Jesus von Nazareth - RPI

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Jesus von Nazareth
Definition, Erklärung, Bedeutung
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Jesus von Nazareth
Giotto, Jesus vertreibt die Händler aus dem Tempel
Jesus Christus, Jesus der Nazoräer oder Jesus von Nazareth (Jesus,
latinisierte Form des griechischen Ιησους vom hebräischen Vornamen Josua JHWH errettet; und dem griechischen Χριστος christos - Gesalbter, Messias), ist
als "Sohn Gottes" und "Erlöser" zugleich Stifter und zentrale Gestalt des
Christentums. Im Islam wird er als Prophet betrachtet; der Mandäismus
bezeichnet ihn als "falschen Propheten".
Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Der Name
1.1 Deklination
1.2 "Nazarener", "Nazoräer" oder "Nasiräer"?
2 Der historische Jesus
2.1 Evangelien
2.2 Kirchengeschichtliche Schriften
2.3 Nichtchristliche Schriften
2.4 Forschungen zur Person
2.5 Spekulationen zum Historischen Jesus
2.5.1 Johannesevangelium als Augenzeugenbericht
2.5.2 Jesus als fiktive literarische Gestalt
3 Theologie
3.1 Jesus im Alten Testament
4 Die Sicht von Nichtchristen
4.1 Judentum
4.2 Islam
4.3 Manichäismus
4.4 Östliche Religionen
4.5 Atheismus
5 Literatur
6 Verfilmungen
Der Name
Die Namensform "Jesus Christus" – ein Vorname und ein Titel – ist an sich schon
ein griechischer Nominalsatz und somit eigentlich ein Glaubensbekenntnis in
Kurzform: "Jesus (ist der) Christus".
Der Eigenname Jesus ist die griechische Form des Namens Yehoshua oder
Josua, den der Nachfolger des Mose trug. Yehoshua ist gebildet aus der
Verbindung von "Jewe" und "Hoshea" (Rettung, Heil). Jesus bedeutet also hebr.
"Jewe-Retter". Der Name Jesus kann daher als ein Versprechen Gottes gesehen
werden, das eingelöst wurde. Dieser Name war zu Lebzeiten von Jesus v.
Nazareth ein unter Juden recht verbreiteter männlicher Vorname.
Christus ist eine griechische Übersetzung des hebräischen Titels Moshiach oder
Messias, deutsch Der Gesalbte. Mit diesem Titel werden im Alten Testament die
Hohenpriester und vor allem auch die Könige Israels bezeichnet.
Da das Christentum zuerst durch Griechischsprecher sich im Mittelmeerraum
ausbreitete, gelangten diese griechischen Namensformen (und nicht die
hebräischen) auch in die anderen Sprachen.
Deklination
Der Name wird, besonders im traditionellen kirchlichen Gebrauch, lateinisch
dekliniert, also:
Nominativ Jesus Christus
Genitiv
Jesu Christi
Dativ
Jesu Christo
Akkusativ Jesum Christum
Die Endungen sind teilweise unterschiedlich, weil Jesus und Christus im
Lateinischen unterschiedlichen Deklinationen angehören.
"Nazarener", "Nazoräer" oder "Nasiräer"?
Die Bedeutung des Zusatzes "von Nazareth" ist umstritten. Einerseits kann diese
die Herkunft "aus Nazareth" bezeichnen; andererseits kann die Form des
"Nazarener" auch eine bewußt oder von den griechischen Evangelisten fälschlich
mißverstandene Form von "Nazoräer" oder "Nasiräer" sein, was nach Paul
Lidzbarski aus philologischer Sicht sehr wahrscheinlich keine Herkunft, sondern
eine Zugehörigkeit zu einer Lehrtätigkeit bezeichnet.
Lidzbarski schreibt:
An meine Auseinandersetzungen ... und den Versuch zu zeigen, daß das
Wort nicht einen Mann aus Nazareth bezeichnen könne, haben sich viele
Erörterungen geknüpft. ... Wenn die Dinge so liegen, daß für Nazareth nur
diese Namensform überliefert ist, daß alle Formen, die vorgebracht
werden, um eine Verbindung zwischen Nazareth und Nazoraios
herzustellen, erfunden und erkünstelt sind, da andererseits Nazoraios eine
Form aufweist, die sonst ausschließlich Vertreter eines Berufes,
besonders einer bestimmten Lehrtätigkeit (2) bezeichnet, so ist für einen
jeden unabhängig denkenden die Frage damit entschieden. Gerade aus
den Worten Mt. 2, 23, auf die man sich stützt, scheint mir hervorzugehen,
daß man Jesu Eltern in Nazareth wohnen ließ, um eine Erklärung für
"Nazoraios" zu haben.
(2) Amoräer, Talmudlehrer aus früherer Zeit; Saboräer, Talmudlehrer aus
späterer Zeit; Tanojäer, Mischnalehrer... In der Endung ai wird das Jod,
wenn noch ein Vokal dazutritt, zu Alef, wie sonst öfter, namentlich im
palästinischen Aramäisch.
aus: Paul Lidzbarski, "Ginza. Das große Buch der Mandäer." Göttingen
1978; Nachdruck der Auflage von 1925, Einleitung S. IX
Auch andere Wissenschaftler haben seit längerem Zweifel über die Deutung von
"Nazarener" oder "Nazoräer".
Der historische Jesus
Jesus stirbt am Kreuz - Künstlerische Interpretation
Jesus war Aramäer, sprach im Alltag aramäisch (es ist umstritten, ob er auch
griechisch, die damalige Verkehrssprache, beherrschte) und verbrachte sein
ganzes Leben im jüdischen Kontext. Historische Informationen über Jesus von
Nazareth stammen hauptsächlich aus dem Neuen Testament der Bibel,
insbesondere aus den Evangelien.
Evangelien
Historische Bezüge im Neuen Testament deuten auf eine Geburt zwischen 7 v.
Chr. und 4 v. Chr. und die Kreuzigung um 30 bis 33 n. Chr. hin, wobei für die
Kreuzigung von vielen Theologen der 7. April 30 (14. Nisan) angenommen wird.
Die Berichte des Lukas- und Matthäusevangeliums über Jesu Geburt und frühe
Kindheit legen eine Geburt in Betlehem nahe. Demgegenüber sehen es manche
Autoren als historisch wahrscheinlicher, dass Jesus in Nazareth geboren wurde.
Er lernte den Beruf des Zimmermanns (oder richtiger: Bauhandwerkers), den
Beruf seines Vaters Joseph (zur theologischen Aussage der Gottessohnschaft
