Kursleiter:
Dr. Wacke
Thema:
Pharmakotherapie des Immunsystems
Literatur zur Vorbereitung:
B. Lemmer, K. Brune (Hrsg), Pharmakotherapie - Klinische Pharmakologie,
Springer-Verlag,
14. Aufl. 2010, Kapitel Therapie mit Immunsuppressiva und Immunmodulatoren
K.H. Graefe, W. Lutz, H. Böhnisch, Pharmakologie und Toxikologie, Thieme
Verlag 2011,
Kapitel 5 Immunsystem
H.-H. Wellhörner, Pharmakologie und Toxikologie, Harms Verlag, 7. Aufl. 2014,
Kapitel 39 Pharmakologie des Immunsystems
Aktuelle Leitlinien zur Transplantationsmedizin und Therapie von
Autoimmunerkrankungen
1. Der therapeutische Stellenwert der sehr heterogenen Arzneimittelgruppe der
Immunstimulanzien wird kontrovers diskutiert. Welche prinzipiellen Möglichkeiten
der medikamentösen Immunstimulation bestehen?
2. Bewerten Sie die als Immunstimulanzien eingesetzten Substanzgruppen bzw.
Einzelsubstanzen hinsichtlich ihrer klinischen Wirksamkeit. Welche
unerwünschten Arzneimittelwirkungen (Nebenwirkungen) sind zu erwarten?
6. Welche zytotoxisch wirkenden Substanzen werden in der immunsuppressiven
Therapie eingesetzt? Nehmen Sie zu Besonderheiten, klinisch relevanten
Wechselwirkungen und unerwünschten Arzneimittelwirkungen der einzelnen
Arzneimittel Stellung.
7. Ciclosporin A ist Leitsubstanz für eine Gruppe der Immunsuppressiva natürlichen
Ursprungs, den sog. Makrolidimmunsuppressiva. Welche Substanzen gehören
außerdem in diese Gruppe, was wissen Sie über ihre Pharmakodynamik und
Pharmakokinetik? Arbeiten Sie die klinisch und therapeutisch relevanten
Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus.
8. Makrolidimmunsuppressiva sind durch ein erhebliches Interaktionspotential
gekennzeichnet. Welche klinisch relevanten Wechselwirkungen müssen Sie bei der
Therapie berücksichtigen und wie können sie vermieden werden?
9. Zunehmend gewinnen sog. Biologika Bedeutung für die Therapie des
Immunsystems.
Was wissen Sie über Angriffsort/ Wirkungsweise und Indikation der einzelnen
Präparate, mit welchen klinisch relevanten unerwünschten Arzneimittelwirkungen
müssen Sie rechnen.
10. Entwickeln Sie ein immunsuppressives Therapieschema zur Prophylaxe nach
einer Organtransplantation. Diskutieren Sie therapeutisch sinnvolle Alternativen für
eine Immunsuppression nach Organtransplantation.
Welche Kombinationen sind indiziert, welche nicht?
3. Welche prinzipiellen Möglichkeiten für eine Therapie mit Mediatoren des
Immunsystems gibt es? Beschreiben Sie die Anwendungsgebiete für eine
Therapie mit physiologischen Mediatoren des Immunsystems. Welche
unerwünschten Arzneimittelwirkungen (Nebenwirkungen) sind zu erwarten?
4. Beschreiben Sie die prinzipiellen Möglichkeiten und Anwendungsgebiete für
eine immunsuppressive Therapie.
5. Was wissen Sie über den Einsatz von Glukokortikoiden im Rahmen der
immunsuppressiven Therapie. Mit welchen klinisch relevanten Wechselwirkungen
und unerwünschten Arzneimittelwirkungen müssen Sie rechnen.
1
Kursleiterin:
Frau Dr. Müller
Thema:
Pharmakotherapie bei Asthma bronchiale und chronisch
obstruktiver Lungenerkrankung (COPD)
Geeignete Literatur:
- Global Initative for Chronic Obstructive Lung Disease: Global strategy for the
Diagnosis, Management and Prevention of COPD (www.goldcopd.org)
- Global Initiative for Asthma – GINA (www.ginasthma.org)
- Nationale Versorgungsleitlinie Asthma (www.asthma.versorgungsleitlinien.de)
- Nationale Versorgungsleitlinie COPD (www.copd.versorgungsleitlinien.de)
- Wehling M (Hrsg.): Klinische Pharmakologie Thieme Verlag; Kapitel 3.1 Asthma
bronchiale und Kapitel 3.2 chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
- Lemmer, Brune (Hrsg.): Pharmakotherapie, Klinische Pharmakologie Springer
Verlag; Kapitel 22 Erkrankungen der Atemwege
c) Wie kontrollieren Sie den Therapieerfolg?
