Unternehmensanalyse - managerTool

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Unternehmensanalyse
Grundlagen
Die Unternehmensanalyse beleuchtet die Stärken und
Schwächen der eigenen Unternehmung. Es handelt sich hierbei
– im Gegensatz zu der Umweltanalyse – um beeinflussbare
Parameter.
Im Rahmen der Unternehmensanalyse geht es darum, die
eigenen Ressourcen zu erkennen und diese richtig zu nutzen.
Aus diesem Grund kann zwischen Ressourcen und Fähigkeiten
unterschieden werden, wobei diese Trennung nicht immer ganz
scharf ist. Unternehmen, die ihre (wertvollen) Ressourcen
erkannt haben und diese gezielt nutzen, besitzen vereinfacht
ausgedrückt eine Kernkompetenz. Am Beispiel Kapital kann der
Unterschied zwischen Ressource und Fähigkeit plausibel
aufgezeigt werden: Kapital ist eine Ressource. Erst mit der
Fähigkeit, das Kapital optimal zu investieren, wird daraus eine
Kernkompetenz.
Welche Fragen gilt es im Rahmen einer Unternehmensanalyse
zu beantworten? Nachfolgend einige der zentralen Fragen für
eine fundierte Unternehmensanalyse.
Ressourcen
Technologie:
• Existieren einmalige und verteidigbare Technologien?
• Lassen sich damit kundenrelevante Produktvorteile erstellen?
• Sind die Ergebnisse für den Kunden wahrnehmbar?
• Lassen sich die Technologien langfristig schützen?
• Wie setzt sich das Innovationsportfolio zusammen?
• Sind einzigartige Produktionsressourcen (z.B.
Qualitätsvorteil, Mitarbeiterqualifikation, Logistikvorteil,
Kostenvorteil, Kapazitätskontrolle, Standortvorteile)
vorhanden?
• Können damit Produkte erstellt werden, deren Wert für den
Kunden einsichtig und relevant ist?
Produkte/Dienstleistung:
• Wo liegen die Wettbewerbsvorteile der Produkt bzw. der
Dienstleistungen? Welche drei Eigenschaften würden Kunden
in welcher Reihenfolge nennen? Wie nachhaltig und
verteidigbar sind diese?
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○ Kosten-/Nutzen-Relation
○ Qualität
○ Funktionen
○ Service
○ Verfügbarkeit (Distributionskanal)
○ Design
Kunden:
• Wie hoch ist der Wert der bestehenden Kundenbasis resp. der
potentiellen Kunden?
• Wie hoch ist die Loyalität der Kunden? Wie hoch ist die
Wiederkaufsrate?
• Welche Verschiebungen zwischen Kundengruppen gab es?
Wie viel Prozent des Umsatzes, Deckungsbeitrags
erwirtschaften Sie noch mit den wichtigsten Kundengruppen
des Vorjahres?
• Wie viele und welche Kunden wurden verloren, welche
gewonnen?
• Welche Alternativen haben die Kunden zur Deckung der
relevanten Bedürfnisse?
• Warum kaufen die Kunden dieses Produkt und nicht das der
Wettbewerber, bzw. umgekehrt?
• Unter welchen Umständen würden die Kunden den doppelten
Preis bezahlen? Unter welchen Voraussetzungen die doppelte
Menge kaufen?
Distribution
• Wie hoch ist der Distributionsgrad?
• Wie viel Prozent der potentiellen Kunden werden mit den
bisherigen Vertriebswegen erreicht?
• Wie stark sind die Vertriebswege unter Kontrolle?
• Gibt es exklusive Vertriebswege?
• Wie sieht der Marktanteil beim Vertriebspartner aus? Wie
gross ist die relative Bedeutung am Gesamtwarenumsatz der
Vertriebspartner?
• Welche neuen Vertriebsformen sind im weiteren Marktumfeld
zusätzlich entstanden?
• Welche Leistungen erbringen Ihre Vertriebspartner?
• Wie haben sich Bedürfnisse und Leistungsangebot verändert?
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Preis
• Wie hoch ist die Marge (relativ zu den wichtigsten
Wettbewerbern)?
