Jugend ohne Gott

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Jugend ohne Gott
Petra Reiter
INHALTSVERZEICHNIS
Inhaltsangabe ................................................................................................................... Seite 3
Interpretation ...................................................................................................................... Seite
Charakterisierung ............................................................................................... Seite 4/5
Der Lehrer .................................................................................................. Seite 4
Eva ............................................................................................................. Seite 4
Die Entwicklung des Erzählers .................................................................. Seite 5
Figurenkonstellation .................................................................................. Seite 5
Titel
Seite 6
Kriminalfall ........................................................................................................... Seite 6
Wahrheit – Lüge .................................................................................................... Seite 6
Politik Seite 7
Hintergrundinformation Seite 7/8
Erziehung der Jugendlichen .................................................................................. Seite 9
Hitlerjugend .......................................................................................... Seite 9/10
Gott
Seite 10
Persönliche Beurteilung .................................................................................................. Seite 11
Biographie von Ödön von Horváth .......................................................................... Seite 12 - 15
Seite 2
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Jugend ohne Gott
Petra Reiter
INHALTSANGABE
Das Buch „Jugend ohne Gott“ von Ödön von Horvàth beinhaltet nicht nur einen Kriminalfall,
ebenso die Politik, Gott und eine kleine Liebesgeschichte. Die Geschichte handelt im Jahre
1937, in der Zeit der Nationalsozialisten.
Es fängt damit an, dass ein Lehrer Hefte korrigiert und beim zurückgeben eine Bemerkung
macht auf den Satz: „Alle Neger sind hinterlistig, feig und faul.“ Dadurch bekommt er eine
Mahnung. Die Schüler wollen ihn auch nicht mehr als ihren Lehrer. Zu Ostern fahren die
Schüler und der Lehrer mit einem Coach in ein Zeltlager, wo den Jungen schießen und die
militärischen Grundlagen beigebracht werden. In diesem Lager trifft sich einer mit einem
Mädchen aus einer Höhle, die auch stiehlt und schreibt es in sein Tabebuch. Der Lehrer lest
von dem Jungen das Tagebuch, weil er den Jungen Z mit dem Mädchen gesehen hat. Dies ist
in einer Schatule, die verschlossen ist, und bricht sie auf. Der Schüler meint es wäre ein anderer Schüler gewesen und bringt ihn deshalb um. Der Lehrer sagt nicht, dass er das Buch gelesen hat. Wieder in der Schule, wird ein Verfahren gegen den Schüler eröffnet. Er sagt, er hat
den Mord begangen, aber er will nur jemanden schützen. Der Lehrer will aufdecken, wer es
war. Julius Caesar, den er öfters in der Bar trifft, und der Club, bestehend aus 4 Personen,
wollen ihm dabei helfen. Sie finden heraus, dass es wer anderer war, der dann Selbstmord
begeht. Er hat auf ein Zettelchen geschrieben, dass der Lehrer ihn in den Suizid getrieben hat.
Auf dem anderen Teil des Zettels, den seine Mutter versteckt, steht, dass er den Schüler umgebracht hat. Der Zettel wird aber gefunden. Dann kommt „Der Neger“, so wird der Unterrichtende genannt, zu den Negern. Er fährt nach Afrika mithilfe des Pfarrers, da er keine Arbeit mehr hat, weil er vor Gericht die ganze Wahrheit sagte.
Wörter: 306
Seite 3
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INTERPRETATION
CHARAKTERISIERUNG
DER LEHRER
Der Lehrer ist 34 Jahre alt. Obwohl er die Hauptperson ist, wird ihm kein Name gegeben. Er
arbeitet im städtischen Gymnasium und unterrichtet Geografie und Geschichte. Sein sozialer
Status ist eher gering, da er nichts zu sagen hat bzw. auch nichts würde.
Der Unterrichtende ist im Buch als kritisch beschrieben. Am Anfang sind es nur die Gedanken, die so dargestellt sind, zum Schluss äußert er auch seine Meinungen und Aussagen kritisierend. Als der Pfarrer ihm Kritik erteilt, lernt er daraus, ??
Es gibt einen religiösenWandel bei ihm zu sehen. Eigentlich glaubt der Professor nicht an
Gott, sogar der Pfaffe sagt ihm, dass der Allmächtige nur Schwierigkeiten macht. Doch während der Verhandlung, in der Pause, hat er das dringende Bedürfnis in die Trafik zu gehen, wo
ihm die Stimme Gottes auch rät, im Gericht die Wahrheit zu sagen.