s. d.), übte ihn aber möglicherweise nur kurz aus. In den Quellen werden Brüder
und Schwestern von Jesus erwähnt, vier Brüder namentlich bei Matthäus (Mt 13,
55): Jakobus, Joseph, Simon und Judas. Im biblischen Umfeld kann der in den
Evangelien verwendete Begriff "Brüder" allerdings - zumindest "vereinzelt bei
lockerem Sprachgebrauch" - auch männliche Verwandte verschiedener Art
bezeichnen. (Vgl. Walter Bauer, Wörterbuch zu den Schriften des Neuen
Testaments und der frühchristlichen Literatur.) Ähnliches gilt, wenn auch
schlechter belegt, von "Schwestern". Die Muttersprache eines galiläischen
Hebräers der Zeit war die einige Jahrhunderte früher von Babyloniern und Persern
in Israel eingeführte aramäische (oder syrische) Sprache.
Kruzifix im Ratssaal der Stadt Biberach an der Riß
Von der Zeit ab seinem 30. Lebensjahr bis zu seinem Tod (mit ca. 33 Jahren)
liegen die Berichte der Evangelien vor. Alle diese Texte sehen Jesus bereits durch
die Brille der nachösterlichen Auferstehungserlebnisse, enthalten aber ohne
Zweifel historisch zuverlässige Erinnerungen. Die Berichte setzten
übereinstimmend den Beginn seines öffentlichen Auftretens in Bezug zu seiner
Taufe im Jordan durch Johannes den Täufer. Jedoch wendet er sich vom Täufer
ab, der zurückgezogen lebte, und beginnt durch die Dörfer Galiläas zu ziehen.
Dabei schart er eine Gruppe von Anhängerinnen und Anhängern um sich.
Zentraler Kern seines Wirkens ist offenbar die eschatologische Rede vom
Anbruch des "Reiches Gottes". Im Gegensatz zu anderen Wanderpredigern
seiner Zeit war Jesus soweit bekannt der einzige, der behauptete, dass dieses
"Reich Gottes" schon punktuell angebrochen ist. (Vgl. Lk. 11, 20 ) Diese Aussagen
verbunden mit einer deutlichen Kritik des vorfindlichen Tempelbetriebes rückten
ihn von der sadduzäischen Tradition ab. Der Vorwurf an ihn und seine
Gefolgschaft, dass sie "Fresser und Weinsäufer" waren (Mt 11, 19), macht
deutlich, wie unorthodox auch seine Auslegung der Tora war. Insbesondere der
Prozess gegen Jesus, sein Tod am Kreuz und seine anschließende Auferstehung
nehmen dann eine zentrale Stellung in den Evangelien ein. Aus der Art der
Hinrichtung Jesu (Kreuzigung durch die Römer) ist zu ersehen, dass es sich
offenbar um eine politische Verurteilung handelte - man warf ihm vor, sich
anmaßend als König Israels zu bezeichnen und so die Macht des römischen
Kaisers in Frage zu stellen. Religionsvergehen (wie Gotteslästerung) dagegen
wurden in der Regel durch die jüdische Gerichtsbarkeit verfolgt und mit Steinigung
geahndet. Jesus von Nazareth wurde jedoch zum Tod am Kreuz verurteilt. Aus
den Evangelien geht hervor, dass die Verurteilung Jesu zum Tod in erster Linie
auf Betreiben jüdischer Pharisäer und Sadduzäer sowie Anhängern des Herodes
beruht, die ihn nicht selbst steinigen konnten, weil das Volk hinter ihm stand.
Kirchengeschichtliche Schriften
Hegesippus berichtet lt. Eusebius im 2. Jahrhundert, dass Männer vor Domitian
(81–96) gebracht worden seien unter dem Verdacht, als Blutsverwandte von
Jesus, die von seinem Bruder Judas abstammten, aus einem potentiell
gefährlichen königlichen Haus zu stammen. Domitian verhörte sie bezüglich dem
Messias und seinem Königreich, aber als die Männer erklärten, dieses Königreich
sei nicht weltlich sondern himmlisch, habe Domitian sie als harmlos entlassen und
seine Verfolgung der Kirche beendet.
Nichtchristliche Schriften
Erwähnung in nichtchristlichen/außerbiblischen zeitgenössischen Schriften findet
Jesus nicht. Erstaunlich ist dabei, dass der jüdische Schriftsteller Justus von
Tiberias, ein Zeitgenosse des Josephus Flavius, trotz der zeitlichen und
räumlichen Nähe Jesus mit keinem Wort erwähnt, obwohl er eine umfangreiche
Chronik von Moses bis in seine Tage verfasste. Andererseits ist diese Chronik nur
bruchstückhaft überliefert. Einige Theologen schlussfolgern daraus, dass es einen
historischen Jesus nie gegeben habe.
Das früheste außerbiblische Zeugnis ist das bekannte Testimonium Flavianum
des Josephus Flavius, das aus zwei Abschnitten aus seinen Jüdischen
Altertümern besteht. Die Authentizität des ersten, berühmteren, Abschnittes ist
unter Philologen allerdings umstritten weil in den frühen Textvarianten Jesus nicht
auftaucht, sondern die meistzitierte Übersetzung erst aus dem Jahre 1000 nach
Christus stammt. Der zweite Abschnitt, der sich mit der Hinrichtung von Jesu
Bruder Jakobus befasst, wird demgegenüber häufiger als echt angesehen. Die
meisten Kirchen und Theologen betrachten diese zweite Stelle ebenfalls als
Fälschung und bringen vor allem zwei Argumente. Während es bei Flavius heißt,
das Jakobus, der Bruder von Jesus, bei einem Aufstand gegen die Römer ums
leben kam, heißt es bei allen frühen Kirchenvätern und in der Bibel, das Jakobus
als Märtyrer für den christlichen Glauben von den Juden zu Tode gesteinigt wurde.
Außerdem gibt es auch hier eine ältere Textvariante, in der steht gar nicht der
Name Jesus, sondern ein anderer, hier war Jakobus der Bruder von Barabas.
Übrigens glaubt die Theologie der Revolution, das die ersten Christen
Revolutionäre waren, und erst später alles über Aufstände aus der Bibel und den
Kirchengeschichtsbüchern eliminiert wurde.
In den Berichten der beiden römischen Autoren Tacitus (innerhalb seinen
117/118 n. Chr. entstandenen Annalen) und Sueton (das Judenedikt des
Claudius) wird jeweils über Christen und den Namensgeber dieser Gruppen