d) Nach 6 Monaten stellt sich der Patient mit einer akuten Zunahme der Atemnot und
des Auswurfs vor. Welche Maßnahmen ergreifen Sie?
e) Nach 2 Jahren hat der Patient eine FEV1 von 60 % des Solls, nach ca 100m
Gehen in der Ebene müsse er stehenbleiben zum Verschnaufen, im vergangenen
Jahr hatte er 2 Mal Exazerbationen. Welche therapeutischen Maßnahmen ergreifen
Sie?
3. In Ihre Praxis kommt ein 20-jähriger Mann, der über zunehmende nächtliche
Atemnot (1-2-mal pro Woche) in den vergangenen 4 Wochen und Hustenanfälle
klagt. Er könne nur noch schlecht schlafen. Anamnestisch sind eine seit 10 Jahren
bekannte allergische Rhinitis auf Birken- und Erlenpollen bekannt, welche bislang gut
mit einem Antihistaminikum behandelt war. Im Frühjahr hatte der Patient während
eines Praktikums in England einen Asthmaanfall, der ambulant mit einem inhalativen
Beta-2-Sympathomimetikum behandelt worden war. Aufgrund des Schlafdefizits sei
er im Studium weniger leistungsfähig.
a) Welche therapeutischen Maßnahmen beginnen Sie bei dem Patienten?
1. Welche Arzneimittel werden bei obstruktiven Atemwegserkrankungen
eingesetzt?
a) als Bedarfsmedikation
b) als Langzeittherapeutika
b) Welche Ziele verfolgen die von Ihnen gewählten Maßnahmen?
c) Wie kontrollieren Sie den Therapieerfolg?
d) Welche Maßnahmen ergreifen Sie, wenn Ihre bisherige Therapie keinen
ausreichenden Erfolg zeigt?
Nennen Sie Wirkmechanismus, Indikationen, Nebenwirkungen,
Wechselwirkungen, Applikationsmöglichkeiten
2. Ein 56-jähriger Patient stellt sich in Ihrer Praxis mit Kurzatmigkeit bei
schnellem Gehen und Müdigkeit vor. Mit Gleichaltrigen kann er ohne Probleme
auch längere Spaziergänge unternehmen. Die Beschwerden bestehen seit ca. 4
Wochen. Er berichtet von einem gräulich-zähen morgendlichen Auswurf, den er
schon seit 6 Jahren habe. Der Patient sei Raucher (1 Schachtel/Tag seit 41
Jahren). In der Spirometrie zeigt sich bei dem Patienten eine FEV1 von 70% des
Solls und eine FEV1/VK von 60 %.
a) Welche therapeutischen Maßnahmen beginnen Sie bei dem Patienten?
b) Welche Ziele verfolgen die von Ihnen gewählten Maßnahmen?
2
Kursleiter:
Frau Dr. Peszynska
Thema:
Pharmakotherapie kardiovaskulärer Erkrankungen
(Pharmakotherapie der Hyperlipidämie, der arteriellen Hypertonie, der chronischen
KHK und der chronischen Herzinsuffizienz)
Vor dem Seminar zu lesen:
http://www.lipid-liga.de/pdf/lldiagn.pdf
http://akdae.de/Arzneimitteltherapie/TE/AZ/PDF_Kurzversion/Fettstoffwechselstoerungen_k.pdf#page=1&view=fitB
http://www.hochdruckliga.de/tl_files/content/dhl/downloads/DHL-Leitlinien-2011.pdf
http://www.leitlinien.de/mdb/downloads/nvl/khk/khk-4aufl-vers1-lang.pdf
http://www.versorgungsleitlinien.de/themen/khk/pdf/nvl-khk-kurz-2auflage-version1.pdf
http://www.leitlinien.de/mdb/downloads/nvl/herzinsuffizienz/herzinsuffizienz-1aufl-vers7kurz.pdf
Für Interessierte ergänzend:
http://ac.els-cdn.com/S1933287413003541/1-s2.0-S1933287413003541main.pdf?_tid=df9f7784-a833-11e3-824100000aacb35e&acdnat=1394442830_1fb64e0ba1f05b5dc4e93102dc95e6f4