Er setzt sich nicht gegen die Schüler durch, ebenso nicht, als sie den Lehrer nicht mehr haben
wollen, jedoch am Schluss überzeugt er die Polizei von seiner Unschuld an dem Selbstmord.
Der Angestellte des gymnasiums setzt sich auch nicht gegen den Bäckermeister duch und
zeigt somit, dass er feig ist, ebenso als die 2 Schüler wegen dem Kästchen streigen, gibt er
auch nicht zu, dass er es geöffnet hat. Erst als er aussagt, nach dem Gott mit ihm sprach, gibt
er mutig zu, dass er indirekt am Mord schuld ist, weil er dass Tagebuch gelesen hat. Ebenso
zeigt dies, als er den Täter des Mordes an dem Schüler sucht und Eva aus dem Gefängnis befreit.
Der Unterrichtende ist andauernd unzufrieden mit seinem Leben, ist jedoch nicht gewillt, es
zu ändern. Er nimmt am Leben nur passiv teil. Aber am Ende des Buches ändert sich das, weil
er aktiver wird und etwas gegen seinen bisherigen Lebensstil macht. Er will die Gerechtigkeit,
die er nur durch aktives mitarbeiten bekommt. Also hilft er dabei, Eva aus dem Gefängnis zu
holen.
Der Lehrer stimmt dem Direktor zu, als der Bäckermeister sich beschwert. Dies zeugt von
Opportunität.
Der 34-jährige ändert in diesem literarischen Werk sein ganzes Leben.
Wörter: 341
EVA
Eva ist zwischen 15 und 16 Jahre alt. Sie ist schlank und eher groß. Ihre Augen sind Diebesaugen. Weil sie Waise ist und schlechte Erfahrungen hat, auch mit Männern, kommt sie in ein
Erziehungsheim. Dort wird sie misshandelt, doch dann flieht sie in eine Höhle. Dadurch ist sie
noch skrupelloser geworden. Den Schüler Z bringt sie zum schweigen durch ihre weiblichen
Reize, die sie auf ihn wirken lässt. Sie hat wenige Illusionen und als sie das Opfer ist und den
Lehrer beobachtet, ändert Eva sich durch das Vorbild des Lehrers. Im Gerichtssaal ist sie ehrlich, wo sie erzählt, dass sie Z eigentlich nicht mag.
Wörter: 104
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TITEL „JUGEND OHNE GOTT“
Im Buch kommt Gott manchmal vor, aber nur mit dem Lehrer, dem Pfarrer und dem Julius
Caesar. Mit den Jugendlichen hat der Allmächtige nichts zu tun, er wird in Bezug auf die
Kinder nie erwähnt. Jedoch könnte man meinen, dass der Nationalsozialismus als Ersatz für
ihn verwendet wird. Die Religion bietet Werte. Sie gibt auch Antworten auf die Fragen „Was
passiert mit uns, wenn wir sterben?“ oder „Woher kommen wir?“. Es wird versucht, dass diese Werte und Fragen vom Nationalsozialismus beantwortet werden. Die Religion gibt z. B.
den Wert der Nächstenliebe, die dann nicht mehr wichtig für die Jugend ist. Für den Nationalsozialismus ist Nächstenliebe unwichtig. In dieser Zeit wird es auch geschafft.
Wörter: 117
KRIMINALFALL
Es wird ein Mord begangen. Dadurch kommt alles ins Rollen. Natürlich gibt es dabei Verdächtige, um den Mord aufzuklären. Bei der Gerichtsverhandlung wird der Z verurteilt. Der
Lehrer glaubt, der falsche sei im Gefängnis und sucht selbst weiter nach möglichen Tätern.
Der Täter T wird gefunden und begeht Selbstmord, daraufhin wird der Lehrer verdächtigt, den
T in den Selbstmord getrieben zu haben. Also kommt öfters etwas mit der Kriminaliät vor.
