Muskuläre Rehabilitation
Systematische Anatomie
Wir unterscheiden:
Passiver Bewegungsapparat = Skelettsystem (Knochen, Bänder,
Gelenke)
Aktiver Bewegungsapparat = Muskelsystem
RICHTUNGEN IM RAUM
medial = zur Mitte
lateral = von der Mitte weg
proximal = rumpfnahe
distal = weiter vom Rumpf entfernt liegend
dextra = rechts
sinistra = links
internus = innen
externus = außen
anterior = nach vorne zu
posterior = nach hinten zu
superficialis = oberflächlich
profundus = tief
ventral = bauchwärts
dorsal = rückenwärts
superior = weiter oben
inferior = weiter unten
SCHEMATISCHER AUFBAU EINES GELENKS
Zwei Gelenkskörper bilden: Gelenkskopf (=konvex)
Gelenkspfanne (=konkav; negative Kopfform)
Beide Gelenkskörper sind mit Knorpel überzogen. Zwischen den Gelenkskörpern befindet
sich der Gelenksspalt in der sich die Gelenksschmiere (Synovia) befindet. Deren Aufgabe ist
es die Reibung zu verhindern und den Knorpel durch Diffusion zu ernähren.
Das Gelenk wird von der Gelenkskapsel umgeben. Diese besteht aus zwei Schichten:
Äußere Schicht: faserreich, gibt Kapsel den Halt = Stratum fibrosum
Innere Schicht: Reich an Gefäßen und Nerven, produziert Synovia = Stratum synovialis
-1-
Die Kapsel ist meist durch Bänder verstärkt. Wenn der Kopf und die Pfanne nicht aufeinander
passen, dann hilft zum Beispiel der Meniskus zur Anpassung.
Das Gelenk ist in seiner Bewegungsamplitude limitiert durch:
 Knochenhemmung: z.B.: Ellbogen (Knochenvorsprung)
 Bandhemmung: z.B.: Kniegelenk
 Muskelhemmung: z.B.: Schulter
KNOCHEN
OBERE EXTREMITÄT
SCHULTERGÜRTEL
Besteht aus Schulterblatt (scapula) und dem Schlüsselbein (clavicula)
Freie Extremitäten:
 Proximaler Anteil:
 Mittlerer Anteil:
 Distaler Anteil:
Oberarm (humerus)
Elle (radius)
Speiche (ulna)
Hand: Handwurzel (carpus)
Mittelhand (metacarpus)
Finger (digiti)
Schulterblatt (SCAPULA):
Dreieckiger, flacher Knochen der auf der Rückseite durch einen Knochenvorsprung geteilt ist
-> Schulterblattgräte (spina scapulae);
zwei Abschnitte:
fossa supraspinata (oberhalb der Gräte)
fossa infraspinata (unterhalb der Gräte)
Die Schulterblattgräte verdickt sich nach lateral -> dickstes Ende auf Schulterhöhe
(acromion).
Das Schulterblatt besteht aus drei Winkel: angulus superior (oben)
angulus inferior (unten)
angulus lateralis (aussen) = trägt
die Gelenkspfanne fürs Schultergelenk
und aus drei Kanten: margo medialis
margo lateralis
margo superior
Margo superior (obere Kante) gibt Knochenvorsprung = Rabenschnabelfortsatz (processus
coracoideus) der nach vorne zeigt.
Die vordere Fläche der Scapula (facies costalis) ist flach und leicht ausgehöhlt (fossa
subscapularis).
Die Pfanne des Schultergelenkes ist viermal kleiner als der Kopf. Die Pfanne ist seicht und
hat daher einen Knorpelaufsatz (= Pfannenlippe; labrum glenoidale). Dieser Faserknorpel ist
dem Pfannenrand aufgesetzt, verstärkt die Konkavität und vergrößert die Pfanne.
-2-
Schlüsselbein (CLAVICULA):
Leicht s-förmig gekrümmt und hat zwei verdickte Enden:
 extremitas sternalis (Brustbein zugekehrt)
 extremitas acromialis (Scapula zugekehrt)
Zwei wichtige Gelenke des Schultergürtels (haben aber nichts mit Schultergelenk zu tun):
 acromio-clavicular Gelenk
 sterno-clavicular Gelenk
Gelenke der Schulter und des Schultergürtels
Man unterscheidet:
ECHTE GELENKE:
 Schultergelenk:
 Sternoclaviculargelenk
 Acromioclaviculargelenk
Pfanne = Schulterdach
Kopf = caput humeri
Kopf = Clavicula
Pfanne = Sternum
Kopf = Clavicula
Pfanne = Acromion
UNECHTE GELENKE:
 Schulterblatt – Thoraxgelenk
SCHULTERGELENK
Das Schultergelenk liegt unter dem Schulterdach und besteht aus
 Processus coracoideus
 Acromion
 Ligamentum coracroacromialis (=Band an der Scapula. Zwischen Processus
coracoideus und Acromion. Überbrückt das Schultergelenk)
PROXIMAL:
Den Kopf bildet der caput humeri. Er besteht aus zwei Höcker: tuberculum major (lateral)
und minor (medial vorne).
MITTELTEIL:
Schaft: ungefähr in der Mitte gibt es eine Rauhigkeit (lateral), die Tuberositas deltoidea.
Durch Zug des Deltamuskels hervorgerufen.
Wenn man den Schafft nach außen verfolgt findet man zwei Höcker:
 Epicondylus lateralis (=schwächer)
 Epicondylus medialis (=mächtiger)
DISTAL:
Zwei konvexe Gelenkskörper für Ellbogengelenk: Trochlea humeri (Gelenksrolle) und
Capitulum humeri (Oberarmköpfchen) dienen der gelenkigen Verbindung mit dem
Unterarmknochen.
An der Vorderseite befindet sich eine seichte Grube, die Fossa coronoidea
An der Hinterfläche befindet sich oberhalb der Trochlea eine tiefe Grube, die Fossa olecrani.
-3-
Bewegungen im Schultergelenk
Anteversion (nach vorne heben)
Retroversion (nach hinten heben)
Innenrotation
Aussenrotation
Abduktion (wegspreizen des Armes)
Adduktion (beiziehen des Armes): absolut mit ante- und retroversion; d.h. vor oder hinter
Körper vorbei ziehen.
ELLBOGENGELENK
Es gibt ein Gelenk zwischen Humerus und Elle und ein Gelenk zwischen Humerus und
Speiche. Drei Gelenke gibt es im Ellbogengelenk.
Die Elle liegt immer Kleinfingerwerts!!!
Radius ist distal stärker als Ulna.
Ulna ist proximal stärker als Radius.
Proximal liegen drei Pfannen
Incisura trochlearis -> Pfanne an der Elle, die hinten (Olecranon) und vorne (Processus
coronoideus) durch einen Knochenvorsprung begrenzt ist.
2.Gelenk: zwischen Humerus und Speiche
Cap. Humeri und Radius Köpfchen
3.Gelenk: zwischen Radius und Ulna (proximal)
Kopf
Pfanne (kleine Einkerbung auf Ulna
Beide Knochen nach distal: Distales Radio-Ulnar-Gelenk
Distale Gelenkfläche zu Handgelenk
Bewegungen im Ellbogengelenk
 Beugung
 Streckung
 Pronation und Supination (im proximalen und distalen Radio-Ulnar-Gelenk)
= Kreuzung von Radius und Ulna
DIE HAND
Die Handwurzelknochen sind jeweils zu viert in einer proximalen und in einer distalen Reihe
angeordnet.
Radial nach Ulna: Kahnbein, Mondbein, Dreiecksbein, Erbsenbein
Distal: großes Vielecksbein, kleines Vielecksbein, Kopfbein, Hackenbein
Auf die Handwurzel folgen die Mittelhandknochen. Man unterteilt in drei Abschnitte:
 Proximal: Basis (in Verbindung mit Handwurzelknochen)
 Schaft
-4-
 Distal: Köpfchen (in Verbindung mit Finger)
Die Finger gliedern sich in: Grundglied
Mittelglied
Endglied
Das proximale Handgelenk liegt zwischen Radius und Handwurzelknochen
Das distale Handgelenk liegt zwischen der proximalen und distalen Reihe der
Handwurzelknochen.
Bewegungen im Handgelenk
 Radial abduktion
 Ulnar abduktion
 Flexion (Beugung zur Handfläche)
 Dorsalflexion (Beugung zum Handrücken)
= alle vier -> Drehbewegung
-5-
UNTERE EXTREMITÄT
BECKENGÜRTEL
1 Kreuzbein
2 Hüftbeine – os coxae (bestehen aus: Darmbein, Schambein, Sitzbein); alle drei bei Bildung
von Hüftgelenkspfanne beteiligt
Proximaler Anteil: Oberschenkel, Kniescheibe
Mittlerer Anteil: Schienbein, Waden
Distaler Anteil: Fußwurzel, Mittelfuß, Zehen
Darmbein: Os ilium
Sitzbein: Osischii
Schambein: Os pubis
OS ILIUM:
Auch als Darmbeinschaufel bezeichnet, verdickt sich am obersten Rand zur crista iliaca und
endet nach vorne zu mit dem Knochenvorsprung = spina iliaca anterior superior – vorderer
oberer Darmbeinstachel.
Nach hinten zu verdickt sich mit hinteren oberen Darmbeinstachel und hinterer unterer
Darmbeinstachel.
Darmbein geht hinten in Sitzbein über. Der hintere untere Rand des Sitzbeines ist verdickt
=Sitzbeinhöcker
Hüftgelenk
Kopf von Hüftgelenk: Oberschenkelbein
Pfanne: Sitzbein, Darmbein, Schambein
Der Kopf ist durch den Hals von zwei Muskelhöckern abgetrennt:
Trochanter major (lateral)
Trochanter minor (dorsal-medial)
Beide sind nach vorne zu durch die linea intertrochanterica verbunden.
Weiter proximal folgt der Schaft. Auf der Rückseite gibt es eine Linie -> Linea aspera
(=Rauhigkeit). Weiter nach proximal verfolgt haben wir eine laterale und eine mediale Lippe!
Laterale Lippe: zum Trochanter major
Mediale Lippe: zur Linea intertrochanterica
Schaft distal:
2 Gelenkskörper:
Condylus medialis
Condylus lateralis
-6-
Rückseite:
tiefe Grube: fossa intercondylaris
= Kopf des Kniegelenks (von hinten)
Beide Seitenkanten nach distal:
Epicondilus medialis
Epicondilus lateralis
= beide für Muskel und Sehnen
Gelenkskörper -> beide Kondylen
Orientierungspunkt am Hüftgelenk:
 Trochanter major (lateral)
 Femur
 Darmbeinschaufel (nach vorne ausgehöhlt)
 Spina iliaca
 Vorne: spina iliaca anterior superior
Bänder des Hüftgelenks
 Ligamentum iliofemorale
Ursprung: Spina iliaca anterior inferior
Ansatz: Linea intertrochanterica
= stärkstes Band im menschlichen Organismus. Drei Bänder verstärken die
Gelenkskapsel und das Lig. Iliofemorale verstärkt die vordere Kapselwand
 Ligamentum ischiofemorale
Ursprung: hinterer Pfannenrand
Ansatz: Innenseite Trochanter major
Verstärkt hinteren Bereich der Gelenkskapsel
 Ligamentum pubofemorale
Ursprung: eminentia iliopublica
Ansatz: linea intertrochanterica – strahlt in lig. Iliofemorale ein
verstärkt medialen Bereich der Gelenkskapsel, hemmt zu starke Abduktion
Bewegungen im Hüftgelenk
1.
2.
3.
4.
5.
6.
Beugung: alle Bänder entspannt
Streckung: Hemmung der Streckung besonders durch Lig. Iliofemorale
Abduktion: Hemmung durch Lig. pubofemorale
Adduktion: Hemmung durch Lig. iliofemorale
Innenrotation: Hemmung durch Lig. ischiofemorale
Aussenrotation: Hemmung durch Lig. Iliofemorale und Lig. Pubofemorale
SCHIENBEIN & WADENBEIN
Tibia: innen
Fibula: außen
Proximal:
Condylus medialis
-7-
Condylus lateralis
Tibia: hat zwei nach oben gerichtete Gelenksflächen. Sie stehen mit den Condylen des Femur
in Verbindung.
