Nostradamus 2009

Werbung
M. Nostradamus, 1503–1566,
Arzt, Astrologe, Geheimrat der Krone
1
Die nahe und die ferne Zukunft
Liebe Leserinnen und Leser,
wenn ich an die Jahre um 1982 zurückdenke, kommt mir jene
Zeit heute fast wie ein nebelartiger Traum vor. Damals steckte
ich mitten in der Analyse der Schriften des Nostradamus,
und zwar mit allerersten Computerprogrammen, die es in
7
dieser Form bis dahin nicht gegeben hatte. Mit ihrer Hilfe
wurde ich erstmals auf eine Zeitperiode aufmerksam, die der
Seher äußerst dramatisch beschreibt. Es waren die Jahre von
2011 bis 2014! Heute stehe ich unmittelbar vor diesen Jahren
und wünsche mir, ich hätte mich geirrt. Doch die Zeichen sind
unübersehbar. Wer die Entwicklungen aufmerksam verfolgt,
bräuchte heute nicht einmal mehr einen Propheten wie
Nostradamus, um zu erkennen, in welche Richtung sich die
Weltpolitik zuspitzt. Zu viele Egoisten haben sich in zu vielen
mehr oder weniger geheimen Zusammenschlüssen organisiert, um den Rest der Welt finanziell noch effektiver auszubeuten. Nostradamus hat dazu nun aber in seinen Prophezeiungen hinterlegt, dass dieses Treiben in den kommenden
Jahren an seine Grenzen stoße:
»Auf dem Höhepunkt des Wohlstands, wenn es keiner erwartet, wird es geschehen.«
Diejenigen, die selbst in dieses egoistische Treiben verwickelt
sind, werden diese düstere und für sie selbst geradezu katastrophale Prognose natürlich anzweifeln. Und nicht nur das:
Die Drahtzieher werden nicht müde werden, eifrig weiter
Optimismus zu verbreiten. Wir haben also wieder einmal, wie
schon so oft in der Geschichte, nicht darauf zu achten, was sie
reden, sondern darauf, was sie tun. Und wohin Letzteres
führt, ist mittlerweile absehbar. Am Ende der Entwicklung
wird es zu einer Situation kommen, in der unüberwindliche
Zwänge herrschen. Ihrer eigenen Logik folgend, werden die
Verantwortlichen ihre militärische Stärke erproben.
Was viele meiner Leserinnen und Leser erstaunen mag, ist
das, was dann folgt: die Zukunft. Der große Knall wird näm8
lich nicht das Ende sein, sondern den Beginn von etwas
Neuem markieren. Folgen wir Nostradamus, dann ist dies
erst der Anfang des 3. Jahrtausends nach christlicher Zeitrechnung.
Der wesentliche Streitpunkt, der die Menschheit plagt, ist
schon heute zu identifizieren. Es ist der Energiehunger
von sechs Milliarden Menschen, die alle eine Chance haben
wollen, ein gutes Leben zu führen. Doch Egoisten, die nur an
Profit und das eigene Wohlleben in ihrer kurzen Lebensspanne denken, haben verhindert, dass eine Lösung gefunden wurde, mit der allen geholfen wäre. Sie haben das
»Geschwür Öl« (Originalton des Nostradamus) als Energielieferant Nummer 1 gegenüber jeder billigeren und besseren
Energieform verteidigt. Dabei hätte man allein mit dem Geld,
das die USA in den Irak-Krieg investiert haben (es sind über
1000 Milliarden Dollar), Legionen von Physikern und Chemikern beschäftigen können, um das Hauptproblem unserer
Zeit zu lösen. So aber müssen wir noch etwa 25 Jahre warten.
Laut Nostradamus wird Energie, unbegrenzt und zum Nulltarif, ab dem Jahr 2025 bekannt und ab 2035 auch praktisch
nutzbar sein.
Im vorliegenden Jahrbuch beschäftige ich mich auch mit
der Zeit nach dem großen Knall. Denn es ist mehr denn je an
der Zeit, mit einem großen Missverständnis oder Vorurteil
aufzuräumen. Für Nostradamus geht nämlich keinesfalls
demnächst die Welt unter. Ganz im Gegenteil: Er beschreibt
ein Goldenes Zeitalter von etwa 80 bis 100 Jahren Dauer, das
noch im 21. Jahrhundert beginnen wird!
