2016-04-09_PM_Blutiger_Stuhlgang

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Eydelstedt, 09.04.2016
Presseinformation
„Nicht von Scham leiten lassen“
Professor Dr. Micklefield: „Blutiger Stuhlgang oft harmlos“
Bassum. „Das Entsetzen ist groß, wenn plötzlich im Stuhlgang Blut zu sehen ist“, beschreibt Professor Dr.
Micklefield eine gesundheitliche Beeinträchtigung, die sehr viele Menschen betrifft. Der Chefarzt der Inneren
Medizin und Gastroenterologie an der Klinik Bassum weiß um die Ängste Betroffener, die häufig aus Scham den
Gang zum Arzt scheuen. „Diese Tabuisierung ist völlig verkehrt“, appelliert er, sich nie von solchen Gefühlen beirren
zu lassen.
Zumeist ist die Ursache völlig harmloser Natur. „Oft sind es Hämorrhoiden, die bluten. Bis zum Beweis des
Gegenteils sollte immer an eine potentiell lebensbedrohliche Erkrankung gedacht werden“, mahnt der Mediziner.
Selbst wenn Blut im Stuhl keine Seltenheit und oft ungefährlich ist, sollte aber in jedem Fall ärztlicher Rat eingeholt
werden, um ernste Erkrankungen auszuschließen.
„Die Beschaffenheit des Blutes kann einen ersten Hinweis auf die Ursache geben“, erklärt Professor Micklefield.
„Schon anhand der Färbung ist zu erahnen, wo die Quelle der Blutung liegen könnte.“ Rote bis hin zu tiefschwarzen
Blutbeimengungen geben dem Fachmann Hinweise darauf. Weitere Aufschlüsse liefern das Abtasten und Abhören
des Bauches. In der Regel wird es notwendig sein, der Sache mittels einer endoskopischen Untersuchung auf den
Grund zu gehen. Wenn Hinweise auf eine Blutung im Magen oder oberen Dünndarm bestehen, wird als primäre
Untersuchung eine Magenspiegelung (Gastroskopie) erfolgen. Bei Blutungen aus dem Dickdarm wäre eine
Darmspiegelung (Koloskopie) die erste Maßnahme.
„Die Ursachen können vielfältig sein“, kommt der Chefarzt auf Krankheiten zu sprechen, die sich unter anderem
durch eine Rektalblutung bemerkbar machen. Sehr viele Patienten leiden beispielsweise unter Hämorrhoiden.
„Diese Schwellkörper, die sich normalerweise zwischen Mast- und Enddarm befinden, haben große Bedeutung für
den Feinverschluss des Afters. Unterschiedliche Ursachen können zu einer Verlagerung und in der Folge zu
Hämorrhoidalleiden führen.“ Dieses äußert sich neben blutigem Stuhlgang unter anderem auch durch weitere
unangenehme Begleiterscheinungen wie Juckreiz oder Afterbrennen. „Klarheit schafft hier die klinische
Untersuchung“, berichtet der Chefarzt.
Weiter nennt Professor Micklefield Afterrisse (Analfissuren), die beispielsweise nach einer Verstopfung auftreten
können, und ebenso wie innere oder äußere Hämorrhoiden in vielen Fällen für Blutbeimengungen im Stuhlgang
verantwortlich sein können. Aber auch ein Anal- oder ein Mastdarmvorfall, Fisteln, Abszesse oder der
Analrandkrebs sind weitere mögliche Auslöser.
„Häufig bilden sich im Dickdarm Divertikel – Ausstülpungen der Schleimhaut an strukturell schwachen
Abschnitten“, so der Chefarzt weiter. Auch wenn diese zumeist ebenfalls harmlos sind, können sie durchaus
erhebliche Beschwerden verursachen. Entzündungen im Darmtrakt sowie Krebstumore können sich in blutigem
Stuhlgang äußern. „Auch verschiedene Gefäßkrankheiten führen zuweilen zu blutigem Stuhlgang.“
„Besondere Aufmerksamkeit richtet der behandelnde Mediziner auf die Darmpolypen“, greift der Professor ein
weiteres Thema in diesem Zusammenhang auf. Es handelt sich um häufig auftretende gutartige Geschwulste, die
allerdings Darmkrebs auslösen können. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen in Form von Darmspiegelungen
haben daher große Bedeutung. „Wer auch nur kleine Mengen Blut im Stuhl entdeckt, sollte sich nicht von der
Scham leiten lassen, sondern umgehend einen Arzt konsultieren“, unterstreicht Professor Micklefield.
BU:
Wenn Blut im Stuhlgang auftaucht, sollte im Rahmen einer klinischen Untersuchung die Ursache ermittelt werden.
Das Team der Klinik Bassum rund um Professor Dr. George Micklefield (links – hier mit der leitenden
Endoskopiefachschwester Petra Rattay und Oberarzt Mustafa Elhammali) ist mit den neuesten hochwertigen
Untersuchungsgeräten ausgestattet.
Nähere Informationen zu den Alexianern:
Die Alexianer sind ein Unternehmen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft, in dem bundesweit rund
16.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind. Mit 800-jähriger Tradition betreiben die Alexianer
Krankenhäuser, Einrichtungen der Senioren-, Eingliederungs- und Jugendhilfe, Gesundheitsförderungsund Rehabilitationseinrichtungen, ambulante Versorgungs- und Pflegeeinrichtungen sowie Werkstätten für
behinderte Menschen und Integrationsfirmen. Träger der Unternehmensgruppe ist die Stiftung der
Alexianerbrüder.
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