Bericht zum poolbar::architektur::wettbewerb

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Bericht zum
poolbar::architektur::wettbewerb
poolbar-Festival #13
1.7. bis 14.8.2006. Feldkirch, Altes Hallenbad
poolbar #13: Gut geträumt
Der Sommer 2006 erhält sein Gesicht vom Team
Barrocker aus Innsbruck
Das poolbar-Festival (1.Juli bis 14.August 2006
Die 8 Studentinnen und Studenten an der Ar-
in Feldkirch) beschränkt sich nicht auf ein an-
chitekturfakultät der Uni Innsbruck konnten sich
spruchs-
Veranstaltungspro-
mit dem Projekt „Ich dachte nie im Traum dar-
Der 2.Preis ging an Susi Matt, die Kitschgegen-
gramm, sondern präsentiert sich als gesamthaft
an“ durchsetzen, das bis ins Detail durchdacht
stände unterschiedlichster Provenienz vergoldet
zu verstehende kulturelle Kristallisation. Kompri-
einem schlüssigen Konzept folgt. Gleichzeitig
und damit in eine homogene ästhetische Spra-
miert auf ein Festival, gelebt im Alten Hallenbad
findet das Team einen verspielten Zugang und
che übersetzt. Ihre Intervention übermittelt mit
im Reichenfeldpark.
verpasst den einzelnen Räumen jeweils eigen-
viel Ironie humorvoll augenzwinkernde Kritik.
In Kooperation mit dem vai (Vorarlberger Archi-
ständige, starke Charaktere, die auf der ge-
Aufgrund der herausragenden Qualität der bei-
tektur Institut) und der WKV (Wirtschaftskam-
stalterischen Ebene der inhaltlichen Vielfalt und
den erstgereihten Projekte entschloss sich die
mer Vorarlberg) schrieb das poolbar-Festival
Eigenwilligkeit des poolbar-Festivals entspre-
Jury anstelle der Vergabe eines 3.Preises für den
deshalb erneut den poolbar::architektur::wett-
chen.
Ankauf des Projektes „W.i.l.l.d.“ von flink&drossel
bewerb aus, an dem 29 Teams aus 5 Ländern
Ein Auszug aus der Projektbeschreibung vermit-
(Mathias Schnell, Munna Rocca/ Mitarbeit). Die
teilnahmen.
telt die Poesie der Idee: „Lust und Laster – Ver-
sehr minimalistischen vorgeschlagenen Ein-
Die Jury, bestehend aus Markus Gohm (Archi-
führung und Versuchung. Der Raum erhält eine
griffe sind zwar poetisch erzählt, originell und
tekt, Vorstandsmitglied des vai), Jesco Hutter
verstärkende Plastizität durch eine materielle
präzise gesetzt, würden allerdings kaum eine
(Architekt, Novaron Architekten, CH), Herbert
Betonung der Wandelemente. Die homogene
wahrnehmbare Veränderung des Ambientes
Brunner (Lot Holzbau, Geschäftsführung / Ob-
Raumstruktur rückt den Menschen während des
bewirken.
mann der Qualitätsgemeinschaft Vorarlberger
Festivals in den Mittelpunkt. Florale, haptische
Weitere 5 Anerkennungspreise wurden verge-
Holzbau) und Herwig Bauer (poolbar-Festival),
Texturen und Muster unterstützen den lasziven
ben.
kürte einstimmig das Team „Barrocker“ zum
Charakter - eine räumliche Lust am Verführen.“
Sieger.
und
lustvolles
Knapp geschlagen
Präsentation mit Konzert
Alle 29 Einreichungen wurden in der Alten Naturschau in Dornbirn öffentlich vor- und ausgestellt sowie das Siegerprojekt präsentiert. Den
musikalischen Rahmen besorgten „beleza“: Aja
und Toni Eberle zauberten mit akustischer Gitarre und Stimme den Sommer herbei.
Viel Arbeit bis zum Sommer!
Die Wirtschaftskammer Vorarlberg stiftete nicht
nur das Preisgeld für die Gewinner, sondern garantiert auch die professionelle Realisierung des
besten Entwurfes:
In den kommenden Wochen werden zahlreiche Lehrlinge von Vorarlberger Unternehmen
gemeinsam mit ihren Ausbildnern für die hochwertige Umsetzung des Siegerprojektes sorgen.
Beste Werbung für jeden Lehrberuf: Im Sommer
werden die engagierten Lehrlinge keine Gelegenheit auslassen, beim poolbar-Festival ihre
Freundinnen und Freunde darauf aufmerksam
zu machen, dass sie auf Objekten sitzen, die
von ihnen selbst gefertigt wurden.
Ab 1.7.(bis 14.8.) kann das Ergebnis beim poolbar-Festival gesehen und genutzt werden. Eine
mehrtägige Ausstellung der Einreichungen wird
in diesem Rahmen ab 6.Juli zu sehen sein.
1. Preis
Ich dachte nie im Traum daran
Einreichende: >Barrocker<
Marlies Appel, Ursula Ender, Albert Elmenreich,
Andreas Erber, Daniel Luckeneder, Magdalena
Rauch, Verena Rauch, Matthias Rümmele
Aus dem Jurybericht: Das Projekt „Ich dachte
nie im Traum daran“ der 8 Studentinnen und
Studenten an der Architekturfakultät der Uni
Innsbruck ist bis ins Detail durchdacht und folgt
einem schlüssigen Konzept.
Gleichzeitig findet das Team einen verspielten
Zugang und verpasst den einzelnen Räumen
jeweils eigenständige, starke Charaktere, die
in ihrer ästhetischen Unterschiedlichkeit der
inhaltlichen Vielfalt und Eigenwilligkeit des poolbar-Festivals entsprechen.
Bei aller Poesie und Flockigkeit der Terrassengestaltung karikiert ihr artifizieller Charakter
die idyllische umliegende Parklandschaft.Die
Schmetterlinge sind nicht nur sympatische Accessoires wie aus dem „Aliceschen Wunderland“, sondern bilden einen Terrassenraum.
Das Wohnzimmer wird zum kuscheligen Kontaktraum und treibt dessen kommunikative
Funktion gestalterisch auf die Spitze. Es ist zu
erwarten, dass die Stimmung zwischen „fried© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
lich“ und „lustvoll“ oszillieren wird.
Auch in der Gestaltung des pools wurden die
Anforderungen erfasst und präzise berücksichtigt. Keinerlei Maßnahmen, die von der Bühne
ablenken, sondern im Gegenteil: Volle Fokussierung auf den pool und die Bühne - das Programm ist hier der Star, nicht die Architektur.
Ein Kritikpunkt in der Diskussion war die Perfektion des Vorschlages, der unter Umständen bei
den Besucherinnneu nd besuchern des Festivals den Eindruck hinterlassen könnte, dass
hier mit großem finanziellem Aufwand agiert
wurde, was nicht der Idee und auch nicht Realität des poolbar-Festivals entspricht. Jedoch
kann davon ausgegangen werden, dass die
vermisste „Räudigkeit“ sich von selber einstellen wird.
Dass die Halle im Konzept schlicht ignoriert
wurde, entspricht der in der Ausschreibung formulierten Möglichkeit, Schwerpunkte zu setzen
und die Mittel zu fokussieren. Diese Möglichkeit
wurde in aller Konsequenz umgesetzt.
Die Darstellung des Projektes ist sehr präzise
und ermöglicht das Erfassen der Idee und der
Raumstimmung auf den ersten Blick. Der begleitende Text ist auf das Wesentliche konzentriert, angenehm zu lesen, gut verständlich.