Wörter: 71
WAHRHEIT – LÜGE
Die erste Lüge beginnt mit den Negern. Sind Menschen Neger? Die Unwahrheiten gehen weiter nach der Verurteilung. Die Schüler sind nicht der Meinung, dass der Lehrer abgesetzt werden sollte, unterscreiben aber trotzdem. Im Lager wird in Bezug auf Eva gelogen. Z sagt, er
wüsste nicht, dass es Eva gibt bzw. dass sie stiehlt. Der Unterrichtende erfindet zwar kein
Märchen, dass er das Tagebuch nicht gelesen hätte, aber er schweigt, was manchmal blendend
wirkt. Bei der Gerichtsverhandlung sagt der verdächtige Schüler nicht, dass es Eva war, die
die Diebstähle begannen hatte. Ebenso gibt er von sich, den Mord verübt zu haben. Als der T
befragt wird, ob er etwas mitbekommen hat, da er mit beiden im Zelt lag, sagt er nein. Doch
dies stimmt nicht, er bekam sehr wohl etwas von den Streitereien der beiden Burschen mit.
Nachdem T den Selbstmord verübt hatte, versteckt die Mutter den 2. Teil von dem Zettel,
damit der Lehrer die Verantwortung übernehmen muss. Im Prinzip lügt sogar der Pfarrer. Jedoch kommt die Wahrheit überall ans Licht.
Eva sagt alleine die Wirklichkeit, wie alles gewesen ist. Zum Schluss aber beschließt der Unterrichtende auch, die Richtigkeit herzustellen und es wird ihm geglaubt. Obwohl der Direktor
dem Lehrer über die Politik auch die Wahrheit sagt, macht er dies nicht öffentlich, sondern
privat. Julius Caesar und die vier Schüler, die den Club bilden, sagen dann auch die Wahrheit.
Zusammengefasst kann man sagen, dass viel mehr gelogen wird, als die Wahrheit gesprochen.
Wörter: 244
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POLITIK
Seit Hitler regierte, ist schon einiges passiert, was auch gut so ist. „Der Führer“ brachte über
die Menschheit eher Unheil, als alles andere. Es starben viele Menschen, die wahrscheinlich
noch länger gelebt hätten. Es war eine schreckliche Zeit für die Bürger, der damaligen Zeit.
Sie haben schreckliches erlebt, was nicht wieder gut zu machen ist. Im Buch wird die Lage
aus der Sicht der Jugendlichen beschrieben, wie sie was erlebt haben, was passierte und was
sie überhaupt erlebt haben. Es wird nicht der Krieg beschrieben, denn soweit war es zu der
Zeit, als das Buch verfasst wurde, noch nicht. Jedoch wurde die Vorkriegszeit beschrieben.
Ich kann mir gut vorstellen, dass da schon einige Personen wussten, dass eine furchtbare Zeit
bevorstehen würde und dass sie die Zeit des Nationalsozialismus furchtbar fanden. Es ist gut,
dass die wir mittlerweile im 21. Jahrhundert leben, wo bei uns in Österreich kein Krieg stattfindet.
Wörter: 150
HINTERGRUNDINFORMATION




Die Zeit des Nationalsozialismus wird oft einer Epoche des Faschismus zugeordnet. Dieser
entstand in Italien und herrschte dort von 1922 bis 1943. Beide hatten wesentliche Merkmale
gemeinsam: die Diktatur einer einzigen, zentralistisch aufgebauten Partei, einen Führerkult,
Militarismus, aggressiven Nationalismus, antidemokratische, antikommunistische und totalitäre Ziele sowie eine in Konkurrenz zum Sozialismus beanspruchte „Einheit von Volk und
Staat“. Der Nationalsozialismus unterschied sich aber vom italienischen Faschismus durch
seinen radikalen Rassismus und Antisemitismus, die seine weiträumigen Eroberungs- und
Vernichtungsziele begründeten.
Das NS-Regime begann, als der deutsche Reichspräsident Paul von Hindenburg den NSDAPFührer Adolf Hitler zum deutschen Reichskanzler ernannte und dieser das Kabinett Hitler aus
Nationalsozialisten, Deutschnationalen und Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten zur neuen Regierung berief. Es wurde bis 1934 durch Terrormaßnahmen gegen politische Gegner, gesetzliche Aufhebung großer Teile der Weimarer Reichsverfassung, Verbot aller anderen Parteien
und Gleichschaltung fast aller politisch-gesellschaftlichen Kräfte durchgesetzt und gefestigt.