2. Therapieziele bei primären Hypercholesterinämien, primären Hypertriglyceridämien
und gemischten Hyperlipidämien
3. Prinzipien und Empfehlungen zur medikamentösen Therapie
4. Indikationen, Kontraindikationen und Sicherheitsprofil der einzelnen lipidsenken
Wirkstoffgruppen
5. Statintherapie: LDL-Zielwert („treat to target“) oder feste Dosis („fire and forget“)?
6. Empfohlene Kontrolluntersuchungen während der lipidsenkenden Therapie
7. Ziele und Grundsätze der modernen antihypertensiven Therapie (Zielblutdruck,
individualisierte Therapie)
8. Wirkung, Wirkungsmechanismus, Indikationen, Kontraindikationen, unerwünschte
Arzneimittelwirkungen, Interaktionen und Vertreter von:
- ACE-Hemmer,
- AT1-Rezeptorblocker,
- ß-Blocker,
- Diuretika,
- Ca-Antagonisten,
- Alpha1-Rezeptorblocker
9. Differentialtherapeutische Aspekte bei der Auswahl und zwingende Indikationen für
den Einsatz bestimmter Antihypertensiva
10. Sequentielle Monotherapie
11. Indikationen und Vorteile einer antihypertensiven Kombinationstherapie
12. Pathophysiologisch sinnvolle Kombinationen bei der antihypertensiven Behandlung
http://jama.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1791497
13. Antihypertensive Therapie bei speziellen Patientengruppen (Niereninsuffizienz,
Diabetes mellitus, KHK, ältere Patienten)
Erstellen Sie einen Therapieplan für einen klinisch asymptomatischen 40-jährigen
Patienten mit metabolischem Syndrom, Sinusrhythmus, transmuralem
Vorderwandinfarkt vor einem Jahr und einer linksventrikulären Auswurffraktion von
30%.
14. Therapieresistente Hypertonie
1. Kardiovaskuläre Risikostratifizierung (Risikofaktoren, Endorganschäden)
15. Therapieziele der chronisch-ischämischen Herzkrankheit
16. Prognoseverbessernde und symptomatische medikamentöse Langzeittherapie der
chronischen KHK; Stellenwert der Therapie mit ß-Blockern, Statinen, ACE-Hemmern,
Ca-Antagonisten und Nitraten
3
17. Behandlungsprinzipien, Allgemeinmaßnahmen und Indikationsstellungen zur
Therapie der Herzinsuffizienz.
18. Stufentherapieplan bei der Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz mit
Bewertung der verschiedenen Therapiemöglichkeiten (prognose- und
symptomverbessernde Pharmaka)
19. Pharmakotherapie der Herzinsuffizienz bei niereninsuffizienten Patienten:
Probleme und Vermeidungsstrategien
20. ACE-Hemmer und AT1-Rezeptorblocker: Therapiemanagement bei der
chronischer Herzinsuffizienz, Dosierungen, Kontraindikationen, Monitoring der
Therapie, Therapieabbruch
21. ß-Blocker: Substanzauswahl, Wirkung auf das insuffiziente Herz,
Voraussetzungen für den Therapiebeginn und Kontraindikationen
22. Diuretika bei chronischer Herzinsuffizienz: Stellenwert der Therapie,
unerwünschte Arzneimittelwirkungen
23. Aldosteron-Antagonisten, Herzglykoside, Antikoagulanzien: Stellenwert in der
Therapie der chronischen Herzinsuffizienz
Kursleiter:
Dr.. Mundkowski
Thema:
PK/PD von Antibiotika
- Björn Lemmer, Kay Brune (Hrsg), Pharmakotherapie Klinische Pharmakologie,
Springer-Verlag, 14. Aufl. 2010,
- Leitlinien der AWMF http://leitlinien.net/
- Leitlinien der PEG http://www.p-e-g.de/econtext/:
Bitte wiederholen Sie zur Vorbereitung auf das Seminar die bereits gelesenen Inhalte zur
Thematik und vertiefen Sie ggf. mit entsprechender Fachliteratur Ihr Wissen zu folgenden
Stichpunkten:
1.