Die Fibula ist NICHT an der knöchernen Verbindung des Gelenkes beteiligt.
Die Gelenksflächen sind von einander getrennt, durch eine Erhebung: Eminencia
intercondylaris
Durch die Trennung ergibt sich: area intercondylaris anterior (kleine Fläche)
Hinten ebenfalls Fläche: incondylaris posterior
Starke Erhebung unterhalb der beiden Condylen: tuberositas tibiae hervorgerufen durch
Quadriceps
TIBIA:
2 kleine Flächen: area intercondylaris anterior / posterior
Unterhalb der condylen: Rauhigkeit: tuberositas tibiae (durch Zug des m. quadriceps)
Distaler Abschnitt: Knochenvorsprung: innerer Knöchel
Guter Bezugspunkt für Tibia: tuberositas tibiae (=vorne)
FIBULA:
Schwächer als Tibia
proximal: Wadenbeinköpfchen, Schaft
distal: Vorsprung: äußerer Knöchel, seitliche Gelenksfläche für Sprunggelenk
KNIEGELENK
Stark bandgesichert. Kreuzbänder und Seitenbänder (entspringen von den Condylen) sind die
wichtigsten Bänder im Knie.
Die Gelenksflächen passen nicht aufeinander – meniskus medialis und lateralis dienen als
Stoßdämpfung, gleichen Unebenheiten der Gelenksflächen aus (Flächen passen besser
aufeinander).
Pfanne: Schienbein, 2 Gelenksflächen oben auf Tibia
Kopf: Gelenkrollen
Der mediale Meniskus ist mit dem medialen Seitenband verwachsen.
SEITENBÄNDER: mediales: Ursprung: epicondylus medialis
Ansatz: knapp unterhalb des condylus medialis des Schienbeins
laterales: U: epicondylus lateralis
A: Wadenbeinköpfchen
In gebeugter Stellung sind die Seitenbänder entspannt
U: area intercondylaris anterior – Schienbein
A: lateraler condylus des femur
hinteres:
U: area intercondylaris posterior
A: medialer condylus des femur
Bei Außenrotation sind die Kreuzbänder entspannt, verhindern zu starke Innenrotation
KREUZBÄNDER: vorderes:
-8-
Linkes Knie von vorne
Bewegungen im Kniegelenk
1.
2.
3.
4.
Beugung (Flexion)
Streckung (Extension)
Innenrotation: Bänder gekreuzt und gespannt
Außenrotation: Bänder parallel und entspannt
FUSSKNOCHEN
Sieben Fußwurzelknochen:
Sprungbein: liegt am weitesten oben. 3 Abschnitte: Körper (Gelenksrolle mit 3
Gelenksflächen: 2 fürs Schienbein, 1 fürs Wadenbein)
Kahnbein
Fersenbein
Würfelbein: am weitesten lateral
3 Keilbeine
Vor Kopf des Sprungbeines liegt das Kahnbein, vor dem Kahnbein die 3 Keilbeine, weitesten
lateral liegt das Würfelbein. Unter dem Sprungbein liegt das Fersenbein, dass nach hinten zu
durch den Zug der Achillessehne verdickt ist = Tuber calcanei
Ganz vorne befinden sich die Mittelfußknochen: Basis, Schaft, Köpfchen. Das Köpfchen steht
mit den Zehen in Verbindung
-9-
Oberes Sprunggelenk:
Kopf: Gelenksrolle des Sprungbeines
Pfanne: Schienbein, Wadenbein (Maleolen-Gabel)
Bewegungen: Plantar- u. Dorsal-Flexion
Bänder:
Seitenband medial: U: innerer Knöchel
A: Sprungbein, Kahnbein, Fersenbein
Seitenband lateral: U: äußerer Knöchel
A: vorderer und hintere Spitze des Sprungbeins,
Fersenbein
Unteres Sprunggelenk:
2 Abschnitte:
1. vorderer Anteil:
Kopf: Kopf des Sprungbeines
Pfanne: Kahnbein, Fersenbein, Pfannenband (zw. Kahn- und Fersenbein)
2. hinterer Anteil:
Kopf: Fersenbein
Pfanne: Sprungbein
Bewegungen: Supination (Heben des inneren Fußrandes)
Pronation (Heben des äußeren Fußrandes)
- 10 -
MUSKELN
Ursprung ist meist körpernah und der Ansatz meist körperfern.
Mehrköpfige Muskeln haben immer gemeinsamen Ansatz!
Mehrgelenkig: Bewegung in 2 Gelenken
UNTERE EXTREMITÄT:
HÜFTGELENK
Muskeln die auf das Hüftgelenk wirken
INNERE HÜFTMUSKELN: Musculus iliopsoas
1. großer Lendenmuskel (m. psoas major)
2. Darmbeinmuskel (M. iliacus)
1 + 2 = Lendendarmbeinmuskel
Muskel
M. psoas major
M. iliacus
Ursprung
Th 12 – L 5
Wirbelkörper
Ansatz
Trochanter minor
Fossa iliaca
Trochanter minor
Funktion
Beugung im
Hüftgelenk
Beugung im
Hüftgelenk
ÄUSSERE HÜFTMUSKELN:
1.
2.
3.
4.
5.
Großer Gesäßmuskel (M. gluteus maximus)
Mittlerer Gesäßmuskel (M. gluteus medius)
Kleiner Gesäßmuskel (M. gluteus minimus)
Schenkelbindenspanner (M. tensor fasciae latae)
Birnenförmiger Muskel
Fasciae latae:
Zwei Muskeln: gluteus maximus und Tensor fasciae latae
Die Fasciae ist lateral verstärkt durch den Zug der beiden Muskeln (tractus iliotibus)
Muskel
Ursprung
Ansatz
Gluteus maximus
Darmbein, Kreubein,
Steißbein
Tractus iliotibialis
Fortsetzung: linea
aspera
Gluteus medius
Gluteus minimus
Darmbeinschaufel
(aussen)
Trochanter major
- 11 -
Funktion
Hüftstreckung (zB.:
Stiegensteigen,
Aufstehen),
Außenrotation,
Adduktion
Abduktion,
Streckung
Verhindert Absinken
Tensor fasciae latae
Vorderer oberer
Darmbeinstachel
Lateral d. tuberositas
tibiae
des Beckens zum
Spielbein
Hüfte: Beugung,
Abduktion,
Innenrotation
Knie: Streckung,
Aussenrotation
OBERSCHENKEL
VORDERER GRUPPE:
= Strecker = Extensoren
1. Vierköpfiger Schenkelmuskel (M. quadriceps femoris)
2. Schneidermuskel (M. sartorius)
M. rectus femoris, vastus medialis, vastus intermedius, vastus lateralis
HINTERE GRUPPE:
= Beuger = Flexoren = Hamstrings = Ischiocrurale Muskulatur
1. Zweiköpfiger Schenkelmuskel (M. bizeps femoris)
2. Halbsehnenmuskel (M. semitendinosus)
3. Plattsehnenmuskel (M. semimembranosus)
-> 2 Gelenkig: Hüfte und Kniegelenk
MEDIALE GRUPPE: Adductoren
1. Kammmuskel (M. pectineus)
2. kurzer Schenkelanzieher (M. adductor brevis)
3. langer Schenkelanzieher (M. adductor longus)
4. großer Schenkelanzieher (M. adductor magnus)
5. Schlankmuskel (M. gracilis)
Muskel
Rectus femoris
(großer
Schenkelmuskel)
Vastus medialis
(Innerer
Schenkelmuskel)
Vastus intermedius
(mittlerer
Schenkelmuskel)
Vastus lateralis
(äußerer
Schenkelmuskel)
M. sartorius
Ursprung
Ansatz
Vordere Gruppe
Funktion
Vorderer unterer
Darmbeinstachel
Tuberositas tibiae
(Schienbeinrauhigkeit)
Hüfte: Beugung
Knie: Streckung
Linea aspera
Tub. Tibiae
Streckung im Knie
Femur Vorderfläche
Tub. Tibiae
Streckung im Knie
Linea aspera
Tub. Tibiae
Streckung im Knie
Gänsefüßchen (pes
anserinus)
Hüfte: Beugung,
Außenrotation,
Abduktion
Knie: Beugung,
Innenrotation
Vorderer oberer
Darmbeinstachel
(spina iliaca anterior
superior)
- 12 -
Hintere Gruppe
Bizeps femoris
(langer Kopf; 2
köpfiger OS-Muskel)
Sitzbeinhöcker
Wadenbeinköpfchen
Hüfte: Streckung
Knie: Beugung,
einziger
Außenrotator
Bizeps femoris
(kurzer Kopf;
eingelenkig)
Linea aspera
Wadenbeinköpfchen
Knie: Beugung,
Außenrotation
Semitendinosus
Sitzbeinhöcker
Gänsefüßchen
Semimembranosus
Sitzbeinhöcker
Condylus medialis
tibiae
Mediale Gruppe
Schambein
Linea aspera
(Os pubis)
M. pectineus
Adductor brevis
Schambein
Linea aspera
Adductor longus
Schambein
Linea aspera
Adductor magnus
Schambein, Sitzbein
Linea aspera
Gracilis
(zweigelenkig)
Schambein
Gänsefüßchen
Innen Ansatz -> Innenrotation
Außen Ansatz -> Außenrotation
Absolute Adduktion: wenn Bein in Ante- oder Retroversion
Relative Adduktion: von Abduktion
UNTERSCHENKEL
VORDERE GRUPPE: Strecker
Vorderer Schienbeinmuskel (M. tibialis anterior)
LATERALE GRUPPE: Peronaeusgruppe
1. M. peronaeus longus (langer Wadenbeinmuskel)
2. M. peronaeus brevis (kurzer Wadenbeinmuskel)
- 13 -
Hüfte: Streckung,
Innenrotation
Knie: Beugung,
Innenrotation
Hüfte: Streckung,
Innenrotation
Knie: Beugung,
Innenrotation
Hüfte: Adduktion,
Beugung
Hüfte: Adduktion,
Beugung
Hüfte: Adduktion,
Beugung
Hüfte: Adduktion,
Beugung
Beugung - oberer
Anteil
Streckung – unterer
Anteil
Hüfte: Adduktion,
Beugung
Knie: Beugung,
Innenrotation
HINTERE GRUPPE:
= Beuger = Flexoren
Oberflächige Schicht: Drillingsmuskel (=M. triceps surae)
1. Zwillingsmuskel (gastrocnemius)
2. Schollenmuskel (soleus)
3. Sohlenspanner (plantaris)
Tiefe Schicht:
Hinterer Schienbeinmuskel
Muskel
Tibialis anterior
Ursprung
Ansatz
Vordere Gruppe
Condylus lateralis &
Facies lateralis
Tibiae
1. Keilbein,
1. Mittelfußknochen
Funktion
Oberes
Sprunggelenk:
Dorsalflexion
Unteres
Sprunggelenk:
Supination
Peroneusgruppe
Peronaeus longus
Fibulaköpfchen
1 Keilbein, 1
Mittelfußknochen
Peronaeus brevis
Fibula (mittleres
Drittel)
5. Mittelfußknochen
Sprunggelenk:
Plantarflexion,
Pronation
Sprunggelenk:
Plantarflexion,
Pronation
Hintere Gruppe (oberflächige Schicht)
Gastrocnemius
(medialer Kopf)
Condylus med.
femoris
Fersenbeinhöcker
(tuber calcanei)
Gastrocnemius
(lateraler Kopf)
Condylus lat. femoris
Fersenbeinhöcker
Soleus
Fibulaköpfchen,
Rückseite fibula und
tibia
Fersenbeinhöcker
Plantaris
Oberhalb
epicondylus lat.
Femoris
Hinterer
Schienbeinmuskel
(tibialis posterior)
Fersenbeinhöcker
Hintere Gruppe (tiefe Schicht)
Kahnbein,
Tibia (Rückseite
1.-3. Keilbein,
Fibulaköpfchen)
2.-4.
