Operations Manager 2007 Handbuch für Administratoren

Werbung
Operations Manager 2007 R2Betriebshandbuch für Administratoren
Microsoft Corporation
Datum der Veröffentlichung: September 2009
Autor
Chris Fox, John Downing, Anat Kerry, Liza Poggemeyer, Scott Butler
Feedback
Senden Sie Vorschläge und Anmerkungen zu diesem Dokument an [email protected].
Geben Sie in Ihrem Feedback auch den Namen des Handbuchs und das Veröffentlichungsdatum
ein.
Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen stellen die behandelten Themen aus der
Sicht der Microsoft Corporation zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dar. Da Microsoft auf sich
ändernde Marktanforderungen reagieren muss, stellt dies keine Verpflichtung seitens Microsoft
dar, und Microsoft kann die Richtigkeit der hier dargelegten Informationen nach dem Zeitpunkt
der Veröffentlichung nicht garantieren.
Dieses Dokument dient nur zu Informationszwecken. MICROSOFT SCHLIESST FÜR DIESES
DOKUMENT JEDE GEWÄHRLEISTUNG AUS, SEI SIE AUSDRÜCKLICH, KONKLUDENT
ODER GESETZLICH GEREGELT, ABER ABDINGBAR.
Die Benutzer sind verantwortlich für das Einhalten aller anwendbaren Urheberrechtsgesetze.
Ungeachtet der Anwendbarkeit der entsprechenden Urheberrechtsgesetze darf ohne
ausdrückliche schriftliche Erlaubnis der Microsoft Corporation kein Teil dieses Dokuments für
irgendwelche Zwecke vervielfältigt oder in einem Datenempfangssystem gespeichert oder darin
eingelesen werden, unabhängig davon, auf welche Art und Weise oder mit welchen Mitteln
(elektronisch, mechanisch, durch Fotokopieren, Aufzeichnen, usw.) dies geschieht.
Es ist möglich, dass Microsoft Rechte an Patenten bzw. angemeldeten Patenten, an Marken,
Urheberrechten oder sonstigem geistigen Eigentum besitzt, die sich auf den fachlichen Inhalt
dieses Dokuments beziehen. Das Bereitstellen dieses Dokuments gibt Ihnen jedoch keinen
Anspruch auf diese Patente, Marken, Urheberrechte oder auf sonstiges geistiges Eigentum, es
sei denn, dies wird ausdrücklich in den schriftlichen Lizenzverträgen von Microsoft eingeräumt.
Die in den Beispielen verwendeten Firmen, Organisationen, Produkte, Domänennamen, E-MailAdressen, Logos, Personen, Orte und Ereignisse sind frei erfunden, soweit nichts anderes
angegeben ist. Jede Ähnlichkeit mit bestehenden Firmen, Organisationen, Produkten, Domänen,
Personen, Orten, Ereignissen, E-Mail-Adressen und Logos ist rein zufällig und nicht beabsichtigt.
© 2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
Microsoft, Active Directory, ActiveSync, Internet Explorer, JScript, SharePoint, SQL Server, Visio,
Visual Basic, Visual Studio, Win32, Windows, Windows PowerShell, Windows Server und
Windows Vista sind Marken der Microsoft-Gruppe.
Alle anderen Marken sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber.
Revisionsverlauf
Veröffentlichungsdatum
Änderungen
Mai 2009
Die Operations Manager 2007 R2-Version, die
Gegenstand dieses Handbuchs ist, enthält die
folgenden Aktualisierungen und Ergänzungen:

Der Handbuchtitel wurde geändert von
“Betriebshandbuch” zu “Handbuch für
Administratoren”, um die zentrale
Veröffentlichungsdatum
Änderungen
Ausrichtung des Inhalts widerzuspiegeln.
September 2009

Konfigurationsinformationen, einschließlich
der Erläuterung zum Konfigurieren von
Benachrichtigungen, wurden in das
Bereitstellungs- und
Konfigurationshandbuch umgestellt.

Informationen zur Bereitstellung von
Agents auf UNIX- und Linux-basierten
Systemen wurden hinzugefügt.

Neue und aktualisierte Vorgehensweisen
für die Sicherung und Wiederherstellung
wurden hinzugefügt, im Einklang mit den
aktualisierten Softwarekonfigurationen.
Ausführliche Beispiele für den Einsatz des
MOMAgent.msi-Befehls zur Agentbereitstellung
wurden hinzugefügt.
Inhalt
Operations Manager 2007 Handbuch für Administratoren .............................................................. 7
Einführung in das Operations Manager-Betriebshandbuch für Administratoren ......................... 7
Grundlegendes zur Betriebskonsole ............................................................................................ 7
Navigieren in der Betriebskonsole ............................................................................................ 9
Anzeigen von Daten in der Betriebskonsole ........................................................................... 11
Starten der Überwachung .......................................................................................................... 14
Bereitstellen von Agents in Operations Manager 2007 .......................................................... 14
Bereitstellen von Windows-Agents ...................................................................................... 16
Verwenden des Ermittlungs-Assistenten zum Bereitstellen von Agents ......................... 16
Verwenden des Setup-Assistenten für den Agent ........................................................... 20
Bereitstellen von Agents unter Verwendung der Befehlszeile ......................................... 22
Beispiele für den MOMAgent.msi-Befehl...................................................................... 24
Verwenden von Active Directory zum Zuweisen von Computern .................................... 27
Ausführen manueller Agentinstallationen in Operations Manager 2007 ......................... 31
Bereitstellen von UNIX- oder Linux-Agents ......................................................................... 34
Konfigurieren eines plattformübergreifenden ausführenden Kontos ............................... 35
Importieren plattformübergreifender Management Packs ............................................... 37
Verwenden des Ermittlungs-Assistenten zum Ermitteln von Systemen und zum
Bereitstellen von plattformübergreifenden Agents ....................................................... 38
Manuelles Installieren plattformübergreifender Agents ................................................... 39
Ermitteln von Systemen nach der manuellen Bereitstellung ........................................... 41
Anzeigen von Systemmonitoren ...................................................................................... 42
Deinstallieren plattformübergreifender Management Packs und Agents ........................ 42
Arbeiten mit Agents ............................................................................................................. 44
Informationen zu den verschiedenen Agentzuständen.................................................... 45
Takt- und Taktausfalleinstellungen in Operations Manager 2007 ................................... 46
Konfigurieren eines Agents zur Berichterstellung an mehrere Verwaltungsgruppen ...... 50
Verwenden der Überwachung ohne Agent ...................................................................... 51
Untersuchen und Auflösen von Warnungen ........................................................................... 54
Untersuchen von Warnungen .............................................................................................. 55
Untersuchen häufig auftretender Warnungen ..................................................................... 57
Beheben einer Taktwarnung ............................................................................................... 58
Konfigurieren des Programms zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit (Customer
Experience Improvement Program, CEIP) in Operations Manager 2007 ........................... 60
Konfigurieren von Berichten für operative Daten in Operations Manager 2007 ..................... 62
Konfigurieren der Clientüberwachung in Operations Manager 2007 ..................................... 63
Konfigurieren der Fehlerberichterstattung in Operations Manager 2007 ............................... 68
Wartung und bewährte Methoden für Operations Manager ...................................................... 70
Verwalten von Gatewayservern in Operations Manager 2007 ............................................... 71
Verwalten von Berichterstattung in Operations Manager 2007 .............................................. 78
Verwalten von Webkonsolenservern in Operations Manager 2007 ....................................... 83
Verwalten verbundener Verwaltungsgruppen in Operations Manager 2007 ......................... 85
Verwalten der Überwachungssammeldienste in Operations Manager 2007 ......................... 88
Verwenden der Befehlsshell von Operations Manager ........................................................ 100
Ändern von Kennwörtern für Operations Manager-Konten .................................................. 102
Identifizieren des Stammverwaltungsservers in Operations Manager 2007 ........................ 103
Zeitplanung von Wartung und Überwachung ....................................................................... 104
Konfigurieren der Optimierungseinstellungen für die Operations Manager 2007-Datenbank in
Operations Manager 2007 ................................................................................................. 106
Sichern und Wiederherstellen von Operations Manager 2007-Komponenten ..................... 106
Vollständige und inkrementelle Sicherungen in Operations Manager 2007 ..................... 107
Benennungskonventionen für Sicherungsdateien in Operations Manager 2007 .............. 109
Sicherungsumfang in Operations Manager 2007 .............................................................. 109
Planen von Sicherungen für Operations Manager-Datenbanken .................................. 110
Sichern des Verschlüsselungsschlüssels des Stammverwaltungsservers .................... 112
Sichern der IIS 6.0-Metabasis ........................................................................................ 114
Sichern einer IIS 7-Konfiguration ................................................................................... 115
Sichern von benutzerdefinierten Management Packs ................................................... 116
Empfohlener Sicherungszeitplan für Operations Manager 2007 ...................................... 116
Ausfall und Wiederherstellung in Operations Manager 2007 ............................................ 118
Auswirkungen von Ausfällen in Operations Manager 2007 ........................................... 118
Fehlerwiederherstellungsszenarien für den Stammverwaltungsserver ......................... 124
Allgemeine Wiederherstellungsrichtlinien in Operations Manager 2007 ....................... 125
Wiederherstellen von Operations Manager 2007-Datenbanken ................................... 129
Wiederherstellen der IIS 6.0-Metabasis-Sicherung in Operations Manager 2007 ........ 130
Wiederherstellen einer IIS 7-Konfiguration .................................................................... 131
Wiederherstellen des Verschlüsselungsschlüssels des Stammverwaltungsservers in
Operations Manager 2007 .......................................................................................... 131
Aktualisieren einer Operations Manager 2007-Bereitstellung .............................................. 132
Verschieben der OperationsManager-Datenbank in Operations Manager 2007 .............. 133
Verschieben der OperationsManagerDW-Datenbank in Operations Manager 2007 ........ 139
Verschieben der OperationsManagerAC-Datenbank in Operations Manager 2007 ......... 145
Höherstufen eines Verwaltungsservers zum Stammverwaltungsserver in Operations
Manager 2007 ................................................................................................................ 147
Entfernen eines Verwaltungsservers von einem Computer in Operations Manager 2007 151
Verschieben des Operations Manager-Berichtsservers in Operations Manager 2007 ..... 155
Anhang A - Plattformübergreifende Systempaketabhängigkeiten ........................................... 158
Operations Manager 2007 Handbuch für
Administratoren
Das Microsoft System Center Operations Manager 2007 R2-Administratorhandbuch ist eine
umfassende Ressource, die das Verständnis der Implementierung und optimalen Verwendung
von Operations Manager 2007 erleichtert. In der Reihenfolge der Verwendung bei Projekten zur
Implementierung von Operations Manager folgt das Administratorhandbuch auf das Operations
Manager 2007-Bereitstellungs- und Konfigurationshandbuch. Hier erfährt der Operations
Manager-Administrator, wie er nach der erfolgreichen Erstbereitstellung einer Verwaltungsgruppe
fortfährt.
Einführung in das Operations ManagerBetriebshandbuch für Administratoren
Sie können das Betriebshandbuch für Administratoren auf zwei Arten verwenden:

Wenn Sie dieses Handbuch unmittelbar nach der ersten Bereitstellung einer
Verwaltungsgruppe verwenden, sollten Sie das Handbuch von vorne bis hinten
durcharbeiten.

Wenn Sie bereits mit der Verwaltung von Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppen
vertraut sind, lesen Sie den jeweils relevanten Abschnitt.
Im Abschnitt "Starten der Überwachung" erfahren Sie, wie Sie die Überwachung Ihrer Umgebung
starten. Dieser Abschnitt enthält Informationen zur Bereitstellung und Verwaltung von Agents
sowie zur Arbeit mit Warnungen. Wenn diese Aufgaben ausgeführt wurden, überwacht die
Operations Manager 2007-Implementierung Ihre Anwendungen und Computer und liefert Ihnen
Warnungen, auf die eine Reaktion erforderlich ist, Leistungsdaten und andere Informationen aus
Ihrer Umgebung.
Im Abschnitt "Wartung und bewährte Methoden für Operations Manager" werden routinemäßige
Aufgaben beschrieben. Dieser Abschnitt kann von allen Operations Manager-Administratoren als
Referenz zum Verständnis allgemeiner Administrationsszenarien für Verwaltungsgruppen
verwendet werden. In diesem Abschnitt werden die zur Unterstützung dieser Szenarien
erforderlichen Verfahren beschrieben. Zu den in diesem Abschnitt enthaltenen Informationen
gehören Inhalte zur Administration von Verwaltungsservern und Verwaltungsgruppen, zur
Durchführung von grundlegenden Sicherungs- und Wiederherstellungsverfahren sowie zur
Verwaltung von Gatewayservern.
Grundlegendes zur Betriebskonsole
Die Betriebskonsole ist das primäre Tool für die Verwaltung Ihrer Operations Manager 2007Bereitstellung. In der Betriebskonsole können Sie Warnungen und Überwachungsdaten anzeigen
7
und darauf reagieren, nicht versiegelte Management Packs verwalten und bearbeiten, Berichte
generieren und anzeigen, Verwaltungsgruppeneinstellungen verwalten und einen Arbeitsbereich
einrichten, der speziell auf Ihre individuellen Anforderungen zugeschnitten ist.
Hinweis
Wenn Sie über Terminaldienste (oder ein anderes Programm für den Remotezugriff) auf
den Computer mit der Betriebskonsole zugreifen, kann dies – je nach Netzwerklatenz
und -bandbreite sowie dem Datenvolumen, das von der Konsole abgerufen wird – die
Leistung der Betriebskonsole beeinträchtigen.
Die Betriebskonsole umfasst die folgenden Elemente:
Symbolleiste
Ermöglicht den Zugriff auf Menüs, Such- und Bereichsfeatures sowie Aktionen.
Beachten Sie, dass Art und Umfang der angezeigten Tools von der jeweiligen
Benutzerzugriffsebene abhängen.
Navigationsbereich
Zeigt die Aspekte Ihrer Operations Manager-Implementierung an, einschließlich aller
momentan ermittelten Objekte. Über die Navigationsstruktur können Sie in tiefer
liegende Regionen Ihrer Umgebung vordringen (Drilldown). Wenn Sie ein Element in
der Struktur auswählen, werden Detailinformationen zu diesem Element im
Ergebnisbereich angezeigt.
Navigationsschaltflächen
Bieten Ihnen die Möglichkeit, in der Betriebskonsole zwischen Überwachungs- und
Verwaltungsansicht zu wechseln. Auf welche Schaltflächen Sie zugreifen können, hängt
von der Sicherheitsrolle ab, mit der Sie angemeldet sind. Mitgliedern der
Administratorgruppe stehen alle Schaltflächen zur Verfügung; Operatoren können auf
alle Schaltflächen mit Ausnahme der Schaltfläche Verwaltung zugreifen.
Es gibt fünf Bereiche:

Überwachung

Konfiguration

Berichterstattung

Verwaltung

Arbeitsbereich
Aktionsbereich
Hier erscheinen Links zu Aktionen, die Sie für ein bestimmtes Objekt ausführen können
(z. B. Anzeigen der Objekteigenschaften), zu zusätzlichen Ressourcen, die Sie nutzen
können, um weitere Informationen zu erhalten (Links zu Onlineinformationen) und Links
8
zur Produkthilfe. Die im Aktionsbereich angezeigten Links sind kontextbezogen und
entsprechen Ihrer aktuellen Bereichs-, Ansichts- und Objektauswahl.
Ergebnisbereich
Zeigt die Ergebnisse der Navigation mithilfe der Navigationsstruktur oder die
Ergebnisse einer Suchaktion an. Im Ergebnisbereich erscheinen gegebenenfalls auch
textbasierte Rückmeldungen zu Aktionen.
Detailfenster
Zeigt ausführlichere Informationen zu dem im Ergebnisbereich ausgewählten Element
an.
Navigieren in der Betriebskonsole
Um den gewünschten Teil der Navigationsstruktur anzuzeigen, wählen Sie die entsprechende
Navigationsschaltfläche aus, z. B. Verwaltung oder Überwachung. Welche
Navigationsschaltflächen zur Verfügung stehen, hängt von den installierten Operations
Manager 2007-Komponenten (z. B. Berichterstattung) sowie davon ab, mit welcher Rolle Sie sich
angemeldet haben (Administratoren haben Zugriff auf alle Navigationsschaltflächen, während
Operatoren nur die Schaltfläche Überwachung auswählen können). Über jede
Navigationsschaltfläche wird eine andere Ansicht geöffnet. Die Navigationsstruktur in der
Betriebskonsole bietet kontextbezogene Funktionen und Optionen für die momentan verwendete
Ansicht. Wenn Sie sich beispielsweise in der Ansicht Verwaltung befinden, enthält die
Navigationsstruktur verschiedene Verwaltungsfunktionen (etwa zum Konfigurieren der
Benutzersicherheit). In der Überwachungsansicht hingegen können Überwachungsfunktionen
ausgewählt werden (etwa zum Anzeigen von Warnungen).
Die nachfolgenden Abschnitte enthalten detaillierte Informationen zu diesen Ansichten sowie den
Funktionen, die sich hiermit ausführen lassen.
Überwachungsansicht
In der Überwachungsansicht können Sie schnell alle benötigen Überwachungsdaten finden,
beispielsweise Warnungen, Leistungsdaten und Diagrammansichten. Diese Ansicht zeigt
verschiedene Aspekte der von Operations Manager 2007 erfassten Überwachungsdaten an. Bei
jedem Eintrag in der Navigationsstruktur Überwachung handelt es sich entweder um einen
bestimmten Ansichtstyp oder um einen Ordner mit weiteren Ansichten.
Die unter der Überwachungsansicht angezeigten Ansichten zeigen Aspekte Ihrer gesamten
Netzwerkumgebung, beispielsweise derzeit aktive Warnungen. Die in der Navigationsstruktur
aufgeführten Ordner sind entweder Features von Operations Manager (z. B. die
9
Ausnahmenüberwachung ohne Agents sowie synthetische Transaktionen) oder Container für
Ansichten, die innerhalb eines Management Packs definiert wurden. Die Featureordner werden
bei der Installation von Operations Manager erstellt. Die Ordner sind nach importierten
Management Packs benannt und enthalten Ansichten von diesen Management Packs.
Die Ordner und Ansichten, die bei der Installation von Operations Manager oder beim
Importieren der Management Packs erstellt werden, können nicht gelöscht werden. Sie können
ihre Anzeige jedoch über die Option Ansicht personalisieren im Bereich Überwachung
anpassen. Des Weiteren können Sie bestimmte Ordner ausblenden, indem Sie auf die
Schaltfläche Ansichten ein-/ausblenden gleich über den Navigationsschaltflächen klicken und
durch Deaktivieren der entsprechenden Kontrollkästchen im gleichnamigen Fenster eine Auswahl
treffen.
Die Schaltflächen Suchen (2x) und Bereich in der Betriebskonsole erleichtern den Zugriff auf die
Überwachungsdaten in der Überwachungsansicht. Weitere Informationen zur Verwendung von
Suchen und Bereich finden Sie unter Anzeigen von Daten in der Betriebskonsole.
Konfigurationsansicht
In der Konfigurationsansicht können Sie Überwachungseinstellungen von derzeit importierten
Management Packs anzeigen. Sie können auf einen beliebigen Knoten unter Management
Pack-Objekte klicken, um die Überwachungseinstellungen für diesen Knoten anzuzeigen. Wenn
Sie beispielsweise auf Regeln klicken, wird im Detailfenster eine Liste aller Regeln aus derzeit
importierten Management Packs angezeigt. Regeln werden, ebenso wie alle anderen
Management Pack-Objekte, nach dem Objekttyp aufgelistet, für den diese Regel gilt. Jeder
Objekttyp wird in aufsteigender alphabetischer Reihenfolge aufgelistet. Jedes
Überwachungsobjekt im Detailfenster umfasst Informationen wie das Management Pack, das die
Einstellung enthält, sowie einen Hinweis darauf, ob die Einstellung gerade aktiviert ist oder nicht.
Die meisten Einstellungen, die in den automatisch importierten Management Packs enthalten
sind, sind standardmäßig aktiviert.
Sie können die Konfigurationsansicht auch verwenden, um zusätzliche Monitore, verteilte
Anwendungen und Gruppen zu erstellen oder zu konfigurieren.
Das Handbuch zur Konfiguration von Management Packs (möglicherweise in englischer Sprache)
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=82637) enthält detaillierte Informationen zur Erstellung
eines Management Packs für ein Produkt (Anwendung, Dienst oder Gerät).
Berichtsansicht
In der Berichtsansicht können Sie auf die Berichterstattungsfunktion von Operations Manager
zugreifen. Mit der Berichterstattung können Sie anhand der von Operations Manager
gesammelten Daten Berichte erstellen. Berichte enthalten zusammengefasste Daten für
bestimmte Zeitintervalle und aus bestimmten Quellen und können eine Längsansicht für
Information aus Ihrer Überwachungsumgebung bereitstellen. Zum Beispiel können Sie einen
Bericht erstellen, welcher die Zeit anzeigt, die vom Auslösen einer Warnung bis zum Schreiben
derselben in die Operations Manager-Datenbank vergeht. Dieser Bericht kann Ihnen helfen,
10
Netzwerkverzögerungen zu identifizieren und neuralgische Punkte zu isolieren. Basierend auf
den Daten in diesem Bericht können Sie dann Korrekturmaßnahmen durchführen.
Die Berichtsansicht ist nur verfügbar, wenn die Berichterstattungskomponenten installiert sind
und Ihnen der Zugriff auf diese Komponenten gewährt wurde. Informationen zum Installieren und
Bereitstellen des Berichterstattungsfeatures finden Sie im Operations ManagerBereitstellungshandbuch. Zusätzliche Informationen zur Verwendung der
Berichterstattungsoberfläche finden Sie im Berichterstellungshandbuch sowie in der Operations
Manager-Hilfe.
Verwaltungsansicht
In der Verwaltungsansicht können Sie alle Aspekte der Überwachungsumgebung bereitstellen
und konfigurieren. Wenn Sie beispielsweise Benachrichtigungen einrichten möchten (Meldungen,
die bei Auftreten einer Warnung gesendet werden), ist dies über die Verwaltungsansicht möglich.
Außerdem führen Sie die meisten administrativen Aufgaben von Operations Manager über diese
Ansicht aus: Sie können Verwaltungsgruppen und Benutzer konfigurieren und verwalten, die
Benutzersicherheit über entsprechende Benutzerrollen einrichten sowie Connectors verwalten
(nicht von Microsoft stammende Fremdgeräte, die Überwachungsdaten für Operations
Manager 2007 bereitstellen).
Arbeitsbereich
Im Arbeitsbereich können Sie benutzerdefinierte Arbeitsbereiche und Suchvorgänge erstellen
und speichern. Dadurch können Sie Ihre Arbeitsumgebung so anpassen, dass nur die für Sie
interessanten Elemente angezeigt werden.
Anzeigen von Daten in der Betriebskonsole
Nach Import der entsprechenden Management Packs stellt Operations Manager 2007 eine
umfassende Ansicht aller Vorgänge und Abläufe im Zusammenhang mit Ihren überwachten
Anwendungen, Hardwarekomponenten und Prozessen bereit. Dies kann dazu führen, dass eine
sehr große Menge von Daten in der Betriebskonsole angezeigt wird. Für eine effiziente
Interaktion mit der Konsole ist es daher besonders wichtig zu wissen, wie sich die benötigten
Daten schnell finden lassen. Mit den Schaltflächen Bereich, Finden und Suchen der
Betriebskonsolensymbolleiste können Sie Ihre Überwachungsdatenansicht so filtern, dass Sie
genau das Überwachungsobjekt oder die Gruppe von Objekten finden können, die Sie benötigen.
Sie können Ihre Daten auch nach der Anzahl der anzuzeigenden Stunden oder Tage filtern.
Mit den Tools Bereich, Suchen und Zeit wird ein temporärer Filter auf die in der Konsole
angezeigten Daten angewendet. Sie können ein bestimmtes Objekt mit einer der beiden
Suchoptionen suchen oder Bereich bzw. Zeit verwenden, um eine Gruppe von Objekten
anzuzeigen, die bestimmten Kriterien entsprechen. Die folgende Tabelle zeigt die Unterschiede
zwischen den verschiedenen Filteroptionen:
11
Filter
Verwendung
Bereich
Wird verwendet, um die Datenanzeige auf die
Objekte einzuschränken, die Ihren Kriterien
entsprechen. Dieser Bereich wird so lange
verwendet, bis er gelöscht wird.
Suchen
Wird verwendet, um eine Liste von Objekten
anzuzeigen, die Ihren Kriterien entsprechen.
Sie können anschließend Aktionen für diese
Objekte ausführen. Wenn Sie diese Liste
jedoch verlassen, wird der Filter entfernt, und
jede Ansicht zeigt wieder alle Objekte an (also
nicht nur die Objekte für Ihre Suchkriterien).
Suchen
Wird verwendet, um ein bekanntes Einzelobjekt
anzuzeigen.
Zeit
Wird verwendet, um nur die Daten anzuzeigen
(z. B. Warnungen), die innerhalb eines
definierten Zeitraums generiert wurden.
Wenn Sie denselben Satz von Überwachungsdaten anzeigen müssen, können Sie eine Ansicht
so personalisieren, dass immer dieselben Filter auf die Daten angewendet werden, wenn Sie die
betreffende Ansicht in der Konsole öffnen. Sie können eine Suche auch für eine spätere
Verwendung speichern.
Ändern des Bereichs
Indem Sie den Bereich der Überwachungsansicht ändern, können Sie nur die Objekte anzeigen,
die bestimmten Kriterien entsprechen, z. B. Verwaltungsserver. Wenn Sie beispielsweise nur die
Computer in Ihrer Umgebung anzeigen möchten, auf denen Windows XP ausgeführt wird,
können Sie einen Bereich anwenden, der als Kriterium “Windows XP” verwendet; es werden
dann keine anderen Computer angezeigt.
Beachten Sie, dass der in der Betriebskonsole verwendete Bereich von dem Bereich abweicht,
der für Sicherheitsrollen verwendet wird. Unter Sicherheitsaspekten gilt der Begriff "Bereich" für
den Verantwortlichkeitsbereich (z. B. verantwortlich für alle Computer in Sachsen-Anhalt, auf
denen Microsoft Exchange ausgeführt wird). Eine Sicherheitsrolle besteht aus dem Bereich sowie
einem Profil.
So ändern Sie den Bereich
1. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Überwachung, um die Objekte in
Ihrer Überwachungsumgebung anzuzeigen.
2. Klicken Sie in der Operations Manager-Symbolleiste auf die Schaltfläche Bereich. Wenn
12
diese Schaltfläche nicht verfügbar ist, überprüfen Sie, ob Sie im Überwachungsbereich
ein Objekt und nicht einen Ordner ausgewählt haben.
3. Im Dialogfeld Anzeigebereich ändern wird eine Liste vorhandener Gruppen und
verteilter Anwendungen angezeigt. Wenn die Liste zu lang ist, können Sie nach einer
spezifischen Gruppe oder einer verteilten Anwendung suchen, indem Sie ein Wort oder
einen Ausdruck in das Feld Suchen nach eingeben. Wenn Sie Ihre Auswahl getroffen
haben, klicken Sie auf OK.
Im Ergebnisbereich werden jetzt nur die Objekte angezeigt, die den Bereichskriterien
entsprechen.
Verwenden von "Suchen"
Verwenden Sie die Schaltfläche Suchen, wenn die Liste der Objekte im Ergebnisbereich zu lang
dafür ist, ein bestimmtes Objekt schnell zu finden. Verwenden Sie die Schaltfläche Suchen,
wenn Sie alle Objekte finden möchten, die einem bestimmten Kriterium entsprechen.
So verwenden Sie die Schaltfläche "Suchen" für die Suche nach einem Objekt in einer
Liste
1. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Überwachung.
2. Klicken Sie, um eine im Überwachungsbereich verfügbare Ansicht auszuwählen. Eine
Liste mit Objekten wird angezeigt.
3. Überprüfen Sie, ob sich ein Feld Suchen nach oben im Ergebnisbereich befindet. Wenn
kein Feld Suchen nach vorhanden ist, klicken Sie auf die Schaltfläche Finden in der
Operations Manager-Symbolleiste. Geben Sie ein Wort, z. B. den Namen des Objekts,
das Sie in der Liste finden möchten, in das Feld Suchen nach ein, und klicken Sie dann
auf Finden.
Das gesuchte Objekt wird angezeigt.
4. Klicken Sie auf Löschen, um zur Originalliste der Objekte zurückzukehren.
So erstellen Sie mithilfe der Suchfunktion eine Liste von Objekten
1. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Überwachung.
2. Klicken Sie in der Operations Manager-Symbolleiste auf die Schaltfläche Suchen.
3. Geben Sie in das Fenster "Suchen" das Wort oder den Ausdruck ein, das bzw. der den
Satz von Objekten beschreibt, die Sie finden möchten. Es wird eine Liste von Objekten
angezeigt, die Ihren Kriterien entsprechen. Die Liste ist nach Objekttypen geordnet.
Ändern der Zeitkriterien
Indem Sie die Zeitkriterien der Überwachungsansicht ändern, können Sie nur die Objekte
anzeigen, die bestimmten Kriterien entsprechen, z. B. Letzte 12 Stunden. Wenn Sie die
Zeitkriterien ändern, können Sie den Anzeigeumfang einschränken und nur die Vorgänge
13
anzeigen, die in den entsprechenden Zeitraum fallen. Wenn Sie beispielsweise nur die Daten der
vergangenen Woche anzeigen möchten, können Sie als Zeitkriterium Letzte 1 Woche
vereinbaren.
So ändern Sie die Zeitkriterien
1. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Überwachung, um die Objekte in
Ihrer Überwachungsumgebung anzuzeigen.
2. Klicken Sie in der Operations Manager-Symbolleiste auf die Schaltfläche Kalender.
Wenn diese Schaltfläche nicht verfügbar ist, überprüfen Sie, ob Sie im
Überwachungsbereich ein Objekt und nicht einen Ordner ausgewählt haben.
3. Wählen Sie die entsprechenden Zeitkriterien aus, die für Sie von Interesse sind.
Im Ergebnisbereich werden jetzt nur die Objekte angezeigt, die den Zeitkriterien entsprechen.
Starten der Überwachung
In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie Sie Agents bereitstellen und mit Management Packs
und Warnungen arbeiten. Nachdem diese Aufgaben erledigt wurden, stellt Ihre
Verwaltungsgruppe automatisch die richtigen Management Packs auf den richtigen Computern
bereit, und die Überwachung beginnt.
Außerdem werden in diesem Abschnitt die Konfiguration des Programms zur Verbesserung der
Benutzerfreundlichkeit (Customer Experience Improvement Program, CEIP), die Optionen der
Clientüberwachung und die Fehlerberichterstattung beschrieben.
Bereitstellen von Agents in Operations Manager 2007
Bevor Sie die Überwachung Ihrer Umgebung aufnehmen, müssen Sie entscheiden, welche
Anwendungen und Geräte überwacht werden sollen. Anschließend geben Sie die Computer an,
die die betreffenden Anwendungen unterstützen.
Überwachen Windows-basierter Systeme
Microsoft System Center Operations Manager 2007 bietet zwei Methoden für die Überwachung
Windows-basierter Computer: Mit Agents verwaltete Überwachung und Überwachung ohne
Agents.

Mit Agents verwaltete Überwachung
Auf Computern, die mit Agents verwaltet werden, ist ein Operations Manager-Dienst
installiert. Bei diesem Dienst, der in der Liste Dienste der Computerverwaltung als
"Integritätsdienst" aufgeführt wird, handelt es sich um den Operations Manager-Agent. Bei
der Überwachung von Computern über Agents kann auf alle Operations Manager-Optionen
und Funktionen zugegriffen werden; daher kommt in der überwiegenden Anzahl der Fälle
diese Überwachungsmethode zum Einsatz. Agents spielen auch eine Rolle bei der
Verwaltung ohne Agents.
14

Überwachung ohne Agents
Windows-basierte Computer, auf denen kein Agent installiert werden kann, können ohne
Agent überwacht werden. Zur Verwaltung eines Computers ohne Agent können Sie
Kommunikationsverbindungen zwischen einer Verwaltungsgruppe, einem Proxyagent und
dem Computer ohne Agent einrichten. Zudem können Sie mithilfe der Überwachung ohne
Agent Netzwerkgeräte und Systeme überwachen, die nicht unter Windows ausgeführt
werden.
Weitere Informationen über die Bereitstellung und Verwendung von Operations Manager-Agents
auf Windows-basierten Systemen finden Sie im Abschnitt Bereitstellen von Windows-Agents.
Überwachen von UNIX- oder Linux-basierten Systemen
Mit System Center Operations Manager 2007 können IT-Fachleute die Systemintegrität sowie
Ereignisse auf Computern überwachen, auf denen UNIX- und Linux-Betriebssysteme ausgeführt
werden. Unter anderem können folgende Aspekte überwacht werden:

Dateisysteme und Netzwerkschnittstellen

Kritische Systemprozesse (beispielsweise Syslog, Cron und andere)

Schlüsselkonfigurationen (beispielsweise die Auflösung von Hostnamen oder die richtige
Konfiguration von Komponenten der WS-Verwaltung)

Attribute des Kernsystems (beispielsweise die Integrität von Systemspeicher und
Prozessoren)

Physischer und logischer Speicherplatz, Swapspeicherplatz und Systemspeicher

Durch Anwendungen oder Prozesse verursachte Leistungsminderung
System Center Operations Manager 2007 unterstützt die Überwachung der folgenden UNIX- und
Linux-Betriebssysteme:

AIX 5.3 (Power), 6.1 (Power)

HP-UX 11iv2 (PA-RISC und IA64) und 11iv3 (PA-RISC und IA64)

Red Hat Enterprise Server 4 (x86 und x64) und 5 (x86 und x64)

Solaris 8 (SPARC), 9 (SPARC) und 10 (SPARC und x86-Versionen ab 120012-14)

SUSE Linux Enterprise Server 9 (x86) und 10 SP1 (x86 und x64)
Weitere Informationen über die Bereitstellung und Verwendung von Operations Manager-Agents
auf UNIX- oder Linux-basierten Systemen finden Sie im Abschnitt Bereitstellen von UNIX- oder
Linux-Agents.
Verwalten von Agents
Nach der Installation und Konfiguration von Agents auf Computern, die überwacht werden sollen,
bietet Operations Manager 2007 einige Tools und Vorgehensweisen, die sich für die Verwaltung
der bereitgestellten Agents einsetzen lassen.
Weitere Informationen über die Verwaltung von Agents finden Sie im Abschnitt Arbeiten mit
Agents.
15
Bereitstellen von Windows-Agents
Der erste Schritt zur Überwachung Ihrer Umgebung besteht in der Bereitstellung von Agents. Von
der Netzwerkarchitektur hängt ab, welche Überwachungsoptionen Sie verwenden und wie Sie die
Bereitstellung der Agents planen. Achten Sie darauf, ob Sie Systeme verwalten, die von Ihrer
Verwaltungsgruppe aus gesehen jenseits der Firewall oder außerhalb der KerberosVertrauensgrenzen der Verwaltungsgruppe liegen.
Hinweis
Wenn Sie nach der Installation eines Microsoft System Center
Operations Manager 2007-Agents einen virtuellen Server auf einem Cluster hinzufügen
oder löschen, erkennt der Agent die Änderungen nicht und meldet den neuen virtuellen
Server nicht. Sie müssen den System Center-Verwaltungsdienst auf dem Knoten neu
starten, auf dem der virtuelle Server aktiv ist, damit der Agent den virtuellen Server
erkennen kann.
Sie können für die Bereitstellung von Agents eine der folgenden Methoden verwenden:

Ermittlungs-Assistent (über die Betriebskonsole)

Setup-Assistent für den Agent

MOMAgent.msi-Programm über die Befehlszeile

Active Directory, um Agents ihren jeweiligen Verwaltungsgruppen zuzuweisen
In den folgenden Abschnitten werden diese Methoden Schritt für Schritt erläutert.
Die folgenden Tasks werden in diesem Thema beschrieben:
Task
Relevante Informationen
Ermitteln von Systemen
Verwenden des Ermittlungs-Assistenten zum
Bereitstellen von Agents
Bereitstellen von Agents mit dem SetupAssistenten
Verwenden des Setup-Assistenten für den
Agent
Bereitstellen von Agents über die Befehlszeile
Bereitstellen von Agents unter Verwendung der
Befehlszeile
Zuweisen von Agents über Active Directory
Verwenden von Active Directory zum Zuweisen
von Computern
Verwalten neu installierter Agents
Ausführen manueller Agentinstallationen in
Operations Manager 2007
Verwenden des Ermittlungs-Assistenten zum Bereitstellen von Agents
Sie können die Betriebskonsole nutzen, um in Ihrer Umgebung nach verwaltbaren Objekten zu
suchen und um dann für jedes Objekt, das Sie überwachen möchten, einen Agent
bereitzustellen. Dieses Durchsuchen Ihrer Umgebung wird als "Ermittlung" bezeichnet. Einer der
16
Vorteile der Ermittlung liegt darin, dass dabei alle verwaltbaren Objekte, einschließlich jener, die
sich Ihrer Aufmerksamkeit entzogen haben, aufgelistet werden.
Durch den Ermittlungs-Assistenten werden keine Systeme angezeigt, die in der
Verwaltungsgruppe bereits überwacht werden. Wenn Sie das Rollout Ihrer Verwaltungsgruppe in
Phasen durchführen, können Sie den Assistenten für das Hinzufügen neuer Systeme in die
Gruppe nutzen. Auch nach Ihrer anfänglichen Bereitstellung können Sie den ErmittlungsAssistenten ausführen, um neu installierte Computer, die verwaltet werden sollen, hinzuzufügen.
Wenn Agents an Computer ausgegeben werden, übermittelt Microsoft System Center Operations
Manager 2007 die lokalen Administratoranmeldeinformationen, die für die Installation des Agents
erforderlich sind. Die Übermittlung der Anmeldaten kann zu Sicherheitsproblemen führen.
Konsultieren Sie das Operations Manager 2007-Sicherheitshandbuch,
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=64017) zur Lösung von Sicherheitsproblemen vor dem
Einsatz des Ermittlungs-Assistenten.
Wenn der Ermittlungs-Assistent nicht für Ihre Bedürfnisse geeignet ist (wenn Sie beispielsweise
anhand einer festen Liste bestimmen, für welche Computer Sie Agents bereitstellen werden),
können Sie die Agents manuell auf den zu überwachenden Systemen installieren. Agents können
auch in das Host-Image des überwachten Monitors eingebettet werden.
Mit dem folgenden Verfahren ermitteln Sie Windows-basierte Computer und stellen den
Operations Manager 2007-Agent für diese über die Betriebskonsole bereit.
So stellen Sie den Operations Manager 2007-Agent für Windows-basierte Computer
über die Betriebskonsole bereit
1. Melden Sie sich bei der Betriebskonsole mit einem Konto an, das der Operations
Manager-Administratorenrolle der Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe
angehört.
2. Kicken Sie auf die Schaltfläche Verwaltung.
3. Klicken Sie unten im Bereich "Navigation" auf Ermittlungs-Assistent.
4. Klicken Sie auf der Seite Einführung auf Weiter. Die Seite Einführung wird nicht
angezeigt, wenn der Assistent für Computer- und Geräteverwaltung bereits
ausgeführt wurde und dabei die Option Diese Seite nicht mehr anzeigen aktiviert
wurde.
5. Gehen Sie auf der Seite Automatisch oder erweitert? folgendermaßen vor:
a. Wählen Sie entweder Automatische Computerermittlung oder Erweiterte
Ermittlung aus. Klicken Sie bei Auswahl von Automatische Computerermittlung
auf Weiter, und fahren Sie dann mit Schritt 7 fort. Fahren Sie bei Auswahl von
Erweiterte Ermittlung mit folgenden Schritten fort.
Hinweis
Bei der automatischen Computerermittlung wird die Domäne, in der sich der
Stammverwaltungsserver befindet, auf Windows-basierte Computer
gescannt. Mit der erweiterten Ermittlung können Sie Kriterien für die
17
Computer festlegen, die vom Assistenten angezeigt werden, wie z. B.
Computernamen, die mit NY beginnen.
b. Klicken Sie in der Liste Computer & Gerätetypen auf Server & Clients, Nur Server
oder Nur Clients.
c.
Klicken Sie in der Liste Verwaltungsserver auf den Verwaltungs- oder
Gatewayserver zur Ermittlung der Computer. Wenn eine Verwaltungsgruppe über
mehrere Verwaltungsserver verfügt, werden die Agents automatisch so konfiguriert,
dass sie sekundäre Verwaltungsserver verwenden, wenn kein
Stammverwaltungsserver verfügbar ist.
d. Bei Auswahl von Server & Clients können Sie das Kontrollkästchen Überprüfen, ob
ermittelte Computer kontaktiert werden können markieren. Dadurch erhöht sich
wahrscheinlich die Erfolgsrate der Agentbereitstellung, doch die Ermittlung kann
länger dauern.
Hinweis
Wenn der Active Directory-Katalog nicht die NetBIOS-Namen für Computer
in einer Domäne enthält, wählen Sie die Option Überprüfen, ob ermittelte
Computer kontaktiert werden können. Andernfalls schlägt die Option
Computer suchen oder eingeben für die Suche nach Computern fehl.
Diese betrifft Computer, die sich in der gleichen Domäne wie der
Stammverwaltungsserver, in einer anderen Domäne mit einer vollen
Vertrauensstellung und in nicht vertrauenswürdigen Domänen (unter
Nutzung eines Gatewayservers) befinden.
e. Klicken Sie auf Weiter.
Hinweis
Bei Auswahl von Überprüfen, ob ermittelte Computer kontaktiert werden
können kann der Assistent ca. 4.000 Computer zurückliefern, und ca.
10.000 Computer, wenn diese Option nicht ausgewählt ist. Die automatische
Computerermittlung prüft, ob die ermittelten Computer kontaktiert werden
können. Bereits von der Verwaltungsgruppe verwaltete Computer werden
nicht angezeigt.
6. Auf der Seite Ermittlungsmethode können Sie die zu verwaltenden Computer ausfindig
machen, entweder durch Scannen oder Durchsuchen der Active DirectoryDomänendienste oder durch Eingabe der Computernamen.
Gehen Sie zum Scannen folgendermaßen vor:
a. Wählen Sie Active Directory scannen aus (wenn nicht schon ausgewählt), und
klicken Sie dann auf Konfigurieren.
b. Geben Sie im Dialogfeld Computer suchen die gewünschten Kriterien für die
Ermittlung der Computer ein, und klicken Sie dann auf OK.
c.
Klicken Sie in der Liste Domäne auf die Domäne des zu ermittelnden Computers.
Gehen Sie folgendermaßen vor, wenn Sie Active Directory durchsuchen oder die
18
Computernamen eingeben möchten:

Wählen Sie Nach Computernamen suchen oder eingeben aus, klicken Sie auf
Durchsuchen, geben Sie den Namen der zu verwaltenden Computer an, und klicken
Sie dann auf OK.