berichtet; in diesen im 2. Jahrhundert entstandenen Schriften wird allerdings nicht
auf die Person Jesus selbst eingegangen.
Tacitus schreibt:
Der Mann, von dem sich dieser Name herleitet, Christus, war unter der
Herrschaft des Tiberius auf Veranlassung des Prokurators Pontius Pilatus
hingerichtet worden; und für den Augenblick unterdrückt, brach der
unheilvolle Aberglaube wieder hervor, nicht nur in Judäa, dem
Ursprungsland dieses Übels, sondern auch in Rom, wo aus der ganzen
Welt alle Gräuel und Scheußlichkeiten zusammenströmen und gefeiert
werden.
Annales 15, 44, 13; zitiert nach Roloff, Jesus (s. Literaturliste)
Man kann heute nicht nachvollziehen, ob Tacitus sich von christlichen Quellen
leiten ließ oder selbst nachforschte; außer, daß eine Christus genannte Person
von Pontius Pilatus hingerichtet wurde, finden sich hier allerdings keine
Informationen. Aufgrund der geringen Bedeutungs des Urchristentum im 2.
Jahrhundert ist das aber nicht verwunderlich.
Forschungen zur Person
Christus aus S.Apollinare Nuovo, Ravenna - 6. Jahrhundert
Seit dem frühen 19. Jahrhundert versuchen Forscher, ein Bild des Lebens und
der Lebensumstände von Jesus zu finden. Dazu werden die überlieferten
christlichen Quellen sowie das sonstige Wissen über die Gesellschaft der Zeit
heran gezogen.
Heute wird vielfach angenommen, dass Jesus nicht in Betlehem in einem Stall
geboren wurde, und dass der Geburtsort später den Prophezeihungen des Alten
Testaments angeglichen wurde. Auch die Herkunft aus Nazareth ist nicht sicher,
da griech. Iêsous ho Nazôraios kann, wie oben beschrieben, auch eine irrtümlich
falsch gedeutete Form von "Jesus der Nazoräer" sein; oder die Chronisten setzten
bewußt eine Herkunft aus Nazareth ein, um Jesus von den Nazoräern zu
distanzieren.
Traditionsgemäß dürfte Jesus das Handwerk des Vaters erlernt haben und
"Tekton" geworden sein, ein Handwerker, der vorwiegend im Baugewerbe tätig ist,
jedoch generell mit Steinen, Stroh und Holz umgehen kann. Anhand von
Rechnungen ist auch belegt, dass ein Tekton am Schleusenbau, bei der
Instandhaltung von Schöpfrädern und der Ausbesserung von Sätteln mitgearbeitet
haben kann. Vermutlich hat Jesus über keinerlei höhere Bildung verfügt, evtl.
sprach er neben dem lokalen Dialekt etwas griechisch und konnte rudimentär
lesen und schreiben; belegt ist dies jedoch nicht. Andere Forscher gehen jedoch
davon aus, dass Jesus zumindest Teile einer Ausbildung zum Rabbi genossen
hat und somit auch die hebräische Sprache erlernte.
Wie Jesus seine Jugendzeit verbracht hat, ist unklar. Möglicherweise hat Jesus
als Gehilfe Josefs beim Wiederaufbau der nahe gelegenen Stadt Sepphoris mit
gearbeitet, die durch Varus und seine Legionen zerstört worden war. Nazareth
selbst dürfte keine Basis für die Ernährung der achtköpfigen Familie von Josef und
Maria geboten haben.
Spekuliert wird, dass Jesus ein illegitimes bzw. voreheliches Kind Marias ist. Dem
widersprechen jene Forscher, die den gesamten Überlieferungskomplex von der
"unregelmäßigen" Geburt auf christologisches Interesse zurückführen. Üblich war
in dieser Nachnamen-losen Zeit, dass Söhne nach ihrem Vater als "Sohn des..."
bezeichnet wurden, Jesus wurde jedoch als "Sohn der Maria" bezeichnet (seit
wann, ist unklar). Jesus wäre dann ein Außenseiter in seinem Heimatdorf
gewesen, was wiederum seine spätere Zuwendung zu anderen gesellschaftlichen
Außenseitern erklären könnte.
Ziemlich sicher ist, dass Jesus kurz vor seinem 30. Lebensjahr seine Familie
verlässt und nach Kapernaum umzieht. Sein mutmaßlicher Vater Josef ist
wahrscheinlich bereits tot, jedenfalls wird er in keiner Quelle mehr erwähnt.
Mit diesem Schritt verstößt Jesus nach Ansicht von Kritikern gegen das vierte
Gebot und seine Pflicht, als erster Sohn sich weiter um die Familie zu kümmern.
Nach den gesellschaftlichen und moralischen Vorstellungen seiner Zeit ist er damit
mit einem Mörder und einem Ehebrecher gleichzusetzen. Von seiner Familie wird
bei Markus gesagt, dass sie Jesus aufhalten wollten und dass sie erklärten, er sei
von Sinnen.
Zur Zeit Jesu gab es eine Reihe von eschatologischen Wanderpredigern mit
mehr oder weniger großer Gemeinde. Einer davon war Johannes der Täufer,
dem sich Jesus vermutlich nur für wenige Wochen anschloss. Vielleicht gab es
Berührungen oder zeitweilige Zugehörigkeit beider zur Gruppe der Essener.
Anschließend predigte er selbst, auf charakteristisch andere Weise, vom Reich
Gottes, wobei sein Wirkungskreis auf ein kleines Gebiet am See Genezareth
beschränkt ist, das durch das Städtedreieck Kapernaum-Bethsaida-Chorazim
eingegrenzt wird; das sehr flache Dreieck hat eine Seitenlänge von weniger als 20
km, wobei Kapernaum an der Spitze des Dreiecks zwischen den anderen beiden
Städten liegt. Insofern ist verständlich, dass nichtchristliche zeitgenössische
Quellen kein Material zu Jesus liefern: er war eine unbedeutende Randfigur, ein
Wanderprediger unter vielen, der in einem provinziellen Gebiet unterwegs war,
das keinerlei besondere Bedeutung im römischen Reich hatte.
Christus aus St. Domitilla Katakombe - 4. Jahrhundert
Vermutlich lernte Jesus Petrus und dessen Bruder Andreas bei Johannes dem
Täufer kennen. Im Haus von Petrus, das in Kapernaum lag (zu jener Zeit ein
Fischerstädchen mit ca. 1000 Einwohnern) richtete er eine Art Hauptquartier ein.
Möglicherweise wurde er dort von einige Reisenden gehört, die auf der Fernstraße
Via Maris nach Syrien oder Ägypten unterwegs waren. Archäologen bestätigen