Mittelfußknochen
Knie: Beugung
Sprunggelenk:
Plantarflexion,
Supination
Knie: Beugung
Sprunggelenk:
Plantarflexion,
Supination
Sprunggelenk:
Plantarflexion,
Supination
Sprunggelenk:
Plantarflexion
Supination
Knie: Beugung
Sprunggelenk:
Plantarflexion,
Supination
Zweigelenkiger Muskel kann nicht gleichzeitig in beiden Gelenken volle Funktion ausüben.
- 14 -
OBERE EXTREMITÄT:
SCHULTERGELENK
Muskeln die auf den Schultergürtel wirken:
1. Trapezmuskel (trapezius)
2. Rautenmuskel (rhomboideus)
3. Schulterblattheber (levator scapulae)
4. kleiner Brustmuskel
5. Unterschlüsselbeinmuskel
6. vorderer Sägemuskel
Muskeln die am Schultergelenk wirken müssen alle am Oberarm ansetzen:
1. M. teres minor (kleiner Rundmuskel)
2. M. supraspinatus (Obergrätenmuskel)
3. M. infraspinatus (Untergrätenmuskel)
4. M. subscapularis (Unterschulterblattheber)
5. zweiköpfiger Armmuskel (M. biceps brachii)
biceps brachii: langer Kopf, kurzer Kopf (gehört nicht zur Rotatorenmanschette)
1-4: Rotatorenmanschette! Zentriert den Humeruskopf in der Pfanne. Biceps brachii hilft
bei der Zentrierung
Muskel
Ursprung
Ansatz
Teres minor
Margo lat. Scapulae
Tuberculum majus
humeri
Supraspinatus
Infraspinatus
Subscapularis
Fossa supraspinata
scap.
Fossa infraspinata
scap.
Facies costalis
scapulae – Vorderseite
Schulterblatt
Tuberculum majus
humeri
Tuberculum majus
humeri
Tuberculum minus
humeri
Bizeps brachii
Langer Kopf
Rauhigkeit oberhalb
Schultergelenkspfanne
Tuberositas radii
Bizeps brachii
Kurzer Kopf
Proc. Coracoideus
Tuberositas radii
Sehne des Bizeps verläuft durch das Schultergelenk
- 15 -
Funktion
Außenrotation
(Adduktion d.
Armes)
Abduktion d. Armes
(Kapselspanner)
Außenrotation
Innenrotation
Ellbogengelenk:
Beugung
Schulter: Abduktion
Schulter: Adduktion
Ellbogengelenk:
Beugung, Supination
Bewegungsumfänge in den Gelenken (ROM)
Nach der neutral - 0- Durchgangsmethode
Schulter-Ellbogen-Hüfte-Knie-Sprunggelenk
Sagittalebene (S): Ante/ Reroversion
Frontalebene (F): Abduktion/ Adduktion
Rotation (R): Innen / Außenrotation
Neutral –0- Durchgangsmethode
1. Zahl: vom Körper weg
2. Zahl : 0 Stellung
3. Zahl zum Körper hin
0-Stellung: Aufrecht, Handflächen zum Körper
Knie, Hüfte, etc. = 0
(Sprunggelenk eigentl. 90° unlogisch)
5-0-20
Schulter
F: 5° Abduktion – 0 - 20° Adduktion
0-5-20
Schulter
F: 0 - 5° erreicht nicht die 0-Stellung
0-0-20
Bewegungsumfänge im Schultergelenk
Phasen der Anteversion
1. Anteversionsphase 0°-60°
Gelenk: Schultergelenk
Muskulatur: M. deltoideus
M. pectoralis major
M. coracobrachialis
2. Anteversionsphase 60°-120°
Gelenk: Schultergelenk, Sterno-claviculargelenk, Acromio- claviculargelenk, SchulterblattThoraxgelenk
Muskulatur: M. trapezius
M. serratus anterior
Über 90° heben serratus sehr wichtig!!!!
- 16 -
3. Anteversionsphase 120°-180°
Gelenke: Wirbelsäule, Lateralflexion, Hyperlordosierung
Muskulatur: Rückenmuskulatur
Phasen der Abduktion
1. Abduktionsphase 0-90°
Gelenk: Schultergelenk
Musukulatur: M. deltoideus
M. supraspinatus
 gegenseitige Unterstützung, damit sich Humeruskopf nicht heraushebt
2. Abduktionsphase 90°-150°
Gelenk: Schultergelenk, Sterno-claviculargelenk, Acromio- claviculargelenk, SchulterblattThoraxgelenk
Muskulatur: M. trapezius
M. serratus anterior
3. Abduktionsphase 150°-180°
Gelenke: Wirbelsäule, Lateralflexion, Hyperlordosierung
Muskulatur: M. trapezius
M. serratus anterior
Mm. errector spinae ( Mm.= mehrer)
Normales Bewegungsausmaß der Schulter
S: Anteversion / Retroversion: 170-0-40
F: Abduktion (vom Körper weg) / Adduktion: 180-0-40/20
R: Außenrotation / Innenrotation : 70-0-70
(In 90° Abduktion)
Bsp.:
S: 0-0-40
Ausschließlich 40° Retroversion möglich
R: 20-0-40
Kann weder Außen noch Innenrotation in der Schulter
- kämmen kann er sich nicht: Abduktion 120°; Außenrotation: 90°
-
Jacke anziehen: a) 1. Arm Anteversion und Abduktion
b) 2. Arm Retroversion und Innenrotation
- 17 -
Bewegung im Ellbogengelenk
Nur 2 Bewegungsebenen
S: Extension /Flexion: 10-0-150
- geht bei Streckung über 0 drüber
R: Supination/ Pronation: 80/90-0-80/90
Oberarm zum Körper drücken, Ellbogen 90° angewinkelt
- Supination: zum Körper weg, Handflächen schauen nach oben
- Pronation: zum Körper hin, Handflächen schauen nach unten
Gelenke fühlen lassen:
z.B. - Daumen noch weiter Abduktion: federnd Bänder, Sehnen, Kapseln
- Ellbogen abbiegen: weich
Aktiv: Patient alleine
Passiv: mit Hilfe weiter nach oben drücken
Bewegung in der Hüfte
Adduktion: zweites Bein ist im weg deswegen relative Adduktion mit einer Anteversion
S: Streckung/ Beugung: 15-0-140/140
F: Abduktion/Adduktion: 45/40-0-30/20
R: Außenrotation / Innenrotation: 40/40-0-30/45
Beurteilung S: Rückenlage; Beugen des Beines, Knie zur Brust
Winkel in der Hüfte für:
o Schuhe anziehen
o Sitzen (mittlere Sitzhöhe)
o Bücken
o Hocken
o Stiegen hinaufsteigen
o Stiegen hinuntersteigen
o Beine überkreuzen
o Hose anziehen
110°-120°
100°
125°-130°
65°
40°
Bewegung im Kniegelenk
S: Extension/ Felxion: 10/5-0-120/150
Re. Knie: S: 0-0-120: kann okay sein, muss aber nicht deswegen 2. Knie anschauen
Li. Knie: 0-5-135:hat ein Problem mit der Streckung
- 18 -
Normales Bewegungsausmaß im Sprunggelenk
S: Plantarflexion/Dorsalflexion: 40/50-0-20/30
R: Supination/Pronation: 35-0-15 (im Mittelfuß bei fixiertem Calcaneus)
REHABILITATION
= alle Maßnahmen, die der weitgehenden Wiederherstellung und Gesundheit,
Leistungsfähigkeit, Lebenstüchtigkeit und Berufstätigkeit nach Krankheiten, Verletzungen,
Operationen und Behinderung dienen.
Mellerowicz 1985
= Funktionsverbesserung zum Erreichen einer größtmöglichen Eigenaktivität zur weitgehend
unabhängigen Partizipation in allen Lebensbereichen
WHO
Stationärer Aufenthalt
Rehabilitative Medizin
Gesundheitsproblem
Krankheit/Störung
Kurative Medizin
Reha Potential
Funktionsdiagnose
Beispiel: Kreuzband-OP
3 Punkte in der Reha interessant:
1. Funktionsstörung: Schmerzen, Schwellung, Kontraktur (=Einschränkung im Gelenk),
ROM, Atrophie, Gleichgewicht
2. Einschränkung: Ausdauer, Kraft, Koordination, Gangunsicherheit, Gangstörung (ab
10° unangenehm), ADL
- 19 -
3. Begrenzung: öffentliche Verkehrsmittel, Berufsunfähigkeit, Sportunfähigkeit
Anforderungen an die Rehabilitation
1. Belastung der betroffenen Struktur ohne die Grenzen der Belastbarkeit zu
überschreiten (wenn überschritten: Schmerz, Schwellung)
2. Belastung des Gesamtorganismus zur Aufrechterhaltung der körperlichen
Leistungsfähigkeit
3. Kompensation irreversibler Schäden (-> Ausweichmöglichkeit wenn eine Bewegung
nicht mehr geht)
Abschluss der Rehabilitation
= Erreichen der für den Alltag, den Beruf oder sportlicher Leistung erforderlichen
Belastbarkeit
Parameter zur Beurteilung rehabilitativer Prozesse
o
o
o
o
o
o
o
o
o
Subjektive Zufriedenheit
Schmerz
Schwellung
ROM
Stabilität des Gelenks bei Aktivitäten des täglichen Lebens
Atrophie der Muskulatur
Kraft der Muskulatur (Drehmomentsmessung)
Stabilität des Gelenks bei sportlichen Aktivitäten
Wiederaufnahme des sportlichen Levels (am selben Niveau)
Teamarbeit
- 20 -
Immobilisation
Immobilisation führt durch Nichtbenutzen neuromuskulärer Strukturen zu funktionellen
(ROM) und strukturellen (Atrophie) Veränderung.
Von der Immobilisation betroffen: Muskeln, Gelenke, Bänder, Sehnen, Propriorezeptoren,
Knorpel, Kapsel
Man unterscheidet:
o Vollständige Immobilisation des Gelenkes
Gips: alle Freiheitsgrade sind eingeschränkt
o Unvollständige Immobilisation des Gelenkes
Einschränkung der Bewegung (z.B.: Tapeverband, Schiene)
Hängt von der Verletzung ab! Wenn Strukturen verletzt sind die für die Pro- und Supination
verantwortlich sind -> Schiene!
z.B.: Knieorthese: 0-20-50 (kann nicht strecken, bedingt sitzen)
3R – frühfunktionellen Behandlung
Reposition (=Einrenken) – Retention – Ruhigstellung
Retention = Fixierung:
konservativ – Gips
Operativ – Osteosynthese (Metall: Platten, Schrauben,…)
6 Wochen ist die mittlere Verweildauer eines Gipsverbandes.
Danach beurteilt das Röntgen:
Kalusbildung (Knochenneubildung)
Ob Bruch gut steht
Folgen der Immobilisation
Propriorezeptoren  verminderte Funktion
Muskel  Atrophie
Knorpel  verminderte Ernährung
Kapsel  Elastizitätsverlust
Bänder/Sehnen  verminderte Zugfestigkeit
Gelenke  Abnahme der Beweglichkeit
Richtlinien für die Mobilisation
o Keine Schwellung, kein Erguss
o Nur bei absoluter Schmerzfreiheit, sonst Schmerzverstärkung – Abnahme der
Gelenksbeweglichkeit; Überlastung von Strukturen – muskuläre Dysbalancen,
Stereotyp
o Stabilisierung des betroffenen Gelenkes. Isometrie vor Dynamik
o Statistische Stabilisation der Gelenke vor dynamischem Training
o Nicht betroffene Gelenke sowohl statisch als auch dynamisch trainieren
o Betroffene Gelenke (freigegebener Rom) und nicht betroffene Gelenke im gesamten
ROM beüben (für Flexibilität und Innervationsfähigkeit)
- 21 -
Übungsbehandlung im Gips/Orthese
1.
2.
3.
4.
