FOX SEARCHLIGHT PICTURES präsentiert
Eine SCOTT FREE Produktion
JOHN C. REILLY, JONAH HILL, MARISA TOMEI,
CATHERINE KEENER, MATT WALSH
Drehbuch und Regie
Produzent
Ausführende Produzenten
Kamera
Produktionsdesign
Schnitt
Ko-Produzentin
Musik
Kostüme
Länge:
Kinostart:
Jay Duplass & Mark Duplass
Michael Costigan
Ridley Scott
Tony Scott
Jas Shelton
Annie Spitz
Jay Deuby
Chrisann Verges
Michael Andrews
Roemehl Hawkins
ca. 93 Minuten
23. September 2010
CYRUS – MEINE FREUNDIN, IHR SOHN UND ICH
Synopsis
John (John C. Reilly) ist ein geschiedener Pechvogel mit nur wenigen
Sozialkontakten. Auf Drängen seiner Ex-Frau und gleichzeitig besten Freundin
Jamie (Catherine Kenner) begleitet er sie und ihren Verlobten Tim (Matt Walsh)
auf eine Party. Zur Überraschung aller gelingt es John tatsächlich, jemanden
kennen zu lernen: die attraktive und lebhafte Molly (Marisa Tomei).
Die Chemie zwischen den beiden stimmt sofort und die Beziehung entwickelt
sich gut, allerdings weigert sich Molly vehement, John mit zu sich nach Hause
zu nehmen, was diesen bald misstrauisch macht.
John geht dem ganzen auf die Spur und muss feststellen, dass es tatsächlich
noch einen anderen Mann in Mollys Leben gibt: ihren Sohn Cyrus (Jonah Hill),
einen 21-jährigen New Age-Musiker. Cyrus ist der beste Freund seiner Mutter
und die beiden verbindet eine unkonventionelle, enge Beziehung. Cyrus würde
alles tun, um Molly zu beschützen und er ist definitiv nicht bereit, sie mit
jemandem zu teilen. Nach kürzester Zeit befinden sich John und Cyrus in einem
Wettstreit um die Frau, die sie lieben - und es scheint, als ob nur Platz für einen
der beiden ist…
CYRUS – MEINE FREUNDIN, IHR SOHN UND ICH entstand unter der Regie und
Feder von Jay und Mark Duplass, zwei visionäre Filmemacher, die durch den
Sundance- Favoriten THE PUFFY CHAIR bekannt wurden und zu der
Filmbewegung Mumblecore gehören. Für Mumblecore sind kleine, kostengünstige Indiefilmproduktionen, häufig mit improvisierten Drehbüchern und
Laiendarstellern charakteristisch.
Ihr neuer Film CYRUS – MEINE FREUNDIN, IHR SOHN UND ICH erzählt eine
berührende und originelle Geschichte, die Humor und Herzschmerz wunderbar
verbindet – genauso wie im wahren Leben.
CYRUS – MEINE FREUNDIN, IHR SOHN UND ICH startet am 23. September im
Kino.
PRODUKTIONSNOTIZEN
Jay und Mark Duplass fielen Produzent Michael Costigan erstmals auf dem
Sundance Film Festival 2005 auf, wo sie ihr Spielfilmdebüt THE PUFFY CHAIR
vorstellten. Der Film, den die beiden Brüder geschrieben, inszeniert, produziert
und für ein Mini-Budget von 15 000 Dollar umgesetzt hatten, beeindruckte
Costigan durch seinen besonderen persönlichen Stil und den ungewöhnlichen
Standpunkt. „Ich erinnere mich, dass ich sofort das Gefühl hatte, etwas völlig
Neues zu sehen“, sagt Costigan. „Mark und Jay hatten einen Film über
Beziehungen gedreht, der unglaublich originell, lustig und gleichzeitig sehr
anrührend war.“
Die halb improvisierte Momentaufnahme einer ausklingenden Liebesbeziehung
gewann anschließend auch den Publikumspreis des renommierten South By
Southwest Film Festivals (SXSW) und durch die einsetzende Mund-zu-MundPropaganda sprach sich die Qualität von THE PUFFY CHAIR schnell herum. „Es
war wie bei einem Kettenbrief“, so Costigan. „Jeder, der den Film gesehen hat,
empfahl ihn weiter.“
Der Produzent sichtete anschließend die früheren Kurzfilme der Duplass-Brüder
„Scrapple“, „This Is John“ und „The New Brad“. „Auch diese hatten sie selbst
geschrieben, manchmal mitgespielt und immer gemeinsam inszeniert“, sagt
Costingan, Präsident von Scott Free Productions und Produzent von Filmen wie
BROKEBACK MOUNTAIN („Brokeback Mountain“, 2005) und SMART PEOPLE
(„Smart People“, 2008). „So haben sie ihre Filme schon immer gemacht“.
Costigan traf sich mit den Brüdern, um zu erfahren, was sie gerne machen
würden, wenn sie das Budget eines Studiofilms zur Verfügung hätten. Es stellte
sich heraus, dass sie auch mit CYRUS – MEINE FREUNDIN, IHR SOHN UND ICH
ihrem Thema treu bleiben wollten: die schmerzhaft witzigen Wahrheiten hinter
modernen Beziehungen aufzudecken.
Die Originalidee war simpel: Es sollte ein Film über Beziehungen werden, der
die Intimität und Eigenständigkeit ihrer vorherigen Filme bewahrte, aber mit
sehr erfahrenen, professionellen Schauspielern umgesetzt würde. „Wir wollten
nur eine wenige Leute zusammentrommeln und machen, was wir am besten
können“, sagt Mark Duplass. „Wir haben uns immer schon auf die witzigen und
tragikomischen Momente von Beziehungen konzentriert. Wir lieben einfach
diese Doppeldeutigkeiten. Ist es ernst gemeint? Ist es witzig? Das kann man
dann hinterher bei einem Kaffee diskutieren.“
Jay Duplass ergänzt: „Wir geben den Zuschauern wahrhaftige Momente, die
man im Film normalerweise nicht sieht, die man aber vielleicht schon selbst
erlebt hat. Dabei haben wir uns ästhetisch nie bewusst für Cinéma Vérité oder
Dokumentarstil entschieden. Wir arbeiten nun mal einfach so.“
Auch ihr Produktionsprozess erinnert an Dokumentarfilme. „Unsere vorherigen
Filme waren äußerst kostengünstig, weil wir alles selbst gemacht haben“, sagt
Mark Duplass. „Jay hielt die Kamera und ich den Tongalgen. Unsere
Schauspieler beschwerten sich immer über fehlende Markierungen und dass
wir ihnen keine Anweisungen gaben, wo sie gehen und stehen sollten. Es gab
zwar ein Drehbuch, doch die Darsteller improvisierten viel und wir drehten
alles, wie es kam.“
Dank ihrer einfühlsamen Vorgehensweise gelang es Jay und Mark Duplass, die
Grenzen zwischen Comedy und Tragödie aufzuheben. „Mark und ich suchen
nach dem schmalen Grat, an dem man nicht mehr weiß, ob man lachen oder
weinen soll“, sagt Jay Duplass. „Wir bewegen uns in einem Grenzbereich, der
die unterschiedlichsten Gefühle hervorruft. Ein Kritiker sagte mal über einen
unserer Filme, er sei wie ein John-Cassavetes-Film mit Humor. Ehrlich gesagt:
Genau das streben wir auch an – Beziehungsfilme, die ursprünglich und wie aus
dem Leben gegriffen wirken. Wir hoffen, dass die Zuschauer bei CYRUS –
MEINE FREUNDIN, IHR SOHN UND ICH viel lachen werden, aber gleichzeitig
spüren, dass es hier um echte Menschen geht, die einiges durchmachen
müssen.“
Genau diese Fähigkeit sei es, die die Filme der Brüder so besonders mache:
dass sie aus realistischen Situationen und aufrichtigen Gefühlen komisches
Kapital schlagen, so Costigan. „Wenn ein Film nicht echt wirkt, ist es auch nicht
witzig“, stellt der Produzent fest. „Die ganze Komik des Films basiert auf
menschlichen Verhaltensweisen, die jeder kennt. Selbst wenn es immer weiter
auf die Spitze getrieben wird, bleibt es in der Realität verankert. So machen die
Duplass-Brüder ihre Filme. Und deshalb haben alle, die mit ihnen arbeiten, das
Gefühl, an etwas ganz besonderem teilzuhaben.“
Die Größe des Projektes war ungewohnt für die Brüder und das war ihnen auch
anfangs etwas befremdlich. „Sie baten mich, ihnen bei der Zusammenstellung
des Teams zu helfen, was ich natürlich gern gemacht habe“, sagt Chrisann
Verges, Ko-Produzentin des Films, zu deren Credits Christopher Guests
Improvisationskomödie FOR YOUR CONSIDERATION („Es lebe Hollywood“,
2006) gehört. „Bei ihren vorherigen Filmen bestand die Crew aus rund fünf
Personen. Bei unserem ersten Vorproduktionstreffen waren wir etwa 12
Beteiligte. Die Brüder kamen herein und sagten, ’Hier sitzen mehr Leute am
Tisch, als an unseren letzten beiden Filmen insgesamt beteiligt waren.’ Letztlich
bestand unsere Crew aus rund 80 Leuten.“
Nachdem die Brüder so lange auf sich allein gestellt waren, waren sie mit allen
Tätigkeiten am Set bestens vertraut. „Bei ihren früheren Filmen haben sie alles
selbst gemacht“, sagt Verges. „Sie wissen, worauf es bei den verschiedenen
Jobs ankommt und fühlten sich der Crew immer sehr verbunden. Auf der
anderen Seite waren sie dankbar, dass sie nicht mehr alles selbst machen
mussten. Diesmal trugen andere die Scheinwerfer. Und sie liebten das
Catering; Jay und Mark Duplass waren wirklich überglücklich, dass jemand
jeden Tag für sie kochte.“
Verges stellte für CYRUS – MEINE FREUNDIN, IHR SOHN UND ICH ein junges,
frisches
Team
zusammen,
darunter
Kameramann
Jas
Shelton,
Produktionsdesignerin Annie Spitz und Kostümdesignerin Roemehl Hawkins.
Jay Deuby, Cutter von THE PUFFY CHAIR, besorgte auch hier den Filmschnitt.
„Es
hat
mir
wirklich
Spaß
gebracht,
Jay
und
Mark
mit
Leuten
zusammenzubringen, die ihnen bei der Umsetzung ihrer Vision helfen konnten.
Das war übrigens gar nicht so einfach, denn der Look des Films sollte sehr real
sein. Früher drehten die Brüder einfach an Originalschauplätzen und nahmen
mit dem vorlieb, was sie dort erwartete. Diesmal wurde extra jemand
engagiert, der einen künstlichen realen Look schuf“, sagt Verges.
