Bozen, 13. Februar2014
PRESSEMITTEILUNG
Oper: Biedermann und die Brandstifter
von Šimon Voseček
nach dem Bühnenstück von Max Frisch
Dienstag, 25. Februar 2014 – 20.00 Uhr
Mittwoch, 26. Februar 2014 – 20.00 Uhr
Schulaufführungen am 25. und 26. Februar jeweils um 10.30 Uhr
Mit Biedermann und die Brandstifter ist dieses Mal kein Bühnenstück des Deutschschweizer
Schriftstellers Max Frisch gemeint, sondern die zeitgenössische Oper des jungen tschechischen
Komponisten Šimon Voseček, geschrieben in den Jahren 2005 bis 2007 und 2008 mit dem
Förderpreis des BMUKK ausgezeichnet. Für die Spielzeit 2013/14 wird Vosečeks Werk von der
Neuen Oper Wien und der Stiftung Stadttheater und Konzerthaus Bozen koproduziert und am 25.
und 26. Februar um 20.00 Uhr im Stadttheater Bozen in einer italienischen Erstaufführung
gezeigt. Das Stück sieht acht Darsteller/Sänger und das ensemble amadeus von Wien unter der
musikalischen Leitung von Walter Kobéra vor.
Inspiriert vom berühmten gleichnamigen Drama Biedermann und die Brandstifter von Max Frisch
zeigt der junge Komponist und Librettist Šimon Voseček mit Witz und Ironie eine Parabel über
das bürgerliche Moralverständnis, die Kritik übt an der schmeichlerischen Unterwürfigkeit
gegenüber einer kriminellen Macht. Die paradoxe Handlung der Geschichte ist bekannt: Die Stadt
wird vom todbringenden Wahnsinn von scheinbar unschuldiger Menschen bedroht, die sich unter
fadenscheinigen Vorwänden in die Häuser wohlhabender Familien einnisten, um diese schließlich
in Brand zu setzen. Und genau das passiert auch dem reichen Haarwasserfabrikanten Herrn
Biedermann: Er nimmt in sein Haus zwei Brandstifter auf, obwohl sie von Anfang an erkennen
lassen, dass sie es anzünden werden. Das Theaterstück von Frisch beschreibt auf einer Metaebene
den Zersetzungsprozess einer vermeintlich heilen Welt bis hin zur völligen Auflösung der Regeln
der Vernunft. Voseček spiegelt diesen Prozess in seinem Werk auch in der Musik wider. Anfangs
orientiert sich die Sprache noch an der klassischen Oper. Im Laufe des Stückes gehen immer mehr
Elemente dieser Sprache verloren, bis am Schluss handelnde Personen keinen
Handlungsspielraum mehr haben und die Musik völlig sprachlos wird. Bei seiner Uraufführung
im September an der Neuen Oper Wien begeisterte das Stück durch Vosečeks Kompositionskunst
und die präzise Zeichnung der Charaktere, für die Béatrice Lachaussée verantwortlich zeichnet.
Biedermann und die Brandstifter, eine der Vorlage mehr als würdige Oper, die - laut dem
Standard - das Zeug zum Klassiker hat.
Besetzung
Gottlieb Biedermann Stephen Chaundy
Babette Biedermann Barbara Zamek-Gliszczynska
Anna Katharina Tschakert
Josef Schmitz Tomasz Piętak
Wilhelm Eisenring Till von Orlowsky
Erster Feuerwehrmann Harald Wurmsdobler
Zweiter Feuerwehrmann Christian Kotsis
Dritter Feuerwehrmann Frédéric Pfalzgraf
Musikalische Leitung Walter Kobéra
Regie Béatrice Lachaussée
Bühnenbild Dominique Wiesbauer
Kostüme Nele Ellegiers
Lichtdesign Norbert Chmel
amadeus ensemble-wien
Koproduktion Neue Oper Wien, Fondazione Teatro Comunale e Auditorium
Bolzano|Stiftung Stadttheater und Konzerthaus Bozen
Biografien
Šimon Voseček
Der Komponist und Chansonnier Šimon Voseček wurde 1978 in Prag geboren. Bereits mit fünf
Jahren begann er eine Tanzausbildung und nahm später Klavier- und Orgelunterricht. Nach der
Matura begann er am Prager Konservatorium Komposition bei Otomar Kvech zu studieren,
parallel dazu war er als Chorsänger und Chorleiter tätig und widmete sich diversen Sprachstudien
(russisch, italienisch, deutsch). 2002, nach dem Abschluss des Konservatoriums, zog er nach Wien,
um die Kompositionsstudien an der Universität für Musik und darstellende Kunst fortzusetzen;
zunächst bei Dietmar Schermann, dann bei Erich Urbanner und zuletzt bei Chaya Czernowin. Im
Jahr 2004 wurde Voseček zum Mitbegründer der Gruppe LUX. Gemeinsam mit dem Ensemble
organisiert er seitdem Konzerte mit zeitgenössischer Musik. Seit 2007 ist er Mitglied des Vereins
Platypus und an der Organisation verschiedener Projekte beteiligt. Seit 2007 ist er IGNM-Mitglied.
Er bestreitet Aufführungen in Tschechien, Österreich, Mexiko, den Vereinigten Staaten und der
Slowakei und wirkte bei Festivals wie Wien Modern und den Klangspuren Schwaz mit.
Walther Kobéra
Walther Kobéra ist seit 1991 musikalischer Leiter der Neuen Oper Wien und seit 1993 auch
Intendant. Von 1978 bis 2002 war er Mitglied des Tonkünstler Orchesters, 1986 gründete Kobéra
das amadeus ensemble-wien, das sich in den letzten Jahren besonderes auf zeitgenössisches
Musiktheater spezialisiert hat. Seit 2005 sind Walter Kobéra und die Neue Oper Wien regelmäßig
zu Gast beim Internationalen Kammernopern Festival der holländischen Stadt Zwolle. Unter
Kobéras Leitung spielten bereits zahlreiche Orchester darunter das Bruckner Orchester von Linz,
das slowakische Runfunkorchester von Bratislava und das Baltic Philarmonic.
Bèatrice Lachaussée
Bèatrice Lachaussée, in Paris geboren, studierte an der Sorbonne Literatur und Filosofie. 2009
begann sie das Studium der Musiktheater-Regie an der Universität für Musik und darstellende
Kunst in Wien. Sie war unter anderem Regieassistentin von Carlos Wagner mit der Neuen Oper
Wien bei Curlew River und Prodigal Son von Benjamin Britten und hospitierte bei den Festspielen
von Aix-en-Provence, an der Wiener Staatsoper und der Oper Köln. Mit dem Stück Biedermann
und die Brandstifter gibt sie ihr Debüt als Regisseurin.
www.stadttheater.bozen.it
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Opera e danza: la Fondazione Teatro Comunale e Auditorium di