die Existenz eines Gebäudes, daß seit frühchristlicher Zeit als Pilgerstätte diente
und möglicherweise das Haus des Petrus war.
Jesus stellte viele Traditionen und Bräuche auf zum Teil umstürzlerische Weise in
Frage, so die Sabbat-Heiligung, die Todesstrafe für eine Frau bei Ehebruch
("Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie") oder das
Gebot, die Eltern zu ehren ("Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist
meiner nicht wert."); zugleich radikalisierte er die Gebote über ihren Wortlaut
hinaus (Bergpredigt). Er stellte die führenden Gesellschaftsschichten in Frage,
die Reichen und die Schriftgelehrten. Seine Anhängerschaft rekrutierte sich
ausschließlich aus Juden, er vermied aber den Kontakt mit Nichtjuden nicht.
(Einfügung: "Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie"
ist nicht im originalen Johannes-Evangelium enthalten. Obwohl diese Stelle nach
dem Original-Jesus klingt, ist sie eine Erfindung eines Kopisten, oder aber eine
Einfügung aus einer unbekannten anderen Quelle.)
Jesus bezeichnete sich wohl nicht selbst als "Messias". Wurde er als Messias von
einigen Leuten angesehen, so bedeutete dies, dass er die oberste Autorität des
Judentum für diese sein müsste. Unter der Priesterschaft wie auch unter der
regierenden Klasse, der mit der römischen Besatzungsmacht kollaborierenden
Juden, ist dies ein Politikum gewesen. Die Gefahr der Destabilisierung,
besonders Unruhen im Vorfeld des Pessach-Festes (unmittelbar vor seiner
Festnahme und Hinrichtung), zu dem Jesus mit seiner Anhängerschaft nach
Jerusalem gereist ist, können eine akute Gefahr gewesen sein – Jesus hatte
schließlich Galiläa verlassen, um sich Jerusalem und damit dem Zentrum des
Glaubens zuzuwenden, möglicherweise enttäuscht und gescheitert, da er die
Städte Galiläas laut Markus und Lukas verflucht, da sie sich nach seiner Predigt
nicht gebessert hätten.
Tatsächlich provoziert Jesus einen Aufruhr beim Jerusalemer Tempel. Im Vorhof
des Tempels, der im Gegensatz zum hinteren Tempelbereich auch dem gemeinen
Volk und Nicht-Juden zugänglich ist, hatten sich Händler und Geldwechsler
eingerichtet. Die Händler sind historisch betrachtet ebenso wichtig wie die
Priester, der Handel im Vorhof ist eine feste Institution, denn nur sie verkaufen die
Opfer, die ausschließlich im Jerusalemer Tempel dargebracht werden können.
Ohne die Opfer können aber die religiösen Riten nicht vollzogen werden. Der
Angriff auf die Händler kann als höchster Tabubruch betrachtet werden, keine
Reinigung, sondern ein Angriff auf die bestehende Ordnung und die Elite des
Judentums.
Jesus entkommt, wird aber gesucht und möglicherweise durch Verrat gefunden.
Ein kurzer Prozess folgt. Zwei Tage nach dem Zwischenfall beim Tempel wird
Jesus hingerichtet. Die Todesart war Kreuzigung. Damit wurde das Urteil von
Pontius Pilatus ausgesprochen, da nur die Römer das Recht hatten, Todesurteile
auszusprechen. Kreuzigung war die übliche römische Todesstrafe für Nichtrömer.
Der Umstand, dass Jesus von den Römern als "König der Juden" hingerichtet
worden ist, bedeutet als Schuldspruch: Anzettelung von Aufruhr. Die übliche
jüdische Todesstrafe nach dem Alten Testament war die Steinigung (siehe
Jakobus). Falls Jesus als "König der Juden" verurteilt worden ist, bedeutet dies
automatisch, dass er bei der Anklage die Frage, ob er der Messias wäre, nicht
verneint hat.
Was ist das besondere, einzigartige an der Lehre Jesu, die im Alten Testament
oder von hellenistischen Philosophen aufgezeigt wurde? Nach Harnack das
Gleichnis vom verlorenen Sohn. Dieses Gleichnis enthält die Absage an alle
Gesetzesreligionen. Gott verlangt nichts, kein Sündenbekenntnis, kein Opfer,
keine Leistung, Gott freut sich einfach über die Heimkehr. Die Liebe Gottes geht
per missio (Missionierung) über die ganze Welt. Das Judentum kennt diese
Geborgenheit im Hinblick auf die Seele. Die Seele ist rein und kann durch die
Taten auf Erden nicht befleckt werden. Sie geht rein wieder zu Gott ein. Jedoch
steht das Judentum fest im Rahmen von heiligen Gesetzen und religiösen
Pflichthandlungen.
Das Turiner Grabtuch stellt möglicherweise einen Zugang zum historischen
Jesus dar, in der Tradition der mittelalterlichen abergläubischen
Reliquienverehrung. Es enthalte das Abbild eines Gekreuzigten, die Spuren
folgen den Passionsberichten. Die Wissenschaft bezweifelt allerdings die
Authentizität und die Echtheit sowie die Aussagekraft der Spuren des Tuches.
Außerdem steht in der Bibel, das Jesus in Leinen gewickelt wurde, vergleichbar
den Mumien, und nicht in ein Leinenlaken. Damit stimmt entweder das Turiner
Grabtuch oder die Bibel.
Literaturhinweis: Propyläen Weltgeschichte und GEO 1/2004
Spekulationen zum Historischen Jesus
Bei einem so emotionalen Thema bleibt es nicht aus, daß Spekulationen von
mehreren Seiten zum historischen Jesus angestellt werden. Die zwei größten und
gegenläufigsten Pole sind hier dargestellt:
Johannesevangelium als Augenzeugenbericht
Vor allem strenggläubige Christen sehen im Evangelium des Johannes ein
authentisches Zeugnis eines Jüngers Christi; das Johannesevangelium spricht
sich selbst dem "Jünger, den Jesus liebte" zu, und in Johannes 21 heißt es:
24 Das ist der Jünger, der von diesen Dingen zeugt und der dies
geschrieben hat; und wir wissen, daß sein Zeugnis wahr ist.
Zitiert nach revid. Elberfelder Bibel