Die Brüder geben zu, dass sie ihre einzigartige Ästhetik durch systematisches
Ausprobieren gefunden haben. „Als wir in unseren Zwanzigern waren, haben
Mark und ich wirkliche viele miese Filme gedreht“, sagt Jay Duplass. „Wir
versuchten uns an Filmen, von denen wir dachten, dass man sie von uns
erwartete. Doch erst als wir unsere eigenen lustigen Beziehungspeinlichkeiten
in die Filme einfließen ließen, sprachen die Leute plötzlich daüber und wollten
sie sehen.“
Mark Duplass wird noch deutlicher: „Als wir uns auf der Leinwand selbst
lächerlich gemacht haben, lief es plötzlich viel besser für uns.“
Costigan war begeistert, ebenso wie alle Schauspieler und die Crewmitglieder,
dass er am ersten großen Studiofilm der Duplass-Brüder mitwirken konnte.
„Darum sind wir doch alle hier“, sagt er. „Weil wir große Fans ihrer Filme sind
und ihnen die Gelegenheit geben wollten, einen großen Film nach ihren
Vorstellungen zu realisieren. Das Grundgerüst der Story ist ganz klassisch, aber
Mark und Jay erzählen sie auf ihre unnachahmliche Art. Ich hoffe, dass die
Zuschauer diese einzigartige Art und Weise genauso lieben werden wie wir.“
GESUCHT: SCHAUSPIELER, DIE BLITZSCHNELL REAGIEREN KÖNNEN
Als es an die Besetzung von CYRUS – MEINE FREUNDIN, IHR SOHN UND ICH
ging, wurde den Filmemachern schlagartig klar, dass sie einige von Hollywoods
bekanntesten Darstellern kriegen konnten. Doch statt sich mit vielen „großen“
Namen zu treffen, hatten Mark und Jay Duplass ganz eigene Vorstellungen, mit
wem sie zusammenarbeiten wollten.
„Ihre Liste bestand nicht aus Schauspielern, die jede Rolle kriegen können“,
sagt Costigan. „Sie fragten nicht, ’Mit welchen Stars besetzen wir unseren
Film?’, sondern sagten: ’Welches sind unsere Lieblingsschauspieler und wie
kriegen wir sie dazu, bei uns mitzuwirken?’ Sie konzentrierten sich bei jeder
Rolle auf einen einzigen Darsteller, von dem sie wussten, er wäre der richtige.“
Es braucht schon einen ganz bestimmten Schauspieltypus für einen Film von
Jay und Mark Duplass. Die Qualifikationsliste ist kurz, aber präzise. „Sie halten
ständig alles in Bewegung; und sie lassen die Kamera dabei gern laufen“, so der
Produzent. „Das bedeutet, die Schauspieler müssen ihre Filmfigur in- und
auswendig kennen, blitzschnell reagieren und ausgezeichnet improvisieren
können. Da schreibt sich die Shortlist fast von allein. Und das macht den Film so
einzigartig und wahrhaftig.“
Außerdem sollten die Darsteller mit ihren früheren Filme vertraut sein. „Es war
uns wichtig, dass sie unsere Filme mochten“, sagt Jay. „Wir wollten Leute, die
unsere Arbeitsweise schätzen. Sie mussten sich in einem Umfeld wohlfühlen,
an dem man nicht immer auf alles eine Antwort parat hat, sondern selbständig
am Set Ideen entwickelt. Dazu braucht braucht man viel Mut und Geduld.“
Die zentrale Figur des Films ist John, ein geschiedener Mittvierziger, von Beruf
Cutter, der seiner Ex-Frau immer noch sehr (vielleicht ungesund) nahe steht.
„Er ist immer noch nicht drüber hinweg“, sagt Jay. „Als er erfährt, dass seine Ex-
Frau wieder heiraten will, ist er am Boden zerstört. Sie drängt ihn, zu einer
Party zu gehen, wo er Molly trifft, die von Marisa Tomei gespielt wird.“
John C. Reilly, der John spielt, ist bekannt dafür, in seine Rollen eine
hemdsärmelige Otto-Normalverbraucher-Attitüde einfließen zu lassen und sie
mit feinem Gespür für Komik anzugehen. Das hat er in Filmen wie
STEPBROTHERS („Die Stiefbrüder“, 2008), WALK HARD: THE DEWEY COX STORY
(„Walk Hard – Die Dewey Cox Story“, 2007) oder der musikalischen Extravaganz
CHICAGO („Chicago“, 2002) hinlänglich bewiesen. „Wenn man John C. Reilly in
unserem Film zum ersten Mal sieht, denkt man gleich, ’Alles klar, der schluffige
Geschiedene“, sagt Mark. „Er tut einem leid, aber was uns am besten gefällt,
ist, dass John viele Fehler hat und es folglich gute Gründe für die Scheidung
gab. Er ist zwar intelligent, aber Ärger kann er sich trotzdem nicht vom Leib
halten.“
Obwohl er die Rolle sehr ansprechend fand, sei sie doch nur zweitrangig bei
seiner Entscheidung für den Film gewesen, sagt Reilly. Hauptsächlich
interessierte
es
ihn,
mit
den
beiden
originellen
Filmemachern
zusammenzuarbeiten. „Meine Frau ist mit Mark und Jay befreundet“, sagt er.
„Als sie mir beschrieb, wie sie arbeiten, war ich fasziniert. Sie drehen einen Tag
lang, dann sehen sie sich das Material in der Nacht an und entscheiden darauf,
wie es am nächsten Tag weitergeht.“
„Sie haben auch hier wieder ein tolles Drehbuch mit einer umwerfenden
Geschichte geschrieben“, fügt Reilly weiter an. „Aber was ich wirklich an ihnen
bewundere, ist wie schmerzfrei sie sind, wenn es darum geht, die Dialoge zu
ändern. Das ist ziemlich clever von ihnen. Denn durch Improvisation entstehen
sehr realistische Wortwechsel, und sie verließen sich dabei voll auf uns. Wenn
etwas gekünstelt klang oder merkwürdig formuliert war, sagten sie, ’Sag es
einfach so, wie du dich ausdrücken würdest.’ Sie vertrauten dem Instinkt ihrer
Darsteller.“
Reillys
Begeisterung
für
den
Duplass’schen
Arbeitsprozess
sei
von
unschätzbarem Wert gewesen, sagt Mark Duplass. „Bestimmte Schauspieler
lieben unsere Arbeitsweise, andere hassen sie. Wir zeigten unsere Filme allen,
die vorgesprochen haben, und John reagierte ganz besonders positiv darauf. Im
Gegenzug hat er uns in seiner Rolle sehr inspiriert.“
„Reillys Performance als ein mittelalter Mann, der die vermutlich letzte Chance
auf ein glückliches Leben ergreift, ist ehrlich und sehr bewegend“, ergänzt Mark
Duplass. „Immer, wenn die Kamera auf John C. Reilly gerichtet ist, reagiert er
auf sehr inspirierende und wahrhaftige Weise. Und er macht es jedes Mal ein
bisschen anders, aber immer kommt es aus seinem tiefsten Inneren. Seine
Performance ist intelligent und beeindruckend. Diese Seite von ihm wollten wir
unbedingt in unserem Film zeigen.“
Johns Geliebte, Molly, ist Mutter und Masseuse mit einer Schwäche für
Underdogs. „Molly entgehen Johns lächerliche Versuche, auf der Party Frauen
abzuschleppen, nicht“, sagt Jay Duplass. „Sie erfährt von ihm, was in seinem
Leben alles schief gelaufen ist und schätzt ihn für seine Ehrlichkeit.“
Ein Charakterzug, den auch die Filmemacher sehr schätzen, sagt Mark. „Nur
leider findet man ihn bei den Leuten, mit denen wir zusammentreffen, eher
selten. Mollys Zuneigung für John ist ganz echt und rein und im weiteren
Verlauf des Films merkt man, dass sie diesen Mann, der so arge
Beziehungsprobleme hat, wirklich versteht.“
Für die Rolle der Molly konnten die Filmemacher Oscar®-Preisträgerin Marisa
Tomei gewinnen, eine Schauspielerin, die sich in Komödien und Dramen
gleichermaßen bewährt hat, und für ihre Leistungen in unterschiedlichsten
Filmen wie THE WRESTLER („The Wrester“, 2008) und MY COUSIN VINNY
(„Mein Vetter Winnie“, 1992) vielfach ausgezeichnet wurde. „Wir haben Marisa
teilweise wegen ihrer schauspielerischen Intelligenz besetzt“, sagt Jay Duplass.
„Der Film handelt von zwei Männern, die um eine Frau kämpfen. Da kann es
schnell passieren, dass die Frau dabei zur Nebensache verkommt. John C. Reilly
und Jonah Hill sind schließlich kraftvolle Schauspieler. Aber wir wussten von
Anfang an, dass Marisa für ihre Filmfigur kämpfen und sich mit Stärke,
Intelligenz und Kreativität behaupten würde. Sie hat sich hunderprozentig
durchgesetzt und kann stolz auf sich sein.“
Sein Bruder Mark ergänzt mit charakteristischer Offenheit und Humor: „Was
Jay sagen will, ist: Wir sind nicht besonders gut im Schreiben von Frauenfiguren
und Marisa hat unsere Unzulänglichkeiten hervorragend ausgebügelt.“
„Marisa versucht nicht eine Komikerin zu sein“, sagt Jay Duplass. „Sie versucht
nicht lustig zu sein, sondern bleibt immer wahrhaftig. Sie verfügt über einen
großartigen komödiantischen Instinkt. Weil sie sehr realistisch agiert, wirken
ihre Charaktere so authentisch und durchleben etwas, womit man sich
identifizieren kann. Und dann zündet sie mit unvergleichlichem Timing den
Comedy-Aspekt der Rolle.“
Marisa Tomei gefiel am Skript ganz besonders der humoristische Blick auf die
Charaktere und ihre Motivationen. „Es hat mir viel Spaß gebracht, die Dynamik
zu ergründen, die zwischen diesen drei Menschen an diesem besonderen Punkt
ihres Lebens herrscht“, sagt sie. „So etwas hatte ich vorher wirklich noch nicht
gesehen. Das Drehbuch untersucht die Feinheiten des Mutterseins. Ist es KoAbhängigkeit?
Oder
Liebe?
Was
passiert
in
solchen
komplizierten
Beziehungen?“
„Mark und Jay haben einen untrügliches Gespür für die Peinlichkeiten in allen
Lebenslagen“, ergänzt die Schauspielerin. „Als würden sie magnetisch davon
angezogen. Und man fragt sich unwillkürlich, soll man nun lachen, sich
Fremdschämen, oder beides?“
Als größtes Hindernis für die Romanze zwischen John und Molly stellt sich
Mollys 21-jähriger Sohn Cyrus heraus, der von Jonah Hill gespielt wird. „Am
Anfang des Films bildet sich Molly noch ein, dass sie und ihr Sohn toll
miteinander auskommen“, sagt Jay Duplass. „Sie leben in ihrer eigenen kleinen
Welt, doch als John hinzukommt, muss sich Molly eingestehen, dass diese
Situation vielleicht doch nicht so normal ist. Uns interessierten die positiven
wie negativen Seiten dieser Situation.“
Molly und Cyrus stehen sich unangenehm nah. „Eigentlich wie ein Paar, nur
dass es keine romantische oder sexuelle Komponente gibt“, sagt Mark Duplass.