Entstauende Maßnahmen
Muskel aktivieren
Beweglichkeit benachbarter Gelenke (Overflow)
Propriozeption
Ad 2)
o Selbst anspannen: Isometrie
Overflow (Bewegung im anderen Gelenk  fließt auf betroffenes über)
Crossing over (Muskulatur der anderen Seite trainieren)
o Elektrostimulation
Unterschied zwischen Erguss und Schwellung:
Erguss: Flüssigkeit im Gelenk (z.B.: Lymphstau, Lymphödem)
Schwellung: Flüssigkeit im Gewebe
Lymphstau: was tun?
Lymphdrenage (ohne Gips)
Mit Gips: Finger bewegen, hoch lagern, Arm heben
Propriorezeptoren in den Gelenken
Typ 1: Ruffiniähnliche Körperchen
Typ 2: Paciniähnliche Körperchen
Typ 3: Golgiähnliche Körperchen
Typ 4: freie Nervenendigungen
Gelenksposition
Gelenksbewegung
Gelenksposition
Schmerzen, extreme Gelenksstellung
Propriorezeption = Koordination:
Propriorezeptoren bekommt Information über Stellung des Gelenkes  weitergeleitet zum
Rückenmark (afferent)  Reflex oder Gehirn  Bewertung  über efferente Leitungen 
Muskel antwortet
Koordination
Sensomotorischer Prozess
Präzise und ökonomische Ausführung einer Bewegung
Messung der Koordination:
Untere Extremität: standardisiertes Verfahren
Zusatzinformationen ausschalten: Augen und Ohren sind verbunden, Füße in Fußmanschette > aufgepumpt, dass man die Vibration des Gerätes nicht spürt
Der Hebel ist mit dem Fuß verbunden – über Zeit bewegt
- Knopf drücken wenn er denkt, dass sich der Fuß bewegt -> Zeit bis Reaktion
wird gemessen: Gelenksbewegung
- 22 -
-
Bei gewissem Winkel bleibt die Maschiene stehen -> muss sagen welcher
Winkel: Gelenksstellung
 dient zur Kontrolle ob nach einer Verletzung das Gelenk wieder okay ist
Obere Extremität: Schulter (Arm wird verschieden Hoch gehoben)
Messung der Sensomotorik
o Sensomotorische Tests:
Reaktionszeit
Stellungssinn
o Funktionelle Tests: Einbeinstand, Einbeinsprung (auch von der Muskultar und von
der Angst abhängig)
o Posturale (=Haltung) Tests: Person auf Messplatte; Schwerpunkt messt wie ruhig er
bleibt. Eher Rückmeldung vom Sprunggelenk)
WICHTIG: Sensomotorik wirkt auf
- Propriorezeptiver Ebene
- Augen, Ohr, Gleichgewichtsorgan, Tastsinn
Meldung im Rückenmark ins Hinterhorn -> Vorderhorn -> Muskulatur
Im Gehirn: Großhirnrinde, dann auf motorische Rinde umgeschaltet; Kleinhirn ist wichtiger
Anteil der Propriorezeption und des Gleichgewichtes
Methoden zur Quantifizierung rehabilitativer Prozesse
-
Klinische Untersuchung:
Beweglichkeit (ROM), Schwellung, Stabilität etc (Kraft, Umfangsmessung)
Scores:
sehr subjektiv: Larson, Lysholm, IKDC
Aktivitätslevel:
Tegener, Lysholm, Noyes
Funktionelle Tests:
Abhängig von Kraft, Angst (Unsicherheit), Stabilität; Sprungtest, Lauftest etc.
Untersuchungsverfahren mit Hilfe von Geräten:
Laufband & Rad (für Ausdauer), Leg press & Dynanometer (Kraft), KT, EMG etc.
KT…Gerät um Stabilisation im Kniegelenk zu messen
EMG…elektrische Entladung der Muskulatur
Sensomotorik ist wichtig für die Stellung im Raum. Dass die Bewegung im Raum richtig
ausgeführt wird und wie lange er braucht bis die Muskulatur aktiviert wird.
Scores
HARRIS HIP SCORE
Beurteilt:
 Schmerz
 Funktion: Hinken, Gehhilfe, Gehstrecke, Stiegensteigen, Schuhe anziehen, Einsteigen
in Verkehrsmittel
 Kontrakturen (z.B.: Schrumpfung von Gelenkskapsel)
 Bewegungsausmaß
- 23 -
Maximal: 100 Punkte
Bewertung: 91% subjektiv
9% objektiv
Punktvergabe:
~ 44 Punkte für Schmerz (bei Schmerz in Ruhe: 0 Punkte)
~ 47 Punkte für Funktion: Gang 33 Punkte, Aktivität 14 Punkte (ROM wird in allen
Richtungen beurteil
Trendelenburgtest: 5 Punkte (=Einbeinstand -> Standbein -> Gluteus medius; Spielbein darf
nicht absinken! Wenn Test positiv -> Kraftgrad ~3
Bewertung:
100-90  sehr gut
89-80  mäßig eingeschränkt
79-70  stark eingeschränkt
>69  „sowieso a Katastrophn“ (ála Petschnig *g*)
Aktivitätsscore nach Tegener und Lysholm
0 => kein Sport möglich
3 => halbwegs Sport möglich (Schwimmen, Gehen)
4-5 => Durchschnittsperson: 2x/Woche laufen (Hobbysport)
8-9 => Sprungbelastungen, Fremdkontakte über Fremdeinwirkung
10 => Fußball in nationaler und internationaler Klasse (Wettkampf)
LYSHOLM – GILLQUIST 1982 (Knie)
Beurteilt:
Gang, Stiegen steigen, Hocke, Atrophie, Symptome die beim Gehen, Laufen, Springen
auftreten: Schmerz, Schwellung, Giving-way (Instabilität)
Auswertung: max. 100 Punkte
Bewertung: 95% subjektiv
5% objektiv
Instabilität: 30 Punkte
Schwellung: 10 Punkte
Schmerz: 30 Punkte
2 cm Oberschenkeldifferenz: ~50% Unterschied zum gesunden Bein -> ca. 6 Wochen nach
einer Kreuzbandoperation
-> man sollte nicht mehr als 10% Differenz haben!
Bei 50% (ganz normal nach OP) dauert es bis zu einem Jahr bis es wieder zur Normalisation
kommt (wenn nicht sportlich). Bei Spitzensportler: 3 Monate
Bewertung:
IKDC 1992
International Knee Documentation Committee
(Von Benedetto -> Innsbruck)
75% objektiv
25% subjektiv
Test beurteilt:
 Subjektiv (durch diverse Fragen)
 Symptome
- 24 -





ROM
Stabilität
Krepitation (Krachen im Knie)
Röntgen
Funktionelle Tests
o Arzt fragt, ob der Patient das selbe Aktivitätslevel wie vor der Operation erreicht hat;
fragt nach den Symptomen (Schmerz, Schwellung, Giving way) -> Subjektiv
o Objektiv -> bestimmt den ROM, testet alle Bänder im Knie (Extensionsdefizit
schlimmer – kann nicht richtig gehen). Krepitation im Femur und im Kniegelenk
o Dann beurteilt er das Röntgenbild: auf Knochen bezogen ob Arthrose vorliegt.
Röntgen interessant vor der Operation und nach 1-5 Jahren! -> sehr interessant!
o Funktionstests: One leg hop test (gibt über Koordination Auskunft)
o Beurteilung
TEST NACH ROWE (SCHULTER)
 Schulterluxation
Drei Komponenten:
1. Funktion (Schmerz) 30 Punkte
2. Beweglichkeit
20 Punkte
3. Stabilität
50 Punkte
Stabilität: ob man die Schulter durch eine bestimmte Bewegung aus der Pfanne
luxieren kann => Apprehension Test
Beurteilung: 90-100 ausgezeichnet
75-89 Gut
51-74 noch okay
< 51 schlecht
objektiv: 70%
subjektiv: 30%
TEST NACH CONSTANT UND MURLEY (SCHULTER)
 allgemeiner Schulterfunktionstest
Bei diesem Test bekommt der Patient entweder z.B.: 2 Punkte oder nicht. Bei den anderen
Test ist es so, dass die Punkte abgestuft wurden.
Beurteilung: objektiv: 65%
Subjektiv: 35%
Test beurteilt: Schmerzen
15 Punkte
ADL (full work, Sport, schlafen ohne Probleme) 20 Punkte
Beweglichkeit (wie weit kommt er mit dem Arm hoch? Über Kopf, Nacken,
Schulter, Brust, Hüfte), Kraft, ROM
- 25 -
Stufen der Rehabilitation
Die Rehabilitation ist abhängig von der Art der Verletzung, der Operation, der verletzten
Struktur, usw.
Die Dauer der einzelnen Phasen ist abhängig, von dem was der Arzt vorschreibt und von
folgenden Kriterien.
Allgemeine Richtlinien der Rehabilitation
I Phase: frühfunktionelle Nachbehandlung
Patient hat noch einen Gips, muss aber trotzdem etwas tun!
Ziele: - Heilen von verletzten/operierten Strukturen
- keine Schmerzen
- keine Schwellung/kein Erguss
- Vermeiden von Knorpelschädigung
- Vermeiden von Kontrakturen
- Minimieren der Atrophie
Ende der Phase:
=> wenn der Patient belasten darf!
- kein Erguss
- keine Schwellung
- keine Schmerzen
- Belastung 
Maßnahmen: - statisch trainieren
- Over flow/crossing over
- Intensionsübungen (Schwellstrom – erzwingt Muskelkontraktion); durch
Gipsfenster Elektroden setzen -> Atrophie minimieren
II Phase: funktionelle Nachbehandlung
Patient darf belasten, ist aber trotzdem noch ruhig gestellt (kein Gips mehr)
Ziele: - normaler ROM
- normaler Bewegungsablauf
- Training nicht verletzter Strukturen
- Schulung allgemeiner konditioneller Fähigkeiten
- Schulung der Propriozeption
- Muskelaufbautraining
Training von nicht verletzten Strukturen und die Schulung der Propriozeption sowie die
Ausdauer kann auch schon in Phase I gemacht werden – kommt auf den Patienten an.
- 26 -
Ende der Phase:
- normales Gangbild
- normaler ROM (wenn nach 6 Wochen keine Besserung geschieht,
kann dies an eventuellen Verklebungen liegen – erneute OP wenn Endgefühl hart ist.
Endgefühl weich: weiter versuchen solange eine Besserung zu sehen ist.
III Phase: Stabilisierungsphase
Ziele: - Verbesserung der Kraft
- Verbesserung der Ausdauer
- Schulung der Koordination
Ende:
- einbeinige Halbkniebeuge in der Beinachse (Knie darf nicht nach innen oder außen
abweichen; Knie sollte zwischen der 1. und der 2. Zehe sein)
- langsames Laufen (6-8 km/h) wenn die Kniebeuge nicht in der Beinachse ausgeführt
werden kann soll man auch nicht laufen!
Allgemein: wenn in einer Phase Schmerz und/oder Schwellung auftritt muss man eine Phase
zurückgehen
IV Phase: rehabilitatives Training
3-„C“ der Rehabilitation
Carrige – Symmetrische/Asymmetrische Übungen
Übung: überhüftbreite Stellung: Gewicht links und rechts verschieben
Confidence – Vertrauen in komplexe Bewegungen
Control – Bewegung unwillkürlich ausführen
Ende: - kontrollierter Einsatz der Muskulatur
- springen
- laufen mit Richtungswechsel
- umsetzen antrainierter Eigenschaften im Alltag, Beruf und Sport
=> Vorraussetzung: Kraft, Koordination und Kondition
Rehabilitationen gehen in der Regel bis zur 2. bzw. 3. Phase. Länger zahlt Krankenkasse
nicht!
Präoperative Maßnahmen bei Hüftendoprothetik
Die Hüfte ist das Gelenk, das am öftesten mit einer Prothese versorgt wird.