Die liberale Theologie geht von einer Endredaktion des Johannesevangelium in
den Jahren 100–120 n. Chr. aus, wobei ältere Traditionen verwendet wurden und
hält es wegen seiner bildhaften Sprache für eine Pseudepigraphe aus dem
Johannes-Schriftkreis.
Jesus als fiktive literarische Gestalt
Atheisten sehen das Fehlen von Zeugnissen aus der eigentlichen Wirkungszeit
Jesu (um 29–30 oder 32–33 n. Chr.) als Anlaß, an der Historizität Jesu selbst zu
zweifeln. Es gibt überdies Abhandlungen, die Jesus als Personifikation jüdischer
Wunschvorstellungen der damaligen Zeit sehen, beispielsweise als eine
Abwandlung von Cäsar (das Schwert zu bringen bin ich gekommen etc.). Das
Fehlen von Zeugnissen von dritten Zeitgenossen wird dazu ebenfalls
herangezogen.
Der heutige Wissensstand geht nicht davon aus; einerseits war das Christentum
bis in das dritte Jahrhundert n. Chr. hinein eine Minderheitenreligion, und
Palästina gehörte im Römischen Reich zum Hinterland. Andererseits wären
Zeugnisse aus jener Zeit auch Verfälschungen durch Gläubige im späten Altertum
und frühen Mittelalter ausgesetzt gewesen (siehe Testimonium Flavianum), die
nicht viel davon übrig gelassen hätten. Dazu kommt, daß das Judenchristentum,
dem Zeitgenossen Jesu angehört hätten, von einer dominierenden Stellung zu
einer Minderheit und Irrlehre wurde (heute noch ist der orthodoxe Patriarch von
Jerusalem in der Rangfolge der fünf alten Patriarchate der letztgenannte), was
auch viele seiner Schriften kostete.
Alleine von den Tatsachen her erklärt dieser Ansatz nicht, wie sich die christliche
Religion nahezu direkt nach dem – in diesem Falle fiktiven – Hinrichtungsdatum im
Jahre 30 oder 33 ausbreiten konnte, und daß Zeugnisse von Gläubigen dieser Zeit
(wie der Apostel Paulus) klar darauf hindeuten, daß diese an Jesu Leben und
Hinrichtung geglaubt haben. Gegen die Version der jüdischen
Wunschvorstellungen spricht die Neuartigkeit und Radikalität der Lehre Jesu und
dessen Ende durch Kreuzigung, was zu jener Zeit ein Ende in Schande bedeutete.
Theologie
Mit der Reflexion und Diskussion christlicher Glaubensaussagen über Jesus
Christus beschäftigt sich die Christologie.
Jesus von Nazareth oder Jesus Christus? Für die traditionelle und evangelikale
Theologie handelt es sich um die gleiche Person, die historisch-kritische
Theologie versucht dagegen zwischen dem historischen Jesus von Nazareth und
Christus terminologisch zu unterscheiden, ob man historisch oder religiös von
Jesus redet.
Die Lehre von der Erbsünde ist eines der grundlegenden Elemente christlicher
Theologie. Allerdings wird der Begriff in der orthodoxen, römisch-katholischen,
und evangelischen Tradition unterschiedlich verstanden, wobei einzelne
evangelische Traditionen nochmals ein unterschiedliches spezifisches Verständnis
haben können. Gemeinsam ist allen Traditionen die Lehre, dass der Mensch
durch die Erbsünde von der Gemeinschaft mit Gott getrennt ist und aus eigener
Kraft diese Gemeinschaft nicht wieder herstellen kann, und dass diese Trennung
durch Jesus Christus überwunden wird. Über die genaue Art dieser Erlösung und
den Weg dazu gibt es innerhalb der verschiedenen christlichen Konfessionen
unterschiedliche Auffassungen. Weiteren besonderen Stellenwert nimmt im
Christentum die Dreifaltigkeit ein. Diese Lehre besagt, dass Gott der Schöpfer,
Jesus Christus und der Heilige Geist eine Gottheit sind. Das Wort Trinität wird im
Neuen Testament selbst nicht verwendet, obwohl trinitarische Formeln
Verwendung finden. Die Ausarbeitung und Abgrenzung der Erklärungsmodelle für
die Dreifaltigkeit (Trinität, Dreieinigkeit) ist im Laufe der Dogmengeschichte der
frühen Kirche über längere Zeit hin erfolgt. Im allgemeinen wird die Entwicklung
mit der Formulierung des nicäisch-konstantinopolitanischen
Glaubensbekenntnisses am ersten Konzil von Konstantinopel 381 als
abgeschlossen angesehen. Bezüglich der Christologie gab es in den nächsten
Jahrhunderten jedoch noch viele Auseinandersetzungen. Ein Meilenstein
bedeutete hierbei jedoch das Konzil von Chalcedon (451 n. Chr., 4.
ökumenisches Konzil), die größte Synode der Alten Kirche. Dort einigten sich
die versammelten Theologen auf das Bekenntnis "Jesus Christus ist wahrer
Mensch und wahrer Gott" (Zweinaturenlehre). Die Ergebnisse dieser Synode sind
bis heute gemeinsame (ökumenische) Lehrgrundlage der christlichen Kirchen, mit
Ausnahme der damals widersprechenden Altorientalischen Kirchen.
Jesus im Alten Testament
Der Begriff Christus ist die Übersetzung des hebräischen maschiach (Messias –
Gesalbter) ins Griechische. Der Begriff bezeichnet im Alten Testament zunächst
den König Israels oder Judas. In der Zeit nach dem babylonischen Exil (nach 539
v. Chr) kann auch der jüdische Hohepriester als "Gesalbter" tituliert werden (vgl.
Sach 4). Ein namentlich unbekannter Prophet aus der Zeit des babylonischen
Exils (587–539 v. Chr.), auf den die Kapitel 40–55 des Jesajabuches
zurückgehen, wendet die Titulatur sogar auf den persischen König Kyros an (vgl.
Jes 45, 1). Erst sehr spät wird der Messiastitel auf einen erwarteten endzeitlichen
Heilskönig angewandt.
Die Autoren des Neuen Testaments beziehen viele Passagen des Alten
Testaments auf Jesus – deutet sie also (zum Teil gegen den ursprünglich
intendierten Sinn der alttestamentlichen Textstellen) in messianischem Sinne und
instrumentalisiert diese somit als Beleg oder Beweis für christologische Aussagen.
Einige Beispiele sind:





1. Mo 49, 10: Aus dem Stamm Juda (NT: Lk 3, 33)
Mi 5, 1: Geburtsort (NT: Mt 2, 1)
Jes 7, 14: Von einer Jungfrau geboren (NT: Mt 1, 18)
Ps 41, 10: Von einem Freund verraten (NT: Mk 14, 10)
Ps 22, 19: Soldaten werfen das Los um seine Kleider (NT: Mk 15, 24)
Die Sicht von Nichtchristen
Außerhalb des Christentums wird Jesus von Nazareth per definitionem nicht als
Sohn Gottes oder einziger Erlöser der Menschheit angesehen. Positive Ansichten
reichen von einer Einreihung Jesu in untergeordneter Rolle in die eigene Religion
bis zur Rolle eines außergewöhnlichen Menschen, zwischen Rhetoriker und
Magier; negative Ansichten betrachten ihn als religiösen Verführer oder bestreiten
seine historische Existenz.
Judentum
Das Judentum erkennt Jesus, von der Minderheit der messianischen Juden
abgesehen, nicht als göttlichen Erlöser und Messias. Jesus, in jüdischen Quellen
(Talmud) meist nur "jener Mann" genannt, betrieb nach diesen Quellen Zauberei,
spottete über die Weisen, hatte 5 Jünger und war uneheliches Kind des römischen
Soldaten Panthera. Außerdem sei er am Vorabend des Passsa gehängt worden,
nachdem sich trotz 40tägiger Suche kein Entlastungszeuge gefunden habe
(bSanh43a).
Diese Beschreibungen machen deutlich, das Jesus und seine Lehren als mit dem
Judentum unvereinbar abgelehnt werden.
Es gibt allerdings in neuerer Zeit einige jüdische Intelektuelle, die den Versuch
unternehmen, Jesus in einer positiven Weise ins Judentum "heimzuholen", nicht
als Messias, aber als eine herausragende jüdische Figur. Beispiele dafür sind
Martin Buber und Pinchas Lapide
Islam
Der Koran, die heilige Schrift des Islam, erzählt Passagen aus Jesu Leben.
Allerdings handelt es sich beim koranischen Propheten Isa nicht um den Jesus als
Messias, den die Evangelien beschreiben. In sechs mekkanischen und neun
medinischen Suren wird er unter dem Namen Isa erwähnt, in weiteren wird auf ihn
Bezug genommen. Seine Rolle ist allerdings nicht die des Messias/Christus,
sondern die eines Propheten. Siehe auch Barnabasevangelium.
Nach islamischem Glauben wurde Isa/Jesus von einer Jungfrau geboren, starb
aber nicht am Kreuz; sondern es starb ein anderer, der für Jesus ausgegeben
wurde. Isa sei ausgewandert (nach Ansicht der Ahmadiyya-Sekte nach Indien)
und alt geworden. Die Wundertaten Jesu, von denen die Bibel berichtet, werden
im Islam anerkannt. Direkt nach seinem Tode wurde er in den Himmel erhöht.
Jesus/Isa gilt im Islam als einer der 5 wichtigsten Propheten der Menschheit
(Adam, Abraham/Ibrahim, Moses/Musa, Jesus/Isa, Mohammed). In der
islamischen Theologie wird häufig jedem dieser Propheten ein bestimmtes Prinzip
zugeordnet, so steht etwa Moses für Freiheit (Auszug aus Ägypten), Jesus für
Liebe und Mohammed für Wahrheit (Postulat der Unverfälschtheit und göttlichen
Herkunft des Koran). Sein Platz ist im Himmel direkt neben Gott und er eröffnet
das Jüngste Gericht und richtet den Menschen nach seinen Taten. Manche
Muslime setzen den am Weltende erwarteten Mahdi mit Jesus gleich. Besonders
in der islamischen Mysthik und im Sufismus hat Jesus/Isa ein sehr große
Bedeutung, auch wenn natürlich die islamische Vorstellung von der Person Jesi
nicht immer mit der christlichen übereinstimmt. Jesus habe eine Heilige Schrift,
das "Indschil" (Evangelium), als direkte Offenbarung Gottes empfangen (wie Adam
und Moses und später Mohammed) und die wahren Worte Gottes verkündet, aber
die Christen hätten dies verfälscht. Allerdings empfiehlt der Koran ausdrücklich die
Lektüre des Evangeliums. Die Verfälschungsthese wird jedoch durch die Funde
frühester Bibelabschriften nicht bestätigt. Die zur Entstehungszeit des Koran im 7.
Jhd. verwendeten Bibelabschriften sind identisch mit den vorgefundenen Texten
aus den ersten nachchristlichen Jahrhunderten.
Manichäismus
Nach den Lehren Manis wurde Jesus den Menschen gesandt, um sie über die
göttliche Vernunft aufzuklären. Jesus spielt in der Religion Manis, speziell die
Kosmologie, eine ganz wichtige Rolle.
Östliche Religionen
Einige östliche Religionen (Hinduismus, Buddhismus) ordnen Jesus als Guru
oder Weisheitslehrer in ihr Weltbild ein, ohne ihm eine universelle Erlöserrolle
zuzugestehen.
Atheismus
Atheisten haben sehr unterschiedliche Ansichten in Bezug auf Jesus. Teilweise
bezweifeln sie die Glaubwürdigkeit biblischen Aufzeichnungen oder verneinen die
Existenz des historischen Jesus von Nazareth. Manche akzeptieren Jesus als
philosophischen Lehrer, natürlich ohne ihn als Erlöser zu verstehen. Andere
glauben an seine historische Existenz, sehen ihn aber als einen sektiererischen
Demagogen und Verführer an.
Literatur