Wichtige pharmakokinetischer Parameter: Bioverfügbarkeit, Plasmaproteinbindung,
Verteilungsvolumen, Distributionsvorgänge, Elimination, Cmax, Halbwertszeit, AUC,
(patho)physiologische Einflußgrößen, physikochemische Einflußgrößen (auch
chemische Struktur), besondere Kompartimente, Dosierung (Sättigungsdosis,
Erhaltungsdosis)
2.
Beschreibung pharmakodynamischer Aspekte und Parameter: Bakterizid/-ostatisch,
zeit-/konzentrationsabhängige Wirkung, MHK, SK, postantibiotischer Effekt, PD/PKHysteresen, PK/PD-Indizes (insbesondere im Hinblick auf Beta-Laktame,
Fluorchinolone, Aminoglykoside, Linezolid), Konsequenzen für die Klinik
(Prädiktoren), Unterschiede PD bei Gram-positiven/-negativen Keimen
3.
Ursachen der Resistenzentwicklung, Konsequenzen für die Antibiotikatherapie
4.
Durchführung der kalkulierten und gezielten Antibiotikatherapie
5.
Problemkeime.
24. Leitliniengerechte Therapie von Herz-Kreislauferkrankungen im Alter und ihre
Grenzen (Multimorbidität und geriatrische Aspekte der Therapie)
4
Kursleiter:
Frau Dr. Müller
Thema:
Therapie des Diabetes mellitus
Fragen/Aufgaben
Geeignete Literatur:
- Nationale Versorgungsleitlinien: Diabetes mellitus – Therapie (Basistherapie, Orale
Antidiabetika, Insulintherapie)- Therapie des Typ 2-Diabetes mellitus Version 11/2014
(www.versorgungsleitlinien.de)
- Wehling (Hrsg.): Klinische Pharmakologie, Thieme Verlag: Kapitel 7.1. Diabetes
mellitus
- Lemmer, Brune (Hrsg): Pharmakotherapie, Klinische Pharmakologie, SpringerVerlag; Kapitel 25 Diabetes mellitus
4.
a) Wie beginne ich die Therapie bei dem geschilderten Patienten?
b) Wie beginne ich die Therapie bei dem geschilderten Patienten, wenn er
zusätzlich eine Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 40 ml/min) und eine
Herzinsuffizienz NYHA III hat?
5.
6.
7.
Wie überwache ich meine Therapie? (hinsichtlich Wirkung und Nebenwirkung)
Was muss ich dem Patienten sagen, erklären?
Was kann ich tun, wenn meine Therapie keinen ausreichenden Erfolg zeigt?
8.
Wie unterscheiden sich die Konzepte der konventionellen und der intensivierten
Insulintherapie?
Nennen Sie Einflussfaktoren auf den Insulinbedarf.
9.
Ein 58-jähriger Patient konsultiert Sie in Ihrer Hausarztpraxis, da er sich schlapp und
müde fühlt. Der Patient ist bisher nie ernsthaft krank gewesen. Er raucht nicht und
trinkt mäßig Alkohol. Sein Vater starb mit 69 Jahren an einem Schlaganfall, seine
ältere Schwester leidet an einem Diabetes mellitus Typ II. Die körperliche
Untersuchung erbringt folgende Befunde: Körpergewicht 100 kg, Körpergröße 178 cm,
guter Allgemeinzustand, Blutdruck 145/90 mmHg, Puls rhythmisch mit 70
Schlägen/min. Labordiagnostisch finden Sie folgende pathologische Werte im Blut:
Nüchternglukose 190 mg/dl, HbA1c 9,0, Gesamtcholesterin 302 mg/dl; im Urin:
Glukose +++ (Fallbeschreibung aus Gerd Luippold: Fallbuch Pharmakologie, Thieme
Verlag)
Sie diagnostizieren einen Diabetes mellitus Typ II
1.
2.
3.
Definieren Sie das Problem des Patienten: Listen Sie die therapierelevanten
Probleme des Patienten auf. Warum sollte er behandelt werden?
Was sind Behandlungsziele? (kurzfristige Ziele – langfristige Ziele)
Wie kann ich diese erreichen?
a) nichtmedikamentöse Massnahmen (Art, Effektivität)
b) medikamentös (Welche geeigneten Arzneimittel gibt es? – Wirkungsweise,
Effektivität, Nebenwirkungen, Kontraindikationen, Wechselwirkungen,
Applikation)
5
Kursleiter:
Frau Dr. Peszynska
Thema:
Pharmakotherapie von Schmerzen
Vor dem Seminar zu lesen:
http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/145-003k_S3_LONTS_201410.pdf
1. Für eine effektive Therapie von Schmerzen ist eine gezielte
Schmerzanamnese unbedingt erforderlich. Welche Fragen stellen sie in
diesem Rahmen und welche Differenzierungen können sie auf Basis der
Angaben des Patienten vornehmen?