Von Anfang an verfolgte das NS-Regime eine Innen- und Außenpolitik, die Deutschlands
Niederlage im Ersten Weltkrieg vergessen machen und seine damals verlorene Großmachtstellung erneuern und erweitern sollte. Dazu setzte die Hitlerregierung bis 1936 mit dem Austritt aus dem Völkerbund, Aufrüstung und der Besetzung des entmilitarisierten Rheinlands
wichtige Teile des Versailler Vertrags außer Kraft. 1938 folgte der Anschluss Österreichs an
das nunmehr „Großdeutsche Reich“. Im selben Jahr erlaubte das Münchner Abkommen
Deutschland die Annexion des Sudetenlandes.
Dieser Politik stimmten die meisten Deutschen zu. Volksabstimmungen ergaben 1935, 1936
und 1938 große Mehrheiten für damalige Entscheidungen Hitlers. Dies hatte vier Hauptgründe:
Gleichschaltung und Terror gegen alle Andersdenkenden schüchterten die Bevölkerung ein.
Ein beginnender Aufschwung der Weltkonjunktur, staatliche Investitionsprogramme, vor
allem für Aufrüstung und militärisch nutzbare Infrastrukturen, belebten die Wirtschaft und
bewirkten in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre Vollbeschäftigung, wobei die Löhne auf
dem niedrigen Niveau der Weltwirtschaftskrise verharrten.
Die Ideologie der Volksgemeinschaft vermittelte vielen Deutschen das Gefühl, in einer
zunehmend egalitären Gesellschaft ohne Klassengegensätze zu leben.
Sie erlebten die außenpolitischen Maßnahmen der Nationalsozialisten als Erfolge und
Wiedergutmachung vergangener nationaler Demütigungen.
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Mit dem Angriff auf Polen begann das NS-Regime seine jahrelang vorbereitete Eroberungsund Germanisierungs-Politik gewaltsam durchzusetzen. Damit löste es den Zweiten Weltkrieg
aus, in dessen Verlauf die nationalsozialistische Gewalt zu millionenfachem Völkermord anwuchs. Seit 1940 schlossen NS-Deutschland, das faschistisch regierte Italien und das Kaiserreich Japan - die so genannten Achsenmächte - den Dreimächtepakt als politische und militärische Koalition. Nach raschen Siegen über die Niederlande, Belgien, Frankreich und Norwegen 1940 brach das NS-Regime den Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt von 1939 und
griff am 22. Juni 1941 die Sowjetunion an („Unternehmen Barbarossa“). Am 11. Dezember
1941 erklärte das Deutsche Reich auch den USA den Krieg.
Die Kriegswende begann im Herbst und Winter 1942/1943 mit den deutschen Niederlagen in
den Schlachten von El Alamein, im Atlantik und Stalingrad. Die britischen und USamerikanischen Luftstreitkräfte erreichten fast völlige Lufthoheit über Deutschland und bombardierten zunehmend ganze Stadtzentren im Bombenkrieg. Im Sommer 1944 landeten alliierte Truppen in der Normandie (Operation Overlord) und eröffneten damit die zweite Front im
Westen mit dem Ziel, die deutschen Truppen auf deutsches Gebiet zurückzudrängen und das
NS-Regime schließlich zu stürzen.
Im Oktober 1944 erreichten alliierte und sowjetische Truppen etwa gleichzeitig die Grenzen
des „Altreichs“. Nach Hitlers Selbstmord am 30. April 1945 eroberte die Rote Armee Berlin,
und US-amerikanische und sowjetische Truppen trafen sich in Mitteldeutschland. Daraufhin
kapitulierte die Wehrmacht am 8. Mai 1945 bedingungslos.
Der Zweite Weltkrieg kostete etwa 55 bis 60 Millionen Menschenleben. In seinem Verlauf
ermordeten Nationalsozialisten und ihre Helfer etwa ein Drittel aller europäischen Juden
(Shoa), etwa 3,5 Millionen nichtjüdische Sowjetbürger und Polen (siehe dazu Verbrechen der
Wehrmacht), mindestens 100.000, eventuell über 500.000 Sinti und Roma (Porajmos), etwa
