Pyramiden
Laut der gängigen Geschichtsschreibung, wurde die große Cheops Pyramide in Ägypten
(Gizeh) vor 4.500 Jahren gebaut. Ebenso alt soll die Kultur der Maya gewesen sein, die
ihrerseits Pyramiden in Südamerika errichtete.
Der Grund dafür, dass die alten Bauwerke auf höchstens 5.000 Jahre eingestuft werden ist der,
das sowohl schulwissenschaftlich als auch dem Koran nach (80% aller Ägyptologen sind
Moslems), die menschliche Zivilisation erst 6.000 Jahre alt ist. Somit wurde ein
geschichtlicher Spielraum von 1.000 bzw. 1.500 Jahren geschaffen.
Neues Wissen wird also nicht ausgewertet sondern lediglich in bereits bestehende Dogmen
integriert.
Im Gegensatz zur gängigen Theorie – die, obwohl sie längst überholt ist, noch heute in den
Schulen gelehrt wird – gibt es immer mehr Hinweise, die bezeugen, dass die Pyramiden vor
dem Untergang von Atlantis durch die Sintflut (vor 12.600 Jahren) gebaut wurden. Somit ist
ein Alter von etwa 13.000 Jahren und älter anzunehmen.
Hinweise für ein höheres Alter der Pyramiden
Die arabischen Überlieferungen berichten davon, dass die Gizeh Pyramiden schon dort waren,
als die Araber nach Ägypten kamen.
Wassererosionsspuren an der Chephren Pyramide (die Zweitgrößte in Gizeh), aber auch an
der Sphinx, lassen auf ein Alter von über 12.000 Jahren schließen. Die Sphinx soll sogar noch
älter sein. Auch nach Überlieferungen stand sie schon vor dem Bau der Pyramiden.
Das Mindestalter der Funde der Bahama Bänke, inklusive Pyramide, Straßen, Mauern und
Säulen sowie der Pyramiden im Meer bei Japan, ist nachgewiesen, da sie zuletzt vor etwa
12.000 Jahren im Trockenen standen. Noch vor der letzten Eiszeit.
In einer 5.000 Jahre alten Aufzeichnung, die sich heute in einem buddhistischen Kloster
befindet, werden die chinesischen Pyramiden als “sehr alt” bezeichnet.
Entdeckungen neben den Pyramiden in Ägypten & Südamerika
Unterwasserfunde vorhergegangener Zivilisationen
Vor der Küste Indiens wurden in jüngster Zeit gewaltige Städte gefunden, die um 9.000 Jahre
alt sind.
Vor der Küste der Insel Malta, aber auch in der Bretagne liegen menschliche Spuren, die
mindestens 8.000 Jahre alt sind.
Im See Rock Lake in den USA sollen nach zahlreichen Berichten “Pyramiden” oder
Tempelaltäre liegen, die über 10.000 Jahre alt sind.
Neue Forschungen im rätselhaften Titicacasee in den bolivianischen Hochanden, jener
Gegend, die die uralte Kultur von Tiahuanaco hervorbrachte, sind jüngst auf dem Grund des
Sees eindeutig künstliche Bauten nachgewiesen worden, deren Alter noch ein Rätsel ist.
In der Karibik, in den seichten Gewässern um die Bahamas sollen künstliche Strukturen wie
Tempel, Grundmauern und auch Straßen verborgen liegen.
Jacques Mayol und andere entdeckten z.B. vor der Insel Andros eine rechteckige, von
Menschen geschaffene Struktur auf dem Meeresgrund.
Während eine Expedition von Don Henry in den Gewässern der Cay Sal Bank (exakt südlich
der Florida Keys) im Jahre 1977 Echolotmessungen durchführte, zeichnete das Gerät in 200
Metern Tiefe eine klar erkennbare Pyramide auf. Das seltsame Objekt hat eine Höhe von rund
140 und eine Kantenlänge von 150 Metern. Damit ist sie ohne weiteres mit der großen
Pyramide von Gizeh zu vergleichen, die etwa 147 Meter hoch ist. Mehrfach wurde die Stelle
überfahren und immer zeigte das Sonar eindeutig eine sehr regelmäßige Erhebung in Form
einer Pyramide.