Probleme der Arthrose (=Knorpelschaden + Knochenschädigung):
 Schmerzen
 Entzündung
 ROM  (Bewegung durch Bänder begrenzt: Veränderungen im Knochen, Verkürzte
Muskulatur, Bänder schrumpfen – Kapselschrumpfung)
Betroffene Muskeln:
-> Psoas
-> Adductoren sind verkürzt
-> Gluteus maximus und medius sind abgeschwächt
- 27 -
Probleme bei der Coxarthrose
-> leichte Innenrotation
-> Flexion in Hüfte
-> keine Abduktion möglich
Ziele: - Atrophie 
- Kontraktur 
- Beweglichkeit 
- Belastung 
Therapie:
- Schwellstrom
- Unterwasser Heilgymnastik
- UW – Druckmassage
- Stock auf gesunder Seite
- Dehnen/Kräftigen
- Gehen mit Krücken lernen (4 Gang)
Kräfte die auf das Hüftgelenk wirken
Stehen
Stehen auf einem Bein
Gehen
Stiegen steigen
Laufen
0,3 x Körpergewicht
2,4-2,6 x KG
1,3-5,8 x KG
3 x KG
4,5 x KG
Arten des Hinkens



Schmerzhinken: Schmerz auf einem Bein -> Belastung auf schmerzendem Bein ist
kürzer
Insuffizienzhinken: Muskelschwäche (Gluteus medius), Becken sinkt ab
Verkürzungshinken: Kontraktur (Psoas, Adduktore verkürzt), verminderte
Beweglichkeit, Becken muss nach vorne gekippt werden
Beine können unterschiedlich lang sein – gemessen von spina iliaca anterior superior zum
Innen- oder Außenknöchel
 echte Verkürzung: OS, US unterschiedlich lang
 scheinbare Verkürzung: durch Blockaden in Gelenken die Becken oder WS
zugeordnet sind. Adduktionsverkürzung
 Test: Rückenlage, Beine aufgestellt, vorne sichtbar wenn Unterschenkel kürzer ist,
seitlich wenn Oberschenkel kürzer ist
Rehabilitation nach Hüftendoprothetik
I Phase: 3-4 Wochen
CAVE (=Vermeiden):
~Adduktion + Außenrotation (gefährliche Bewegung), kann sein dass die Hüfte herausspringt.
~Keine Übung mit langem Lastarm
Tipps:
 Beim Schlafen: Polster zwischen die Knie
 Im Sitzen (Beine ausgestreckt), Kniescheibe muss auf Decke schauen, nicht verdrehen
- 28 -
Ende:
 Treppensteigen mit Krücken
 Gehen mit Krücken im 3 oder 4 Punkt-Gang (immer Bein mit Krücke entlasten)
Ziel:











Schmerzen  (Elektrotherapie)
Schwellung  (Lymphdrenage, Elektrotherapie)
Kontraktur  (Psoas, dehnen: Bauchlage)
Heilung von operativen Strukturen
Muskelaktivierung  (in den ersten sechs Wochen nicht adduzieren! Nur wenn
Schwerkraft abgenommen wird – z.B.: im liegen)
Lagerung
Passive Maßnahmen
Dehnen (Psoas, Rectus femoris)
Isometrische/Dynamische Übungen
Crossing over
Gangschulung mit Krücken (4 Punkt Gang)
II Phase: 3-7 Wochen
CAVE:
~kein Überkreuzen der Beine
~keine Adduktion
~keine Aussenrotation
Ziel:
=> Bridging
Ende:
 normales Gangbild mit einer Krücke
 kein absinken des Beckens
Übungen:
 auf Gangbild achten (auch Unterwasser üben)
 Bridging
 Übungen in Bauchlage (mit gestrecktem und gebeugtem Knie)
 Adduktionsübungen (erst ab 6. Woche -> mit Gewicht)
 PR (im Sitzen instabile Geräte)
Ziele:




Atrophie 
Ausdauer  (Aquajoggen, Fahrradergometrie)
Sensomotorik 
Gangbild (Knöchener Einbau) 
III Phase: 8-16 Wochen
Ziele:
 Gangbild  ohne Krücken
- 29 -
 Kraft 
 Koordination 
 Ausdauer 
Ende:
 Normales Gangbild ohne Krücken
 Einbeinstand
Übungen:
 Peziball
 Laufband ohne anhalten
 Krafttraining mit Geräten
 Fahrradergometrie
 Labile Geräte
 Übungsparcours
Maßnahmen nach Hüftoperation:
CAVE:
~keine Adduktion und Außenrotation für sechs Wochen
~keine niederen Sitze
~Beine nicht überkreuzen
~Im Sitzen nicht nach vorne beugen
~nicht hockerln
Geeignete Sportarten: Walken, Laufen, Schwimmen, Radergometrie, Radfahren,
Krafttraining (1/2 kg)
Bedingt geeignete Sportarten: Tischtennis, Golf, Tennis, Skifahren, Kegeln, Skilanglaufen
Weniger geeignete Sportarten: Rudern, Eislaufen
Verbotene Sportarten: Kontaktsportarten
Was der Patient vor der Operation konnte, sollte er auch danach können, keine neuen
Sportarten erlernen
Folgen der Immobilisation
Membrana synovialis:
Membrana fibrosa:
Verminderung der Kapseldurchblutung
Verminderte Bildung von Synovialflüssigkeit
Verminderter Knorpel
Verkürzung der Bindegewebsfasern
Kapselschrumpfung
KNORPEL
Ernährung des Knorpels durch Diffusion aus der Synovialflüssigkeit durch Gelenkbewegung
= „Einwalken“
Verminderte Belastung:
 Ablagerung von Stoffwechselprodukten an Knorpeloberfläche
 Freisetzung von lyosomalen Enzymen
 Knorpelautolyse (=Auflösung)
 Kurzzeitwirkung: Stoßdämpferfunktion
- 30 -
SEHNEN
Ernährung von ihrer Ansatzstelle am Knochen und durch Diffusion aus dem
Sehnengleitgewebe
Immobilisationsschäden:
 Ungenügende funktionelle Ausrichtung der Kollagen- und Faserstrukturen
- Abnahme der Zugfestigkeit
 Ungenügende Gefäßeinsprossung
- Versorgung, Regeneration
 Adhärsionsbildung zwischen Sehnen und Sehnenscheiden
 Sekundäre Muskelverkürzung
BÄNDER
Immobilisationsschäden:
 Ungenügende funktionelle Ausrichtung der Kollagen- und Faserstrukturen
- Abnahme der Zugfestigkeit
 Ungenügende Gefäßeinsrpossung
- Versorgung, Regeneration
 Schwächung der ligamentären Insertion am Knochen
 Sekundäre Muskelverkürzung
 Auch nicht betroffene Bandstrukturen werden beeinträchtigt
GELENKE



Abnahme der Beweglichkeit
Schrumpfung der Kapsel
Verklebungen im Bereich der Sehnen und Bänder
Sekundäre Muskelverkürung
ATROPHIE
Durch: Ruhigstellung
Alter
Veränderungen
- 31 -
Veränderungen zirkulatorischer Parameter nach 20 Tagen Bettruhe
Maximale Werte
VO2 (L/Min)
SV (ml)
HMV (L/Min)
HF (Schläge/Min)
A-VO2 Diff (Vol%)
Vor Immobilisation
3,39
104
20
193
16,5
Nach Immobilisation
2,43
74
14,8
197
16,4
Prozent Unterschied
-28
-28,8
-26
2,1
-0,6
Saltin (1968, 1997)
Immobilisation – Remobilisation
 Immobilisation dauert nur Wochen
 Remobilisation dauert Monate! Und dann ist es nicht sicher, ob die 100% von vorhin
erreicht werden
 Die Immobilisation ist bereits nach wenigen Stunden bemerkbar
Funktioneller Kraftverlust bei der Immobilisation
1-6% pro Tag Muskelkraftverlust in der 1. Woche
Bis zu 45% nach 5-6 Wochen
Nomenklatur der Muskelfasern
Muskelfasertypen:
Myoglobin: rot 
weiß 
Enzymgehalt: Oxydative Enzyme 
Glykolytische Enzyme 
Myofibrilläre ATPase:
langsam (ST)
Schnell (FTa)
Schnell (FTb)
Kombinationen:
Myofibrilläre ATPase +
Enzymgehalt:
Typ I
Typ II a
Typ II b
langsam oxydativ (SO)
schnell oxydativ-glykolytisch (FOG)
Schnell glykolytisch (FG)
- 32 -
mATPase-Aktivität der schweren Myosinkette bzw. ihrer Isoformen
3 schnelle Fasertypen => II D oder II X
Muskelfaser Ratte:
Mensch:
Typ I > Typ II A > Typ II D(X) > Typ II B
Typ I > Typ II A > Typ II D (X)
Hybride: Mischformen zwischen I und IIa, II a und II a und d)
Fähigkeit umzuwandeln: adaptives Potential
Morphologische Veränderungen
o
o
o
o
Muskelmasse
Muskelfaserquerschnitt
Anzahl der Muskelfasern
Kapillarisierung
Muskelfaserquerschnitt:
Typ I Fasern  -> primär betroffen
Typ II Fasern  -> bei akuten Entzündungen beansprucht (Rheuma)
I und II Fasern 
Typ I Fasern regenerieren viel schneller!
o
o
o
o
o
o
Typ I Fasern: bei Alltagsmotorik ständig aktiv
Proteinbiosynthese  Faserquerschnitt
Typ I Fasern: höherer Protein Turn over
Typ I Fasern atrophieren und regenerieren schneller als Typ II Fasern
Typ I Fasern: als erste bei der Arbeit mit niedriger Intensität rekrutiert
Atrophie der Typ II Fasern …
Anzahl der Fasern bleibt -> nur der Querschnitt nimmt ab. (In der Literatur oft umstritten)
Metabolische Veränderungen
Aerobe Enzyme:
Aktivität der aeroben Enzyme nimmt ab.
Anaerobe Enzyme:
Unverändert -> nicht betroffen -> bleiben gleich
Kapillarisierung
o Vom 25. – 65. Lebensjahr: Abnahme der Kapillarendichte um 25%
o Abnahme der Kapillarversorgung (Kapillarzahl/Fasern) bis zu 46% im Muskulus soleus.
- 33 -
FAKTOREN DER KÖRPERLICHEN LEISTUNGSFÄHIGKEIT
Konditionelle Fähigkeiten
Koordinative Fähigkeiten
Ausdauer
Kraft
Schnelligkeit
Orientierungsfähigkeit
Differenzierungsfähigkeit
Reaktionsfähigkeit
Rhythmisierungsfähigkeit
Gleichgewichtsfähigkeit
(Technische) Fertigkeiten
- spezielle konditionelle Fähigkeiten
- (Technik) spezifische Fähigkeiten
ADAPTION
Morphologische und/oder funktionelle Modifikation des Organismus auf äußere Belastung
und innerer Beanspruchung
 gesetzmäßig
 vorhersehbar
Genetische Adaption
Extragenetische Adaption
1. Metabolische Adaption
(akute Umstellung auf einen Reiz
(Hf, O2-Aufnahme)
2. Epigenetische Adaption
= Anpassung an Training
Adäquate wiederholte Reize
strukturelle
Veränderungen
- 34 -
funktionelle
Veränderungen
Adaptionspotential
 wenn ein Bereich ins Maximum gebracht wird, dann kann kein anderer Bereich mehr
ins Maximum kommen.
Dose - Response - Curve
 je geringer das Ausgangsniveau ist, desto höher ist der Benefit beim Training!
Gütekriterien
1. Objektivität (mehrere Prüfer – gleiches Ergebnis)
2. Validität (wenn ich die Ausdauer messen will, dann brauche ich auch einen Test der
die Ausdauer misst)
3. Reliabilität (Reproduzierbarkeit des Tests; Monate später das selbe Ergebnis)
Weitere Aspekte die berücksichtigt werden müssen:
o Normiertheit: Zeitliche Zuordnung des Prüfverfahrens
o Ökonomie
o Belastbarkeitsdiagnostik -> Sportärztliche Untersuchung
o Trainingsbegleitende Maßnahmen -> Beurteilung der Gesamttrainingsbelastung
o Leistungsdiagnostik -> Analyse der qualitativen Ausprägung der motorischen Fähigkeiten
Teilkomponenten:
Rehabilitation
Training
Wettkampf
Äußere Belastung - Innere Beanspruchung
LEISTUNGSDIAGNOSTIK
Ärztliche Untersuchung
Anamnese
Eingangsdiagnose

Zielsetzung
Trainingsplanung

Trainingsdurchführung

Trainingskontrolle

Korrektur
Abschlussdiagnose
- 35 -
Trainingsplanung
Zielsetzung
Anamnese: fragen nach Alter, Geschlecht, Beruf, Sporttätigkeit (früher, heute; welchen Sport)
Funktionelle Diagnostik an der unteren Extremität
Testauswahl
o Funktionelle Tests: Sprungtest, Lauftest, etc.
o Untersuchungsverfahren mit Hilfe von Geräten: Laufband, Rad, Leg press,
Dynanometer, KT, EMG, etc.
