Kunst aus der Spritzpistole

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KULTUR REGIONAL
DIE RHEINPFALZ — NR. 63
MITTWOCH, 16. MÄRZ 2011
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Kunst aus der Spritzpistole
Airbrush-Messe Bobenheim-Roxheim am 9. und 10. April – Anfänger-Workshops und Bodypainting
Die neuen
Frühjahrsmodelle…
VON SONJA WEIHER
Wenn Norbert Klug einen Kurs anbietet, dann ist der ausgebucht, lange bevor das Programmheft erscheint. „Airbrush boomt“, so Paul
Platz, Leiter der Volkshochschule
des Rhein-Pfalz-Kreises. Deshalb
hat sein Haus in Kooperation mit
Künstler Klug die erste AirbrushMesse in der Region organisiert.
Am 9. und 10. April gibt es in Bobenheim-Roxheim jede Menge Infos
und Aktionen zum Malen mit der
Spritzpistole.
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Das Leben ist zu kurz, um auf
schlechten Matratzen zu schlafen!
Mit dieser futuristisch anmutenden Airbrush-Zeichnung wirbt die neue
Messe für sich. Fast wie ein Foto wirkt die Technik hier.
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Mit einer Luftdruckpistole, aber auch mit Stiften und Spachtel arbeitet
Norbert Klug, Ideengeber zur Airbrush-Messe.
FOTO (2): PRIVAT
Musik-Comedy:
Frau Antje mit
Ukulele bei Schreiner
Als Bühnenclown mit Musikerseele
und eindrucksvoller Stimme wird
Frau Antje beworben. Am Samstag
tritt die musikalische Komikerin
mit ihrer Ukulele in der Schreinerfarm Frankenthal auf.
Kurzweilig soll das Soloprogramm
sein, das sich musikalisch um die
80er Jahre dreht. Frau Antje erzählt
von Traummaßen und Albträumen,
Langusten und Wohnzimmerlampen, alten Faltern und schrägen Vögeln. (rhp)
INFO
— Frau Antje und ihre Ukulele, Samstag,
19. März, 20 Uhr, Schreinerfarm Frankenthal, Albertstraße 9. Eintritt: 10
Euro.
— Kartenbestellung vormittags im Büro
der Gleichstellungsstelle der Stadt Frankenthal, Karolinenstraße 3.
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Ausstellung:
Lubasch zeigt
Akte und Skulpturen
Mit Skulpturen undf Aktzeichnungen stellt sich Michael Lubasch ab
27. März in Großkarlbach vor. Seit
drei Jahren hat der Weisenheimer
sein Atelier in Laumersheim.
Sonntag, den 20.03. von 13.00 - 17.00 geöffnet
In 20 Jahren Selbstständigkeit als
Schreiner hat Lubasch Möbel und
Einrichtungen entworfen. Mit dem
Umzug in die Weidenmühle will der
50-Jährige auch frei künstlerisch
sein. In Großkarlbach zeigt er Arbeiten mit verschiedenen Techniken
und Materialien. Neben Skulpturen
stellt er reduzierte Akte aus. (rhp)
INFO
Michael Lubasch, „Figur – Form – Farbe – Kompositionen“, bis 24. April im
Alten Rathaus, Kändelgasse 4, Großkarlbach. Vernissage: Sonntag, 27. März, 11
bis 13 Uhr. Geöffnet sonntags, 14 bis
16 Uhr. Infos: Telefon 0179 6461225.
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Einmalig
im
südwestdeutschen
Raum sei eine solche Messe, so die
Veranstalter. Rund 14 Künstler aus
ganz Deutschland und der Schweiz
hat der Maxdorfer Airbrusher Norbert Klug dazu eingeladen – „die Elite“, wie er sagt. Außerdem präsentieren sich eine Handvoll Händler und
Hersteller in der Jahn-Halle. „Das
Ganze ist aber nicht kommerziell ausgerichtet“, betont der für Kultur zuständige Kreisbeigeordnete Konrad
Reichert.
Vielmehr wolle man mit der Messe auch Jugendlichen einen Zugang
zur Kunst schaffen. 10.000 Euro nehmen der Rhein-Pfalz-Kreis und die
Kulturstiftung der Sparkasse dafür in
die Hand, die Eintrittspreise sind bewusst moderat gehalten. Mit einer
Kostendeckung rechnet keiner, vielmehr gehe es darum, in der Metropolregion ein ungewöhnliches Angebot zu machen und eine Plattform
für andere Kunstrichtungen zu bieten. Wie viele Besucher am zweiten
Aprilwochenende nach BobenheimRoxheim kommen, können die Veranstalter nicht sagen. Sollte das Interesse stimmen und das Feedback der
Aussteller gut sein, sei aber an eine
Fortsetzung alle zwei Jahre gedacht.