1990 wurden im Meer vor Japan Pyramiden gefunden, die über 12.000 Jahre alt sind.
Vor etwa einhundert Jahren wurden Ruinen einer alten Stadt südlich der japanische Insel
Yonaguni gefunden.
…und womöglich vieles Weiteres wartet auf seine Entdeckung
Pyramiden in Ägypten, Südamerika & Rest der Welt
Neben den Pyramiden in Ägypten und Südamerika gibt es hunderte, wahrscheinlich sogar
tausende weitere. Viele wurden entdeckt, die meisten vermutlich jedoch noch nicht, da sie
sich unter der Meeresoberfläche, in verlassenen Landschaften, überwucherten Dschungeln
oder durch Umwälzungen in Erdmassen begrabenen Orten befinden können. Auch unter dem
nicht-ewigen Eis der Antarktis und Grönland wird man sicherlich noch fündig.
Folgend eine Aufzählung der Pyramiden, die bislang gefunden wurden:
Mesopotamien und im Nildelta
In Arabien
Auf Inseln im persischen Golf
In Mittel- und Südamerika: Guatemala, Kolumbien, Mexiko, Peru und Ekuador
Auf den Kanarischen Inseln
Im Industal
Auf den Malediven
In Australien
In China und Japan.
2006 wurden auch vier Pyramiden in Bosnien gefunden.
Weitere gibt es auf dem Grund des atlantischen Ozeans und in Tibet.
Transport und Abbau überhaupt möglich?
Obwohl die menschliche Zivilisation laut Schulwissenschaft erst seit 6.000 Jahren existiert,
gibt es überall auf dem Erdball monumentale Gebäude, die 12.000 Jahre und älter sind. Wie
konnten “Affen” aber Gebäude wie Pyramiden bauen, die wir mit der besten Technik aller
Nationen zusammen nicht errichten können?
Die einzelnen Steinblöcke der monumentalen Steinbauten der Antike haben ein Gewicht von
bis zu 2.000 Tonnen und liegen teilweise an schwer zu erreichbaren Stellen wie auf hohen
Bergen oder zwischen Bergrissen. Der beste Kran unserer Zeit ist nicht in der Lage ein
Gewicht von über 1.000 Tonnen zu transportieren. Es gibt kein Fahrzeug, das in der Lage ist
1.000 Tonnen zu transportieren und das beste Transportflugzeug, die Antonow 120, kann
maximal 200 Tonnen transportieren. Es wären also 10 Stück der größten und
leistungsfähigsten Transportflugzeuge der Welt zusammen nötig, um eine 2.000 Tonnen
schwere Steinplatte auf einen Berg zu transportieren. Und dies sollen primitive “Affen” vor
Jahrtausenden geschafft haben? Wohl kaum.
Dies ist nur ein Beispiel. Überall auf der Welt gibt es Gebäude, Statuen und Tempel, die mit
der Technik aller Nationen zusammen, nicht nachgebaut werden könnten. Einige Felsblöcke
scheinen gar mit laserartiger Technologie bearbeitet worden sein und in Südamerika fand man
“Baukasten-Steinblöcke”, die wie Legosteine alle identisch sind und sehr nach Fabrikarbeit
aussehen.
Fazit zum Thema “Geschichte und Alter der Pyramiden”
Zusammengefasst ergibt sich aus den genannten Informationen, dass die Menschheit entweder
viel älter ist und früher über Wissen verfügte, welches in vielerlei Hinsicht unser heutiges
übersteigt oder aber es gab eine menschliche Zivilisation vor der Unsrigen, welche durch die
Sintflut vernichtet wurde.
Aufgrund der gesunkenen Kontinente Atlantis und Lemurien und der erst vor 6.000 Jahren im
Eis versunkenen Antarktis (wie alte Landkarten beweisen) warten gewiss noch viele
Überreste auf ihre Entdeckung.
