Boden des Jahres 2014 - Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft

Werbung
MINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT, KLIMASCHUTZ,
ENERGIE UND LANDESPLANUNG
Verantwortlich (i.S.d.P.)
Berlin, 5.12.2013 – Sperrfrist 5.12., 11 Uhr
[email protected]
Ruth Boekle
Telefon 06131 16-2549
Telefax 06131 16-2174
Stefanie Mittenzwei
Telefon 06131 16-2550
Telefax 06131 16-2174
[email protected]
Stiftsstraße 9
55116 Mainz
Weltbodentag am 5. Dezember
10. Boden des Jahres kommt aus Rheinland-Pfalz: Weinbergsboden
braucht sorgsamen Umgang – Festveranstaltung mit Ministerin
Am heutigen Weltbodentag, dem 5. Dezember, wird der Weinbergsboden zum „Boden
des Jahres 2014“ gekürt. Zur 10. Festveranstaltung luden die Aktionsplattform
Bodenschutz, die Kommission Bodenschutz beim Umweltbundesamt sowie das
Kuratorium Boden des Jahres in die Berliner Landesvertretung Rheinland-Pfalz ein.
Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin und Stellvertretende Ministerpräsidentin
Eveline Lemke ist Schirmherrin des Weinbergbodens, den eine Gruppe von
Bodenspezialisten des Landesamtes für Geologie und Bergbau sowie der Universität
Trier vorgeschlagen hatte. Rheinland-Pfalz ist größtes Weinbauland Deutschlands
und Land der Weinbergsböden.
„Böden sind neben Wasser und Luft unsere wichtigste Lebensgrundlage. Sie stellen
eine begrenzte Ressource dar, die es sorgfältig zu nutzen und zu schützen gilt. Die
Aktion Boden des Jahres soll dazu beitragen, die Bedeutung der Böden als wichtige
Lebensgrundlage stärker im Bewusstsein der Menschen zu verankern. Unter
Beteiligung der Bodenspezialisten und Entscheidungsträger der Bundesländer werden
Böden durch die Aktion bekannt gemacht, die besonders interessant und/oder
besonders gefährdet sind“, betont Prof. Dr. Thomas Scholten, Präsident der
Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft und Mitglied des Kuratoriums.
„Der Weinbergsboden eignet sich sehr, Boden-Bewusstsein zu schaffen. Viele Winzer
haben die Bedeutung des Terroirs erkannt. Sie nutzen den „Geschmack des Bodens“
erfolgreich im Weinmarketing. Wein ist ein hervorragendes Vehikel, um auch
Nichtfachleute zu erreichen“, betont Ministerin Lemke. „Wir wollen im Weinland
Rheinland-Pfalz das Jahr 2014 nutzen, um für den Schutz unserer wertvollen Böden
1/3
MINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT, KLIMASCHUTZ,
ENERGIE UND LANDESPLANUNG
Berlin,
im Klimawandel zu werben.“
In den Vorjahren waren folgende Böden ausgezeichnet worden: Plaggenesch (2013),
Niedermoor (2012), Auenboden (2011), Stadtböden (2010), Kalkmarsch (2009),
Braunerde (2008), Podsol (2007), Fahlerde (2006) und Schwarzerde (2005).
Weinbergsböden sind Archive der Kulturgeschichte
Der Weinbergsboden zeichnet sich durch eine enge Verknüpfung zwischen Boden-,
Agri- und Sozialkultur der Menschen aus. Die Böden historischer Weinbergslagen sind
als Archiv der Kulturgeschichte besonders schützenswert. Gleiches gilt für das
Landschaftsbild terrassierter Rebflächen und den touristischen Erholungscharakter
der Kombination aus Weinkulturlandschaft und Weinwirtschaft.
Mit den Weinbauregionen Ahr, Mittelrhein, Mosel, Nahe, Rheinhessen und Pfalz
liegen sechs der insgesamt dreizehn deutschen Weinanbaugebiete in RheinlandPfalz. „Unsere Böden sind eine knappe Ressource, die sich nicht vermehrt und nicht
nachwächst. Deshalb sind wir zu einem sorgsamen Umgang verpflichtet, um die
Böden unserer Kulturlandschaften für nachfolgende Generationen zu bewahren“,
betont Ministerin Lemke.
Die Weinlandschaften erstrecken sich über sehr unterschiedlich aufgebaute
geologische Landschaftsräume mit wechselndem Gesteinsuntergrund. Aus jungen
Lockergesteinen, Sedimentgesteinen, metamorphen und magmatischen Gesteinen
entstanden Böden mit verschiedensten Eigenschaften.
Prof. Sören Thiele-Bruhn von der Universität Trier sagt: „Weinbergsböden in ihrer
Einmaligkeit sind besonders dadurch gefährdet, dass in Deutschland immer mehr
Rebflächen in den letzten Jahrzehnten aufgegeben werden. Insbesondere Steillagen
werden aufgelassen und verbuschen, Terrassen und Mauern verfallen. Der Boden
des Jahres 2014 soll die Augen öffnen für den ökologischen und sozioökonomischen
Wert der Weinbergsböden.“
2/3
MINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT, KLIMASCHUTZ,
ENERGIE UND LANDESPLANUNG
Berlin,
Eine neue Ausstellung zeigt typische Bodenprofile aus den sechs Weinbauregionen
von Rheinland-Pfalz. Außerdem ist die Publikation „Weinbergsböden in RheinlandPfalz“ erschienen.
Kontakt
:Kuratorium
Boden
des
Jahres,
Leibniz-Zentrum
Agrarlandschaftsforschung
(ZALF)
e.
V.
Müncheberg,
Institut
Bodenlandschaftsforschung, Mail: [email protected]
Stefanie Mittenzwei
Pressesprecherin
Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung
Tel. 06131/16-2550
3/3
für
für
Herunterladen