Eduard Meyer: Urgeschichte des Christentums, 5. Aufl. 1921, ISBN
388851200X (Nachdruck)
Die wohl gründlichste und vollständigste Auswertung und Kritik der antiken
Quellen, verfaßt von einem der bedeutendsten Altertumswissenschaftler
des letzten Jahrhunderts.

Josh McDowell/Bill Wilson: "Jesus von Nazareth". Hänsler Verlag 1995
ISBN 3-7751-23333-4
Ein hervorragendes Buch über Jesus das sich sowohl mit den
innerbiblischen wie den außerbiblischen Quellen und Argumentationen
beschäftigt.

Rudolf Augstein: Jesus Menschensohn. dtv Taschenbücher Bd. 30822.
2001. ISBN 3-423-30822-2
Klappentext: "Wer war Jesus wirklich und worin unterscheidet sich die
historische Figur von dem Bild, das die Christen von ihm zeichnen? Wie
sind die offensichtlichen Widersprüche zu erklären? Auf diese zentralen
Fragen gibt Rudolf Augstein fundierte Antworten." Darstellung der
aktuellen Christusforschung. Zu Wort kommen jüdische und christliche
Theologen und Historiker. Im Allgemeinen christentumskritisch, teilweise
stark von Augsteins persönlichen Ansichten geprägt.