Pyramiden in Bosnien
Erst kürzlich wurden nahe der Stadt Visoko, 30 km nördlich von Sarajevo, Bosnien vier
Pyramiden gefunden, die mindestens 12.000 Jahre alt sein sollen und von einem Volk der PräIllyrer gebaut wurden, welches - laut dem Enddecker und Pyramidenforscher Semir
Osmanagic - vor 27.000 Jahren im heutigen Bosnien-Herzegowina lebte. Neben bereits
ausgegrabenen Stufen fand man unter den Pyramiden kilometerlange Tunnelsysteme, die u.a.
alle vier Pyramiden miteinander verbinden. Diese europäischen Pyramiden blieben wegen
ihrer bewachsenen Oberfläche lange unentdeckt, obwohl die Bewohner des Dorfes um die
Pyramide schon immer vom "Pyramidenberg" sprachen. Das Wort Visiko selbst bedeutet
"hoch".
Sonnenpyramide, Mondpyramide, Erdpyramide und Drachenpyramide in Bosnien
Die gefundenen Pyramiden, welche den Stufenpyramiden Südamerikas erstaunlich ähnlich
sind, wurden Sonnenpyramide, Mondpyramide, Erdpyramide und Drachenpyramide genannt.
Neben Semir Osmanagic, der 15 Jahren lang Pyramiden in Ägypten und Südamerika
studierte, sind Experten aus aller Welt an den Ausgrabungen beteiligt. Seit Anfang Mai 2006,
kam Aly Abd Alla Barakat, ein Experte aus Ägypten hinzu, ein Geologe mit Spezialistenblick
für unnatürliche Topographie, eigens entsandt von Zahi Hawass, dem Chefverwalter aller
Ägyptischen Pyramiden und Antikendenkmäler.
Als der Staatspräsident Sulejman Tihic sich die Pyramiden zeigen lies, begleiteten ihn 15
Botschafter aus allen möglichen Ländern - von Peru über Ägypten bis nach China waren
Repräsentanten anwesend.
Pyramiden in Japan
Westlich der japanischen Insel Yonaguni, an der Südspitze des japanischen Ryukyu-Archipels
entdeckte der Taucher Kihachiro Aratake 1985 eine riesige, aus Fels gebaute UnterwasserPyramide.
Diese Pyramide ist 42,43 Meter hoch und hat eine Fläche von 183x150 Meter. Sie ist aus
rechtwinkligen Felsen gebaut und hat 5 Stockwerke. Zudem fand man straßen ähnliche
Überreste rund um die Pyramide. Geologen der Universität Boston, USA fanden heraus, dass
die riesigen Treppenhäuser aus einer Reihe von 1 Meter hohen Felslagen bestehen, die
aussehen wie eine Stufenpyramide. Der Bereich der Pyramide ist vor etwa 10.000 bis 12.000
Jahren unter die Meeresoberfläche gerutscht, somit hat sie mindestens dieses Alter.
In der Nähe der großen Pyramide fand man noch kleine, pyramidenartige Bauten, die aus 10
Meter breiten und 2 Metern hohen Steinlagen bestehen.
Die Japanischen Pyramiden werden verschwiegen, weil es unmöglich ist, ihr wahres Alter zu
leugnen. Da sie unter Wasser stehen und man den Zeitpunkt berechnen kann, an dem der
Grund zuletzt trocken war, ist ihr Mindestalter eindeutig und widerspricht den geschichtlichen
Lehren unserer Schulwissenschaft, die keineswegs "wissen schafft".
Nahe der Insel Yonaguni: Ruinenstadt unter Wasser
Vor etwa einhundert Jahren wurden Ruinen einer alten Stadt südlich der japanische Insel
Yonaguni gefunden. Zu den Überresten gehörten quadratisch geformte Gebilde, ein riesiges
Podium mit Ecken und Kanten, dazu Straßen, Treppenhäuser und ein Gebäude mit Arkaden.
Nach genauren Untersuchungen fand man später noch gleichmäßig runde Löcher in dem
Felsen, in denen wohl Steinpfeiler standen und, die Höhepunkte, die Entdeckung einer
Menschenkopf-Statue und einer in Stein eingeritzten Hieroglyphen-Inschrift (siehe rechts).
Pyramiden in China
In Xi'an, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Shaanxi, existiert ein Pyramidenfeld von
über 100 Pyramiden - die Größte, weiße Pyramide ist 300 Meter hoch (das ist doppelt so
hoch, wie die große Pyramide von Gizeh!) und hat eine Basislänge von fast einem halben
Kilometer.