„Das macht es für John umso schwerer, sich dort einzufinden. Er hat zwar
großartigen Sex mit Molly, aber alles andere, was John ihr geben könnte,
bekommt sie schon von Cyrus.“
Die Brüder erläutern, dass es teilweise diese Gemeinsamkeiten zwischen John
und Cyrus sind, die Mollys Zuneigung hervorrufen. „In gewisser Weise sind
beide Außenseiter“, sagt Jay. „Sie sind leicht schluffige Typen, die versuchen,
ihren Weg zu finden, denen aber viel daneben geht. Molly ist jemand, die sich
eine Welt wünscht, in der Menschen wir ihr Sohn das schöne Mädchen
bekommen; eine Welt, in der besondere Menschen wie Cyrus und John für ihre
Bemühungen belohnt werden. Zumindest hoffen wir, dass das Publikum Molly
so wahrnimmt.“
„Bei Cyrus haben wir an einen Höhlenmenschen gedacht“, fügt Jay an. „Er ist in
einem Vakuum aufgewachsen. Er ist ein New-Age-Musiker mit einem
Keyboard, das Yanni alle Ehre machen würde, und nimmt im Alter von 21
Jahren bereits Alben auf, die wirklich gut sind. Uns war es sehr wichtig, dass die
Musik, die Michael Andrews für den Film komponierte, tatsächlich berührt. Wir
haben hier also einen erwachsenen Mann vor uns, der sich bereits eine Karriere
aufgebaut hat. Blickt man jedoch hinter die Fassade, ist da ein Mensch, der
nicht einmal ansatzweise in der Lage ist, mit anderen umzugehen. Und der
seine Mutter am liebsten ganz für sich allein hätte.“
Von allen komplexen Beziehungen im Film ist die zwischen John und Cyrus wohl
die komplizierteste. Dabei wäre es sehr leicht und vielleicht auch offensichtlich
gewesen, hätten die Filmemacher den Konflikt einfach komödiantisch gelöst,
statt emotional in die Tiefe zu gehen. „Aber das wollten wir auf keinen Fall“,
sagt Mark Duplass. „Dieser Wettkampf zwischen beiden sollte sehr nuanciert
geführt werden. Denn ihm liegt Cyrus’ tief verwurzelte Angst zugrunde, seine
Mutter zu verlieren, und Johns nicht minder tief verwurzelte Angst, eines Tages
allein sterben zu müssen. Das sind sehr ernsthafte Themen, die dem ComedyAspekt einiges an Drama hinzufügen.“
Für die Rolle des Cyrus brauchten die Filmemacher einen jungen Schauspieler,
der genügend Improvisationserfahrungen besaß, um mit John C. Reilly
mithalten zu können. Die Suche gestaltete sich schwierig, doch mit Jonah Hill
fanden sie einen gleichwertigen Partner. „John und Jonah zuzuschauen ist
ungefähr so, wie das siebente Spiel der World Series zu gucken, wenn die
besten Pitcher am Start sind“, sagt Mark. „Sie wissen beide, wenn sie in ihren
gemeinsamen Szenen nicht ihr Bestes geben, werden sie ziemlich blöd
dastehen. Sie waren wirklich gleichwertige Partner. Es hatte schon etwas von
einem Wettkampf, aber andererseits waren sie wie Teile eines Puzzles, die
perfekt zusammenpassten.“
Hill, der mit sagenhaft komischen Rollen in SUPERBAD („Superbad“, 2007),
FORGETTING SARAH MARSHALL („Nie wieder Sex mit dem Ex“, 2008) und
KNOCKED UP („Beim ersten Mal“, 2007) bekannt wurde, unterläuft hier ganz
bewusst sein Image. Cyrus ist geschniegelt und gebügelt, drückt sich gewählt
aus und ist entwaffnend ehrlich. „Er unterscheidet sich schon sehr von den
Figuren, die ich bislang in anderen Filmen gespielt habe“, sagt Hill. „Er ist sehr
manipulativ und smart, aber emotional gestört, was man daran sehen kann,
wie sehr er sich durch die neue Liebesbeziehung seiner Mutter bedroht fühlt.“
Hill und Reillly hatten bereits in WALK HARD: THE DEWEY COX STORY („Walk
Hard – Die Dewey Cox Story“, 2007) eine kurze Szene zusammen und wollten
seit dem unbedingt zusammenarbeiten. „Ich liebe John C. Reilly“, sagt Hill. „Er
ist einfach ein Stand-Up-Typ. Darstellerisch spielt er sich in einer ganz anderen
Liga als ich – er ist einer meiner Lieblingsschauspieler aller Zeiten und ich habe
durch ihn wahnsinnig viel dazugelernt. Ich würde mich niemals mit einem so
großartigen Schauspieler vergleichen.“
„Und Marisa ist ebenfalls unglaublich talentiert“, ergänzt er. „Sie ist immer toll,
egal, was sie macht, und das war sehr gut für den Film, weil er keine reine
Komödie ist. CYRUS – MEINE FREUNDIN, IHR SOHN UND ICH hat viele
dramatische Momente und sie wirkt immer unglaublich echt.“
Eines der Markenzeichen eines Duplass-Films ist die enorme Empathie, die sie
sämtlichen Charakteren entgegenbringen, was bei Johns Ex-Frau, gespielt von
Catherine Keener, besonders deutlich wird. „Wir möchten das Leben und
menschliche Beziehungen etwas anders darzustellen als andere“, sagt Jay
Duplass. „Meist wird die Ex-Frau als Miststück gezeichnet, von der sich der
Mann zu lösen versucht. Bei uns ist Jamie jedoch Johns letzte Verbindung zu
der ihm vertrauten Welt. Dass sie immer noch beste Freunde sind, ist wirklich
ganz reizend, aber eben auch todtraurig – die letzte intakte Beziehung seines
Lebens ist die zu seiner Ex-Frau, und sie ist auch noch drauf und dran, wieder zu
heiraten.“
Keener fülle die Rolle mit Herzenswärme und Großzügigkeit aus, die sonst
möglicherweise zu einem reinen Klischee verkommen wäre, sagt Mark. „Jamie
ist eine sehr schwierige Rolle. Aber Catherine fand einen speziellen Zugang zu
ihrer Verbindung mit John. Wenn man sie zusammen sieht, weiß man, dass sie
für alle Zeiten beste Freunde bleiben werden. Es muss schon eine ganz
besondere Person sein, die das Gejammer ihres Ex-Mannes erträgt. Und
Catherine ist ganz genauso, übersprudelnd vor Temperament und voller Liebe.“
„Zwischen Ex-Partnern gibt es manchmal diese eigenartigen Schuldgefühle, und
die interessieren uns sehr“, ergänzt er. „Jamie fühlt sich schuldig, weil sie sich
scheiden ließ und kümmert sich deshalb immer noch um John. Sie hat großes
Interesse daran, ihn wieder aufzupeppeln, damit sie auch mit ihrem eigenen
Leben vorankommt.“
Keener, die zuletzt in THE SOLOIST („Der Solist“, 2009) und WHERE THE WILD
THINGS ARE („Wo die wilden Kerle wohnen“, 2009) begeisterte, war von THE
PUFFY CHAIR so angetan, dass sie sich näher über die Filmemacher informierte.
„Ich sah mir auf YouTube ein Sundance-Interview mit Jay und Mark an“,
erläutert sie. „Und beide waren irgendwie liebenswert. Wenn man dann noch
bedenkt, dass John ein uralter Freund von mir ist und einer der besten
Schauspieler, die ich kenne, konnte dieses Projekt einfach nur Spaß machen.“
Mit Jonah Hill hatte sie bereits bei THE 40 YEAR OLD VIRGIN („Jungfrau (40),
männlich, sucht“, 2005) zusammengearbeitet. „Es war einer der ersten Jobs für
Jonah“, erinnert sie sich. „Während wir improvisierten, wurde er mir
gegenüber ziemlich vorlaut. Er nannte mich in einer Szene ’Miststück’, um mich
zu verärgern, was auch gut funktioniert hat. Es überrascht mich nicht, dass
Jonah so erfolgreich geworden ist. Man konnte vom ersten Tag an sehen, wie
unglaublich talentiert er ist. Und trotz des ganzen Erfolges ist er so ein netter
Kerl geblieben.“
Matt Walsh, Gründungsmitglied der Comedy-Truppe The Upright Citizen’s
Brigade, spielt Jamies zukünftigen Ehemann, Tim. Die Brüder sprechen von ihm
mit großer Bewunderung: Dank seiner jahrelangen Erfahrungen in der LiveImprovisation war er mutig genug, sich zurückzuhalten, wenn die Situation dies
erforderte. Das Ergebnis: eine sehr scharf umrissene Performance voller
Understatement. „Er ist grandios“, sagt Jay Duplass. „Er spielt einen netten
Kerl, der einfach nur bemüht ist, die ungesunde und zeitraubende Beziehung
seiner zukünftigen Frau zu ihrem Ex-Mann zu akzeptieren. Matt agiert sehr
smart und subtil.“
Walsh, der auch in dem Komödienhit THE HANGOVER („Hangover“, 2009)
mitwirkte, bewundert den eigenwilligen Stil der Duplass-Brüder. „Ich finde
ihren Humor sehr witzig, weil er klug ist und uns Schaupielern ermöglicht, die
Dinge realistisch zu spielen“, sagt er. „Ihre Filme sind etwas seltsam und das
gefällt mir. Die Gags sind realistisch, unkonventionell und erklären sich ganz aus
den Charakteren. Die Arbeit mit ihnen ist spannend, weil Mark und Jay
ungewöhnliche Geschichten erzählen, die es den Darstellern erlauben, ihre
Filmfiguren mit allen möglichen abgedrehten Einfällen zu etablieren.“
Die
beiden
Duplass-Brüder
Hollywoodgeschäft
angenehm
waren
von
überrascht,
ihrem
was
ersten
die
Ausflug
Arbeit
mit
ins
den
Schauspielern betraf. „Wir waren nicht sicher, ob wir von den Filmstars die
Performances kriegen würden, die wir wollten“, sagt Mark. „Aber alle waren so
offen für uns und gespannt auf den ganzen Entstehungsprozess des Films, so
dass es eigentlich kein großer Unterschied zu früher war.“
WILLKOMMEN BEI DER DUPLASS’SCHEN METHODE
Die Arbeit mit Jay und Mark Duplass ist stets ein besonderes Erlebnis für die
Darsteller und die Crewmitglieder. Deshalb sahen die Brüder auch keinen
Grund, bei ihrem ersten Hollywoodfilm an ihrem eigenwilligen Ansatz etwas zu
ändern. Ihre unkonventionelle Herangehensweise fängt schon damit an, dass
sie das Drehbuch in chronologischer Reihenfolge abarbeiten, damit die
Schauspieler ihre eigenen Dialoge und Aktionen vor der Kamera entwickeln
können. Selbst die erfahrensten Mitarbeiter waren von dieser Methode
überrascht und elektrisiert.