200.000 Behinderte (u.a. „Aktion T4“), eine unbekannte Zahl deutscher „Asozialer“ und etwa
5.000 Homosexuelle (siehe Rosa Winkel).
Diese Gruppen galten im rassistischen NS-Jargon als „Rassen-“ bzw. „Volksschädlinge“,
„minderwertig“ und „lebensunwert“. Vor dem Krieg waren bereits etwa 20.000 als gefährlich
eingestufte politische Regimegegner, meist Angehörige der Linksparteien, und etwa 1.200
Zeugen Jehovas ermordet worden.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Zeit_des_Nationalsozialismus
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ERZIEHUNG DER JUGENDLICHEN
Die Jugendlichen wurden streng erzogen. Den Jungen wurde Gehorsam und Respekt gegenüber den höher gestellten Soldaten beigebracht. Wenn ein Bursche auch nur ein Jahr älter war,
aber einen besseren Rang hatte, konnte derjenige einem anderen Dinge befehlen, wenn dieser
die nicht ausführen wollte, wurde er von älteren bestraft, denn die Knaben sollten ja im Krieg
auf die anderen hören. Die Mädchen wurden zu Hausfrauen erzogen. Sie mussten jegliches
tun, was der Frau entspricht, wie nähen, kochen, putzen. Der Gesichtsausdruck der beiden
Geschlechter ist sehr unterschiedlich, denn im Gegensatz zu den Frauen, durften die Männer
nicht lachen. Sie hatten immer eine sehr ernste Miene. Während hingegen die Frauen in der
Öffentlichkeit lachten und nicht so streng dastehen mussten.
Wörter: 120
DIE HITLER-JUGEND (HJ)
Die Hitler-Jugend (HJ) wurde auf dem 2. Reichsparteitag der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) vom 3./4. Juli 1926 in Weimar als nationalsozialistische Jugendbewegung gegründet. Gegenüber anderen politischen oder konfessionellen Jugendorganisationen blieb die HJ während der Weimarer Republik eher unbedeutend. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 wandelte sich die HJ durch das Verbot sämtlicher
konkurrierender Jugendverbände von einer Parteijugend zur Staatsjugend. Die anfangs noch
formell freiwillige Mitgliedschaft wurde am 1. Dezember 1936 durch das "Gesetz über die
Hitler-Jugend" und am 25. März 1939 durch die Einführung der "Jugenddienstpflicht” zur
Zwangsmitgliedschaft. Die Zahl der HJ-Mitglieder stieg von rund 100.000 im Jahr 1932 auf
8,7 Millionen 1939. Nach Einführung der Zwangsmitgliedschaft waren nahezu alle Jugendlichen Mitglied der HJ.
Die uniformiert auftretende und militärisch organisierte HJ, in der das Prinzip "Jugend wird
von Jugend geführt” weitgehend verwirklicht wurde, gliederte sich nach Altersgruppen und
Geschlecht: Das Deutsche Jungvolk (DJ) erfaßte die 10- bis 14jährigen Jungen, die eigentliche HJ die 14- bis 18jährigen Jungen. In gleicher Weise waren die zur HJ gehörenden Mädchenverbände in Jungmädelbund (JM) und Bund Deutscher Mädel (BDM) gegliedert. Hinzu
kam 1938 das BDM-Werk "Glaube und Schönheit" für die 17- bis 21jährigen Frauen, die auf freiwilliger Basis - auf ihre Rolle als Hausfrau und Mutter vorbereitet wurden. An Vorabenden des Geburtstags des "Führers" Adolf Hitler sowie auf Reichsparteitagen wurden die
in das Deutsche Jungvolk und den Jungmädelbund eintretenden "Pimpfe" und "Jungmädel"
ebenso feierlich verpflichtet wie die in die HJ und den BDM überführten 14jährigen Jungen
und Mädel; die über 18jährigen HJ-Mitglieder wurden feierlich in die NSDAP aufgenommen
und öffentlich vereidigt.
Organisatorisch war die HJ seit dem 1. Mai 1931 der Obersten Führung der Sturmabteilung
(SA) unterstellt. Nach dem Verbot der SA vom April 1932 arbeitete die - als SA-Gliederung
ebenfalls - verbotene HJ als "Nationalsozialistische Jugendbewegung" weiter. Mit Ernennung
Baldur von Schirachs zum Reichsjugendführer und Amtsleiter der NSDAP wurde die HJ der
NSDAP angegliedert. Als Schirach 1940 zum Reichsstatthalter und Gauleiter in Wien ernannt
wurde, ging die Führung der HJ auf Schirachs bisherigen Stellvertreter Arthur Axmann über.