=> dabei wird der Fortschritt des Patienten gemessen
Leistungsprüfverfahren
a) Unspezifische Tests: sekundär betroffene Strukturen der Organsysteme
b) Spezifische Tests: primär betroffene Strukturen der Organsysteme
a) unspezifische Leistungsprüfverfahren
Radergometrie:
Voraussetzungen:
ROM 0-0-100
Vollbelastung
Keine Schmerzen
Keine Schwellung
Kein Erguss
Zielstellung: Objektivierung der motorischen Fähigkeiten, Ausdauer, Kraft(ausdauer)
Zeitpunkt:
ab 6. Woche postoperativ (z.B.: beim Kreuzband)
Normwert:
♂ 20-30 Jahre: 3 Watt/kg Körpergewicht
Laufbandergometrie:
Voraussetzungen:
ROM 0-0-100
Vollbelastung
Keine Schmerzen
Keine Schwellung
Kein Erguss
Zielstellung: Objektivierung der motorischen Fähigkeiten, Audauer
Zeitpunkt: ab 8. Woche postoperativ (z.B.: Kreuzband)
Normwert: ♂ 20-30 Jahre: 14-15 km/h
Funktionelle Tests
a) Einbeinige funktionelle Tests:
Single hop, Triple hop, Time hop, Stairs-hopple Test, Vertical jump
Vorteil: man kann beide Beine vergleichen
Single hop:
- 36 -
Triple hop:
Time hop:
Absprung und Landung am selben Bein.
Beurteilung der Weite (cm) bzw. der Zeit (sek.) sowohl für das nicht operierte als auch das
operierte Bein.
Verlaufskontrolle:
Symmetrieindex:
Voraussetzung:
operiertes Bein/nicht operiertes Bein x 100
Kleiner 85% = pathologisch
ROM 0-0-100
Vollbelastung
Keine Schmerzen
Keine Schwellung
Kein Erguss
b) Beidbeinige funktionelle Tests:
Figure of Eight Test, Schuttle run, Stairs running, vertical jump
Nachteil: man braucht Referenzwerte
Beurteilung: Höhe, Zeit
1. Verlaufskontrolle
2. Bezug der Höhe bzw. Zeit auf Normkollektive
Vorraussetzung:
ROM 0-0-100
Vollbelastung
Keine Schmerzen
Keine Schwellung
Kein Erguss
ISOKINETIK
= Kraftmessverfahren
(Am Beispiel der Beinstrecker)
o Bewegungsform, bei der eine definierte Geschwindigkeit über einen vorwählbaren
Bewegungsumfang apparativ konstant gehalten wird.
o Wirken Kräfte auf das Dynanometer, so ändert sich der elektrische Widerstand des
Dehnmessstreifens proportional der mechanischen Verformung, die durch die Kraft
erzeugt wird.
Unterschied zu normalen Kraftgeräten:
Bei Kraftgeräten gibt man das Gewicht an, Belastung (z.B. 50 kg) wirkt nur am schwächsten
Punkt. Das Gewicht ist fix, aber die Geschwindigkeit ist variabel.
Bei der Isokinetik ist die Geschwindigkeit konstant. Wird gemessen in Grad/Sekunde
- 37 -
0°/sek -> isometrisch
10°/sek -> langsam
360°/sek -> schnell
Man unterscheidet aktive und passive Geräte. Die Grundidee dabei ist, dass die
Geschwindigkeit vorgegeben ist. Der Proband versucht den Hebel zu beschleunigen. Das
Gewicht wirkt in allen Gelenken.
Isokinetische Testparameter
o PEAK TORQUE (PT)
Der höchste Punkt der Kurve ist der Peak Torque (PT). Je schneller die Geschwindigkeit,
desto weiter wandert der PT in die Streckung (zwischen 70° und 50°).
Bei der Isometrie findet man den höchsten Kraftwert; je schneller die Geschwindigkeit desto
geringer die Kraft.
Für den Strecker ist der PT: 50°-70°
Für den Beuger ist der PT: 20°-30° (die Kraft ist geringer, je mehr man in die Beugung
kommt).
Mit steigender Geschwindigkeit wird der Wert der PT niedriger.
Der PT nimmt für die Extensoren stärker ab als für die Flexoren (bei steigender
Geschwindigkeit). => von 0,7 geht er Richtung 1
o ASD => zusätzlicher Drehmoment
Je hoher sie dem PT liegen, desto mehr sind sie reproduzierbar.
Die Form der Kurve sollte glatt sein und nicht einbrechen. Wenn das der Fall ist, hat der
Patient entweder Schmerzen oder er macht es absichtlich. Deshalb öfter messen, man kann nie
absichtlich bei z.B. 75° abbrechen.
glatt
eingebrochen
Die Messung wird herangezogen um eine Seitendifferenz zu messen (gesundes/operiertes
Bein). Normal sollte keine Differenz sein, aber bis 10% ist es normal.
o Total Work (TW)
Einheit: Joule. Es wird die Fläche unter der Kurve berechnet. Korreliert gut zu PT. Es kann
vorkommen, dass beide Beine einen gleichen PT haben, aber eine andere TW => Grund:
Einbrüche oder andere Beugung/Streckung
o Hamsting/Quadriceps Ratio (H/Q Ratio)
Einheit: Prozent. =Wie hoch sind die Kraftwerte der Beuger und Strecker.
Normwerte sind abhängig vom Alter, Geschlecht und Trainingszustand
Männlich, 30 Jahre: 3Nm/kg Körpergewicht
Höchsten PT haben 25-30 jährige bis 50 geht er normal bergab
Bis 60 fällt er rapide
Die Strecker sind stärker als die Beuger! Normales Verhältnis bis ca. 10°-60° = 0,7
0,55 = Beuger zu schwach: hohes Verletzungsrisiko! Muskelfasereinriss
o Fatique Index (FI)
=Ermüdungsindex der Muskulatur. Patient macht 30 Wiederholungen . Man schaut einzelne
Whg. an.
- 38 -
Varianten von Protokollen:
 man vergleicht die ersten und die letzen Fünf
 man misst die Arbeit der ersten (bzw. ersten drei) Whg. und schaut, wann 50%
der Kraft auftreten
 Man nimmt den Ausgangswert und schaut, wie viel % der Kraft in der Mitte
oder am Ende noch vorhanden ist.
Isokinetische Testparameter
1.
2.
3.
4.
Kraft bestimmen
Seitendifferenzen aufdecken
Beuger/Strecker messen => Ungleichgewicht bestimmen
Trainingsüberwachung: vor und nach der Trainingsphase messen
Offene Kette (open kinetic chain):
Die Bewegung darf nur aus dem Knie kommen. Es wird nur ein Gelenk gemessen, die Person
ist am ganzen Körper fixiert außer am Sprunggelenk. Keine Kontraktion aus dem übrigen
Körper.
Geschlossene Kette (closed kinetic chain):
Das distale Gelenk ist gesperrt. Mehrere Gelenke sind bei der Bewegung beteiligt. Es ensteht
Kokontraktion (= Zwei Muskeln werden gleichzeitig beansprucht)
Vorteil der Isokinetik:
Kann genau zuordnen von welchem Muskel die Kraft kommt.
Sportler haben eine Seitendifferenz von bis 8% (nie über 10%).
Alles was über 20 % ist, ist laut Sapego und Kannus pathologisch.
Nach Noyes gibt es folgende Einteilung:
Bis 10 % -> normal
Bis 20 % minimale Störung
Bis 30 % mäßige Störung
Über 30 % Katastrophe
Seitendifferenz (operiertes Bein : nicht operiertem Bein) x 100 – 100 = %
Symmetrieindex (operiertes Bein : nicht operiertem Bein) x 100
Beispiel:
Untersuchungsverfahren mit Hilfe von Geräten; am Beispiel Beinstrecker
Offene Kette:
Bewegung in einem Gelenk, distales Segment frei z.B. Beinstrecker
Ab 14. Woche postoperativ
Vorraussetzungen: Vollbelastung, keine Schmerzen, Schwellung, Erguss
Zielstellung: Objektivierung der motorischen Grundeigenschaften
Kraft: betroffene und nicht betroffene Struktur
Symmetrieachse: 90%
Geschlossene Kette:
Bewegung der benachbarten Gelenke, distales Segment gesperrt z.B. Legpress
Vorteil: nicht so große Belastung auf dem Knie
Kokontraktion: Quadrizeps, Ischicrurale Muskulatur)
- 39 -
Ab 8. Woche postoperativ
Vorraussetzungen: Vollbelastung, keine Schmerzen, Schwellung, Erguss
Zielstellung: Objektivierung der motorischen Grundeigenschaften
Kraft(ausdauer): betroffene und nicht betroffene Struktur
Symmetrieachse: 85% -> dh. 15 % Seitendifferenz
Vertical Jump: Aussage über Koordination und Kraft
Nachteil OKC – Test:
 Unphysiologische Bewegung wird getestet
= keine Aussage über Funktionelle Bewegung (z.B. gehen)
 Keine Kokontraktion
 Kein Rollgleiten im Kniegelenk
 Festigkeit des Kreuzbandes wird geschädigt
CKC
Kokontraktion
z.B.: Kniebeuge (aufstehen)
o Streckung im Knie (M. quadriceps)
o Streckung in der Hüfte (M. ischicrurales, M. gluteus maximus)
Aus einer Graphik: Leg press und Leg extension
Bei ca. 50 -60% ist der Umkehrpunkt
Rehabilitation verschiedener Krankheitsbilder
Phasen der Rehabilitation
1. Frühfunktionelle Phase
2. Funktionelle Nachbehandlung
3. Stabilisierung
4. rehabilitatives Training
Präoperative Maßnahmen
Ziele: Schwellung/Erguss 
ROM 
Sensomotorik 
Muskelatrophie 
Normaler Gang 
= wesentlich, dass das Gelenk nicht eingeschränkt
ist. ROM wäre eingeschränkt = Verklebungen;
Gelenk wird kontrakt.
ARTHROFIBROSE
= Verklebungen im Kniegelenk. = ROM bedingt; keine volle Extension und Flexion
o OP darf nicht in warmer Phase erfolgen! (keine Schwellung, Erguss)
o Keine volle Extension nach 1. Woche p.o.
o Keine Hyperextension nach 2. Woche p.o. (=seitengleich)
o Keine Flexion bis 110° in der 6. Woche p.o.
Shelbourne et al 1991
Wesentlich für volle Streckung: Patella-Femur-Gelenk mobilisieren.