„Ich finde, wir sollten ein Buch über die ’Duplass’sche Methode’ schreiben,
denn sie ist in allen Bereichen faszinierend“, sagt Ko-Produzentin Chrisann
Verges. „Mir hat es am besten gefallen, dass wir das Skript chronologisch von
Anfang bis Ende abgedreht haben. So konnte man sehen, wie sich die
Geschichte entwickelt. Es war fast wie eine Soap-Opera, wenn wir uns die
Dailies ansahen. Was passiert bei Molly, Cyrus und John heute? Die
Schauspieler sagten mir, dass ihnen das ausgezeichnet gefallen habe, weil sie
so in ihre gegenseitigen Beziehungen hereinwachsen konnten, fast wie im
richtigen Leben.“
Ein weiterer großer Unterschied zum traditionellen Filmemachen ist, dass die
Brüder keine speziellen Vorgaben für ihre Szenen geben. „Wir bringen die
Kamera zu den Schauspielern und nicht umgekehrt“, sagt Jay Duplass. „Wir
glauben, dass wir nicht die Leistungen bekommen, die wir brauchen, wenn wir
die Darsteller mit Vorgaben und Markierungen einengen. Deshalb schaffen wir
realistische Situationen und fangen sie wie Dokumentarfilmer ein. In unserer
Anfangszeit hielt Mark den Tongalgen und ich die Kamera und dann passierte
alles buchstäblich vor unserer Nase.“
So ungewöhnlich diese Technik auch erscheinen mag, entsteht durch sie doch
genau die Art von Unmittelbarkeit, die die Duplass-Brüder – und ihre Darsteller
– so schätzen. „Ich liebe es, wie sie die Kamera verwenden“, sagt Marisa Tomei.
„Oftmals drehten sie mit zwei Kameras gleichzeitig, wodurch sie alles, was
passierte, gleich beim ersten Mal einfingen. Für uns Schauspieler war das
großartig, weil wir im exakt selben Moment wie unsere Leinwandpartner voll
da waren.“
Um den Realismus noch weiter zu fördern, ließen die Brüder die Sets komplett
ausleuchten, damit die Schauspieler sich frei bewegen konnten, ohne sich
Gedanken machen zu müssen, plötzlich im Dunkeln zu stehen. „Es dauerte
immer sehr lange, die Set-Beleuchtung einzurichten“, so Verges. „Aber dann
konnten die Schauspieler direkt in ihre Szenen einsteigen. Und wenn wir
erstmal drehten, drehten wir viel. Da wir HD-Kameras benutzten, spielte es
keine Rolle, wie viel Material wir aufnahmen. Manchmal kamen an einem Tag
fünf Stunden zusammen.“
Kaum fünf Jahre früher wären solche langen Takes nicht möglich gewesen, aber
die Entwicklung von High-Definition-Systemen wie die RED-Kamera, die bei
CYRUS – MEINE FREUNDIN, IHR SOHN UND ICH benutzt wurde, ließ die
Filmemacher sehr flexibel reagieren. „Wir haben manchmal 15-minütige Takes
gedreht und es war goldrichtig, nicht zu unterbrechen“, sagt Jay. „Außerdem
sind 35mm-Kameras riesige Monster, die man da auf den Schultern trägt. Da
ich einer der Kameraführer war und nicht gerade kräftig gebaut bin, fiel die
Entscheidung für die RED umso leichter.“
Aber das Herzstück ihres einzigartigen Drehstils ist die Improvisation. „Wir
begannen immer mit dem Skript und ließen dann improvisieren“, sagt Verges.
„Das erste Drittel eines Takes stand meist so im Drehbuch. Aber wenn man
gerade dachte, die Szene sei im Kasten, ließen die Brüder die Kamera noch
etwas länger laufen und wurden so am Schluss mit diesen großartigen
„Goldstücken“ belohnt.“
Weil es größtenteils diese Vorgehensweise ist, die ihre Filme so besonders
macht, müssen sich die Duplass-Brüder voll und ganz darauf verlassen können,
dass die Schauspieler ihre Charaktere in- und auswändig kennen. „Unsere
Darsteller sind einfach clever“, sagt Jay Duplass. „Sie wissen, was sie tun und
verstehen die Mechanismen eines Drehbuchs und einer Geschichte besser als
die meisten anderen. Mark und ich geben ihnen für jede Szene nur eine sehr
einfache Anweisung. Zum Beispiel: ’Du bist stocksauer auf diese Person und
willst unbedingt raus aus dem Zimmer’.“
„Der anderen Person sagen wir hingegen heimlich: ’Was auch immer passiert,
lass’ ihn nicht aus dem Raum’“, fügt er an. „Wenn man nur diese beiden
Vorgaben macht, wird die Szene schon interessant. Aber hat man dann noch
richtig gute Schauspieler, die die Geschichte und die Charaktere verinnerlicht
haben,
passieren
erstaunliche,
verrückte
Dinge.
Die
Sprache,
Besonderheiten und die Feinheiten verändern sich bei jedem Take.“
die
Improvisation
bedeutet
für
Schauspieler
sowohl
Freiheit
als
auch
Veranwortung. „Sobald man anfängt zu improvisieren, entwickeln die Figuren
ein Eigenleben“, sagt Reilly. „Manchmal lassen sie das Drehbuch dabei hinter
sich. Meistens drehten wir die geskriptete Szene ein oder zwei Mal. Dann
veränderten wir sie oder suchten nach neuen Witzen. Oft befassten wir uns
nicht mal mit der geskripteten Version. Wir nahmen sie nur als Blaupause für
das, was in der Szene passieren sollte. Ich mag es zu improvisieren, ein bisschen
ist es für mich wie blitzschnelles Drehbuchschreiben.“
Nach jedem Drehtag sahen sich die Brüder die Aufnahmen an und entschieden
dann spontan, wie die Geschichte weitergehen sollte. „Mark und ich haben
gelernt, unsere ursprünglichen Absichten anzupassen und danach zu handeln,
was das Beste für den Film ist“, sagt Jay Duplass.
Das Resultat ist ein sehr persönlicher Film, der die Weltsicht der DuplassBrüder widerspiegelt. „Der Film wirkt selbstgestrickt, und ich denke, das haben
sie auch beabsichtigt“, sagt Jonah Hill. „Und wenn ich selbstgestrickt sage, dann
meine ich keinen Pullover, wie man ihn bei H&M bekommt, sondern einen, den
dir deine Großmutter gemacht hat. CYRUS – MEINE FREUNDIN, IHR SOHN UND
ICH ist anders als alles, was ich bislang gedreht habe.“
„Ich hoffe, dass die Zuschauer etwas erleben, mit dem sie sich verbunden
fühlen“, sagt Jay Duplass. „Und ich hoffe, wir haben es so festgehalten, dass wir
sie damit zum Lachen bringen werden. Das Leben kann sehr schmerzhaft sein
und deshalb versuchen wir es auf eine bestimmte Weise einzufangen, so dass
die Menschen über die ganze Situation lachen können.“
„Das Publikum geht doch hauptsächlich in Filme wie diese, weil es etwas
erleben möchte, das so lebensecht ist wie es ein Film nur sein kann“, ergänzt
Mark Duplass. „Unser Ziel war es, den Zuschauern das Gefühl zu geben, wir
hätten Mikrofone in ihren Schlafzimmern installiert und ihre Gespräche
belauscht. Wir versuchen, das menschliche Wesen zu verstehen, aber auf eine
lustige Art, die darüber hinaus noch vermittelt, dass wir mit nicht alleine sind.
Es gibt einige sehr schräge Vögel in CYRUS – MEINE FREUNDIN, IHR SOHN UND
ICH, aber die Wahrheit ist, dass sie sind uns sehr ähnlich sind.“
DIE BESETZUNG
JOHN C. REILLY (John)
John C. Reilly wurde für einen Academy Award® und mehrfach für einen
Golden Globe® nominiert. Der talentierte Schauspieler ist sowohl im
komödiantischen als auch im dramatischen Fach zuhause. Für seine
atemberaubende Leistung in dem Oscar®-Preisträger CHICAGO („Chicago“,
2002) erhielt er eine Oscar®- und eine Golden-Globe®-Nominierung als Bester
Nebendarsteller.
Im selben Jahr war Reilly außerdem in zwei weiteren Filmen zu sehen, die
ebenfalls eine Oscar®-Nominierung als Bester Film erhielten: Martin Scorseses
GANGS OF NEW YORK („Gangs of New York“, 2002) und Stephen Daldrys THE
HOURS („The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit“, 2002). Damit ist John C. Reilly
bislang der einzige Schauspieler, der gleich in drei der fünf „Best Picture“Filmen eines einzigen Oscar®-Jahrgangs wichtige Rollen gespielt hat.
Für WALK HARD: THE DEWEY COX STORY („Walk Hard – Die Dewey Cox Story“,
2007) erhielt Reilly gleich zwei Golden-Globe®-Nominierungen: als Bester
Hauptdarsteller und für den Besten Originalsong. Reilly war Ko-Autor des
Titelsongs, der außerdem für einen Grammy® nominiert war.
Zu seinen jüngsten Filmcredits gehören eine Sprechrolle in dem Animationsfilm
#9 („#9“, 2009) und die Komödie CIRQUE DU FREAK: THE VAMPIRE’S
ASSISTANT („Cirque du Freak – Mitternachtszirkus“, 2009) mit Salma Hayek.
Reilly wurde als fünftes von sechs Kindern einer irisch-littauischen Familie in
Chicago geboren und studierte an der Goodman School of Drama. Seine erste
Filmrolle spielte er 1989 in Brian De Palma CASUALTIES OF WAR („Die
Verdammten des Krieges“). Danach ging es Schlag auf Schlag. Er trat in den
unterschiedlichsten Filmen auf, beispielsweise WE’RE NO ANGELS („Wir sind
keine Engel“, 1989), DAYS OF THUNDER („Tage des Donners“, 1990), SHADOWS
AND FOG („Schatten und Nebel“, 1991), HOFFA („Jimmy Hoffa“, 1992), WHAT’S
EATING GILBERT GRAPE („Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa“, 1993), THE RIVER
WILD („Am wilden Fluss“, 1994), GEORGIA („Georgia“, 1995) und DOLORES
CLAIBORNE („Dolores“, 1995). Doch sein eigentlicher Durchbruch gelang ihm
als Stammschauspieler des Regisseurs Paul Thomas Anderson in HARD EIGHT
(„Last Exit Reno“, 1996), BOOGIE NIGHTS („Boogie Nights“, 1997) und
MAGNOLIA („Magnolia“, 1999).