Geben Sie in das Feld Nach Computernamen suchen oder eingeben die
Computernamen durch Semikolon, Komma oder neuer Zeile [Eingabetaste] getrennt
ein. Sie können NetBIOS-Computernamen oder vollqualifizierte Domänennamen
(FQDN) verwenden.
7. Klicken Sie auf Weiter, und führen Sie einen der folgenden Schritte auf der Seite
Administratorkonto aus:

Wählen Sie Ausgewähltes Aktionskonto des Verwaltungsservers verwenden
aus (wenn nicht schon ausgewählt).

Wählen Sie Anderes Benutzerkonto aus, geben Sie den Benutzernamen und das
Kennwort ein, und wählen Sie dann Domäne aus der Liste aus. Wählen Sie Dies ist
ein lokales Computerkonto und kein Domänenkonto aus, wenn der
Benutzername kein Domänenkonto ist.
Wichtig
Das Konto muss über Administratorrechte für die Zielcomputer verfügen. Bei
Auswahl von Dies ist ein lokales Computerkonto und kein
Domänenkonto wird die Ermittlung mit dem VerwaltungsserverAktionskonto durchgeführt. Weitere Informationen zu Operations Manager
2007-Konten finden Sie im Operations Manager 2007Sicherheitshandbuchhttp://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=64017
(möglicherweise in englischer Sprache).
8. Klicken Sie auf Ermitteln, um die Seite Ermittlungsstatus anzuzeigen. Die für die
Ausführung der Ermittlung erforderliche Zeit hängt von vielen Faktoren ab, wie z. B. den
angegebenen Kriterien und der Konfiguration der IT-Umgebung.
Hinweis
Computer, die bereits von der Verwaltungsgruppe verwaltet werden, werden
vom Assistenten nicht zurückgegeben.
9. Gehen Sie auf der Seite Zu verwaltende Objekte auswählen folgendermaßen vor:
a. Wählen Sie die Computer aus, die durch Agents verwaltet werden sollen.
b. Klicken Sie in der Liste Verwaltungsmodus auf Agent und dann auf Weiter.
Hinweis
Die Computerermittlung zeigt virtuelle Clusterknoten an. Wählen Sie keine
virtuellen Knoten für die Verwaltung aus.
10. Gehen Sie auf der Seite Zusammenfassung folgendermaßen vor:
a. Lassen Sie Agentinstallationsverzeichnis auf der Standardeinstellung
%Programme%\System Center Operations Manager 2007 unverändert, oder
19
geben Sie einen Installationspfad ein.
Wichtig
Wenn Sie ein anderes Agentinstallationsverzeichnis festlegen, muss der
Stamm des Pfads auf dem Zielcomputer vorhanden sein, sonst schlägt die
Installation fehl. Unterverzeichnisse, wie z. B. OM2007\Agent, werden
erstellt, wenn sie nicht vorhanden sind.
b. Lassen Sie die Standardfestlegung für das Agentaktionskonto mit dem Standard
Lokales System bestehen, oder wählen Sie Andere aus, und geben Sie
Benutzername, Kennwort und Domäne ein. Das Agentaktionskonto ist das
Standardkonto, mit dem der Agent Aktionen durchführt. Weitere Informationen zu
Operations Manager 2007-Konten finden Sie im Operations Manager 2007Sicherheitshandbuchhttp://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=64017 (möglicherweise in
englischer Sprache).
c.
Klicken Sie auf Fertig stellen.
11. Im Dialogfeld Status des Agentverwaltungstasks ändert sich der Status für jeden
ausgewählten Computer von In Warteschlange in Erfolgreich. Die Computer können
dann verwaltet werden.
Hinweis
Klicken Sie auf den Zielcomputer, wenn der Task für einen bestimmte
Computer fehlschlägt. Der Grund für den Fehler wird im Textfeld
Taskausgabe angezeigt.
12. Klicken Sie auf Schließen.
Verwenden des Setup-Assistenten für den Agent
Zum Bereitstellen des Microsoft System Center Operations Manager 2007-Agents mit dem
MOMAgent.msi-Setup-Assistenten gehen Sie vor wie folgt.
Stellen Sie vor der Nutzung des Setup-Assistenten sicher, dass folgende Bedingungen erfüllt
sind:

Jeder mit dem Assistenten installierte Agent muss für eine Verwaltungsgruppe genehmigt
werden. Weitere Informationen finden Sie unter Ausführen manueller Agentinstallationen in
Operations Manager 2007.

Wurde ein Agent manuell auf einem Domänencontroller bereitgestellt, können bei der
späteren Bereitstellung eines Active Directory-Management Packs Fehler auftreten. Damit
Fehler bei der Bereitstellung des Active Directory-Management Packs vermieden werden,
oder um bereits aufgetretene Fehler zu beheben, müssen Sie das Hilfsobjekt für Active
Directory-Management Packs bereitstellen. Hierzu stellen Sie für den betroffenen
Domänencontroller die Datei "Oomads.msi" bereit. Die Datei "Oomads.msi" befindet sich auf
dem Hostcomputer des Agents im Verzeichnis "C:\Programme\System Center Operations
Manager 2007\HelperObjects". Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Mit Agents
20
verwaltete Domänencontroller" im Thema Ausführen manueller Agentinstallationen in
Operations Manager 2007.
So stellen Sie den Operations Manager 2007-Agent mithilfe des Setup-Assistenten für
den Agent bereit
1. Melden Sie sich mit lokalen Administratorenrechten an den Computer, auf dem Sie den
Agent installieren werden, an.
2. Doppelklicken Sie auf dem Installationsmedium von Operations Manager 2007 auf die
Datei SetupOM.exe.
3. Wählen Sie auf der Seite Start die Option Operations Manager 2007-Agent
installieren.
4. Klicken Sie auf der Seite Willkommen auf Weiter.
5. Behalten Sie auf der Seite Zielordner den Standardinstallationsordner bei, oder geben
Sie nach Klicken auf Ändern einen anderen Pfad ein, und klicken Sie dann auf Weiter.
6. Führen Sie auf der Seite Konfiguration der Verwaltungsgruppe einen der folgenden
Schritte aus:

Lassen Sie das Kontrollkästchen Verwaltungsgruppeninformationen angeben
aktiviert, und klicken Sie auf Weiter.

Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Verwaltungsgruppeninformationen
angeben, wenn Verwaltungsgruppeninformationen in Active DirectoryDomänendiensten veröffentlicht wurden, und klicken Sie auf Weiter.
Hinweis
Schritt 7 wird vom Setup-Assistenten für den Agent übersprungen, wenn das
Kontrollkästchen Verwaltungsgruppeninformationen angeben deaktiviert
ist.
7. Führen Sie auf der Seite Konfiguration der Verwaltungsgruppe folgende Schritte aus:
a. Geben Sie den Namen der Verwaltungsgruppe in das Feld
Verwaltungsgruppenname und den Servernamen in das Feld Verwaltungsserver
ein.
Hinweis
Geben Sie in das Textfeld Verwaltungsserver den Gatewayservernamen
ein, um einen Gatewayserver zu verwenden. Weitere Informationen zu
Gatewayservern finden Sie im Operations Manager 2007Sicherheitshandbuchhttp://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=64017
(möglicherweise in englischer Sprache).
b. Geben Sie in das Feld Verwaltungsserverport einen Wert ein, oder übernehmen
Sie den Standardport 5273.
c.
Klicken Sie auf Weiter.
8. Wenn die Seite Agentaktionskonto angezeigt wird, übernehmen Sie die
21
Standardeinstellung Lokales System, oder wählen Sie Domänenkonto oder lokales
Computerkonto, machen Sie unter Benutzerkonto, Kennwort und Domäne oder
lokaler Computer die entsprechenden Eingaben, und klicken Sie dann auf Weiter.
Hinweis
Weitere Informationen zu Operations Manager 2007-Konten finden Sie im
Operations Manager 2007Sicherheitshandbuchhttp://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=64017
(möglicherweise in englischer Sprache).
9. Überprüfen Sie auf der Seite Bereit zum Installieren die Einstellungen, und klicken Sie
dann auf Installieren, um die Seite System Center Operations Manager-Agent wird
installiert anzuzeigen.
10. Wenn die Seite Der Setup-Assistent für den System Center Operations ManagerAgent wird beendet angezeigt wird, klicken Sie auf Fertig stellen.
Bereitstellen von Agents unter Verwendung der Befehlszeile
Sie können die ausführbare Datei MOMAgent.msi verwenden, um Agents über die Befehlszeile
bereitzustellen. Man nennt dieses Verfahren auch "manuelle Installation".
Vor Beginn müssen Sie sicherstellen, dass die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

Das für die Ausführung von MOMAgent.msi verwendete Konto muss Administratorrechte für
die Zielcomputer besitzen.

Eine Verwaltungsgruppe (oder ein einzelner Verwaltungsserver) muss entsprechend
konfiguriert sein, um Agents anzunehmen, die mit der Datei "MOMAgent.msi" installiert
wurden. Andernfalls werden die Agents automatisch abgelehnt und folglich in der
Betriebskonsole nicht angezeigt. Weitere Informationen finden Sie unter Ausführen manueller
Agentinstallationen in Operations Manager 2007. Bei Verwaltungsgruppen oder Servern, die
für die Annahme manuell installierter Agents konfiguriert sind, werden die Agents etwa eine
Stunde nach der manuellen Installation in der Konsole angezeigt.

Wurde ein Agent manuell auf einem Domänencontroller bereitgestellt, können bei der
späteren Bereitstellung eines Active Directory-Management Packs Fehler auftreten. Damit
Fehler bei der Bereitstellung des Active Directory-Management Packs vermieden werden,
oder um bereits aufgetretene Fehler zu beheben, müssen Sie das Hilfsobjekt für Active
Directory-Management Packs bereitstellen. Hierzu stellen Sie für den betroffenen
Domänencontroller die Datei "Oomads.msi" bereit. Die Datei "Oomads.msi" befindet sich auf
dem Hostcomputer des Agents im Verzeichnis "C:\Programme\System Center Operations
Manager 2007\HelperObjects". Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Mit Agents
verwaltete Domänencontroller" im Thema Ausführen manueller Agentinstallationen in
Operations Manager 2007.

Jeder mit MOMAgent.msi installierte Agent muss für eine Verwaltungsgruppe genehmigt
werden. Weitere Informationen finden Sie unter Ausführen manueller Agentinstallationen in
Operations Manager 2007.
22
Sie finden MOMAgent.msi in den Installationsmedien für Microsoft System Center Operations
Manager 2007 und im Verwaltungsserver-Installationsverzeichnis.
Gehen Sie bei der Bereitstellung eines Agents wie nachfolgend beschrieben vor. Beispiele für
Verfahren zur Einrichtung des MOMAgent.msi-Befehls finden Sie unter Beispiele für den
MOMAgent.msi-Befehl.
So stellen Sie den Operations Manager 2007-Agent über die Befehlszeile bereit
1. Melden Sie sich mit lokalen Administratorrechten beim Computer an, auf dem der Agent
installiert werden soll.
2. Öffnen Sie ein Befehlsfenster.
3. Führen Sie den folgenden Befehl aus:
%WinVerz%\System32\msiexec.exe /i \\Pfad\Verzeichnis\MOMAgent.msi /qn
USE_SETTINGS_FROM_AD={0|1}
MANAGEMENT_GROUP=Verwaltungsgruppenname
MANAGEMENT_SERVER_DNS=Verwaltungsservername
SECURE_PORT=Portnummer ACTIONS_USE_COMPUTER_ACCOUNT={0|1}
ACTIONSUSER=Benutzername ACTIONSDOMAIN=Domänenname
ACTIONSPASSWORD=Kennwort
wobei gilt:
USE_SETTINGS_FROM_AD=[0|1]
Gibt an, ob die Eigenschaften der
Verwaltungsgruppeneinstellungen in der
Befehlszeile festgelegt werden. 0
bedeutet ja, 1 bedeutet nein, d. h. die
Einstellungen werden Active Directory
entnommen.
MANAGEMENT_GROUP=Verwaltungsgru
ppenname
Gibt die Verwaltungsgruppe an, von der
der Computer verwaltet wird.
MANAGEMENT_SERVER_DNS=Verwaltu
ngsservername
Gibt den vollqualifizierten Namen (fully
qualified domain name, FQDN) der
Domäne des Verwaltungsservers an. Soll
ein Gatewayserver verwendet werden,
müssen Sie dessen FQDN eingeben,
und zwar im Format
MANAGEMENT_SERVER_DNS.
Wichtig
Wenn sich DNS- und
Active Directory-Name
des Computers
unterscheiden, muss
23
außerdem die
Eigenschaft
MANAGEMENT_SERV
ER_AD_NAME auf den
vollqualifizierten AD DSNamen gesetzt werden.
SECURE_PORT=Portnummer.
Legt die Portnummer des
Integritätsdiensts fest.
ACTIONS_USE_COMPUTER_ACCOUNT
={0|1}
Gibt an, ob ein Benutzerkonto (0) oder
das lokale Systemkonto (1) verwendet
werden soll.
ACTIONSUSER=Benutzername
Legt das Agentaktionskonto fest auf
Benutzername. Dieser Parameter ist
erforderlich, wenn die Einstellung
ACTIONS_USE_COMPUTER_ACCOUN
T=0 verwendet wird.
ACTIONSDOMAIN= Domänenname
Gibt die Domäne für das Aktionskonto
des Agents für den Parameter
ACTIONSUSER an.
ACTIONSPASSWORD= Kennwort
Hierbei handelt es sich um das Kennwort
des Benutzerkontos, das im Parameter
ACTIONSUSER angegeben wird.
Beispiele für den MOMAgent.msi-Befehl
Nachfolgend sind Beispiele unterschiedlicher Einsatzmethoden für den MOMAgent-Befehl
aufgeführt. Mithilfe dieses Befehls können Sie neue Installationen von Agents durchführen,
Agents älterer Versionen von Operations Manager 2007 aktualisieren und die Konfiguration von
Agents (etwa deren Verwaltungsgruppe oder Verwaltungsserver) ändern.
Agentinstallation unter Verwendung eines spezifischen Aktionskontos
Das folgende Beispiel zeigt den Befehl für eine Erstinstallation eines Agents unter Verwendung
eines spezifischen Aktionskontos:
msiexec.exe /i \\Pfad\Verzeichnis\MOMAgent.msi /qn /l*v %temp%
MOMAgentinstall.log USE_SETTINGS_FROM_AD=0 MANAGEMENT_GROUP=<Verwaltungsgruppenname>
MANAGEMENT_SERVER_DNS=<DNS_Name_des_Verwaltungsservers> ACTIONS_USE_COMPUTER_ACCOUNT=0
ACTIONSUSER=<Benutzername> ACTIONSDOMAIN=<Domänenname> ACTIONSPASSWORD=<Kennwort>
USE_MANUALLY_SPECIFIED_SETTINGS=1 SET_ACTIONS_ACCOUNT=1
Agentinstallation unter Verwendung des lokalen Systemkontos
24
Das folgende Beispiel zeigt den Befehl für eine Erstinstallation eines Agents unter Verwendung
des lokalen Systemkontos:
msiexec.exe /i \\Pfad\Verzeichnis\MOMAgent.msi /qn /l*v
%temp%\MOMAgentinstall.log USE_SETTINGS_FROM_AD=0
MANAGEMENT_GROUP=<Verwaltungsgruppenname>
MANAGEMENT_SERVER_DNS=<DNS_Name_des_Verwaltungsservers> ACTIONS_USE_COMPUTER_ACCOUNT=1
USE_MANUALLY_SPECIFIED_SETTINGS=1 SET_ACTIONS_ACCOUNT=1
Agentinstallation unter Einbindung von Active Directory und Verwendung eines
spezifischen Aktionskontos
Das folgende Beispiel zeigt den Befehl für eine Agentinstallation unter Einbindung von Active
Directory und Verwendung eines spezifischen Aktionskontos:
msiexec /i \\Pfad\Verzeichnis\MOMAgent.msi
/qn /l*v %temp%mominst.NoGroupSpecified.log
USE_SETTINGS_FROM_AD=1 USE_MANUALLY_SPECIFIED_SETTINGS=0 ACTIONS_USE_COMPUTER_ACCOUNT=0
ACTIONSUSER=<Benutzername> ACTIONSDOMAIN=<Domänenname>
ACTIONSPASSWORD=<Kennwort>
SET_ACTIONS_ACCOUNT=1
Agentinstallation unter Einbindung von Active Directory und Verwendung des lokalen
Systemkontos
Das folgende Beispiel zeigt den Befehl für eine Agentinstallation unter Einbindung von Active
Directory und Verwendung des lokalen Systemkontos:
msiexec /i \\Pfad\Verzeichnis\MOMAgent.msi
/qn /l*v %temp%\ mominst.NoGroupSpecified.log
USE_SETTINGS_FROM_AD=1 ACTIONS_USE_COMPUTER_ACCOUNT=1 USE_MANUALLY_SPECIFIED_SETTINGS=0
SET_ACTIONS_ACCOUNT=1
Aktualisierung eines Agents von einer älteren Operations Manager 2007 SP1-Version
Das folgende Beispiel zeigt den Befehl für die Aktualisierung eines Agents:
msiexec /i \\Pfad\Verzeichnis\MOMAgent.msi SET_ACTIONS_ACCOUNT=0 /qn /l*v
%temp%\MOMAgentUpgrade.log
Ändern des einem Agent zugeordneten Verwaltungsservers
Das folgende Beispiel zeigt einen Befehl zum Ändern einem Agent zugeordneten
Verwaltungsservers:
MsiExec.exe /i \\Pfad\Verzeichnis\MOMAgent.msi /norestart /qn /l*v
%temp%\MOMAgentReinstall.log MANAGEMENT_GROUP=
<Gleiche_Verwaltungsgruppe>
MANAGEMENT_GROUP_OPERATION=ModifyConfigGroup
MANAGEMENT_SERVER_DNS=<Name_des_neuen_Verwaltungsservers>
REINSTALL=ALL
Hinzufügen einer neuen Verwaltungsgruppe
25
Das nachfolgende Beispiel zeigt den Befehl zum Hinzufügen einer neuen Verwaltungsgruppe zu
einem Agent. Dies wird als "Multihosting" bezeichnet.
MsiExec.exe /i \\Pfad\Verzeichnis\MOMAgent.msi /norestart /qn /l*v %temp%\MOMAgentAdd.log
MANAGEMENT_GROUP=<Neue_Verwaltungsgruppe> MANAGEMENT_GROUP_OPERATION=AddConfigGroup
MANAGEMENT_SERVER_DNS=<Name_des_neuen_Verwaltungsservers> REINSTALL=ALL Note:
Hinweis
Wurde der Agent mit Active Directory-Aktivierung installiert, dann erfolgt die Konfiguration
durch Active Directory.
Entfernen einer Verwaltungsgruppe
Das folgende Beispiel zeigt den Befehl zum Entfernen einer Verwaltungsgruppe von einem
Agent:
MsiExec.exe /i \\Pfad\Verzeichnis\MOMAgent.msi
/norestart /qn /l*v %temp%\MOMRemove.log
MANAGEMENT_GROUP=<Verwaltungsgruppenname> MANAGEMENT_GROUP_OPERATION=RemoveConfigGroup
MANAGEMENT_SERVER_DNS=<Name_des_alten_Verwaltungsservers> REINSTALL=ALL
Hinweis
Handelt es sich um die letzte/einzige dem Agent zugeordnete Verwaltungsgruppe, wird
dieser ebenfalls deinstalliert.
Wurde der Agent mit Active Directory-Aktivierung installiert, dann erfolgt die Konfiguration
durch Active Directory.
Entfernen einer Verwaltungsgruppe/eines Verwaltungsservers und Umleitung zu einer
neuen Verwaltungsgruppe/einem neuen Verwaltungsserver
Das nachfolgende Beispiel zeigt einen Befehl, mit dessen Hilfe eine Verwaltungsgruppe bzw. ein
Verwaltungsserver entfernt und dem betroffenen Agent eine neue Verwaltungsgruppe bzw. ein
neuer Verwaltungsserver zugeordnet wird.
Zunächst muss dem Agent die neue Verwaltungsgruppe bzw. der neue Verwaltungsserver
zugewiesen werden:
MsiExec.exe /i \\Pfad\Verzeichnis\MOMAgent.msi /norestart /qn /l*v %temp%\MOMAgentAdd.log
MANAGEMENT_GROUP=<Neue_Verwaltungsgruppe> MANAGEMENT_GROUP_OPERATION=AddConfigGroup
MANAGEMENT_SERVER_DNS=<Name_des_neuen_Verwaltungsservers> REINSTALL=ALL
Als Nächstes wird die alte Verwaltungsgruppe bzw. der alte Verwaltungsserver entfernt:
MsiExec.exe /i \\Pfad\Verzeichnis\MOMAgent.msi
/norestart /qn /l*v %temp%\MOMRemove.log
MANAGEMENT_GROUP=<Verwaltungsgruppenname> MANAGEMENT_GROUP_OPERATION=RemoveConfigGroup
MANAGEMENT_SERVER_DNS=<Name_des_alten_Verwaltungsservers> REINSTALL=ALL
Hinweis
26
Vor dem Entfernen einer Verwaltungsgruppe muss unbedingt die neue hinzugefügt
werden. Ist einem Agent nur eine Verwaltungsgruppe zugeordnet und diese wird entfernt,
wird der Agent deinstalliert.
Wurde der Agent mit Active Directory-Aktivierung installiert, dann erfolgt die Konfiguration
durch Active Directory.
Verwenden von Active Directory zum Zuweisen von Computern
Sie können die Active Directory-Domänendienste verwenden, um durch Agents verwaltete
Computer ihren jeweiligen Verwaltungsgruppen zuzuweisen. So weisen Sie Computer unter
Verwendung der Active Directory-Domänendienste Verwaltungsgruppen zu

Als Funktionsebene der Active Directory-Domänendienste-Domänen muss Windows 2000
pur, Windows Server 2003 oder Windows Server 2008 eingesetzt werden.

Mit Agents verwaltete Computer und der Stammverwaltungsserver müssen sich in derselben
Domäne oder in Domänen mit bidirektionaler Vertrauensstellung befinden.
Hinweis
Ungeachtet dessen, ob die Zuweisung von Computern zu einer Verwaltungsgruppe
mithilfe von Active Directory-Domänendienste vorgenommen wird, müssen sich mit
Agents verwaltete Computer und deren Stammverwaltungsserver sowie der sekundäre
Verwaltungsserver in derselben Domäne oder in Domänen mit bidirektionaler
Vertrauensstellung befinden, oder es muss ein Gatewayserver verwendet werden.
Weitere Informationen zu Gatewayservern finden Sie im Operations Manager 2007Sicherheitshandbuchhttp://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=64017 (möglicherweise in
englischer Sprache).
Das Konfigurieren von Agents zum Abrufen ihrer Verwaltungsgruppeninformationen von
Active Directory-Domänendienste ist auch nützlich, wenn in Ihrem Unternehmen Images zum
Bereitstellen von Computern verwendet werden. Fügen Sie z. B. den Operations
Management 2007-Agent dem Microsoft SQL Server-Image hinzu, und konfigurieren Sie den
Agent so, dass er seine Verwaltungsgruppeninformationen aus Active Directory abruft. Wenn Sie
aus einem Image einen neuen Server mit SQL Server initialisieren, wird der Server automatisch
so konfiguriert, dass er von der entsprechenden Microsoft System Center Operations
Manager 2007-Verwaltungsgruppe verwaltet wird und die anwendbaren Management Packs
herunterlädt.
Beim Zuweisen von Computer an Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppen mithilfe von
Active Directory-Domänendienste werden die folgenden Formulierungen verwendet:
1. Ein Domänenadministrator erstellt über MOMADAdmin.exe in den Domänen der Computer,
die mit der Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe verwaltet werden, einen Active
Directory-Domänendienste-Container. Der Active Directory-DomänendiensteSicherheitsgruppe, die beim Ausführen von MOMADAdmin.exe angegeben wird, werden
untergeordnete Lese- und Löschberechtigungen für den Container gewährt. Wenn ein
Container auf diese Weise erstellt wird, erhalten Operations Manager-Administratoren die
erforderliche Berechtigung, dem Container nach Bedarf Verwaltungsserver hinzuzufügen und
27
die Zuweisung von Computern vorzunehmen. Dazu müssen sie keine
Domänenadministratoren sein.
2. Ein Operations Manager-Administrator weist dem Stammverwaltungsserver und dem
sekundären Verwaltungsserver Computer zu. Weitere Informationen finden Sie im nächsten
Abschnitt unter Zuweisen von Computern zu Operations Manager 2007-Verwaltungsservern
mithilfe von Active Directory.
3. Der Operations Manager 2007-Agent wird auf den gewünschten Computern bereitgestellt
und so konfiguriert, dass er seine Verwaltungsgruppeninformationen von Active Directory
über MOMAgent.msi erhält. Weitere Informationen finden Sie unter Bereitstellen von Agents
unter Verwendung der Befehlszeile.
Hinweis
Die Active Directory-Integration ist für Agents, die über die Betriebskonsole
installiert wurden, deaktiviert. Standardmäßig ist bei Agents, die manuell über
MOMAgent.msi installiert werden, die Active Directory-Integration aktiviert. Um
die Active Directory-Integration für manuelle Installationen zu deaktivieren,
verwenden Sie den Befehlszeilenparameter USE_SETTINGS_FROM_AD=0 wie
unter Bereitstellen von Agents unter Verwendung der Befehlszeile erklärt.
Zuweisen von Computern zu Operations Manager 2007-Verwaltungsservern mithilfe von
Active Directory
Der Agentzuordnungs- und Failover-Assistent von Operations Manager 2007 erstellt eine
Agentzuweisungsregel, die Active Directory-Domänendienste verwendet, um einer
Verwaltungsgruppe Computern zuzuweisen und den primären sowie die sekundären
Verwaltungsserver für den Computer festzulegen. Mit den folgenden Verfahren können Sie den
Assistenten starten und verwenden.
Hinweis
Der Agentzuordnungs- und Failover-Assistent stellt den Agent nicht bereit. Stellen Sie
den Agent mithilfe von MOMAgent.msi auf Computern bereit.
Eine Änderung der Agentzuweisungsregel kann dazu führen, dass Computer nicht mehr der
Verwaltungsgruppe zugewiesen sind und daher nicht mehr von ihr überwacht werden. Die
Computer nehmen den Status "kritisch" an, weil die Computer keine Takte mehr an die
Verwaltungsgruppe senden. Sie können diese Computer aus der Verwaltungsgruppe löschen,
und wenn der Computer keiner anderen Verwaltungsgruppe zugewiesen ist, können Sie den
Operations Manager 2007-Agent deinstallieren.
So starten Sie den Agentzuordnungs- und Failover-Assistenten in Operations
Manager 2007
1. Melden Sie sich bei der Betriebskonsole mit einem Konto an, das der Operations
Manager-Administratorrolle der Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe angehört.
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Verwaltung.
3. Erweitern Sie im Verwaltungsbereich den Knoten Verwaltung, erweitern Sie den Knoten
28
Geräteverwaltung, und klicken Sie auf Verwaltungsserver.
4. Klicken Sie im Bereich Verwaltungsserver mit der rechten Maustaste auf den
Verwaltungsserver oder den Gatewayserver, der der primäre Verwaltungsserver für die
Computer sein soll, die von den Regeln zurückgegeben werden, die Sie im
nachfolgenden Verfahren erstellen, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.
5. Klicken Sie im Dialogfeld Verwaltungsservereigenschaften auf die Registerkarte
Agentverwaltung, und klicken Sie dann auf Hinzufügen, um den Agentzuordnungs- und
Failover-Assistenten zu starten.
So verwenden Sie den Agentzuordnungs- und Failover-Assistenten in Operations
Manager 2007, um Computer einer Verwaltungsgruppe zuzuweisen
1. Klicken Sie im Agentzuordnungs- und Failover-Assistenten auf der Seite Einführung
auf Weiter.
Hinweis
Die Seite Einführung wird nicht angezeigt, wenn der Assistent bereits
ausgeführt wurde und dabei die Option Diese Seite nicht mehr anzeigen
ausgewählt wurde.
2. Gehen Sie auf der Seite Domäne folgendermaßen vor:
Hinweis
Für die Zuweisung von Computern aus mehreren Domänen zu einer
Verwaltungsgruppe wird für jede Domäne der Agentzuordnungs- und
Failover-Assistent ausgeführt.

Wählen Sie aus der Dropdownliste Domänenname die Domäne der Computer aus.
Der Verwaltungsserver muss den Domänennamen auflösen können.
Wichtig
Der Verwaltungsserver und der Computer, die verwaltet werden sollen,
müssen sich in Domänen mit bidirektionaler Vertrauensstellung befinden.

Legen Sie die Option Ausführendes Profil auswählen auf das ausführende Profil
fest, das dem bei der Ausführung von MOMADAdmin.exe für die Domäne
bereitgestellten ausführenden Konto zugeordnet ist. Das für die Agentzuweisung
verwendete Standardkonto ist das Computerkonto für den Stammverwaltungsserver,
das auch als Active Directory-basiertes Agentzuweisungskonto bezeichnet wird.
Wenn dies nicht das Konto war, das für die Ausführung von MOMADAdmin.exe
verwendet wurde, wählen Sie Agentzuweisung in der angegebenen Domäne über
ein anderes Konto durchführen aus, und erstellen oder wählen Sie dann das Konto
aus der Dropdownliste Ausführendes Profil auswählen aus.
Hinweis
Weitere Informationen zu ausführenden Profilen und ausführenden Konten
finden Sie im Operations Manager 2007-Sicherheitshandbuch.
29
3. Geben Sie auf der Seite Einschließungskriterien entweder die LDAP-Abfrage für die
Zuweisung von Computern zu diesem Verwaltungsserver in das Textfeld ein und klicken
dann auf Weiter, oder klicken Sie auf Konfigurieren. Wenn Sie auf Konfigurieren
klicken, gehen Sie wie folgt vor:
a. Geben Sie im Dialogfeld Computer suchen die gewünschten Kriterien für die
Zuweisung von Computern zu diesem Verwaltungsserver ein.
b. Klicken Sie auf OK und dann auf Weiter.
Hinweis
Die folgende LDAP-Abfrage gibt Computer mit einem Namen zurück, der mit
"MsgOps" beginnt
(&(sAMAccountType=805306369)(objectCategory=computer)(cn=MsgO
ps*)) Weitere Informationen zu LDAP-Abfragen finden Sie unter Creating a
Query Filter (Erstellen eines Abfragefilters) in der Microsoft Developer
Network-Bibliothek (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=73366).
4. Geben Sie auf der Seite Ausschließungsregel den vollqualifizierten Domänennamen
(FQDN) von Computern ein, die explizit nicht von diesem Verwaltungsserver verwaltet
werden sollen, und klicken Sie dann auf Weiter.
Wichtig
Sie müssen die eingegebenen Computer-FQDNs mit einem Semikolon,
einem Doppelpunkt oder einer neuen Zeile (STRG+Eingabetaste)
voneinander trennen.
5. Wählen Sie auf der Seite Agentfailover entweder die Option Failover automatisch
verwalten aus, und klicken Sie dann auf Erstellen, oder wählen Sie Failover manuell
konfigurieren aus. Wenn Sie auf Failover manuell konfigurieren klicken, gehen Sie
wie folgt vor:
a. Deaktivieren Sie die Kontrollkästchen für die Verwaltungsserver, die Agents nicht für
ein Failover verwenden sollen.
b. Klicken Sie auf Erstellen.
Hinweis
Wenn Sie die Option Failover manuell konfigurieren auswählen, müssen
Sie den Assistenten erneut ausführen, wenn Sie zu einem späteren
Zeitpunkt der Verwaltungsgruppe einen Verwaltungsserver hinzufügen und
die Agents den neuen Verwaltungsserver für ein Failover verwenden sollen.
6. Klicken Sie im Dialogfeld Verwaltungsservereigenschaften auf OK.
Hinweis
Es kann bis zu einer Stunde dauern, bis die Agentzuweisungseinstellung in
Active Directory-Domänendienste weitergegeben wird.
30
Ausführen manueller Agentinstallationen in Operations Manager 2007
Manuelle Installation eines Agents bezeichnet den Prozess der Ausführung von MOMAgent.msi
lokal auf einem Computer, welcher einen Microsoft System Center Operations Manager 2007Agent hosten soll. Wenn der Agent installiert ist, versucht er, der spezifizierten
Verwaltungsgruppe beizutreten. indem er einen spezifizierten Verwaltungsserver kontaktiert. Sie
können Sicherheitseinstellungen sowohl auf der Verwaltungsgruppen- als auch auf der
Verwaltungsserverebene verwenden, um zu konfigurieren, wie Anforderungen von manuell
installierten Agents verarbeitet werden.
Die folgenden drei Optionen sind verfügbar, um manuell installierte Agents zu verarbeiten:
Option
Aktion
Neue manuelle Agentinstallationen
ablehnen
Dies bedeutet, dass alle Anforderungen von
einem manuell installierten Agent von
Operations Manager 2007 abgelehnt werden.
Dies ist die sicherste Einstellung, sie ist
standardmäßig ausgewählt.
Neue manuelle Agentinstallationen in der
Ansicht für ausstehende Verwaltung
überprüfen
Dies bedeutet, dass alle Anforderungen von
einem manuell installierten Agent an den
Knoten "Ausstehende Verwaltung" verwiesen
werden, bevor zugelassen wird, dass sie der
Verwaltungsgruppe beitreten. Ein Administrator
muss zunächst die Anforderung überprüfen und
die Anforderung des Agents manuell
genehmigen.
Neue manuell installierte Agents
automatisch genehmigen
Diese Option steht nur zur Verfügung, wenn
Neue manuelle Agentinstallationen in der
Ansicht für ausstehende Verwaltung
überprüfen ausgewählt wurde. Diese
Einstellung bewirkt, dass Operations
Manager 2007 automatisch jedem manuell
installierten Agent genehmigt, der
Verwaltungsgruppe beizutreten. Dies ist die am
wenigsten sichere Option.
Wichtig
Eine Verwaltungsgruppe oder ein Verwaltungsserver muss für die Annahme von mit der
Datei "MOMAgent.msi" installierten Agents konfiguriert werden. Andernfalls werden die
Agents automatisch abgelehnt und folglich in der Betriebskonsole nicht angezeigt. Wenn
eine Verwaltungsgruppe so konfiguriert wird, dass sie manuell installierte Agents
akzeptiert, werden die Agents nach ihrer Installation etwa eine Stunde lang in der
Konsole angezeigt.
31
Die folgenden Verfahren zeigen, wie Sicherheitseinstellungen für manuelle Agentinstallationen
konfiguriert werden.
Konfigurieren von Sicherheit für manuelle Agentinstallationen für die Verwaltungsgruppe
Mit dem folgenden Verfahren konfigurieren Sie eine Verwaltungsgruppe dafür, manuell installierte
Agents zu akzeptieren oder abzulehnen.
So konfigurieren Sie Einstellungen für manuelle Agentinstallationen für eine
Verwaltungsgruppe
1. Melden Sie sich bei der Betriebskonsole mit einem Konto an, das der Operations
Manager-Administratorenrolle der Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe
angehört.
2. Kicken Sie auf die Schaltfläche Verwaltung.
3. Erweitern Sie im Bereich "Verwaltung" den Knoten Verwaltung, und klicken Sie dann auf
Einstellungen.
4. Erweitern Sie im Bereich "Einstellungen" Typ: Server, klicken Sie mit der rechten
Maustaste auf Sicherheit, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.
5. Führen Sie im Dialogfeld Globale Verwaltungsgruppeneinstellungen - Sicherheit auf
der Registerkarte Allgemein einen der folgenden Schritte aus:

Um eine höhere Sicherheitsstufe zu gewährleisten, wählen Sie Neue manuelle
Agentinstallationen ablehnen aus, und klicken Sie dann auf OK.