1. Preis
Ich dachte nie im Traum daran
Originaltext der Einreichenden
Wohnzimmer:
FreiRAUM:
Ornament und Versprechen
artificial sky
Lust und Laster – Verführung und Versuchung.
Den Raum-Traum des Frei-Raums verwirkli-
Bambusstangen sind stützende und durchdrin-
Der Raum erhält eine verstärkende Plastizität
chen. Dem Freibereich durch leichte, transpa-
gende Elemente für die weißen Getränkeab-
durch eine materielle Betonung der Wandele-
rente Flächenelemente Räumlichkeit verleihen.
stellflächen und vermitteln die Geste angeho-
mente. Die homogene Raumstruktur rückt den
Eine künstlich–natürliche Atmosphäre schaffen.
bener Steinplatten.
Menschen während des Festivals in den Mit-
Linear – im Steinplattenraster - gesetzter Bam-
telpunkt. Florale, haptische Texturen und Mus-
bus bildet Zonen und gibt Richtungen vor. Ein
ter unterstützen den lasziven Charakter - eine
Wechselspiel aus Verdichtung und Durchsich-
räumliche Lust am Verführen.
tigkeit entsteht.
Die ursprünglichen Nischen treten als leuch-
Zwischen diese scheibenartigen Elemente ver-
tende, abstrahierte Bilderrahmen in Erschei-
teilen sich die Möbel frei auf der Terrasse. Der
nung, welche ein Tapetenbild – verteilt über
Rahmen des Möbels ist beidseitig bespannbar
pool:
neun Nischen – einrahmen. Zusätzlich erzeu-
und definiert Liege- oder Sitzflächen.
raum im raum
gen die Nischenelemente [mit Stoff verkleidete
Die dezent ausformulierte Tragstruktur der
Holzplatten] durch Einfräsung der Holzebene
Möbel lässt die weißen, verwobenen Sitz- und
Im Veranstaltungsraum soll dem Pool ein be-
Leuchtornamente.
Liegeflächen verstärkt in Erscheinung treten,
sonderes Augenmerk verliehen werden. Der
Mit Samt überzogene, weiche Sitzkissen,
sie scheinen zu schweben.
Besucher soll unbewusst in den Pool gelenkt
schweben im Raum. Mahagonifarbene Bei-
Auf filigranen Stielen schweben Plexiglas-
werden. Dies wird subtil durch ein Abhängen
stelltische, deren Kanten mit Goldborden ver-
schmetterlinge mit hell leuchtenden Schnitt-
der Decke im umlaufenden Galeriebereich
ziert werden, gruppieren sich um die Lustpols-
kanten vereinzelt über den Köpfen der Besu-
erreicht. Die einfassenden Beckenwände
ter. Und über den Köpfen schweben leichte
cher und deuten einen künstlichen Himmel an.
erhalten im Deckenbereich ihren räumlichen
Luster – aus zwei sich kreuzenden Plexiglas-
Gezielt beleuchtet, werfen die Schmetterlinge
Gegenspieler – der Poolbereich wird als Raum
scheiben - mit eingefräster Kronleuchterkontur.
bunte, ephemere Schatten an die Fassade.
wahrgenommen.
2. Preis
Wo die Welt noch in Ordnung ist
Einreichende: Susi Matt. Anna Lafitte (MA)
Aus dem Jurybericht: Die zwei Preisträger lagen in der Beurteilung der Jury sehr deutlich
vor allen anderen Beiträgen und sehr knapp
beieinander. Dementsprechend intensiv waren die Diskussionen. Bei aller Begeisterung
für das Projekt musste bemängelt werden,
dass nicht zu erkennen war, welches Ambiente tatsächlich geschaffen würde und v.a. wieviel von den Interventionen noch zu spüren
wäre, wenn voller Festival-Betrieb herrscht.
Auch der Gedanke, die gesellschaftsbezogene
Botschaft und die Ästhetik der Umsetzung begeisterten die Jury. Mit einfachsten Mitteln ermöglicht
eine starke Idee, Fundstücke unterschiedlichster
Art in dieselbe ästhetische Sprache zu übersetzen. Fazit aber: Es wurde quasi eine Sprache
vorgeschlagen, aber die sicherlich spannende
Geschichte wurde nicht wirklich ausformuliert.
© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
2. Preis
Wo die Welt noch in Ordnung ist
Originaltext der Einreichenden
Im Bezug auf das Poolbar::Festival 2006 den-
Parklandschaft mit Wohnzimmercharakter. Ein
perlink im Haupteinzugsgebiet Vorarlbergs auf.
ken wir dabei an ein Netzwerk, dass sich nicht
Stückchen heile Welt.
Bregenz, Dornbirn, Feldkirch und Bludenz wer-
nur auf die interne Gestaltung und Organisation
Kitsch und Kunst besitzen beide die Eigen-
den durch diese urbane Akupunktur bespielt:
der Poolbar beschränkt. Es wird ein weitläu-
schaft aufzuregen, zu erschüttern oder zum
Das Netzwerk wird dadurch erweitert, dass die
figes, intensives Geflecht angestrebt, dass in
Denken anzuregen, wobei der Kitsch jedoch
Bänke die von vorarlberger Gemeinden, Pri-
verschiedensten Maßstäben agiert.
nicht mehr sein will als er ist. Er bleibt im Hin-
vatpersonen oder Firmen gesponsert werden.
Für den Besucher stellt die Poolbar ein Fleck-
tergrund. Der Kitsch rahmt. „….das Ganze soll
Kitsch ist Konsum, ist Werbung.
chen dar„wo die Welt noch in Ordnung ist“. Um
beglücken, erfreuen und erwärmen, dadurch
Die „Heile Welt“ des Poolbar Sommers 2006
diesen aktiven Lebensraum zu rahmen wird
brauchbar werde. Es nimmt den Kitsch be-
verschwindet am Ende der Festivals dahin, wo-
von uns eine passiv - zurückhaltende Kitsch-
wusst in sich auf und kann ihn dadurch über-
her sie gekommen ist.
landschaft kreiert. Es wird kein kunstvolles
winden…“ ( Archithese Trash 4.2005 ) Kitsch ist
Element geschaffen, dass durch seine Auf-
ehrlich und verlogen zugleich.
Wenn im Herbst die Sonne golden im Bodensee versinkt, sollen Erinnerungen an die Pool-
dringlichkeit vom eigentlichen Event ablenkt,
sondern es werden Alltagsobjekte neu kom-
Netzwerkartig wird dieses Fleckchen „Heile
biniert und schaffen eine artifizielle glamour
Welt“ kopiert und taucht kapselartiger als Hy-
bar wiederflammen.
Ankauf
W.i.l.l.d.
Einreichende:
flink und drossel: Tobias Schnell. Munna Rocca
(MA)
Aus dem Jurybericht: Der Bezug zur naheliegenden Ill und die Umsetzung einer poetischen Geschichte mit extrem disziplinierten
und reduzierten Maßnahmen gefiel zwar sehr
gut, jedoch hätten die Interventionen nicht die
geforderten Funktionalitäten oder aber den
Wunsch nach Komfort und Gemütlichkeit erfüllt.
© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
Ankauf
W.i.l.l.d.