Für seine Hauptrolle neben Jennifer Aniston in THE GOOD GIRL („The Good
Girl“, 2002) war Reilly für den IFP Spirit Award nominiert. Nach dem
Komödienhit TALLADEGA NIGHTS: THE BALLAD OF RICKY BOBBY („Ricky Bobby
– König der Rennfahrer“, 2006) arbeitete er mit Will Ferrell und Produzent Judd
Apatow auch an der Komödie STEPBROTHERS („Die Stiefbrüder“, 2008)
zusammen.
Zu seinen weiteren Filmen zählen: A PRAIRIE HOME COMPANION („A Prairie
Home Companion: Last Radio Show“, 2006), DARK WATER („Dark Water –
Dunkle Wasser“, 2005), THE AVIATOR („Aviator“, 2004), CRIMINAL („Gauner
unter sich“, 2004), ANGER MANAGEMENT („Die Wutprobe“, 2003), THE
PERFECT STORM („Der Sturm“, 2000), FOR LOVE OF THE GAME („Aus Liebe zum
Spiel“, 1999), NEVER BEEN KISSED („Ungeküsst“, 1999), THE THIN RED LINE
(„Der schmale Grat“, 1998) und STATE OF GRACE („Im Vorhof der Hölle“, 1990).
Im Jahr 2005 kehrte John C. Reilly zu seinen Theaterwurzeln zurück und spielte
die Hauptrolle in der Broadway-Produktion von Tennessee Williams’ Klassiker
„Endstation Sehnsucht“. Im Jahr 2000 war er neben Philip Seymour Hoffman in
Sam Shepards Tony®-nominierter Broadway-Produktion „True West“ zu sehen.
Für diese Rolle bekam Reilly den Outer Circle Critics Award und eine Tony®Nominierung als Bester Hauptdarsteller. Zu seinen Theater-Credits gehören
darüber hinaus die Steppenwolf-Theater-Produktionen „Die Früchte des Zorns“
(mit Gary Sinise) und „Endstation Sehnsucht“. Am Gang Theater in Los Angeles
produzierte Reilly Ionescos „Der König stirbt“ und spielte darin auch die
Titelrolle.
JONAH HILL (Cyrus)
Jonah Hill ist in Windeseile zu einem der gefragtesten Schauspieler und
Starkomiker seiner Generation aufgestiegen. Bis heute verbindet man ihn
hauptsächlich mit seiner furiosen Hauptrolle neben Michael Cera in dem
gefeierten Teenie-Hit SUPERBAD („Superbad“, 2007). Seine Karriere begann er
allerdings mit selbst geschriebenen Sketchen, die er in der schummerigen
„Black & White Bar“ in New York aufführte. Nachdem er neben Stars wie Dustin
Hoffman und Lily Tomlin eine Rolle in David O. Russells I HEART HUCKABEES („I
Heart Huckabees“, 2000) ergattern konnte, folgte Judd Apatows Regiedebüt
THE 40 YEAR OLD VIRGIN („Jungfrau (40), männlich, sucht…“, 2005) mit Steve
Carrell. Diese kleine Rolle in dem Überraschungshit führte zu einer fruchtbaren
Zusammenarbeit mit Apatow. Hill war in dessen Filmen KNOCKED UP („Beim
ersten Mal“, 2007) und FUNNY PEOPLE („Wie das Leben so spielt“, 2009) dabei
und spielt neben Russell Brand die Hauptrolle in der kommenden, von Apatow
produzierten Sommerkomödie GET HIM TO THE GREEK („Männertrip“, 2010).
Der 26-Jährige behauptet seit ein paar Jahren kontinuierlich seinen Platz als
Vertreter einer neuen Generation von Komikern und Comedy-Autoren. Er war
neben Ricky Gervais, Jennifer Garner und Tina Fey kürzlich in THE INVENTION
OF LYING („Lügen macht erfinderisch“, 2009) zu sehen. Er übernahm
Sprechrollen in der Originalfassung des computeranimierten Hits HOW TO
TRAIN YOUR DRAGON („Drachenzähmen leicht gemacht“, 2010) und in der
kommenden CGI-Komödie MEGAMIND („Megamind“, 2010).
Sein schriftstellerisches Talent beweist er derzeit als Ko-Autor (auch Hauptrolle
und Produktion) von THE ADVENTURER’S HANDBOOK (2010). Weitere geplante
Drehbücher von Jonah Hill: PURE IMAGINATION und 21 JUMP STREET.
MARISA TOMEI (Molly)
Marisa Tomei versteht es wie kaum eine andere, zwischen ernsten,
tiefgehenden und smarten, witzigen Rollen zu wechseln. Außerdem arbeitet sie
genauso gern für große Filmstudios wie für kleine Independent-Studios und
bereichert jedes Projekt mit ihrer unabhängigen, freigeistigen Denkart.
Sie gewann 1993 einen Oscar® als Beste Nebendarstellerin für ihre Rolle in MY
COUSIN VINNY („Mein Vetter Winnie“, 1992) und wurde bislang zwei weitere
Male nominiert: 2002 für Todd Fields IN THE BEDROOM („In the Bedroom“,
2001) und 2009 für Darren Aronofskys Indie-Drama THE WRESTLER („The
Wrester“, 2008).
Kürzlich inszenierte Tomei außerdem eine Kurzfilm in Äthiopien, der auf
Nicholas Kristofs und Sheryl Wudunns Sachbuch „Die Hälfte des Himmels“
basiert. Die Doku für den Fernsehsender PBS berichtet über die Ausbeutung
und den Missbrauch von Frauen in der ganzen Welt und markiert Tomeis
Regiedebüt.
Außerdem wirkte sie in Howard Zinns Dokumentarfilm THE PEOPLE SPEAK
(2009) mit. Das Projekt wurde von Matt Damon für den History Channel
produziert und vereint viele prominente Schauspieler wie Viggo Mortensen und
Josh Brolin, die bewegende Geschichten aus der Vergangenheit erzählen.
Darüber hinaus war Marisa Tomei in Sidney Lumets Juwelenraub-Drama
BEFORE THE DEVIL KNOWS YOU’RE DEAD („Tödliche Entscheidung“, 2007)
neben Ethan Hawke und Philip Seymour Hoffman zu sehen. Ihre Rolle trug ihr
eine
Nominierung
für
den
Independent
Spirit
Award
als
Beste
Nebendarstellerin ein. Außerdem wirkte sie mit in: WAR INC. („War, Inc. – Sie
bestellen Krieg: Wir liefern!“, 2008) mit John Cusack, dem Boxoffice-Hit WILD
HOGS („Born to be Wild – Saumäßig unterwegs“, 2007), Bent Hamers
FACTOTUM („Factotum“, 2005) mit Matt Dillon. Darüber hinaus war sie in den
Sundance-Hits LOVERBOY („Loverboy – Liebe, Wahnsinn, Tod“, 2005),
inszeniert von Kevin Bacon sowie MARILYN HOTCHKISS’ BALLROOM DANCING
& CHARM SCHOOL (2005) zu sehen.
Weitere Filme: ALFIE („Alfie“, 2004), ANGER MANAGEMENT („Die Wutprobe“,
2003), THE GURU („Der Super-Guru“, 2002), WHAT WOMEN WANT („Was
Frauen wollen“, 2000), HAPPY ACCIDENTS (2000), SLUMS OF BEVERLY HILLS
(„Hauptsache Beverly Hills“, 1998), WELCOME TO SARJEVO („Welcome to
Sarajevo“, 1997), A BROTHER'S KISS (1997), THE PEREZ FAMILY („The Perez
Family“, 1995), und UNHOOK THE STARS („Ein Licht in meinem Herzen“, 1996),
der Tomei eine SAG-Nominierung einbrachte.
Neben ihrer Filmarbeit spielt Marisa Tomei auch leidenschaftlich Theater, etwa
am Broadway in Caryl Churchills feministischem Drama „Top Girls“, und neben
Al Pacino in der Titelrolle von Oscar Wildes „Salome“. Zu ihren weiteren
Theater-Credits zählen: Will Enos „Oh! The Humanity and Other Good
Intentions“, „Bezahlt wird nicht!“ von Literaturnobelpreisträger Dario Fo,
Clifford Odets’ „Waiting for Lefty“ und „Rocket to the Moon“, beide inszeniert
von Joanne Woodward, Noel Cowards „Design for Living“ und viele andere.
Marisa Tomei ist Mitglied der Naked Angels Theater Company in New York.
CATHERINE KEENER (Jamie)
Catherine Keener ist eine hoch angesehene, vielseitige Schauspielerin, die dafür
bekannt ist, ganz in ihren Rollen aufzugehen. Zu ihren jüngsten Filmen zählen
PERCY JACKSON & THE OLYMPIANS: THE LIGHTNING THIEF („Percy Jackson –
Diebe im Olymp“, 2010) und WHERE THE WILD THINGS ARE („Wo die wilden
Kerle wohnen“, 2009) nach dem berühmten Kinderbuch von Maurice Sendak.
Inszeniert wurde der Film von Spike Jonze, der auch zusammen mit Dave
Eggers das Drehbuch schrieb. Außerdem wirkte sie kürzlich neben Robert
Downey, jr. und Jamie Foxx in Joe Wrights Drama THE SOLOIST („Der Solist“,
2009) mit und spielte in Nicole Holofceners kommender Komödie PLEASE GIVE
(„Please Give“, 2010) neben Oliver Platt und Rebecca Hall eine der Hauptrollen.
Für ihre Verkörperung der Schriftstellerin Nelle Harper Lee in CAPOTE
(„Capote“, 2005) mit Philip Seymour Hoffman erhielt Keener eine Oscar®Nominierung als beste Nebendarstellerin sowie eine Nominierung von der
Screen Actors Guild. Von der Toronto Film Critics Association wurde sie darüber
hinaus aus beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.
2003 wurde sie für ihre Leistung in Nicole Holofceners LOVELY & AMAZING
(2001) als Beste Darstellerin für einen Independent Spirit Award nominiert. Im
Jahr 2000 erhielt Keener ihre erste Oscar®-Nominierung als Beste
Nebendarstellerin für ihre Performance als John Cusacks manipulative
Mitarbeiterin Maxine in Spike Jonzes BEING JOHN MALKOVICH („Being John
Malkovich“, 1999).