Die Pyramiden in China werden seit jahrhunderten durch Ackerbau ausgebeutet. Leider gibt
es nur wenige Fotos und keine von der großen weißen Pyramide.
Handelsreisende berichteten zwar schon im 20. Jahrhundert von der gigantischen Pyramide,
bekannt wurde sie aber erst als der US-Air-Force-Pilot James Gaussman sie 1945, im zweiten
Weltkrieg, sichtete und fotografierte. Die Fotos wurden vom US-Geheimdienst unter
Verschluss gehalten.
Am 28. März 1947 wurde sie vom US-Piloten Maurice Sheahan (ehemaliger angehöriger der
legendären "flying tigers") erneut gesichtet, er berichtete, dass die große weiße Pyramide etwa
64km südwestlich der Provinzhauptstadt Xian liegt und, dass er neben dieser "hunderte
weitere" Pyramiden sah.
Einer anderen Aussage nach, liegt die große weiße Pyramide 100km südwestlich von Xi'an in
den "Qin Ling Shan"-Bergen.
Ein chinesisches Pyramidenfeld
Das chinesische Pyramidenfeld
1991 wurden drei Pyramiden in China etwa 20km vor den Toren Xians entdeckt, als man eine
Schnellstrasse baute, die den neuen Flughafen mit der Provinzhauptstadt verbindet. Der
gebürtige Österreicher und in Deutschland lebende Forscher Hartwig Hausdorf fand im Januar
1994 nördlich von Xian, an den Ufern des Flusses "Wei Ho", mehrere Pyramiden.
Unweit der 500.000 Einwohner zählenden Stadt Xianyang liegt das Pyramidenfeld von Mao
Ling, fast 100 Meter hoch erhebt sich dort ein Bauwerk, das seine Pyramidenform noch recht
gut erhalten hat.
Pyramiden in China sind sehr alt!
Pyramide in China, Xianyang
Etwa einen Kilometer von der Stadtgrenze Xianyangs entfernt steht eine mehr als 70 Meter
hohe Pyramide. Oben auf ihr befindet sich ein regelrechter Einsturzkrater. Durch jahrtausende
währende Erosion musste ein darin befindlicher Hohlraum zum Einsturz gebracht worden
sein. 17 weitere Pyramiden verschiedener Höhe, teilweise vereinzelt oder auch in Gruppen
von zwei bis drei Stück angeordnet stehen in direkter Umgebung.
In einer 5.000 Jahre alten Aufzeichnung in einem buddhistischen Kloster werden die
Pyramiden in China als bereits "sehr alt" bezeichnet.
Inzwischen haben chinesische Autoritäten den Zutritt zur Region um die große weiße
Pyramide herum verboten.
Die berühmtesten Maya-Tempel in Mittelamerika
Die Maya in Mittelamerika geben noch immer viele Rätsel auf. Ruinen und Tempel in
Guatemala, Belize, Honduras und Mexiko erinnern an die geheimnisvolle Hochkultur.
Anders als bei den Azteken verschwand die Hochkultur der Maya nicht aufgrund der
Eroberung durch die spanischen Konquistadoren. Die Kultur der Maya ist noch heute in
Guatemala und im südlichen Mexiko lebendig, doch kam es im neunten Jahrhundert zu einem
Zusammenbruch der hochentwickelten Gesellschaft. Die Ursache ist bis heute nicht endgültig
geklärt. Beeindruckende Tempelanlagen und weitläufige Siedlungen wurden verlassen und im
Laufe der Jahrhunderte vom Urwald überwuchert. Archäologen sind seit vielen Jahrzehnten
damit beschäftigt, die Stätten in Honduras, El Salvador, Guatemala, Belize und der
mexikanischen Halbinsel Yucatán wieder freizulegen und die Rätsel um Geschichte und
Gesellschaft der Maya zu lösen. Einige der schönsten sind für Touristen zugänglich gemacht
worden.
Lamanai in Belize
Im Norden von Belize ist Lamanai die heute bedeutendste Stätte des kleinen Landes. Es war
über 3.000 Jahre lang kontinuierlich besiedelt, zeitweise mit über 20.000 Einwohnern. Das
Wort „Lamanai“ bedeutet „untergetauchtes Krokodil“, die Stadt ist wahrscheinlich in
Anlehnung an die Krokodilpopulation der nahe gelegenen Lagune benannt worden. Auch als
die Spanier im 16. Jahrhundert das mittelamerikanische Festland eroberten, war die
abgelegene Stadt noch bewohnt. Sie erreichten die Region um Lamanai Mitte des 16.
