über die Interpreten und Ernst-Lothar von Knorr

Werbung
Interpreten: „Junge Elite“
Carolin Klug wurde 1984 in Hammelburg geboren. Schon früh hat sie ihre Liebe zu dem Saxophon
entdeckt und nahm regelmäßig Unterricht. Sie war auch sehr erfolgreich bei Jugendmusikwettbewerbe. Im Herbst 2005 fing ihr DML/IGP-Studium bei Linda Bangs an, in der Akademie für
Tonkunst , Darmstadt. November 2009 schloss sie dieses Studium erfolgreich ab und studiert
weiterhin bei Linda Bangs im Künstlerischen Aufbaustudiengang .
Ihr besonderes Interesse liegt in der zeitgenössischen Musik und sie brachte viele Werke zur
Uraufführung. Bei den „Tagen für Neue Musik“ Darmstadt tritt sie regelmäßig solistisch als auch in
kammermusikalischen Besetzungen auf. Sie spielte Solokonzerte mit dem Bayerischen
Kammerorchesters und trat oft zusammen mit der Pianistin Sora Jang in die Öffentlichkeit. Sie ist
Tenorsaxophonistin des „ava - saxophonquartetts“ .
Sie nahm an nationalen und internationalen Meisterklassen teil, u.a. bei dem RaschèrSaxophonquartett, bei Harry White (Schweiz), Arno Bornkamp (Amsterdam), Dr. Wildy Zumwalt
(USA), Dr. Richard Scruggs (USA) und Claus Olesen (Kopenhagen).
Sie unterrichtet u.a. in der Musikschule Bad Brückenau und Schlüchtern.
Sora Jang wurde 1978 in Seoul, Süd Korea geboren. 1994-1996 : absolvierte sie die
Fachmusikschule in Busan, Süd Korea (Fach: Klavier).
1998-2001 studierte sie an der Han-Yang Universität in Seoul (Fach : Klavier).
Von 2006 bis 2009 bekam sie ihre Künstlerische Ausbildung an der Akademie für Tonkunst
In Darmstadt. Abschluss Fach : Klavier. Seit 2010 hat Sie einen Studienplatz an der Akademie für
Tonkunst angenommen (Fach : Kammermusik-Klavier bei Friderike Richter).
Bei internationalen Wettbewerben, bei Festivals und Solo-Konzerten hat sie ihr großes Können unter
Beweis gestellt.
Ehrengard von Gemmingen lebt in Berlin, wo sie von Wolfgang Boettcher ihre Ausbildung erhielt.
Weiter bekam sie Unterricht beim Amadeus-Quartett (London) und beim Tokyo-String-Quartet (Yale,
USA). Wichtige Wettbewerbsgewinne waren u. a. der „Herbert Wallen-Bach-Prize“ (London) und der
„Concerto-Competition-Prize“ (Dallas, USA). Neben ihrer Arbeit mit der London Sinfonia war Sie
Mitglied des European Chamber Ensembles (ebenfalls London) und arbeitet heute hauptsächlich als
Privatdozentin.
Sabina Chukurova wurde in Tadschikistan geboren, lebt seit 1992 in Berlin und studierte dort bis
2006 an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ bei Georg Sava. Solistisch nahm sie an
internationalen Wettbewerben u. a. „Pacem in Terris“ in Bayreuth mit Auszeichnung teil.
Kammermusikalisch erhielt sie Preise u.a. in Florenz („Vittorio Gui“), und Berlin (Förderstipendium
des Bundespräsidenten im Rahmen des Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Wettbewerb), Triest (Trio di
Trieste) und Hamburg. 2005-2008 Kammermusik-Zusatzstipendium mit dem Trio an der Hochschule
für Musik und Theater Hamburg bei Niklas Schmidt.
Georg Gädker studierte Gesang und Gesangspädagogik in Freiburg, Mannheim und London bei
Bernd Göpfert und Rudolf Piernay und schloss seine Studien mit Bestnote sowie mit Auszeichnung
ab. Noch während seines Studiums wurde er bei nationalen wie internationalen Wettbewerben
mehrfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet, darunter beim Deutschen Musikwettbewerb
Berlin, Musica Sacra Rom, Cantilena Bayreuth, Brahms-Wettbewerb Pörtschach. Meisterkurse bei
Thomas Hampson, Thomas Quasthoff, Emma Kirkby, Ulf Bästlein, Graham Johnson, Charles Spencer,
Axel Bauni, Bengt Forsberg und Wolfram Rieger rundeten seine Ausbildung ab. Heute lebt Georg
Gädker als freischaffender Künstler in Mannheim. Neben seinen Aktivitäten als Liedsänger ist er
europaweit als Opern- und Konzertsänger mit weiterem Schwerpunkt Neuer Musik tätig
Moritz Ernst, 1986 in Ostwestfalen geboren, begann schon im Alter von fünf Jahren mit dem
Klavierspiel und erhielt ab 1996 Unterricht in Detmold. Nach dem Abitur mit nur 16 Jahren begann
er dort seine Klavier-und Musikwissenschaftsstudien, wurde Schüler von Prof. P. Feuchtwanger und
konzertierte bereits kurze Zeit später regelmäßig im In-und Ausland. Einige Jahre später setzte er
seine Studien in Basel bei Prof. J.-J. Dünki fort und begann zusätzlich nach Cembalostudien an der
Schola Cantorum mit eine Laufbahn als Cembalist.