Originaltext der Einreichenden
Fluss ist Bewegung. Manchmal zahm, manch-
in die Weite durch Projektion an den Stadt-
mal wild. Wie die Ill - manchmal ruhig dahin-
schrofen im Rücken. So wirkt die Halle wie ein
plätschernd manchmal mitreißend und willd:
Stausee, der in seiner geballten Energie und
wie das Festival, das im Sommer nach Feld-
geheimnisvollen Tiefe weitgehend von Treib-
kirch strömt, alles andere links liegen lässt und
holz ferngehalten werden muss, die Schleu-
uns mitreißt. Es trägt die Menschen zusam-
se die zwischen Aufregung und Entspannung
men wie der Fluss die Regentropfen in seinem
steht und als Treppe in ihrer Farbgebung den
Flussbett. Wo der Fluss fließt ist Aktion, ist auch
Puls jeweils beruhigt oder erhöht. Das Wohn-
Ruhe aber auch Kraft
zimmer vermittelt durch die lockere, steinige
Möblierung das Gefühl eines dahinplätschern-
Von der Quelle bis zur Mündung durchläuft ein
den Flussbettes, wo wir uns sowohl im Schat-
Fluss programmatisch die Poolbar2006, die
ten ein wenig zurückziehen und in Beobachter-
das Thema der Ill als Energieträger und -spen-
Position begeben können, uns aber auf einem
der aufnimmt und in ihren sehr divergenten
hell beleuchteten Stein im Mittelpunkt des Ge-
Räumen widerspiegelt: Die Quelle ist das Pro-
schehens befinden können. Was vom Wasser
gramm des jeweiligen Abends, hinausgetragen
weggeschwemmt wurde sammelt sich im Freien an der Sandbank, die ruhig an der Mauer
gelehnt einen Blick in die Baumkronen und den
Park bietet. Alles zerläuft in der Mündung, wo
die Energie sich verteilt, der Platz im Pool sich
weitet und nur ein kleines Hinweisschild auf das
ursprüngliche Ziel deutet.
Anerkennung
pb06
Einreichende:
raumlos: Michael Vitek, Michael Tesch, Martin Gotsmy, Andreas Hradil + kgm architektur:
Dina Kuess, Stephan Gruber, Stefan Mayr
Aus dem Jurybericht: Das Projekt gefiel vor allem wegen der Intervention in den öffentlichen Raum mit gelben poolbar-Sonnenschirmen, die in größerer Dichte platziert werden,
je näher man dem Hallenbad kommt. Auch der Vorschlag, ein haptisch intensiv wahrnehmbares „Terrassenfoyer“ zu bauen, wäre nicht nur funktional, sondern auch räumlich
ein Gewinn. Der radikal in weiß gehaltene Innenraum konnte leider weniger Überzeugen.
Originaltext der Einreichenden: das festival ist ein ufo, das von den bewohnern freudig
empfangen wird, sein temporärer charakter weckt das interesse.
von dessen ankunft künden die schirme, die als köder in der stadt und an wichtigen
kreuzungspunkten, ev. auch in benachbarten ortschaften und der hauptstadt aufgestellt
werden und deren dichte mit der nähe zur poolbar zunimmt.
das betreten der poolbar wird durch den „sauger“ gesteuert. der „sauger“ ist eine temporäre installation am statischen objekt, er ist zeichen der zeitlich begrenzten nutzung.
der „sauger“ ist schallabsorbierend ausgekleidet und kann mit externen geräuschkulissen
bespielt und beleuchtet werden.
als räumliches element von außen betrachtet trennt der sauger eingangsbereich und terrasse und schafft so definierte zonen und eine intimere atmosphäre für die terrasse.
übliche elemente des wohnzimmers werden aufgegriffen, appliziert und dem event entsprechend kontextualisiert. alle oberflächen werden weiß gespritzt, gemalt, lackiert, etc.
der raum und die möblierung werden optisch entfremdet ohne deren funktion zu verlieren.
© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
Anerkennung
pb06
Einreichende:
raumlos: Michael Vitek, Michael Tesch, Martin Gotsmy, Andreas Hradil + hgm architektur:
Dino Kuess, Stephan Gruber, Stefan Mayr
die handlung des besuchers hinterlässt eine veränderbare spur:
- die spuren der benutzung, an weißen oberflächen sichtbar gemacht,
stellen ein diagramm der dichte von konsumation des konkreten orts, aber
auch des angebots des festivals dar.
- der besucher ist aufgefordert, die anfangs leeren wohnzimmerregale mit
gegenständen des eigenen wohnzimmers zu füllen.
im pool befindet sich der fokus auf der bühne oder auf der leinwand. vom
funktionsbild des raumes ist dieser der raum ist daher auf keine weitere
gestaltung angewiesen.
die halle im obergeschoß folgt der gestaltung des wohnzimmers. die qualität der größe ist die distanz die zwischen einzelnen sitz-/couchgruppen
entstehen kann und die die intimität einer unterhaltung wahrt.
möblierung: alles was da ist, couches, wohnzimmerregal und sonstige möblierung wird aus dem caritas-lager o.ä. zugekauft, das regal und sitzwürfel
angefertigt.
Anerkennung
Wellenreiter
Einreichende:
Bez + Kock Architekten BDA : Martin Bez, Thorsten Kock. Martina Pröbstle (MA)
Aus dem Jurybericht: Der „Ort, an dem alles im
Fluss ist“ gefiel gut; speziell die Halle mit der subtilen räumlichen Differenzierung schien gut gelöst.
Die kräftige Idee jedoch wurde vermisst, die den
beträchtlichen Aufwand gerechtfertigt hätte.
Originaltext der Einreichenden: Wellenreiter – eine
temporäre Transformation. Das Projekt WELLENREITER transformiert das alte Hallenbad für die
Dauer des Poolbar-festivals in einen Ort, an dem
alles im Fluß ist. Das Gebäude beginnt für einige
Wochen zu pulsieren, Statisches gerät in Bewegung, Erstarrtes beginnt zu fließen. Die Materialität
des Hauses löst sich auf und verwandelt sich in
einen flüchtigen Sinneseindruck. Das übergeordnete Gestalterische Konzept einer pulsierenden
blauen Welle bindet die einzelnen gestalterischen
Eingriffe zusammen, es entsteht ein einprägsamer und in hohem Masse identitätsstiftender Ort
für das Poolbar-Festival 2006.
Vor dem dunklen Hintergrund des Waldes Taucht
ein in pulsierendes Blaues Licht getauchtes Vo© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
Anerkennung
Wellenreiter
lumen auf. Laserscanner Projizieren das horizontale Stakkatto einer laufenden Welle auf
Die Fassade des Gebäudes. Die harten Konturen des Hauses lösen sich in ein weiches und
geheimnisvolles Schwingen auf. Fluoreszierende Kieselsteinfelder begleiten den Weg zum
Eingang.
Eine Stoffbahn mit UV-Aktivem Algenmuster überspannt den Pool mit einer großen Welle.
Deckenventilatoren dienen als Wellenmaschinen. Der Bereich ausserhalb des Pools ist dunkel, das gewählte Raum-IN-Raum-Prinzip ist eine Reminiszenz an die ehemalige Nutzung
als Schwimmhalle.
Ein Meer von geschwungenen Sitzmöbeln Typ Wellenreiter prägen das Café Schnorchelbecken. Die gleichmäßig über den Raum verteilten Schaumstoff-Möbel reflektieren das Licht
der Decke. Die leichten und robusten Sitzmöbel mit der markanten Wellenkontur können als
Stuhl, Couch, Sessel, oder Tresen Verwendung finden.
Die mächtige Halle wird durch geschwungene Vorhänge mit Glittereffekt in überschaubare
Bereiche zoniert. Auf Flokati-Inseln sind einzelne Sitzgruppen angeordnet. Die seitlich gelegene Raumnische wird vollständig mit Vorhangstoff ausgekleidet, es entsteht ein lauschiges
Plätzchen mit To-Go-Bar und Sit-in-Bar.