Zum Schluss noch ein Hinweis, der damit zu tun hat. Für
manche meiner Leserinnen und Leser mag das Kapitel mit
dem Tagebuch unverständlich sein. Ihnen sei gesagt: Sehen
Sie diese Texte bitte aus der Sicht der Jahre um 2020. In der
9
Rückschau werden unsere Notizen für Sie wie ein Textanker
in der Vergangenheit sein, mit dessen Hilfe sich rekonstruieren lässt, wie und warum alles genau so kommen musste, wie
es gekommen ist. Ich weiß zwar nicht, wer in jenen Jahren
meine Jahrbücher in Händen halten wird, aber ich bin mir
sicher, er wird froh sein, diese Details studieren zu können,
die sich in dieser Form und Sichtweise in keinem Geschichtsbuch finden.
Doch nun zurück zu dem, was unmittelbar bevorsteht. Nun
schreiben wir schon das Frühjahr 2008!
Meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich eine allzeit gute
Zukunft.
Manfred Dimde
im Frühjahr 2008
10
2
Seherinstrumente
Seitdem es Menschen gibt, die sich mit den geheimnisvollen
Texten des Nostradamus beschäftigen, steht auch die Frage
im Raum, wie er zu seinen Visionen kam. Welche geheimen
Techniken mag er angewandt haben, die ihn in die Lage versetzten, bis in das Jahr 3798 unserer Zeitrechnung Prophezeiungen für diese Welt zu hinterlassen? War es nur Astrologie? Mittlerweile wissen wir: Nein, nicht nur! Und war es
Hellsicht? Ja, es war Hellsicht, aber er benutzte auch die
Astrologie, um jene Zeit zu verorten, für welche die kommenden Ereignisse vorgesehen waren. Und kamen Hilfsinstrumente zum Einsatz? Durchaus, wir wissen von einigen, doch
sicher ist auch, dass es weitere gab, die nach wie vor unbekannt sind.
Nostradamus hat in seinen Prophezeiungen für den kundigen Leser viele Hinweise zu seiner Arbeitsweise hinterlegt.
Raffiniert hat er geheime Texte zwischen den Zeilen plaziert,
und schon relativ früh kam man dahinter, wie man diese lesbar machen konnte. Es sind Schablonen, mit deren Hilfe man
die geheimen Botschaften entziffern und so zu einer Beschreibung seiner Sehertechnik gelangen kann. Auf diese Weise
lässt sich beispielsweise herauslesen, dass er sich in Salon
en Provence in eine Felskammer unterhalb des Château
l’Emperie begeben hat. Dazu benutzte er einen unterirdischen Gang, der von seinem Wohnhaus zur nahe gelegenen
Kirche St. Michel und von dort weiter zum Schloss führte.
Noch heute finden sich Reste dieses Gangs; auf Nostradamus’
11
Spuren wandeln lässt sich jedoch nicht mehr, da sein geheimer Weg schon vor 300 Jahren bei einem schweren Erdbeben
verschüttet wurde.
Am Ziel angekommen, benutzte er einen seltsamen Gegenstand, für den ich den Ausdruck »Ei« geprägt habe. Nostradamus hatte sich nämlich von einem Waffenschmied ein
eiförmiges Gebilde aus dreierlei Arten dünnen Blechs übereinanderhämmern lassen, das so groß war, dass man sich mit
einem Stuhl mitten hineinsetzen konnte. Genau dies tat er
nun, und so von der Außenwelt abgeschirmt, erhob er sich,
wie er wörtlich schreibt, »im göttlichen Delirium«, was so zu
verstehen ist, dass sein Geist sich emporhob, um globale
Ereignisse der Zukunft zu schauen.