Wie gut das Thema zieht, hat Reichert selbst gemerkt, als er den Handzettel zur Messe mit nach Hause
brachte: Seine beiden jugendlichen
Söhne waren sofort begeistert. „Und
die haben mich noch nie zu einer
Ausstellungseröffnung begleitet“, erzählt Reichert.
Mit einer gewöhnlichen Ausstellung hat das, was in Bobenheim-Roxheim geplant ist, auch herzlich wenig zu tun. An dem Wochenende sollen nicht nur fertige Arbeiten zu Bewundern sein. Vielmehr können Besucher samstags und sonntags selbst
in Workshops die Technik ausprobieren. „Schon nach einer Stunde hat jeder ein tolles Bild“, verspricht Klug.
Uraufführung eines
jungen Kolumbianers
Jugend-Sinfonie-Orchester Mannheim in Lambsheim
Zwischen der Kurpfalz und Kolumbien baut das aktuelle Programm
des
Jugend-Sinfonie-Orchesters
Mannheim (JSOM) eine Brücke. Am
Sonntag, 20. März, 17 Uhr, ist es in
der protestantischen Kirche Lambsheim zu hören.
Nach Kolumbien soll die diesjährige
Konzertreise der jungen Musiker führen. Bei einem Besuch in der KaribikHafenstadt Barranquilla knüpfte die
Geigerin Felicitas Laxa, ehemalige
Konzertmeisterin des JSOM und
Tochter des Dirigenten Diethard
Laxa, unter anderem Kontakte zu einem Radiosender. Außerdem gibt es
einen Austausch mit der deutschen
Schule Colegio Alemán und der Shutmaat school of music.
Für die Konzertreise wählte Diet-
hard Laxa die „Pfälzische Suite“ des
Mannheimer Wolfgang Hofman und
die „Fantasía Carnestoléndo“ des aus
Kolumbien stammenden Komponisten Christian Renz Paulsen aus, der
zurzeit Student an der Musikhochschule Hamburg ist. Die 1982 entstandene „Pfälzische Suite“ beschreibt in acht Sätzen die Erschaffung, das Leben und Sterben der Elwetritsche. Der 28-jährige Kolumbianer Renz schrieb sein Stück eigens
für das Jugend-Sinfonie-Orchester
Mannheim. Die Uraufführung ist am
Sonntag in Lambsheim. Außerdem
gespielt werden Franz Schuberts „Unvollendete“und die großen Suite aus
dem Film „Hornisse“ von Dimitri
Schostakowitsch.
Der Eintritt zu dem Konzert ist
frei, um Spenden wird gebeten. (rhp)
Musik in der Fastenzeit
Samstagsabends Konzertreihe im Speyerer Dom
„Geistliche Abendmusik“ bietet die
Speyerer Dommusik an den Samstagen der Fastenzeit jeweils um 18
Uhr an. Zu hören sein werden Werke von Bach, Haydn und aus der
Zeit der Salier.
Diese Woche, am 19. März, musizieren die Altistin Bettina Ranch und
Mitglieder des Domorchesters in der
Krypta die Kantaten „Widerstehe
doch der Sünde“ und „Vergnügte
Ruh‘, beliebte Seelenlust“ von Johann Sebastian Bach auf historischen Instrumenten. Den Part der obligaten Orgel übernimmt Domorganist Markus Eichenlaub, die Gesamtleitung hat Domkapellmeister Markus Melchiori. Das „Stabat mater“
für Soli, Chor und Orchester von Joseph Haydn steht im Mittelpunkt am
26. März. Der Speyerer Domchor,
das Heidelberger Kantatenorchester
und die Gesangssolisten Simone
Schwark (Sopran), Regina Grönegreß
(Alt), Christian Dietz (Tenor) und Ekkehard Abele (Bass) musizieren unter der Leitung Melchioris.
Das Orchester der Städtischen Musikschule Speyer (Leitung: Daniel
Spektor) spielt am 2. April im Hochchor des Domes den Zyklus „Die sieben Worte unseres Erlösers am Kreuze“ von Haydn. Eine mittelalterliche
Klangwelt will das Stuttgarter Ensemble Cosmedin am 9. April im
Dom ausbreiten, um die Salierzeit
akustisch lebendig werden zu lassen. Zum Abschluss am 16. April gestaltet Markus Eichenlaub unter
dem Oberbegriff „O Traurigkeit, o
Herzeleid“ eine Stunde mit Orgelmusik zur Karwoche. Der Eintritt zu den
Konzerten ist frei. (is)
Die Kurse sollen regelmäßig den ganzen Tag über angeboten werden.
Wie vielfältig die Spritzpistole eingesetzt werden kann, sollen Vorführungen von Body- und Nailpainting
zeigen. Neben der Körperbemalung
gibt es auch Tipps fürs Make up. Die
ausstellenden Künstler, die für ihren
Stand keine Gebühr zahlen, sind verpflichtet, in der Messehalle an ihren
Bildern zu arbeiten. „So bekommen
die Besucher einen guten Eindruck
von der unterschiedlichen Herangehensweise und können direkt Fragen
stellen“, erklärt Norbert Klug.