Um eine Konfiguration für die manuelle Agentinstallation durchzuführen, klicken Sie
auf Neue manuelle Agentinstallationen in der Ansicht für ausstehende
Verwaltung überprüfen, und klicken Sie dann auf OK. Weitere Informationen zu
manuellen Agentinstallationen finden Sie im Abschnitt Genehmigen einer
ausstehenden Agentinstallation weiter unten in diesem Thema.

Wählen Sie optional Neue manuell installierte Agents automatisch genehmigen.
Außerkraftsetzen von Einstellungen „Manuelle Agentinstallationen“ auf einem
Verwaltungsserver
Mit dem folgenden Verfahren setzen Sie die Einstellung Manuelle Agentinstallationen der
Verwaltungsgruppe außer Kraft und konfigurieren die Einstellung für einen spezifischen
Verwaltungsserver.
So setzen Sie die Einstellung "Manuelle Agentinstallationen" für einen
Verwaltungsserver außer Kraft
1. Melden Sie sich bei der Betriebskonsole mit einem Konto an, das der Operations
Manager-Administratorenrolle der Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe
angehört.
2. Kicken Sie auf die Schaltfläche Verwaltung.
3. Erweitern Sie im Verwaltungsbereich den Knoten Verwaltung, erweitern Sie den Knoten
Geräteverwaltung, und klicken Sie auf Verwaltungsserver.
32
4. Klicken Sie im Ergebnisbereich mit der rechten Maustaste auf den Verwaltungsserver,
dessen Eigenschaften Sie anzeigen möchten, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.
5. Klicken Sie im Dialogfeld Verwaltungsservereigenschaften auf die Registerkarte
Sicherheit.
6. Gehen Sie auf der Registerkarte Sicherheit folgendermaßen vor:

Um eine höhere Sicherheitsstufe zu gewährleisten, wählen Sie Neue manuelle
Agentinstallationen ablehnen aus, und klicken Sie dann auf OK.

Um eine Konfiguration für die manuelle Agentinstallation durchzuführen, klicken Sie
auf Neue manuelle Agentinstallationen in der Ansicht für ausstehende
Verwaltung überprüfen, und klicken Sie dann auf OK.

Wählen Sie optional Neue manuell installierte Agents automatisch genehmigen.
7. Klicken Sie auf OK.
Genehmigen einer ausstehenden Agentinstallation
Mit dem folgenden Verfahren genehmigen Sie einen Operations Manager 2007-Agent, der
anhand der Datei MOMAgent.msi für eine Verwaltungsgruppe installiert wurde. Dieses Verfahren
erübrigt sich, wenn die Verwaltungsgruppe für das automatische Genehmigen von manuell
installierten Agents konfiguriert wurde.
Tipp
In Microsoft Operations Manager 2005 wurden im Fenster "Ausstehende Verwaltung"
sowohl Agents angezeigt, deren Installationsvorgang im Gang war, als auch Agents,
deren Deinstallationsvorgang im Gang war. In Operations Manager 2007 werden in
diesem Fenster nur diejenigen Agents angezeigt, welche gerade installiert werden.
So genehmigen Sie eine ausstehende Agentinstallation
1. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf Verwaltung.
2. Klicken Sie auf Verwaltung, erweitern Sie Verwaltung und Geräteverwaltung, und
klicken Sie danach auf Ausstehende Verwaltung.
3. Wählen Sie im Bereich Ausstehende Verwaltung unter Typ: Manuelle
Agentinstallation Computer aus.
4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die gewünschten Computer, und klicken Sie
danach auf Genehmigen.
5. Klicken Sie im Dialogfeld Manuelle Agentinstallation auf Genehmigen. Die nun im
Knoten Mit Agents verwaltet angezeigten Computer stehen zur Verwaltung bereit.
Hinweis
Abgelehnte Agents bleiben solange im Bereich Ausstehende Verwaltung,
bis der Agent für die Verwaltungsgruppe deinstalliert wird.
33
Bereitstellen von UNIX- oder Linux-Agents
Systemarchitektur
Microsoft System Center Operations Manager 2007 Cross Platform verwendet Web ServicesVerwaltung (WS-Verwaltung) 1.1, ein Protokoll auf Webdienstebasis, das die
Computerfernverwaltung über HTTP und HTTPS ermöglicht, einschließlich Hardwareverwaltung
und richtlinienbasierter Ereignisweiterleitung. WS-Verwaltung ermöglicht geschützte und
effiziente Datenübertragungen durch Anfordern einer Authentifizierung und die Verwendung von
HTTPS als Transportmittel. Zudem ist das Protokoll für die gesamte Kommunikation zwischen
Operations Manager 2007 und UNIX bzw. Linux-Systemen erforderlich.
Wichtig
Sie müssen WS-Verwaltung vor der Installation von Operations Manager 2007 R2
installieren. Wenn WS-Verwaltung nicht installiert ist, wird von Operations Manager 2007
R2 eine Warnung ausgegeben; Sie können dann zwar fortfahren, müssen WSVerwaltung aber später installieren.
Die Aufrüstung von Operations Manager 2007 Cross Platform Extensions auf Operations
Manager 2007 R2 wird in dieser Version nicht unterstützt. Sie müssen alle
Vorgängerversionen von Operations Manager 2007 Cross Platform deinstallieren.
Die erforderlichen Paketabhängigkeiten der einzelnen Betriebssysteme werden in
Anhang A - Plattformübergreifende Systempaketabhängigkeiten aufgeführt.
Installieren Sie WS-Verwaltung 1.1 aus dem Microsoft Download Center
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=103610).
Schritte zur Überwachung plattformübergreifender Computer
In diesem Thema werden folgende Aufgaben erläutert: Importieren von Management Packs,
Ermitteln von Servern, auf denen andere Betriebssysteme als Windows ausgeführt werden,
Installieren geeigneter Betriebssystemagents auf den betreffenden Servern, Bereitstellen von
Monitoren und Erstellen von Berichten auf der Basis der gesammelten Daten zu
plattformübergreifenden Systemen.
Schritt
Referenz
Konfigurieren eines plattformübergreifenden
ausführenden Kontos
Erstellen von ausführenden Konten und
Profilen für die Systemüberwachung
Importieren plattformübergreifender
Management Packs
Importieren der Management Packs, die für die
Installation von Überwachungsagents auf
überwachten Computern erforderlich sind.
Verwenden des Ermittlungs-Assistenten zum
Ermitteln von Systemen und zum Bereitstellen
von plattformübergreifenden Agents
Verwenden des Ermittlungs-Assistenten, um in
Operations Manager Computer zu ermitteln,
auf denen andere Betriebssysteme als
Windows ausgeführt werden, und um Agents
zu installieren, mit denen diese Computer
34
Schritt
Referenz
überwacht werden können.
Manuelles Installieren plattformübergreifender
Agents
Manuelle Installation der Agents auf
Computern, die vom Ermittlungs-Assistenten
nicht gefunden werden.
Anzeigen von Systemmonitoren
Erstellen von Systemmonitoren, mit deren Hilfe
Warnungen, Statusänderungen und andere
wichtige Angaben auf Computern angezeigt
und analysiert werden können, die nicht auf
Windows basieren.
Konfigurieren eines plattformübergreifenden ausführenden Kontos
In Microsoft System Center Operations Manager 2007 R2 dienen ausführende Profile und
ausführende Konten zum Bereitstellen von Anmeldeinformationen, die über die erforderlichen
Berechtigungen zum Ausführen von Regeln, Tasks und Monitoren verfügen, welche das
Standardaktionskonto möglicherweise nicht hat. Zum Überwachen von UNIX- und LinuxComputern müssen Sie sowohl das UNIX-Aktionskonto-Profil als auch das UNIX PrivilegedKonto-Profil konfigurieren. Sie müssen für jedes Profil einmal das Verfahren "So konfigurieren Sie
'Ausführen als' für plattformübergreifende Verwendung" durchführen.
So konfigurieren Sie "Ausführen als" für plattformübergreifende Verwendung
1. Öffnen Sie die Betriebskonsole mit einem Konto, das dem Operations Manager 2007 R2Profil "Administrator" angehört.
2. Wählen Sie die Ansicht Verwaltung aus.
3. Wählen Sie im Navigationsbereich unter Ausführen als > Konfiguration Profile aus.
4. Doppelklicken Sie im Ergebnisbereich auf das Profil UNIX-Aktionskonto oder UNIXPrivilegiertes Konto, um das Dialogfeld Eigenschaften für ausführendes Profil –
UNIX-Aktionskonto oder Eigenschaften für ausführendes Profil – UNIXPrivilegiertes Konto zu öffnen.
5. Wählen Sie die Registerkarte Zuordnungen aus. Beachten Sie, dass das Feld
Ausgewählte Ziele leer ist. Klicken Sie auf Abbrechen, um das Fenster zu schließen.
6. Wählen Sie im Navigationsbereich unter Ausführen als > Konfiguration Konten aus.
7. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ergebnisbereich und wählen Sie dann
Ausführendes Konto erstellen aus dem Kontextmenü aus, um den Assistenten
Ausführendes Konto erstellen zu starten.
8. Wenn die Seite Einführung erscheint, klicken Sie auf Weiter.
9. Wählen Sie auf der Seite Allgemeines die Option Standardauthentifizierung aus der
Liste Typ des ausführenden Kontos aus. Beachten Sie, dass weitere Optionen zur
Wahl stehen. Die von Ihnen ausgewählte Option hängt vom Typ des Kontos und der
35
Authentifizierung ab, die Sie benötigen. Informationen zur Auswahl des Kontotyps finden
Sie im Management Pack-Handbuch für das Management Pack, welches das Profil
enthält, das Sie konfigurieren.
10. Geben Sie im Feld Anzeigename einen Namen zur Identifizierung der
Anmeldeinformationen für das UNIX-Aktionskonto oder UNIX-Privilegierte Konto ein.
Geben Sie für diese Übung Schrittweise ausführendes UNIX-Aktionskonto oder
Schrittweise ausführendes UNIX-Privilegiertes Konto ein, und klicken Sie dann auf
Weiter.
11. Füllen Sie auf der Seite Ausführendes Standard-Konto die Felder Kontoname,
Kennwort und Kennwort bestätigen aus, und klicken Sie dann auf Erstellen..
Hierdurch wird das Objekt "Schrittweise ausführendes UNIX-Aktionskonto" oder
"Schrittweise ausführendes UNIX-Privilegiertes Konto" erstellt und den tatsächlichen
UNIX-Kontoanmeldeinformationen zugeordnet, welche dann für nicht privilegierte oder
privilegierte Interaktion mit den UNIX-basierten Computern verwendet werden, die Sie
überwachen möchten. Klicken Sie auf Schließen, um den Assistenten Ausführendes
Konto erstellen zu schließen.
12. Doppelklicken Sie im Bereich Konten auf das gerade erstellte Konto.
13. Wählen Sie im Dialogfeld Eigenschaften für ausführendes Konto die Registerkarte
Verteilung aus und wählen Sie die Option Anmeldeinformationen an ausgewählte
Computer verteilen.
14. Klicken Sie Hinzufügen, um das Dialogfeld Computersuche zu öffnen.
15. Wählen Sie aus der Liste Option Verwaltungsserver anzeigen, und klicken Sie dann
auf Suchen.
16. Wählen Sie im Textfeld Verfügbare Objekte den Verwaltungsserver, an den diese
Anmeldeinformationen verteilt werden sollen, und klicken Sie dann auf Hinzufügen.
17. Klicken Sie auf OK, um das Dialogfeld Computersuche zu schließen.
18. Klicken Sie auf OK, um das Dialogfeld Eigenschaften für ausführendes Konto zu
schließen.
19. Wählen Sie im Navigationsbereich unter Ausführen als > Konfiguration Profile aus.
20. Doppelklicken Sie im Ergebnisbereich auf das Profil UNIX-Aktionskonto oder UNIXPrivilegiertes Konto, und wählen Sie Eigenschaften aus dem Kontextmenü aus, um das
Dialogfeld Eigenschaften für ausführendes Profil – UNIX-Aktionskonto oder
Eigenschaften für ausführendes Profil – UNIX-Privilegiertes Konto zu öffnen.
Wählen Sie die Registerkarte Zuordnungen aus.
21. Klicken Sie auf Hinzufügen, und wählen Sie dann Klasse aus der Liste aus, um das
Dialogfeld Klassensuche zu öffnen.
22. Geben Sie im Feld Filtern nach: UNIX ein, und klicken Sie dann auf Suchen. Die
UNIX-Computergruppe erscheint im Feld Verfügbare Objekte.
23. Wählen Sie UNIX-Computer aus, und klicken Sie dann auf Hinzufügen. Die UNIXComputergruppe erscheint im Feld Ausgewählte Objekte. Klicken Sie auf OK, um das
36
Dialogfeld Klassensuche zu schließen.
24. Wählen Sie im Dialogfeld Eigenschaften für ausführendes Profil – UNIXAktionskonto die Option Schrittweise ausführendes UNIX-Aktionskonto oder
Schrittweise ausführendes UNIX-Privilegiertes Konto aus der Dropdownliste in der
Spalte Konto des Textfelds Ausgewählte Ziele aus. Klicken Sie auf OK, um die
Erstellung der Zuordnung abzuschließen.
Importieren plattformübergreifender Management Packs
Unter diesem Thema wird beschrieben, wie Sie mit dem Assistenten zum Importieren von
Management Packs plattformübergreifende Management Packs importieren und installieren.
Importieren des plattformübergreifenden Management Packs über das lokale System
1. Öffnen Sie die Betriebskonsole mit einem Konto, das dem Operations
Manager 2007 R2-Profil Administratoren angehört.
2. Wählen Sie die Ansicht Verwaltung aus.
3. Klicken Sie im Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf Management Packs.
Klicken Sie anschließend im angezeigten Kontextmenü auf Management Packs
importieren, um das Tool Assistent zum Importieren von Management Packs zu
starten.
4. Klicken Sie in der geöffneten Assistentenanwendung auf Hinzufügen und anschließend
auf Von Datenträger hinzufügen, um die Seite Wählen Sie die zu importierenden
Management Packs aus zu öffnen.
5. Wählen Sie auf der Seite Wählen Sie die zu importierenden Management Packs aus
aus der betreffenden Liste das Management Pack für das Betriebssystem, das Sie
überwachen möchten. Klicken Sie anschließend auf Öffnen.
6. Die von Ihnen für den Import ausgewählten Management Packs werden der Liste Import
hinzugefügt. Ein Symbol neben jedem Management Pack in der Auswahlliste gibt den
Status dieses Management Packs an:

Eine grüne Markierung zeigt an, dass das Management Pack zum Import bereit ist.

Ein rotes Fehlersymbol zeigt an, dass das Management Pack von anderen
Management Packs, die weder in der Liste Import enthalten noch auf dem
Datenträger verfügbar sind, abhängt.
Hinweis
Klicken Sie zum Anzeigen der fehlenden abhängigen Management Packs
auf den Link Fehler, der sich unterhalb der Spalte Status befindet. Wechseln
Sie zur Auswahl der abhängigen Management Packs zurück zur Seite
Wählen Sie die zu importierenden Management Packs aus.
7. Wenn in allen Statusfeldern der ausgewählten Management Packs eine grüne
Markierung angezeigt wird, klicken Sie auf Installieren.
37
8. Das Dialogfeld Management Packs importieren wird angezeigt. Hier kann der
Installationsverlauf für jedes Management Pack abgerufen werden. Die Management
Packs werden in ein temporäres Verzeichnis heruntergeladen und in Operations
Manager importiert. Nach dem Import werden die Management Packs aus dem
Verzeichnis wieder gelöscht. Wenn während des Importvorgangs ein Problem auftritt,
können Sie zur Anzeige der jeweiligen Statusdetails das entsprechende Management
Pack in der Liste Import auswählen.
9. Klicken Sie auf Schließen, um das Tool Assistent zum Importieren von Management
Packs zu beenden.
Verwenden des Ermittlungs-Assistenten zum Ermitteln von Systemen und zum
Bereitstellen von plattformübergreifenden Agents
Nach dem Import der Management Packs führen Sie die Schritte in diesem Abschnitt durch, um
den Ermittlungs-Assistenten zu starten, verfügbare UNIX- und Linux-basierte Computer zu
ermitteln und die Agents bereitzustellen.
So ermitteln Sie Computer für die Bereitstellung von Agents
1. Öffnen Sie die Betriebskonsole mit einem Konto, das dem Operations Manager 2007 R2Profil Administrator angehört.
2. Wählen Sie die Ansicht Verwaltung aus.
3. Klicken Sie unten im Bereich „Navigation“ auf den Link Ermittlungs-Assistent.
4. Wählen Sie im Assistenten für die Verwaltung von Computern und Geräten die
Option Ermittlungstyp sowie Unix/Linux-Ermittlungs-Assistent aus, und klicken Sie
auf Weiter.
5. Auf der Seite Ermittlungsmethode klicken Sie auf Hinzufügen, um die Kriterien für die
Ermittlung von UNIX- und Linux-basierten Systemen im Netzwerk festzulegen.
6. Geben Sie auf der Seite Einrichtung der Ermittlungskriterien die
Anmeldeinformationen sowie alle erforderlichen Daten an, um den gewünschten
Computer zu ermitteln, und klicken Sie anschließend auf OK.
7. Klicken Sie auf der Seite Ermittlungsmethode auf Hinzufügen, um der Liste
Ermittlungsbereich weitere Computer hinzuzufügen. Sie können auch auf Bearbeiten
oder Entfernen klicken, um die Angaben zu einzelnen Computern in der Liste
Ermittlungsbereich zu ändern oder zu entfernen.
8.
Wählen Sie in der Spalte Ermittlungsbereich den gewünschten Computer aus.
9. Wählen Sie in der Liste Verwaltungsserver den Server, von dem die Agents überwacht
werden.
10. Aktivieren Sie die Option Ermittlung auf SSH-Basis aktivieren, wenn die
Agentinstallation im Pushverfahren erfolgen soll, damit der Agent auf dem ermittelten
System nicht vom Verwaltungsserver abgerufen werden muss.
38
Vorsicht
Die Ermittlung auf SSH-Basis birgt Gefahrenpotenzial, da es keine
Möglichkeit gibt, den SSH-Schlüssel des Remotehosts zu überprüfen. Im
Rahmen der Ermittlung werden Benutzername und Kennwort an das
Remotesystem übermittelt. Verwenden Sie die Ermittlung auf SSH-Basis nur
bei Systemen, von denen Sie wissen, dass sie in Betrieb sind und denen Sie
vertrauen.
11. Klicken Sie auf Ermitteln, um die Systemermittlung zu starten.
12. Liegt auf den ermittelten Systemen ein ungültiges Zertifikat vor, wird die Seite
Zertifizierungsstatus angezeigt. Wählen Sie die Systeme aus, an die neue Zertifikate
ausgestellt werden sollen, und klicken Sie auf Signieren.
Vorsicht
Die Ausstellung von Zertifikaten für unbekannte Systeme birgt
Gefahrenpotenzial. Stellen Sie nur Systemen, die Sie kennen und denen Sie
vertrauen, Zertifikate aus. Weitere Informationen über Zertifikate und
Sicherheit finden Sie im Operations Manager 2007 R2Sicherheitshandbuchhttp://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=64017
(möglicherweise in englischer Sprache).
13. Aktivieren Sie auf der Seite Ergebnisse der Ermittlung in der Liste Wählen Sie die
Systeme aus, die Sie verwalten möchten das Kontrollkästchen für die Systeme, die
verwaltet werden sollen, oder klicken Sie auf Alle auswählen, um alle ermittelten
Systeme auszuwählen.
14. Wenn in der Liste Wählen Sie die Systeme aus, die Sie verwalten möchten auf der
Seite Ergebnisse der Ermittlung Systeme aufgeführt sind, die vom Assistenten nicht
ermittelt werden konnten, klicken Sie auf Details, um Informationen über den Fehlschlag
der Ermittlung aufzurufen. Beheben Sie das Problem, und wiederholen Sie den
Ermittlungsschritt.
15. Nach Auswahl der Systeme, die verwaltet werden sollen, klicken Sie auf Weiter, um die
Bereitstellung einzuleiten, und schließen Sie die Seite Ergebnisse der Ermittlung.
16. Auf der Seite Bereitstellung abgeschlossen im Assistenten für die Verwaltung von
Computern und Geräten wird im Menü Status der Bereitstellungsstatus für den Agent
angezeigt.
17. Klicken Sie auf Fertig, um den Assistenten zu schließen.
Manuelles Installieren plattformübergreifender Agents
Bedingt durch Firewalls oder Sicherheitsprobleme werden manche UNIX- und Linux-Systeme
möglicherweise nicht gefunden. Wenn dem Microsoft System Center Operation Manager 2007Administrator beispielsweise das UNIX- oder Linux-Kennwort für den Benutzer root nicht zur
Verfügung steht, kann ein Fehler auftreten. Nutzen Sie zur manuellen Installation von Agents für
39
Unix- und Linux-Computer folgendes Verfahren. Wenn alle Agents erfolgreich bereitgestellt
wurden, führen Sie den Ermittlungs-Assistenten erneut über die Betriebskonsole aus, um diese
Systeme zu ermitteln.
So installieren Sie einen Agent auf einem Red Hat Enterprise Linux oder SUSE Linux
Enterprise Server
1. Übertragen Sie den Agent (scx-<version>-<os>-<arch>.rpm) auf den Linux-Server.
scx-<version>-<os>-<arch>.rpm
2. Geben Sie zur Installation des Pakets Folgendes ein:
rpm -i scx-<version>-<os>-<arch>.rpm
3. Überprüfen Sie, ob das Paket installiert wurde, indem Sie folgenden Befehl eingeben
rpm -q scx
4. Prüfen Sie, ob der Microsoft SCX CIM Server ausgeführt wird, indem Sie Folgendes
eingeben
service scx-cmid status
So installieren Sie einen Agent auf einem Solaris-Computer
1. Übertragen Sie den Agent (scx-<version>-<os>-<arch>.pkg.Z) auf den Solaris-Server.
scx-<version>-<os>-<arch>.pkg.Z
2. Führen Sie den folgenden Befehl aus:
uncompress scx-<version>-<os>-<arch>.pkg.Z
3. Geben Sie zur Installation des Pakets Folgendes ein:
pkgadd -d scx-<version>-<os>-<arch>.pkg MSFTscx
4. Überprüfen Sie, ob das Paket installiert wurde, indem Sie folgenden Befehl eingeben
pkginfo –l MSFTscx
5. Prüfen Sie, ob der Microsoft SCX CIM Server ausgeführt wird, indem Sie Folgendes
eingeben
svcs scx-cimd
So installieren Sie einen Agent auf einem HP-UX-Computer
1. Übertragen Sie den Agent (scx-<version>-<os>-<arch>.gz) auf den HP-Server.
cp scx-<version>-<os>-<arch>.gz
2. Geben Sie zum Entpacken des Pakets Folgendes ein:
gzip –d scx-<version>-<os>-<arch>.gz
3. Geben Sie zur Installation des Pakets Folgendes ein:
swinstall –s /path/scx-<version>-<os>-<arch> scx
4. Überprüfen Sie, ob das Paket installiert wurde, indem Sie folgenden Befehl eingeben
40
swlist scx
5. Prüfen Sie, ob der Microsoft SCX CIM Server ausgeführt wird, indem Sie Folgendes
eingeben
ps –ef|grep scx
Suchen Sie in der Liste nach folgendem Prozess:
scxcimserver
So installieren Sie einen Agent auf einem AIX-Computer
1. Übertragen Sie den Agent (scx-<version>-<os>-<arch>.gz) auf den AIX-Server.
cp scx-<version>-<os>-<arch>.gz
2. Geben Sie zum Entpacken des Pakets Folgendes ein:
gzip –d scx-<version>-<os>-<arch>.gz
3. Geben Sie zur Installation des Pakets Folgendes ein:
/usr/sbin/installp -a -d scx-<version>-<os>-<arch> scx
4. Überprüfen Sie, ob das Paket installiert wurde, indem Sie folgenden Befehl eingeben
swlist scx
5. Prüfen Sie, ob der Microsoft SCX CIM Server ausgeführt wird, indem Sie Folgendes
eingeben
ps –ef|grep scx
Suchen Sie in der Liste nach folgendem Prozess:
scxcimserver
Ermitteln von Systemen nach der manuellen Bereitstellung
Nachdem Sie Agents manuell auf UNIX- und Linux-basierten Systemen bereitgestellt haben,
müssen diese zunächst von Operations Manager 2007 R2 ermittelt werden.
Befolgen Sie die Schritte im Abschnitt Verwenden des Ermittlungs-Assistenten zum Ermitteln von
Systemen und zum Bereitstellen von plattformübergreifenden Agents in diesem Handbuch, um
die UNIX- und Linux-basierten Systeme zu ermitteln, und achten Sie dabei auf die folgenden
Punkte.

Da die UNIX- und Linux-basierten Systeme erkannt und Agents darauf bereitgestellt werden,
muss die Option SSH-basierte Ermittlung aktivieren nicht aktiviert werden.

Beim manuellen Bereitstellungsprozess wurde ein unsigniertes Zertifikat für das System
herausgegeben, auf dem der Agent bereitgestellt wurde. Da das Zertifikat nicht signiert ist,
zeigt der Ermittlungs-Assistent die Seite Zertifikatsstatus an, auf der Sie ein signiertes
Zertifikat als Teil des Erkennungsprozesses herausgeben können.
41
Anzeigen von Systemmonitoren
Mit dem Integritäts-Explorer in Microsoft System Center Operations Manager 2007 R2 können
Sie Warnungen, Statusänderungen und andere bedeutsame Probleme, die beim Überwachen
von Computern in Ihrem Netzwerk auftreten, anzeigen und Maßnahmen ergreifen. Informationen
werden vom Integritäts-Explorer in folgende Kategorien eingeteilt:

Verfügbarkeit

Konfiguration

Leistung

Sicherheit
So zeigen Sie Systemmonitore an
1. Öffnen Sie die Betriebskonsole mit einem Konto, das dem Operations Manager 2007 R2Profil Administratoren angehört.
2. Wählen Sie die Ansicht Überwachung aus.
3. Erweitern Sie den Ordner Plattformübergreifende Server.
4. Erweitern Sie den Ordner für den gewünschten Servertyp.
5. Klicken Sie auf das Symbol Serverstatus für den gewünschten Servertyp.
6. Doppelklicken Sie im Ergebnisbereich auf das grüne oder rote Symbol in der Spalte
Status, um das Dialogfeld "Integritäts-Explorer" zu öffnen.
7. Erweitern Sie eine der Überwachungskategorien, um den Integritätsstatus dieses
Monitors anzuzeigen.
Deinstallieren plattformübergreifender Management Packs und Agents
Wenn Sie ein Management Pack nicht mehr benötigen, können Sie es über die Betriebskonsole
löschen. Wenn Sie ein Management Pack löschen, werden sämtliche zugehörigen Einstellungen
und Schwellenwerte aus Microsoft System Center Operations Manager 2007 R2 entfernt. Die
zugehörige .mp- oder .xml-Datei wird nicht von der Festplatte des Verwaltungsservers gelöscht.
Sie können ein Management Pack erst löschen, wenn Sie alle abhängigen Management Packs
gelöscht haben.
Es stehen drei Möglichkeiten für die Deinstallation von plattformübergreifenden Management
Packs zu Verfügung.
1. Löschen Sie ausgewählte Management Packs für UNIX- oder Linux-Systeme über die
Operations Manager 2007 R2-Konsole.
2. Löschen Sie einen Agent aus dem Operations Manager 2007 R2-System und deinstallieren
Sie den Agent auf dem überwachten Computer. Der Agent auf dem Unix- oder LinuxComputer wird zuerst deinstalliert.
3. Löschen Sie einen Agent in Operations Manager ohne eine Deinstallation auf dem UNIXoder Linux-Host durchzuführen.
42
Nutzen Sie zur Deinstallation von Agents folgendes Verfahren.
So löschen Sie ein Management Pack für ein UNIX- oder Linux-System über die
Betriebskonsole
1. Öffnen Sie die Betriebskonsole mit einem Konto, das dem Operations Manager 2007 R2Profil Administratoren angehört.
2. Wählen Sie die Ansicht Verwaltung aus.
3. Klicken Sie im Navigationsbereich auf Management Packs.
4. Klicken Sie im Bereich Management Packs mit der rechten Maustaste auf das zu
entfernende Management Pack.
5. Klicken Sie im Kontextmenü auf Löschen.
So löschen einen Agent für ein UNIX- oder Linux-System aus dem Operations
Manager 2007 R2-System und von dem überwachten Computer
6. 0. 1.
Öffnen Sie die Betriebskonsole mit einem Konto, das dem Operations
Manager 2007 R2-Profil Administratoren angehört.
2. Wählen Sie die Ansicht Verwaltung aus.
3. Klicken Sie im Navigationsbereich auf UNIX/Linux-Server.
4. Klicken Sie im Bereich UNIX/Linux-Server mit der rechten Maustaste auf den zu
löschenden Agent des überwachten Computers.
5. Klicken Sie im Kontextmenü auf Deinstallieren.
Löschen eines Agent in Operations Manager ohne eine Deinstallation auf dem UNIXoder Linux-Host durchzuführen
1. Öffnen Sie die Betriebskonsole mit einem Konto, das dem Operations Manager 2007 R2Profil Administratoren angehört.
2. Wählen Sie die Ansicht Verwaltung aus.
3. Klicken Sie im Navigationsbereich auf UNIX/Linux-Server.
4. Klicken Sie im Bereich UNIX/Linux-Server mit der rechten Maustaste auf den zu
entfernenden Agent des überwachten Computers.
5. Klicken Sie im Kontextmenü auf Deinstallieren.
Nachdem der UNIX-oder Linux-Computer aus der Liste der überwachten Computer gelöscht
wurde, müssen Sie sich an dem überwachten Computer anmelden und den Agent manuell
deinstallieren. Nutzen Sie zur manuellen Deinstallation von Agents, die sich auf Unix- und LinuxComputern befinden, folgendes Verfahren.
So deinstallieren Sie einen Agent, der sich auf einem Red Hat Enterprise Linux oder
SUSE Linux Enterprise Server befindet.
43
1. Melden Sie sich als Benutzer "root" an und deinstallieren Sie den Agent mit dem Befehl
rpm –e scx
2. Überprüfen Sie, ob das Paket gelöscht wurde, indem Sie folgenden Befehl eingeben
rpm –q scx
So deinstallieren Sie einen Agent, der sich auf einem Solaris-Computer befindet
1. Melden Sie sich als Benutzer "root" an und deinstallieren Sie den Agent mit dem Befehl
pkgrm MSFTscx
2. Überprüfen Sie, ob das Paket gelöscht wurde, indem Sie folgenden Befehl eingeben
pkginfo –I MSFTscx
So deinstallieren Sie einen Agent, der sich auf einem HP-UX-Computer befindet
1. Melden Sie sich als Benutzer "root" an und deinstallieren Sie den Agent mit dem Befehl
swremove scx
2. Überprüfen Sie, ob das Paket gelöscht wurde, indem Sie folgenden Befehl eingeben
swlist scx
So deinstallieren Sie einen Agent, der sich auf einem IBM AIX-Computer befindet
1. Melden Sie sich als Benutzer "root" an und deinstallieren Sie den Agent mit dem Befehl
installp –u scx
2. Überprüfen Sie, ob das Paket gelöscht wurde, indem Sie folgenden Befehl eingeben
lslpp –L scx.rte
Arbeiten mit Agents
Nachdem Sie Agents auf den verwalteten Windows-Computern in Ihrer Umgebung installiert und
Microsoft System Center Operations Manager 2007 zu deren Verwaltung konfiguriert und die
erforderlichen Management Packs importiert haben, wird die Erfassung von Überwachungsdaten
in Operations Manager aufgenommen (siehe hierzu Thema "Importieren eines Management
Packs in Operations Manager 2007" im Operations Manager 2007 R2-Betriebshandbuch für
Benutzer (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=150555). Neben der Verwaltung der
gesammelten Daten gibt es eine Reihe von administrativen Aufgaben bezüglich Agents. In den
folgenden Abschnitten werden diese Aufgaben behandelt.
Task
Relevante Informationen
Überprüfen des Agentstatus
Informationen zu den verschiedenen
Agentzuständen
44
Task
Relevante Informationen
Ändern der Takteinstellungen
Takt- und Taktausfalleinstellungen in
Operations Manager 2007
Einrichten eines Agents für die
Berichterstattung an mehrere
Managementserver
Konfigurieren eines Agents zur
Berichterstellung an mehrere
Verwaltungsgruppen
Überwachen einer Ressource ohne Agent
Verwenden der Überwachung ohne Agent
Informationen zu den verschiedenen Agentzuständen
Sie können den Status (bzw. die Integrität) eines Agents in der Ansicht "Integritätsstatus"
anzeigen. Der Status wird von der Integritätsdienstüberwachung weitergeleitet. Über die
Watcher-Ansicht des Integritätsdiensts können Sie weitere Informationen zum Status des Agents
abrufen.
Ein Agent kann die folgenden Zustände haben:
Status
Beschreibung
Fehlerfrei – grünes Häkchen
Der Agent wird normal ausgeführt.
Kritisch – rotes Häkchen
Am Agent ist ein Fehler aufgetreten.
Unbekannt – Häkchen und Name des Agents
sind ausgegraut
Die für die Überwachung des Integritätsdiensts
auf dem überwachten Computer zuständige
Integritätsdienstüberwachung auf dem
Stammverwaltungsserver erhält keine Takte
mehr vom Agent, nachdem zuvor ein
fehlerfreier Zustand gemeldet wurde. Dies
bedeutet auch, dass vom Agent keinerlei Daten
an die Verwaltungsserver übertragen werden.
Möglicherweise ist der Computer, auf dem der
Agent ausgeführt wird, nicht verfügbar, oder es
liegt ein Verbindungsproblem vor. Über die
Watcher-Ansicht des Integritätsdiensts erhalten
Sie weitere Informationen.
Unbekannt – grüner Kreis ohne Häkchen
Der Status des ermittelten Elements ist nicht
bekannt. Für das ermittelte Element ist kein
Monitor verfügbar.
45
Takt- und Taktausfalleinstellungen in Operations Manager 2007
Ein Agent sendet in regelmäßigen Abständen, standardmäßig alle 60 Sekunden, ein Datenpaket
an seinen Verwaltungsserver. Dieses Datenpaket wird als "Takt" bezeichnet. Standardmäßig
können drei ausbleibende Takte durch einen Verwaltungsserver toleriert werden. Wenn der
Verwaltungsserver vier ausbleibende Takte registriert, wird eine Warnung an den Integritätsdienst
für den Agentcomputer gesendet, mit der die Nichtverfügbarkeit angezeigt wird. Der
Verwaltungsserver versucht das Problem zu diagnostizieren, indem er einen Pingbefehl an den
Agentcomputer sendet. Wenn der Pingbefehl fehlschlägt, wird eine weitere Warnung generiert,
die die Nichterreichbarkeit des Computers anzeigt.
Wenn Verwaltungsserver und Agent über eine langsame Verbindung kommunizieren, kann ein
Zeitraum von drei Minuten, in denen der Verwaltungsserver keinen Takt empfängt, noch in den
normalen Bereich fallen. Zur Vermeidung überflüssiger Warnungen können Sie die Anzahl der
ausbleibenden Takte, die ein Verwaltungsserver tolerieren soll, erhöhen.
Möglicherweise überwachen Sie in Ihrer Umgebung kritische Anwendungen, bei denen
Servicelevel-Vereinbarungen eine Wartezeit von drei Minuten, bevor Warnungen generiert
werden, nicht zulassen. In dieser Situation können Sie das Taktintervall herabsetzen und so die
Häufigkeit, mit der ein Agent einen Takt sendet, erhöhen.
Im Zusammenhang mit dem Takt können Sie zwei Einstellungen anpassen: das Taktintervall und
die Anzahl ausbleibender bzw. fehlender Takte. Das Taktintervall bezieht sich auf die Häufigkeit,
mit der ein Agent Takte sendet. Die Anzahl ausbleibender Takte bezieht sich auf die fehlenden
Takte, die ein Verwaltungsserver registriert und toleriert, bevor zu Diagnosezwecken ein
Pingbefehl ausgeführt wird. Taktintervall und die Anzahl fehlender Takte können auf globaler
Ebene konfiguriert werden, so dass die Einstellungen für alle Agents und Verwaltungsserver in
der Verwaltungsgruppe gelten. Darüber hinaus kann die Anzahl fehlender Takte auf
Verwaltungsserverebene und das Taktintervall auf Agentebene überschrieben werden.
Neben der Nutzung dieser Optionen für Fehlereinstellungen besteht auch die Möglichkeit, die
Taktüberwachung für alle Agents oder für folgende spezifischen Agents zu deaktivieren:

Für Agents, die sich für kurze Zeit mit dem Netzwerk verbinden

Für Agents, die sich über schlechte oder Einwahlverbindungen mit dem Netzwerk verbinden

Auf Systemen, die häufig neu starten
Globale Takteinstellungen
Folgende Takteinstellungen werden auf globaler Ebene mit Auswirkungen auf alle
Verwaltungsserver und Agents in der Verwaltungsgruppe gesetzt.
Globales Einstellen des Taktintervalls
In folgendem Verfahren wird beschrieben, wie Sie das Taktintervall auf globaler Ebene ändern.
Die in diesem Verfahren vorgenommenen Änderungen wirken sich auf alle Agents in der
Verwaltungsgruppe aus.
So konfigurieren Sie Taktintervalleinstellungen für Agents
1. Melden Sie sich mit einem Konto bei dem Computer an, das Mitglied der Rolle
46
Operations Manager-Administratoren für die Microsoft System Center Operations
Manager 2007-Verwaltungsgruppe ist.
2. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Verwaltung.
3. Erweitern Sie im Bereich "Verwaltung" den Knoten Verwaltung, und klicken Sie dann auf
Einstellungen.
4. Erweitern Sie im Bereich "Einstellungen" Typ: Agent, klicken Sie mit der rechten
Maustaste auf Takt, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.
5.
Geben Sie auf der Registerkarte Allgemein im Dialogfeld Globale
Agenteinstellungen - Takt einen Wert in das Feld Taktintervall ein. Hiermit geben Sie
an, wie oft ein Agent einen Takt generiert. Klicken Sie dann auf OK.
Hinweis
Der Maximalwert beträgt 86.400 Sekunden (1 Tag). Der minimal zulässige
Wert ist 5 Sekunden.
So ändern Sie auf globaler Ebene die Anzahl fehlender Takte, die ein Verwaltungsserver
tolerieren soll
In folgendem Verfahren wird beschrieben, wie Sie die Anzahl fehlender Takte auf globaler Ebene
ändern. Die in diesem Verfahren vorgenommenen Änderungen wirken sich auf alle
Verwaltungsserver in der Verwaltungsgruppe aus.
So ändern Sie die Anzahl fehlender Takte, die ein Verwaltungsserver tolerieren soll
1. Melden Sie sich bei der Betriebskonsole mit einem Konto an, das der
Administratorenrolle der Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe angehört.
2. Kicken Sie auf die Schaltfläche Verwaltung.
3. Erweitern Sie im Bereich "Verwaltung" den Knoten Verwaltung, und klicken Sie dann auf
Einstellungen.
4. Erweitern Sie im Bereich "Einstellungen" Typ: Server, klicken Sie mit der rechten
Maustaste auf Takt, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.
5. Geben Sie im Dialogfeld Globale Verwaltungsgruppeneinstellungen – Takt auf der
Registerkarte Allgemein im Feld Anzahl zulässiger fehlender Takte die Anzahl der
ausbleibenden Takte ein (bzw. wählen Sie sie aus), die der Verwaltungsserver zulässt,
bevor er damit beginnt, Pingsignale an den Agent zu senden.
Hinweis
Der Höchstwert für die Anzahl fehlender Takte ist 100. Der zulässige
Mindestwert ist 1.
Spezifische Verwaltungsserver- und Agenttakteinstellungen
Folgende Takteinstellungen können auf Verwaltungsserverbasis konfiguriert werden.
Außerkraftsetzen des Taktintervalls
47
Mit dem folgenden Verfahren setzen Sie die Agenttakteinstellungen für einen bestimmten Agent
außer Kraft.
So setzen die Taktintervalleinstellung außer Kraft
1. Melden Sie sich bei der Betriebskonsole mit einem Konto an, das der
Administratorenrolle der Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe angehört.
2. Kicken Sie auf die Schaltfläche Verwaltung.
3. Erweitern Sie im Bereich "Verwaltung" den Knoten Verwaltung, erweitern Sie
Geräteverwaltung, und klicken Sie dann auf Mit Agents verwaltet.
4. Klicken Sie im Ergebnisbereich mit der rechten Maustaste auf das Objekt, dessen
Eigenschaften Sie anzeigen möchten, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.
5. Klicken Sie im Dialogfeld Agenteigenschaften auf Globale Servereinstellungen außer
Kraft setzen.
6. Ändern Sie das Taktintervall. Der maximal zulässige Wert für das Taktintervall ist
86.400 Sekunden (1 Tag). Der minimal zulässige Wert ist 5 Sekunden.
7. Klicken Sie auf OK.
Außerkraftsetzen der Anzahl fehlender Takte, die ein Verwaltungsserver tolerieren soll
Verwenden Sie folgendes Verfahren, mit dem die Verwaltungsgruppen-Taktausfalleinstellung
außer Kraft gesetzt und die Anzahl der fehlenden Takte konfiguriert wird, die der
Verwaltungsserver für einen Agent zulässt, bevor der Status des jeweiligen Computers geändert
wird.
So setzen Sie die Anzahl fehlender Takte außer Kraft
1. Melden Sie sich bei der Betriebskonsole mit einem Konto an, das der
Administratorenrolle der Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe angehört.
2. Kicken Sie auf die Schaltfläche Verwaltung.
3. Erweitern Sie im Verwaltungsbereich den Knoten Verwaltung, erweitern Sie den Knoten
Geräteverwaltung, und klicken Sie auf Verwaltungsserver.
4. Klicken Sie im Dialogfeld Verwaltungsservereigenschaften auf die Registerkarte Takt.
5. Gehen Sie auf der Registerkarte Takt folgendermaßen vor:
a. Wählen Sie Globale Servereinstellungen außer Kraft setzen.
b. Ändern Sie den Wert unter Anzahl zulässiger fehlender Takte auf die gewünschte
Anzahl.
6. Klicken Sie auf OK.
Deaktivieren der Taktüberwachung
Sie können die Taktüberwachung für alle Agents oder für einen speiziellen Agent deaktivieren.
So deaktivieren Sie die Überwachung für alle Agents
48
1. Klicken Sie auf Konfiguration, um den Bereich "Konfiguration" zu öffnen.
2. Erweitern Sie Management Pack-Objekte, und klicken Sie dann auf Monitore.
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Monitor Integritätsdiensttakt-Fehler für
die Option Integritätsdienstüberwachung (Agent).
Hinweis
Sie können zum Auffinden des Monitors auch die Option Suche starten
nutzen.
4. Zeigen Sie im Kontextmenü auf Außerkraftsetzungen, dann auf Diesen Monitor
deaktivieren und anschließend auf Für alle Objekte vom Typ:
Integritätsdienstüberwachung (Agent).
5. Erweitern Sie Management Pack-Objekte, und klicken Sie dann auf Regeln.
6. Klicken Sie unter Integritätsdienst-Überwachungsgruppe (Agent) auf die Option
Taktfehler - Erfolg.
7. Zeigen Sie im Kontextmenü auf Außerkraftsetzungen, dann auf Diese Regel
deaktivieren und anschließend auf Für alle Objekte vom Typ:
Integritätsdienstüberwachung (Agent).
8. Wiederholen Sie die Schritte 6 und 7, um die Regeln Taktfehler - Warnung und
Taktfehler - Fehler zu deaktivieren.
Wenn Sie die Überwachung für eine Untergruppe verwalteter Systeme deaktivieren möchten,
erstellen Sie mithilfe des Gruppenerstellungs-Assistenten eine Gruppe. Wenn Sie beispielsweise
die Überwachung für die Syteme Server01.contoso.com, Server78.contoso.com und
Server99.contoso.com deaktivieren möchten, erstellen Sie eine Gruppe namens Agents mit
deaktivierter Taktüberwachung, die Mitglieder der Typs IntegritätsdienstÜberwachungsgruppe (Agent) enthält, und fügen Sie diese Systeme in diese Gruppe ein.
Weitere Informationen zur Gruppenerstellung finden Sie unter Erstellen von Gruppen in
Operations Manager 2007.
So deaktivieren Sie die Überwachung für eine Gruppe von Agents
1. Klicken Sie auf Konfiguration, um den Bereich "Konfiguration" zu öffnen.
2. Erweitern Sie Management Pack-Objekte, und klicken Sie dann auf Monitore.
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Monitor Integritätsdiensttakt-Fehler für
die Option Integritätsdienstüberwachung (Agent).
4. Klicken Sie auf Konfiguration, um den Bereich "Konfiguration" zu öffnen.
5. Erweitern Sie Management Pack-Objekte, und klicken Sie auf Monitore.
6. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Monitor Integritätsdiensttakt-Fehler für
die Option Integritätsdienstüberwachung (Agent).
Hinweis
Nutzen Sie bei Bedarf die Option Suche starten, um den Monitor zu suchen.
49
7. Zeigen Sie im Kontextmenü auf Außerkraftsetzungen, dann auf Diesen Monitor
deaktivieren und anschließend auf Für alle Objekte vom Typ:
Integritätsdienstüberwachung (Agent).
8. Klicken Sie im Dialogfeld Objekt auswählen auf die zu verwendende Gruppe (in diesem
Beispiel die Gruppe Agents mit deaktivierter Taktüberwachung), und klicken Sie auf
OK.
9. Erweitern Sie Management Pack-Objekte, und klicken Sie dann auf Regeln.
10. Klicken Sie unter Integritätsdienst-Überwachungsgruppe (Agent) auf die Option
Taktfehler - Erfolg.
11. Klicken Sie mit der rechten Maustatste, zeigen Sie auf Außerkraftsetzungen, dann auf
Diese Regel deaktiviern, und klicken Sie anschließend auf Für eine Gruppe.
12. Klicken Sie im Dialogfeld Objekt auswählen auf die zu verwendende Gruppe (in diesem
Beispiel die Gruppe Agents mit deaktivierter Taktüberwachung), und klicken Sie auf
OK.
13. Klicken Sie zum Bestätigen auf Ja.
14. Wiederholen Sie die Schritte 7 und 13, um die Regeln Taktfehler - Warnung und
Taktfehler - Fehler zu deaktivieren.
Konfigurieren eines Agents zur Berichterstellung an mehrere Verwaltungsgruppen
Mit dem folgenden Verfahren machen Sie einen Operations Manager 2007-Agent zu einem
Mitglied mehrerer Verwaltungsgruppen, was auch als Mehrfachvernetzung bezeichnet wird. Ein
Agent kann beispielsweise so konfiguriert werden, dass er Active Directory-Daten an die
Netzwerkverwaltungsgruppe und Exchange-Daten an die Nachrichtenverwaltungsgruppe meldet.
Ein Agent kann Mitglied von bis zu vier Verwaltungsgruppen sein.
Sie müssen nicht für alle Verwaltungsgruppen dieselbe Bereitstellungsmethode verwenden.
Sie können auch die Active Directory-Domänendienste verwenden, um Agents
Verwaltungsgruppen zuzuweisen. Weitere Informationen finden Sie unter Zuweisen von
Computern zu einer Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe mithilfe von Active
Directory.
Hinweis
Es kann einen Tag oder länger dauern, bis die ermittelten Instanzen des Agents in die
neue Verwaltungsgruppe aufgenommen werden. Sie werden nach dem nächsten
Ermittlungsintervall hinzugefügt.
So machen Sie einen Operations Manager 2007-Agent zu einem Mitglied mehrerer
Verwaltungsgruppen

Führen Sie eines der folgenden Verfahren aus:
a. Führen Sie in der Betriebskonsole von Operations Manager 2007, die mit der neuen
Verwaltungsgruppe verbunden ist, den Ermittlungs-Assistenten aus. Wählen Sie die
50
gewünschten Computer aus, und stellen Sie ihnen den Agent bereit. Weitere
Informationen finden Sie unter Bereitstellen des Operations Manager 2007Agents für Windows-basierte Computer mit der Betriebskonsole.
b. Führen Sie die Datei MOMAgent.msi auf den gewünschten Computern aus, und
ändern Sie die Installation, indem Sie eine neue Verwaltungsgruppe hinzufügen.
Weitere Informationen finden Sie unter Bereitstellen des Operations
Manager 2007-Agents mit dem Setup-Assistenten für den Agent.
Siehe auch
Verwenden der Überwachung ohne Agent
Microsoft Windows-basierte Systeme, in denen kein Agent installiert werden kann, können ohne
Agent verwaltet werden. In diesem Fall spricht man von der Verwaltung ohne Agents.
Hinweis
Nicht alle Management Packs unterstützen die Verwaltung ohne Agents. Stellen Sie
daher vor der Verwendung der Verwaltung ohne Agents sicher, dass sie Ihre
Anforderungen erfüllt. Insbesondere unterstützen das Active Directory- und das Microsoft
Exchange Server 2003-Management Pack keine Verwaltung ohne Agents.
Die Computerverwaltung ohne Agents unterscheidet sich von der Ausnahmeüberwachung ohne
Agents. Sie gleichen sich zwar dem Namen nach, die Ausnahmeüberwachung ohne Agents wird
aber verwendet, um vom Windows-Fehlerberichterstattungsdienst gesendete Fehlerberichte
zusammenzufassen und anzuzeigen.
Der Ermittlungs-Assistent kann Systeme für die Verwaltung ohne Agents finden und einrichten.
Das Verfahren entspricht im Wesentlichen dem Verfahren für die Bereitstellung. Sie müssen
jedoch einen Proxy für jedes ohne Agents verwaltete System auswählen. Ein Proxy ist ein
System mit einem Agent, das zum Überwachen eines Systems ohne Agents verwendet wird.
Eine Verwaltungsgruppe kann als Proxy fungieren, dadurch werden aber Systemressourcen
belegt. Ein bewährtes Verfahren besteht darin, ein mit Agents verwaltetes System als Proxy zu
verwenden. Dieses System muss für die Verwaltung eingerichtet werden, bevor der ErmittlungsAssistent ausgeführt wird, um die Verwaltung ohne Agents einzurichten.
Hinweis
Wenn ein Proxy aus der Verwaltung entfernt wird, werden seine Systeme ohne Agents
nicht mehr verwalten.
Sowohl das ohne Agents verwaltete System als auch sein Proxy benötigen Zugriff auf den
verwaltenden Server durch mögliche Firewalls hindurch. Weitere Informationen zur Interaktion mit
Firewalls finden Sie im Operations Manager 2007Sicherheitshandbuchhttp://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=64017 (möglicherweise in englischer
Sprache).
Hinweis
Wenn Sie virtuelle Server in einem Cluster überwachen, müssen Sie Agents auf dem
Clusterknoten bereitstellen, diese so konfigurieren, dass sie als Proxy verwaltet werden,
51
und dann die virtuellen Server wie einen ohne Agents verwalteten Computer
überwachen.
So konfigurieren Sie einen mit Agents verwalteten Computer als Proxy für ohne Agents
verwaltete Computer
1. Klicken Sie im Dialogfeld Agenteigenschaften auf die Registerkarte Sicherheit.
2. Wählen Sie auf der Registerkarte Sicherheit die Option Dieser Agent soll als
Proxyagent fungieren und verwaltete Objekte auf anderen Computern erkennen
aus, und klicken Sie dann auf OK.
So ermitteln Sie Windows-basierte Computer und konfigurieren Operations
Manager 2007 für die Verwaltung dieser Computer ohne Agents
1. Melden Sie sich bei der Betriebskonsole mit einem Konto an, das der Operations
Manager-Administratorrolle der Microsoft System Center Operations Manager 2007Verwaltungsgruppe angehört.
2. Klicken Sie auf Verwaltung.
3. Klicken Sie unten im Bereich Navigation auf Ermittlungs-Assistent.
4. Klicken Sie auf der Seite Einführung auf Weiter. Die Seite Einführung wird
übergangen, wenn der Assistent für Computer- und Geräteverwaltung bereits
ausgeführt und dabei die Option Diese Seite nicht mehr anzeigen aktiviert wurde.
5. Führen Sie auf der Seite Automatisch oder erweitert? eines der folgenden Verfahren
aus:
a. Wählen Sie entweder Automatische Computerermittlung oder Erweiterte
Ermittlung aus. Klicken Sie bei Auswahl von Automatische Computerermittlung
auf Weiter, und fahren Sie dann mit Schritt 6 fort. Fahren Sie bei Auswahl von
Erweiterte Ermittlung mit folgenden Schritten fort.
Hinweis
Bei der automatischen Computerermittlung wird die Domäne, in der sich der
Stammverwaltungsserver befindet, nach Windows-basierten Computern
durchsucht. Mit der erweiterten Ermittlung können Sie Kriterien für die
Computer festlegen, die vom Assistenten angezeigt werden, wie z. B.
Computernamen, die mit "NY" beginnen.
b. Klicken Sie in der Liste Computer & Gerätetypen auf Server & Clients, Nur Server
oder Nur Clients.
c.
Klicken Sie in der Liste Verwaltungsserver auf den Verwaltungs- oder
Gatewayserver zur Ermittlung der Computer.
Hinweis
Weitere Informationen zu Gatewayservern finden Sie im Operations Manager
2007-Sicherheitshandbuchhttp://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=64017
52
(möglicherweise in englischer Sprache).
d. Bei Auswahl von Server & Clients können Sie das Kontrollkästchen Überprüfen, ob
ermittelte Computer kontaktiert werden können markieren. Dadurch erhöht sich
wahrscheinlich die Erfolgsrate der Agentbereitstellung, doch die Ermittlung kann
länger dauern.
e. Klicken Sie auf Weiter.
Hinweis
Bei Auswahl von Überprüfen, ob ermittelte Computer kontaktiert werden
können kann der Assistent ca. 4.000 Computer zurückgeben, und ca.
10.000 Computer, wenn diese Option nicht ausgewählt ist. Die automatische
Computerermittlung prüft, ob die ermittelten Computer kontaktiert werden
können. Bereits von der Verwaltungsgruppe verwaltete Computer werden
nicht angezeigt.
6. Auf der Seite Ermittlungsmethode können Sie die zu verwaltenden Computer ausfindig
machen, entweder durch Scannen oder Durchsuchen von Active Directory oder durch
Eingabe der Computernamen.
Gehen Sie zum Scannen folgendermaßen vor:
a. Wählen Sie Active Directory scannen aus (wenn nicht schon ausgewählt), und
klicken Sie dann auf Konfigurieren.
b. Geben Sie im Dialogfeld Computer suchen die gewünschten Kriterien für die
Ermittlung der Computer ein, und klicken Sie dann auf OK.
c.
Klicken Sie in der Liste Domäne auf die Domäne des zu ermittelnden Computers.
Gehen Sie folgendermaßen vor, wenn Sie Active Directory durchsuchen oder die
Computernamen eingeben möchten:

Wählen Sie Nach Computernamen suchen oder eingeben aus, klicken Sie auf
Durchsuchen, geben Sie den Namen der zu verwaltenden Computer an, und klicken
Sie dann auf OK.

Geben Sie in das Feld Nach Computernamen suchen oder eingeben die
Computernamen durch Semikolon, Komma oder neuer Zeile (EINGABETASTE)
getrennt ein.
7. Klicken Sie auf Weiter, und führen Sie auf der Seite Administratorkonto einen der
folgenden Schritte aus:

Wählen Sie Ausgewähltes Aktionskonto des Verwaltungsservers verwenden
aus (wenn nicht schon ausgewählt), und klicken Sie dann auf Ermitteln.

Wählen Sie Anderes Benutzerkonto aus, geben Sie den Benutzernamen und das
Kennwort ein, und wählen Sie dann Domäne aus der Liste aus. Wählen Sie Dies ist
ein lokales Computerkonto und kein Domänenkonto aus, wenn der
Benutzername kein Domänenkonto ist.
Wichtig
53
Das Konto muss über Administratorrechte für die Zielcomputer verfügen. Bei
Auswahl von Dies ist ein lokales Computerkonto und kein
Domänenkonto wird die Ermittlung mit dem VerwaltungsserverAktionskonto durchgeführt. Weitere Informationen zu Operations Manager
2007-Konten finden Sie im Operations Manager 2007Sicherheitshandbuchhttp://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=64017
(möglicherweise in englischer Sprache).
8. Klicken Sie auf Ermitteln, um die Seite Ermittlungsstatus anzuzeigen. Die für die
Ausführung der Ermittlung erforderliche Zeit hängt von vielen Faktoren ab, wie z. B. den
angegebenen Kriterien und der Konfiguration der IT-Umgebung.
9. Gehen Sie auf der Seite Zu verwaltende Objekte auswählen folgendermaßen vor:
a. Wählen Sie die Computer aus, die ohne Agent verwaltet werden sollen.
b. Klicken Sie in der Liste Verwaltungsmodus auf Ohne Agents.
c.
Klicken Sie auf Ändern, wählen Sie den gewünschten Proxyagent aus, klicken Sie
auf OK und dann auf Weiter.
Wichtig
Ein ohne Agents verwalteter Computer stellt größere Anforderungen an die
Ressourcen des Verwaltungsservers als ein mit Agents verwalteter
Computer. Daher wird empfohlen, zur Verwaltung von Computern ohne
Agents einen mit Agents verwalteten Computer, der als Proxy konfiguriert ist,
zu verwenden.
10. Klicken Sie auf der Seite Zusammenfassung auf Fertig stellen. Die Computer werden
im Knoten Ohne Agents verwaltet des Verwaltungsbereichs der Betriebskonsole
angezeigt und stehen zur Verwaltung bereit.
Untersuchen und Auflösen von Warnungen
In Microsoft System Center Operations Manager 2007 werden Warnungen laut Vorgabe durch
Monitore und Regeln in der Betriebskonsole und der Webkonsole angezeigt. Eine Warnung ist
ein Hinweis auf ein Problem, das an einer bestimmten Stelle in Ihrer Umgebung aufgetreten ist.
Einzelne Warnungen können sich auf individuelle überwachte Geräte beziehen, wie z. B. eine
fehlerhafte Festplatte in einem Computer, oder auf ein Problem bei einer verteilten Anwendung,
wie z. B Microsoft Exchange oder Active Directory.
Wenn Sie zur Problembehebung mit Warnungen arbeiten, müssen Sie folgende Aspekte
berücksichtigen:

Schweregrad der Warnung

Häufigkeit, mit der ein Alarm aufgetreten ist

Bedeutung, die die vom Alarm betroffenen Anwendungen oder Geräte für Ihr Unternehmen
haben
54

Anhand dieser Informationen können Sie die bevorzugte Reihenfolge für die Untersuchung
der Warnungen und die Behebung der zugrunde liegenden Probleme festlegen.
Folgende Themen bieten detaillierte Informationen zur Lösung von Warnmeldungen:

Untersuchen von Warnungen

Untersuchen häufig auftretender Warnungen

Beheben einer Taktwarnung
Untersuchen von Warnungen
Sie können im Bereich Überwachung der Betriebs- oder Webkonsole Warnungen erneut prüfen
und untersuchen. Auf der Webkonsole werden die gleichen Warnungsinformationen angezeigt
wie in der Betriebskonsole, doch bietet die Webkonsole weniger Tools für die Bearbeitung von
Warnungen, da die Taskfunktion nicht unterstützt wird.
So zeigen Sie eine Warnung an
1. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf Überwachung.
2. Erweitern Sie im Überwachungsbereich die Option Überwachung, und klicken Sie dann
auf Aktive Warnungen.
3. Klicken Sie im Bereich Aktive Warnungen auf eine Warnung, um diese optisch
hervorzuheben.
In Microsoft System Center Operations Manager 2007 werden unten am Bildschirm im
Detailbereich unter der Überschrift Warnungsdetails die Details zur ausgewählten Warnung
angezeigt. Zu den Details zählen die Angabe des betroffenen Monitors, Informationen zu der
Warnung und zu möglichen Ursachen.
Im Bereich Aktionen auf der rechten Bildschirmseite stehen Links zu Tools und Skripts zur
Verfügung, die zur Diagnose und zur Behebung der Warnung genutzt werden können. Klicken
Sie auf der Werkzeugleiste auf Aktionen, um den Bereich Aktionen einzublenden, falls dieser
noch nicht angezeigt wird. Im Bereich Aktionen finden Sie Links zu den Monitoreinstellungen,
zum Operations Manager-Integritäts-Explorer, zu Steuerelementen für den Wartungsmodus und
zu zusätzlichen Ressourcen und Hilfsfunktionen.
Verwenden des Integritäts-Explorers
Verwenden Sie den Integritäts-Explorer, um zu ermitteln, welcher Monitor reagiert, um bereits
bekanntes Wissen zum Monitor und zu möglichen Ursachen abzurufen und um Aktionen
abzuleiten. Klicken Sie auf eine Warnung, um diese optisch hervorzuheben. Unter den
Warnungsaktionen wird der Link Integritäts-Explorer aktiviert.
Standardmäßig werden beim Öffnen des Integritäts-Explorers alle Monitore mit dem Status
"fehlerhaft" erweitert. Ist ein Monitor anderen Monitoren übergeordnet, wie bei einem
Rollupmonitor, werden im Integritäts-Explorer alle Monitore in hierarchischer Anordnung
dargestellt, so dass Überwachungsdaten für alle abhängigen Dienste und Anwendungen
angezeigt werden. Möchten Sie Detaildaten zu einem der untergeordneten Monitore anzeigen,
55
klicken Sie mit der rechten Maustaste auf diesen Monitor und wählen Sie Monitoreigenschaften,
um ein weiteres Integritäts-Explorer-Fenster zu öffnen.
Weitere Informationen zum Integritäts-Explorer finden Sie in der Operations Manager 2007-Hilfe.
Verwenden von Tasks
Im Bereich Aktionen auf der rechten Bildschirmseite bietet die Betriebskonsole Tasks für die
Problembehebung bei individuellen Warnungen.
Hinweis
Wenn der Bereich Aktionen nicht angezeigt wird, klicken Sie auf Aktionen.
Klicken Sie auf eine Warnung, um sie optisch hervorzuheben und mögliche Tasks anzuzeigen.
Klicken Sie auf einen Task, um diesen auszuführen.
Die verschiedenen Warnungen, die durch verschiedene Monitore ausgelöst wurden, bieten
unterschiedliche Tasks für die Untersuchung und Auflösung der Warnung. Einige Beispiele zur
Verwendung von Tasks finden Sie im Abschnitt Beheben einer Taktwarnung dieses Handbuchs.
Schließen von Warnungen
Monitore können für das automatische Schließen von Warnungen konfiguriert werden, wenn das
Problem gelöst wurde. Es besteht auch die Möglkichkeit, eine Warnung manuell zu schließen.
So zeigen Sie eine Warnung an
1. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf Überwachung.
2. Erweitern Sie im Überwachungsbereich die Option Überwachung, und klicken Sie dann
auf Aktive Warnungen.
3. Klicken Sie im Bereich Aktive Warnungen mit der rechten Maustaste auf die Warnung,
und klicken Sie dann auf Warnung schließen.
Hinweis
Sie können mehrere Warnungen auswählen, indem Sie die Taste STRG
drücken und gedrückt halten, während Sie auf Warnungen klicken.
Verwenden von Monitoreigenschaften
Nachdem Sie die Ursache einer Warnung untersucht haben, können Sie den Vorgang für die
Behandlung ähnlicher Warnungen verbessern.
Sie können das Wissen über die Warnung über die Registerkarte Firmeninterne
Wissensdatenbankaufzeichnen. Sie können die firmeninterne Wissensdatenbank anzeigen und
bearbeiten. Heben Sie eine Warnung optisch hervor, klicken Sie auf Monitoreinstellungen
anzeigen oder bearbeiten und anschließend auf die Registerkarte Firmeninterne
Wissensdatenbank.
Sie können auch Tasks zu Diagnosezwecken oder für die Wiederherstellung des Normalzustands
erstellen. Diagnose- und Wiederherstellungstasks können automatisch ausgeführt werden, wenn
eine Warnung ausgelöst wird. Sie können die Diagnose- und Wiederherstellungstasks erstellen
56
und verwalten. Heben Sie eine Warnung optisch hervor, klicken Sie auf Monitoreinstellungen
anzeigen oder bearbeiten und anschließend auf die Registerkarte Diagnose und
Wiederherstellung.
Außerkraftsetzen eines Monitors
In Operations Manager 2007 können Sie die Einstellungen eines Monitorobjekts neu definieren,
indem Sie Außerkraftsetzungen nutzen. Wenn Sie Ihre Monitore optimieren, können viele
überflüssige Warnungen vermieden werden.
So setzen Sie einen Monitor außer Kraft:
1. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Konfiguration.
2. Erweitern Sie im Konfigurationsbereich das Element Management Pack-Objekte, und
klicken Sie dann auf Monitore.
3. Erweitern Sie im Detailbereich einen Objekttyp vollständig, und klicken Sie dann auf
einen Monitor.
4. Klicken Sie auf der Operations Manager-Symbolleiste auf Außerkraftsetzungen, und
zeigen Sie dann auf Monitor außer Kraft setzen. Sie können diese Überwachung für
Objekte eines bestimmten Typs oder für alle Objekte in einer Gruppe außer Kraft setzen.
Sobald Sie ausgewählt haben, welche Gruppe von Objekttypen außer Kraft gesetzt
werden soll, wird das Dialogfeld Außerkraftsetzungseigenschaften geöffnet, in dem
Sie die in dieser Überwachung enthaltenen Standardeinstellungen anzeigen können.
Dann können Sie auswählen, ob sie jede einzelne Einstellung der Überwachung außer
Kraft setzen möchten.
Hinweis
Wenn die Schaltfläche Außerkraftsetzungen nicht verfügbar ist,
vergewissern Sie sich, dass Sie im Überwachungsbereich eine
Überwachung ausgewählt haben, und kein Containerobjekt.
5. Wählen Sie die jeweiligen Einstellungen, die Sie ändern möchten. Sobald Sie Ihre
Änderungen abgeschlossen haben, klicken Sie auf OK.
Untersuchen häufig auftretender Warnungen
Ein plötzlicher starker Anstieg der Anzahl der Warnungen wird Warnungsansturm genannt. Ein
Warnungsansturm kann ein Anzeichen für massive Änderungen irgendwelcher Art in Ihrer
Verwaltungsgruppe sein, zum Beispiel für einen schwerwiegenden Netzwerkfehler. Ein
Warnungsansturm kann auch ein Anzeichen für Konfigurationsprobleme in Microsoft System
Center Operations Manager 2007 sein.
Das Installieren neuer oder aktualisierter Management Packs kann einen Warnungsansturm
hervorrufen. Die Monitore in einem Management Pack beginnen zu arbeiten, sobald das
57
Management Pack importiert worden ist. Wenden Sie beim Importieren von Management Packs
bewährte Methoden an, um Warnungsanstürme auf ein Minimum zu begrenzen.
Auffinden von Warnungsstürmen
Verwenden Sie zur allgemeinen Überwachung von Warnungen die Ansicht Aktive Warnungen.
Stellen Sie sicher, dass Bereich nicht aktiv ist und Warnungen ausblendet.
Überprüfen Sie, ob eine große Anzahl von Warnungen erscheint, wenn in Ihrem Netzwerk
Änderungen erfolgen. Führen Sie eine genaue Überwachung durch, wenn Sie ein neues
Management Pack installieren.
Operations Manager 2007 bietet Berichte, die beim Ermitteln von Warnungsanstürmen hilfreich
sein können. Nehmen Sie von einer Betriebskonsole mit Zugriff auf einen Berichtsserver aus
Einsicht in die Generische Microsoft-Berichtsbibliothek. Die Berichte Häufigste Warnungen
und Häufigste Ereignisse erleichtern die Identifizierung von in großer Zahl auftretenden
Warnungen.
Ändern von Monitoren und Regeln
Wenn Sie eine große Anzahl von Warnungen erhalten, die nicht auf Probleme in den von Ihnen
verwalteten Systemen hinweisen, müssen Sie die Monitore oder Regeln ändern, welche diese
Warnungen erzeugen.
Zeigen Sie Details aktiver Warnungen im Bereich "Überwachung" an. In Warnungsdetails wird
der Monitor oder die Regel für eine Warnung angegeben.
Ändern Sie den Monitor mithilfe von Außerkraftsetzungen. Das Verfahren zum Außerkraftsetzen
von Regeln ist dasselbe wie für Monitore. Prüfen Sie, wie sich Ihre Außerkraftsetzungen auf die
Anzahl der Warnungen auswirken, und fahren Sie gegebenenfalls mit der Feinabstimmung der
Monitore fort.
Info zu unterdrückten Warnungen
Regeln bieten die Option, Mehrfachwarnungen zu unterdrücken. Eine unterdrückte Warnung wird
in der Betriebskonsole nicht angezeigt.
Operations Manager 2007 unterdrückt Mehrfachwarnungen nur gemäß den
Warnungsunterdrückungskriterien. Die in den Unterdrückungskriterien angegebenen Felder
müssen identisch sein, damit die Warnung als Mehrfachwarnung gilt und unterdrückt wird. Um als
Mehrfachwarnung zu gelten, muss eine Warnung von derselben Regel erzeugt werden und nicht
aufgelöst sein.
Beheben einer Taktwarnung
Der Integritätsdienst sendet einen Takt an einen Verwaltungsserver, um zu überprüfen, ob das
System noch antwortet. Wenn eine festgelegten Anzahl von Takten nicht ankommt, zeigt
Microsoft System Center Operations Manager 2007 eine Warnung an.
In diesem Abschnitt wird anhand eines Beispiels beschrieben, wie Sie eine Warnung
"Integritätsdiensttakt-Fehler" untersuchen. Verschiedene Warnungen haben unterschiedliche
Ursachen und unterschiedliche Lösungen.
58
Wenn Sie diese Verfahren ausprobieren möchten, können Sie diese Warnung auslösen, indem
Sie den System Center-Verwaltungsdienst auf einem Testsystem deaktivieren.
So verursachen Sie einen Integritätsdiensttakt-Fehler zu Testzwecken
1. Öffnen Sie auf einem System mit einem installierten Agent die Systemsteuerung.
2. Doppelklicken Sie auf Verwaltung.
3. Doppelklicken Sie auf Dienste.
4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Dienst System Center-Verwaltung, und
klicken Sie dann auf Beenden.
Hinweis
Wenden Sie dasselbe Verfahren an und wählen Sie dabei in Schritt 4 Start
aus, wenn Sie den Test beendet haben.
So untersuchen Sie Agenttakt-Probleme
Im Überwachungsbereich werden aktive Warnungen angezeigt. Mit einer Warnung werden auch
Informationen und für die Untersuchung geeignete Tools bereitgestellt.
So untersuchen Sie eine aktive Warnung
1. Öffnen Sie die Betriebskonsole.
2. Klicken Sie auf Überwachung.
3. Klicken Sie gegebenenfalls im Überwachungsbereich auf Überwachung, um die Option
zu erweitern.
4. Klicken Sie auf Aktive Warnungen, um die Integritätsdiensttakt-Warnung anzuzeigen.
Hinweis
Je nach Taktintervall und Anzahl der fehlenden Takte kann es einige Minuten
dauern, bis die Warnung erscheint.
5. Klicken Sie auf die Warnung, um sie zu markieren, und lesen Sie die Informationen im
Bereich Warnungsdetails. Der Bereich Warnungsdetails enthält Informationen über die
Warnung, darunter eine Beschreibung und Kenntnisse über die Ursache und Lösung.
So behandeln Sie Agenttakt-Probleme
Verwenden Sie die Tasks im Aktionsbereich, um die Ursache der Warnung zu diagnostizieren.
Verschiedenen Warnungen sind unterschiedliche Tasks zugeordnet. Bei einer Warnung
"Integritätsdiensttakt-Fehler" beinhalten die Tasks das Senden von Pingsignalen an das System
und das Überprüfen oder Neustarten des Dienstes.
So verwenden Sie die Aktions-Tasks zur Problembehandlung
1. Klicken Sie gegebenenfalls auf Aktionen, um den Aktionsbereich anzeigen zu lassen.
59
2. Klicken Sie im Aktionsbereich unter Integritätsdiensüberwachungs-Tasks auf
Computer pingen. Die Task öffnet ein Dialogfeld, um ihren Fortschritt anzuzeigen.
Hinweis
Wenn das Senden des Pingsignals fehlschlägt, ermitteln Sie das
Verbindungsproblem mithilfe standardmäßiger
Netzwerkproblembehandlungsverfahren. Stellen Sie sicher, dass das System
eingeschaltet ist.
3. Klicken Sie auf Schließen, um das Dialogfeld zu schließen.
4. Klicken Sie unter Integritätsdiensüberwachungs-Tasks auf Computerverwaltung. Ein
Dialogfeld Computerverwaltung für das Zielsystem wird geöffnet.
5. Klicken Sie auf Dienste und Anwendungen, um es zu erweitern.
6. Klicken Sie auf Dienste, um Dienste anzuzeigen.
7. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Dienst System Center-Verwaltung, und
klicken Sie dann auf Start.
Hinweis
Nachdem die Verbindung mit dem Agent wiederhergestellt ist, wird die
Warnung automatisch aufgelöst, und der Status des Computers wird auf
"Fehlerfrei" zurückgesetzt.
Mit diesen Schritten wird der in diesem Thema erzeugte Testfehler behoben, und es wird eine
Anzahl möglicher Ursachen eines Integritätsdiensttakt-Fehlers angesprochen. Wenn ein
tatsächlicher Fehler durch diese Schritte nicht behoben wird, ermitteln Sie mithilfe
standardmäßiger Problembehandlungsverfahren die Ursache des Problems. Zum Beispiel zeigt
die in Aktive Warnungen angezeigte Warnung, wie alt die Warnung ist. Prüfen Sie, welche
Ereignisse zu diesem Zeitpunkt eingetreten sind, um festzustellen, was ein Problem verursacht
haben könnte.
Konfigurieren des Programms zur Verbesserung der
Benutzerfreundlichkeit (Customer Experience Improvement
Program, CEIP) in Operations Manager 2007
Mit dem Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit von Microsoft (CEIP) werden
Informationen darüber gesammelt, wie Sie Microsoft-Programme verwenden, sowie über
Probleme, denen Sie begegnen. Microsoft verwendet diese Informationen, um die Produkte und
Features zu verbessern, die Sie am häufigsten verwenden, und um bei der Lösung von
Problemen zu helfen. Die Teilnahme an dem Programm ist vollkommen freiwillig.
Für die Teilnahme am CEIP konfigurieren Sie Clients mit einer Gruppenrichtlinie, sodass CEIPBerichte an einen Microsoft System Center Operations Manager 2007-Verwaltungsserver
umgeleitet und nicht direkt an Microsoft gesendet werden. Die Verwaltungsserver sind für die
Weiterleitung der Berichte an Microsoft konfiguriert.
60
Wichtig
Die CEIP-Berichte enthalten keine Kontaktinformationen über Sie oder Ihr Unternehmen,
beispielsweise Namen oder Adressen.
Die von Ihrem Unternehmen an Microsoft weitergeleiteten CEIP-Berichte werden mit CEIPBerichten von anderen Unternehmen und Kunden zusammengefasst und helfen Microsoft bei der
Lösung von Problemen. Sie dienen zudem als Grundlage für die Verbesserung der am häufigsten
verwendeten Produkte und Funktionen von Microsoft. Weitere Informationen zum CEIP finden
Sie unterMicrosoft-Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit
(http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=75040).
Mit dem folgenden Verfahren konfigurieren Sie CEIP-Einstellungen. Der Verwaltungsserver muss
Zugriff auf das Internet haben, damit eine Teilnahme an dem Programm möglich ist.
Wichtig
CEIP ist eine Komponente der Clientüberwachungsfunktion von Operations
Manager 2007. Die Clientüberwachung muss auf mindestens einem Verwaltungsserver
und auf verwalteten Computern aktiviert sein, um am CEIP teilzunehmen. Weitere
Informationen zum Aktivieren der Clientüberwachung von Operations Manager 2007
finden Sie unter Konfigurieren der Clientüberwachung in Operations Manager 2007 in
diesem Handbuch. Nach der Konfiguration eines Verwaltungsservers für die
Clientüberwachung müssen alle am CEIP teilnehmenden Agents über Gruppenrichtlinien
für die Übermittlung ihrer Daten an diesen Verwaltungsserver konfiguriert werden.
Konfigurieren der CEIP-Einstellungen für Operations Manager 2007
1. Melden Sie sich bei einem Verwaltungsserver mit einem Konto an, das der Operations
Manager-Rolle "Administratoren" der Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe
angehört.
2. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Verwaltung.
3. Erweitern Sie im Bereich "Verwaltung" den Knoten Verwaltung, und klicken Sie dann auf
Einstellungen.
4. Erweitern Sie im Bereich "Einstellungen" Typ: Allgemein, klicken Sie mit der rechten
Maustaste auf Datenschutz, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.
5. Klicken Sie im Dialogfeld Globale Einstellungen der Verwaltungsservergruppe Datenschutz auf der Registerkarte CEIP auf Ich möchte dem Programm zur
Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit beitreten, um dem CEIP-Programm
beizutreten, oder klicken Sie auf Ich möchte dem Programm zu diesem Zeitpunkt
nicht beitreten, um die Teilnahme abzulehnen.
Hinweis
Sie können auf Weitere Informationen über das Programm klicken, um
Informationen zum CEIP-Programm anzuzeigen, einschließlich der
Datenschutzrichtlinie.
61
Konfigurieren von Berichten für operative Daten in Operations
Manager 2007
Mit dem Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit von Microsoft (CEIP) werden
Informationen darüber, wie Sie Microsoft-Programme verwenden, und über einige der Fragen,
denen Sie begegnen, gesammelt. Microsoft verwendet diese Informationen, um die Produkte und
Features zu verbessern, die Sie am häufigsten verwenden, und um bei der Lösung von
Problemen zu helfen. Die Teilnahme an dem Programm ist vollkommen freiwillig.
Beim Setup für die Microsoft System Operations Manager 2007-Berichterstattung haben Sie auf
der Seite Berichte für operative Daten die Gelegenheit, CEIP beizutreten. Wenn Sie sich zur
Teilnahme bei CEIP entschließen, dann zeichnet die Operations Manager 2007-Berichterstattung
eine Zusammenfassung über die Verwendung von Operations Manager 2007 auf und schickt
wöchentlich Berichte an Microsoft. Microsoft nutzt diese Berichte zur Verbesserung der Qualität
der Management Packs und von Operations Manager 2007. Sie können den Inhalt dieser
Berichte für operative Daten einsehen, indem Sie einen Microsoft-Bericht für operative Daten
(ODR) erstellen.
Hinweis
Stellen Sie vor dem Konfigurieren von Berichten für operative Daten sicher, dass die
Operations Manager 2007-Berichterstattung installiert und der Verwaltungsserver mit
dem Internet verbunden ist, damit Berichte an Microsoft gesendet werden können.
So konfigurieren Sie die Berichtseinstellungen für operative Daten
1. Melden Sie sich beim Computer mit einem Konto an, das der Operations ManagerAdministratorrolle der Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe angehört.
2. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Verwaltung.
3. Erweitern Sie im Bereich "Verwaltung" den Knoten Verwaltung, und klicken Sie dann auf
Einstellungen.
4. Erweitern Sie im Bereich "Einstellungen" Typ: Allgemein, klicken Sie mit der rechten
Maustaste auf Datenschutz, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.
5. Klicken Sie im Dialogfeld Globale Verwaltungsservereinstellungen – Datenschutz auf
der Registerkarte Berichte für operative Daten auf Ja, ich möchte Berichte für
operative Daten an Microsoft senden (empfohlen), um Berichte zu senden, oder
klicken Sie auf Nein, ich möchte keine Berichte für operative Daten an Microsoft
senden, um die Teilnahme abzulehnen.
6. Klicken Sie auf OK.
Erstellung eines Microsoft-ODR
1. Melden Sie sich beim Computer mit einem Konto an, das der Rolle "Operations Manager62
Berichtsoperatoren" der Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe angehört.
2. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Berichterstattung.
3. Erweitern Sie im Bereich "Berichterstattung" die Option Berichterstattung, und klicken
Sie dann auf Microsoft-ODR-Berichtsbibliothek.
4. Klicken Sie im Berichtsbereich der Microsoft-ODR-Berichtsbibliothek mit der rechten
Maustaste auf einen der Berichte (zum Beispiel Management Packs), und klicken Sie
dann auf Öffnen.
5. Klicken Sie in der Berichtsansicht im Bereich Parameter im Feld Von auf den Pfeil nach
unten, zeigen Sie auf Diese Woche, und klicken Sie dann auf Sonntag.
6. Klicken Sie im Feld Bis auf den Pfeil nach unten, zeigen Sie auf Diese Woche, und
klicken Sie dann auf Samstag.
7. Klicken Sie auf Ausführen, um den ODR anzuzeigen.
8. Klicken Sie auf Schließen, um den Bericht zu schließen.
Konfigurieren der Clientüberwachung in Operations
Manager 2007
Mit den folgenden Verfahren konfigurieren Sie einen Verwaltungsserver für die
Serverkomponente des Clientüberwachungsfeatures von Microsoft System Center Operations
Manager 2007.
Wichtig
Sollten Sie planen, den Verwaltungsserver so zu konfigurieren, dass Fehlerberichte an
Microsoft weitergeleitet werden und Sie Links zu verfügbaren Lösungen für diese Fehler
erhalten oder an dem Programm zur Verbesserung der Bedienfreundlichkeit (CEIP)
teilnehmen möchten, müssen Sie bei Zugriff auf das Internet über einen Proxyserver
zunächst die Proxyeinstellungen des Verwaltungsservers konfigurieren. Weitere
Informationen finden Sie im Abschnitt Konfigurieren von Internetproxyeinstellungen für
einen Verwaltungsserver.
Der Assistent für die Konfiguration der Clientüberwachung in Operations Manager 2007 wird zum
Konfigurieren der Serverkomponente der Clientüberwachung auf einem Operations
Manager 2007-Verwaltungsserver verwendet. Zum Konfigurieren der Serverkomponente der
Clientüberwachung auf mehreren Verwaltungsservern müssen Sie den Assistenten für jeden
Verwaltungsserver einmal ausführen. Die Konfiguration mehrerer Verwaltungsserver für die
Clientüberwachung empfiehlt sich, wenn die Verbindung zwischen spezifischen Clients und den
Verwaltungsservern kostengünstiger ist.
Wichtig
Der Verwaltungsserver und die Clients für die Fehlerberichterstattung müssen sich in
derselben Domäne oder aber in voll vertrauenswürdigen Domänen befinden.
63
So öffnen Sie den Assistenten für die Konfiguration der Clientüberwachung
1. Melden Sie sich beim Computer mit einem Konto an, das der Operations ManagerAdministratorrolle der Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe angehört.
2. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Verwaltung.
3. Erweitern Sie im Verwaltungsbereich den Knoten Verwaltung, erweitern Sie den Knoten
Geräteverwaltung, und klicken Sie auf Verwaltungsserver.
4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Verwaltungsserverbereich auf den
Verwaltungsserver, für den die Clientüberwachung aktiviert werden soll, und klicken Sie
danach auf Clientüberwachung konfigurieren. Dadurch wird der Assistent für die
Konfiguration der Clientüberwachung gestartet. Mit demselben Verfahren können Sie
auf dem Verwaltungsserver die Clientüberwachung deaktivieren. Sie müssen
außerdem die Clientüberwachung auf den Clients deaktivieren. Weitere Informationen
finden Sie weiter unten unter "Konfigurieren von Clients für die Clientüberwachung".
Hinweis
Die Option Clientüberwachung konfigurieren ist nicht verfügbar, wenn es
sich bei dem ausgewählten Computer um einen Gatewayserver handelt.
So konfigurieren Sie die Clientüberwachung mit dem Assistenten für die Konfiguration
der Clientüberwachung
1. Klicken Sie auf der Seite Einführung des Assistenten für die Konfiguration der
Clientüberwachung auf Weiter. Die Seite Einführung wird übersprungen, wenn der
Assistent zuvor bereits ausgeführt wurde und Diese Seite nicht mehr anzeigen
ausgewählt wurde.
2. Führen Sie auf der Seite Programm zur Verbesserung der Bedienfreundlichkeit eine
der folgenden Aktionen aus:

Behalten Sie die Standardoption Nein bei, wenn Sie nicht wünschen, dass Ihr
Unternehmen an dem Programm teilnimmt, und klicken Sie auf Weiter.
Oder folgen Sie diesen Schritten:
a. Wählen Sie Ja aus, wenn Ihr Unternehmen an dem Programm teilnehmen soll.
b. Lassen Sie die Option Das Protokoll Secure Sockets Layer (SSL) verwenden
aktiviert, wenn auf Ihrem Verwaltungsserver ein Zertifikat installiert wurde, und lassen
Sie die Option Windows-Authentifizierung verwenden ausgewählt, wenn die
Clientcomputer beim Verwaltungsserver eine Authentifizierung durchführen sollen.
Andernfalls deaktivieren Sie beide Optionen.
c.
Geben Sie den entsprechenden Port ein, oder behalten Sie den standardmäßig
ausgewählten Port 51907 bei, und klicken Sie danach auf Weiter.
Wichtig
Informationen zum Installieren von Zertifikaten auf einem Verwaltungsserver
64
finden Sie im Operations Manager 2007 Security Guide (Operations
Manager 2007-Sicherheitshandbuch)
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=64017).
3. Führen Sie auf der Seite Fehlersammlung konfigurieren eine der folgenden Aktionen
aus:
a. Geben Sie den lokalen oder angefügten Dateifreigabepfad, zum Beispiel
C:\ErrorData, für den Verwaltungsserver ein, der zur Sammlung der Fehlerberichte
verwendet wird. Die Datenfreigabe wird auf dem lokalen Pfad des
Verwaltungsservers erstellt und mit den erforderlichen Berechtigungen freigegeben.
Wichtig
Der Dateifreigabepfad muss sich auf einer NTFS-Partition befinden und über
mindestens 2 GB freien Speicher verfügen. Es wird empfohlen, dass die
Pfadlänge nicht mehr als 120 Zeichen beträgt. Bei dem Datenfreigabepfad
kann es sich um einen UNC-Pfad oder einen zugeordneten
Laufwerksbuchstaben handeln.
b. Wählen Sie die Option Anwendungsfehler von Windows Vista oder höheren
Computern sammeln, wenn mit Operations Manager 2007 Windows Vista oder
höhere Betriebssysteme verwaltet werden sollen. Geben Sie die Nummer des Ports
ein, oder behalten Sie die standardmäßige Portnummer 51906 bei. Lassen Sie Das
Protokoll Secure Sockets Layer (SSL) verwenden ausgewählt, wenn Sie ein
Zertifikat auf dem Verwaltungsserver installiert haben, und lassen Sie WindowsAuthentifizierung verwenden ausgewählt, wenn die Clientcomputer beim
Verwaltungsserver eine Authentifizierung durchführen sollen. Andernfalls
deaktivieren Sie beide Optionen.
c.
Geben Sie den Organisationsnamen ein, und verwenden Sie dabei höchstens
22 Zeichen. Klicken Sie danach auf Weiter. Der Organisationsname kann auf
Computern angezeigt werden, bei denen Fehler auftreten und auf denen Windows
Server 2008 oder frühere Betriebssysteme ausgeführt werden.
4. Führen Sie auf der Seite Fehlerweiterleitung konfigurieren eine der folgenden
Aktionen aus:

Lassen Sie das Kontrollkästchen Alle gesammelten Fehler automatisch an
Microsoft weiterleiten deaktiviert, und klicken Sie danach auf Weiter.
Oder folgen Sie diesen Schritten:
a. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Alle gesammelten Fehler an Microsoft
weiterleiten (empfohlen), wenn der Verwaltungsserver mit dem Internet verbunden
ist und Sie Fehlerberichte an Microsoft weiterleiten sowie Links mit verfügbaren
Lösungen für diese Fehler erhalten möchten.
b. Wählen Sie Detailliert aus, um sicherzustellen, dass Microsoft eine Lösung für das
Problem bereitstellen kann, oder behalten Sie die Standardeinstellung Einfach bei.
c.
Klicken Sie dann auf Weiter.
65
5. Führen Sie auf der Seite Dateifreigabe erstellen eine der folgenden Aktionen aus:

Wählen Sie ein Vorhandenes Benutzerkonto aus der Liste aus, und klicken Sie
danach auf Weiter.

Wählen Sie die Option Anderes Benutzerkonto, geben Sie unter Benutzername
den Benutzernamen und unter Kennwort das Kennwort ein, wählen Sie die Domäne
aus der Liste aus, und klicken Sie danach auf Weiter.
Wichtig
Das Konto muss über die erforderlichen Berechtigungen zum Erstellen einer
Dateifreigabe auf dem in Schritt 3a angegebenen Pfad verfügen.
6. Klicken Sie nach erfolgreicher Erstellung der Dateifreigabe auf der Seite Dateifreigabe
wird erstellt: Taskstatus auf Weiter.
Hinweis
Zum Ändern der Einstellungen für die Clientüberwachung auf dem
Verwaltungsserver, z. B. der Dateifreigabe, müssen Sie die
Clientüberwachung auf dem Verwaltungsserver zunächst deaktivieren und
danach erneut aktivieren. Außerdem müssen Sie danach die
Gruppenrichtlinieneinstellungen zur Clientüberwachung ändern.
7. Geben Sie auf der Seite Konfigurationseinstellungen bereitstellen den Speicherort
ein, oder steuern Sie den Speicherort an, an dem die <ServerName>-ADM-Datei
gespeichert werden soll, in der die Gruppenrichtlinieneinstellungen für die
Clientüberwachung enthalten sind, die Sie soeben mit dem Assistenten erstellt haben.
Klicken Sie danach auf Fertig stellen.
Wichtig
Sie müssen die <ServerName>-ADM-Datei verwenden, um Clients so zu
konfigurieren, dass deren Clientüberwachungsdaten an den
Verwaltungsserver umgeleitet werden. Weitere Informationen finden Sie
weiter unten unter "Konfigurieren von Clients für die Clientüberwachung".
Konfigurieren von Internetproxyeinstellungen für einen Verwaltungsserver
Mit dem folgenden Verfahren können Sie die Internetproxyeinstellungen für einen Operations
Manager 2007-Verwaltungsserver konfigurieren. Sie müssen diese Einstellungen konfigurieren,
wenn Operations Manager 2007-Features aktiviert sind, die erfordern, dass der
Verwaltungsserver über das Internet kommuniziert. Beispiel: Sie müssen diese Einstellungen
konfigurieren, wenn das Operations Manager 2007-Clientüberwachungsfeature für die
Übertragung oder den Empfang von Microsoft-Daten konfiguriert wurde.
So konfigurieren Sie die Internetproxyeinstellungen für einen Operations Manager 2007Verwaltungsserver
1. Melden Sie sich beim Computer mit einem Konto an, das der Operations Manager66
Administratorrolle der Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe angehört.
2. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche "Verwaltung".
3. Erweitern Sie im Verwaltungsbereich den Knoten Verwaltung, erweitern Sie den Knoten
Geräteverwaltung, und klicken Sie auf Verwaltungsserver.
4. Klicken Sie im Ergebnisbereich mit der rechten Maustaste auf den Verwaltungsserver,
dessen Eigenschaften Sie anzeigen möchten, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.
5. Klicken Sie im Dialogfeld Verwaltungsservereigenschaften auf die Registerkarte
Proxyeinstellungen.
6. Wählen Sie auf der Registerkarte Proxyeinstellungen die Option Einen Proxyserver
für die Kommunikation mit Microsoft verwenden aus, und gehen Sie dann
folgendermaßen vor:

Wählen Sie http:// oder https:// aus der Dropdownliste aus, und geben Sie den
Namen des Internetproxyservers in das Textfeld Adresse ein.

Geben Sie unter Port die Portnummer ein, und klicken Sie dann auf OK.
Konfigurieren von Clients für die Clientüberwachung
Dieses Thema enthält das Verfahren zum Konfigurieren von Clients für das
Clientüberwachungsfeature in Operations Manager 2007.
Wichtig
Sie müssen zuerst einen Verwaltungsserver für die Serverkomponente der
Clientüberwachung konfigurieren. Führen Sie dazu den Assistenten für die Konfiguration
der Clientüberwachung aus, wie oben beschrieben.
So konfigurieren Sie Clients für die Clientüberwachung
1. Führen Sie den Gruppenrichtlinienobjekt-Editor (gpedit.msc) für die Domäne oder den
lokalen Computer aus.
Hinweis
Informationen zu Gruppenrichtlinien finden Sie auf der Website Group Policy
(Gruppenrichtlinie) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=152221).
2. Deaktivieren Sie die Richtlinie Fehlerberichterstattung deaktivieren. Diese Richtlinie
finden Sie unter Computerkonfiguration/Administrative
Vorlagen/System/Internetkommunikationsverwaltung/Internetkommunikationseinstellunge
n.
3. Fügen Sie die administrative Vorlage der Gruppenrichtlinie für Ausnahmenüberwachung
ohne Agents (<Servername>.ADM) zur Domänenrichtlinie oder zur Richtlinie für den
lokalen Computer hinzu. Die ADM-Datei wird bei Ausführen des Assistenten für die
Konfiguration der Clientüberwachung erstellt.
4. Aktivieren Sie die AEM-Richtlinien, die der Konfiguration der Clientüberwachung auf dem
67
Operations Manager 2007-Verwaltungsserver entsprechen. Sie finden die AEMRichtlinien in Computerkonfiguration/Administrative Vorlagen/MicrosoftAnwendungen/Microsoft Operations Manager.
Hinweis
Verwenden Sie dasselbe Verfahren zum Deaktivieren der
Gruppenrichtlinieneinstellungen, womit Sie die Clientüberwachung auf den
Clients deaktivieren.
Konfigurieren der Fehlerberichterstattung in Operations
Manager 2007
Wenn die Fehlerberichterstattung für Microsoft System Center Operations Manager 2007Komponenten aktiviert ist, werden bei Auftreten eines Fehlers in einer Operations Manager 2007Komponente anonyme Informationen über den Fehler an Microsoft gesendet. Weitere
Informationen zur Datenschutzerklärung für den Fehlerberichterstattungsdienst von Microsoft
finden Sie unter Microsoft Online-Absturzanalyse (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=64250).
Diese Informationen werden zusammen mit Fehlerberichten anderer Kunden von Microsoft dazu
verwendet, häufig auftretende Probleme mit Operations Manager 2007 zu identifizieren und zu
lösen.
Hinweis
Mit dieser Einstellung wird die Fehlerberichterstattung nur für Operations Manager 2007Komponenten aktiviert. Informationen zur Aktivierung des Clientüberwachungsfeatures
von Operations Manager 2007, in dem auch die Fehlerberichterstattung für die
angegebenen Computer enthalten ist, finden Sie in diesem Handbuch unterKonfigurieren
der Clientüberwachung in Operations Manager 2007.
So konfigurieren Sie die Einstellungen für die Fehlerberichterstattung für Operations
Manager 2007-Komponenten
1. Melden Sie sich beim Computer mit einem Konto an, das der Operations ManagerAdministratorenrolle der Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe angehört.
2. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Verwaltung.
3. Erweitern Sie im Bereich "Verwaltung" den Knoten Verwaltung, und klicken Sie dann auf
Einstellungen.
4. Erweitern Sie im Bereich "Einstellungen" Typ: Allgemein, klicken Sie mit der rechten
Maustaste auf Datenschutz, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.
5. Klicken Sie im Dialogfeld Globale Verwaltungsservereinstellungen – Datenschutz auf
die Registerkarte Fehlerberichterstattung, und führen Sie einen der folgenden Schritte
aus:

Wählen Sie die Option Automatisch Fehlerberichte zu diesem Produkt an
68
Microsoft senden, ohne den Benutzer aufzufordern aus.

Wählen Sie die Option Benutzer vor dem Senden der Fehlerberichte an Microsoft
zur Genehmigung auffordern aus.
Hinweis
Klicken Sie auf Weitere Informationen zur Fehlerberichterstattung
anzeigen, wenn Sie die Datenschutzerklärung für den
Fehlerberichterstattungsdienst von Microsoft anzeigen möchten.
6. Wenn Sie die gewünschte Auswahl vorgenommen haben, klicken Sie auf OK.
In den Fehlerübertragungseinstellungen können Sie festlegen, welche Fehlerberichte an
Microsoft gesendet werden und welche zusätzlichen Diagnosedaten in die Fehlerberichte
eingeschlossen werden sollen.
So finden Sie die Registerkarte „Fehlerübertragung“ im Dialogfeld „Globale
Verwaltungsservereinstellungen - Datenschutz“
1. Melden Sie sich beim Computer mit einem Konto an, das der Operations ManagerAdministratorenrolle der Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe angehört.
2. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Verwaltung.
3. Erweitern Sie im Bereich "Verwaltung" den Knoten Verwaltung, und klicken Sie dann auf
Einstellungen.
4. Erweitern Sie im Bereich "Einstellungen" Typ: Allgemein, klicken Sie mit der rechten
Maustaste auf Datenschutz, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.
5. Klicken Sie im Dialogfeld Globale Einstellungen der Verwaltungsservergruppe Datenschutz auf die Registerkarte Fehlerübertragung.
Hinweis
Klicken Sie auf Datenschutzrichtlinie anzeigen, um die
Datenschutzerklärung anzuzeigen.
So filtern Sie Fehler, die an Microsoft gesendet werden
1. Klicken Sie auf der Registerkarte Fehlerübertragung im Dialogfeld Globale
Verwaltungsservergruppeneinstellungen - Datenschutz auf Filter.
2. Wählen Sie im Dialogfeld Filter zur Weiterleitung von Fehlern eine oder mehrere der
Optionen für Fehlerquellen aus, die nicht an Microsoft weitergeleitet werden sollen, z. B.
aus bestimmten Computern.
3. Klicken Sie im Textfeld Kriterienbeschreibung auf spezifisch, und geben Sie die Werte
für die Kriterien für Fehler ein, die nicht an Microsoft weitergeleitet werden sollen, z. B.
computer.contoso.com.
4. Klicken Sie zweimal auf OK.
69
So konfigurieren Sie Diagnosedaten, die mit Fehlerberichten an Microsoft gesendet
werden
1. Führen Sie auf der Registerkarte Fehlerübertragung im Dialogfeld Globale
Verwaltungsservergruppeneinstellungen - Datenschutz eine oder mehrere der
folgenden Aktionen aus:
a. Wählen Sie Anforderungen für Diagnosedatenerfassung senden und
anschließend die zusätzlichen Diagnosedaten, die mit Fehlerberichten von den
Computern, die Fehler melden, an die Verwaltungsserver gesendet und dann vom
Verwaltungsserver zusammen mit den Fehlerberichten an Microsoft weitergeleitet
werden sollen.
b. Stellen Sie die Max. Anzahl der pro Fehlergruppe an Microsoft zu sendenden
CAB-Dateien ein, um Microsoft bei der Fehlerdiagnose zu helfen. Die empfohlene
Anzahl ist 10.
c.
Wählen Sie Verknüpfungen zur Lösung von Microsoft auf Computern mit
aufgetretenen Fehlern anzeigen. Wenn der Fehler erstmals auftritt, wird
Endbenutzern eine Verknüpfung zu verfügbaren Lösungen angezeigt, und die
Verknüpfung zur Lösung wird auf den Verwaltungsserver hochgeladen.
d. Wählen Sie Verknüpfungen zu Umfragen von Microsoft auf Computern mit
aufgetretenen Fehlern anzeigen.
e. Geben Sie Standard-Lösungsverknüpfung, wenn keine Microsoft-Lösung
verfügbar ist an. Dabei kann es sich beispielsweise um eine interne Website für
technischen Support handeln.
2. Klicken Sie auf OK.
Wartung und bewährte Methoden für Operations
Manager
Nachdem Sie Ihre Microsoft System Center Operations Manager 2007-Umgebung entworfen,
bereitgestellt und konfiguriert haben und beginnen, Computer und Geräte in Ihrem Unternehmen
zu überwachen, fallen große Datenmengen an.
Um Ihre Operations Manager-Umgebung zu schützen und Dienstunterbrechungen zu begrenzen,
müssen Sie einen umfassenden und effizienten Wartungsplan entwickeln und implementieren.
Eine effiziente laufende Wartung Ihrer Operations Manager-Umgebung kann eine Erhöhung der
Leistung bewirken und die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls auf ein Minimum reduzieren.
Stellen Sie sicher, dass Ihr Wartungsplan Folgendes enthält:

Regelmäßige Überwachung sowohl der Software als auch der Hardware

Häufige Sicherungen von Datenbanken und anderen kritischen Daten, sodass sie im
Fehlerfall später wiederhergestellt werden können.
70
Wenn irgendwann ein Anzeichen für ein Problem auftritt, sollte am besten sofort reagiert werden.
Inhalt dieses Abschnitts
Verwalten von Gatewayservern in Operations Manager 2007
Verwalten von Berichterstattung in Operations Manager 2007
Verwalten von Webkonsolenservern in Operations Manager 2007
Verwalten verbundener Verwaltungsgruppen in Operations Manager 2007
Ändern von Kennwörtern für Operations Manager-Konten
Identifizieren des Stammverwaltungsservers in Operations Manager 2007
Zeitplanung von Wartung und Überwachung
Sichern und Wiederherstellen von Operations Manager 2007-Komponenten
Aktualisieren einer Operations Manager 2007-Bereitstellung
Verwalten von Gatewayservern in Operations Manager 2007
In Microsoft System Center Operations Manager 2007 muss eine gegenseitige Authentifizierung
zwischen Agents und Verwaltungsserver erfolgen, bevor ein Informationsaustausch zwischen
den Komponenten möglich ist. Damit das Authentifizierungsverfahren zwischen den
Komponenten sicher durchgeführt werden kann, erfolgt es verschlüsselt. Wenn sich Agent und
Verwaltungsserver in der gleichen Active Directory-Domäne oder in Active Directory-Domänen
befinden, unter denen Vertrauensbeziehungen eingerichtet wurden, können die durch Active
Directory verfügbaren Kerberos V5-Authentifizierungsmechnismen verwendet werden. Wenn
sich Agents und Verwaltungsserver nicht innerhalb der gleichen Vetrauensgrenzen befinden,
müssen andere Mechanismen genutzt werden, um die Anforderung nach einer sicheren
gegenseitigen Authentifizierung zu erfüllen.
In Operations Manager 2007 kann dies über die Nutzung von X.509-Zertifikaten erfolgen, die für
jeden Computer ausgegeben werden. Wenn die Anzahl der durch Agents überwachten
Computer hoch ist, hat dies einen hohen Verwaltungsaufwand für das Handling der zahlreichen
Zertifikate zur Folge. Wenn zwischen den Agents und den Verwaltungsservern auch noch eine
Firewall installiert ist, müssen zusätzlich mehrere autorisierte Endpunkte definiert und in den
Firewallregeln verwaltet werden, damit eine Kommunikation zwischen den Komponenten möglich
ist.
Operations Manager 2007 bietet eine neue Serverrolle namens Gatewayserver, mit der dieser
Verwaltungsaufwand reduziert werden kann. Gatewayserver werden innerhalb der
Vertrauensgrenzen der Agents implementiert und können an der obligatorischen gegenseitigen
Authentifizierung teilnehmen. Da sie sich innerhalb der gleichen Vertrauensgrenze wie die Agents
befinden, kann das Kerberos V5-Protokoll für Active Directory genutzt werden. Die einzelnen
Agents kommunizieren dann nur mit den Gatewayservern, die für sie "sichtbar" sind. Die
Gatewayserver kommunizieren mit den Verwaltungsservern.
Zur Unterstützung der obligatorischen sicheren gegenseitigen Authentifizierung zwischen den
Gatewayservern und den Verwaltungsservern müssen zwar Zertifikate ausgegeben und installiert
71
werden, jedoch nur für die Gateway- und die Verwaltungsserver. Die Anzahl der erforderlichen
Zertifikate wird auf diese Weise reduziert, und im Fall einer zwischengeschalteten Firewall wird
die Anzahl der in den Firewallregeln zu definierenden autorisierten Endpunkte ebenfalls
gemindert.
Im Zuge von Veränderungen an der IT-Umgebung bzw. den Überwachungsanforderungen
müssen Sie eventuell die Anzahl der Gatewayserver einer Operations Manager 2007Verwaltungsgruppe nach oben oder unten anpassen und Tasks auf den Gatewayservern
durchführen.
Überprüfen des Integritätsstatus von Gatewayservern
Wenn Sie den Integritätsstatus eines Gatewayservers überprüfen möchten, muss die
Untersuchung aus zwei Perspektiven erfolgen. Bei der ersten, direkteren Methode untersuchen
Sie den Integritätsstatus über die Betriebskonsole und den Integritäts-Explorer. Diese
Untersuchung liefert Ihnen Informationen zum Status der überwachten Komponenten, zu
möglichen offenen Warnungen und zur Leistung. Mithilfe der zweiten, indirekten Methode
können Sie sicherstellen, dass die Daten der durch den Gatewayserver überwachten Agents
pünktlich geliefert werden.
Direkte Methode
Ein Gatewayserver zählt zum Typ Verwaltungsserver und wird daher in der Ansicht Verwaltung
der Betriebskonsole unter Geräteverwaltung im Container Verwaltungsserver aufgeführt. Im
Detailbereich dieser Ansicht können Sie sofort den Integritätsstatus aller Verwaltungsserver in
der Verwaltungsgruppe ablesen. Wenn Sie einen beliebigen Gatewayserver (oder einen
beliebigen anderen Server) auswählen und das entsprechende Kontextmenü öffnen, können Sie
die Eigenschaften dieses Servers oder eine der verfügbaren Ansichten anzeigen. In der Regel
haben Sie einen direkten Zugriff auf folgende Ansichten für das ausgewählte Objekt:
Ereignisansicht, Warnungsansicht, Leistungsansicht, Diagrammansicht und Statusansicht.
Wenn Sie umfangreichere Informationen zum Integritätsstatus eines Gatewayservers abrufen
möchten, öffnen Sie die Ansicht Überwachung, navigieren Sie zum Ordner Operations
Manager, Unterordner Verwaltungsserver, und wählen Sie im Navigationsbereich das
Ansichtsobjekt Verwaltungsserverstatus aus. Damit wird der Status aller Verwaltungsserver in
der Verwaltungsgruppe angezeigt. Die Gatewayserver werden standardmäßig im unteren Bereich
angezeigt. Wählen Sie im Bereich Status des Gatewayverwaltungsservers unter der Spalte
Gateway das Integritätsstatussymbol für den entsprechenden Server aus, um im Detailbereich
die Monitore für den Integritätsstatus der Gatewayserverkomponente anzuzeigen. In der Regel
werden Details zur Integritätsdienstverfügbarkeit, Überwachungssammelverfügbarkeit,
Konfiguration, Leistung und Sicherheit angezeigt.
Indirekte Methode
Gatewayserver leiten Überwachungsdaten von Agents über Vertrauensgrenzen hinweg an
Sammlungsverwaltungsserver in der Verwaltungsgruppe. Zudem leiten Sie
Konfigurationsinformationen von den Sammlungsverwaltungsservern an die Agents, die sie
bedienen. Wenn Agents, denen als primärer Verwaltungsserver ein Gatewayserver zugeordnet
72
ist, ihre Daten übermitteln und dabei ein Takt sichtbar ist, können Sie daher sicher sein, dass der
entsprechende Gatewayserver zufriedenstellend arbeitet.
Anzeigen von Agents nach Gateway
Verwenden Sie zur Anzeige des primären Verwaltungsservers für einen Agent das folgende
Verfahren.
Anzeigen des primären Verwaltungsservers für einen Agent
1. Öffnen Sie die Betriebskonsole, und klicken Sie dann auf die Schaltfläche Verwaltung.
2. Erweitern Sie im Bereich "Verwaltung" den Knoten Verwaltung, erweitern Sie
Geräteverwaltung, und klicken Sie dann auf Mit Agents verwaltet.
3. Im Ergebnisbereich werden alle durch Agents verwalteten Geräte unter Primärer
Verwaltungsserver aufgeführt, gruppiert nach ihrem jeweiligen primären
Verwaltungsserver.
4. Suchen Sie nach dem betreffenden Gatewayserver. Alle Agents, die diesen
Gatewayserver aktuell nutzen, werden darunter aufgelistet.
Verwenden mehrerer Gatewayserver
Es können mehrere Gatewayserver über eine Vertrauensgrenze hinweg bereitgestellt werden,
um für Agents, die sich außerhalb dieser Vertrauensgrenze befinden, redundante Pfade zur
Verfügung zu stellen. So wie bei einem Fehler zwischen Agent und primärem Verwaltungsserver
ein Failover zu einem oder mehreren sekundären Servern erfolgen kann, verhält es sich auch bei
einem Fehler zwischen Agents und Gatewayservern. Darüber hinaus können mehrere
Gatewayserver für die Verteilung der Arbeitslast beim Verwalten von Geräten eingesetzt werden,
die mit und ohne Agent verwaltet werden.
Neben der Bereitstellung redundanter Pfade durch ein Agent-Gatewayfailover können
Gatewayserver auch für ein Failover zwischen Sammlungsverwaltungsservern in einer
Verwaltungsgruppe konfiguriert werden, wenn mehrere Sammlungsverwaltungsserver zur
Verfügung stehen.
Konfigurieren eines Agent-Failovers zwischen mehreren Gatewayservern
Wenn Sie mehrere Gatewayserver in einer Domäne eingerichtet haben, bei der keine
Vertrauensstellung für die Domäne eingerichtet wurde, in der sich der Rest der
Verwaltungsgruppe befindet, können Sie Agents für die Nutzung dieser Gatewayserver im
Bedarfsfall konfigurieren. Diese Konfiguration erfordert die Verwendung der Operations Manager
2007 Befehlsshell.
Verwenden Sie in der Befehlsshell den Befehl Set-ManagementServer -AgentManagedComputer
wie im folgenden Beispiel aufgezeigt, um einen Agent-Failover auf mehrere Gatewayserver zu
konfigurieren. Die Befehle können in jeder Befehlsshell in der Verwaltungsgruppe ausgeführt
werden.
Wichtig
73
Wenn Sie den primären Verwaltungsserver eines Agents ändern, richten Sie zuerst die
Verbindung zum neuen primären Verwaltungsserver ein, bevor Sie Änderungen an dem
entsprechenden Failoverserver vornehmen. Indem Sie zulassen, dass der Agent die
aktuellen Topologieinformationen des neuen primären Verwaltungsservers abrufen kann,
verhindern Sie, dass es zu einem Verbindungsverlust zwischen dem Agent und allen
Verwaltungsservern kommt.
So konfigurieren Sie Agent-Failover auf mehrere Gatewayserver
1. Melden Sie sich beim Computer mit einem Konto an, das ein Mitglied der
Verwaltungsgruppe ist.
2. Klicken Sie auf dem Windows-Desktop auf Start, zeigen Sie auf Programme, zeigen Sie
auf System Center Operations Manager, und klicken Sie dann auf Befehlsshell.
3. Geben Sie in der Befehlsshell den folgenden Befehl ein:
$primaryMS = Get-ManagementServer | where {Ihr Filter} $failoverMS = GetManagementServer | where {Ihr Filter} $agent = Get-Agent | where {Ihr
Filter} Set-ManagementServer -AgentManagedComputer: $agent ManagementServer: $primaryMS $agent = Get-Agent | where {Ihr Filter} SetManagementServer -AgentManagedComputer: $agent -ManagementServer: $primaryMS
-FailoverServer: $failoverMS
Im vorhergehenden Codebeispiel müssen Sie für die ersten drei Befehle eine
Filteranweisung erstellen. Im nachfolgenden Beispiel sehen Sie einen Filterbefehl. Dieser
wurde für die Suche nach dem Computer contoso.com geschrieben, welcher der
$failoverMS-Variable zugewiesen wird:
$failoverMS = Get-ManagementServer | where {$_.Name –eq ’contoso.com’ }
Es werden zwei Set-ManagementServer-Befehle verwendet, damit sich der Agent zum
Abrufen der Konfigurationsinformationen mit seinem neuen primären Verwaltungsserver
verbinden kann, bevor der Failoverserver geändert wird.
Zum Aufrufen der Hilfe für den Befehl Set-ManagementServer geben Sie Folgendes in
das Befehlsshellfenster ein:
Get-help Set-ManagementServer -full
Konfigurieren eines Gatewayserverfailovers zwischen mehreren
Verwaltungsservern
Verwenden Sie in der Befehlsshell den Befehl Set-ManagementServerGatewayManagementServer wie im folgenden Beispiel aufgezeigt, um einen Gatewayfailover auf
mehrere Verwaltungsserver zu konfigurieren. Die Befehle können in jeder Befehlsshell in der
Verwaltungsgruppe ausgeführt werden.
So konfigurieren Sie ein Gatewayserverfailover auf mehrere Verwaltungsserver
74
1. Melden Sie sich beim Gatewayserver mit einem Konto an, das der Rolle "Administrator"
der Verwaltungsgruppe angehört.
2. Klicken Sie auf dem Windows-Desktop auf Start, zeigen Sie auf Programme, zeigen Sie
auf System Center Operations Manager, und klicken Sie dann auf Befehlsshell.
3. Geben Sie in der Befehlsshell den folgenden Befehl ein:
$primaryMS = Get-ManagementServer | where {hier Ihre Filterangabe}
$failoverMS = Get-ManagementServer | where {hier Ihre Filterangabe}
$gatewayMS = Get-ManagementServer | where {hier Ihre Filterangabe} SetManagementServer -GatewayManagementServer: $gatewayMS -ManagementServer:
$primaryMS $gatewayMS = Get-ManagementServer | where {hier Ihre
Filterangabe} Set-ManagementServer -GatewayManagementServer: $gatewayMS ManagementServer: $primaryMS -FailoverServer: $failoverMS
Im vorhergehenden Beispiel müssen Sie für die ersten drei Befehle eine Filteranweisung
erstellen. Im nachfolgenden Beispiel sehen Sie einen Filterbefehl. Dieser wurde für die
Suche nach dem Computer contoso.com geschrieben, welcher der $failoverMS-Variable
zugewiesen wird:
$failoverMS = Get-ManagementServer | where {$_.Name –eq ’contoso.com’ }
Zum Aufrufen der Hilfe für den Befehl Set-ManagementServer geben Sie Folgendes in
das Befehlsshellfenster ein:
Get-help Set-ManagementServer -full
Verwalten der Zertifikaterneuerung für Gatewayserver und
Verwaltungsserver
Wenn die Zertifikate, die auf den Gatewayservern und Sammlungsverwaltungsservern bezogen
und installiert wurden, schließlich ablaufen, müssen sie durch neue ersetzt werden.
Möglicherweise müssen auch vorhandene Zertifikate ersetzt werden, wenn sie aus
Sicherheitsgründen widerrufen wurden.
Folgen Sie dazu den Verfahren, die beim ersten Beziehen und Importieren der Zertifikate genutzt
wurden. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Bereitstellen eines Gatewayservers im
Szenario mit mehreren Servern und einer Verwaltungsgruppe" im Operations Manager 2007Bereitstellungshandbuch (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=95133). Die Ausführung des
Gatewaygenehmigungstools ist nicht obligatorisch.
Entfernen eines Gatewayservers aus einer Verwaltungsgruppe
Im Lauf des Lebenszyklus Ihrer Operations Manager 2007-Implementierung wird es
möglicherweise erforderlich, dass Sie die Struktur und Konfiguration Ihrer Bereitstellung ändern
müssen. Im Fall von Gatewayservern können solche Änderungen erforderlich werden, wenn eine
nicht vertrauenswürdige Domäne außer Betrieb gesetzt wird, so dass eine Überwachung
überflüssig ist. Ein weiterer Grund kann des Ersetzen der alten Serverhardware durch neue sein.
Führen Sie zum Entfernen eines Gatewayservers folgende Schritte aus.
75
Übersicht über die Außerbetriebnahme eines Gatewayservers
1. Konfigurieren Sie alle Objekte, die durch den Gatewayserver verwaltet werden, für die
Nutzung eines anderen primären Verwaltungsservers. Für einen mit Agents verwalteten
Computer bedeutet dies die Nutzung eines anderen Gatewayservers oder eines
Verwaltungservers.
2. Deinstallieren Sie die Gatewayserversoftware von dem Server.
3. Löschen Sie den Gatewayserver aus der Verwaltungsgruppe.
Konfigurieren von verwalteten Objekten für die Nutzung eines alternativen primären
Verwaltungsservers
Gatewayserver können drei verschiedene Objekttypen verwalten: mit Agents verwaltete
Computer, ohne Agents verwaltete Computer sowie Netzwerkgeräte, die als Proxyagent agieren
Son konfigurieren Sie mit Agents verwaltete Computer für die Nutzung eines anderen
primären Verwaltungsservers über die Betriebskonsole
1. Melden Sie sich bei einem Verwaltungsserver mit einem Konto an, das der Rolle
"Administratoren" für die Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe angehört.
2. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Verwaltung.
3. Erweitern Sie im Bereich "Verwaltung" den Knoten Verwaltung, erweitern Sie
Geräteverwaltung, und klicken Sie dann auf Mit Agents verwaltet.
4. Klicken Sie im Bereich Mit Agents verwaltet mit der rechten Maustaste auf die Computer,
deren primärer Verwaltungsserver geändert werden soll, und wählen Sie dann Primären
Verwaltungsserver ändern aus.
Hinweis
Die Option Primären Verwaltungsserver ändern ist nicht verfügbar, wenn
sich unter den ausgewählten Computern solche befinden, die der
Verwaltungsgruppe mithilfe der Active Directory-Domänendienste
zugewiesen wurden.
5. Wählen Sie im Dialogfeld Verwaltungsserver ändern den neuen Verwaltungsserver aus
der Liste aus, und klicken Sie dann auf OK. Die Änderung wird nach dem nächsten
Updatevorgang für den Agent wirksam.
Wahlweise kann diese Konfiguration auf dem mit Agent verwalteten Computer selbst geändert
werden. Dazu stehen zwei mögliche Verfahren zur Verfügung.
So ändern Sie den primären Verwaltungsserver für mit Agents verwaltete Computer
mithilfe des MOMAgent.msi-Setup-Assistenten
1. Melden Sie sich mit einem Konto auf dem mit Agent verwalteten Computer an, das
Mitglied der Sicherheitsgruppe der Administratoren für den Computer ist.
2. Klicken Sie in Software unter System Center Operations Manager 2007-Agent auf
76
Ändern.
Hinweis
Der Setup-Assistent für den Agent kann auch ausgeführt werden, indem
Sie doppelt auf MOMAgent.msi klicken. Diese Datei ist auf dem Operations
Manager 2007-Installationsmedium verfügbar.
3. Klicken Sie im Setup-Assistenten für den Agent auf Weiter.
4. Wählen Sie auf der Seite Programmwartung die Option Ändern aus, und klicken Sie
auf Weiter.
5. Lassen Sie auf der Seite Konfiguration der Verwaltungsgruppe die Option
Verwaltungsgruppeninformationen angeben aktiviert, und klicken Sie dann auf
Weiter.
6. Führen Sie auf der nächsten Seite der Konfiguration der Verwaltungsgruppe folgende
Schritte aus:
a. Geben Sie für den Verwaltungsserver den Namen ein.
b. Geben Sie in das Feld Verwaltungsserverport einen Wert ein, oder übernehmen
Sie den Standardport 5723.
c.
Klicken Sie auf Weiter.
7. Überprüfen Sie die Einstellungen auf der Seite Bereit zum Installieren, und klicken Sie
dann auf Installieren, um die Seite System Center Operations Manager-Agent wird
installiert anzuzeigen.
8. Wenn die Seite Der Setup-Assistent für den System Center Operations ManagerAgent wird beendet angezeigt wird, klicken Sie auf Fertig stellen.
So ändern Sie den primären Verwaltungsserver für mit Agents verwaltete Computer
mithilfe der Datei "MOMAgent.msi" über die Befehlszeile
1. Melden Sie sich mit einem Konto auf dem mit Agent verwalteten Computer an, das
Mitglied der Sicherheitsgruppe der Administratoren für den Computer ist.
2. Öffnen Sie das Befehlsfenster.
3. Geben Sie Folgendes an der Eingabeaufforderung ein:
%WinDir%\System32\msiexec.exe /i \\path\Directory\MOMAgent.msi /qn
USE_SETTINGS_FROM_AD=0 MANAGEMENT_GROUP=MG1
MANAGEMENT_SERVER_DNS=MS2.Domain1.net
Dieser Befehl dient zur Neukonfiguration des Agent für die Verwendung von
MS2.Domäne1.net als Primärverwaltungsserver für die Verwaltungsgruppe MG1.
Hinweis
Die öffentlichen Eigenschaften von Microsoft Windows Installer müssen
großgeschrieben werden, wie z.B. PROPERTY=value. Weitere
Informationen zu Windows Installer finden Sie unter Windows Installer in der
Microsoft Developer Network-Bibliothek
77
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=70004).
Stimmen der DNS- (Domain Name System) und der Active Directory-Name
des Verwaltungsservers nicht überein, muss außerdem die Eigenschaft
MANAGEMENT_SERVER_AD_NAME auf den vollqualifizierten AD DSNamen gesetzt werden.
Umleiten von ohne Agent verwalteten Computern und Netzwerkgeräten
So ändern Sie den Proxyagent für ohne Agent verwaltete Computer und Netzwerkgeräte
1. Melden Sie sich bei einem Verwaltungsservercomputer mit einem Konto an, das der
Operations Manager-Rolle "Administratoren" für die Operations Manager 2007Verwaltungsgruppe angehört.
2. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Verwaltung.
3. Erweitern Sie im Bereich "Verwaltung" den Knoten Verwaltung, erweitern Sie
Geräteverwaltung, und klicken Sie dann auf Ohne Agents verwaltet. Wenn Sie ein
Netzwerkgerät konfigurieren, wählen Sie zunächst die Option Geräteverwaltung und
anschließend Netzwerkgeräte.
4. Wählen Sie im Bereich Ohne Agents verwaltet die ohne Agent verwalteten Computer
aus, deren Proxyagent Sie ändern möchten. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf
den Eintrag, und wählen Sie dann Proxyagent ändern aus. Wenn Sie ein Netzwerkgerät
konfigurieren, wählen Sie im Bereich Netzwerkgeräte die Netzwerkgeräte aus, deren
Proxyagent Sie ändern möchten. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den
Geräteeintrag, und wählen Sie dann Proxyagent ändern aus.
5. Wählen Sie im Dialogfeld Proxyagent ändern den Computer aus, der der neue
Proxyagent sein soll, und klicken Sie dann auf OK.
Die abschließenden Schritte zum Entfernen eines Gatewayservers aus einer Verwaltungsgruppe
sind unkompliziert:

Melden Sie sich am Gatewayserver mit einem Konto an, das über administrative Rechte
verfügt.

Wählen Sie in der Anwendung Software den Eintrag System Center Operations Manager
2007 Gateway, und klicken Sie auf Entfernen.
Wählen Sie in der Betriebskonsole die Ansicht Verwaltung. Klicken Sie unter
Geräteverwaltung, Verwaltungsserver mit der rechten Maustaste auf den Gatewayserver, und
wählen Sie die Option Löschen.
Verwalten von Berichterstattung in Operations Manager 2007
Schwerpunkte des Berichterstattungsfeatures von Microsoft System Center Operations
Manager 2007 sind Kundenszenarios, Leistung und Verwendbarkeit. Als Administrator befassen
Sie sich mit der Einrichtung von Zugriffsrechten für Berichte und mit der Wartung der SQL78
Datenbank. Weitere Informationen zum Erstellen, Anpassen und Verwenden von Berichten
finden Sie im Abschnitt Erstellen von Berichten des Operations Manager 2007 R2Betriebshandbuchs für Benutzer (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=150369).
Zugriffsverwaltung für Berichte
In Operations Manager 2007 wird eine rollenbasierte Sicherheit angewendet. Im Rahmen der
Administration von Operations Manager 2007 muss eine den Anforderungen entsprechende
Benutzerverwaltung erfolgen. Für die Berichterstattung sind folgende Rollen relevant:

Bericht-Operator
Enthält eine Reihe von Rechten, die für Benutzer ausgelegt sind, die Zugriff auf Berichte
benötigen. Diese Rolle bietet Mitgliedern die Möglichkeit, innerhalb ihres konfigurierten
Bereichs Berichte anzuzeigen.
Vorsicht
Benutzer, denen diese Rolle zugewiesen wird, haben Zugriff auf sämtliche
Berichtsdaten im Berichterstattungs-Data Warehouse und sind nicht auf einen
Bereich beschränkt.

Bericht-Sicherheitsadministrator
Ermöglicht die Integration der SQL Server Reporting Services-Sicherheit in Operations
Manager-Benutzerrollen. So haben Operations Manager-Administratoren die Möglichkeit,
den Zugriff auf Berichte zu steuern. Diese Rolle kann nur ein Mitgliedskonto haben und nicht
auf einen Bereich beschränkt werden.
Mit den Verfahren in diesem Kapitel können Sie den Zugriff auf Operations Manager 2007Berichte einschränken, die vertrauliche Daten enthalten.
Erstellen Sie zuerst mit einem Befehlsshellskript eine neue Benutzerrolle. Ein Beispiel für ein
Befehlsshellskript, das zur Erstellung einer neuen Benutzerrolle verwendet wird, finden Sie am
Ende dieses Kapitels.
Verwenden Sie dann den Befehl Get-UserRole für das Erteilen von Berechtigungen für den
Bericht.
Vorsicht
Wenn Sie die Sicherheitseinstellungen für einen Bericht bearbeitet haben, ist die
Ordnervererbung für jeden Bericht im Ordner deaktiviert. Wenn die Ordnervererbung
fehlt, müssen Sie für jeden Bericht im Ordner die Berechtigungen mit dem Befehl GetUserRole manuell zuweisen.
Weitere Informationen zur Operations Manager-Befehlsshell finden Sie unter Operations
Manager 2007 SDK (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=65912).
So erstellen Sie eine neue Benutzerrolle
79
1. Kopieren Sie das Beispiel für das Befehlsshellskript auf die Festplatte, und speichern Sie
die Datei mit einer PS1-Erweiterung (z. B. Berichtsoperator.ps1) ab.
2. Starten Sie die Befehlsshell von Operations Manager.
3. Führen Sie das Skript aus, indem Sie beispielsweise C:\Berichtsoperator.ps1 eingeben
und dann die EINGABETASTE drücken.
4. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf Verwaltung.
5. Erweitern Sie im Verwaltungsbereich den Knoten Verwaltung und anschließend
Sicherheit, und klicken Sie dann auf Benutzerrollen.
6. Klicken Sie im Bereich Benutzerrollen mit der rechten Maustaste auf die Benutzerrolle,
die zuvor mithilfe des Befehlsshellskripts erstellt wurde, und klicken Sie dann auf
Eigenschaften.
7. Klicken Sie im Dialogfeld Benutzerrolleneigenschaften auf die Seite Allgemein, und
klicken Sie dann auf Hinzufügen.
8. Geben Sie auf der Seite Benutzer oder Gruppen auswählen die Benutzer oder
Gruppen ein, die Sie der Benutzerrolle zuweisen möchten, und klicken Sie dann auf OK.
Wichtig
Wenn Sie einem Benutzerrollenmitglied ein Computerkonto hinzufügen,
haben alle Dienste auf diesem Computer Zugriff auf SDK. Es wird
empfohlen, keiner Benutzerrolle ein Computerkonto hinzuzufügen.
9. Klicken Sie auf Übernehmen und dann auf OK.
10. Sie müssen SQL Server Reporting Services die GUID für die neue Benutzerrolle
hinzufügen. Führen Sie die folgenden Schritte aus:
a. Doppelklicken Sie in der Ansicht "Benutzerrollen" auf die neue Benutzerrolle.
b. Klicken Sie auf die Registerkarte Identität.
c.
Klicken Sie auf Kopieren, um die GUID für den neuen Benutzer zu kopieren, und
klicken Sie dann auf OK, um das Eigenschaftenfenster zu schließen.
d. Starten Sie den SQL Server Reporting Services-Berichts-Manager, indem Sie
"http://localhost/Reports" in einem Webbrowser öffnen.
e. Klicken Sie auf die Registerkarte Eigenschaften.
f.
Klicken Sie auf Neue Rollenzuweisung.
g. Fügen Sie die GUID in das Feld Gruppen- oder Benutzername ein.
h. Wählen Sie die Rollen aus, die Sie der neuen Benutzerrolle "Bericht-Operator"
zuweisen möchten, und klicken Sie auf OK.
So legen Sie Berechtigungen für einen Bericht mithilfe der Befehlsshell fest
1. Verwenden Sie den Befehl Get-UserRole, um die bestimmte Benutzerrolle zu finden, die
Sie für den Bericht verwenden möchten.
80
Hinweis
Der Befehl get-userrole | format-list Name,ID | ft zeigt eine einfach zu
lesende Tabelle an, in der Benutzerrollennamen und die ihnen jeweils
zugeordnete GUIDs angezeigt werden.
2. Kopieren Sie die GUID in die Zwischenablage.
3. Greifen Sie mit Ihrem Browser und über eine Verbindung mit der SQL Server-Instanz auf
den Bericht zu (http://<computername>/reports$instance1).
4. Klicken Sie auf der Startseite der SQL Server Reporting Services auf den Ordner, der
Ihren Bericht enthält (klicken Sie z. B. auf Berichte und dann auf
Microsoft.SystemCenter.DataWarehouse.Report.Library).
5. Klicken Sie auf die Registerkarte Eigenschaften, und klicken Sie dann im
Navigationsbereich auf Sicherheit.
6. Klicken Sie auf Elementsicherheit bearbeiten.
7. Klicken Sie auf das Kontrollkästchen für die Rolle Browser, Meine Berichte, BerichtsGenerator, und ersetzen Sie die vorhandene GUID durch die GUID für die Benutzerrolle,
die Sie ausgewählt und in die Zwischenablage kopiert haben.
Es folgt ein Beispiel für den Code, den Sie zum Erstellen einer Benutzerrolle für das Profil
"Berichtsoperator" verwenden können. Die neue Benutzerrolle wird in diesem Beispiel
"Testbericht Berichtsoperator" genannt, der Name kann jedoch vor der Ausführung des Skripts
geändert werden.
$mg = (get-item .).ManagementGroup $reportOperator = $mg.GetMonitoringProfiles() | where
{$_.Name -eq "ReportOperator"} $obj = new-object
Microsoft.EnterpriseManagement.Monitoring.Security.MonitoringUserRole
$obj.Name = "TestReportOperatorRole" $obj.DisplayName = "Testbericht Berichtsoperator"
$obj.Description = "Testbericht Berichtsoperator" $obj.MonitoringProfile =
$reportOperator
$mg.InsertMonitoringUserRole($obj)
Optimierung
Im Berichterstattungs-Data Warehouse werden die Daten abhängig von der Datenart (Warnung,
Status, Ereignis, AEM oder Leistung) und dem Aggregationstyp (Rohdaten, stündliche
Aggregationen, tägliche Aggregationen) für die Dauer einer festgelegten Zeitspanne gespeichert.
Die Datenbank ist zum Löschen älterer Daten konfiguriert. Das Löschen der älteren Daten
bezeichnet man als Optimierung.
Die folgende Tabelle zeigt die Standardbeibehaltungseinstellungen für die verschiedenen
Datentypen:
81
Dataset
Aggregationstyp
Anzahl der Tage für die
Aufbewahrung
Warnung
Rohdaten
400
Status
Rohdaten
180
Status
Stündliche Aggregationen
400
Status
Tägliche Aggregationen
400
Ereignis
Rohdaten
100
Aem
Rohdaten
30
Aem
Tägliche Aggregationen
400
Leistung
Rohdaten
10
Leistung
Stündliche Aggregationen
400
Leistung
Tägliche Aggregationen
400
Die Einstellungen für die Optimierung des Data-Warehouse können über Microsoft SQL Server
Management Studio geändert werden.
So ändern Sie die Optimierungseinstellungen für das Berichterstattungs-Data
Warehouse
1. Klicken Sie auf dem Windows-Desktop auf Start, zeigen Sie auf Programme und auf
Microsoft SQL Server 2005 oder Microsoft SQL Server 2008, und klicken Sie dann auf
SQL Server Management Studio.
2. Wählen Sie im Dialogfeld Mit Server verbinden in der Liste Servertyp die Option
Datenbankmodul und in der Liste Servername den Server und die Instanz für Ihr
Berichterstattungs-Data Warehouse (z. B. computer\INSTANZ1) aus. Wählen Sie dann in
der Liste Authentifizierung den Eintrag Windows-Authentifizierung aus, und klicken
Sie auf Verbinden.
3. Erweitern Sie im Bereich "Objekt-Explorer" nacheinander die Knoten Datenbanken,
OperationsManagerDW und Tabellen.
4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf dbo.Dataset und dann auf Tabelle öffnen.
5. Suchen Sie in der Spalte DatasetDefaultName nach dem Dataset, dessen
Optimierungseinstellungen Sie ändern möchten, und notieren Sie sich dessen GUID in
der Spalte DatasetId.
6. Klicken Sie im Bereich "Objekt-Explorer" mit der rechten Maustaste auf
dbo.StandardDatasetAggregation und dann auf Tabelle öffnen.
7. Suchen Sie in der Spalte DatasetId nach der Dataset-GUID, die Sie in Schritt 5 notiert
haben. Unter Umständen werden mehrere Einträge derselben GUID angezeigt.
82
8. Suchen Sie in der Spalte AggregationTypeId nach dem Aggregationstyp. Verwenden
Sie dabei folgende Werte:

0 = roh, nicht-aggregierte Daten

10 = öfter als stündlich

20 = stündlich

30 = täglich
Nachdem Sie das Dataset und dessen Aggregationstyp gefunden haben, führen Sie einen
Bildlauf zu der Spalte MaxDataAgeDays durch, und legen Sie dort einen geeigneten Wert für
das Optimierungsintervall fest.
Verwalten von Webkonsolenservern in Operations Manager 2007
Der Webkonsolenserver bietet eine browserbasierte Alternative zum Überwachungsbereich der
Betriebskonsole von Microsoft System Center Operations Manager 2007. Der
Webkonsolenserver wird in der Regel verwendet, um folgendermaßen auf die
Überwachungsdaten der Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe zuzugreifen:

Über das Internet

Ohne Installation der Betriebskonsole

Von einem Standort aus, an dem nur ein Anschluss mit niedriger Bandbreite zur Verfügung
steht

Wenn Benachrichtigungen mit Hyperlinks konfiguriert wurden, die auf die betreffenden
Warnungen in der Webkonsole verweisen
Im Zuge von Veränderungen an der IT-Umgebung bzw. den Überwachungsanforderungen
müssen Sie eventuell die Anzahl der Webkonsolenserver einer Operations Manager 2007Verwaltungsgruppe nach oben oder unten anpassen oder Tasks auf einem Webkonsolenserver
durchführen. Weitere Informationen zur Gestaltung der Operations Manager 2007Verwaltungsgruppe finden Sie im Operations Manager 2007-Bereitstellungshandbuch
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=91462).
Hinzufügen eines Webkonsolenservers zu einer Verwaltungsgruppe
Durch Hinzufügen eines Webkonsolenservers zu einer Operations Manager 2007Verwaltungsgruppe können Sie eine webbasierte Möglichkeit für den Zugriff auf
Überwachungsdaten einrichten. Informationen zur Bereitstellung eines Webkonsolenservers
finden Sie in der Hilfe zu Operations Manager 2007 R2 unter "Bereitstellen eines Operations
Manager 2007-Webkonsolenservers mithilfe des Setup-Assistenten".
Konfigurieren der Webkonsole für ein Failover
Sie können die Webkonsole manuell für ein Failover auf einen anderen Stammverwaltungsserver
konfigurieren.
83
So konfigurieren Sie die Webkonsole für ein Failover
1. Verwenden Sie Microsoft Editor zum Öffnen der Datei Web.Config. Der Standardpfad
hierfür lautet C:\Programme\System Center Operations Manager 2007\Web Console.
Hinweis
Sie können hierfür eine beliebige Editor-Anwendung verwenden werden, mit
der die Datei im Nur-Text-Format gespeichert werden kann.
2. Fügen Sie in die folgende Zeile den neuen Remoteverwaltungsserver ein:
<add key="MOMServer" value="<neuen RMS-Servernamen angeben>" />
3. Speichern Sie Ihre Änderungen.
Ändern der von einem Webkonsolenserver verwendeten Authentifizierung
Webkonsolenserver werden bei der Installation entweder für die Windows- oder die
formularbasierte Authentifizierung konfiguriert. Wenn die von einer Webkonsole verwendete
Authentifizierung geändert werden soll, müssen Sie den Webkonsolenserver deinstallieren und
neu installieren. Verwenden Sie die Befehle Hinzufügen bzw. Entfernen, um die Installation von
System Center Operations Manager 2007 zu ändern und die Webkonsolenfunktion zu entfernen.
Weitere Informationen zur Gestaltung der Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe finden
Sie im Operations Manager 2007-Bereitstellungshandbuch
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=91462).
Aktivieren von SSL (Secure Sockets Layer) auf einem Webkonsolenserver
Bei Webkonsolenservern, die die formularbasierte Authentifzierung verwenden, wird die
Verwendung von SSL (Secure Socket Layer) empfohlen, um die Sicherheit der Webkonsole zu
verbessern. Informationen zum Konfigurieren des Webkonsolenservers für die Verwendung von
SSL finden Sie in der Hilfe zu Operations Manager 2007 R2 unter "Bereitstellen eines Operations
Manager 2007-Webkonsolenservers mithilfe des Setup-Assistenten".
Aktualisieren des Zertifikats auf Webkonsolenservern
Zertifikate laufen ab oder es kann zu Sicherheitsverletzungen in Bezug auf das für SSLVerbindungen mit einem Webkonsolenserver verwendete Zertifikat kommen. In beiden Fällen
müssen Sie ein neues Zertifikat anwenden, um die ununterbrochene, sichere Verfügbarkeit des
Webkonsolenservers zu erhalten. Informationen zur Anwendung von Zertifikaten auf den
Webkonsolenserver finden Sie in der Hilfe zu Operations Manager 2007 R2 unter "Bereitstellen
eines Operations Manager 2007-Webkonsolenservers mithilfe des Setup-Assistenten".
Entfernen eines Webkonsolenservers aus einer Verwaltungsgruppe
Eventuell müssen Sie aus diversen Gründen, etwa im Rahmen der Hardwarekonsolidierung,
einen Webkonsolenserver aus einer Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe entfernen.
84
Verwenden Sie die Befehle Hinzufügen bzw. Entfernen, um die Installation von System Center
Operations Manager 2007 zu ändern und die Webkonsolenfunktion zu entfernen.
Verwalten verbundener Verwaltungsgruppen in Operations
Manager 2007
Verbundene Verwaltungsgruppen ermöglichen die Konsolidierung von Warnungen und die
Ausführung von Tasks über mehrere Verwaltungsgruppen. Die Ausführung von Tasks auf
verwalteten Objekten einer verbundenen Verwaltungsgruppe kann in der lokalen
Verwaltungsgruppe initiiert werden. Dieses Szenario wird genutzt, um die Anzahl der verwalteten
Computer oder Objekte, die Sie über die Kapazitäten einer einzelnen Verwaltungsgruppe hinaus
überwachen können, zu erhöhen.
Die Verwaltungsgruppe, in der die Daten konsolidiert werden, wird als "lokale
Verwaltungsgruppe" bezeichnet. Die Gruppen, deren Daten zur konsolidierten Ansicht beitragen,
werden als "verbundene Verwaltungsgruppen" bezeichnet. Die Gruppen sind hierarchisch
miteinander verbunden, wobei die verbundenen Gruppen Daten an die lokalen Gruppen senden.
Die verbundenen Gruppen stehen in einer Peer-to-Peer-Beziehung zueinander. Die verbundenen
Gruppen können nicht interagieren oder die Daten einer anderen verbundenen Gruppe einsehen;
die Einsicht in die Daten der verbundenen Verwaltungsgruppe ist nur über die lokale
Verwaltungsgruppe möglich.
Die Kommunikation zwischen den verbundenen und lokalen Verwaltungsgruppen erfolgt
zwischen den Stammverwaltungsservern über TCP-Port 5724.
So verbinden Sie Verwaltungsgruppen in Operations Manager
Mit folgendem Verfahren verbinden Sie zwei Verwaltungsgruppen.
So verbinden Sie Verwaltungsgruppen in Operations Manager
1. Melden Sie sich beim Computer mit einem Benutzerkonto an, das zur Operations
Manager-Administratorenrolle der Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe gehört.
2. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Verwaltung.
3. Erweitern Sie im Verwaltungsbereich die Option Verwaltung. Klicken mit der rechten
Maustaste auf Verbundene Verwaltungsgruppen, und klicken Sie dann auf
Verwaltungsgruppe hinzufügen.
4. Geben Sie den Namen für die verbundene Verwaltungsgruppe in das Textfeld
Verwaltungsgruppenname ein.
5. Geben Sie in das Textfeld Stammverwaltungsserver den Namen des in der
verbundenen Gruppe vorhandenen Stammverwaltungsservers ein.
Hinweis
Sie müssen den Stammverwaltungsserver mit seinem vollqualifizierten
Domänennamen (FQDN) angeben.
85
6. Wählen Sie eines der folgenden Optionsfelder:
Hinweis
Das Konto muss auf jeden Fall Mitglied der Operations Manager 2007Administratorrolle für die verbundene Verwaltungsgruppe sein.

Wählen Sie SDK-Dienstkonto verwenden, wenn das SDK-Dienstkonto in beiden
Verwaltungsgruppen identisch ist.

Wählen Sie Anderes Benutzerkonto, wenn in den einzelnen Verwaltungsgruppen
unterschiedliche Anmeldedaten für das SDK-Dienstkonto genutzt wurden. Geben Sie
dann die Anmeldedaten für das SDK-Dienstkonto an, das in der verbundenen
Verwaltungsgruppe genutzt wird.
7. Klicken Sie auf Hinzufügen.
So konfigurieren Sie Benutzerrollen für verbundene Verwaltungsgruppen
Wenn Sie versuchen, eine oder mehrere verbundene Gruppen anzuzeigen, müssen die
bereitgestellten Anmeldedaten zu einem Mitglied einer Benutzerrolle gehören, die in jeder der
verbundenen Verwaltungsgruppen vorhanden ist. Der definierte Bereich für diese Benutzerrolle
definiert den Bereich der anzeigbaren Warnungen.
Hinweis
Die Schaltfläche Verbundene Warnungen anzeigen wird nicht angezeigt, wenn der
Benutzer Mitglied einer Benutzerrolle mit dem definierten Bereich für alle Gruppen ist.
Als Beispiel dient eine Umgebung, in der zwei Verwaltungsgruppen erforderlich sind, um eine
große Anzahl an Computern zu überwachen, auf denen Microsoft SQL Server ausgeführt wird.
Die beiden Vewaltungsgruppen wurden verbunden. Benutzer X trägt die Verantwortung für die
Überwachung von Computern, auf denen SQL Server ausgeführt wird. Der Operations ManagerAdministrator möchte, dass Benutzer X in der Lage ist, Warnungen aus beiden
Verwaltungsgruppen in einer Ansicht anzuzeigen. Die Operations Manager-Administratoren in
beiden verbundenen Verwaltungsgruppen weisen das Konto von Benutzer X der Benutzerrolle
SQL Server-Operator zu. Wenn Benutzer X auf die Option Verbundene Warnungen anzeigen
klickt, werden nur die SQL-Server-bezogenen Warnungen aus beiden Verwaltungsgruppen
angezeigt.
In der lokalen Verwaltungsgruppe muss Benutzer X Mitglied einer Benutzerrolle sein, deren
Gruppenbereich die verbundenen Verwaltungsgruppen einschließt. Verbundene
Verwaltungsgruppen werden in der Registerkarte Gruppenbereich des Dialogfelds
Benutzerrolle als Objektgruppen aufgelistet. Nur ausgewählte verbundene Verwaltungsgruppen
können angezeigt werden. Weitere Informationen zu Benutzerrollen finden Sie im Operations
Manager 2007 Security Guide (Operations Manager 2007-Sicherheitshandbuch)
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=64017).
86
So zeigen Sie Warnungen von verbundenen Verwaltungsgruppen an
Bei jedem Start der Betriebskonsole werden Ihnen nur die Warnungen der lokalen
Verwaltungsgruppe angezeigt. Damit Sie die Warnungen der verbundenen Verwaltungsgruppe
anzeigen können, müssen Sie die Anmeldedaten eines Benutzers aus der verbundenen
Verwaltungsgruppe nutzen.
So zeigen Sie Warnungen von verbundenen Verwaltungsgruppen an
1. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Überwachung.
2. Erweitern Sie im Überwachungsbereich die Option Überwachung, und klicken Sie dann
auf Aktive Warnungen.
3. Klicken Sie im Bereich Aktive Warnungen in der Werkzeugleiste auf die Option
Verbundene Warnungen anzeigen
4. Geben Sie in das Dialogfeld Anmeldeinformationen eingeben den Benutzernamen,
das Kennwort und die Dömäne eines Benutzers aus der verbundenen
Verwaltungsgruppe ein.
Hinweis
Die eingebenen Anmeldedaten müssen die eines Benutzers aus der
verbundenen Verwaltungsgruppe sein, der Mitglied einer Operations
Manager-Rolle ist. Der Bereich der Warnungen, der angezeigt werden kann,
wird durch den Bereich definiert, der sich aus den Anmeldedaten des
Benutzers ergibt.
5. Klicken Sie auf OK.
Verbinden von Verwaltungsgruppen über nicht vertrauenswürdige
Domänen hinweg
Es stehen zwei Topologien für die Verbindung von Verwaltungsgruppen zur Verfügung, die über
nicht vertrauenswürdige Domänen hinweg gehen. Wenn nur eine verbundene Gruppe mit einer
lokalen Gruppe verbunden werden soll, können beide Verwaltungsgruppen selbst komplett in
ihren jeweiligen Domämen existieren (siehe folgende Abbildung).
Wenn mehr als drei Verwaltungsgruppen verbunden werden sollen - eine lokale
Verwaltungsgruppe und zwei oder mehrere verbundene Verwaltungsgruppen - , müssen die
87
lokale und die verbundenen Verwaltungsgruppen die beiden Domänen umspannen (siehe
folgende Abbildung).
In diesem Beispiel gelten die gleichen Regeln wie im Abschnitt "So konfigurieren Sie
Benutzerrollen für verbundene Verwaltungsgruppen" in diesem Dokument beschrieben.
Verwalten der Überwachungssammeldienste in Operations
Manager 2007
In diesem Thema wird erläutert, wie eine Implementierung von Überwachungssammeldiensten
(ACS) in Ihrer Umgebung konfiguriert, verwendet und gewartet wird. Dazu gehören die ACSBerichterstattung und die Konfiguration der Überwachung von Objekten und Ordnern. Die
Überwachung von Anwendungen, Objekten und Ordnern erfolgt mittels Gruppenrichtlinie auf
Domänen- und lokaler Ebene. Es umfasst nicht ACS-Planungs- und ACS-Bereitstellungstasks.
Hinweise zur Planung und Bereitstellung finden Sie im Operations Manager 2007Bereitstellungshandbuch. Für dieses Thema wird eine bereitgestellte und funktionierende ACSInfrastruktur vorausgesetzt.
Das Konfigurieren und Verwenden von ACS besteht aus den folgenden Schritten:
1. Planen und Implementieren Ihrer Überwachungsrichtlinie
2. Einstellen des Filters in der ACS-Sammlung
3. Konfigurieren und Verwenden der ACS-Berichterstattung
4. Wartung
Entwickeln eines Überwachungsplans
Ein ACS sammelt und speichert alle Sicherheitsereignis-Protokolleinträge von Computern, auf
denen er aktiviert ist. Dies geschieht ungeachtet dessen, worin diese Ereignisse bestehen oder
88
was sie bedeuten. Es bleibt Ihnen überlassen zu bestimmen, welche Ereignisse aufgezeichnet
und gespeichert werden müssen, um die Überwachungsanforderungen Ihres Unternehmens zu
erfüllen. Der Vorgang des Bestimmens, worin diese Anforderungen bestehen und wie sie in
etwas Durchführbares umgesetzt werden, wird Entwickeln eines Überwachungsplans genannt.
Ausgehend vom Überwachungsplan implementieren Sie eine Überwachungsrichtlinie über
Gruppenrichtlinienobjekte auf der Domänenebene oder der lokalen Ebene. Durch die
Konfiguration der Gruppenrichtlinienobjekte wird das Sicherheitssubsystem veranlasst,
Ereignisse in das Sicherheitsereignisprotokoll zu schreiben, wenn auf einem Computer oder in
Ihrer Umgebung ein bestimmtes Ereignis oder eine bestimmte Änderung eintritt. Durch diesen
Prozess wird die Spur von überwachten Ereignissen erzeugt, welche ACS sammelt.
Bestimmen, was überwacht werden muss
Unternehmen implementieren ACS als Reaktion auf verschiedene gesetzliche und behördliche
Anforderungen und zu ihrer eigenen Sicherheit. Daher sind Sie nicht in der Lage, allein zu
bestimmen, was überwacht werden muss. Sie müssen Personen aus mehreren unterschiedlichen
Bereichen Ihres Unternehmens einbeziehen, um einen effektiven Überwachungsplan zu
entwickeln.

IT-Sicherheit: Diesem Team gehören Personen an, deren Aufgabe es ist, auf
Sicherheitsvorfälle in Ihrem Unternehmen zu reagieren und die IT-Sicherheitsrichtlinie zu
entwickeln. Sie haben höchstwahrscheinlich bereits eine gute Vorstellung von den Typen von
Ereignissen und Änderungen, welche aufgezeichnet werden müssen, um die gesetzlichen
und behördlichen Anforderungen an Ihr Unternehmen zu erfüllen.

Geschäftsführung und Rechtsabteilung: Diese Personen sind dafür verantwortlich
sicherzustellen, dass Ihr Unternehmen behördliche Richtlinien einhält. Sie verstehen diese
Richtlinien wahrscheinlich sehr gut und können helfen zu klären, welchen Typ von
Informationen sie benötigen.