Als die erste Zeichnung vom »Ei«, die nach meinen Entschlüsselungen angefertigt worden war, vor mir lag, dachte
ich noch, ich hätte etwas Einmaliges »entdeckt«. Dies sollte
sich allerdings als Irrtum erweisen. Nach der Veröffentlichung gab es zunächst aber auch viele Experten, die meine
»Theorien« belächelten und glaubten, sich ein Urteil erlauben
Abbildung 1:
Das »Ei« des Nostradamus.
Skizze nach Angaben des Autors
angefertigt.
12
Abbildung 2 und 3: Das Ei auf einem Kirchenportal (Tympanon) in
Chartres, wie es auch an anderen großen Kirchen zu sehen ist.
Korrekterweise wird dieses Herzstück, in dem zumeist ein Christus
oder manchmal auch die Jungfrau Maria sitzt, »Mandorla« (»die
Mandel«) genannt.
zu können. Einige Jahre später jedoch, als ich wieder mehr
Zeit hatte, mich detailliert mit der Sache zu beschäftigen,
zeigte sich, dass ebendieses »Ei«, mit Sessel und Figur darauf,
an vielen Portalen großer Kirchen zu sehen ist. Ganz so »einmalig« war meine Entdeckung also wohl doch nicht!
Manche Mandorla zeigt in dem Stuhl einen »Christus«. In
der einen Hand hält er ein Buch und in der anderen bisweilen eine Kugel. Letztere wird oft als Erdkugel betrachtet, doch
diese Deutung ist falsch.
Diese Kugel ist nicht weniger als das Kernstück jenes
Instruments, das als »Gral« in die Literatur eingegangen ist.
Ein solcher entsteht nämlich, wenn man eine Kristallschale
hinzunimmt. Man bringe also zwei an sich ganz und gar
geheimnislose Gegenstände zusammen: eine Glaskugel, die
man auf Nachfrage als Vergrößerungsglas bezeichnen würde,
und ebendie Kristallschale, welche sich auch abfällig als
Obstschüssel betrachten ließe. Gemeinsam erzeugen sie ein
unerklärliches Phänomen: In der Kugel zeigen sich Bilder! Ob
13
es nun Kreuzritter waren, die nach Europa zurückkehrten,
oder Magier, die im späteren Mittelalter geheimnisvoll wirkten: Sie alle konnten sich vor Ort aus Gegenständen, die sie
entweder anfertigen ließen oder die sich irgendwo in einem
Fundus fanden, jederzeit einen neuen Gral zusammensetzen
und damit arbeiten. Dies mag eine der Erklärungen sein,
warum man bei keinem einzigen Templer zur Zeit der großen
Verfolgung je ein voll funktionstüchtiges Gerät gefunden hat,
ja überhaupt hätte finden können. Heute ist es im Übrigen
keinen Deut anders. Auch an meinem Arbeitsplatz zum Beispiel stehen solche »Utensilien« herum und werden für Dekorationsstücke gehalten. Erst wenn man beide Teile ineinanderfügt, entsteht daraus ein Instrument.
Abbildung 4: Wir sehen das Beispiel eines solchen Instruments, das
man während der Ritterzeit als »Gral« und später, bei den Geheimbünden, als »Baphomet« bezeichnete.
14
Abbildung 5: So wurde der Gral im alten Ägypten dargestellt.
Nun werden sich meine Leserinnen und Leser gewiss fragen, was es denn wohl auf sich hat mit den Bildern, die ein
solcher Gral sichtbar werden lässt. Wie sehen sie aus? Kann
jeder sie erkennen? Und wenn ja, wird er sie auch deuten
können? Funktioniert die Betrachtung überall auf der Welt,
oder bedarf es besonderer Orte?
Leider muss ich Sie, was diese Dinge betrifft, noch ein
wenig vertrösten. Noch ist es für manche Antwort entschieden zu früh. Nur so viel sei Ihnen gesagt: Nicht nur in
Deutschland, sondern auch in der Schweiz und in Spanien
befassen sich zurzeit Kundige mit der Erforschung der sichtbar werdenden Phänomene. Sie experimentieren dabei nicht
nur mit Kugel und Kristallschüssel, sondern auch mit weiteren Instrumenten, die Nostradamus teils vielleicht, teils aber
15
auch ganz gewiss benutzt hat. Und noch eines: In der heutigen Zeit ist es kein Problem, die Phänomene in der Kugel zu
fotografieren und somit der Allgemeinheit sichtbar zu
machen. Mit zwei Beispielen möchte ich für heute dieses
Kapitel beenden. Wir sehen und entdecken Bilder aus anderen Dimensionen! Vielleicht nächstens mehr . . .