Sämtliche Eingriffe basieren dem niedrigen Budget entsprechend auf günstigen Materialien
und folgen einem rein Additiven Prinzip. Dies Gewährleistet neben den niedrigen Kosten einen Zügigen Auf- und Abbau. Darüber hinaus können durch moderne Projektionstechniken
große Effekte mit vergleichsweise geringem Aufwand erzielt werden.
Das vorliegende Projekt schöpft seinen Reiz aus dem temporären. Es interpretiert seine
Kurzlebigkeit als Chance zu unkonventionellen Lösungen zu kommen. Lösungen die bei
längerfristigen Projekten vielleicht nie verwirklicht werden würden, da sie nicht den Gesetzmäßigkeiten der Vernunft folgen.
Anerkennung
poolbar::sommerkleid
Einreichender:
Marc Ackermann. Geistige Unterstützung: Patrik Seiler, Rahel Eisenring, Patrik Horber
Aus dem Jurybericht: Der sinnliche Brückenschlag
zur Stadt ist ein schöner Begleiter auf dem Weg
zum Hallenbad. Die Methode, völlig unterschiedliche vorhandene Elemente durch Verhüllung in
Bezug zueinander zu setzen, ist intelligent und
kostengünstig. Jedem Raum als kernidee eine
andere Farbe zuzuordnen, ist jedoch raumgestalterisch und funktional nicht ausreichend.
Originaltext der Einreichenden: Im Rahmen des
poolbar::architektur::wettbewerb bieten wir mit
dem vorliegenden Konzept dem „Gesamtkulturwerk“ poolbar-Festival 2006 ein neues Kleid.
Die Absicht von poolbar::sommerkleid ist es
mit transparenten Stoffen und thematischen
Lichtstimmungen einen assoziativen, erzählerischen Rahmen für das Festival aufzuspannen
und eine spezielle, atmosphärische Stimmung
zu erzeugen.
© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
Anerkennung
poolbar::sommerkleid
Das poolbar::sommerkleid bekleidet die Räume und Einrichtungsgegenstände des Festivals, rückt sie in neues Licht und umhüllt die
Besuchern mit einem spielerischem Sommerkleid in welchem der
Musik gelauscht, abgetanzt oder ganz einfach den Feierabend genossen wer-den kann.
Den architektonischen Rahmen bilden farbige, textile Raumbegrenzungen (Paravents) und thematische Lichtinszenierungen in den
Haupträumen des Festivals (Wohnzim-mer/Pool/Halle/Merchandise).
Die mehrfache lesbare Sinn- und Stimmungsbilder des Som-mers
wecken Erinnerungen und Assoziationen zu Sonnenwärme auf der
Haut, blühenden Feldern, lauschigen Nächten unterm Sternenhimmel
und bieten den Besuchern ein ange-nehmes und entspanntes Umfeld.
Vier farbliche Schwerpunkte: sommersonnenshirt::bar (Orangegelb),
lavendelblumen-rock::pool (Violet), nachthimmelzelt::halle (Blau),
wiesengrünerhosenboden::merchandise (Grün) ergänzen und unterstützen das Konzept.
Den Brückenschlag zur Stadt markieren amorphe, lichtbespannte
Körper. Sie bilden den Auftakt des Festivals und spannen den Raum
zwischen Elisabethplatz und der Poolbar auf, lenken die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich und führen sie zum Festival.
Anerkennung
tiefenrausch°°°
Einreichende:
DynamoSüd: Matko Babic Kommunikationsdesign,
Blennemann Architektur, GleinserI Deák Kommunikationsdesign, Nägele Interior Design, Rita Strautmann
Art&Urban Design
Aus dem Jurybericht: Die Verwendung von Autooder Schwimmreifen als Basismodul für die Gestaltung ist ein guter Ansatz, jedoch nicht genügend, um allen Ansprüchen an die Funktionalität
gerecht zu werden, ohne Massnahmen setzen zu
müssen, die der eigentlichen Idee widersprechen.
Dem „weichen, runden Modul“ würde durch viele
der vorgeschlagenen Adaptionen (textile Verkleidung; Plattenabdeckungen) der Witz des Simplen
und die Berechtigung dessen Verwendung entzogen. Sehr positiv: Der Recycling-Gedanke.
Originaltext der Einreichenden: Wir setzen Vorarlberg für einen Sommer unter Wasser: Berge
werden vom Meer umspült, Milchkuh trifft Seekuh
und Pool trifft Bar.
Dem steinernen, scharfkantigen Gebäude wird
Bewegung und Flexibilität entgegengesetzt.
Formal sollen alle Räume von einer organischen
Schaumstruktur durchzogen werden, welche
© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
Anerkennung
tiefenrausch°°°
sämtliche Anforderungen aus dem Festival-Be-
spannung der Reifen dient hier großflächig zur
trieb erfüllt.
Projektion von Wasserspiegelungen und -be-
Ein weiches, rundes Modul muss, auf unter-
wegungen. Auch die Fassade des Hallenbades
schiedliche Weise benutzt und zusammenge-
soll zur Fernwirkung mit Wasserprojektionen
setzt, die Stimmung und Materialität im ge-
beleuchtet werden.
samten Gebäude bestimmen. Entsprechend
Sämtliche für den tiefenrausch °°° eingesetzten
der Nutzung erhält das Modul eine Zusatzfunk-
Materialien könnten aus dem Recycling zu-
tion, eine spezielle Oberfläche oder ein techni-
rückgeholt und vor der endgültigen Entsorgung
sches Innenleben.
noch einmal zwischengenutzt werden. Es kom-
Der luftgefüllte Gummireifen (Pneu) ist der idea-
men vorzugsweise Materialien zum Einsatz, die
le Baustein für eine solche Raumstruktur. In un-
ohne zusätzliche Bearbeitung oder Behandlung
terschiedlichen Größen erhältlich, lässt er sich
nutzbar und robust sind.
auf einfachste Weise befüllen, bewegen und zu
Alle tiefenrausch °°° - Objekte sind durch ihre
vertikalen und horizontalen Funktionseinheiten
Einfachheit und dennoch hohe Dauerhaftigkeit,
stapeln und verbinden. So entstehen Sitz- und
die einfache und symphatische Form, durch
Abstellmöbel, Lichtobjekte und Raumteiler. Zur
ihre Flexibilität und Mobilität zum Weiterverkauf
Verbesserung der Haptik und um Verletzungen
und zur Wiederverwendung geeignet.
der Pneus zu vermeiden, erhalten die Reifen-
Die Auswahl des eingesetzten Materials und
objekte einen textilen Überzug.
seiner Verarbeitungstechniken wurde bewusst
Räume, die aufgrund des Festival-Betriebs
im Hinblick auf die Mitwirkung des WKV ge-
keine Einbauten oder eingestellte Elemente
troffen. Die Lehrlinge sind gefordert, erlernte
haben dürfen, werden mittels Licht und Ton zu
Techniken an ungewohnten Werkstoffen und
Unterwasserwelten. Das textile Material zur Be-
ungewöhnlichen Endprodukten zu erproben.
Anerkennung
4 Jahreszeiten und eine poolbar
Einreichende:
24 arch: Samina Azhar, Andrei Gheorghe
Aus dem Jurybericht: Speziell die Bildung einer Sitzlandschaft (anstelle des Einsatzes von einzelnen Möbeln) und die Exploration der Raumhöhen
stellt eine Maßnahme dar, die ein im Alten Hallenbad noch nie installiertes Raumangebot formuliert hätte. Wenig geignet scheint das Thema der 4
Jahreszeiten für ein Sommerfestival.
Originaltext der Einreichenden: Logik und Struktur des vorhandenen Gebäudes bilden ein wesentliches Element des „poolbar 2006“ Entwurfes.
