Gewebe - Mediwiki

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Die Gewebe:
Name
Deck – oder Oberflächenepithel
Die einschichtigen Epithelien
Plattenepithel
Merkmale
Vorkommen
Funktion / Eigenschaften
1.flächenhafter Zellverband
2. Lage an einer inneren oder äußeren Körperfläche
3. Gefäßlosigkeit
4. Abgrenzung geg. andere Gewebe durch eine
Basalmembran
- überall, wo eine Oberfläche abzudecken ist
- Epidermis, Schleimhäute, Magen-Darm-Kanal,
Harnwege
- innere Auskleidung der Gefäße (Endothel)
- Auskleidung seröser Höhlen wie Peritoneum, Pleura,
Pericard (Mesothel)
- Schutzfunktion (Protektion)
- Stoffaustausch
- breit und niedrig
- Zellen in der Aufsicht vieleckig verzahnt (polygonal)
- Zellkern buckelt etwas vor
- Alveolarepithel der Lunge, Innenseite der Hornhaut
- gut durchlässig für Gase (Lunge) und
(Hornhautendothel
leicht diffundierende Stoffe (Blutgefäße)
- Endothel der Blut- und Lymphgefäße
- Mesothel des Peritoneums, der Pleura, der Synovialhaut
(Gelenkhöhlenauskleidung)
- Augenlinsenepithel, kleine Gallengänge
- Plexus Chorioideus der Hirnventrikel
- Keimepithel der Ovarien, Pigmentepithel der Netzhaut
- Schleimhaut des Magen-Darm-Kanals, Uterus
- Gallenblase, einige Drüsenausführungsgänge
- Sammelrohre der Nieren
- Als Flimmerepithel in den Atemwegen
Kubisches oder isoprismatisches Epithel
- würfelartige Zellen mit gleichlangen Zellseiten
- Zellkerne rund
Zylindrisches oder hochprismatisches Epithel
- große Höhe bei geringer Breite
- Zellkerne länglich-oval
Mehrreihiges Epithel
- Sonderfall des Zylinderepithels: Alle Zellen sitzen
gemeinsam auf der Basalmembran, aber nicht alle
erreichen die Oberfläche
Die mehrschichtigen Epithelien
Mehrschichtiges Plattenepithel
a) unverhorntes Plattenepithel
b) verhorntes Plattenepithel
Mehrschichtiges Zylinderepithel
Übergangsepithel
- die obersten Zelllagen platten sich ab
- 3 Schichten: Stratum superficiale, Stratum spinosum,
Stratum basale, wovon die letzten beiden als
Keimschicht (Stratum germanitivum) bezeichnet werden
- Im Grundaufbau wie a), aber in den obersten Zellen des
Stratum spinosum werden zunehmend mehr helle,
glänzende, eiweißhaltige Körnchen
(Keratohyalingranula) gebildet. Die zugehörige
Zellschicht heißt Stratum granulosum
- Zellen werden durch Umwandlung des Keratohyalins in
das Keratin (Horn) zu Hornschüppchen, sie überziehen
als Hornschicht die Epitheloberfläche
- 5 Schichten: Stratum corneum und Stratum lucidum als
Hornschicht, Stratum granulosum, Stratum spinosum und
Stratum basale als Stratum germinativum
- nur oberste Lage des Epithels ist zylindrisch
- die tieferen Schichten sind rundlich und dienen dem
Ersatz der oberen Lagen
- oberste Zelllage besteht aus großen, z.T. mehrkernigen
Deckzellen
- darunter folgen mehrere Schichten kleinere Zellen
- ungedehnt: Zellgrenzen sind durch winzige Fältchen
miteinander verzahnt
- Lippen, Mundhöhlen, Ösophagus, Anus, Vagina, Glans
penis
- Hornhautepithel, Conjunctiva bulbi
- gesamte Oberhaut (Epidermis)
- große Ausführungsgänge der Speicheldrüsen,
männliche Harnröhre (Pars cavernosa), Fornix
conjunctivae des Auges
