Oracle PL/SQL - Comelio Medien

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Interview mit Marco Skulschus und Marcus Wiederstein
zum Buch: Oracle PL/SQL
554 Seiten, € 39,95
ISBN: 978-3-939701-40-8
(1. Auflage)
Interview mit Marco Skulschus
Sie verwenden objektorientierte Programmiersprachen und PL/SQL. Wann setzen Sie welche
Technologie ein?
Wichtig zu bemerken ist, dass sich Techniken wie Java oder .NET von PL/SQL durch ihre Syntax
unterscheiden. Zwar bietet auch PL/SQL objektorientierte Fähigkeiten, doch diese sind nicht Thema
dieses Buchs. PL/SQL ist eine sehr umfangreiche Sprache, d.h. man kann nicht nur ein dickes Buch
dazu schreiben, sondern auch viele Beispiele erstellen, bis man die meisten Varianten durchgespielt
hat. Dennoch bieten OO-Sprachen noch mehr Syntax-Möglichkeiten und erlauben dadurch die
Entwicklung von beliebigen Anwendungen. PL/SQL jedoch ist als Erweiterung von SQL gedacht und
kann daher mit sehr vielen Fähigkeiten aufwarten, die einen sehr leichten und nur wenige
Quelltextzeilen umfassenden Code bedürfen, um auch komplexe Anforderungen bei der
Datenverarbeitung unten in der Datenbank zu umzusetzen.
Was favorisieren Sie – unten in der Datenbank oder oben in einer anderen Anwendung
programmieren?
Ein ewiges Thema, und immer wieder interessant – allerdings nur so lange, bis der Feierabend
gekommen ist, denn man kann bei dieser Diskussion kein Ende finden, da beide Vorgehensweisen
ihre spezifischen Vorteile haben. Ich finde bei der Erstellung von Logik direkt in der Datenbank
interessant, dass man im DB-Server eine Möglichkeit hat, eine Software-Schicht einzubauen, auf die
man von oben bzw. von außen zugreifen kann. Dies erhöht die Wiederverwendung von SoftwareBausteinen. Eine raffinierte Lösung und damit vollends Verwirrung kann man übrigens stiften, wenn
man vorschlägt, dass man PL/SQL vermeiden möchte und daher Java oder .NET für Prozeduren und
Funktionen in Oracle einsetzt.
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Wie beurteilen Sie die Syntax und die Sprache von PL/SQL?
Bis ich PL/SQL gelernt habe, bestand meine Welt auch nur aus solchen Schlüsselwörtern wie class
oder extend, und selbstverständlich musste alles und jedes immer in geschweiften Klammern
eingeschlossen werden. Da ist dann PL/SQL mit seiner Blockstruktur und solchen Schlüsselwörtern
wie LOOP oder DECLARE eine echte Überraschung auf dem Bildschirm. Der große Höhepunkt ist
allerdings RECORD und die Art und Weise, wie man auf sehr kurze und elegante Weise
Datensatztypen erstellen kann.
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Interview mit Marcus Wiederstein
Sollte man überhaupt Anwendungen in die Datenbank integrieren?
Dies ist ein Thema, über das man immer wieder sprechen kann, ohne zu einem definitiven Ergebnis
zu kommen. Wir hätten sicherlich kein PL/SQL-Buch geschrieben, wenn wir nicht der Meinung wären,
dass man durchaus Logik und damit Anwendungen direkt in der Datenbank erstellen kann. Ich gehe
selbst immer von Architekturen aus, in denen die gleiche Logik innerhalb einer Anwendung
mehrfach genutzt wird und diese Logik oftmals direkt mit den Daten zusammen hängt. Durch die
Erstellung von Prozeduren und Funktionen ist es dann möglich, gleichzeitig aus Java und .NET diese
Module wieder aufzurufen.
Wie beurteilen Sie den Einsatz von PL/SQL für die Anwendungsentwicklung?
Die große Alternative ist, in der Oracle-Datenbank ebenfalls Java oder .NET für die Entwicklung von
Prozeduren und Funktionen zu verwenden und diese dann in SQL, PL/SQL oder von außen wieder
aufzurufen. PL/SQL bietet aber einen umfassenden Werkzeugkasten an Sprachmöglichkeiten, mit
DB-Daten umzugehen und mit relativ wenig Schreibarbeit Daten abzurufen und zu manipulieren.
Wenn man sich manchmal die gleiche Lösung in anderer Syntax vorstellen würde, müsste man
zugeben, dass diese dann immer wesentlich länger um umständliche wäre. Die Sprache ist genau für
datenbanknahen Operationen optimiert und sollte auch dafür eingesetzt werden.
Sie neigen dazu, immer ganze Buch-Reihen zu schreiben. Warum?
Wie schon bei den Themen XML und MS SQL Server habe ich das Gefühl, dass es besser ist, mehrere
überschaubare Bücher zu einem Themengebiet zu verfassen anstelle von einem dicken Wälzer, der
aufgrund der Themen aus allen Nähten platzt und auch Inhalte enthält, die aktuell für den Leser
nicht so im Vordergrund stehen. So kann man sich genau das Wissen aneignen und beschaffen, das
tatsächlich interessant und notwendig ist.
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