Als Ausgangspunkt unseres architektonischen Konzeptes für das poolbar Festival steht die rigide Tragstruktur des Gebäude an sich. Die Orthogonalität des Gebäudes wird als ein 3D Raster verstanden, in der vielfältige Funktionen ermöglicht werden. Dieses Zusammenspiel zwischen Funktion, zugrundeliegender Organisation und dessen Strukturierung in ein flexibles 3D Raster schafft ein spezifisches Ambiente für das poolbar Festival 2006. Die dem Entwurf zugrundegelegte architektonische Operation ist das Extrudieren (Aufspannen) von Flächen, die räumliche Sequenzen
kreiert, und spannende, dynamische räumliche Situationen generiert. Bis jetzt wurde bei allen Gestaltungen des poolbar Festivals die Komponente
der z-achse (Höhe) vernachlässigt, uns war es wichtig, auch auf die verhältnismässig hohen Räume im Gebäude einzugehen und dessen Potenti-
© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
Anerkennung
4 Jahreszeiten und eine poolbar
ale aufzuzeigen. Wir sehen unseren Entwurf als ein Hybrid zwischen
Interior design (Möbelbau) und (klassischer) Gebäudearchitekur, wo
beide Disziplinen ineinandergreifen und bisher ungeahnte Potentiale
wecken.
3D - EXTRUSION
Diese Operation ergibt Möbelstücke, die eine vielfältige Anzahl an Nutzungsmöglichkeiten ermöglichen. Die Möbeleinheiten ergeben sich
aus den Höhen, welche für verschiedene Funktionen notwendig sind
(siehe Diagramm). Die Extrusion wurde zur Erzeugung von 4 verschiedenen räumlichen Charakteren in den 4 definierten Bereichen genutzt.
Daraus entwickelt sich auch der Begriff der 4 Jahreszeiten als Stimmungsskala für das Publikum. Der jeweilige räumliche Charakter wird
durch 2 Faktoren beschrieben, einerseits dem Raumthema (Sommer,
Frühling, Herbst, Winter) und andererseits der jeweiligen Operation
der Extrusion (Berg - künstliche Landschaft im Wohnzimmer, Höhlen-Stalaktiten im Pool, Logen in der Halle und den Beeten im Außenbereich. Vier Bereiche, vier Charakteren Aussenbereich: Sommerfrische, Sonnenblumen/ Wohnzimmer: Berg – frühling,_Enzian/Pool:
Winter-höhle, Geäst/ Halle: Herbst-logen, Laub
poolbarArchitektur 2006
Einreichende: Bianca Lingg
Originaltext der Einreichenden: Mein Vorschlag für die Innenraumgestaltung der Poolbar 2006 ist eine Eroberung und somit
eine Nutzbarmachung des Raumes - insbesondere des Wohnzimmers - in dessen Höhe, der 3. Dimension. Die Gestaltung
ist, im Unterschied zu den vergangenen Jahren, eine schwere, harte, monumentale. Durch 5000 Ziegelsteine entsteht im
Wohnzimmer eine Bühne die die Topologie der Landschaft
Feldkirchs widerspiegelt. Die Bühnenausstattung, Bar, Pflanzen
und Licht sollen Assoziationen an landschaftliche Besonderheiten wie beispielsweise an die Ill ermöglichen. Temporäre
Kulissen können und sollen für die jeweiligen Veranstaltungen
entstehen.
Durch Projektionen von Landschaftsphotos auf die Innenwände
des Pools und der Halle entsteht dort der Eindruck einer virtuellen Erweiterung nach Außen, die Umgebung des Festivalgeländes wird, als gäbe es keine Wände, zur Kulisse.
Auf die Außenmauer des Alten Hallenbades ( Eingangsbereich )
wird „live“ der Innenraum projiziert.
Das Kartenverkaufshäuschen ist aus Ziegeln, auch die „Terrasse“ des Alten Hallenbades soll durch Ziegelaufbauten Sitzmöglichkeiten erhalten.
Dieser Vorschlag steht und fällt mit dem Sponsor für die Ziegel.
Da sie nicht mit Mörtel verbunden werden, sondern nur gelegt,
können die Ziegel danach weiterverwendet werden.
© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
upside down
Einreichende: kopfüber: Carmen Wurz, Lukas Mähr
Originaltext der Einreichenden: Was geschieht
wenn sich manifeste und temporäre Architektur treffen, wenn sich eine Einrichtung, einem
Treibholz gleich, in und an ein Gebäude legt?
Nahezu im Durchtreiben legt sich das Gestalltungskonzept nieder und scheint bis zu seiner
erstmaligen Benutzung zu verharren. Anpassungsfähig und beweglich verändert es sich
über die Zeit des Festivals bis es anschliessend
seinen Ort wieder verlässt. Das Konzept verändert, tauscht und lässt die Möbel fliegen. Dem
Ganzen liegt zugrunde Alteingebrachtes und
Gewohntes neu zu definieren. Es sendet kreative Impulse und erzeugt durch gestalterisches
Hinterfragen ein optimales Umfeld für einen
kulturell aussergewöhnlichen Freiraum.
Durch das Infragestellen einer dingfest orientierten Umwelt ergibt sich die zwecklos anmutende Vertauschung von Oberflächen, Oben
und Unten oder einfach nur die Verdrehung
einer gebräuchlichen Möblierung. Aufgrund
dessen werden neue Qualitäten geschaffen.
© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
KONSTRUKT
Einreichende: Gestaltungskollektiv VOLTAPOSSE:
Steffen Blunk, Christian Kohne, Lukas Hodel
Originaltext der Einreichenden: Für die poolbar 2006 werden in jedem Hauptraum
(Aussenbereich, Wohnzimmer, Pool und Halle) eigenständige Raumbilder installiert.
Als Ausgangsmaterial, als „Modul“, werden simple Dachlatten verwendet, die zu
komplexen Strukturen zusammengebaut und den jeweiligen funktionalen Ansprüchen gerecht werden. Die Raumbilder entstammen also einer einheitlichen kubischen Formensprache, die immer durch Addition, Multiplikation und Modifikation in
eine fließende Gesamtinszenierung übergeht.
Die Struktur ist offen, nur angedacht. Jederzeit können, bzw. müssen weitere Modifikationen und Anpassungen vorgenommen werden. Die einzige Einschränkung wird
durch die Raumbilder definiert. Die Bilder sind der Meereswelt und der Seefahrerei
entliehen; Formal, im Bezug auf Farbigkeit und Materialität werden die Bilder abstrahiert und auf „Event“, „Festival“ und „Party“ getrimmt.
© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
scrabble, shuffle, remix
Einreichende: BEAUTY PARLOUR: Robert Aigner,
Wolfgang Gratt, Stefan Kainbacher
Originaltext der Einreichenden: AUS DEM POOL WIRD EIN LOOP.
Die Poolbar wird jeden Tag neu erfunden > SCRABBLE.
Aus gewohntem wird ungewohntes > SHUFFLE.
Neue Definitionen entstehen > REMIX.
Das visuelle Erscheinungsbild lässt sich jeden Tag den verschiedenen Anforderungen und Veranstaltungen anpassen. Der Individualität sind im Rahmen der
Spielregeln kaum Grenzen gesetzt. Die Flexbilität der untereinander zu kombinierenden und je nach Bedarf erweiterbaren Module tragen der Schnelllebigkeit
unserer Zeit Rechnung und widerspiegeln den vielschichtigen Charakter des
Festivals.