Feierliche Aufzüge, Propagandamärsche und Paraden, Fahrten, "Geländespiele" und geselliges Lagerleben machten die HJ für viele Jugendliche attraktiv. Wesentlicher Bestandteil des
HJ-Diensts war der sogenannte Heimabend, an dem sich einmal wöchentlich kleinere HJSeite 9
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Ortsgruppen trafen, um Aktivitäten vorzubereiten. Zu den Heimabenden zählte das gemeinsame Hören von propagandistischen Radiosendungen, die speziell für die Jugend produziert
wurden. Über die HJ erfolgte nicht nur die Vermittlung der NS-Ideologie mit ihrem Wertesystem von Gefolgschaftstreue, Kameradschaft, Pflichterfüllung und Willensstärke, sondern mit
der Betonung der körperlichen Leistungsfähigkeit und ihrer paramilitärischen Ausbildung
diente die HJ immer stärker der Rekrutierung von Soldaten. Zum HJ-Dienst kamen während
des Zweiten Weltkriegs verstärkt Aufräumaktionen, Luftschutzdienst und Sammelaktionen
für Kleider, Altmetall oder für das Winterhilfswerk (WHW) hinzu. Die HJ war auch an der
Organisation der Kinderlandverschickung (KLV) wesentlich beteiligt. Der Zwangscharakter
und die immer deutlicher hervortretende Militarisierung des HJ-Diensts schufen vor allem
während des Kriegs ein wachsendes Potential an Jugendopposition.
Quelle: http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/organisationen/jugend/index.html
GOTT
In dem gelesenen Buch kommt Gott nicht oft vor, schon gar nicht bei den Schülern, es heißt ja
auch „Jugend ohne Gott“. Der Lehrer führt manchmal ein Gespräch bzw. eine Diskussion mit
dem Pfarrer über den Allwissenden. Manche Menschen glauben an den Allmächtigen. Ich
finde, dass ist jedem selbst überlassen, keiner kann jemandem verbieten, an den Herrn zu
glauben. Außerdem gibt er manchen Personen halt. Es ist nicht schlecht, sich jemanden vorzustellen, der auf die Menschheit achtet. Wenn etwas tragisches passiert, ist es oft so, auch
wenn man nicht an Gott glauben sollte, dass man sich fragt: „ Wie kann Gott so etwas zulassen?“, „Warum macht er das?“ oder „Wieso gerade jetzt?“. Doch denke ich auch, es ist
manchmal eine Gestalt, um ihn als Sündenbock zu benützen oder einfach seine Sorgen auf ihn
zu lasten. Aber auch um Probleme besser verarbeiten zu können, indem man sich Gedanken
darüber macht, auch wenn man ihn dafür beschuldigt, oder dergleichen.
Wörter: 158
Seite 10
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Petra Reiter
PERSÖNLICHE BEURTEILUNG:
Das Buch ist meiner Meinung nach gut und verständlich geschrieben. Die Handlung ist nicht
schlecht, da sie Realitätsbezogen ist. Ich denke, für Ödön von Horvàth war das Thema naheliegend und hat deshalb darüber geschrieben. Das Thema ist grausam, aber nicht im Sinne von
dem, wie es geschrieben worden ist, sondern dass es überhaupt geschehen ist. Wenn man die
Figuren betrachtet, gibt es keine genaueren Informationen zu ihnen, nicht wie sie Aussehen,
oder wie sie sich Verhalten, geschweige denn, wie sie heißen oder sonstiges. Eigentlich ist es
nicht wichtig, welchen Namen sie haben, oder wie sie gestylt sind. Ihr Verhalten geht teilweise hervor, wenn man das Buch liest. Doch für manche Menschen ist es besser, wenn die Personen beschrieben sind, um sich mehr hineinzuversetzen. Es ist teilweise verwirrend, weil
öfters Augen von jemanden beschrieben werden. Dann ist es noch so, dass die Schüler nur mit
Buchstaben bezeichnet werden, wobei man sich leicht mal irren kann, wenn man nicht gut
aufpasst, wer jetzt gemeint ist. Ich habe das Buch wegen dem Deutschunterricht gelesen. Ich
bereue es nicht, es ist ein gutes Buch. Trotzdem denke ich, dass ich nicht auf die Idee gekommen wäre, dieses Buch zu lesen, wenn ich es nicht gemusst hätte.