7. Was versteht man unter dem Begriff der „Koanalgetika“? Benennen sie jeweils
ein Beispiel für ein Koanalgetikum bei einem Schmerzpatienten mit einem der
folgenden zusätzlichen Problemen: 1. Knochenmetastasen, 2. viszerale Spasmen,
3.
Schlafstörungen.
8. In der Schmerztherapie werden verschiedene Substanzen eingesetzt, welche sich
in ihren Einsatzmöglichkeiten unterscheiden. Vervollständigen nach dem
folgenden Schema für die genannten Gruppen die entsprechenden Kategorien.
2. Wodurch unterscheiden sich die grundsätzlichen Therapieprinzipien von
akuten und chronischen Schmerzen (unterscheiden sie z. B. Therapieziele,
-dauer, Applikationsarten, Dosierungsintervalle, weitere Maßnahmen)?
Nichtsteroidale
Antirheumatika
5. Welche Bausteine sieht das WHO-Stufenschema vor und wie lauten die dazu
formulierten 5 Grundsätze für die medikamentöse Schmerztherapie?
6. Bei der Therapie schwerster Schmerzen kommen häufig verschiedene
Wirkstoffe aus der Gruppe der Opioide zum Einsatz.
• Wie soll eine Opioid-Dosistitration durchgeführt werden?
• Was müssen sie beim Wechsel zwischen verschiedenen
Anwendungsformen
und/oder
Substanzen
berücksichtigen
(Opioidrotation)?
• Welche Nebenwirkung sollte bereits bei Therapiebeginn Beachtung
finden?
• Was ist bei transdermaler Applikation von Opioiden zu beachten?
• Welche Möglichkeiten der bedarfsspezifischen Applikation gibt es
für die Behandlung von Durchbruchschmerzen?
Einsatz bei
nozizeptiven
u./o.
neuropathischen
Schmerzen?
Mögliche
Applikationsformen
Relevante
NW/WW/KI
(Beispiele!)
andere
Nicht-Opioide
3. Durch welche Maßnahmen kann man eine Chronifizierung von Schmerzen
vermeiden?
4. Entsprechend ihrer Entstehung können im Groben drei Arten von Schmerzen
unterschieden werden: nozizeptive Schmerzen, neuropathische Schmerzen
und Mischformen aus beiden Arten. Benennen sie die jeweils relevanten
Aspekte der Schmerzentstehung!
Wirkstoffbeispiel
Angriffspunkte
bzw. Wirkmechanismen
„schwache“
Opioide
„starke“
Opioide
Antidepressiva
9.
Antikonvulsiva
Was soll bei der Schmerztherapie von multimorbiden Patienten beachtet
werden?
10. Nennen Sie eventuelle Hinweise für einen Opioidfehlgebrauch (-mißbrauch)
11. Was sind die Prinzipien und wie soll die praktische Durchführung bei der
Langzeitanwendung von Opioiden bei nichttumorbedingten Schmerzen
aussehen?
6
Patientenbeispiele:
1. Ein männlicher Patient (57 Jahre) klagt über seit mehreren Monaten
zunehmende, morgendliche Schmerzen im rechten Knie. Nacht- und
Ruheschmerz besteht nicht. Im Röntgen sehen sie eine eindeutige
Verschmälerung des Gelenkspaltes. Der Patient ist ansonsten in gutem
Allgemeinzustand; das Labor ist bis auf eine Hypercholesterinämie
(270mg/dl) unauffällig. Welche Analgetika eignen sich für die
Behandlung? Welche weiteren Maßnahmen sollten sie ergreifen? Wie
würden sie die Therapie ändern, wenn bei dem Patienten anamnestisch
ein Ulcus ventriculi bekannt wäre?
2. Erstellen Sie einen Therapieplan (incl. Koanalgetika und
Begleitmedikation der UAW´s) für eine Patientin (70 Jahre),
metastasierendes Nierenzell-Ca im fortgeschrittenen Stadium (u.a.
Knochenmetastasen), Z. n. Nephrektomie; Niereninsuffizienz, sehr
starke Schmerzen.
7
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Seminarfragen - Institut für Klinische Pharmakologie