Zu ihren weiteren Filmen zählen: Charlie Kaufmans SYNDOCHE, NEW YORK
(2008), Barry Levinsons WHAT JUST HAPPENED („Inside Hollywood“, 2008),
Andrew Flemings HAMLET 2 („Hamlet 2“, 2008), Sean Penns INTO THE WILD
(„Into the Wild“, 2007), Nicole Holofceners „FRIENDS WITH MONEY („Freunde
mit Geld“, 2006), Judd Apatows THE 40 YEAR OLD VIRGIN („Jungfrau (40),
männlich,
sucht“,
2005),
Sydney
Pollacks
THE
INTERPRETER
(„Die
Dolmetscherin“, 2005), Rebecca Millers THE BALLAD OF JACK AND ROSE (2005),
Spike Jonzes ADAPTATION („Adaption“, 2002), Andrew Niccols SIMONE
(„S1m0ne“, 2002), Steven Soderbergs FULL FRONTAL („Voll frontal“, 2002) und
OUT OF SIGHT („Out of Sight“, 1998), Danny DeVitos DEATH TO SMOOCHY
(„Tötet Smoochy“, 2002), Neil LaButes YOUR FRIENDS AND NEIGHBORS (1998),
Nicole Holofceners WALKING AND TALKING („Walking and Talking“, 1996) und
die Adaption von Sam Shepards Bühnentück SIMPATICO („Simpatico“, 1999).
Darüber hinaus spielte Catherine Keener in vier Filmen von Tom DiCillo mit:
THE REAL BLONDE („Echt Blond“, 1997), BOX OF MOONLIGHT („Box of
Moonlight“, 1996), JOHNNY SUEDE („Johnny Suede“, 1991) und LIVING IN
OBLIVION („Living in Oblivion – Total abgedreht“, 1995).
Zusätzlich zu ihren zahlreichen Preisen verdiente sich Keener ihre erste Emmy®Nominierung und eine weitere Golden-Globe®-Nominierung mit ihrer
Hauptrolle in dem Showtime-Film „An American Crime“ (2007), der bei uns auf
dem Fantasy Filmfest lief. Keener spielt in der wahren Geschichte eine
Hausfrau aus einer Vorstadt in Indiana, die in den 60er Jahren eine Teenagerin
(Ellen Page) im Keller gefangen hielt. Zu ihren weiteren TV-Credits gehören:
HBOs gefeierte Anthologie „Haus der stummen Schreie“ (1996) von Nancy
Savoca, und ein Gastauftritt in der Hitserie „Seinfeld“.
Auf der Bühne sah man sie 2003 neben Edward Norton in einer Off-BroadwayInszenierung der Signature Theater Company von Lanford Wilsons „Burn This“.
MATT WALSH (Tim)
Matt Walsh kehrte im Frühjahr 2010 als Erfinder, Ausführender Produzent und
Star der neuen, halbstündigen Comedy-Serie „Players“ auf den Bildschirm
zurück. Die Show, die von zwei ungleichen Brüdern handelt, die zusammen eine
Sportbar betreiben, vereint ihn einmal mehr mit seinem langjährigen Comedy-
Partner Ian Roberts. Im Kino konnte man Walsh vor kurzem als Arzt in dem
Comedy-Hit THE HANGOVER („Hangover“, 2009) sehen.
Zusammen mit Roberts, Amy Poehler und Matt Besser gründete Walsh in
Chicago 1990 die vielfach preisgekrönte Improvisationskomiker-Truppe Upright
Citizens Brigade, die sich bis heute als eine Schmiede für brillante Komiker
erweist. Walsh hat so gefeierte Comedians wie Ed Helms, Rob Corddry und Rob
Riggle ausgebildet. Er spielte außerdem die Rolle des Trotter in der Sketch-Serie
der Truppe, die drei Staffeln lang auf Comedy Central lief. Die ersten beiden
Staffeln sind auf DVD erhältlich. 2008 kam darüber hinaus die DVD
„A.S.S.S.S.C.A.T.!“ heraus, auf der die Komiker für das bessere Verständnis ihrer
Arbeitsweise jeden Sketch auf seine Bestandteile herunterbrechen. Auf der
DVD sind Gäste wie Will Arnett, Ed Helms, Kate Walsh, Horatio Sanz und
Andrew Daly dabei. Nach dem großen Erfolg ihrer TV-Serie gründete die
Upright Citizens Brigade zwei höchst erfolgreiche Comedytheater-Ableger in
New York und Los Angeles.
2006 spielte Walsh die Hauptrolle in der von ihm produzierten Serie „Dog Bites
Man“ auf Comedy Central. Er war der Korrespondent der „Daily Show“ und trat
regelmäßig in Sketchen bei „Late Night with Conan O’Brien“ und MTVs „Human
Giant“ auf.
Außerdem hatte er erinnerungswürdige Gastauftritte in vielen Comedy-Hits der
letzten Jahre, darunter I LOVE YOU MAN („Trauzeuge gesucht!“, 2009), ROLE
MODELS („Vorbilder?!“, 2008), STEP BROTHERS („Die Stiefbrüder“, 2008), SEMI
PRO („Semi-Pro“, 2008) und OLD SCHOOL („Old School – Wir lassen absolut
nichts anbrennen“, 2003). Darüber hinaus schrieb er die Kult-Indie-Komödie
MARTIN & ORLOFF (2002), in der er auch eine Hauptrolle spielte. Und er beriet
Sacha Baron Cohen bei dessen Komödienhit BRUNO („Brüno“, 2009).
Matt Walsh lebt mit Frau und Kind in Los Angeles.
DER STAB
JAY & MARK DUPLASS (Regie/Drehbuch)
Jay und Mark Duplass präsentierten ihren ersten Spielfilm THE PUFFY CHAIR
(2005) auf dem Sundance Film Festival 2005, nachdem sie dort 2003 und 2004
bereits mit einigen Kurzfilmen zu Gast waren. Ihr Langfilmdebüt wurde für zwei
Independent Spirit Awards nominiert, gewann den Emerging Vision Award
beim SXSW Film Festival und wurde gemeinsam von Roadside Attractions und
Netflix veröffentlicht. Der zweite Film der Brüder, BAGHEAD (2008), lief 2008 in
Sundance und auf dem Tribeca Film Festival und wurde von Sony Pictures
Classics
im selben
Drehbuchautoren
für
Jahr
herausgebracht.
diverse
Studios,
Neben
arbeitet
ihrer
Jay
Tätigkeit
als
außerdem
als
Dokumentarfilmer und Mark als Schauspieler. Er war u.a. in der TV-Serie „The
League“ zu sehen, und in den Filmen HANNAH TAKES THE STAIRS (2007),
HUMPDAY (2009) sowie Noah Baumbachs GREENBERG („Greenberg“, 2010). Zu
ihren kommenden Filmen gehört die Komödie THE DO-DECA-PENTATHLON
(2010) und die von Jason Reitman produzierte Komödie JEFF, WHO LIVES AT
HOME (2011). Beide Filme basieren auf Originaldrehbüchern von Mark und Jay
Duplass. Darüber hinaus entwickeln sie derzeit das Projekt TABLE 19 für Sean
Levys 21 Laps.
MICHAEL COSTIGAN (Produktion)
Michael Costigan ist Präsident von Tony und Ridley Scotts Produktionsfirma
Scott Free, die auf dem Gelände von 20th Century Fox angesiedelt ist. Scott
Free hat zuletzt (gemeinsam mit Image Entertainment) Ridley Scotts
Actionepos ROBIN HOOD („Robin Hood“, 2010) mit Russell Crowe und Cate
Blanchett produziert, Jake Scotts WELCOME TO THE RILEYS (2010) mit James
Gandolfini, Kristen Stewart und Melissa Leo, Jordan Scotts CRACKS (2009) mit
Eva Green und Juno Temple; und den kommenden Tony-Scott-Film
UNSTOPPABLE („Unstoppable – Außer Kontrolle“, 2010) mit Denzel
Washington und Chris Pine.
Michael Costigan produziert seit 2004 Filme. Er begann mit BROKEBACK
MOUNTAIN („Brokeback Mountain“, 2005) von Ang Lee, der von Larry
McMurtry und Diana Ossana nach einer Kurzgeschichte von Annie Proulx
adaptiert wurde. Der Film war als Bester Film für einen Oscar® nominiert und
gewann in den Kategorien „Regie“ und „Drehbuch“.
Seine Karriere begann Costigan bei Sony Pictures, wo er neun Jahre lang als
Produktionsmanager arbeitete. Als Executive Vice President of Production war
er für die Akquisition, Entwicklung und Produktion von Filmen wie Milos
Formans THE PEOPLE VS. LARRY FLYNT („Larry Flynt – Die nackte Wahrheit“,
1996), James Mangolds GIRL, INTERRUPTED („Durchgeknallt
– Girl,
Interrupted“, 1999), McGs CHARLIE’S ANGELS („3 Engel für Charlie“, 2000), Guy
Ritchies SNATCH („Snatch – Schweine und Diamanten“, 2000), Gus Van Sants
TO DIE FOR („To Die For“, 1995), Andrew Niccols Regiedebüt GATTACA
(„Gattaca“, 1997) und Wes Andersons Spielfilmdebüt BOTTLE ROCKET
(„Durchgeknallt“, 1996) verantwortlich. Als nächstes produziert Scott Free für
Fox 2000 die Komödie TOWNHOUSE (2011) von „Once“-Regisseur John Carney.
Die Dreharbeiten beginnen im August 2010.
RIDLEY SCOTT (Ausführender Produzent)
Ridley Scott war bislang drei Mal als Regisseur für den Oscar® nominiert – für
BLACK HAWK DOWN („Black Hawk Down“, 2001), einer Rekonstruktion der
tödlichen Kämpfe 1993 im somalischen Mogadischu, wobei der Film selbst zwei
von vier Oscar®-Nominierungen bekam, für das Actionepos GLADIATOR
(„Gladiator“, 2000), das weltweit über 800 Millionen US-Dollar einspielte und
mit fünf Oscars® (von insgesamt 12 Nominierungen) ausgezeichnet wurde,
darunter als Bester Film und für den Besten Hauptdarsteller (Russell Crowe);
und für THELMA & LOUISE („Thelma & Louise“, 1991). Der Film war insgesamt
für sechs Oscars® nominiert (darunter auch die beiden Hauptdarstellerinnen)
und gewann den Preis für das Beste Drehbuch.
Auch für den britischen Filmpreis BAFTA war Scott drei Mal nominiert, für die
Regie von GLADIATOR und THELMA & LOUISE, und für AMERICAN GANGSTER
(„American Gangster“, 2007) in der Kategorie „Bester Film“. DGA-AwardNominierungen erhielt Scott für BLACK HAWK DOWN, GLADIATOR und THELMA
& LOUISE und eine Golden-Globe®-Nominierung für die Regie von GLADIATOR
und AMERICAN GANGSTER.
Scott wurde in South Shields, Northumberland in England geboren und wuchs
in London, Cumbria, Wales und Deutschland auf. Er studierte Grafik-Design und
Malerei am West Hartlepool College of Art, bevor er sein Studium an der
renommierten Londoner Royal Academy of Art abschloss, wo er auch seinen
ersten Kurzfilm drehte. Er erhielt ein Reisestipendium für die USA. Während
dieses Jahres arbeitete er mit den preisgekrönten Dokumentarfilmern Richard
Leacock und D. A. Pennebaker bei Time Life. Nach seiner Rückkehr fing er bei
der BBC als Produktionsdesigner an. Schon bald wechselte er ins Regiefach und
inszenierte viele beliebte TV-Sendungen.