- 40 -
VKB-PLASTIK
Komplikationen:
VKB = vorderes Kreuzband
65% Kraftverlust
24% Streckdefizit (>5°)
19% Patellafemorale Schmerzen
Studie nach Sachs et al 1998
Rehabilitation:
Präoperativ:
Sensomotoriktraining
UW-Therapie für das Gangbild
ROM 
Übungen für den ROM:
o Bein im sitzen ausgestreckt – Polster unter der Ferse – zur Streckung auf OS drücken.
o Bein auf Pezziball – vor und zurück rollen
o Zehen anziehen und Kniegelenk zu Bodendrücken
1. Phase: 1. - 10. Tag p.o.
Ziele: Wundheilung 
Muskelatrophie 
Extension 
Sensomotorik 
Schwellung/Erguss 
o Kryotherapie nach dem Üben
o Passive Maßnahmen bei Bedarf
Ende: kein Erguss oder Schwellung
Keine Schmerzen
Zunehmende Belastung
2. Phase: 11. Tag - 6. Woche p.o.
Ende: normales Gangbild
Normaler ROM (seitengleich)
Streckung 2. Woche, Beugung 6.-7. Woche
Gangbild 
Ausdauer 
Training nicht verletzter Strukturen
Ziele: Muskelaufbau
ROM 
Koordination 
Übungen:
o Therapiekreisel (Anfang beidbeinig, Ziel einbeinig)
o 1 Bein-Stand (1/3 Kniebeugen -> Beinachse bachten!)
o Auf Pezziball sitzen, mit verletztem Bein Alphabet schreiben
o Mit Theraband Beinpresse simulieren
- 41 -
3. Phase: 7. - 10. Woche p.o.
Ziele: Ausdauer 
Kraft 
Koordination 
Ende: normales Laufen
Einbeinige Kniebeuge (90°)
Übungen:
Beinpresse, Fahrrad, alles für Gluteus, Abduktoren und Adduktoren, Kniebeuge an die Wand
gelehnt oder am Oberschenkel abstützen (Kniebeuge mit geradem Rücken!), Laufband
Trainingsmittel:
o Verschiedene Unterlagen
o Labile Geräte: Schaukelbrett, Therapiekreisel, Trampolin, etc.
o Pezziball
o Stepper
o Geräteparcours
o Partnerübungen
o Kombinationen: Schaukelbrett und Theraband (mit OK Übung machen und unten
stabilsieren)
Grundlagen für die Übungen:
- Exakte Bewegungsausführung
- Komplexe Bewegung (auch unwillkürlich)
- Bewegung in endgradigen Positionen
4. Phase: ab der 11. Woche p.o.
Ziel: kontrollierter Einsatz der Muskulatur
Ende: Laufen mit Richtungs-/Tempowechsel
Springen
Stabilität mit Störfaktoren
Umsetzen der antrainierten Eigenschaften in den Alltag, Beruf und Sport
Übungen: Übungsparcours erstellen. Über etwas drüber laufen, Side-steps, …
REHABILITATION NACH MENISKUSNAHT
1. Phase: Rehabilitationsprogramm
o
o
o
o
o
o
Aktive Extension –Flexion (60°) !
Isometrie
Passive Maßnahmen
Dynamische Kräftigungsübungen
Sensomotorikschulung
Ab der 3. Woche  Belastung !
- 42 -
2. und 3. Phase: Rehabilitationsprogramm
1/3 Kniebeugen
Legpress
Beincurler
Radergometertraining
Laufband
Therapiekreisel
Gymnastikball
Trampolin
=> Wichtig: ROM und das Gangbild!!!
REHABILITATION: MEDIALES SEITENBAND
Laterales Seitenband wird fast immer genäht, mediales meistens nicht.
GRAD II ≤ 10 mm
Orthese für 4-6 Wochen
1.-2. Woche Orthese: 0-30-60 (0-Streckung-Beugung)
3.-4. Woche Orthese: 0-20-70
Ab der 5. Woche Orthese: 0-0-90
1.-3. Woche: Üben nur in der Orthese
1.Phase:
andere Seite trainieren: Fitnesscenter
Schwellstrom
Propriorezeption im sitzen
Bewegen!
GRAD III > 10 mm n.o.p.
1.-3. Woche Orthese gesperrt 30° (45)
4.Woche Orthese 0-20-70
Ab der 5. Woche Orthese 0-0-90
1. und 2. Phase
Ziele: Heilung des Bandes 
Schmerz 
Muskelatrophie 
Sensomotorik 
=> Mobilisation mit ganzem Sohlenkontakt
Wesentlich beim Knie: dass die Patella frei beweglich ist und eine Überstreckung im Knie!
Bei einer Kreuzbandverletzung ist dies besonders wichtig. Die Hyperextension ist darum
wichtig, dass sich das vordere Kreuzband Implantat anpasst („remodeling“). Sonst kann er zu
Verklebungen kommen und man kann nicht mehr in die volle Streckung gehen.
Ein genähter Meniskus muss länger nachbehandelt werden als eine Meniskusnaht.
Bei einer Kreuzbandverletzung darf man relativ bald zyklische Bewegung ausführen (laufen,
Rad fahren, schwimmen; Fitnesscenter). Sportarten wie Schifahren ab 6 Monaten (oder vorher
Tests: Jump, Kraftmessung und Seitendifferenz kontrollieren). Kontaktsportarten sind am
spätesten erlaubt: ca. 1 Jahr.
- 43 -
PFSS: PATELLO-FEMORALES STRESSSYNDROM
= Dysfunktion des Patellafemoralen Gelenkes (das Gelenk liegt zwischen der Patella und dem
Femur und ist wichtig zu mobilisieren). Missverhältnis zwischen Führung der Patella und
Gleitbewegung des Femur. Oft bei unsportlichen, leicht übergewichtigen, schnell wachsenden
Mädchen im Alter von 14 Jahren.
Symptomatik: vorderer Knieschmerz. Es wird zuerst ein Röntgenbild gemacht, da der
Schmerz vielleicht anatomisch bedingt ist.
1. strukturell = anatomisch
2. funktionell = muskuläre Dysbalance
Probleme:
Missverhältnis von M. vastus medialis und M. vastus lateralis
M. Gastrocnemius verkürzt (vermehrte Pronation); Beinachse nicht in Ordnung
Missverhältnis der Ischiocruralen Muskulatur und des M. rectus femoris => vermehrter
Anpressdruck der Patella
Straffe laterale Strukturen (M. tensor fascie latae)
Therapie:
M. vastus medialis/M. vastus lateralis 
Ansteuerung/Timing 
Mit Elektrostimulation. An beiden werden Elektroden angelegt. Man kann so
Programmieren das der mediale kurz vor dem lateralen kommt. Bei Patienten kommt
der laterale zu spät. Sollten aber gleich kommen.
Dehnen
M. Tractus iliotibialis
M. rectus femoris
M. ischicrurale
M. gastrocnemius
M. Tensor fasciae latae: Patient liegt in Seitenlage knapp am Rand auf einer Liege.
Das zu dehnende Bein (oben) wird gestreckt nach unten gezogen. Die Hüfte muss
dabei auch frei sein.
Soleus: Aufpassen auf: Beinachse,
Ferse am Boden,
Fußspitze noch vorne,
Schuhe ausziehen!
- 44 -
Wadenmuskel:
Oberschenkel Vorderseite:
SPRUNGGELENK
Funktionelle Instabilität
Für das Propriorezeptoren Defizit muss das Band nicht gerissen sein -> Überdehnung. Führt
zu Muskulären Dysbalancen: anfällig für Reverletzung. Wenn man oft umkippt, erhöht sich
die Gefahr, dass das Band reißt.
Problem beim Zusammenspiel von afferenter und efferenter Antwort. Propriorezeptoren
liefern affernte Infos ins ZNS. Efferente gehen vom ZNS ins Rückenmark zum Muskel.
Durch Koordinationstraining erhält man Verbesserung in folgenden Bereichen:
Propriorezeptoren werden schneller
Umschalten (afferent zu efferent) wird optimiert
Schnellere Übertragung vom ZNS zum Muskel
Reaktionszeit wird schneller.
Therapiegeräte: auf Sitzkissen gehen, Wackelbrett, Therapiekreisel, auf Wackelbrett Ball
balancieren.
Es ist wichtig schon in der Schule mit dem Training zu beginnen. Alternative Möglichkeiten:
An den Tauen festhalten und auf einem Medizinball von einer Seite zur anderen
marschieren
Über eine Langbank (schräg gestellt) in einen offenen Kasten der mit verschiedenen
Bällen gefüllt ist. Darüber balancieren.
Bei einer Instabilität im Sprunggelenk: Peronaeus aufbauen (Pronation gegen Widerstand)
- 45 -
REHABILITATION NACH RUPTUR DER ACHILLESSEHNE
I Phase: 1.-6. Woche p.o.
Ruhigstellung durch Gips oder Orthese
Ziele: Heilung der Struktur
Schmerzfrei
Keine Schwellung
Atrophie verhindern
Kopntrakturprophylaxe
=> alles vermeiden was durch Immobilisation passieren könnte und verletze Strukturen
heilen!
Ende: Gipsabnahme/Belastung möglich
Übungen:
Crossing over
Over flow (Zehenbewegen)
Propriorezeptorenschulung am gesunden Bein
Radfahren (einbeinig oder wenn man belasten darf dann mit Gips)
Fitnesscenter
II Phase: 7.-9. Woche p.o.
Keinen Zehenstand!
Ziele: normales Gangbild -> Bewegungsauführung
ROM 
Atrophie 
Belastbarkeit 
Sensomotorik 
Ausdauer 
Kraft 
Ende: normales Gangbild und normaler ROM
Übungen:
Gangschulung (am Laufband und im Wasser)
Ergometrie
Krafttraining der Waden (Theraband; aufpassen wegen Zehenstand)
Dehnen
Koordinationstraining im sitzen oder beidbeinig
Unter Umständen kann noch eine Schwellung vorhanden sein. Vor allem auf die
Achillessehne achten! -> passiv behandeln mit zum Beispiel Lymphdrenage.
III Phase: 10.-12. Woche p.o.
Keinen einbeinigen Zehenstand!
Ziele: Kraft
Koordination
Ausdauer
Ende: langsames laufen
beidbeiniger Zehenstand
alles im Einbeinstand außer Zehenstand!
Übungen:
Therapiekreisel -> labile Geräte
Aufpassen wegen dem Radfahren (Spitzfuß! Nicht mit Clips trainieren)
Am Laufband langsam laufen
Beidbeiniges Krafttraining
Dehnen
Schwimmen
- 46 -
IV Phase: nach 12. Woche
Patient darf alles; Band sollte halten
Patient darf alles! Übungsparcours, Einbeinstand, Einbeinsprünge, dann sportartspezifisch
werden.
Kontrolle ob Technik- oder Materielmangel vorliegt.
Hauptsächlich passiert ein Achillessehnenriss beim Squasch.
Ad II und III
Bei der Nachbehandlung aufpassen, dass das Band nicht reißt. Aufpassen beim
Stiegensteigen: immer mit ganzem Fuß aufsteigen. Bei allen Bewegungen aufpassen, wo ein
Zehenstand passieren kann.
REHABILITATION NACH BANDRUPTUR IM SPRUNGGELENK
Die Behandlung bei einer Bandruptur kommt auf die Verletzung und auf den Arzt an.
 1-Band-Verletzung: konservativ, Gips
 3-Band-Verletzung: Operation
Egal ob Operation oder nicht: 6 Wochen Ruhigstellung. Achtung: keine Supination/Pronation
I Phase: nach 1.-2. Woche Gips/Orthese
Orthese kommt nur zum passiven Üben runter.
Ziele: Heilung der verletzten Struktur
Schmerz 
Schwellung 
Atrophie 
Propriorezeptoren (wird eher nicht möglich sein)
Ende: Belastung 
Schwellung 
Schmerz 
Therapie: Over flow, Crossing over, Isometrie, nicht betroffene Strukturen trainieren
(Ausdauer, Kraft)
Beim Gehen Acht geben auf Bodenkontakt (Schleifkontakt wenn er nicht belasten darf).
Übungen:
 Unter Anleitung ohne Schiene Plantar-/Dorsalflexion -> passiv; um Immobilisation zu
verhindern. Dies kommt aber auf den Operateur an ob es erlaubt ist oder nicht.
 Wenn er leicht belasten darf: Rad, Leg press, Obere Extremität trainieren, …
II Phase: nach 3.-6. Woche
CAVE: keine Pronation/Supination
Ab der 3. Woche darf man auch ohne Orthese üben. Die Orthese muss anfangs auch beim
Schlafen getragen werden (Adidasorthese – spezieller Schuh mit Orthese)
Ziele: Gangbild 
allerdings nur Plantar
ROM 
und Dorsal!