Jahrhunderts und kontrollierten die Gegend über ein Jahrhundert lang. Vor allem die
aggressive Christianisierung veränderte die Gesellschaft in Belize grundlegend. 1640
rebellierten die Maya von Lamanai gegen die Spanier und brannten die Kirchen nieder.
Wahrscheinlich waren es letztlich mehrere Epidemien, die der Jahrtausende alten Siedlung
schließlich ein Ende setzten.
Tikal - Tempel der Mayas in Guatemala
Die Ruinen von Tikal in der guatemaltekischen Provinz Petén gelten als die schönsten MayaRuinen überhaupt. Die riesige Anlage besteht aus über 3.000 einzelnen Gebäudestrukturen,
darunter Wohngebäude, Plattformen, Plätze, Aquädukte, Tempel und Pyramiden.
Tikal wurde um 700 v. Chr. erstmalig besiedelt. Es entwickelte sich in der spätklassischen
Periode zwischen 600 und 900 n.Chr. zum größten Zeremonialzentrum des gesamten MayaLandes. 151 Stelen wurden in Tikal gefunden, 32 davon mit Hieroglyphen. Zentrum ist die
Plaza Mayor mit den beiden Tempeln I (Großer Jaguar) und II (Tempel der Masken). Ersterer
ist gut 47 Meter hoch und einer der bekanntesten Tempel der Maya-Welt, Tempel II hat eine
Höhe von 38 Metern. Beide ragen über die Baumwipfel hinaus und sind weithin sichtbar. Der
Sonnenaufgang taucht die beiden uralten Gebäude morgens in feuerrotes Licht.
Copán in Honduras
Während der klassischen Periode des Maya-Reiches von 250 bis 900 n. Chr. war Copán eine
bedeutende Stadt und ein kulturelles Zentrum der Maya. Es liegt im Nordwesten des heutigen
Honduras nahe der Grenze zu Guatemala und gehört heute zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Copán lag günstig zwischen schützenden Bergketten, der wasserreiche Fluss Rio Copán
garantierte fruchtbare Böden.
Chichen Itzá in Mexiko - Die bedeutendste Stadt der Maya auf Yucatan
Im Laufe der Jahrhunderte verlagerte sich das Zentrum der Mayakultur von den Hochebenen
Mittelamerikas ins Tiefland von Guatemala, Belize und die Halbinsel Yucatan im heutigen
Mexiko. Unter den zahlreichen Mayastädten, welche man dort heute besichtigen kann, ist
Chichen Itza die bedeutendste. Sie liegt 120 Kilometer östlich von Mérida. Die Ruinenanlage
umfasst einen Durchmesser von einem Kilometer. Wahrscheinlich in der ersten Hälfte des
fünften Jahrhunderts wurde Chichen Itzá um zwei Cenoten herum errichtet. Diese Brunnen,
Ausgänge eines Systems von Höhlen, welches die gesamte Halbinsel untertunnelt, waren für
die Maya von großer spiritueller Bedeutung. Chichen Itzá wurde von den Maya nur 200 Jahre
lang bewohnt, errang aber große Macht über die Völker Yucatáns. Um die 150.000 Menschen
lebten zeitweise in Chichen .Drei Jahrhunderte später übernahmen Tolteken die inzwischen
verlassene Stadt.
Die 30 Meter hohe Stufenpyramide El Castillo (Die Burg), auch Kukulkans Pyramide
genannt, ist das bedeutendste Bauwerk von Chichen Itzá. Zweimal im Jahr während der
Tagundnachtgleiche ergeben Lichteffekte eine gefiederte Schlange am Fuß des Tempels. Es
ist nicht nachweisbar, ob dies von den Erbauern beabsichtigt war. Der Kriegertempel, die
Iglesia (Kirche), der Caracol (Schneckenturm) und Ballspielplatz sind weitere bedeutende
Zeugnisse der Mayakultur.
