Jona – ein Prophet geht baden

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Eines Tages sagt Gott zu Jona: Geh in die Stadt
Jona – ein Prophet geht baden
Ninive und sag den Menschen dort, was ich dir
befehlen werden.
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Das ist Jona. Er lebt in Israel, ein paar hundert Jahre,
bevor Jesus auf die Welt gekommen ist.
Ninive ist eine große Stadt im Land Assyrien. Die
Assyrer sind hervorragende Bogenschützen. Sie
Jona ist ein Prophet. Er erzählt den Menschen von
haben perfekt ausgebildete Soldaten und führen viele
Gott.
Kriege.
Die Menschen in anderen Ländern haben deshalb
Angst vor ihnen. Auch in Israel.
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konnten an einem Tag größere Strecken zurücklegen
In Israel gab es ein Sprichwort: Was ist schlimmer
als jede andere Armee ihrer Zeit.
als ein Assyrer?
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Und die Armee der Assyrer war riesig. In ihren
Drei Assyrer auf einem Haufen – denn das ist schon
Kriegen waren sie sehr brutal. Sie vertrieben ganze
eine halbe Armee.
Völker aus ihren Ländern und zwangen sie, an
andere Orte zu ziehen.
Die Armee der Assyrer war die modernste der
damaligen Zeit. Alle Soldaten trugen die gleiche
Jona will nicht zu den Assyrern. Er hat Angst vor
Kleidung, die gleiche Frisur, die gleichen Waffen.
ihnen, und außerdem: Was will Gott von ihnen? Die
Sie bewegten sich im perfekten Gleichschritt. Sie
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Assyrer beten doch sowieso andere Götter an, sie
mich nicht zwingen, dass ich nach Ninive gehe. Ich
glauben nicht an Gott.
hau ab.
Und wenn Gott die Assyrer bestrafen will, dann ist
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das doch nur gut, denkt Jona.
Gesagt, Getan. Jona packt seinen Koffer und macht
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sich auf den Weg. Er geht hinunter zum Hafen.
Deshalb fasst Jona einen Plan: Ich haue ab. Ich mach
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die Mücke. Irgendwohin, wo Gott mich nicht findet.
Genau in die andere Richtung. Zum Beispiel nach
Dort sucht er nach einem Schiff, das nach Spanien
Spanien. In die Sonne. An den Strand. Gott kann
fährt. Bald findet er einen Kapitän, der bereit ist, ihn
mitzunehmen. Jona freut sich: Das hat geklappt! Die
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Leute aus Ninive können mir gestohlen bleiben! Soll
Gott doch sonst jemanden hinschicken.
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Doch während der Reise kommt auf einmal ein
Die Seeleute sind sonst hart gesottene Kerle. Aber so
starker Wind auf.
einen Sturm haben sie noch nie erlebt. Sie fallen auf
die Knie und jeder betet zu seinem Gott.
Mit Kindern: Wind
Nur einer nicht: Jona. Er schläft unten im Schiff hat
Und dann fängt es auch noch an zu regnen.
von dem ganzen Sturm nichts mitbekommen. Er will
nur noch seine Ruhe und hat sich unter Deck
Es regnet immer stärker.
verkrochen.
Die Wellen schlagen immer höher und höher
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Die Seeleute wecken Jona und holen ihn an Bord.
Jona sagt zu den Matrosen: Werft mich ins Meer,
Sie wollen, dass Jona auch zu seinem Gott betet.
dann hört der Sturm auf.
Aber der Sturm wird immer schlimmer.
Die Matrosen wehren sich: Nein, das wäre ja Mord.
Schließlich werfen die Seeleute ein Los, um
Wir wollen dich nicht umbringen. Da wären wir ja
herauszufinden, wer an dem Sturm schuld ist. Das
wie Mörder.
Los fällt auf Jona.
Sie versuchen mit aller Kraft, das Schiff durch den
Da erzählt Jona seine ganze Geschichte: Dass er vor
Sturm zu lenken. Aber es hat keinen Zweck. Das
Gott davon gelaufen ist, dass er eigentlich nach
Schiff droht unterzugehen. Jona sagt: Werft mich
Ninive sollte und dass Gott deshalb sicher wütend
über Bord, sonst werden wir alle sterben.
auf ihn ist und ihn bestrafen will.
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Da schickt Gott einen großen Fisch. Der Fisch
verschlingt Jona. Drei Tage und drei Nächte bleibt
Die Matrosen haben große Angst. Schließlich
Jona im Bauch des Fisches.
gehorchen sie. Sie nehmen Jona und werfen ihn über
Bord.
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Im Bauch des Fisches betet Jona – das erste Mal, seit
er vor Gott geflohen ist:
Jona sinkt auf den Grund des Meeres. Der Sturm hört
Ich dachte, Gott hat mich vergessen.
auf.
Aber als ich dem Tod nahe war,
schickte er mir Hilfe.
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Du hast mein Leben gerettet.
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Ich will dir danken
Aber vom Meer aus bis nach Ninive ist es ein weiter
Und alle meine Versprechen erfüllen.
Weg. Über 200 Kilometer muss Jona gehen, bis er an
sein Ziel kommt. Sein Weg führt ihn durch eine
Da spricht Gott zu dem Fisch. Und der Fisch spuckt
große Wüste. Doch nach ein paar Wochen hat er es
Jona an Land.
endlich geschafft. Seine Kleider sind fast nur noch
Lumpen und zu einem Besuch beim Frisör hat es ihm
Jona ist vollkommen am Ende. Er muss erst wieder
auch nicht mehr gereicht.
zu Kräften kommen. Aber er weiß jetzt, wohin er zu
gehen hat: Nach Ninive. In die Höhle des Löwen.
