20.1.heute
Oleg:
"Ich denke, wir werden bis zum Schluss hier bleiben. Denn wenn wir
aufgeben, war es das."
Alina:
"Die Regierung wird nicht zurücktreten. Das heisst: ohne Blutvergiessen
wird das wohl nicht über die Bühne gehen. Wir werden weiterkämpfen."
Klitschko:
"Diese Regierung hat dem ukrainischen Volk den Krieg erklärt. Das hat
schreckliche Konsequenzen. Ich rufe alle Bürger und Patrioten auf, unser
Land und unsere Zukunft zu verteidigen."
20.1. tagesschau
Klitschko:
"Die Regierung zieht zurzeit Spezialkräfte aus dem ganzen Land zusammen.
Setzt euch in eure Autos, in Busse, ihr werdet hier gebraucht für den
Sieg der Ukraine."
Namenlos:
"Alles hängt von der Regierung ab. Wenn die einlenkt, wird es eine Lösung
geben. Wenn aber nicht, wird es wohl ein Blutvergiessen geben."
20.1. tagesthemen
Irina:
"Die Jugendlichen sehen doch, dass sie in dieser Ukraine keine Zukunft
haben."
"Wir müssen doch endlich aufhören, Angst zu haben, Sklaven zu sein. Wir
müssen uns wehren."
Irina:
"Ich habe für mich entschieden, wenn mein Kind später einmal fragt: was
hast du denn 2013/14 gemacht? Dann will ich nicht sagen: vor dem
Fernseher gesessen, shoppen gegangen. Ich will sagen können: Ich habe
mitgekämpft."
22.1 heute
Taras:
"Ich selbst habe zwei Tote gesehen. Sie sind von Sondereinsatzkräften
erschossen worden. Der eine hatte Schusswunden an Kopf und Hals. Der
andere ein so großes Loch direkt am Herzen."
Michail:
"Wir bleiben hier. Selbst wenn sie uns alle umbringen. Wir gehen hier
nicht weg."
Maxim:
"Wir sind genauso kämpferisch gestimmt, wie die Polizei. Entweder die
gewinnen oder wir."
Wassil:
"Die Opposition führt Verhandlungen mit der Regierung. Aber was kann mann
mit einem Präsidenten besprechen, der sein Wort nicht hält? Er hat auch
mit der europäischen Union verhandelt und ist dabei was rausgekommen?."
22.1. tagesschau
Klitschko:
"Wenn morgen der Präsident uns nicht trifft, dann sammeln wir morgen noch
mehr Menschen und dann werden wir zum Angriff übergehen." (Er werde alles
tun, um weiteres Blutvergiessen zu vermeiden.)
ARD Brennpunkt 22.1.
Klitschko:
"Heute werden sie den Maidan räumen. Wir werden alles dagegen tun. Wenn
der Präsident uns morgen nicht entgegen kommt, dann gehen wir zum Angriff
über.
Einen anderen Ausweg gibt es nicht."
Namenlos:
"Ich gehe bis zum Letzten. Anfangs musste ich sogar draussen schlafen.
Wir lassen uns nicht einschüchtern."
Katja Petrowskaja:
"Also heutzutage verschwinden Menschen in der Ukraine - niemand weiss
wohin. Man kann sich im Gericht nicht verteidigen. Jetzt wird ein Gesetz
verabschiedet, dass man sogar in Abwesenheit irgendwie beschuldigt werden
kann ohne Zeugen. Es sind wirklich unglaubliche Dinge."
Namenlos:
"Wir werden diese Regierung am Ende beseitigen. Wir sind hier, um unsere
Rechte und Würde als Ukrainer zu verteidigen. Und dafür werden wir bis
zum bitteren Ende bleiben."
22.1. heute-journal
Wassil:
"Wir können hier gar nicht weggehen. Entweder die besiegen uns oder wir
besiegen die. Es gibt keine andere Lösung mehr."
Igor:
"Einer der Verletzten ist mit Schusswunden und ohne Bewusstsein hier
eingeliefert worden. Wir haben alles mögliche versucht, aber wir konnten
nichts mehr für ihn tun."
Klitschko:
"Wir haben leider viel mehr von diesem Treffen erwartet. Wir haben
gedacht, dass er [Janukowitsch] uns entgegen kommt, um weiteres
Blutvergiessen zu verhindern. Leider hat er keinen Schritt in unsere
Richtung getan. Er schindet Zeit."
Wadim:
"Wahrscheinlich hat Klitschko gemeint, dass wenn die Regierung mit Waffen
auf ihre Leute losgeht, dass wir dann genauso antworten werden. Das ist
in der ganzen Welt so. Darin sehe ich nichts Schlimmes."
Sergej:
"Klitschko hat gemeint, dass wir genug Waffen haben und damit zum
Parlament gehen werden. Wir werden fordern, dass sie die Gesetze zum
Demonstrationsrecht zurücknehmen. Schon jetzt nehmen sie neue Leute
fest."