• Wie sieht die Preis-Absatz-Funktion aus? Wie gross ist die
Preiselastizität? Wie viel Prozent der Kunden würden bei
einer Preiserhöhung um 20% verloren gehen?
Kapital/Finanzen
• Welche Finanzierungsmöglichkeiten sind kurz- und langfristig
offen?
• Wie hoch sind die Kapitalkosten?
• Wie viel Cashflow steht kurzfristig und langfristig zur
Verfügung?
Marke
• Besitzt die Marke eine klare Positionierung?
• Ist die Marke ein wichtiger Kaufentscheidungsgrund?
• Wie marktrelevant, bekannt und beliebt ist die Marke?
• Wie hoch ist der Markenwert?
Fähigkeiten
Kulturmanagement:
• Existiert eine klare, allen bekannte und motivierende Vision?
• Orientieren sich alle Mitarbeitenden an übergeordneten Zielen
und Grössen?
• Sind die Ziele konkret und messbar?
• Wie ausgeprägt sind die Führungsfähigkeiten der SchlüsselCrew?
Technologiemanagement:
• Wird kontinuierlich und effektiv nach neuen Technologien
bzw. Anwendungen gesucht?
• Wie viel Zeit wird zur Identifizierung einer neuen Technologie
relativ zum Wettbewerb benötigt?
• Wie schnell kann diese umgesetzt werden?
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Produktionsmanagement:
• Wie hoch ist der Auslastungsgrad über die Zeit, wie hoch die
Flexibilität (Umstellkosten)?
• Wie gut wird mit Komplexität umgegangen?
• Wie hoch ist die Fehlerquote?
• Wie hoch sind die Produktivitätszuwächse relativ zum
Wettbewerb?
Logistikmanagement:
• Wie kann die Einkaufsquellen bezüglich Preis, Qualität,
Zuverlässigkeit, Geschäftsbeziehung beurteilt werden?
• Wie effizient und effektiv ist das Lieferantenmanagement?
• Werden Lieferantenschnittstellen permanent optimiert?
Innovationsmanagement:
• Wie viele Innovationen werden pro Jahr eingeführt?
• Wie gross ist der Anteil echter Innovationen vs.
Produktvariationen bzw. Sortimentserweiterungen?
• Wie gross ist der Umsatz der Produkte, die in den letzten fünf
Jahren eingeführt wurden?
• Wie viel Zeit wird bis zur marktreifen Entwicklung gebraucht?
• Wie schnell können neue Produkte in neue Länder eingeführt
werden?
Marketingmanagement:
• Wie verläuft die Umsatz- bzw. die Margen-Entwicklung?
• Wie effizient werden die Marketingausgaben eingesetzt?
• Wie effektiv werden die Kommunikationsausgaben
eingesetzt?
• Wie gut wird mit neuen Medien umgegangen?
• Wie viel Prozent der Kosten machen die Distributionskosten
aus? Wie haben sich die Anteile entwickelt?
• Wie sehen die Wertschöpfungsanteile der Vertriebspartner in
anderen Geschäften aus?
• Wie ausgewogen ist das Portfolio (Stars, Cash Cows etc.)?
• Existieren differenzierte und fokussierte Strategien für
Einzelgeschäfte?
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• Wie hoch ist der Return on Investment in den einzelnen
Geschäften, und wie hat er sich entwickelt?
HR-Management:
• Können die Schlüsselqualifikationen der Mitarbeitenden
abgefragt und gemanagt werden?
• Werden die Schlüsselpersonen evaluiert und permanent
gefördert?
• Wird Leistung honoriert, auch wenn das Ergebnis nicht immer
der Zielsetzung entspricht?
• Gibt es Möglichkeiten, bei denen die Mitarbeitenden
Intrapreneurship entwickeln können?
Organisation:
• Wie stark ist das Unternehmen prozessorientiert bzw. optimiert?
• Sind die Kompetenzen im Unternehmen klar definiert?
• Tauschen sich die Mitarbeiter regelmässig
funktionsübergreifend aus?
• Existieren intern leistungsfähige Wissens- bzw.
Kompetenzzentren?
• Wie ausgeprägt sind die Kooperationsfähigkeiten mit externen
Partnern?
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