Wörter: 203
Seite 11
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BIOGRAPHIE VON ÖDÖN VON HORVÁTH
Horváth, Ödön (Edmund) von, * 9. 12. 1901 Fiume (Rijeka, Kroatien), † 1. 6. 1938 Paris
(Frankreich; Unfall), Dramatiker und Erzähler. Sohn eines österreichisch-ungarischen
Diplomaten, lebte ab 1923 als Schriftsteller in Berlin und Murnau (Bayern). Aufgrund
von nationalsozialistischen Repressalien 1933-38 in Wien, emigrierte im März 1938 nach
Paris. Seine Stücke stehen in der Tradition des Wiener Volksstücks und der österreichischen sprachskeptischen Literatur. Vor allem durch die Demaskierung kleinbürgerlicher
Sprache ("Bildungsjargon") und Verhaltensweisen übte er radikale Sozialkritik, wobei
besonders die Frauen als Opfer erscheinen. In seinem Spätwerk, den Romanen "Jugend
ohne Gott" (1937) und "Ein Kind unserer Zeit" (1938) befasste er sich mit dem Aufstieg
des Faschismus. Kleist-Preis 1931.
* 9. Dezember 1901 Susak (Vorort von Fiume; heute:
Rijeka)
+ 1. Juni 1938 Paris (durch herabfallenden Ast)
begraben: Paris, Friedhof St. Ouen; seit 1988 Ehrengrab in
Wien, Heiligenstädter Friedhof
Sohn des österreichisch-ungarischen Diplomaten Dr. Ödön Josef von Horváth (1874-1950;
1909 geadelt) und seiner Frau Maria Hermine, geb. Prehnal (1882-1959); der Vater stammt
aus Slavonien, die Mutter aus Siebenbürgen (Sprache der Mutter ist Deutsch). Bruder: Lajos
(1903-1968). Ungarischer Staatsbürger; häufiger Ortswechsel während der Schulzeit (Belgrad, Budapest, München, Wien, Preßburg); H. wechselt viermal die Unterrichtssprache:
"Erst mit vierzehn Jahren schrieb ich den ersten deutschen Satz". - "'Heimat'? Kenn ich nicht.
Ich bin eine typische alt-österreichisch-ungarische Mischung: magyarisch, kroatisch, deutsch,
tschechisch - mein Name ist magyarisch, meine Muttersprache ist deutsch."
1933
Heirat mit Maria Elsner (1905-1981, Sängerin); 1934 Scheidung
Dramatiker und Erzähler. Will in seinen Volksstücken die Entwurzelung des modernen Menschen aufzeigen. Ziel: "Demaskierung des Bewußtseins", der Kleinbürgermentalität durch die
Sprache, den "Bildungsjargon" seiner Figuren; seine Stücke sind eine "Synthese von Ernst
und Ironie" . Grundelemente: "mißlingende menschliche Kommunikation, verfehltes Leben,
gegenseitiger Haß, latente Gewalt, trügerische Idylle und Fassadenmoral, Zweifel an der
Existenz Gottes" (Theo Buck). Nach 1933 wendet sich H. zunehmend ethisch-moralischen,
metaphysischen Problemen zu; resignativer Grundton. "Entdeckung" in den 60er Jahren. Der
Roman Jugend ohne Gott ist zum Klassiker der Schullektüre geworden.
Auszeichnung:
Seite 12
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1931
Jugend ohne Gott
Petra Reiter
Kleist-Preis
wichtige Lebensdaten:
1902
Umzug der Familie nach Belgrad.
1908
Übersiedlung nach Budapest.
1909
Der Vater wird nach München versetzt; H. bleibt in Budapest; Besuch des
Rákóczianum (erzbischöfliches Internat).
1913
Übersiedlung zu den Eltern. Kaiser-Wilhelm-Gymnasium, später Realgymnasium.
1916
Umzug der Familie nach Preßburg.
1918
Übersiedlung nach Budapest.
1919
Versetzung des Vaters nach München. H. in Wien bei seinem Onkel Josef
Prehnal; Privatgymnasium der Salvatorianer.
1919-22
Abitur in Wien; Studium an der Universität München (Philosophie und Germanistik); ohne Abschluss.
1923
Übersiedelung in die elterliche Villa nach Murnau; intensive schriftstellerische
Tätigkeit
1924
Parisreise. Übersiedelung nach Berlin.
1924-33
Überwiegend Aufenthalt in Murnau.
1927
Einbürgerungsgesuch von den bayerischen Behörden abgelehnt.
1929
Monatliche Garantiesumme durch den Ullstein-Verlag für seine gesamte dichterische Produktion. Reise zur Weltausstellung in Barcelona.
1930
12.9.: Austritt aus der katholischen Kirche.