Unser Ansatz versucht sich als Vermittler zwischen verschiedenen Medien und
Ebenen. Kultureller Remix. Die Idee, entliehen der heutigen Remix-Kultur. Der
lineare Remix, bekannt aus Musik und Literatur, wird übersetzt in den Raum.
Aus alt mach neu, aus dem Neuem wieder etwas anderes. Dieser Prozess wird
sichtbar gemacht. Eigentlich beginnt die Metamorphose dieses Ortes bereits
viel früher. Das Gebäude, Mitte der 60iger erbaut, verlor seine ursprüngliche
Funktion zur Gänze und wird heute neu bespielt. Anders genutzt. Ein Teil davon
stellt das Poolbar-Festival dar. Dieses wiederum samplet Elemente aus der zeitgenössischen Kultur: Kunst, Musik, Literatur, etc. Eingebettet in die temporäre
Architektur präsentieren Monitore einen künstlerischen Querschnitt der ZappingKultur ...
© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
Hinter dem Horizont
Einreichender: Christian Precht
Originaltext des Einreichenden: Angelehnt an die
farbliche Gestaltung des letztjährigen Siegerprojekts wird bei dem Projekt “hinter dem Horizont”
einen Schritt weiter gegangen - in die Metaebene
des Begreifbaren. Es werden Orte und Emotionen
erschaffen, zu denen man keinen Zugang hat,
uns aber doch des Öfteren umgeben - in einem
Regenbogen (Halle) in einer Unterwasserwelt
(pool) in einem Sonnenuntergang (Wohnzimmer)
Für die Stimmungselemente wird Polycarbonat
verwendet. Polycarbonat unterstützt Transluzenz
und Reflektionen, absorbiert, bricht und diffusiert
das Licht und maximiert so den Effekt der assoziativen Raumthemen. Die leichtgewichtigen Polycarbonatflächen werden in Dreiecke geschnitten
und mit Kabelbindern zusammengeschlossen.
So kann eine wellenförmige Oberfläche generiert
werden, die leicht zu transportieren und schnell
aufzubauen ist.
Das beleuchtete Ambiente sollte für ein entspanntes Umfeld sorgen und die Besucher des Festivals zum Feiern, Zuhören. Denken und Fühlen
anregen. Denn: ein starres Umfeld erzeugt starre
Menschen…
© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
JETZT!
Eine Momentaufnahme der Musik
Einreichende: Kerstin Klose
Originaltext der Einreichenden: Im Mittelpunkt des Poolbarfestivals steht, als Bindeglied
zwischen den einzelnen Veranstaltungen, Räumen und Menschen, die Musik. Ein Zitat
von Schopenhauer besagt „Architektur ist gefrorene Musik“. Beide bedürfen Gefühl und
Rhythmus. Die Musik bedient sich dabei des Tons, die Architektur hingegen der Linie,
die aus der Bewegung eines Punktes entsteht und so dem Raum einen Rhythmus verleiht.
Musik verändert alles : Unsere Stimmung, unsere Haltung, unser Gefühl und somit
letztlich auch den Raum, der uns umgibt. Für die Zeit des Festivals soll dessen Intension
von Freude , Genießen des Augenblicks und Bewegung (Tanz ebenso wie die „geistige“) auch räumlich spürbar sein und somit das Gebäude um eine neue Dimension
erweitern.
Ein Liniennetz, mal als dünnes Raster, mal als bewegtes, dickes Band, entfaltet sich im
ganzen Gebäude. Je nach Raumbelegung und Nutzung wird das Liniengeflecht zum
Symbol der jeweilig angestrebten Stimmung.
Die formale Struktur wird zur differenzierten Momentaufnahme, zum eingefrorenen Bild
der Musik. Dem JETZT!
Unterschiedliche Linienstrukturen ziehen ein räumliches Raster auf und stehen für eine
bestimmte Raumstimmung. Sie symbolisieren jeweils die Begriffe Dynamik, Schnelligkeit, Ruhe und Entspannung.
Durch OUTlines, die alle Weg zum Gebäude kennzeichnen, beginnt das Linienthema
bereits im Aussenbereich bzw. Stadtraum und durchzieht von dort aus das Gebäude.
Empfangen wird man am Eingangsbereich von einer roten Stellwand, die den Beginn
signalisiert und sich im Gebäude zu einer Licht und Farbstruktur entwickelt, die den
Besucher von Raum zu Raum bzw. von Thema zu Thema begleitet.
© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
Willkommen zu Haus
Einreichender: Martin Vogel
Originaltext des Einreichenden: 1. juli 2006, endlich sommer,
was wird uns wohl heuer schönes beim alten hallenbad
erwarten? in magischem licht getauchte sonnenblumen, das
kassahäuschen leuchtet plötzlich grün, farbige projektionen
umhüllen das gebäude, es sind bilder von konzerten und
vom leben rund um das poolbar-festival. einladende liegestühle, entspanntes getümmel auf der terrasse, die leuchtobjekte vom vergangenen jahr erzeugen wieder eine wunderbare lagerfeuerstimmung.
...willkommen zuhaus...
der poolbar style shop hat jetzt endlich einen grosszügigen eigenen raum, aus den boxen von 2004 entstand eine
präsen- tations-landschaft , vertikal und horizontal im raum
platziert, sogar mit umkleidezone für die bademoden.
das
wohnzimmer, eine warme lichtatmosphäre, pixelartig bespielen verschiedenformatige bilder von liveauftritten die wände,
ein neues mobilar, die poolbank, strahlt mich an. eine stapelbare 2er bank aus osb-plattenmaterial, gebrandet mit dem
poolbar- zeichen, darauf ein knalliges sitzpolster geschnallt,
ein wildes teil. von unten beleuchtet, auch am pool gesichtet.
in der halle kommen die cavalettas von 2005 in aktion, diesmal aber in einem emotional stärkeren umfeld, die fussballwm hat schon angefangen.
© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
panta rhei
Einreichende: Doris Gruber
Originaltext der Einreichenden: Der Entwurf schafft einen Zusammenhang
zwischen der ursprünglichen Nutzung des Hallenbades und der heutigen
Funktion eines Veranstaltungsgebäudes für das poolbar-Festival.
Als assoziatives Element dient die Welle. Diese Form der Energieausbreitung entsteht beim Schwimmen im Wasser, aber auch die Musik des poolbar - Festivals breitet sich in Form von Schallwellen aus.
Ziel des Entwurfs war jedoch nicht die unmittelbare Lesbarkeit dieser Metaphern in graphischen Abbildungen von Wasser- oder Musikwellen ; die
dynamische und expressive Kraft der Wellenform allein dient der Schaffung
einer besonderen Raumatmosphäre und der Gestaltung der Möblierung.
Ähnlich einem Vorhang, werden kostengünstige Stoffbahnen auf gebogene
Stahlprofile aufgespannt und die einzelnen Elemente an den Seitenwänden aufgestellt (im Wohnzimmer), bzw. von der Decke abgehängt (in den
Hallen). Mit einfachen Mitteln kann hiermit eine poetische Wirkung erreicht
werden und eine ausgezeichnete Akustik.
Durch die Platzierung von Leuchten hinter den farbigen Stoffflächen werden
ganze Wand- oder Deckenflächen zum Beleuchtungskörper. Im Wohnzimmer kommen pulsierende Rot- und Purpur - Farbtöne zum Einsatz, während in den Veranstaltungsräumen eine zurückhaltende Farbgebung die
Eigendynamik der Lichteffekte der einzelnen Protagonisten zulässt.
Die parabelförmigen Sitzmöbel in wellenförmiger Aufstellung sind ein äußerst kommunikatives Möbel – gleich einem Tête-à-tête : auf diesem Flirtmöbel kommen die poolbar - Besucher auf eine Wellenlänge.
© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
Tarzan The Apeman
Einreichende: Andreas Kühne, Stefan Oehry
Originaltext der Einreichenden: ein dschungel,
dicht und eigentümlich, immer neue blicke, eigene und fremde. oasen der ruhe unter schützenden palmen wechseln sich ab mit schauplätzen,
an denen der tanz und die bewegung zum rhythmus die szenerie beherrschen. es ist fremd und
doch fühlt man sich geborgen, geschützt vom
geiste tarzans – dem herrscher des dschungels.
ikonenhaft begleiten seine bildnisse die besucher
durch die abenteuer, die an einem solchen ort
unwillkürlich entstehen und ihren lauf nehmen.
es ist, als sässe man als sein geladener freund
auf der terrasse seines baumhauses, auf einem
hocker bezogen mit dem fell von tieren, die sebstredend eines natürlichen todes gestorben sind
und hier eine neue bestimmung gefunden haben.
freundliche eingeborene bieten hinter dem bambuswall erfrischende getränke feil. so wird alles zu
einer grossen ungezwungenen feier. verwundert
reibt man sich die augen, ist es wirklichkeit? fast
zu schön, oder ein langgehegter traum? hier will
man bleiben, den ganzen schönen sommer lang.
in diesem dschungel fernab der zivilisation und
ihrer “segnungen“.
© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
Farbwahl
Einreichender: Carsten Jantzen
Originaltext des Einreichenden: Es wird 3 Arten
von Möbel geben, mit denen der Besucher des
Poolbarfestivals dieses mitgestalten kann. Das
Wohnzimmer kann mit bunten Hocker verändert werden. Im demokratischen Verfahren
wird die Farbe des Pools geändert. Durch das
indirekte Verhalten wird die Halle farblich gestaltet.
© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
Originaltext der Einreichenden:
Der Farbcode erstreckt sich über die gesamte
Programmcode
Die Grundidee des Entwurfes besteht aus zwei
Laufzeit des Festivals und wird je nach aktuel-
Einreichende: Gabriele Bingula, Sophia Ben Yedder
Leitgedanken, die sich jeweils auf den inhaltli-
lem Programm und der Anzahl der aktuellen
chen und strukturellen Programmcode bezie-
Besucher seine Höhe und seine Dicke verän-
hen. Die inhaltliche und künstlerische Vielfalt
dern.
und das Nebeneinander der einzelnen Kunst-
Zusätzlich ist der gesamte Eingangsbereich
gattungen findet durch eine Möbel- und Raum-
mit der Tagesfarbe durchflutet, so dass der
landschaft ihre Gestalt; die zeitlichen Strukturen
Besucher schon von weitem erkennt, was ihn
und die thematische Anordnung des Ablaufes
an diesem Tag erwarten wird und durch die
kommen durch eine Lichtinstallation auf der
farbliche Atmosphäre bereits beim Betreten
Fassade zum Ausdruck.
des Gebäudes auf das Tagesprogramm eingestimmt wird.
Die Lichtinstallation
Die Installation und die wechselnde Beleuch-
Eine reaktive Lichtinstallation, die auf die Nord-
tung des Eingangsbereiches erzeugen nicht
fassade projeziert wird, spiegelt die Programm-
nur eine Fernwirkung, sie ändern ihre Gestalt
struktur auf abstrakte Weise wieder.
mit dem Verlauf eines jeden Tages. Die tägli-
Landschaft /Medienlandschaft/ Kulturlandschaft
Sowie in den Programmschienen jeder Tag
chen Farbcodes dienen im gesamten Gebäude
Die inhaltliche Auseinandersetzung mit den
einer bestimmten Aktivität und einem über-
durch Lichter, Projektionen oder Beleuchtung
einzelnen Kunstgattungen von der Perfor-
geordneten Thema zugeordnet ist, ist dieser
als immaterielle Informationsträger und bieten
mance über Konzerte bis zu Ausstellungen
Tag in der Installation einer Farbe zugeordnet.
einen Wiedererkennungswert.
findet ihren Ausdruck in den verschiedenen
Raumlandschaften. Dabei wurde auf Formen
der Naturlandschaften zurückgegriffen, wie die
der Streuung, der Schichtung und der Überlagerung und in eine architektonische Kulturlandschaft übersetzt. Gleichzeitig befindet sich die
räumliche Landschaft in Bezug zur lebendigen
Medienlandschaft, die Hauptattraktion des Festivals, ohne sich jedoch in den Vordergrund zu
drängen.
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melting pool
Einreichende:
Thomas Hämmerle, Philipp Reischmann
Originaltext der Einreichenden: Die Poolbarpopulation ist eine Ansammlung verschiedenster Menschen, sie kommen zum Festival um
etwas
besonderes zu erleben. Die Poolbar als künstlerisches Festival zu sehen, versucht die Menschen zu verbinden.
Das Raumkonzept setzt bei dieser Problematik
an.
Auf der Terrasse teilen sich die Menschen ihrer
Gesinnung entsprechend ein.
Im Wohnzimmer erfolgt bewusst eine Konfrontation.
Im Pool werden Gegensätze vergessen und es
wird zusammen gefeiert.
Im Cafè erfolgt der Diskurs.
© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
poolbar Architektur 2006
Einreichender: Christian Gerlich
Originaltext des Einreichenden: Ich habe mich
man so den Eingangsbereich beleuchten und
in diesem Wettbewerb hauptsächlich um die
Spannung aufbauen.
Situation um die Poolbar gekümmert da die Or-
Somit bekommt die Poolbar den Eingangsbe-
ganisation des Ablaufs von den Betreibern am
reich den sie schon immer gebraucht hat.
Besten gelöst werden kann.
Konstruktionen
Analyse und Entwurf
Die gesamte Terrasse ist als Holz- Rahmen-
Ich kann mich nicht mehr an das Jahr erinnern,
Konstruktion gedacht. Letztendlich ist es aber
es dürfte 1996 oder 97 gewesen sein als ich
egal woraus die Unterkonstruktion konstru-
die Poolbar besuchte. Schon damals hat mich
iert wird. Im Sinne der Nachhaltigkeit unse-
diese richtungslose Wiese vor der Poolbar ge-
res Schaffens könnte ich mir auch Blechmüll
stört, genauso wie der Umgang mit dieser.
vorstellen, der in Quadern gepresst den selben
Deshalb schlage ich einen Rahmen vor in den
Erfolg bringen könnte. Man müsste ganz Vor-
die Poolbar eingefasst wird. Somit werden die
arlberg nach der kostengünstigsten Materiallö-
Blicke eindeutig auf das Hallenbad gelenkt.
sung durchforsten.
Um das zu bewerkstelligen und Kosten zu
sparen müsste man von der Stadt Feldkirch
Werbung
nur die Genehmigung einholen 2 mal etwa 8
Schluss mit den Versuchen diese Kulturart der
Meter breite und 40 Meter lange Mais- Streifen
breiten Öffentlichkeit erklären zu wollen. Die
zu pflanzen. Mit Pflanzen ähnlicher Höhe kann
Poolbar hat Wert und darf darauf stolz sein.
man den Effekt kostengünstig schaffen.
