Transformation 2014 - Institut für Kirche und Gesellschaft

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Wir müssen zukunftsfähig werden
Tagung der Evangelischen Akademie Villigst zu dem Thema
„Nachhaltige Entwicklung für unsere Gesellschaft“
Schwerte, 29.09.2014. „Das wird nicht ohne
Konflikte gehen. Doch wir müssen Lösungen
finden“, so Cordelia Kopsch, Oberkirchenrätin
der Evangelischen Kirche in Deutschland
(EKD). „Kirchen müssen ihre Möglichkeiten
stärker nutzen. Nachhaltige Entwicklung muss
Kernaufgabe der Kirchen werden: in der Bildung, in den ökumenischen Partnerschaften
und in ihrem gesellschaftlichen Engagement.“
Seit der Rio-Konferenz „Umwelt und Entwicklung“ der Vereinten Nationen im Jahre 1992
haben sich Politik, Gesellschaft und Wirtschaft auf den Weg gemacht, auch Deutschland
nachhaltiger zu entwickeln. Der Wissenschaftliche Beirat für Globale Umweltveränderung hat
dafür das Konzept der „Großen Transformation“ stark gemacht. Nachhaltige Entwicklung ist
eine gemeinsame gesellschaftliche, politische, soziale, ökologische und wissenschaftliche
Aufgabe.
„Die Kirchen können Orientierung geben, hebt Prof. Dr. Torsten Meireis, Universität Bern,
hervor. „Sie stehen für Visionen, die dem guten Leben für viele folgen. Die Kirchen haben
das Ziel, Gerechtigkeit für alle umzusetzen – gerade aus der Perspektive der Entrechteten.“
„Der spürbare Klimawandel, die zunehmende soziale Spaltung unserer Gesellschaft und
eine prekäre Wirtschaftsentwicklung lassen uns unsicher werden, wie unsere Welt im Jahre
2070 aussehen wird“, sagt Prof. Dirk Messner, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik
(DIE).
PD Dr. Uta von Winterfeld, Wuppertal Institut, will eine am Menschen orientierte Ökonomie
und nicht eine reine Marktökonomie. Eines scheint klar zu sein: mehr Menschen müssen für
diese Transformationsprozesse gewonnen werden. Die Beteiligung von Bürgern und Bürgerinnen in den Handlungsfeldern Energie, Mobilität, Stadtteilentwicklung und Konsumverhalten gilt es zu stärken. Bildung für Nachhaltige Entwicklung bietet Menschen die Möglichkeit,
neue Kompetenzen zu erwerben. Politik ist für die fördernden Rahmenbedingungen verantwortlich. Die Wirtschaft muss sich mit dem Konzept des Nachhaltigen Wirtschaftens stärker
auseinandersetzen. Die Kirchen stellen sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung.
„Gesellschaft und Wirtschaft müssen energieeffizienter werden und sozial gerecht umgestaltet werden. Die erfolgreiche Energiewende, eine klimaneutrale Stadtentwicklung und eine
nachhaltige Landwirtschaft werden die zentralen Handlungsfelder sein“, zieht Dr. Peter Markus, Studienleiter der Akademie, als ein Fazit dieser Tagung. „Das muss mit einer kulturellen, gesellschaftlichen Wende einhergehen.“
Zugehörige Unterlagen
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