1931
Als Zeuge in einem Saalschlacht-Prozess; zunehmende Angriffe rechter Kritiker.
1932
Auflösung des Vertrages mit dem Ullstein-Verlag.
1933
Streit mit der SA in Murnau; Hausdurchsuchung; H. verlässt Deutschland; Leben in Pensionen: Salzburg, Wien, Henndorf bei Salzburg. 27.12.: Heirat.
1934
Rückkehr nach Berlin. Auf eigenen Antrag Aufnahme in den nationalsozialistischen Reichsverband Deutscher Schriftsteller (bis 1937). Sept.: Scheidung.
1935
Herbst: Übersiedlung nach Wien (gemeinsam mit der Schauspielerin Wera
Liessem).
1936
Entzug der Aufenthaltserlaubnis für das Deutsche Reich. Wien und Henndorf.
1937
Depressionen, finanzielle Probleme.
1938
März: nach dem Anschluss Österreichs Emigration; Budapest, Fiume, TeplitzSchönau (Teplice), Prag, Mailand, Zürich, Brüssel, Amsterdam; Mai: Paris;
1.6.: Treffen mit Robert Siodmak (Verfilmung von Jugend ohne Gott); gegen
19.30 Uhr wird H. auf den Champs-Elysées in der Nähe der Place Clemenceau
(gegenüber Théatre Marigny) während eines Gewitters von einem herabfallenSeite 13
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Jugend ohne Gott
Petra Reiter
den Ast erschlagen.
Werke:
(e = entstanden; a = Uraufführung)
Dramen
1922 (a München, Das Buch der Tänze (Pantomime; 1926 Restauflage von H. aufgekauft
konzertant; 1926 und vernichtet)
Osnabrück)
1923 e 1970
Mord in der Mohrengasse
1926 e
Zur schönen Aussicht (Komödie)
1929 a (Berlin)
1970
Die Bergbahn (1926 e; urspr. Revolte auf Côte 3018; 1927 a Hamburg)
(Volksstück)
1929 a (Berlin)
1970
Sladek der schwarze Reichswehrmann (urspr. Sladek oder Die schwarze
Armee)
1929 e
Rund um den Kongreß (Komödie)
1930 e
Die Lehrerin von Regensburg
1930 (1931 a Ber- Italienische Nacht (Erstfass. u.d.T. Ein Wochenendspiel, Volksstück)
lin)
1931 (a Berlin)
Geschichten aus dem Wiener Wald (Volksstück)
1932 a (Leipzig)
1972
Kasimir und Karoline (Volksstück)
1932 e 1973
(1936 a Wien)
Glaube Liebe Hoffnung. Ein kleiner Totentanz (Uraufführung: Liebe,
Pflicht und Hoffnung)
1933 e 1971
Eine Unbekannte aus der Seine (Komödie)
1934 e 1971
(1937 a Wien)
Himmelwärts (Märchenposse)
1934 a (Zürich)
1971
Hin und her (Posse)
1935 e (a Wien)
Mit dem Kopf durch die Wand (Lustspiel)
1936 e 1975
Don Juan kommt aus dem Krieg
1936 e 1959
(1937 a Prag)
Figaro läßt sich scheiden (Komödie)
1936 e 1955
(1937 a Mährisch-Ostrau)
Der jüngste Tag. Schauspiel in sieben Bildern
1937 a (Prag)
Ein Dorf ohne Männer (Lustspiel)
1937 e
Pompeji. Komödie eines Erdbebens
Hörspiel
1929 e 1973
Stunden der Liebe
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Romane
1930
Der ewige Spießer (darin integriert: Sechsunddreißig Stunden. Die Geschichte vom Fräulein Pollinger, 1929 e)
1937
Jugend ohne Gott
1938 (1937 e)
Ein Kind unserer Zeit (1953 u.d.T. Zeitalter der Fische)
sonstige Prosa
1924-26
Sportmärchen
1932
Interview
1932
Gebrauchsanweisung
Gesamtausgaben
1970-71
Gesammelte Werke, Frankfurt/M. (4 Bde.)
1983ff.
Kommentierte Werkausgabe in Einzelbänden, Frankfurt/M. (15 Bde.)
1988
Gesammelte Werke, Frankfurt/M. (4 Bde.)
Quellen: http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.h/h905154.htm,
http://www.lehrer.unikarlsruhe.de/~za874/homepage/horvath.htm
Seite 15
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