Drei Jahre später gründete er seine eigene Firma RSA, die sich schnell zu einer
der
erfolgreichsten
europäischen
Produktionsfirmen
für
Werbespots
entwickelte und bald auch Filialen in New York und Los Angeles eröffnete.
Inzwischen hat Scott über 3000 Werbespots inszeniert, darunter den
bahnbrechenden „Apple Computer“-Spot, der nur einmal während des
Superbowl-Footballspiels 1984 gezeigt wurde, und den Advertising Age 1995
zum besten Werbespot der letzten 50 Jahre kürte. Darüber hinaus realisierte er
den provokanten Spot „Share the Fantasy“ für Chanel No. 5, der 1979
ausgestrahlt
wurde.
Mit
seinen
Spots
gewann
Ridley
Scott
viele
Auszeichnungen unter anderem auf den Festivals in Venedig und Cannes und
von dem New York Art Director’s Club.
1977 wagte Scott den Sprung von den Werbespots (die er stets „HosentaschenSpielfilme“ nannte) zur Spielfilmregie. Gleich sein erster Film THE DUELLISTS
(„Die Duellisten“, 1977), eine Saga aus den Napoleonischen Kriegen, brachte
ihm den Jury-Preis in Cannes ein. Mit seinem zweiten Film wagte er den Blick in
eine düstere Zukunft: Sein SF-Thriller ALIEN („Alien – Das unheimliche Wesen
aus einer fremden Welt“, 1979) wurde mit dem Oscar® für visuelle Effekte
ausgezeichnet. Scotts folgender Film, das Meisterwerk BLADE RUNNER („The
Blade Runner“, 1982) mit Harrison Ford, gilt als Meilenstein des modernen
Films und Klassiker des Science-Fiction-Genres. Die Ausstattung und die
visuellen Effekte waren für den Oscar® nominiert, und der futuristische Thriller
wurde 1993 in das National Film Registry aufgenommen (das sich in der U.S.
Library of Congress befindet).
Im Laufe der 80er Jahre inszenierte Scott drei weitere Filme: den Fantasyfilm
LEGEND („Legende“, 1985) mit Tom Cruise; den Großstadthriller SOMEONE TO
WATCH OVER ME („Der Mann im Hintergrund“, 1987) mit Tom Berenger; und
den Culture-Clash-Gangsterfilm BLACK RAIN („Black Rain“, 1989) mit Michael
Douglas und Andy Garcia. 1987 gründete Scott das Unternehmen Percy Main
Productions, mit dem er zukünftig Filmprojekte entwickelte und produzierte.
1992 inszenierte er das Historienepos 1492: CONQUEST OF PARADISE („1492 –
Die Eroberung des Paradieses“, 1992) mit Gerard Depardieu als Christopher
Columbus. Anschließend produzierte er THE BROWNING VERSION („Schrei in
die Vergangenheit“, 1994) mit Albert Finney und Greta Scacchi.
1995 gründete er mit seinem jüngeren Bruder Tony die Firma Scott Free
Productions. Sie produzierte WHITE SQUALL („White Squall – Reißende
Strömung“, 1996) mit Jeff Bridges; G.I. JANE („Die Akte Jane“, 1997) mit Demi
Moore; und die Blockbuster-Fortsetzung HANNIBAL („Hannibal“, 2001) mit
Anthony Hopkins und Julianne Moore – alle drei Filme wurden von Ridley Scott
auch inszeniert. Weitere Scott-Free-Produktionen: CLAY PIDGEONS („Clay
Pidgeons – Lebende Ziele“, 1998) und die Paul-Newman-Gaunerkomödie
WHERE THE MONEY IS („Ein heißer Coup“, 2000).
Scott Free Television produzierte sechs Staffeln des CBS-Serienhits „Numb3rs –
Die Logik des Verbrechens“ und die neue CBS-Serie „The Good Wife“ mit
Julianna Margulies und Chris Noth. Weitere TV-Projekte, an denen Ridley Scott
beteiligt war: die Emmy®-nominierte Miniserie „The Andromeda Strain“; die
Golden-Globe®-nominierte TNT-Miniserie „The Company“ mit Alfred Molina
und Michael Keaton; die preisgekrönten HBO-Filme „Citizen Kane – Die
Hollywood-Legende“ mit Liev Schreiber als Orson Welles; und Richard
Loncraines „Churchill – The Gathering Storm“ mit Albert Finney und Vanessa
Redgrave; Showtimes Serie „The Hunger“; sowie Bruce Beresfords „Orpheus“
mit Mena Suvari.
Zu Scotts jüngsten Regiearbeiten gehören der CIA-Thriller BODY OF LIES („Der
Mann, der niemals lebte“, 2008) mit Russell Crowe und Leonardo DiCaprio; das
düstere Harlem-Drama AMERICAN GANGSTER („American Gangster“, 2007),
mit Russell Crowe und Denzel Washington; die in Frankreich angesiedelte
Komödie A GOOD YEAR („Ein gutes Jahr“, 2006) mit Russell Crowe und Albert
Finney; die Gaunerkomödie MATCHSTICK MEN („Tricks“, 2003) mit Nicolas
Cage und Sam Rockwell; und das Kreuzzug-Epos KINGDOM OF HEAVEN
(„Königreich der Himmel“, 2005) mit Orlando Bloom und Jeremy Irons. Als
ausführender Produzent betreute Scott außerdem jüngst Kevin Reynolds’
Kostümdrama TRISTAN & ISOLDE („Tristan & Isolde“ 2006), Curtis Hansons
Familiendrama IN HER SHOES („In den Schuhen meiner Schwester“, 2005); und
den Western THE ASSASSINATION OF JESSE JAMES BY THE COWARD ROBERT
FORD („Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“, 2007)
mit Brad Pitt und Casey Affleck.
Zuletzt inszenierte Ridley Scott seinen fünften Film mit Russell Crowe: das
Actionepos ROBIN HOOD („Robin Hood“, 2010) mit Cate Blanchett, William
Hurt und Vanessa Redgrave in weiteren Hauptrollen.
In Anerkennung seiner Verdienste wurde Ridley Scott im Januar 2003 von der
britischen Königin mit dem Order of the British Empire ausgezeichnet und in
den Ritterstand erhoben.
TONY SCOTT (Ausführender Produzent)
Tony Scott ist der Urheber und Regisseur einer ganzen Reihe bahnbrechender
Actionfilme. Dank seiner Fähigkeit, bei seinen Filmen technische Virtuosität und
unbändiges Tempo miteinander zu verbinden, gehört Scott zu einem der
verlässlichsten und stilistisch mutigsten Action-Regisseure Hollywoods. So hat
er sich seit Mitte der 80er Jahre einen Platz im exklusiven Club der Regisseure
erarbeitet, deren Filme mehrere Milliarden Dollar eingespielt haben. Und Scott
denkt nicht daran, das Tempo zu verringern. Unermüdlich arbeitet er an neuen
hochkarätigen Projekten. Als nächstes kommt der Actionfilm THE A-TEAM („Das
A-Team – Der Film“, 2010), den Scott produzierte, und UNSTOPPABLE
(„Unstoppable – Außer Kontrolle“, 2010), den Scott mit Denzel Washington und
Chris Pine in den Hauptrollen inszenierte und produzierte. Dieser Film
markierte die fünfte Zusammenarbeit zwischen Scott und Denzel Washington,
die anderen vier Filme waren THE TAKING OF PELHAM 1 2 3 („Die Entführung
der U-Bahn Pelham 1 2 3“, 2009), MAN ON FIRE („Mann unter Feuer“, 2004)
und die beiden Bruckheimer-Produktionen DÉJÀ VU („Déjà Vu – Wettlauf gegen
die Zeit“, 2006) und CRIMSON TIDE („Crimson Tide – In tiefster Gefahr“, 1995).
Sein Spielfilmdebüt gab Tony Scott mit der modernen Vampirgeschichte THE
HUNGER („Begierde“, 1983) mit Catherine Deneuve, David Bowie und Susan
Sarandon in den Hauptrollen. Der Film wurde im Jahr 1998 als Trilogie für den
TV-Sender Showtime adaptiert und Scott inszenierte eine der Episoden mit
Giovanni Ribisi und David Bowie. 1986 führte Scott bei dem Mega-Blockbuster
TOP GUN („Top Gun – Sie fürchten weder Tod noch Teufel“, 1986) mit Tom
Cruise und Kelly McGillis Regie, dem ersten von bislang insgesamt sechs Filmen
für Produzent Jerry Bruckheimer. Das Actiondrama wurde nicht zuletzt wegen
seiner atemberaubenden Luftkampfsequenzen zu einem weltweiten Erfolg.
Seinen Ruf als einer der versiertesten Actionregisseure Hollywoods festigte
Scott anschließend durch Bruckheimers BEVERLY HILLS COP II („Beverly Hills
Cop II“, 1987) mit Eddie Murphy.
Mit Touchstone Pictures’ ENEMY OF THE STATE („Der Staatsfeind Nr. 1“, 1998)
bewies Scott erneut ein Händchen dafür, einen mitreißenden Filmstoff mit
Starpower zu kombinieren. Die Jerry-Bruckheimer-Produktion mit Will Smith
und Gene Hackman, der nach CRIMSON TIDE zum zweiten Mal mit Scott
drehte, entwickelte sich zu einem der größten Kinohits von 1998. Danach
inszenierte Scott für Universal den ambitionierten Thriller SPY GAME („Spy
Game – Der finale Countdown“, 2001) mit den Leinwandgiganten Robert
Redford und Brad Pitt. Nach vielen Jahren der Entwicklung realisierte Scott
anschließend endlich sein Herzensprojekt: DOMINO („Domino – Live Fast, Die
Young“, 2005). Der Film, in dem Keira Knightley neben vielen weiteren Stars die
Titelrolle übernahm, basiert auf dem wahren Leben der Kopfgeldjägerin
Domino Harvey.
Weitere Filme von Tony Scott sind: REVENGE („Revenge – Eine gefährliche
Affäre“, 1990) mit Kevin Costner und Anthony Quinn, Bruckheimers DAYS OF
THUNDER („Tage des Donners“, 1990) mit Tom Cruise und Robert Duvall, THE
LAST BOY SCOUT („Last Boy Scout – Das Ziel ist Überleben“, 1991) mit Bruce
Willis, der von der Kritik gefeierte TRUE ROMANCE („True Romance“, 1993) mit
Christian Slater, Patricia Arquette und Christopher Walken nach einem
Drehbuch von Quentin Tarantino sowie THE FAN („The Fan“, 1996) mit Robert
De Niro und Wesley Snipes.