Über die Jahre etabliert muss sie unscheinbar
Die Schwelle / Terrasse ist eigentlich als Holz-
kratzen und warnen: VORSICHT STOLPER-
konstruktion gedacht welche an den drei Seiten
STEIN.
mit Strahlern ausgestattet ist. In der Nacht kann
© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
Untitled
Einreichender: Kai Böttger
Originaltext des Einreichenden: Das Poolbar Festival 2006 ist noch unbenannt...,
mein Vorschlag für die Gestaltung hat keinen Titel. Die Haltung der Neutralität
und das nicht Vorhandensein einer Message ist sicher ein wesentlicher Aspekt
meiner Auffasung von einem Surrounding für ein Musik-Kunstfestival . Dieser
Wettbewerbsbeitrag möchte nicht schmücken oder thematisch agieren, es
wird der Versuch unternommen ein elektrisch, visuell -akustisches Phänomen
zu beschreiben. Eine Vielfalt auf ein Ereignis zu vereinigen zu bündeln, dem
vorhandenen Raum Kontinuität verleihen .
Meine Auseinandersetzung mit den umfangreichen Materialien und Planungsvorgaben kamen dann zu dem Punkt an dem das Projekt einen Sprung realisierte.
LaLiberte
Reine Funktionalität in einem glatten elektrischen Raum ,im Raum ,im Raum.
Die Nutzung der Austattung soll größtmöglichen Freiraum für den Besucher
des Poolbar Festivals bieten,es herrscht Vertrautheit imUmgang und Handling
mit den Mobiliar. Vorgegebene Strukturen können vom Nutzer selbständig
verändert werden. Der Gast wird zum Handeln in einem vertrauten Kontext
angeregt.Dieser Kontext wird über das Programm des elektrischen Raumes
gebildet, die Abbildungen und Zitate der Umgebung und Region sowie der
PopKultur der Künstler und dem damit verbundene Merchandise und Design
auf der einen Seite und auf der anderen Seite die Funktionalität in der Austattung , die eine räumliche Struktur adaptieren soll.
Es kann gleichzeitig improvisiert und frisch sein, aber auch Solidität und Robustheit aufweisen. (...)
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liquid landscape
Einreichende:
Marc Wieneke. Martin Kleindienst (MA)
Originaltext der Einreichenden: Die Grundlage
des Entwurfes ist die topographische Faltung.
Der Boden und die Wand beginnen Falten zu
werfen, sie differenzieren den Raum. Diese
Heterogenität, die sich in unterschiedlichsten
Maßstäblichkeiten der Faltung ausdrückt, wird
durch die gleich bleibende Breite der gefalteten Streifen und durch immer wiederkehrende
Interferenzen zusammen gehalten. Ein kohärenter, bewegter Raum entsteht. In den verschiedenen Bereichen wird durch Farben eine
spezifische Atmosphäre erzeugt, welche durch
Beleuchtung verstärkt wird, an der Unterseite
der Paneele angebrachte Leuchtkörper bringen
die Landschaft zum Glühen.
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Wellenbad
Einreichende:
Die Wellenbrecher: Alexander Gstöhl, Stephan Grabherr, Manuela Meyer, Claudia Salzgeber
Originaltext der Einreichenden: Draußen kom-
Identität durch Klarheit, Vielfalt durch Variation.
muniziert Drinnen.
Der Ring als Sitzgelegenheit ist Ausdruck
Das alte Hallenbad wird mit einer Lichtinstal-
gelebter Demokratie, da alle Plätze grundsätz-
lationen in L-Form überlagert. Diese Lichtins-
lich gleichwertig sind. Er bietet dennoch ver-
tallation besteht aus 46 jeweils 150cm hohen
schiedene Sitzpositionen an: nach innen, nach
Lichtstellen deren Abstände sich zum Gebäude
außen oder doch längs zueinander. Auf diese
hin verdichten. Das in den Park greifende L de-
Weise erfüllt er verschiedene, der Veranstal-
finiert einen neuen Raum, mit dem Hallenbad
tung entsprechende Kommunikationsmöglich-
als Brennpunkt. Die Welle ändert sich über die
keiten.
Parameter Lichtstärke und Geschwindigkeit, je
Im Wohnzimmer leuchten die Ringe nach innen
nach Art und Intensität der Veranstaltung.
um die unregelmäßige organische Struktur zu
Bewegt man sich auf das Gebäude zu, wirkt
betonen. Durch die blaue Farbwahl rufen die
das L als Trichter der das Wohnzimmer räum-
Kreise Assoziationen an Wasser hervor.
lich und atmosphärisch an Park und Terrasse
Die Sitzringe der Terrasse sind in Wellenform
bindet. Die Welle verläuft hinter einer Memb-
angeordnet und leuchten im Gelb der Sonnen-
rane und wird im Wohnzimmer intensiver und
blumen. In der Halle wir die Objekthaftigkeit der
gleichzeitig weicher. Verschiedene Lichtmuster
freistehenden Ringe durch das Leuchten nach
verändern den Charakter des Raumes. Der
Außen unterstrichen. Hier bieten die Sitzringe
Besucher ist im Spannungsfeld zwischen Ruhe
eine Vielzahl an verschiedenen Kombinationen
und Bewegung.
mit unterschiedlichem Charakter.(...)
© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
poolbar (13) takes a Schaumbad,
honey!
Einreichende:
GeräteRaumGruppe: Architekturbüro Peter Koller mit
Daniela Engelmann und Roland Schiffner
Originaltext der Einreichenden: frischer schaum
bedarf wand-propeller als ausstellungswand
in der poolbar: ein kleines, propellerförmiges,
oder als auslage im merchandising-bereich zu
stapelbares und verschieden verwendbares
benutzen
möbelmodul aus kunststsoff ergibt, in größerer
licht-propeller:
menge reproduziert eine schaumförmige struk-
glas hergestellt, werden mit einer innenliegen-
tur, auf verschiedenste weise benutzbar.
den beleuchtung ausgestattet
sound-propeller:
einige module, aus plexi-
sitz-propeller mit drahtlo-
sitz-propeller: das einfache modul, nicht ge-
sem lautsprecher-system, flexibel wie die ge-
stapelt in der bequemen sitzhöhe von 40 cm,
samte propeller-familie an jedem ort im raum
aufgewertet durch eine weiche sitzauflage aus
aufstellbar
filz oder plüsch
tisch-propeller:
das gleiche, ohne auflage
die gesamte möblierung der poolbar besteht
theken-propeller:
drei einfache sitz-propel-
aus dem gleichen, in großer serie gefertigtem,
ler, gestapelt auf 1,20m höhe, ergeben anein-
gleichermaßen aussen und innen verwendba-
andergereiht eine neue theke in der poolbar
rem kunststoff-modul, das im simplen thermo-
wand-propeller:
fünf gestapelte propeller
plastischen schaumguß-verfahren viele male
ergeben ein wandmodul, das dick oder dünn
reproduziert werden kann und gestapelt und
ausgeformt werden kann, mit intimen sitzni-
aneinandergereiht alle gewünschten funktionen
schen und begehbaren schaumblasen. eine
übernimmt
einfache vorrichtung am grundmodul erlaubt
fast von alleine entsteht bei jedem neuaufbau
das einhängen einer stange, um, je nach
ein anderer, „frischer“ schaum
© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
Blick_Winkel
Einreichende: Melanie Jobst, Tobias Jobst
poolsand
Einreichende: www.formsache.co.at: Jennifer Kräutler. Christian Susana (MA)
poolbar plug-in
Einreichender: Laurenz Vogel
Kulturtransport, Transportkultur
Einreichende: Christina Romirer, Manuel Schwald
Originaltext und Bilder zu diesen Einreichenden:
nicht in digitalisierter Form eingereicht.
© Poolbar Festival GmbH / Einreichende
Kontakte:
poolbar-Festival
Herwig Bauer
www.poolbar.at
[email protected]
Vorarlberger Architektur Institut
www.v-a-i.at
[email protected]
Wirtschaftskammer Vorarlberg
www.wko.at
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