- in Organen mit erheblichen Volumenschwankungen
- Harnwege (Nierenbecken, Nierenkelche, Ureter,
Harnblase, z.T. männliche Harnröhre (Pars prostatica))
- gedehnt: Fältchen werden ausgeglichen, Epithel scheint
abgeflacht
Das Drüsenepithel (hier nur exokrine Drüsen)
Endoepitheliale (intraepitheliale) Drüsen
Exoepitheliale (extraepitheliale) Drüsen
1. Apokrine Drüsen
2. Holokrine Drüsen
3. Merokrine Drüsen
a) Seröse Drüsen
b) Muköse Drüsen
c) Gemischte Drüsen
- Drüsenzelle sitzt im Epithel (z.B. schleimbildende
Becherzelle)
- durchweg vielzellige Organe
- sitze nicht im Epithel, sondern in tieferen
Gewebsschichten
- Sekret wird an Zellspitze angesammelt und zusammen
mit einem Zytoplasmastück an der Zellspitze abgestoßen
- Drüsenzelle sitzt zunächst auf Basalmembran und teilt
sich in viele Tochterzellen. Einzelne Tochterzellen lagern
in ihr Zytoplasma Fettstoffe (Talg) ein. Unter
zunehmender Verfettung werden die Zellen immer weiter
von Mutterzellen entfernt und dann mitsamt ihrem Fett
ausgeschieden
- Sekret wird in Form feinster Körnchen (Granula) am
Ergastoplasma und Golgi-Apparat synthetisiert und dann
in Tröpfchenform an Zelloberfläche aisgeschieden
- es wird also nur ein Teil aus der Zelle abgegeben
- erzeugen ein dünnflüssiges, eiweißreiches Sekret, das
verschiedene Verdauungsfermente enthalten kann
- Sekretbildung zunächst im ER (Ergastoplasma), die
Vorstufen werden am Golgi-Apparat zu Sekretvorstufen
(Zymogengranula) gesammelt und bei Bedarf an
Zelloberfläche abgegeben
- Erkennungsregeln: große, dunkle Zellen mit immer
runden Zellkernen an der Zellbasis. enges Drüsenlumen.
Zellgrenzen undeutlich
- zähflüssiges, schleimiges Sekret, das vor allem als
Transportschleim dient
- rein muköse Drüsen rel. selten
- Erkennungsregeln: helle Zellen mit abgeflachten,
randständigen Kernen und schaumigem Zytoplasma.
weite Drüsenlichtung. deutliche Zellgrenzen
- seröse und muköse Drüsenzellen nebeneinander. Je
nachdem welche Zelltypen überwiegen spricht man von
sero-mukösen oder muko-serösen Drüsen
- eigenartige Erscheinung sind die GIANUZZI’schen
oder EBNER’schen Halbmonde weil das Endstück einer
Drüse aus serösen Zellen besteht, an die sich muköse
anschließen. Auf Tangentialschnitten liegen seröse
Zellen halbmondförmig neben mukösen
- Erkennungsregeln: Halbmonde, seröse (dunkle) Zellen
neben hellen, schaumigen (mukösen)
- einzellige endoepitheliale Drüsen als Becherzellen im
Dünn- und Dickdarm, Trachea und Bronchien
- mehrzellige Drüsen in der Nasenschleimhaut
- Milchdrüse (Bildung der Vormilch = Kolostrum)
- Duftdrüsen der Achselhaut
- Talgdrüsen der Haut
- alle serösen, mukösen und gemischten Drüsen
- Parotis, Pankreas, Tränendrüsen
BRUNNER’sche Drüsen des Duodenums,
COWPER’sche Drüsen an der männlichen Harnröhre,
Drüsen dar Cervix uteri, des Rachens und der
Zungenwurzel
- Sero-mukös -> Glandula submandibularis
- Muko-serös -> Glandula sublingualis,
Mundschleimhaut, Atemwege
- Schleimproduktion: Schleim dient als
Gleitmittel (Transportschleim) für
Nahrungsmittel oder als Schutz vor
chemischen Einflüssen
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