Geschäftsprozessbesitzer: Die Verantwortlichen für Geschäftsprozesse kennen sich am
besten mit der Art der Aktivitäten und Ereignissen aus, welche in den Anwendungen
auftreten, die sie zur Durchführung ihrer Geschäftstätigkeit verwenden. Diese Ereignisse und
Aktivitäten werden dann an die Anforderungen aus dem Rechts- und Verwaltungsbereich
angepasst. Sie müssen diese Ereignisse und Aktivitäten verstehen und wissen, wo sie
auftreten, um sie überwachen zu können.
Im Allgemeinen ist es weder sinnvoll noch effizient, alle Aktivitäten und Änderungen zu
überwachen und alle Ereignisse aufzuzeichnen. Diese Vorgehensweise würde dazu führen, dass
ein hoher Anteil an Rauschereignissen gesammelt wird, welche beim Rekonstruieren einer Reihe
von Ereignissen die tatsächlich benötigten Daten verdecken können, wodurch der
Gesamtprozess erschwert wird.
Bewährte Methoden der Überwachung
Die betrieblichen Anforderungen und die IT-Umgebung jedes Unternehmens sind einzigartig.
Insofern ist auch die Überwachungsrichtlinie jedes Unternehmens einzigartig. Was Sie
89
überwachen möchten, müssen Sie entscheiden. Im Folgenden sind einige allgemeine
Empfehlungen dazu aufgeführt, was zu überwachen ist:

Überwachen Sie Erfolgs- und Fehlerereignisse in der Systemereigniskategorie.

Überwachen Sie Erfolgsereignisse in der Richtlinienänderungs-Ereigniskategorie auf
Domänencontrollern.

Überwachen Sie Erfolgsereignisse in der Kontoverwaltungskategorie.

Überwachen Sie Erfolgsereignisse in der Anmeldeereigniskategorie.

Überwachen Sie Erfolgsereignisse in der Kontoanmeldungs-Ereigniskategorie auf
Domänencontrollern.

Wenden Sie eine spezifische Vorgehensweise an, wenn Sie die Überwachung für ein Objekt
einrichten.
Weitere Vorschläge zur Überwachung von Sicherheitsereignissen finden Sie unter Bewährte
Methoden der Überwachung von Sicherheitsereignissen
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=120541).
Implementieren Ihrer Überwachungsrichtlinie
Überwachungspläne werden in Ihrer Umgebung je nach Bedarf durch die Änderung und
Anwendung der Überwachungsgruppenrichtlinie für Domänencontroller, der
Überwachungsgruppenrichtlinie für Domänen und der lokalen Überwachungsgruppenrichtlinie
implementiert. Falls Ihr Überwachungsplan Verfolgungsinteraktionen mit Active Directory oder mit
Objekten wie z.B. Dateien erfordert, müssen Sie auch die Systemzugriffs-Steuerungsliste
(System Access Control List, SACL) für diese Objekte konfigurieren. Detaillierte Informationen zu
Überwachung und Windows-Sicherheit finden Sie unter Produkthilfe-Überwachungsrichtlinie für
Windows Server 2003 (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=120260) und Sonderbericht:
Windows Server 2008: Überwachung und Kompatibilität in Windows Server 2008
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=120263).
Einstellungen für Überwachungsrichtlinien finden Sie in den Einstellungen "Lokale Sicherheit" im
Ordner "Verwaltung". Überwachungsrichtlinien für Domänencontroller werden einmalig definiert
und für alle Domänencontroller angewendet. Verwenden Sie hierzu das Tool "Sicherheitsrichtlinie
für Domänencontroller" im Ordner "Verwaltung". Sicherheitsrichtlinien für die übrigen Computer,
die Mitglieder einer Domäne sind, können auf der Domänenebene im Tool "Sicherheitsrichtlinie
für Domänen" definiert werden, das sich im Ordner "Verwaltung" auf allen Domänencontrollern
befindet. Es gibt neun übliche Kategorien von Überwachungsrichtlinien für Windows Server 2003
und Windows Vista, wie in der nachfolgenden Liste angegeben, und einige weitere für Windows
Server 2008:

Überwachung von Kontoanmeldungsereignissen

Überwachung der Kontoverwaltung

Verzeichnisdienstzugriff überwachen

Überwachung von Anmeldeereignissen

Objektzugriffsversuche überwachen
90

Überwachung von Richtlinienänderungen

Überwachung der Berechtigungsnutzung

Überwachung der Prozessverfolgung

Überwachung von Systemereignissen
Auf einem Mitgliedsserver kann jede dieser Kategorien von Überwachungsrichtlinien auf Erfolg,
Fehler oder Keine Überwachung eingestellt werden. Auf einem Domänencontroller sind sowohl
bei den Sicherheitsrichtlinien für Domänencontroller als auch bei den Sicherheitsrichtlinien für
Domänen folgende Optionen verfügbar: Diese Richtlinieneinstellungen definieren, Erfolg,
Fehler oder Keine Überwachung. In diesem Falle zeigt der Wert von Keine Überwachung an,
dass die Option Diese Richtlinieneinstellungen definieren ausgewählt wurde, jedoch weder
die Option "Erfolg" noch die Option "Fehler" ausgewählt wurde. Beachten Sie, dass die Optionen
Erfolg und Fehler einander nicht ausschließen, sondern beide gleichzeitig ausgewählt werden
können. Für die Richtlinienkategorien "Verzeichnisdienstzugriff überwachen" und
"Objektzugriffsversuche überwachen" müssen Sie auch die SACLs für die Objekte, die überwacht
werden sollen, konfigurieren.
So greifen Sie auf die Kategorien von Überwachungsrichtlinien auf einem
eigenständigen Server zu
1. Klicken Sie auf Start und wählen Sie Verwaltung, Lokale Sicherheitsrichtlinie aus.
2. Erweitern Sie den Knoten Lokale Richtlinien, sodass der Knoten
Überwachungsrichtlinie sichtbar wird. Die neun Kategorien von
Überwachungsrichtlinien werden im Ergebnisbereich aufgelistet.
3. Doppelklicken Sie auf die Überwachungsrichtlinie, die für Sie von Interesse ist, um ihre
Eigenschaftenseite zu öffnen. Hier können Sie die Überwachung erfolgreicher und
fehlgeschlagener Versuche bei Interaktion auswählen sowie auf der Registerkarte Diese
Einstellung erklären eine Erklärung der Kategorie von Überwachungsrichtlinien
erhalten.
4. Klicken Sie auf OK, um Ihre Einstellungen zu speichern.
So greifen Sie auf die Sicherheitsrichtlinie für Domänencontroller zu
1. Melden Sie sich bei einem Domänencontroller mit Domänenadministratorrechten an.
2. Klicken Sie auf Start und wählen Sie Verwaltung, Sicherheitsrichtlinie für
Domänencontroller aus.
3. Erweitern Sie den Knoten Lokale Richtlinien, sodass der Knoten
Überwachungsrichtlinie sichtbar wird. Die neun Kategorien von
Überwachungsrichtlinien werden im Ergebnisbereich aufgelistet.
4. Doppelklicken Sie auf die Überwachungsrichtlinie, die für Sie von Interesse ist, um ihre
Eigenschaftenseite zu öffnen. Hier können Sie die Option Diese
Richtlinieneinstellungen definieren auswählen und dann je nach Wunsch die
Überwachung von Versuchen mit dem Ergebnis Erfolg und/oder Fehler auswählen.
91
Hinweis
Um auf die Sicherheitsrichtlinie für Domänen zuzugreifen, wenden Sie dasselbe
Verfahren wie beim Zugreifen auf die Sicherheitsrichtlinie für Domänencontroller an,
wobei Sie jedoch in Schritt 2 des Verfahrens "So greifen Sie auf die Sicherheitsrichtlinie
für Domänencontroller zu" Sicherheitsrichtlinie für Domänen auswählen.
Vorbereiten der Umgebung
Für dieses Thema wird vorausgesetzt, dass Sie bereits die ACS-Sammlungsserver-Rolle und die
ACS-Datenbank erfolgreich in Ihrer Operations Manager 2007-Umgebung bereitgestellt haben.
Außerdem sollten Sie bereits Operations Manager 2007-Agents für die Computer bereitgestellt
haben, deren Überwachungsinformationen Sie erfassen möchten. Diese Computer sollten unter
dem Ordner Mit Agents verwaltet im Ansichtsbereich "Verwaltung" der Betriebskonsole des
Operations Manager 2007 erscheinen.
Festlegen der Größe des Sicherheitsereignisprotokolls
Die ACS-Weiterleitung sendet alle Sicherheitsereignisse von einem überwachten Computer in
naher Echtzeit zum ACS-Sammlungsserver. Dabei aktualisiert sie ein Wasserzeichen, das
anzeigt, welches Ereignis zuletzt erfolgreich zur ACS-Sammlung gesendet wurde. Der ACSSammlungsserver führt zur Sicherstellung von Zuverlässigkeit und Leistung eine Pufferung der
ankommenden Ereignisse durch. Falls die ACS-Weiterleitung nicht mit der ACS-Sammlung
kommunizieren kann, gehen Sicherheitsereignisse für ACS nicht verloren, solange sie in das
Sicherheitsereignisprotokoll geschrieben werden können. Danach, wenn die Kommunikation
wiederhergestellt ist, prüft die ACS-Weiterleitung das Wasserzeichen und fahrt mit dem Senden
von Ereignissen dort fort, wo es unterbrochen wurde. Das Sicherheitsereignisprotokoll ist
praktisch der Puffer, den die ACS-Weiterleitung bei Bedarf verwenden kann.
Damit der Pufferungsprozess mithilfe des Sicherheitsereignisprotokolls funktioniert, muss dieses
eine ausreichende Größe für alle Ereignisse haben, die im Falle eines Ausfalls der Verbindung
Weiterleitung-Sammlung in das Protokoll geschrieben werden könnten. Dies gilt unabhängig
davon, welches der folgenden Verfahren zur Aufbewahrung des Sicherheitsprotokolls
angewendet wird: Ereignisse auf Tagen basierend überschreiben, Ereignisse bei Bedarf
überschreiben, oder Ereignisse nie überschreiben (Protokoll manuell löschen).
Die maximale Größe für das Sicherheitsereignisprotokoll in Windows Server 2003 (alle Editionen)
beträgt 4 GB. Dies kann lokal in den Eigenschaften des Protokolls selbst eingestellt werden, oder
es kann für Computer, die einer Domäne angehören, auf Domänenebene in der
Sicherheitsrichtlinie für Domänen und für alle Domänencontroller in der Sicherheitsrichtlinie
für Domänencontroller eingestellt werden.
Aktivieren von ACS-Weiterleitungen
Nachdem Sie nun Ihren Überwachungsplan entwickelt und mittels einer Überwachungsrichtlinie
implementiert haben, können Sie beginnen, überwachte Ereignisse aus den
Sicherheitsprotokollen der gewünschten Computer zu sammeln. Die ACS92
Weiterleitungskomponente ist in den Operations Manager-Agent eingebettet und standardmäßig
deaktiviert. Nachdem die ACS-Weiterleitung aktiviert worden ist, sendet sie alle Ereignisse des
Sicherheitsereignisprotokoll zu der ACS-Sammlung, für die sie konfiguriert sind. ACSWeiterleitungen können entweder über die Betriebskonsole oder programmgesteuert mithilfe der
Befehlsshell-Erweiterung des Operations Manager 2007 zum Windows PowerShell aktiviert
werden.
So aktivieren Sie die ACS-Weiterleitung über die Betriebskonsole
1. Melden Sie sich bei der Betriebskonsole mit einem Konto an, das zum Verwalten der
Agents vorgesehen ist, die Sie für die ACS-Weiterleitung aktivieren möchten. Dieses
Konto muss nicht auf jedem Agentcomputer, den Sie für die ACS-Weiterleitung aktivieren
möchten, über die Rechte eines lokalen Administrators verfügen. Sie können diese
Anmeldeinformationen eingeben, wenn Sie den Task Überwachungssammlung
aktivieren ausführen.
2. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Überwachung.
3. Erweitern Sie im Überwachungsbereich den Knoten Operations Manager, erweitern Sie
Agent, und klicken Sie dann auf Agentzustand. Diese Ansicht verfügt über zwei
Bereiche, und die Aktionen in diesem Verfahren werden im rechten Bereich durchgeführt.
4. Klicken Sie im Detailbereich auf alle Agents, die Sie als ACS-Weiterleitungen aktivieren
möchten. Sie können eine Mehrfachauswahl treffen, indem Sie bei gedrückter STRGbzw. Umschalttaste klicken.
5. Klicken Sie im Bereich Aktionen unter Integritätsdiensttasks auf
Überwachungssammlung aktivieren. Das Dialogfeld Task ausführen –
Überwachungssammlung aktivieren wird angezeigt.
6. Klicken Sie im Abschnitt Taskparameter auf Außer Kraft setzen. Das Dialogfeld
Taskparameter außer Kraft setzen wird angezeigt.
7. Klicken Sie im Bereich Taskparameter mit neuen Werten überschreiben auf den
Parameter CollectorServer , und geben Sie in der Spalte Neuer Wert den
vollqualifizierten Domänennamen (FQDN) der ACS-Sammlung ein. Klicken Sie
anschließend auf Außerkraftsetzung.
8. Klicken Sie im Abschnitt zu den Taskanmeldeinformationen auf Sonstige. Geben Sie
im Feld Benutzername den Namen eines Benutzerkontos ein, das zur lokalen
Administratorgruppe auf den Agentcomputern gehört. Geben Sie im Feld Kennwort das
Kennwort für dieses Benutzerkonto ein. Klicken Sie auf die Dropdownliste Domäne, um
sie zu erweitern und die verfügbaren Domänen anzuzeigen, und klicken Sie danach auf
die Domäne des Benutzerkontos.
9. Klicken Sie auf Task ausführen. Das Dialogfeld Taskstatus zeigt den Taskfortschritt an.
10. Wenn der Task erfolgreich abgeschlossen ist, klicken Sie auf Schließen.
Hinweis
93
Wenn Sie eine ACS-Weiterleitung einer anderen ACS-Sammlung zuweisen müssen,
wenden Sie dasselbe Verfahren an, wobei Sie jedoch im Feld Taskparameter mit
neuen Werten überschreiben den FDQN der neuen, gewünschten ACS-Sammlung
eingeben müssen.
Auf der Produkt-CD befinden Sich auch Windows PowerShell-Skripts zum Aktivieren und
Deaktivieren der ACS-Weiterleitung. Diese Skripts erfordern Anmeldeinformationen, welche
Administratorrechte auf jedem Computer haben, für den Sie ACS aktivieren möchten, sowie den
Namen des ACS-Sammlungsservers. Diese Skripts befinden sich auf der Produkt-CD unter
\acs\amd64 oder acs\i386. Ihre Namen lauten EnableForwarding.ps1 zum Aktivieren von ACSWeiterleitungen und DisableForwarding.ps1 zum Deaktivieren von ACS-Weiterleitungen.
So wählen Sie eine Computergruppe als Ziel für aktivierte ACS-Weiterleitungen aus
1. Melden Sie sich bei der Betriebskonsole mit einem Konto an, das der Administratorrolle
angehört, und navigieren Sie zur Ansicht Überwachung.
2. Wählen Sie in der Ansicht Überwachung das Objekt Ermitteltes Inventar und im
Bereich Aktionen die Option Zieltyp ändern… aus.
3. Stellen Sie sicher, dass die Option Alle Ziele anzeigen ausgewählt ist, und wählen Sie in
der Spalte Ziel die Option Computergruppe aus. Daraufhin werden alle ermittelten
Computergruppen in Ihrer Verwaltungsgruppe aufgelistet.
4. Wählen Sie die Computergruppe aus, für welche Sie die ACS-Weiterleitung aktivieren
möchten, und klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf, um das Kontextmenü zu
öffnen.
5. Wählen Sie aus dem Kontextmenü Öffnen und Befehlsshell…. Hierdurch wird der
Fokus des Befehlsshellfensters auf die ausgewählte Computergruppe eingestellt. Wenn
Sie sehen möchten, welche Computer der ausgewählten Gruppe im Einzelnen
angehören, geben Sie dir ein, um eine Liste derselben zu errhalten.
6. Geben Sie an der Eingabeaufforderung des Befehlsshells den vollständigen Pfad zum
gewünschten Skript ein, gefolgt vom Namen des Servers, auf dem die ACS-Sammlung
installiert ist, zum Beispiel: d:\selectcdimage\acs\i386\enableforwarding.ps1
ContosoACSCollector. Sie werden aufgefordert, Anmeldeinformationen einzugeben,
die Administratorrechte auf allen mit Agents überwachten Computern in der
Verwaltungsgruppe haben, in der Sie arbeiten. Sie müssen diese Anmeldeinformationen
im Format "Domäne\Benutzername" eingeben.
Hinweis
Wenn Sie eine ACS-Weiterleitung einer anderen ACS-Sammlung zuweisen müssen,
wenden Sie dasselbe Verfahren an, wobei Sie jedoch eingeben müssen:
d:\selectcdimage\acs\i386\enableforwarding.ps1
<NameOfDesiredCollectorContosoACSCollector>.
94
Einstellen des Filter auf der Sammlungsseite
Der erste Schritt bei der Implementierung von ACS bestand darin sicherzustellen, dass die
gewünschten Ereignisse in die Sicherheitsereignisprotokolle auf den gewünschten Computern
geschrieben werden. Alle diese Ereignisse sowie alle Ereignisse, welche standardmäßig in das
Sicherheitsereignisprotokoll geschrieben werden, werden an die ACS-Sammlung gesendet. Dies
kann dazu führen, dass eine sehr große Anzahl von Ereignissen an den Sammler gesendet wird,
welcher sie verarbeitet und in die ACS-Datenbank einfügt.
Um das gesendete Datenvolumen zu verringern und Rauschereignisse nach Möglichkeit zu
beseitigen, können Sie für die ACS-Sammlung einen Filter konfigurieren. Der Filter ist als WQLAbfrage (Query Language) für die Windows-Verwaltungsinstrumentation formatiert. Der
Standardfilter ist select * from AdtsEvent, was bedeutet, dass alle ankommenden Ereignisse
angenommen werden.. Der Filter wird über das Befehlszeilendienstprogramm AdtAdmin
gesteuert. Der Filter, welcher definiert werden kann, ist nur von exklusiver Art. Dies bedeutet,
dass Sie den Filter nur konfigurieren können, um Ereignisse auf der Grundlage von Ereignis-ID
oder Dienstname auszuschließen.
Das Dienstprogramm "AdtAdmin" finden Sie im Ordner \Programme\System Center Operations
Manager 2007\acs\<platform>. Eine vollständige Liste der Parameter und Optionen von
AdtAdmin finden Sie in der Onlinehilfe zu Operations Manager 2007. AdtAdmin hat insgesamt 12
Parameter. Nur zwei dieser Parameter sind für das Einstellen des Filters auf der Sammlungsseite
von Bedeutung, wie in der folgenden Liste beschrieben. Um eine vollständige Liste der Optionen
von AdtAdmin zu erhalten, führen Sie den Befehl AdtAdmin mit der Option "/?" aus.
Parameter
Beschreibung
-getquery
Zeigt die WQL-Abfragen an, welche für eine
ACS-Sammlung aktiv sind.
-setquery
Konfiguriert die WQL-Abfrage, mit der die ACSSammlung die Überwachungsereignisdaten
filtert.
So bestimmen Sie, welche Ereignisse herausgefiltert werden sollten
Als Sie Ihren Überwachungsplan entwickelt und Ihre Überwachungsrichtlinie implementiert
haben, haben Sie auch die Ereignisse definiert, welche erfasst und gespeichert werden müssen.
Alle anderen Ereignisse sind Rauschereignisse und können herausgefiltert werden. Letztendlich
legen Sie fest, was Rauschereignisse und was wertvolle Ereignisse sind. Als Orientierungshilfe
finden Sie eine Liste möglicher Rauschereignisse in Anhang A des Handbuchs Security
Monitoring and Attack Detection Planning Guide (Handbuch zur Planung der
Sicherheitsüberwachung und der Angriffserkennung)
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=120864). Diese Liste bietet Ihnen einen guten
Ausgangspunkt für Ihre Filterungsplanung und enthält Beschreibungen der Ereignisse. Zusätzlich
zu dieser Liste sollten Sie auch den Bericht Planning_-_Event_Counts im Ordner
"Überwachungsberichte" in der Berichtsansicht der Betriebskonsole zu Rate ziehen. In diesem
95
Bericht sind alle Überwachungsereignisse, welche empfangen wurden, nach der Ereignis-ID zu
Gruppen zusammengefasst. Er enthält die Anzahl der Ereignisse für jede ID und die
prozentualen Anteile der einzelnen Ereignistypen an der Gesamtzahl der Ereignisse. Nachdem
Sie mit dem Sammeln von Ereignissen begonnen haben und wissen, was jeder Ereignistyp
bedeutet, kann dieser Bericht für Sie hilfreich sein, um die am häufigsten auftretenden
Rauschereignisse zu identifizieren.
Warnung
Das Ausschließen irgendwelcher Informationen von einer Überwachung birgt ein
gewisses Risiko, doch Sie müssen die Höhe dieses Risikos gegen die Kosten in Bezug
auf Leistung und Hardware abwägen, die sich aus einer erhöhten EreignissammlungsLast und Agent-Last ergeben.
So stellen Sie den Filter ein
Um die Abfrage für den Filter einzustellen, verwenden Sie den Befehl AdtAdmin –setquery.
Dieser Befehl hat zwei Unterparameter, –collector und –query,, welche verwendet werden
müssen, um anzugeben, mit welcher Sammlung eine Verbindung hergestellt werden soll, bzw.
um die Syntax der Abfrage anzugeben.
So konfigurieren Sie den Filter der ACS-Sammlung mithilfe von AdtAdmin-setquery
1. Melden Sie sich beim ACS-Sammlungsserver, auf dem Sie den Filter konfigurieren
möchten, mit einem Konto an, das der Operations Manager-Administratorrolle angehört.
2. Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung, und navigieren Sie zum Verzeichnis
"\Programme\System Center Operations Manager 2007\acs\<platform".
3. Geben Sie den Befehl mit folgender Syntax ein: adtadmin –setquery –
collector:<collectorname> -query:<querysyntax>
Zum Beispiel werden mit der folgenden Abfrage Ereignisse herausgefiltert, die vom System, vom
lokalen Dienst und von Netzwerkdiensten generiert werden, außerdem Ereignisse mit
angegebenen Ereignis-IDs.
adtadmin -setquery -collector:"Collector Name" /query:"SELECT * FROM AdtsEvent
WHERE NOT ((HeaderUser='SYSTEM' OR HeaderUser='LOCAL SERVICE' OR
HeaderUser='NETWORK SERVICE') OR (EventId=538 OR EventId=566 OR EventId=672 OR
EventId=680 OR (EventId>=541 AND EventId<=547)))"
So überprüfen Sie die Gültigkeit des Filters
1. Öffnen Sie die Betriebskonsole und öffnen Sie den Ordner Microsoft
Überwachungssammeldienste in der Ansicht Überwachung.
2. Öffnen Sie den Ordner Sammlung, öffnen Sie die Statusansicht und bestätigen Sie,
dass sich die Sammlung in einem fehlerfreien Integritätsstatus befindet.
3. Falls sich die Sammlung nicht in einem fehlerfreien Integritätsstatus befindet, suchen Sie
in der Ereignisansicht der Sammlung nach einem Ereignis OpppsMgr log\ADtServer 4670
96
The collector was unable to start because it was unable to initialize the WMI
provider.
Weitere Informationen zur Syntax von WQL-Abfragen finden Sie unter Querying with WQL
(Abfragen mit WQL) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=74151) und WMI and SQL (WMI und
SQL) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=120966).
ACS-Berichterstattung
Nachdem Überwachungsdaten durch die ACS-Sammlung empfangen und die eingehenden
Ereignisse gefiltert wurden, werden die Ereignisse verarbeitet, wobei gemeinsame Felder
kombiniert und irrelevante Daten entfernt werden, und danach werden sie in die ACS-Datenbank
eingefügt. ACS-Daten bleiben standardmäßig 14 Tagen in der Datenbank gespeichert, wobei
dies jedoch geändert werden kann. Der Operations Manager macht diese Daten über seine
Berichtfunktion sichtbar und verwendbar. Damit auf die ACS-Daten zugegriffen werden kann,
muss eine Reihe von speziell für ACS-Daten bestimmten Berichtsdefinitionsdateien installiert
werden. Voraussetzung für dieses Verfahren ist, dass Sie bereits die ACS-Berichterstattung
installiert haben. Weitere Informationen zum Installieren von ACS-Berichten finden Sie unter
Bereitstellen der Operations Manager 2007-ACS-Berichterstattung
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=120983).
Auf ACS-Berichte kann in der Ansicht "Berichterstattung" der Betriebskonsole zugegriffen
werden. Sie befinden sich im Ordner Überwachungsberichte im Order Berichterstattung. Die
ACS-Berichterstattung installiert 18 Berichte und zwei Überwachungsberichtvorlagen. Die
Überwachungsberichtvorlagen werden verwendet, wenn Sie einen völlig neuen
Überwachungsbericht in Microsoft SQL Server Report Builder erstellen möchten. Auf den Report
Builder wird durch Klicken auf die Verknüpfung Einen neuen Bericht entwerfen im Bereich
Aktionen zugegriffen. Dies ist die Liste der Berichte:

Access_Violation_-_Unsuccessful _Logon_Attempts

Account_Management_-_Domain_and_Built-in_Administrators_Changes

Account_Management_-_Passwords_Change_Attempts_by_Non-owner

Account_Managment_-_User_Accounts_Created

Account_Management_-_User_Accounts_Deleted

Forensic_-_All_Events_For_Specified_Computer

Forensic_-_All_Events_For_Specified_User

Forensic_-_All_Events_With_Specified_Event_ID

Planning_-_Event_Counts

Planning_-_Event_Counts_By_Computer

Planning_-_Hourly_Event_Distribution

Planning_-_Logon_Counts_of_Privileged_Users

System_Integrity_-_Audit_Failure

System_Integrity_-_Audit_Log_Cleared
97

Usage_-_Object_Access

Usage_-_Privileged_Logon

Usage_-_Sensitive_Security_Groups_Changes

Usage_-_User_Logon

Audit_Report_Template

Audit5_Report_Template
Arbeiten mit Berichten
In der Ansicht Berichterstattung befinden sich vier Ordner:

Berichterstattung—Dieser Ordner enthält alle Berichte, die auf der Website der SQL Server
Reporting Services (SSRS) veröffentlicht wurden.. Hierzu gehören alle Berichte, welche als
Komponenten von Management Packs importiert werden, Berichte, die mithilfe des Tools
"Berichts-Generator" entworfen und gespeichert werden, sowie alle Berichte, welche Sie
anpassen, speichern und veröffentlichen, sodass sie öffentlich verfügbar sind.

Erstellte Berichte—Dieser Ordner enthält Berichte aus dem Ordner Berichterstattung,
welche Sie geändert und auf der Website der SSRS veröffentlicht haben. Standardmäßig
sind diese Berichte für die Öffentlichkeit nicht sichtbar, sondern nur für den Herausgeber des
Berichts. Dies trifft zu, wenn auf den Bericht über die Betriebskonsole oder die Website der
SSRS zugegriffen wird, wo er im Ordner Meine Berichte erscheint.

Favoriten—Dieser Ordner ist für Berichte bestimmt, die Sie oft verwenden und die auf der
Webkonsole des Operations Manager zur Verfügung stehen sollen. Sie können für einen
veröffentlichten Bericht Parameter voreinstellen, den Bericht ausführen und dann aus dem
Menü Datei des Berichts In Favoriten speichern… auswählen.

Geplante Berichte—Dieser Ordner ist für Berichte bestimmt, die Sie einmalig oder
wiederholt ausführen möchten. Das Planen von Berichten ist hilfreich, wenn gerenderte
Berichte an eine Vielzahl von Orten übermittelt werden sollen, z. B. Dateifreigaben, oder an
eine E-Mail-Adresse in einer Vielzahl von Formaten, z.B. Microsoft Office Excel, .PDF, TIFF,
CSV usw.
Weitere Informationen zum Ausführen und Veröffentlichen von Berichten finden Sie in Verwalten
von Berichterstattung in Operations Manager 2007 in diesem Handbuch und im Thema Reporting
in Operations Manager 2007 (Berichterstattung in Operations Manager 2007) im
Betriebshandbuch für Benutzer.
Tipp
Die ACS-Berichterstattung wurde noch nicht vollständig mit der Operations ManagerBerichterstattung integriert; die Verwendung von Funktionen wie Planung und relativen
Zeitangaben bei der Generierung von ACS-Berichten liefert daher möglicherweise nicht
die gewünschten Ergebnisse.
98
Wartung
Die routinemäßige Pflege und Unterhaltung Ihrer ACS-Infrastruktur ist auf ein Minimum begrenzt.
Am häufigsten kommt es vor, dass Sie die Datenaufbewahrungsdauer ändern müssen, die Sie
während der Installation konfiguriert haben, und die Festlegung ändern müssen, mit welcher
Sammlung eine Weiterleitung zusammenarbeitet. Weitere Informationen dazu, wie Sie die ACSSammlung ändern, an welche eine ACS-Weiterleitung Bericht erstattet, finden Sie im Abschnitt
Aktivieren von ACS-Weiterleitungen weiter oben in diesem Thema.
Ändern der ACS-Datenaufbewahrungsdauer
Der Operations Manager bereinigt in regelmäßigen, konfigurierbaren Intervallen seine
verschiedenen Datenbanken, indem er Daten aus ihnen entfernt. Für die Operations-Datenbank
wird dies in der Betriebskonsole durchgeführt. Für die ACS-Datenbanken werden diese
Einstellungen während der Installation mit einem Standardwert von 14 Tagen konfiguriert. Dies
bedeutet, dass jeden Tag alle Datenbankpartitionen (und ihre Daten), welche älter als 14 Tage
sind, verworfen oder gelöscht werden. Aufgrund des Datenvolumens, welches ACS akkumulieren
kann, sind 14 Tage keine unrealistische Einstellung. Manche Unternehmen müssen jedoch
möglicherweise Daten über längere Zeiträume aufbewahren, und diese Unternehmen müssen
dies bereits bei der Durchführung der Größen- und Leistungsberechnungen für ihre Umgebung
einplanen. Sie können die Aufbewahrungsdauer für die ACS-Daten nach folgendem Verfahren
ändern.
So ändern Sie die ACS-Datenaufbewahrungsdauer
1. Melden Sie sich mit einem Konto an, das mit Administratorrechten für die ACSDatenbank ausgestattet ist beim Computer an, auf dem SQL Server ausgeführt und die
ACS-Datenbank gehostet wird.
2. Öffnen Sie das Tool "SQL Server Management Studio" und stellen Sie eine Verbindung
zum Datenbankmodul her.
3. Erweitern Sie den Ordner Datenbanken und wählen Sie die Datenbank
OperationsManagerAC aus.
4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste zum Öffnen des Kontextmenüs und wählen Sie
Neue Abfrage… aus.
5. Geben Sie im Abfragebereich Folgendes ein, wobei Aufbewahrungszeit von Daten in
Tagen + 1 gleich der Anzahl der Tage ist, die vergehen sollen, bevor Daten, die dieses
Alter überschritten haben, gelöscht werden. Wenn Sie zum Beispiel Daten 30 Tage
aufbewahren möchten, geben Sie ein: 31
USE OperationsManagerAC UPDATE dtConfig SET Value = <Aufbewahrungszeit
von Daten in Tagen + 1> WHERE Id = 6 und klicken Sie dann auf die Schaltfläche
Ausführen auf der Symbolleiste. Hierdurch wird die Abfrage ausgelöst, und danach
öffnet sich der Bereich Meldungen, dessen Inhalt lauten muss: (1 Zeile(n) betroffen).
6. Um die neue Einstellung anzuzeigen, löschen Sie den vorhergehenden Abfragetext aus
dem Abfragebereich und geben Sie SELECT * FROM dtConfig ein. Daraufhin öffnet sich
99
der Bereich Ergebnisse unter dem Abfragebereich.
7. Betrachten Sie den Wert in der sechsten Zeile; er sollte nun gleich dem Wert sein, den
Sie für <Aufbewahrungszeit von Daten in Tagen + 1> eingegeben haben.
8. Starten Sie den Operations Manager-Überwachungssammeldienst neu, damit diese
Änderungen wirksam werden.
Verwenden der Befehlsshell von Operations Manager
Die Microsoft System Center Operations Manager 2007-Befehlsshell wird mit der Operations
Manager-Konsole installiert. Sie stellt eine Befehlszeilenumgebung und taskbasierte
Skripttechnologie bereit, die Sie verwenden können, um die meisten Operations ManagerVerwaltungsaufgaben zu automatisieren.
Funktionsweise der Befehlsshell von Operations Manager
Die Operations Manager-Befehlsshell basiert auf Windows PowerShell. Die Befehlsshell von
Operations Manager erweitert die Windows-Befehlsshell um über 80 zusätzliche kleine
Hilfsprogramme, so genannte Cmdlets, die entweder direkt an der Eingabeaufforderung der
Befehlsshell ausgeführt oder über eine Batchdatei bzw. ein Skript aufgerufen werden können.
Cmdlets können einzeln verwendet oder mit anderen Cmdlets zu komplexen administrativen
Tasks kombiniert werden. Im Gegensatz zu traditionellen Befehlszeilenumgebungen, die
Textergebnisse für den Endbenutzer zurückgeben oder Text an andere Befehlszeilentools
weiterleiten ("Piping"), bearbeitet PowerShell Microsoft .NET Framework-Objekte direkt. Dadurch
entsteht ein robusterer und effizienterer Mechanismus für die Interaktion mit dem System.
Dieses Thema dient als Überblick über die Operations Manager-Befehlsshell. Weitere
Informationen zur PowerShell finden Sie unter Windows PowerShell 1.0 Documentation Pack
(Dokumentation zu Windows PowerShell 1.0) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=128867).
Verwenden der Befehlsshell von Operations Manager
In diesem Abschnitt lernen Sie einige allgemeine Aufgaben mit der Operations Manager 2007Befehlsshell kennen.
Starten der Operations Manager 2007-Befehlsshell und Liste der verfügbaren Befehle
1. Um die Operations Manager 2007-Befehlsshell zu starten, klicken Sie auf Start und auf
Programme. Wählen Sie dann aus dem Menü System Center Operations Manager
2007 die Option Befehlsshell aus.
2. Geben Sie an der Eingabeaufforderung der Befehlsshell Get-OperationsManagerCommand
ein, um eine Liste aller verfügbaren Operations Manager 2007-Cmdlets abzurufen.
100
3. Um Hilfe zu einem bestimmten Cmdlet anzuzeigen, geben Sie get-help gefolgt vom
Namen des Cmdlets ein. Geben Sie beispielsweise
get-help Get-State
ein, um Hilfeinformationen zum Cmdlet Get-State abzurufen.
Beispiele für die Verwendung der Befehlsshell
Dieser Abschnitt enthält eine Reihe von Beispielen für die Verwendung der Befehlsshell. Geben
Sie die Befehle an der Eingabeaufforderung der Befehlsshell ein, oder verwenden Sie sie in einer
Batchdatei oder einem Skript.
Wichtig
Bei den von der Befehlsshell verwendeten Parametern –name und –criteria wird
zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.
Exportieren von Management Packs
1. Zum Exportieren eines Management Packs führen Sie den folgenden Befehl aus:
get-managementPack -name Microsoft.SQLServer.2005.Monitoring | exportmanagementPack -path c:\mp
2. Zum Exportieren aller Management Packs in einer Verwaltungsgruppe führen Sie den
folgenden Befehl aus:
get-managementPack | export-managementPack -path c:\mp
3. Zum Exportieren aller Management Packs, die eine bestimmte Zeichenfolge im Namen
enthalten, führen Sie den folgenden Befehl aus:
get-managementPack | where {$_.name –match 'SQL'}
Untersuchen der Management Pack-Elemente
1. Zum Auflisten aller Regeln nach Management Pack führen Sie den folgenden Befehl aus:
get-rule | select @{name="MP";expression={foreach-Object
{$_.GetManagementPack().DisplayName}}},DisplayName | sort mp,displayName
2. Zum Auflisten aller Monitore in einem bestimmten Management Pack führen Sie den
folgenden Befehl aus:
(get-managementPack -name Microsoft.SQLServer.2005.Monitoring) | get-monitor
| sort displayName | ft displayName
3. Zum Auflisten aller deaktivierten Ermittlungen führen Sie den folgenden Befehl aus:
get-discovery | where {$_.enabled -eq 'false'} | ft displayName
Anzeigen von Warnungsdaten
4. 0. 1.
Zum Anzeigen aller nicht aufgelösten Warnungen führen Sie den folgenden
Befehl aus:
101
get-alert -criteria "ResolutionState <> 255"
2. Zum Anzeigen aller Warnungen, gruppiert nach Schweregrad und Name, führen Sie den
folgenden Befehl aus:
get-alert -criteria "ResolutionState <> 255" | sort severity,name | group
severity,name
3. Zum Auflösen aller von Regeln generierten Warnungen führen Sie den folgenden Befehl
aus:
get-alert -criteria "ResolutionState <> 255 and IsMonitorAlert = 'False'" |
resolve-Alert
Abrufen von Leistungsdaten
1. Im unten stehenden Beispiel werden Prozessornutzungsdaten für alle Computer für den
Monat Oktober 2008 in eine durch Trennzeichen getrennte Datei extrahiert:
> $startTime = get-date '10/1/2008' > $endTime = get-date '10/31/2008' > $pc
= get-performanceCounter -criteria: "ObjectName='Processor' and
CounterName='% Processor Time' and MonitoringObjectPath='web.contoso.com'" >
get-performanceCounterValue -startTime $startTime -endTime $endTime performanceCounter $pc | export-csv c:\scripts\mom\perf.csv
Weitere Ressourcen
Weitere Informationen zu Windows PowerShell finden Sie in den folgenden Ressourcen:

Windows PowerShell Technology Center (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=152209)

Skripterstellung mit Windows PowerShell (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=152211)

Windows PowerShell-Benutzerhandbuch (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=133858)
Ändern von Kennwörtern für Operations Manager-Konten
Nach der Erstkonfiguration der Kennwörter für die Microsoft System Center Operations Manager
2007-Konten kann unter gewissen Umstände eine Änderung dieser Kennwörter erforderlich
werden.
In den folgenden Situationen müssen Sie das Kennwort für Operations Manager 2007-Konten
ändern:

Sie haben ein Domänen- oder lokales Computerkonto als Operations Manager 2007-Konto
angegeben.