Chichen Itzá wird zu den sieben neuen Weltwundern gezählt, die 2007 bekannt gegeben
wurden. Jedoch lohnen auch viele andere Mayastädte auf Yucatán den Besuch, darunter
Palenque, Labná, Edzná, Tulum, Calacmul oder Uxmal.
Türkei: Sirius-Verehrung im ältesten Tempel der Welt
Andreas von Rétyi
Aktuelle archäologische Untersuchungen im »türkischen Stonehenge« lassen darauf
schließen, dass dieser uralte Tempel einst auf den hellen Stern Sirius ausgerichtet war. Die
faszinierende Megalith-Anlage von Göbekli Tepe in Südostanatolien wurde bereits vor rund
11 000 Jahren errichtet.
Als »Bauchiger Hügel« ist jener geschichtsträchtige Höhenzug bekannt, der sich nahe der
anatolischen Stadt Şanlıurfa erstreckt. Auf der mehrere Hundert Meter langen Erhebung
befinden sich seltsame ringförmige Einfassungen aus Stein, in die T-förmigen Pfeiler mit bis
zu sechs Metern
Höhe integriert sind. Das merkwürdige Arrangement besteht insgesamt mindestens aus 20
Ringen mit 200 mächtigen Pfeilern.
Seit Mitte der 1990er Jahre graben Archäologen in dieser bemerkenswerten Anlage. Stück um
Stück legten sie neue Megalithen frei, stießen auf bizarre Reliefs mit Darstellungen wilder
Tiere sowie auf verborgene Kammern und Räume ungeahnten Ausmaßes. Eine wirklich
einzigartige Anlage der Superlative. Die T-Megalithen erreichen die Ausmaße der
Riesenblöcke von Stonehenge in Südengland, allerdings übertreffen sie deren Alter um 6000
Jahre! Auch die Kammern des »türkischen Stonehenge« sind einmalig. Niemand hätte
erwartet, in einer steinzeitlichen Stätte dieses extremen Alters riesige Hallen zu entdecken, die
von einer Seite zur anderen gut 20 Meter messen.
Irgendwann haben die Erbauer ihren fantastischen Tempel dann offenbar mit aller Sorgfalt
zugeschüttet, so meinen die an den Ausgrabungen beteiligten Archäologen. Warum sie die
Steinringe und das Kammersystem wieder mit Erde bedeckten, bleibt ebenso rätselhaft wie
der gesamte Sinn und Zweck der Anlage. Die allgemeine Auffassung tendiert natürlich
standardmäßig hin zu kultischen, religiösen Aufgaben. Das scheint naheliegend. Aber selbst
mit dieser konventionellen Deutung wäre in Göbekli Tepe die übliche zeitliche Reihenfolge
der kulturellen Entwicklung nicht mehr gegeben.
Die neolithische Revolution verbindet die Erfindung des Ackerbaus mit menschlicher
Sesshaftigkeit und dem Entstehen von Zivilisation, Kunst und Religion. Da aber um das alte
Monument herum keinerlei Anzeichen von Ackerbau anzutreffen sind, gehen die
Archäologen davon aus: Die Religion war hier zuerst da. Nur weiß bis heute niemand, wofür
die komplexe Anlage wirklich diente.
Das Beispiel demonstriert recht gut, auf welch schwachen Füßen die Altertumswissenschaft
zuweilen steht. Allerdings, ein großes Wunder ist das nicht, angesichts des hohen Alters von
Göbekli Tepe. Trotzdem gibt es einige interessante Hinweise aus jener urzeitlichen Epoche.
Und sie rücken den geheimnisvollen Hügel in ein buchstäblich neues Licht, ins Licht eines
ganz besonderen Sterns: des Sirius. Er ist der scheinbar hellste Stern am nächtlichen Himmel.
Nur die Sonne, der Mond und Venus strahlen noch heller als er. Sirius ist in Wirklichkeit
größer als unsere Sonne und »lediglich« elf Lichtjahre von ihr entfernt. Das erklärt seine
enorme Helligkeit.