Carsten Peter Thiede: "Jesus, der Glaube, die Fakten" 2003, ISBN 3929246-95-3
Rezension: Was wissen wir von Jesus? Einerseits enthält der biblische
Bericht zahlreiche Informationen über den Mann aus Nazareth,
andererseits hat deren Deutung im letzten Jahrhundert aus dem
Gottessohn alles mögliche gemacht: einen Träumer, Weisheitslehrer,
Menschenfreund, ja einen politischen Revolutionär. Welches Bild zeichnet
die Geschichtswissenschaft? Welche Erkenntnisse liefert die Archäologie?
Der weltweit anerkannte Papyrusexperte und Historiker Carsten Peter
Thiede entwirft eine neue Sicht auf Jesus Christus, die, wissenschaftlich
fundiert, manche Überraschung bereithält. Evangelikal, historisch
orientiert, mit neuesten archäologischen Ergebnissen. Allerdings: Thiede
wird vom Mainstream der Archäologischen Forschung vielfach als ein
Außenseiter angesehen, der auf der Sympathiewelle evangelikalprotestantischer Kreise schwimmend sein sehr privates Süppchen kocht.

Walter Kasper: Jesus, der Christus. Mainz (Grünewald) 1974. Sicherlich
eines der Standardwerke aus der Sicht eines Theologen.

Wilhelm Busch: "Jesus unser Schicksal" ISBN 3-7958-8806-9; 32
Auflage 1992; Schriftenmissions-Verlag Neunkirchen-Vluyn
Rezension bzw. Auszug aus dem Text der Taschenbuch Vorderseite:
Jesus unser Schicksal - das war das von Pastor Busch gewählte
Generalthema seiner ganzen Verkündigung: Er war mit großer Freude
Jugendpfarrer in Essen, aber als leidenschaftlicher Prediger des
Evangeliums war er auch immer wieder unterwegs. Tausende kamen und
hörten ihm zu. Er war überzeugt, dass das Evangelium von Jesus die
atemberaubendste Botschaft aller Zeiten ist. Das erste Kapitel beginnt mit
dem Aufsatz: Gott ja, aber warum Jesus? Es handelt sich um eines der
am meisten verbreiteten evangelistischen Bücher des deutschsprachigen
Raumes. Das Werk wurde aber in den letzten Jahren in immer mehr
Fremdsprachen übersetzt. Er dürfte sich um "das" klassische
evangelistische Werk schlechthin handeln. Allerdings: Wilhelm Busch
(nicht identisch mit dem Zeichner und Dichter gleichen Namens) ist auch
unter Christen sehr umstritten.

Theißen, Gerd , Merz, Annette: Der historische Jesus. Vandenhoeck &
Ruprecht. 3. Auflage 2001. (soll das momentan beste Lehrbuch sein)

Roloff, Jürgen: Jesus. Beck Verlag. 2000. (kurze Übersicht)

Schneider, Carl: Geistesgeschichte der christlichen Antike. DTV-Verlag,
München 1978. (interessant für den Hintergrund)
Literatur für sehr kritische Christen:

Lüdemann, Gerd: Jungfrauengeburt. Radius Verlag, Stuttgart 1997 (greift
die Ansicht der jüdischen Literatur auf)

Deschner, Karlheinz: Abermals krähte der Hahn. Eine kritische
Kirchengeschichte. Goldmann Verlag. 4. Auflage, Taschenbuchausgabe
1996. ("der kenntnisreichste unter den Advocati Diaboli" Frankfurter
Allgemeine Zeitung)

Uta Ranke-Heinemann: Nein und Amen. 1992, 1994, 2002, Heyne
Verlag, ISBN: 3453211820
siehe auch: Turiner Grabtuch
Verfilmungen


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
Die Passion Christi, 2004 (Regie: Mel Gibson)
Jesus von Nazareth, 1977 (Regie: Franco Zeffirelli)
The Gospel according to St. Matthew 1964 (Regie: Pier Paolo
Pasolini)
The Gospel of John, 2004 (Regie: Philip Saville)
th:เยซู คริสต์
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