Tony Scott kam im englischen Newcastle in der Grafschaft Tyne and Wear zur
Welt und besuchte die Sunderland Art School, wo er seinen Abschluss im
Fachbereich Kunst und Malerei machte. Nachdem er ein weiteres Jahr am
Leeds College studiert hatte, begann er sich für Film zu interessieren und
drehte „One Of The Missing“ (1971), einen halbstündigen Film, der vom British
Film Institute finanziert wurde und auf einer Kurzgeschichte von Ambrose
Bierce basiert. Danach schloss er seine Studien mit einem Master of Fine Arts
am Royal College of the Arts ab und inszenierte einen weiteren Film für das
British Film Institute: „Loving Memory“ (1969) nach einem Originaldrehbuch,
das von Albert Finney finanziert wurde.
1973 tat sich Tony Scott mit seinem Bruder Ridley zusammen und gründete in
London die Produktionsfirma RSA. In den folgenden zehn Jahren schuf er mit
der Firma einige der unterhaltsamsten und unvergesslichsten Werbespots,
durch die er gleichzeitig seine filmischen Ausdrucksmöglichkeiten schärfte und
die darüber hinaus jede Auszeichnung der Branche erhielten – darunter etliche
Clio Awards, Silberne und Goldene Lion Awards des Cannes International
Television/Cinema Commercials Festival, und den renommierte Londoner
Designers & Art Directors Award. Während seiner Zeit als Werbespot-Regisseur
inszenierte Scott auch drei TV-Filme: zwei Dokumentationen und das
einstündige Special „Nouvelle de Henry James“ (1976) nach einer Geschichte
von Henry James. Im Jahr 2002 produzierte er außerdem unter dem Banner
von RSA eine Serie von werblichen Kurzfilmen („adver-tainments“) für BMW
mit Clive Owen in der Hauptrolle. Er selbst inszenierte die Episode „Beat the
Devil“ mit Owen, James Brown und Gary Oldman.
Im Jahr 1995 gründeten die beiden Brüder die Film- und TV-Produktionsfirma
Scott Free. Das Unternehmen führt Büros in London und Los Angeles und
produzierte Filme wie IN HER SHOES (In den Schuhen meiner Schwester, 2005),
TRISTAN & ISOLDE („Tristan & Isolde“, 2006) und das Oscar®-nominierte Drama
THE ASSASSINATION OF JESSE JAMES BY THE COWARD ROBERT FORD („Die
Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“, 2007) mit Brad
Pitt. Außerdem sind Tony und Ridley Scott mit ihrer Firma die Ausführenden
Produzenten der erfolgreichen Serie „Numb3rs – Die Logik des Verbrechens“,
die es bislang auf sechs Staffeln gebracht hat, sowie der neuen CBS-Hitserie
„The Good Wife“.
JAS SHELTON (Kamera)
Jas Shelton ist ein preisgekrönter Kameramann, der auch bei der kommenden
Komödie THE DO-DECA-PENTATHLON (2010) mit Mark und Jay Duplass
zusammenarbeitet. Seine Arbeiten sind äußerst vielseitig und reichen von
Spielfilmen über Musikvideos bis zu Werbespots. Jay Shelton hat an der Film
School der University of Texas und dem renommierten Main Photographic
Institute studiert.
Zu seinen Filmcredits zählen REST STOP: DON’T LOOK BACK (2008), WALKING
TALL: THE PAYBACK („Walking Tall – The Payback“, 2007) und WALKING TALL:
LONE JUSTICE („Walking Tall – Lone Justice“, 2007), THE GARAGE (2006) und
PLASTIC UTOPIA (1997). Außerdem arbeitete er als Second-Unit-Kameramann
an Peter Bergs FRIDAY NIGHT LIGHTS („Friday Night Lights – Touchdown am
Freitag“, 2004), Joel und Ethan Coens THE LADYKILLERS („Ladykillers“, 2004)
und Terry Zwigoffs BAD SANTA („Bad Santa“, 2003).
Darüber hinaus war Shelton als Kameramann an den Kurzfilmen „Bloom,
Following Paula“ und „Crosswalk“ beteiligt, von denen letzterer auf dem New
York Film Festival als Bester Kurzfilm prämiert wurde und auf dem Sundance
Film Festival lief. Er drehte auch den Kurzfilm „Muddy Fork“, der auf dem South
By Southwest Film Festival als Bester Kurzfilm prämiert wurde.
Als Regisseur und Kameramann des Kurzfilms „Beyond Babylon“ wurde Shelton
in der Kategorie „Bester Kurzfilm“ für einen Studenten-Oscar® nominiert.
ANNIE SPITZ (Produktionsdesign)
Annie Spitz arbeitet derzeit für Mandate Pictures an einer noch unbetitelten,
schwarzen Komödie mit James McAvoy, Seth Rogan und Anna Kendrick zum
Thema „Krebs“. Vor CYRUS – MEINE FREUNDIN, IHR SOHN UND ICH gestaltete
sie die Szenenbilder zu Jonathan Levines Komödie THE WACKNESS (2008), die
bei Sony Pictures Classics herauskam und für ihre akkurate Rekonstruktion der
frühen 90er Jahre in New York gefeiert wurde.
Annie Spitz wurde in Chicago geboren und wuchs auch dort auf. Kurz nach
ihrem Abschluss der University of Michigan im Jahr 2000 zog sie nach Los
Angeles. Dort besuchte sie im Jahr 2002 das American Film Institute
Conservatory.
JAY DEUBY (Schnitt)
Jay Deuby ist ein äußerst begabter Cutter, dessen Filme auf vielen Festivals in
den ganzen USA gezeigt wurden. Mit den Filmemachern Mark und Jay Duplass
verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit. Er schnitt bereits ihren
Kurzfilm „This Is John“ und ihre Spielfilme THE PUFFY CHAIR (2005) und
BAGHEAD (2008). THE PUFFY CHAIR war einer der Durchbruchhits in Sundance
2005 und gewann im selben Jahr den Emerging Vision Award beim South By
Southwest Festival (SXSW). BAGHEAD feierte seine Premiere ebenfalls in
Sundance und lief auch auf dem Tribeca Film Festival.
Zu Deubys weiteren Filmcredits gehören die Indie-Kurzfilme „Momma’s Boy“
(2006) und „Interview“ (2007), die beide in Sundance gezeigt wurden, sowie
„Loveolution“ (2008), der beim SXSW im Wettbewerb lief.
Deuby, geboren in Detroit, lebt mit seiner Frau und vielen Tieren in Los
Angeles.
CHRISANN VERGES (Ko-Produzentin)
Chrisann Verges produzierte u.a. REDBELT („Redbelt“, 2008), OVER HER DEAD
BODY („Nur über ihre Leiche – Meine himmlische Verlobte und ich“, 2008), JOE
GOULD’S SECRET („Joe Goulds Geheimnis“, 2000), WASHINGTON SQUARE („Die
Erbins vom Washington Square“, 1997) und FRESH („Fresh“, 1994); außerdem
die HBO-Filme „Warm Springs“ (2005), wofür sie einen Emmy® bekam, und
„Mrs. Harris – Mord in besten Kreisen“ (2005), der ihr eine weitere Emmy®Nominierung einbrachte.
Als produzierende Set-Aufnahmeleiterin war sie u.a. an Bryan Singers VALKYRIE
(„Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat“ 2008), Christopher Guests
FOR YOUR CONSIDERATION („Es lebe Hollywood“, 2006), Nigel Coles
CALENDAR GIRLS („Kalender Girls“, 2003) und Michael Goldenbergs BED OF
ROSES („Das Rosenbett“, 1996) beteiligt. Zu ihren TV-Credits als produzierende
Set-Aufnahmeleiterin zählen die HBO-Filme „Abendessen mit Freunden“ (2001)
und „Flash“ (1997). Außerdem produzierte sie den Pilotfilm der Serie „Die
Gilmore Girls“ (2000), das Lifetime Women’s Film Festival, diverse
Dokumentationen und Musikvideos für Miles Davis, Philip Glass und die Rolling
Stones.
MICHAEL ANDREWS (Musik)
Michael Andrews ist ein begabter Komponist und ein musikalisches Multitalent,
das mit dem Soundtrack zu DONNIE DARKO („Donnie Darko – Fürchte die
Dunkelheit“, 2001) erstmals auf sich aufmerksam machte. Die darauf
enthaltene Coverversion des „Tears for Fears“-Hits „Mad World“ landete
Weihnachten 2003 in Großbritannien auf Platz 1 der Charts. Andrews
komponiert für Studio- und Independentproduktionen, Fernsehserien und
Zeichentrickkurzfilmen. Außerdem ist er Gründungsmitglied von The Greyboy
Allstars, Elgin Park und The Origin, und er produzierte Alben für Inara George,
Brendan Benson und Metric. CYRUS – MEINE FREUNDIN, IHR SOHN UND ICH ist
seine erste Arbeit für die Duplass-Brüder.
Zu seinen weiteren Filmen als Komponist gehören u.a. SHE’S OUT OF MY
LEAGUE („Zu scharf, um wahr zu sein“, 2010), FUNNY PEOPLE („Wie das Leben
so spielt“, 2009), WALK HARD: THE DEWEY COX STORY („Walk Hard – Die
Dewey Cox Story“, 2007), der Cannes-Preisträger ME AND YOU AND EVERYONE
WE KNOW („Ich und du und alle, die wir kennen“ 2005) und ORANGE COUNTY
(„Nix wie raus aus Orange County“, 2002). Weitere TV-Credits sind u.a. die
Serien „Wonderfalls“, „American Campus – Reif für die Uni?“ und „Voll
daneben voll im Leben“.
ROEMEHL HAWKINS (Kostümdesign)
Roemehl Hawkins gestaltete die Kostüme zu WHAT DOESN’T KILL YOU („Boston
Streets“, 2008) mit Mark Ruffalo und Ethan Hawke. Zu ihren weiteren
Filmcredits als Kostümbildnerin gehören THE BUTTERFLY EFFECT 3:
REVELATIONS („Butterfly Effect 3 – Die Offenbarung“, 2009), LABOR PAINS
(„(K)ein bisschen schwanger“, 2009) und (als Design-Assistentin) SMART
PEOPLE („Smart People“, 2008).
Hawkins begann ihre Modekarriere bei dem international bekannten Designer
Richard Tyler. Obwohl sie keine formale Design-Ausbildung vorweisen konnte,
stieg sie schnell zu Tylers Star auf und landete schließlich als Assistentin in der
PR-Abteilung. Dank dieser Erfahrungen war sie später auch bei Giorgio Armani
und Yves Saint Laurent erfolgreich.
Von 2004 an assistierte Hawkins fast zwei Staffeln lang der Kostümbildnerin der
Hitserie „Desperate Housewives“. Anschließend war sie in derselben Position
auch an dem HBO-Hit „Entourage“ beteiligt. Zu ihren weiteren TV-Credits als
Kostümdesignerin zählen: die Serien „Caveman“ und „Outnumbered“ sowie der
TV-Film „Women Without Men“ von Penny Marshall.
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