Von weitem sieht er den großen Turm, der die Stadt
überragt. Dort oben stehen die Sterndeuter und
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beobachten den Himmel.
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In der Nähe des Turmes hat der König seinen Palast.
bringt. In vierzig Tagen wird Gott diese Stadt
Hier plant er seine Kriege. Von hier aus schickt er
vernichten. Kehrt um, ändert euch, oder ihr seid
seine Soldaten in die ganze Welt. Na wartet, denkt
verloren.
sich Jona. Ihr werdet euer blaues Wunder erleben.
Die Leute bekommen Angst. Sie glauben Jona.
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Jona geht drei Tagesreisen in die Stadt hinein. Er
stellt sich auf einen großen Stein und beginnt zu
Die Menschen in Ninive begreifen, dass sie sich
predigen: Ihr Leute von Ninive. Ich komme im
ändern müssen. Sie schämen sich für das, was sie
Auftrag des Gottes, der Himmel und Erde geschaffen
getan haben. Sie ziehen ihre schönen Kleider aus und
hat. Er sieht, was ihr getan habt. Er sieht, wie viel
werfen Asche auf ihren Kopf – das war damals das
Elend ihr und eure Soldaten über die anderen Völker
Zeichen dafür, dass man sehr traurig ist. Man tat das
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eigentlich nur, wenn ein Mensch gestorben war, den
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man sehr geliebt hat.
Jona flieht in die Berge. Er hat Angst, dass ihm die
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Leute von Ninive böse sind für das, was er ihnen
gesagt hat. Er baut sich eine Hütte aus Zweigen und
Schließlich erfuhr sogar der König, was in der Stadt
wartet. Er will sehen, was passiert.
los war. Er ließ sich erzählen, was Jona predigte.
Auch er erschrak sehr über das, was Jona sagte.
Er will sehen, ob Gott die Stadt wirklich nach vierzig
Tagen zerstört. Er will, dass Gott die Leute aus
Er befahl, dass alle Menschen in der ganzen Stadt
Ninive umbringt, weil sie so schlecht sind.
umkehren sollten. Alle sollten dafür beten, dass Gott
die Stadt und die Menschen nicht zerstört.
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Er denkt sich: Wenn Gott diese Menschen tötet,
Aber es passiert nichts. Ninive bleibt stehen. Was
brauchen wir in Israel keine Angst mehr vor ihnen zu
soll ich jetzt bloß machen, denkt Jona. Wenn ich so
haben.
nach Hause komme, dann werden mich die Leute
auslachen. Was hast du denn in Ninive gemacht,
Jona denkt sich: Und wenn ich dann nach Hause
werden sie mich fragen. Soso, du hast den Menschen
komme, dann kann ich allen erzählen: Ich war in
gepredigt, dass Gott die Stadt nach vierzig Tagen
Ninive. Ich habe gepredigt, dass Gott die Stadt
zerstören wird. Und hat Gott die Stadt zerstört? Was?
vernichten wird. Gott hat unsere Feinde besiegt, wir
Es ist nichts passiert? Gar nichts? Na, ein schöner
brauchen uns nie mehr zu fürchten! Und Jona malt
Prophet bist du. Da hat sich die Reise ja gelohnt.
sich aus, dass alle Menschen in Israel dann ziemlich
stolz auf ihn sind, und ihn dafür bewundern, was er
Gott hat Mitleid mit den Menschen aus Ninive. Er
für ein großer und mächtiger Prophet ist.
sieht, dass sie ihre Fehler bereuen. Er kann ihnen
nicht mehr böse sein. Er will nicht ihren Tod,
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sondern er will, dass sie Leben. Jona kann das nicht
Doch in der Nacht schickt Gott ein paar Würmer zu
verstehen. Im Stillen schimpft er auf Gott, dass er die
dem Busch. Die Würmer fressen dem Busch die
Leute aus Ninive verschont.
Wurzeln ab, so dass er kein Wasser mehr aus der
Erde aufnehmen kann. Der Busch verdorrt und stirbt
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ab.
Da lässt Gott einen Busch neben Jonas Hütte
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wachsen. Der Busch spendet Jona Schatten. Das tut
Jona gut, und er freut sich riesig über den schönen
Jona ist furchtbar zornig. Er schimpft wieder auf
Busch. Er staunt, wie schnell er gewachsen ist.
Gott: Wie kannst du zulassen, dass dieser schöne
Busch einfach verdorrt! Er hat mir so schön Schatten
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gespendet. Musst du mich die ganze Zeit ärgern?
Hasst du mich so sehr, dass du mir keine Freude
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gönnst, nicht einmal das kleine bisschen Schatten?
obwohl du ihn nicht gepflanzt und auch nicht
Erst lässt du die Leute von Ninive am Leben, aber
gegossen hast.
dieser unschuldige Busch, der doch keiner Fliege
etwas zuleide tut, der muss dran glauben? Das ist
Und da meinst du, ich soll kein Mitleid haben mit
doch ungerecht!
einer so großen Stadt wie Ninive, in der mehr als
hundertzwanzigtausend Menschen leben, die alle
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nicht wissen, was richtig oder falsch ist und dazu
noch viele Tiere?
Gott will Jona nicht ärgern. Aber er will, dass Jona
etwas Wichtiges lernt. Er sagt zu Jona: Dieser Busch
Ich bin nicht nur für dich und dein Volk da. Alle
ist in einer Nacht gewachsen und in einer Nacht ist er
Menschen sind von mir geschaffen und ich liebe
wieder verdorrt. Du hast Mitleid mit dem Busch,
jeden einzelnen von ihnen. Auch dich, du alter
Sturkopf.
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Und zum ersten Mal in seinem Leben beginnt Jona
zu ahnen, wie groß Gottes Gnade ist...
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