Sensomotorik 
Ausdauer 
Muskelatrophie 
Ende: keine Orthese mehr
normalesGangbild
- 47 -
Normaler ROM
Übungen:
 Gangbild: Laufband, Ergometer
 Sensomotorik: Barfuß gehen, im sitzen Tennisball vor und zurückrollen, Brettchen vor
und zurückschieben
 Kraft: Beinpresse, OS-Rückseite, Abductoren, Adductoren
III Phase: nach 7.-10. Woche
Ende: normales Gangbild
normales laufen
Einbeinstand
Normale Pronation/Supination (Hauptziel!)
Ziele: Ausdauer
Kraft
Koordination
Besonders Kräftigen: Peronaeus -> am Ball sitzen und mit Füßen Theraband auseinander
ziehen und lateral Fußrand heben.
IV Phase: ab 11. Woche
Ziele: kontrollierter Einsatz der Muskulatur
Ende: umsetzen antrainierter Eigenschaften im Alltag, Beruf und Sport
Der Patient sollte zwischen der 12. und 14. Woche abgeschlossen sein.
REHABILITATION DER SCHULTER
Ziele der Heilgymnastik: Schulter
1. Zentrieren des Humeruskopfes
Kräftigen der Rotatorenmanschette; Kräftigen des M. biceps caput longum, Levator,
Schulterblattfixatoren
2. Beweglichkeit verbessern
Flexion, Abduktion, Rotation
3. Scapulo-Gleno-Humeralen Rhythmus
Scapulafixatoren-Rotatoren
Bewegungen des Schulterblattes:
nach vorne kippen (M. serratus)
Zusammenziehen
Heben, senken
Muskelaufbau: Schulter
Reihenfolge des muskulären Trainings:
1. Rotatorenmanschette
glenohumerale protectors
2. Schulterblattfixatoren
scapulohumerale pivotors
3. Humerusmuskulatur
- 48 -
Das schlechteste wäre mit dem M. deltoideus anzufangen, da er den Humeruskopf nach oben
drückt.
IMPINGMENT-SYNDROM
= Einklemmen der Rotatorenmanschette
Primär: Knöchern
Sekundär:
Hochstand des Humeruskopfes
- Problem zwischen Deltoideus (hebt) und Supraspinatus (schiebt in Pfanne)
- verkürzte Schulterblattfixatoren; levator und trapezius (unterer Anteil)
 Rotatorenmanschette
 Instabilität
 Kapselschrumpfung
 Muskuläre Dysbalancen
 Stellung der Scapula
 Kyphose BWS
Ziele der konservativen Therapie





Entzündungen 
Schmerz 
im Oberarm; Schmerzhafter Bogen: Schmerzen zwischen 80° und 120° - dann weiß
man dass der Patient etwas an der Rotatorenmanschette hat.
Verspannung 
im Nacken, Trapezius
Dysbalancen 
Humeruskopf 
steht hoch
Übungen um den Humeruskopf zu senken:
- Innen- und Außenrotation in der Nullstellung (Ellbogen am Körper, nur Unterarm bewegt
sich)
- Langen Bizepskopf trainieren. Nullstellung, Unterarm beugt
- Schulterblattfixatoren dehnen und kräftigen: Ruderergometer, Theraband nach hinten
ziehen, Reverse butterfly
Übungen immer in Beckenhöhe beginnen, erst mit der Zeit Richtung Schulter wandern.
Ziele: Muskuläre Dybalancen 
Zentrieren des Humeruskopfes
Scapula-Glemo-Humeraler Rhythmus
Übungen:
Terres minor und Infraspinatus:
Ellbogen zusätzlich noch nach unten ziehen,
am OK fixiert.
- 49 -
Trapezius, Rhomboideus:
„Leere Kanne“: bis 70° -> supraspinatus
Schulterblattfixatoren:
II Phase:
Ziele: Sensomotorik 
Kraft 
Flexibilität 
Technik 
- Funktionelle Übungen
- Training an Geräten
Übungen:
Liegestütz auf:
Gymnastikbällen oder Sitzkissen (pro Hand ein Gerät)
Labyrinth (Kugel muss durch Verlagerung des Gewichtes durch das
Labyrinth geführt werden)
Exzentrische Übung: Patient liegt am Rücken, Hand neben Kopf, Therapeut lässt Hantel
fallen, Patient muss diese auffangen und dabei stabilisieren.
- 50 -
SCHULTERINSTABILITÄT
Zwei Arten:
- unidirektional instabil: immer in eine Richtung; meistens unten und vorne, hinten eher
selten
- multidirektional instabil: Schulter springt in allen Richtungen heraus. Bei der
Rehabilitation ein Problem, man muss dem Problem (z.B.: Muskuläre Dysbalancen)
entgegenwirken.
Ursachen:
 Muskuläre Dysbalancen
 Mikrotraumen: Sportarten die „Ausrenkung“ anbahnen
 Makrotraumen: Wurfbewegung mit Fremdeinwirkung
 Habituell: Gelenkskapsel, Hypermobilität
Möglichkeiten entgegenzuwirken:
-> Subscapularis kräftigen (=verstärkt die Kapsel von vorne)
Konservative Therapie der Schulterblattinstabilität
 Muskuläre Dysbalancen 
Kraft 
Flexibilität 
 Dehnungsübungen: hintere, untere Kapsel; Aussenrotation
 Dynamische Stabilisation: Innenrotation, M. biceps langer Kopf
 Beheben der Dissoziation: Rotatorenmanschette/Scapulastabilisatoren
Allgemeine Richtlinien der Rehabilitation
Untere Extremität
1. Belastung
2. ROM
Gangbild
3. Laufen
Einbeinige Kniebeuge
Einbeinstand
4. Springen
ADL
Obere Extremität
1. Abnahme des Verbandes
2. ROM
zentrieren des Humeruskopfes
3. Vierfüßerstand
Gewichtsverlagerung auf den betroffenen Arm
4. Oberkopfarbeit
ADL
REHABILITATION SCHULTERLUXATION
Meistens nach vorne oben
I Phase: 1.-6. Woche(p.o.) Verband
Ziele: Heilen der verletzen Struktur
Schmerz 
Schwellung 
Kontraktur 
Muskelatrophie 
Ende: keine Schmerzen
Keine Schwellung
- 51 -
Abnahme des Verbandes
Phase I A: 1.-3. (p.o.) Verband
Übung: Mit der Hand an einem Stressball kneten 
Therapie:
- Entstauung
- Schmerztherapie
- Mobilisierung: Schulter passiv Abduktion + Flexion 45° (nie über 90°),
aktiv: Handgelenk, Ellbogen
- keine Rotation
- Übungen für die HWS
- Massage (Trapezius verkrampft)
Phase I B: 4.-6. Woche
- ROM aktiv assistiv, aktive Abduktion + Flexion 90°
- Rotation in 0-Stellung: Innenrotation assistiv frei, Aussenrotation passiv bis 30°
- Isometrie in 0-Stellung (Innenrotation/Aussenrotation)
- Overflow – Crossing over
- Sensomotorik
- Ergometertraining
CAVE: keine Aussenrotation über 30°
II Phase: 7.-8. Woche p.o.
Ziele: Muskelaufbau 
ROM 
Sensomotorik 
Ausdauer 
Atrophie 
Humeruskopf 
Ende: ROM: Abduktion/Flexion bis 90°, Innenrotation aktiv
Zentrieren des Humeruskopfes
Übungen:
Schulterblattfixatoren
Bizepstraining mit Hantel
Rotatorenmanschette kräftigen -> Theraband (0-Stellung)
Therapie:
Automobilisierung
Kräftigen (offene und geschlossene Kette)
Haltungsschulung
UW-Therapie
Lageorientierungsübungen
Ergometertraining
CAVE: keine Außenrotation Überkopf
Übungen:
- an Wand mit den Händen hinaufklettern
- Im Wasser üben
- Rückenlage: Hand runterhängen lassen oder seitlich wegrutschen
- An die Wand Liegestütz machen aber auf Gymnastikball aufstützen
- Beginn Stützübung: am Tisch aufstützen (Arm vor und zurück schieben)
- 52 -
-
Theraband: für Schulterblattfixatoren
nach hinten ziehen
-
Gesunder Arm wird in einer Stellung fixiert,
Patient hat die Augen geschlossen und muss
mit dem kranken Arm die Stellung nachahmen
III Phase: 9.-10. Woche
CAVE: keine Aussenrotation in Abduktion
Ende: Vierfüßerstand/Liegestütz
Gewichtsverlagerung auf betroffenen Arm
Ziele: Kraft (dynamische Stabilisation) 
Ausdauer 
Koordination 
ROM aktiv in allen Ebenen
Dysbalancen 
Sensomotorik 
Ende der dritten Phase: Überkopfübungen
=> Biofeedback in der 2. und 3. Phase weil viele die Schulter hoch ziehen (Stereotyp)
Übungen:
Stützübungen
Labile Geräte
Glenohumeroscapulären Rhythmus beüben
Ergometertraining/Laufband
Schulterblatt beüben:
- Theraband nach hinten ziehen
- Im Verband (Schulter senken ->aktiv)
HWS beüben: Mobilisierungsübungen +Dehnübungen
Übungen mit Pezziball (zur Gewichtsentlastung):
IV Phase: 11.-24. Woche
Ziele: normaler ROM
Umsetzen der antrainierten Eigenschaften im Alltag und im Sport
Therapie:
- Kräftigen Oberkopf auch in der offenen Kette (=nur Schulter beteiligt)
- Oberkopftraining
- Ballspielen
- 53 -
-
Exzentrik
Dehnen
Funktionelle Übungen: sportartspezifisch/berufsbezogen
Üben mit Störfaktor
REHABILITATION NACH ROTATORENMANSCHETTE RUPTUR
I Phase: 1.-6. Woche (p.o.) Abduktionspolster 30°-45°
Bei kleinem Riss wird genäht, über 2cm eher keine OP mehr (sonst wird RM zu eng)
Ziele: Heilen der verletzen Struktur
Schmerz 
Schwellung 
Kontraktur 
Muskelatrophie 
Propriozeption
Ende: Abnahme des Polsters
Keine Schmerzen
Keine Schwellung
Phase I A: 1.-4. Woche
- Endstauende Maßnahmen
- Schmerztherapie
- Massage
- Mobilisierung passiv: Schulter 30° Abduktion in scapular Ebene + Flexion
Aktiv: Handgelenke, Ellbogen
- Übung für die HWS
- Overflow – Crossing over
Phase I B: 4. – 6. Woche
- Endstauende Maßnahmen
- Schmerztherapie
- Mobilisierung passiv: Schulter Abduktion + Flexion + Außenrotation
Aktiv: Handgelenk, Ellbogen
- Overflow – Crossing over
- Isometrie für den M. subscapularis
Übung:
II Phase: 7.-8. Woche p.o.
Ziele: Muskelaufbau 
ROM 
Sensomotorik 
Ausdauer 
Atrophie 
Humeruskopf 
Kontrakturen 
Ende: ROM: Abduktion/Flexion bis 90°, Außenrotation (unterschied zu vorher: AR = frei)
- 54 -
Zentrieren des Humeruskopfes
Therapie:
Automobilisierung
Kräftigen (offene und geschlossene Kette)
Haltungsschulung
UW-Therapie
Lageorientierungsübungen
Ergometertraining
III Phase: 9.10. Woche p.o.
Ende: Vierfüßerstand/Liegestütz
Gewichtsverlagerung auf betroffenen Arm
Ziele: Kraft (dynamische Stabilisation) 
Ausdauer 
Koordination 
ROM aktiv in allen Ebenen
Dysbalancen 
Sensomotorik 
Therapie:
Stützübungen
Labile Geräte
Glenohumeroscapular Rhythmus
Ergometer/Laufband
Übung: Bauchlage, Hantel mit beiden Armen hinter Kopf halten, Schulter dabei unten lassen
IV Phase: 11.-20. Woche
Ziele: normaler ROM
Umsetzen der antrainierten Eigenschaften im Alltag und im Sport
Therapie:
- Kräftigen Oberkopf auch in der offenen Kette (=nur Schulter beteiligt)
- Oberkopftraining
- Ballspielen
- Exzentrik
- Dehnen
- Funktionelle Übungen: sportartspezifisch/berufsbezogen
- Üben mit Störfaktor
- 55 -
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Bewegungsumfänge im Schultergelenk