Abbildung 6 und 7: Eine Kugel in der
Kristallschale wurde fotografiert und
gespiegelt.
16
3
Astrologie einmal anders erklärt
Wohl kaum jemand hat sich vermutlich je Gedanken darüber
gemacht, wie leicht sich anhand eines völlig alltäglichen
Gegenstands, der aus unserer »Warenwelt« gar nicht mehr
wegzudenken ist, die Astrologie erklären lässt. Es handelt
sich um den »Barcode«, dieses Gebilde aus dicken und dünnen Balken sowie Ziffern, das sich in unseren Häusern oder
Wohnungen hundert- oder gar tausendfach finden ließe. Es
ist ganz einfach:
Da ist zunächst einmal die sogenannte »Prägung«. Die
Sonne wird nämlich vom Universum (oder besser gesagt: von
ihrer näheren Umgebung) »geprägt«. Diese Prägung aber
ähnelt einem Barcode unserer Zeit:
Abbildung 8: Der Barcode
entspricht der Prägung unserer
Sonne mit höheren und
niedrigeren Schwingungen.
Breite Balken mögen in diesem Beispiel den Einfluss einer
starken Kraft symbolisieren, schmale Balken hingegen vermerken einen geringeren Effekt. Diese Muster entstehen aufgrund der Drehbewegung der Planeten im Umlauf um unsere
Sonne.
17
Nun kommen wir ins Spiel. Zum Zeitpunkt unserer Geburt,
also im Moment der Abnabelung von der Mutter, herrscht
eine bestimmte und unverwechselbare Konstellation von Einflüssen, ein Muster. Dieses Muster gibt es für den Tag, die
Stunde und auch den Ort unserer Geburt. Es wird uns in das
bis dahin noch weiße »Fell« eingebrannt.
Abbildung 9: Das unsichtbare Muster, verdeutlicht am Beispiel eines
Zebras.
Von diesem Punkt aus ist es ganz leicht, die Astrologie zu
erklären. Denn immer, wenn im Vergleich zwischen »Barcode« und »Zebra« eine Übereinstimmung hinsichtlich eines
Balkens besteht, wird beim Träger des Musters, wie man so
schön sagt, »etwas ausgelöst«.
Zur Verfeinerung der Vorstellung vom Zusammenspiel zwischen »Barcode« und »Zebra« sei hinzugefügt, dass die
18
Abbildung 10: Man beachte, dass sowohl schwarze als auch weiße
Balken Einfluss auf das Zebra haben.
Hintergrundtapete (also der Barcode) in Bewegung ist, zum
Beispiel von links nach rechts, während das Zebra fest an seinem Platz steht.
Mit diesem Modell lässt sich aber auch gleichzeitig das
Phänomen der individuellen Freiheit erklären. Denn das
Zebra hat ja die Möglichkeit, sich ein wenig in die eine oder
die andere Richtung zu bewegen bzw. sich zu drehen.
Dadurch treffen die Muster anders oder in einer veränderten
Intensität auf. Das Geheimnis liegt also darin, dass man das
Schicksal für sich abmildern oder verstärken kann. Es kommt
eben immer darauf an, ob sich das »Zebra« sinnvoll bewegt!
Und noch etwas gibt es, das anhand dieses Beispiels
gezeigt werden kann. Es ist das Zusammenspiel vieler
»Zebras«, das heißt vieler Menschen, auf der Straße ihres
Lebens.
19
Stimmen die Balken (wichtig sind dabei wohl ganz bestimmte), dann ist man sich sympathisch; passen sie jedoch
nicht zusammen, so kommt es bei gewissen Begegnungen zur
Konfrontation.
Abbildung 11: Das Zusammenspiel der »Zebras«.
20
Herunterladen