In den antiken Kulturen war dieser auffallende Stern häufig ein zentrales Objekt der
Verehrung. Im alten Ägypten schenkten Priesterastronomen ihm ihre ganz besondere
Aufmerksamkeit. Denn damals fiel der Frühaufgang des Sirius mit dem Eintreten der
bedeutsamen Nilschwemme zusammen: Nach einer jahreszeitlich bedingten
Unsichtbarkeitsperiode von 70 Tagen zeigte sich Sirius am Morgenhimmel kurz vor
Sonnenaufgang, um unmittelbar darauf im Tageslicht zu verblassen. Sobald er wieder
erstmals am Morgen ausfindig gemacht werden konnte, wussten die damaligen
Sternkundigen, dass der Nil nun beginnen würde, über seine Ufer zu treten.
In Mali findet ein ganz besonderer Siriuskult statt: Der Dogon-Stamm, dessen astronomisches
Wissen aus Ägypten zu stammen scheint, verehrt nämlich nicht den hellen Sirius A, sondern
seinen erst Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten Sirius B, einen winzigen weißen
Zwergstern, der seine grell strahlende Hauptkomponente alle 50 Jahre einmal vollständig
umkreist und über 10 000 Mal lichtschwächer ist.
Die Dogon feiern ihren Sirius-B-Kult offenbar bereits seit Jahrhunderten und sprechen sogar
noch von weiteren Begleitobjekten im Sirius-System. Woher sie ihr Wissen wirklich bezogen
haben, kann niemand sagen, denn auch die alten Ägypter können nach konventioneller
Auffassung keine Ahnung von Sirius B gehabt haben.
Das Rätsel von Göbekli Tepe scheint ebenfalls mit dem Sirius verbunden zu sein. Hier könnte
er als neuer Stern begrüßt worden sein. Allerdings nicht im Sinne seines Frühaufgangs. Was
hingegen geschah, betraf eine weit längere Zeitspanne, die auf der Kreiselbewegung der
Erdachse beruht. Über Jahrtausende hinweg verändert sie ihre Position im Raum, sie dreht
sich alle 26 000 Jahre einmal um die Senkrechte auf der Erdbahn. Dadurch verschieben sich
auch die Sternpositionen am Himmel und horizontnahe Sterne können für lange Phasen
untertauchen. Irgendwann führt die Präzession, jene Kreiselbewegung, die »verschollenen«
Sterne allmählich wieder über den Horizont einer Region. Und genau das scheint auf Göbekli
Tepe vor 11 000 Jahren mit Sirius geschehen zu sein.
Der Archäoastronom Giulio Magli von der Polytechnischen Universität Mailand stellt fest,
dass Sirius auf dieser geografischen Breite bis zum Jahr 9300 vor Christus unsichtbar war.
Dann machte der Stern plötzlich durch sein helles Funkeln direkt am Horizont auf sich
aufmerksam, um allmählich und sehr langsam höher zu steigen. Magli zufolge wurde auf dem
»Buckligen Hügel« einst also die »Geburt« des neuen Sterns begrüßt. Man habe den Tempel
errichtet, um dieses Ereignis genau zu verfolgen. »Man kann sich gut vorstellen, dass das
Erscheinen eines neuen Himmelsobjekts zum Auslöser einer neuen Religion geworden sein
kann«, so Magli.
Die Rekonstruktion der astronomischen Verhältnisse zu jener megalithischen Epoche belegt:
Immerhin drei der Monumente von Göbekli Tepe weisen genau auf jenen Punkt am Horizont,
an dem seinerzeit der Sirius erstmalig wieder erschien. Magli hofft nun, mit präziseren
Berechnungen und durch neue Ausgrabungen zusätzliche Bestätigungen seiner interessanten
These zu erhalten. Die Archäologen hingegen zeigen sich bei solchen kosmischen Deutungen
eher sehr zurückhaltend. Sie diskutieren derzeit, ob die Steinringe ursprünglich vielleicht
einmal Dächer besaßen. Dann, so erklärt auch der Archäologe Jens Notroff vom Deutschen
Archäologischen Institut in Berlin, wäre die astronomische Variante wohl aus dem Rennen,
denn schließlich bedarf es zur Sternbeobachtung eines freien Blicks zum Himmel.
Der anatolische »Urhügel« dürfte aber wohl noch einige Überraschungen bereit halten. Und
vielleicht spielt Sirius dabei wirklich eine besondere Rolle. Dessen Bedeutung in der alten
Zeit kann wohl kaum überschätzt werden
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