Er selbst betreut neben seiner Arbeit als Organisator den Stand des offenen Ateliers der Kreisvolkshochschule. Dort treffen sich jeden Mittwoch in Schifferstadt etwa 17 „Airbrush-Infizierte“ aus der gesamten
Region, von Karlsruhe über Heidelberg, Mannheim und Lorsch. Für
Klug ist Airbrush „die vollkommenste Art, Kunst darzustellen“. Einschränkungen oder Vorschriften
gebe es so gut wie nicht, gesprüht
werden kann mit Öl-, Aquarell-,
Acryl- oder sogar Lebensmittelfarbe,
auch Buntstifte oder Spachtelmasse
kommen zum Einsatz. Ist der Untergrund entsprechend vorbereitet, ist
es völlig egal, ob man eine Torte, ein
T-Shirt oder einen Motorradhelm gestaltet – oder ganz normal auf Leinwand arbeitet.
Bekannt aus der Airbrush-Szene
sind vor allem fotorealistische Bilder, gerne von schnellen Autos oder
gut gebauten Frauen. Doch das ist
nur ein kleiner Teil des Spektrums.
„Viele berühmte Künstler verwenden Airbrush, weil die Effekte so toll
sind – sie sagen es nur nicht“, weiß
Klug. Auch etliche Aquarellmaler aus
seinen Kursen machen ihren Bildhintergrund inzwischen mit Airbrush.
Die Farbe, die so dünn wie Wasser
ist, trocknet direkt, gesundheitlich
sei sie völlig unbedenklich und stinke nicht. Nur vor einer Sache warnt
Klug: „Airbrush ist eine Droge. Wer
einmal damit anfängt, kommt nicht
mehr davon los.“
INFO
— Airbrush-Messe, 9. und 10. April, Friedrich-Ludwig-Jahn-Halle Bobenheim-Roxheim. Geöffnet samstags, 10 bis 18
Uhr, und sonntags, 10 bis 17 Uhr. Eine
Tageskarte kostet 2,50 Euro, eine Zweitageskarte 4 Euro. Jugendliche bis 14
Jahre sind frei.
— Infos unter www.dieairbrushmesse.de
und bei der Gemeinde Bobenheim-Roxheim, Telefon 06239 9391309.
KULTUR-MAGAZIN
Rock für guten Zweck
mit Peter Gun
FRANKENTHAL. Einem Frankenthaler Musikprojekt soll der Erlös des Benefizkonzertes des Lions Clubs am
Samstag, 19. März, 20 Uhr, in der
Tanzschule Fun und Swing im Neumayerring zukommen. Die in der Vorderpfalz bekannte siebenköpfige
Band Peter Gun unterhält dabei mit
Rock- und Pop-Klassikern der 70er-,
80er- und 90er-Jahre. Karten gibt es
im Vorverkauf für 8 Euro in Frankenthal bei Mercedes Wedig, in der Tanzschule Fun and Swing, der Metzgerei
Büchele, bei Thalia, Birkenmeier, im
Kunstcafé Ambiente und auf der
Band-Homepage www.peter-gun.de.
An der Abendkasse kostet der Eintritt
10 Euro. (rhp)
„Pälzischer Tartüff“: Für
Premiere gibt‘s noch Karten
LAMBSHEIM. Molières Moralkomödie, in der ein Familienvater einem
skrupellosen Heuchler (Tartüff) seine
Familie samt Haus und Hof (fast) opfert, inszeniert das Theater am Türmchen in Mundart. Aufführungen sind
im protestantischen Gemeindehaus
in der Stadtgrabenstraße an drei aufeinander folgenden Wochenenden:
18., 19. (ausverkauft), 20. März; 25.,
26., 27. März und am 1. und 2. April.
Die Aufführungen an den Freitagen
und den Samstagen beginnen jeweils
um 20 Uhr und an den Sonntagen
um 19 Uhr. Eintrittskarten gibt es bei
Marion Heiser, Telefon 06233 54455,
Marktstraße 7, Lambsheim, für 7
Euro. Bestellung per E-Mail: [email protected] oder über www.tatlambsheim.de. Für die Premiere,
aber auch für weitere Termine, gibt
es noch Karten. (rhp)
Musikschule Leiningerland:
Bläser im Weinstraßencenter
GRÜNSTADT. Der Fachbereich Bläser der Musikschule Leiningerland
gibt mit Ensembles und Solisten am
Sonntag, 20. März, 11.15 Uhr, im
Weinstraßencenter ein Konzert quer
durch die Epochen. Der Eintritt ist
frei. (rhp)
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