Montag, 26. April 2010
Mittwoch, 05. Mai 2010
Mittwoch, 19. Mai 2010
Ersatztermine:
Samstag, 17. April 2010 Türkisch II von 10-14 Uhr
Samstag, 08. Mai 2010 Türkisch IV von 10- 14 Uhr
Samstag, 03. Juli 2010 Türkisch II von 10- 14 Uhr
Klausurtermine:
Türkisch II und IV:
Mittwoch, 07. Juli 2010 zu den üblichen Zeiten in den
vorgesehenen Räumen.
Nachschreibtermin für beide Türkischkurse:
Montag, 12. Juli 2010, 16-18 Uhr, 2 131
050 105
Sprachkurs/Übung:
Türkisch IV
2-st., Mi., 14 – 16 Uhr, GB 03/49
B.A.: Module O-1, I-2, S
M.A.: Modul SK
050 106
Übung:
Osmanisch-türkische Lektüre für Anfänger
2-st., Di. 16 – 18 Uhr, GB 2/33
B.A./ M.A.: Modul O-1
Özcan
Biesterfeldt
20
Es werden Texte aus der Osmanisch-türkischen
Chrestomathie von Richard F. Kreutel (Wiesbaden
1965) gelesen.
Achtung
Begrenzte Teilnehmerzahl: 12 Personen
Seminar für Orientalistik und Islamwissenschaften
Homepage unter http://www.ruhr-uni-bochum.de/orient/vlv.html / Stand: 14.04.2010
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