Heute konzertiert Moritz Ernst als Pianist, Cembalist und Kammermusiker mit einem
breitgefächerten Repertoire von der Renaissance bis zur Moderne, u.a. in Deutschland (Pianofestival
Feuchtwangen, Bodenseefestival, Beethovenfest Bonn), England, Frankreich, Italien, Österreich,
Schweden und der Schweiz.
Gerade im Bereich der Neuen Musik entfaltet Moritz Ernst eine reichhaltige Aktivität. Er gab in der
letzten Zeit Konzerte und Meisterkurse im In-und Ausland und spielte diverse vielbeachtete
Uraufführungen (u.a. beim Beethovenfest Bonn).
Momentan beschäftigen ihn CD-Einspielungen u.a. der Klaviersonaten von V. Ullmann und des
Klavierwerks von B. Pröve (insgesamt 6 CDs).
Marie-Claudine Papadopoulos wurde 1987 in Straßburg geboren. Im Alter von fünf Jahren fing sie ihr
Violinstudium am Conservatoire National de Region de Strasbourg an. 2002 wurde ihr die
Golfmedaille mit Auszeichnung in der Klasse von Alexis Galperine verliehen.
Seitdem studiert sie an der Musikhochschule Karlsruhe in der Klasse Prof. Ulf Hoelscher. MarieClaudine Papadopoulos ist Preisträgerin vieler internationaler Die Geigerin konzertierte mit
namhaften Orchestern. Als Kammermusikerin war sie zu Gast bei verschiedenen Festspielen in
Europa, wie dem „Thy Chamber Music Festival (Dänemark), „Murten Classics“ in der Schweiz,
„Giovani Artisti“ in Cervo (Italien) und dem Sommerfestspiel in Heraklion (Kreta). Sie besuchte
Meisterklassen bei Borin Belkin, Ruggiero Ricci, Stephan Shipps, Midori und konzertierte mit Arnulf
von Arnim, Martin Ostertag, Daniel Blumenthal, Ian Fontain, Davis Geringas, Gustav Rivinius und Ulf
Hoelscher. Seit 2006 ist Marie-Claudine Stipendiatin der Villa Musica Stiftung (Rheinland Pfalz). Im
August 2008 erhielt sie einen Preis vom Kulturfonds der Stadt Salzburg und konzertierte im Großen
Saal des Mozarteums.
#
Marie Claudine Papadopoulos spielt auf einer Violine von Joannes Franciscus Pressenda aus dem
Jahre 1843, die ihr die Landessammlung Baden-Württemberg zur Verfügung stellt.
Ernst-Lothar von Knorr (1896-1973)
Es ist oft schwer zu erklären, warum einige Komponisten weltberühmt
werden, während andere, nicht weniger glänzende Tonschöpfer, nur bei
einem vergleichbar kleinem Kreis von Kennern in hohem Ansehen stehen.
Dabei hatte gerade Ernst-Lothar von Knorr seine Musik nicht nur für
Kenner geschrieben. Als führender Vertreter der für die 20er und 30er
Jahre so bedeutsamen Jugendmusikbewegung - er leitete damals die
bahnbrechende Musikschule in Berlin-Süd - gehörte er mit seinen Freunden
Fritz Jöde und Paul Hindemith zu jenen, die sich bemühten den im Verlauf
des 20. Jahrhunderts immer auffälliger werdenden Riss zwischen Volk und
Musik zu beheben - durch Förderung der Laienmusik, Pflege der Volksmusik
und Komposition zugänglicherer Neuer Musik. Mit den Werken Hindemiths
teilen viele Werke von Knorrs musikantische, neobarocke und
expressionistische Züge. Zeitlebens war er ein Meister des Polyphonen.
Erst das unverbindlichere Spätwerk verrät eine intensive
Auseinandersetzung mit progressiven Tendenzen des 20. Jahrhunderts
(Zwölftonmusik, Bartók). Obwohl von Knorr mit seinen ebenso inspirierten
wie sorgfältig ausgearbeiteten Werken zu den eminenten Vertretern einer
gemäßigten Moderne gehören, war der ausgezeichnete Violinist so
unablässig in für das deutsche Musikleben wichtigen Funktionen
pädagogisch tätig, dass dabei sein eigenes Schaffen, von dem er nicht
viel Aufhebens machte, oft ins Hintertreffen geriet. Dass er trotz
Zeitknappheit ein so fruchtbarer Komponist sein konnte, verdankt sich
einem Wesenszug, den er mit Mozart teilt: Er hatte seine Werke bei der
Niederschrift bereits fertig im Kopf.
Leider ist großer Teil seines Schaffens nicht erhalten geblieben. 1944
verlor er während eines Bombenangriffs in Frankfurt fast alle seine
handschriftlichen Werke.
Marcus A. Woelfle
Herunterladen