EU unterstützt und koordiniert Stammzellenforschung

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Brüssels, den 14. September 2001
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Der EU-Forschungskommissar Philippe Busquin erklärte: „Die Stammzellenforschung gehört zu den vorgeschlagenen Prioritäten des nächsten Forschungsrahmenprogramms (2003 – 2006). Die Stammzellentherapie ist im Hinblick auf die
Heilung von Krankheiten und Verletzungen höchst vielversprechend. Meiner
Meinung nach lässt sich sehr viel durch einen stärkeren Informationsaustausch und
eine bessere Koordinierung der Stammzellenforschung in ganz Europa gewinnen.
Doch möchte ich klarstellen, dass Forschung an embryonalen Stammzellen, bei der
ein Embryo für Forschungszwecke hergestellt wird, zurzeit und auch in Zukunft nicht
aus europäischen Forschungsprogrammen finanziert wird.“
Die Teilnehmer betonten, alle möglichen Stammzellenquellen (Erwachsene,
abgetriebene Föten, Nabelschnurblut, Embryos im Frühstadium) sollten erforscht
werden. Viele dieser Wege von der Forschung auszuschließen, wäre eine
kurzsichtige Entscheidung. Nach Meinung der Fachleute braucht Europa eine
gemeinsame Politik und einheitliche Kriterien für Qualitäts- und Sicherheitsprüfungen
und die Beurteilung der Effizienz klinischer Versuche. Um ein Optimum an
Informationsaustausch, Transparenz, Integration und Kooperation zu erreichen alles vorrangige Ziele des nächsten Rahmenprogramms -, müsse in Europa noch
sehr viel getan werden.
Fortschritte in der Stammzellentherapieforschung lassen sich nur erzielen, wenn wir
ständig und aufmerksam die entsprechenden gesellschaftlichen und ethischen
Debatten verfolgen. Anknüpfend an die Diskussion über Genetik und die Zukunft
Europas im letzten Jahr, wird die Europäische Kommission mit Unterstützung der im
vorigen Jahr von Philippe Busquin gegründeten hochrangigen Sachverständigengruppe für Biowissenschaften die verschiedenen Interessenvertreter zu einer
Konferenz über „Stammzellen - eine Therapie für die Zukunft?“ am 18./19.
Dezember in Brüssel einladen. Mit ihr soll eine pluralistische und informative
Diskussion zwischen Wissenschaftlern und einem breiten Spektrum von Vertretern
der Gesellschaft in Gang gesetzt und gefördert werden. Daran beteiligen werden
sich auch Fachleute für die ethischen Folgen der Biotechnologie, Spezialisten für
Humanwissenschaften und Recht, Patientenverbände, Interessengruppen,
Studenten und Lehrer, Erzieher und die Medien, die medizinischen Berufe sowie
Vertreter verschiedener Behörden.
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
http://europa.eu.int/comm/research/quality-of-life.html
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