22.1. tagesthemen
Sergej:
"Ich konnte doch nicht einfach zusehen, wie diese Berkut-Spezialkräfte
junge Studenten zusammenschlugen. Die sind doch Bürger wie ich....Ich
bleibe bis zum Ende, vielleicht bis zum Tod, das ist nicht wichtig."
Klitschko:
"Ich bin mit jedem von euch hier auf dem Platz. Wenn ich da stehen soll
tue ich es. Wenn ich kämpfen soll, kämpfe ich mit euch. Wenn ich unter
Beschuss kämpfen muss, dann tue ich auch das. Ich tue alles, was getan
werden muss."
Junge "Sanitäterinnen":
Was sind die häufigsten Verletzungen?
"Die kommen von Plastikgeschossen, denn die Durchschlagen sogar
Schädelknochen."
23.1. heute
Klitschko:
"Wir tun alles, um die Gewalt einzudämmen. Aber nur einer hat dazu
wirklich die Macht, Präsident Janukowitsch."
Namenlos 1:
"Die Leute auf dem Maidan halten die Regierungspartei für eine Art Mafia,
die über Leichen geht, um an die Macht zu kommen und zu bleiben."
Namenlos 2:
"Gespräche bieten nur eine magere Chance ohne Blutvergiessen
rauszukommen, aber wir sollten es versuchen."
Namenlos 3:
"Wir werden ihnen in den Hintern treten. Das wird ein schmutziger
Partisanenkrieg. Trotzdem für sie nochmal auf englisch: We will kick
their ass off."
23.1. tagesschau
Namenlos:
"Mir scheint, die Position der Macht ist auf Zeit zu spielen und alles zu
verzögern.
Und dann verhängen sie doch im Parlament plötzlich Notstandsgesetze, die
alles schlimmer machen."
Klitschko:
"Ich möchte wirklich auf keinen Fall eine weitere Eskalation der Lage und
dass es weitere Tote gibt. Das müssen wir verhindern."
23.1. heute-journal
Nikolaj:
"Vom Parlament erwarte ich gar nichts. Ich weiss, wer dort die Mehrheit
hat. Und ich weiss auch, wie sie letzte Woche die drakonischen Gesetze
zum Demonstrationsrecht angenommen haben. Alles von russischen Gesetzen
abgeschrieben"
Roman:
"Als ein Bürger der Ukraine sage ich ihnen, dass der ganze Machtapparat
erneuert werden muss. Wir müssen die Regierung austauschen, das Parlament
und den Präsidenten."
Michailo:
"Am Schluss hat der Chef [der Polizisten, die ihn angeblich misshandelt
haben] zu mir gesagt: So und jetzt geh auf den Maidan und richte allen
aus, morgen seid ihr auch tot. Geht besser nach Hause!"
23.1. tagesthemen
Oleg:
"Diese Art der Verletzungen zeigen, dass diese Waffen ungesetzlich
eingesetzt wurden, denn sie dürfen nicht aus geringerer Distanz als 40m
abgefeuert werden."
24.1. heute
Klitschko:
"Noch vor einem Monat wären die Leute wahrscheinlich nach Hause gegangen,
wenn Janukowitsch den Innenminister entlassen hätte. Bis vor zwei Wochen
hätte der Rücktritt der Regierung gereicht. Jetzt wollen die Leute auf
dem Maidan, dass der Präsident geht."
24.1. tagesschau
Mutter 1:
"Ich bitte euch, seit mit uns! Rettet unser Vaterland! Rettet eure
Kinder!"
Mutter 2:
"Wir wollen die Gewalt nicht und die Mütter der Polizisten doch auch
nicht. Zu viele trauern schon."
24.1. heute-journal
Klitschko:
"Vor zwei Monaten hätte es gereicht, den Innenminister zu feuern. Vor
zwei Wochen, die Regierung zu entlassen. Nun wollen wir nur noch, dass
Präsident Janukowitsch geht."
Tatjana:
"Wir sollen warten sagen sie. Sie würden schon was aushandeln. Aber die
Leute frieren, werden verwundet und nichts ist erreicht. Sicher ist: wir
werden bleiben, bis zum Ende."
5min Interview mit Schriftstellerin Katja Petrowskaja:
24.1. tagesthemen
Mutter eines Toten:
"Wir haben es so satt mit den Kriminellen an der Macht. Ich danke Juri
und den anderen Kämpfern. Ja, jetzt ist er tot, aber er bleibt ewig ein
Held unseres Volkes
Namenlos:
"Wir dürfen keine Angst haben. Kein Ukrainer hat heute Angst. Wir müssen
laut sprechen. Ihr in Europa müsst uns hören. Es geht nicht so weiter mit
dieser Verbrecherregierung. Wir bekämpfen das Böse."
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20.1.heute Oleg: "Ich denke, wir werden bis zum Schluss hier