Ihre Organisation hat den Ablauf von Kennwörtern eingerichtet.
Weitere Informationen zum Ändern der Kennwörter für Operations Manager 2007-Konten finden
Sie im Abschnitt "Kontoinformationen für Operations Manager 2007" im Operations Manager
102
2007-Sicherheitshandbuchhttp://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=64017 (möglicherweise in
englischer Sprache).
Identifizieren des Stammverwaltungsservers in Operations
Manager 2007
Der Stammverwaltungsserver ist der erste Verwaltungsserver für eine Verwaltungsgruppe. Einige
Funktionen gelten nur für den Stammverwaltungsserver, beispielsweise:

Die Verbindung mit der Webkonsole wird über den Stammverwaltungsserver aufgebaut.

Der Stammverwaltungsserver verfügt über den Verschlüsselungsschlüssel, der zum Lesen
und Speichern von Daten in der Operations Manager-Datenbank verwendet wird.

Bei der Installation der Berichterstattung geben Sie den Computername für den
Stammverwaltungsserver ein.

Zwar werden der System Center-Datenzugriffsdienst und der System CenterVerwaltungskonfigurationsdienst gleichermaßen auf dem Stammverwaltungsserver wie auf
dem Verwaltungsserver installiert, doch dürfen diese beiden Dienste nur auf dem
Stammverwaltungserver ausgeführt werden. Auf dem Verwaltungsserver sind sie zu
deaktivieren.
Eventuell müssen Sie den Stammverwaltungsserver identifzieren, wenn Sie ein SSL-Zertifikat für
die Webkonsole installieren, den Computernamen ermitteln oder den Verschlüsselungsschlüssel
des Stammverwaltungsservers sichern möchten. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor.
So identifizieren Sie den Stammverwaltungsserver mithilfe der Betriebskonsole
1. Melden Sie sich beim Hostcomputer der Betriebskonsole mit einem Konto an, das der
Operations Manager-Administratorrolle der Verwaltungsgruppe von Microsoft System
Center Operations Manager 2007 angehört.
2. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Verwaltung.
3. Erweitern Sie den Knoten Verwaltung, erweitern Sie Geräteverwaltung, und klicken Sie
dann auf Verwaltungsserver.
4. Im Verwaltungsserverbereich entspricht der Verwaltungsserver mit der Eigenschaft
Stammverwaltungsserver = Ja dem Stammverwaltungsserver.
Bei Ausfall des Stammverwaltungsservers kann die Betriebskonsole keine Verbindung herstellen;
es wird jedoch der Name des Computers angezeigt, der Ziel des Verbindungsversuchs zwischen
Betriebskonsole und Stammverwaltungsserver war.
Wenn ein Computer mit Betriebskonsoleninstallation nicht verfügbar ist, können Sie wie folgt
verfahren, um Computer, die als Host eines Verwaltungs- oder Gatewayservers fungieren,
anhand der Registrierung zu ermitteln.
Vorsicht
103
Durch eine fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung können schwere Systemschäden
verursacht werden. Bevor Änderungen an der Registrierung vorgenommen werden,
sollten Sie eine Sicherungskopie aller wichtigen Daten auf dem Computer erstellen.
So identifizieren Sie den Stammverwaltungsserver mithilfe der Registrierung
1. Melden Sie sich beim Computer mit einem Konto an, das ein Mitglied der
Verwaltungsgruppe ist.
2. Klicken Sie auf dem Windows-Desktop auf Start und auf Ausführen, geben Sie regedit
ein, und klicken Sie dann auf OK.
3. Erweitern Sie im Registrierungs-Editor den Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE und
die Elemente SOFTWARE, Microsoft, Microsoft Operations Manager sowie 3.0, und
klicken Sie dann auf Machine Settings.
4. Untersuchen Sie im Ergebnisbereich die Zeichenfolge DefaultSDKService. Die Angabe
zu dieser Zeichenfolge enthält den Namen des Computers, der als Host für den
Stammverwaltungsserver dient.
Hinweis
Wenn ein Verwaltungsserver erst vor kurzem zum Stammverwaltungsserver
heraufgestuft wurde, wird dies eventuell nicht sofort in der Registrierung
angezeigt.
Zeitplanung von Wartung und Überwachung
Dieses Thema beinhaltet allgemeine Richtlinien für die Planung von Microsoft System Center
Operations Manager 2007-Wartungstasks.
Zeitplan für Wartungstasks
Standardmäßig führt Operations Manager 2007 Wartungstasks täglich durch, um die optimale
Leistung der Operations Manager-Datenbank aufrechtzuerhalten. Diese Wartungstasks sind im
Operations Manager 2007-Management Pack als Systemregeln definiert.
In der folgenden Tabelle sind die Wartungstasks und die Zeiten, für die ihre Ausführung geplant
ist, angegeben.
Task
Beschreibung
Zeitplan
Ermittlungsdaten optimieren
Regel, mit der veraltete
Ermittlungsdaten aus der
Operations ManagerDatenbank gelöscht werden.
Täglich um 02:00 Uhr
Partitionierung und Optimierung
Regel, mit der Workflows zur
Täglich um 12:00 Uhr
104
Task
Beschreibung
Zeitplan
Partitionierung ausgeführt und
veraltete Daten aus der
Operations ManagerDatenbank gelöscht werden.
Objektspeicherplatz ermitteln und Regel, mit der beschädigte
beheben
Datenblöcke in DatenbankSchemaobjekten repariert
werden.
Alle 30 Minuten
Warnungen automatisch auflösen Regel, mit der aktive
Warnungen nach einer
gewissen Zeit automatisch
aufgelöst werden.
Täglich um 04:00 Uhr
So überprüfen Sie die Zeitpläne für Optimierungsaufträge
1. Klicken Sie in der Operations Manager 2007-Betriebskonsole auf Konfiguration.
2. Erweitern Sie im Bereich Konfiguration den Knoten Management Pack-Objekte, und
klicken Sie dann auf Regeln.
3. Ändern Sie im Bereich Regeln den Bereich der Management Pack-Objekte, indem Sie
auf Bereich klicken.
4. Klicken Sie im Dialogfeld Management Pack-Objekte nach Ziel(en) in Bereiche
einteilen auf Alle löschen.
5. Geben Sie in Suchen nach Stammverwaltungsserver ein, um das Ziel
"Stammverwaltungsserver" in der System Center-Kernbibliothek aufzufinden.
6. Wählen Sie Stammverwaltungsserver aus, und klicken Sie dann auf OK.
7. Klicken Sie im Bereich Regeln mit der rechten Maustaste auf die spezielle Regel, und
klicken Sie dann auf Eigenschaften.
8. Klicken Sie im Dialogfeld Eigenschaften auf die Registerkarte Konfiguration.
9. Klicken Sie unter Datenquellen auf Anzeigen, um den konfigurierten Zeitplan für die
Regel anzuzeigen.
10. Klicken Sie zweimal auf Schließen, um das Dialogfeld Eigenschaften zu schließen.
Hinweis
Die festgelegten Zeiten der Optimierungsaufträge können nicht durch eine
Außerkraftsetzung neu konfiguriert werden. Wenn Sie die Zeitpläne dieser
Wartungstasks ändern müssen, müssen Sie sie zuerst mit einer
Außerkraftsetzung deaktivieren und dann neue Systemregeln erstellen,
welche die Konfiguration der ursprünglichen Regeln an die neuen Zeitpläne
105
anpassen.
Konfigurieren der Optimierungseinstellungen für die Operations
Manager 2007-Datenbank in Operations Manager 2007
Mit dem folgenden Verfahren geben Sie an, wann bestimmte Datensatztypen, wie gelöste
Warnungen, aus der Operations Manager-Datenbank einer Operations Manager 2007Verwaltungsgruppe gelöscht bzw. optimiert werden. Die standardmäßige Optimierungseinstellung
für alle Datensatztypen beträgt länger als sieben Tage. Durch die Optimierung wird die Leistung
der Operations Manager-Datenbank aufrechterhalten, indem deren Größe durch das Löschen
unnötiger Datensätze verwaltet wird.
Hinweis
Verwenden Sie das Berichterstattungsfeature von Operations Manager 2007 für eine
Verlaufsanalyse der Verwaltungsgruppe. Weitere Informationen zur Berichterstattung
finden Sie unter Berichterstattung in Operations Manager 2007.
So konfigurieren Sie Datenbankoptimierungseinstellungen für eine Verwaltungsgruppe
1. Wählen Sie im Dialogfeld Globale Verwaltungsgruppeneinstellungen –
Datenbankoptimierung einen Datensatztyp aus, und klicken Sie dann auf Bearbeiten.
Hinweis
Nähere Informationen dazu, wie Sie zum Dialogfeld Globale
Verwaltungsgruppeneinstellungen - Datenbankoptimierung gelangen,
finden Sie unter Anzeigen von Einstellungseigenschaften für eine
Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe.
2. Geben Sie im Dialogfeld für den Datensatztyp unter Älter als die gewünschte Anzahl der
Tage an, und klicken Sie dann auf OK.
3. Wählen Sie im Dialogfeld Globale Verwaltungsgruppeneinstellungen –
Datenbankoptimierung einen weiteren Datensatztyp zum Bearbeiten aus, oder klicken
Sie auf OK.
Siehe auch
Sichern und Wiederherstellen von Operations Manager 2007Komponenten
Bevor Sie diesen Abschnitt lesen, sollten Sie das Operations Manager 2007-Entwurfshandbuch
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=86432) konsultieren. Darin werden die Komponenten von
Microsoft System Center Operations Manager 2007 sowie vorbereitende Maßnahmen zur
Fehlerwiederherstellung behandelt.
106
Es ist wichtig, dass Ihr Wartungsplan auch einen Sicherungsplan beinhaltet. Dieser Plan sollte
mithilfe von Produktionssicherungen in einer simulierten Umgebung gründlich getestet und
dokumentiert werden. Stellen Sie sicher, dass der Operations Manager-Sicherungsplan in
bestehende unternehmensinterne Sicherungsvorgänge integriert wird.
Treffen Sie Entscheidungen zu Fragen wie:

Was soll gesichert werden?

Wie oft soll gesichert werden?

Vollständige oder inkrementelle Sicherungen?

Wie und wann soll eine Wiederherstellung erfolgen?
Nachdem Sie entschieden haben, welche Sicherungsstrategien für Ihre Operations ManagerUmgebung am besten geeignet sind, entwickeln und dokumentieren Sie einen Sicherungsplan
als Bestandteil des Gesamtsplans zur Notfallwiederherstellung.
Sie sollten Ihre Sicherungs- und Wiederherstellungsverfahren unbedingt gründlich testen. Durch
entsprechende Tests können Sie sicherstellen, dass Sie über die erforderlichen Sicherungen
verfügen, um eine Wiederherstellung in verschiedenen Fehlersituationen zu ermöglichen, und
dass die zuständigen Mitarbeiter die Verfahren schnell und reibungslos ausführen können, falls
ein Fehler auftritt.
Sie können zum Testen Ihrer Sicherungs- und Wiederherstellungsprozesse eine Testumgebung
verwenden, die alle Operations Manager 2007-Komponenten umfasst.
Hinweis
Die allgemeinen Sicherungspraktiken in Ihrem Unternehmen umfassen möglicherweise
auch die Sicherung der Laufwerke, auf denen Operations Manager 2007 installiert ist.
Beim Sichern dieser Laufwerke einschließlich der Verwaltungsserver müssen Sie den
Ordner <Installationspartition>\System Center Operations Manager 2007\Health
Service State ausschließen.
Inhalt dieses Abschnitts
Sicherungsumfang in Operations Manager 2007
Vollständige und inkrementelle Sicherungen in Operations Manager 2007
Benennungskonventionen für Sicherungsdateien in Operations Manager 2007
Empfohlener Sicherungszeitplan für Operations Manager 2007
Ausfall und Wiederherstellung in Operations Manager 2007
Vollständige und inkrementelle Sicherungen in Operations Manager 2007
Sie müssen sicherstellen, dass Datenbanksicherungen so aktuell und vollständig wie möglich
sind. Dieses Thema enthält Informationen, die Sie bei Ihren Entscheidungen zur Integration
vollständiger und inkrementeller Datenbanksicherungen in einen Gesamtsicherungsplan
unterstützen.
107
Vollständige Datenbanksicherungen
Eine vollständige Datenbanksicherung erfasst die gesamte Datenbank, einschließlich aller
Einträge im Transaktionsprotokoll, nicht jedoch nicht zugeordnete Erweiterungen in den Dateien.
Seiten werden direkt vom Datenträger gelesen, um den Vorgang zu beschleunigen.
Sie können eine Datenbank anhand der zugehörigen Sicherung in einem Schritt neu erstellen,
indem Sie eine Sicherung der Datenbank wiederherstellen. Der Wiederherstellungsprozess
überschreibt die bestehende Datenbank bzw. legt die Datenbank neu an, falls diese noch nicht
existiert. Die wiederhergestellte Datenbank entspricht dem Status der Datenbank zum
Sicherungszeitpunkt, abzüglich aller Transaktionen ohne Commit. Für Transaktionen ohne
Commit wird bei Wiederherstellung der Datenbank ein Rollback ausgeführt.
Eine vollständige Datenbanksicherung belegt mehr Speicherplatz pro Sicherung als die
Sicherung des Transaktionsprotokolls bzw. inkrementelle Datenbanksicherungen. Vollständige
Datenbanksicherungen dauern folglich länger und werden daher in der Regel seltener erstellt als
inkrementelle Sicherungen oder Transaktionsprotokollsicherungen.
Inkrementelle Datenbanksicherungen
Eine inkrementelle (differenzielle) Datenbanksicherung zeichnet nur die Daten auf, die seit der
letzten Datenbanksicherung geändert wurden. Sie können häufig inkrementelle Sicherungen
einer Datenbank erstellen, da inkrementelle Datenbanksicherungen kleiner und schneller sind als
vollständige Datenbanksicherungen. Durch häufiges Erstellen inkrementeller Sicherungen
können Sie das Risiko eines Datenverlustes verringern.
Bei einem Datenbankfehler können Sie inkrementelle Datenbanksicherungen verwenden, um die
Datenbank bis zu dem Punkt wiederherzustellen, an dem die inkrementelle Datenbanksicherung
abgeschlossen wurde.
Transaktionsprotokollsicherungen
Das Transaktionsprotokoll ist ein serieller Datensatz aller Transaktionen, die seit der letzten
Sicherung des Transaktionsprotokolls für die Datenbank ausgeführt wurden. Mit
Transaktionsprotokollsicherungen können Sie die Datenbank bis zu einem bestimmten Zeitpunkt
wiederherstellen (z. B. vor der Eingabe unerwünschter Daten) oder bis zu dem Punkt, an dem ein
Fehler aufgetreten ist.
Beim Wiederherstellen einer Transaktionsprotokollsicherung führt Microsoft SQL Server ein
Rollforward für alle im Transaktionsprotokoll aufgezeichneten Änderungen aus. Sobald SQL
Server das Ende des Transaktionsprotokolls erreicht, hat die Datenbank exakt denselben Status
wie zu dem Zeitpunkt, an dem der Sicherungsvorgang gestartet wurde. Ist die Datenbank
wiederhergestellt, führt SQL Server anschließend ein Rollback für alle Transaktionen aus, die
noch nicht abgeschlossen waren, als der Sicherungsvorgang gestartet wurde.
Hinweis
Die OperationsManagerDW-Datenbank verwendet ein einfaches
Wiederherstellungsmodell, bei dem alle Transaktionen nach der Ausführung
abgeschnitten werden. Das Sichern der Protokolldatei reicht somit nicht aus. Führen Sie
eine vollständige Sicherung der Datenbankdatei aus.
108
Benennungskonventionen für Sicherungsdateien in Operations Manager
2007
Die ordnungsgemäße Verwendung von Benennungskonventionen für Sicherungsdateien
erleichtert eine Unterscheidung zwischen diesen. Sicherungen sind eindeutig definiert durch die
Verwaltungsgruppe, für die sie erstellt wurden, sowie durch den jeweiligen Sicherungszeitpunkt.
Die einheitliche Verwendung einer Standardbenennungskonvention kann dazu beitragen, die
unbeabsichtigte Wiederherstellung einer Sicherung für die falsche Verwaltungsgruppe oder mit
einer falschen Sicherungszeit zu vermeiden.
Benennungskonventionen für Datenbankdateien
Möglicherweise gibt es mehrere Verwaltungsgruppen in Ihrer System Center Operations
Manager 2007-Umgebung; Sie sollten daher unbedingt den Verwaltungsgruppennamen oder
einen anderen eindeutigen Namen in den Dateinamen Ihrer Datenbanksicherungsdateien
aufnehmen.
Der Dateiname kann aber auch andere Informationen enthalten, z. B. Datenbankname, Datum
und Sicherungstyp. So könnten Sie für einen Dateinamen beispielsweise dieses Format wählen:
OpsMgrDB_DIFFERENTIAL_<Verwaltungsgruppenname>_11_01_2007 oder
REPORTING_FULL_<Verwaltungsgruppenname>_11_01_2007.
Benennungskonventionen für benutzerdefinierte Management Packs
Wenn die Überwachungsinfrastruktur mehrere Verwaltungsgruppen umfasst, ist es sehr
wahrscheinlich, dass die Konfiguration von Management Packs und den zugehörigen
Außerkraftsetzungen von Verwaltungsgruppe zu Verwaltungsgruppe variiert. Daher lassen sich
durch Implementierung einer Standardbenennungskonvention für benutzerdefinierte
Management Packs dieselben Probleme vermeiden, wie dies durch eine
Standardbenennungskonvention für Datenbanken möglich ist.
Nehmen Sie den Verwaltungsgruppennamen oder einen anderen eindeutigen Namen in den
XML-Dateinamen für diese Sicherungen auf. Schließen Sie auch die Version des versiegelten
Management Packs ein, für das das benutzerdefinierte Management Pack Außerkraftsetzungen
enthält. Der Dateiname kann aber auch andere Informationen enthalten, z. B. das Datum. So
könnten Sie für einen Dateinamen beispielsweise dieses Format wählen:
<Verwaltungsgruppenname>_<Management Pack-Name>_<Management PackVersion>_11_01_2007.xml.
Sicherungsumfang in Operations Manager 2007
Um Daten im Fehlerfall beibehalten zu können, müssen Sie über eine aktuelle Sicherung der
System Center Operations Manager 2007-Datenbanken und anderer wichtiger Daten verfügen
(siehe die Auflistung in diesem Thema).
Zu sichernde Daten
Um sicherzustellen, dass Sie Ihre Operations Manager 2007-Umgebung jederzeit
ordnungsgemäß beibehalten und wiederherstellen können, sollten Sie einige wichtige Elemente
wie folgt sichern:
109

OperationsManager-Datenbank, OperationsManagerDW-Datenbank und
OperationsManagerAC-Datenbank

Verschlüsselungsschlüssel des Stammverwaltungsservers

IIS 6.0-Metabasis (Internetinformationsdienste)

Internetinformationsdienste (IIS) 7.0-Konfiguration

Benutzerdefinierte Management Packs

Benutzerdefinierte Berichtsdefinitionsdateien und Computerzertifikate
Falls die gesamte Verwaltungsgruppe verloren geht, müssen Sie über Sicherungen der
OperationsManager-Datenbank und des Stammverwaltungsserver-Schlüssels verfügen, damit
eine erfolgreiche Wiederherstellung gewährleistet ist. Stellen Sie daher sicher, dass Ihre
Sicherungspläne mindestens die OperationsManager-Datenbank und den
Verschlüsselungsschlüssel des Stammverwaltungsservers umfassen.
Planen von Sicherungen für Operations Manager-Datenbanken
Planen einer Datenbanksicherung
Mit dem folgenden Verfahren können Sie eine Datenbanksicherung mithilfe von Microsoft SQL
Server Management Studio 2005 oder SQL Server Management Studio 2008 planen. Mit diesem
Verfahren sichern Sie die OperationsManager-, OperationsManagerAC- und
OperationsManagerDW-Datenbanken.
So planen Sie eine Datenbanksicherung in eine Datei
1. Starten Sie SQL Server Management Studio.
2. Wählen Sie im Dialogfeld Mit Server verbinden die entsprechenden Werte in der
Dropdownliste Servertyp, im Feld Servername sowie im Feld Authentifizierung aus.
3. Klicken Sie auf Verbinden.
4. Erweitern Sie unter Objekt-Explorer das Element Datenbanken.
5. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die zu sichernde Datenbank, klicken Sie auf
Tasks, und klicken Sie dann auf Sichern.
6. Geben Sie im Dialogfeld Datenbank sichern den Namen der Sicherung ein, den Sie im
Feld Name festgelegt haben, und klicken Sie unter Ziel auf Hinzufügen.
7. Geben Sie im Dialogfeld Sicherungsziel auswählen im Feld Ziel auf Datenträger einen
Pfad und einen Dateinamen ein, und klicken Sie dann auf OK.
Wichtig
Der Zielspeicherort muss über genügend freie Speicherplatzkapazitäten
verfügen, damit die Sicherungsdateien mit der in Ihrem Sicherungszeitplan
vorgesehenen Häufigkeit gespeichert werden können.
8. Klicken Sie in der Liste Skript auf Skript für Aktion in Auftrag schreiben.
9. Zum Ändern von Auftragsparametern klicken Sie im Dialogfeld Neuer Auftrag unter
Seite auswählen auf Schritte, und klicken Sie dann auf Bearbeiten.
110
10. Klicken Sie unter Seite auswählen auf Zeitpläne, und klicken Sie dann auf Neu.
11. Geben Sie im Dialogfeld Neuer Auftragszeitplan im Feld Name den Auftragsnamen ein,
geben Sie den Auftragszeitplan an, und klicken Sie dann auf OK.
Hinweis
Zum Konfigurieren von Warnungen oder Benachrichtigungen klicken Sie
unter Seite auswählen auf Warnungen bzw. Benachrichtigungen.
12. Klicken Sie zweimal auf OK.
OperationsManager-Datenbank
Die OperationsManager-Datenbank enthält nahezu alle Operations ManagerUmgebungskonfigurationseinstellungen, Agentinformationen, Management Packs mit
Anpassungen, Betriebsdaten sowie weitere Daten, die für einen ordnungsgemäßen Operations
Manager-Betrieb erforderlich sind.
Es ist wichtig, dass Sie die OperationsManager-Datenbank regelmäßig sichern, um jederzeit die
neuesten Informationen zu Ihrer Operations Manager-Umgebung beizubehalten. Bei einem
Datenbankfehler gehen ohne aktuelle Sicherung nahezu alle Operations Manager-spezifischen
Daten verloren, und Sie müssen die gesamte Operations Manager-Umgebung neu erstellen.
Hinweis
Wenn Ihr Sicherungsvorgang die OperationsManager-Datenbank während der Sicherung
offline schaltet, werden eingehende Daten von Operations Manager
zwischengespeichert. Später, nach erfolgter Sicherung, werden die Daten dann in der
Datenbank gespeichert.
Berichtsdatenbanken
Die Operations Manager-Berichterstattung verwendet die folgenden Datenbanken:

Operations Manager 2007-Data Warehouse (OperationsManagerDW)

SQL Server Reporting Services-Datenbanken (ReportServer und ReportServerTempDB)
Die OperationsManagerDW- Datenbank enthält alle Leistungs- und sonstigen Betriebsdaten aus
Ihrer Operations Manager-Umgebung. SQL Reporting Services verwendet diese Daten dann, um
Berichte zu generieren, beispielsweise zur Trendanalyse und Leistungsüberwachung.
Damit Sie die Berichterstattung im Fehlerfall wiederherstellen können, ist es wichtig, dass Sie die
OperationsManagerDW-Datenbank sichern. Bei Ihren Überlegungen, wie oft und wann diese
Datenbank zu sichern ist, sollten Sie Folgendes beachten:

Die Datenbank kann im Laufe der Zeit auf eine beträchtliche Größe (mehr als ein Terabyte)
anwachsen.

Verwaltungsserver schreiben häufig Daten in diese Datenbank.

IT-bezogene SLA-Anforderungen basieren auf einem Bedarf an Berichten zur Verfügbarkeit
innerhalb des Unternehmens.
Hinweis
111
Die OperationsManagerDW-Datenbank verwendet ein einfaches
Wiederherstellungsmodell, bei dem alle Transaktionen nach der Ausführung
abgeschnitten werden. Daher reicht es nicht aus, nur die Protokolldatei zu sichern; Sie
müssen die gesamte Datenbank sichern.
In der SQL Server Reporting Services-Datenbank werden Berichtsdefinitionen,
Berichtsmetadaten, zwischengespeicherte Berichte und Snapshots gespeichert. Im Fehlerfall
können Sie Berichtsdefinitionen durch erneutes Importieren der Berichte neu erstellen.
Zwischengespeicherte Berichte, also Berichte, die bereits erstellt wurden, gehen jedoch verloren.
Um die Berichterstattung im Fehlerfall wiederherstellen zu können, wird empfohlen, die SQL
Reporting Services-Datenbanken zu sichern.
ACS-Datenbank
Die ACS-Datenbank (OperationsManagerAC) ist das zentrale Repository für Ereignisse und
Sicherheitsprotokolle, die von ACS-Weiterleitungen auf überwachten Computern gesammelt
werden.
Die OperationsManagerAC-Datenbank kann beträchtlich anwachsen. Dies hängt ab von der
Anzahl der ACS-Weiterleitungen, die Ereignisse an die ACS-Datenbank senden, sowie den
konfigurierten Filtern, die steuern, welche Ereignisse in die Datenbank geschrieben werden.
master-Datenbank
Die master-Datenbank ist eine Systemdatenbank, in der alle Systeminformationen eines
Microsoft SQL Server-Systems aufgezeichnet werden, darunter u. a. der Speicherort der
Datenbankdateien. Darüber hinaus werden hier alle Anmeldekonten und
Systemkonfigurationseinstellungen erfasst. Das ordnungsgemäße Funktionieren der masterDatenbank ist Grundvoraussetzung für den Betrieb aller Datenbanken in einer SQL ServerInstanz.
MSDB-Datenbank
Die MSDB-Datenbank, Msdbdata, ist eine SQL-Systemdatenbank, die vom SQL Server-Agent
verwendet wird, um Aufträge und Warnungen zu planen, sowie für das Aufzeichnen von
Operatoren. Das ordnungsgemäße Funktionieren der MSDB-Datenbank ist Grundvoraussetzung
für den Betrieb aller Datenbanken in einer SQL Server-Instanz.
Hinweis
Diese Datenbank enthält Taskzeitpläne, die für die Integrität der Operations Manager
2007-Datenbank besonders wichtig sind. Sie sollten sie daher in Ihren Sicherungsplan
aufnehmen. Sie müssen diese Datenbank nur sichern, nachdem Sie Operations Manager
2007 konfiguriert haben oder wenn Sie die geplanten Agentaufträge ändern.
Sichern des Verschlüsselungsschlüssels des Stammverwaltungsservers
Der Stammverwaltungsserver ist die zentrale Komponente für die Konfigurationsverwaltung und
allgemeine Systemüberwachungsaktivitäten für die gesamte verwaltete Umgebung.
Der Verschlüsselungsschlüssel des Stammverwaltungsservers enthält alle Informationen zu den
ausführenden Konten, die in einer Verwaltungsgruppe definiert sind. Um einen ausgefallenen
Stammverwaltungsserver erfolgreich wiederherzustellen, müssen Sie mithilfe dieses Schlüssels
112
die Datenbanken erneut anfügen und auf die ausführenden Konten zugreifen, die mit diesem
Schlüssel verschlüsselt wurden. Sollte es erforderlich sein, den Stammverwaltungsserver ohne
diese Sicherung wiederherzustellen, müssen Sie alle ausführenden Konten neu eingeben.
Um den Schlüssel des Stammverwaltungsservers zu sichern oder wiederherzustellen, müssen
Sie das SecureStorageBackup-Tool verwenden. Mit dem Tool wird der Assistent zum Sichern
bzw. Wiederherstellen des Verschlüsselungsschlüssels gestartet. Es kann auch als
Befehlszeilentool ausgeführt werden. Die Verfügbarkeit und das Verhalten des Tools hängen
davon ab, ob die Konsole auf dem Verwaltungsserver installiert ist oder nicht.
Das SecureStorageBackup-Tool funktioniert wie folgt:

Wenn sowohl die Konsole als auch ein Verwaltungsserver installiert sind, wird das Tool im
Installationsordner von System Center Operations Manager 2007 installiert.
In diesem Fall wird der Assistent zum Sichern bzw. Wiederherstellen des
Verschlüsselungsschlüssels standardmäßig in der letzten Phase des Setups ausgeführt,
sodass Sie den Schlüssel sichern können. Außerdem gilt: Wenn Sie das Tool ohne
Argumente starten, wird der Assistent zum Sichern bzw. Wiederherstellen des
Verschlüsselungsschlüssels aufgerufen. Wenn Sie das Tool mit Argumenten starten, wird es
als Befehlszeilentool ausgeführt.

Wenn die Konsole nicht installiert ist, wird das SecureStorageBackup-Tool nicht installiert.
Dies geschieht beispielsweise bei Installation des Operations ManagerStammverwaltungsservers in einem Cluster, ohne dass die Konsole auf einem beliebigen
Server installiert wird. In diesem Fall müssen Sie das Tool, um es verwenden zu können,
zunächst vom SupportTools-Ordner des Installationsmediums in den Installationsordner auf
dem Verwaltungsserver kopieren.
Das Tool wird dann als Befehlszeilentool ausgeführt, und Sie müssen die richtigen
Argumente eingeben. Sie können SecureStorageBackup.exe mit dem Schalter '/?' ausführen,
um Hilfeinformationen zum Tool abzurufen.
Beim Sichern des Verschlüsselungsschlüssels müssen Sie stets sicherstellen, dass der
bereitgestellte Sicherungsspeicherort leicht zugänglich ist, falls Sie den Schlüssel später einmal
abrufen müssen. Weitere Informationen zum Sichern des Verschlüsselungsschlüssels des
Stammverwaltungsservers finden Sie im Microsoft System Center Operations Manager 2007Bereitstellungshandbuch.
Mit den nachfolgenden Verfahren können Sie den Verschlüsselungsschlüssel des
Stammverwaltungsservers sichern.
So starten Sie den Assistenten zum Sichern bzw. Wiederherstellen des
Verschlüsselungsschlüssels, um den Verschlüsselungsschlüssel des
Stammverwaltungsservers zu sichern
1. Melden Sie sich beim Hostcomputer des Stammverwaltungsservers mit einem Konto an,
das der Administratorgruppe angehört.
2. Öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster; verwenden Sie hierfür die Option Als
Administrator ausführen.
113
3. Geben Sie an der Eingabeaufforderung Folgendes ein:
cd <Installationsordner von Operations Manager>
4. Geben Sie SecureStorageBackup ein, und drücken Sie dann die EINGABETASTE.
5. Wählen Sie im Assistenten zum Sichern bzw. Wiederherstellen des
Verschlüsselungsschlüssels auf der Seite Sichern oder wiederherstellen? die Option
Verschlüsselungsschlüssel sichern aus, und beenden Sie dann den Assistenten.
So führen Sie das SecureStorageBackup-Tool im Befehlszeilenmodus aus, um den
Verschlüsselungsschlüssel des Stammverwaltungsservers zu sichern
1. Melden Sie sich beim Hostcomputer des Stammverwaltungsservers mit einem Konto an,
das der Administratorgruppe angehört.
2. Öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster; verwenden Sie hierfür die Option Als
Administrator ausführen.
3. Geben Sie an der Eingabeaufforderung Folgendes ein:
cd\<Installationsordner von Operations Manager>
SecureStorageBackup Backup <Sicherungsdatei>
4. Wenn die Eingabeaufforderung zur Eingabe des Kennworts für
Speicherung/Wiederherstellung angezeigt wird, geben Sie ein Kennwort mit mindestens
acht Zeichen ein, und drücken Sie die EINGABETASTE.
5. Wenn die Eingabeaufforderung zur erneuten Eingabe des Kennworts angezeigt wird,
geben Sie dasselbe Kennwort erneut ein, und drücken Sie die EINGABETASTE.
Sichern der IIS 6.0-Metabasis
Die Internetinformationsdienste (IIS) 6.0-Metabasis ist ein hierarchischer Speicher, der
Konfigurationsinformationen sowie das für die IIS-Konfiguration verwendete Schema beinhaltet.
Für Microsoft System Center Operations Manager 2007 unterstützt IIS Komponenten wie den
Webkonsolenserver und SQL Server Reporting Services. Sie müssen die IIS-Metabasis deshalb
sichern. Die Operations Manager 2007 SP1- und Operations Manager 2007 R2Webkomponenten können unter Windows Server 2003 und IIS 6 ausgeführt werden. Das hier
beschriebene Verfahren gilt für alle Operations Manager 2007-Versionen, die unter Windows
Server 2003 und IIS 6 ausgeführt werden.
Mit dem folgenden Verfahren sichern Sie die IIS 6.0-Metabasis. Weitere Informationen zur IIS
6.0-Metabasis finden Sie in der Technischen Referenz zu IIS 6.0
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=93786).
So sichern Sie die IIS 6.0-Metabasis
1. Öffnen Sie die Systemsteuerung, doppelklicken Sie auf Verwaltung, und doppelklicken
Sie dann auf Internetinformationsdienste-Manager.
2. Klicken Sie unter IIS-Manager mit der rechten Maustaste auf den Namen Ihres
114
Computers, zeigen Sie auf Alle Tasks, und klicken Sie dann auf Konfiguration
sichern/wiederherstellen.
3. Klicken Sie im Dialogfeld Konfiguration sichern/wiederherstellen auf
Sicherungskopie erstellen, und geben Sie dann einen Namen für diese Sicherung ein.
Hinweis
Um eine sichere Sicherung zu erstellen, aktivieren Sie im Dialogfeld
Konfigurationssicherung das Kontrollkästchen Sicherung durch
Kennwort verschlüsseln und geben im Feld Kennwort ein Kennwort ein.
Wiederholen Sie das Kennwort anschließend im Feld Kennwort bestätigen.
Der Sicherungsname darf keine Symbole, sondern nur Buchstaben und
Ziffern enthalten.
4. Klicken Sie auf OK, um die Verwaltungseinstellungen in der Metabasis zu sichern.
Der Sicherungsname sowie das zugehörige Datum und die Uhrzeit werden jetzt unter
Frühere Sicherungskopien aufgeführt.
5. Klicken Sie auf Schließen, und schließen Sie dann den IIS-Manager.
Sichern einer IIS 7-Konfiguration
Operations Manager 2007 SP1 und Operations Manager 2007 R2 können unter Windows Server
2003 und Windows Server 2008 ausgeführt werden. Das bedeutet, dass Sie – je nachdem,
welches Betriebssystem Sie verwenden – möglicherweise die IIS 6-Metabasis oder die IIS 7Konfiguration sichern müssen. Dieses Verfahren beschreibt das Sichern der IIS 7-Konfiguration.
Die IIS 7-Konfiguration ist in die web.config-Dateien und die applicationHost.config-Dateien
aufgeteilt. Sie sollten die IIS 7-Empfehlungen zum Sichern der Konfiguration in den web.configDateien beachten. Die applicationHost.config-Dateien umfassen Konfigurationsinformationen für
die Sites, Anwendungen, virtuellen Verzeichnisse und Anwendungspooldefinitionen sowie die
Standardkonfigurationseinstellungen für alle Sites auf dem Webserver.
So sichern Sie die IIS 7-Konfiguration an einer Eingabeaufforderung
1. Melden Sie sich beim Windows Server 2008-Computer, der zum Hosten der Operations
Manager 2007-Komponenten verwendet wird, an. Verwenden Sie hierfür ein Konto, das
über Administratorrechte verfügt.
2. Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung unter Verwendung der Option Als Administrator
ausführen, und wechseln Sie in das Verzeichnis %windir%\system32\inetsrv.
3. Geben Sie an der Eingabeaufforderung Folgendes ein: appcmd add backup
<Sicherungsname>. Wenn Sie den Namen der Sicherung nicht angeben, vergibt das
System selbst einen Namen unter Verwendung eines Datum- und Uhrzeitformats.
115
Weitere Informationen zum IIS 7-Befehl "appcmd.exe" und dessen Verwendung finden Sie im
Thema "IIS 7.0: 'Appcmd.exe'" im IIS 7.0-Vorgangshandbuch
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=150156).
Sichern von benutzerdefinierten Management Packs
Management Packs enthalten Überwachungsregeln für Anwendungen und Dienste. Versiegelte
und nicht versiegelte Management Packs können angepasst werden, indem die zugehörigen
Standardwerte mithilfe von Außerkraftsetzungen ersetzt werden, bzw. durch Definition von
benutzerdefinierten Regeln oder Monitoren. Benutzerdefinierte Management Packs sind nicht
versiegelt und werden in einer separaten Management Pack-Datei (.xml) gespeichert. Nur
benutzerdefinierte Management Packs können exportiert werden. Standardmäßig wird die Datei
im Management Pack-Ordner Standard gespeichert.
Sie sollten benutzerdefinierte Management Packs regelmäßig sichern, obwohl die Sicherung der
OperationsManager-Datenbank auch Management Pack-Informationen erfasst. Erfolgen die
Management Pack-Sicherungen unabhängig von den Datenbanksicherungen, lassen sich die
Management Pack-Sicherungen getrennt von der Datenbank erneut importieren, was
zweckmäßig sein kann, wenn Sie ein Rollback für benutzerdefinierte Änderungen in einem oder
mehreren benutzerdefinierten Management Packs ausführen müssen.
Verwenden Sie die Exportfunktion der Betriebskonsole, um Management Packs zu sichern.
So exportieren Sie ein benutzerdefiniertes Management Pack
1. Melden Sie sich bei einem Verwaltungsserver mit einem Konto an, das der Microsoft
System Center Operations Manager 2007-Rolle "Administratoren" für die Operations
Manager 2007-Verwaltungsgruppe angehört.
2. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf Verwaltung.
3. Klicken Sie im Verwaltungsbereich auf Management Packs.
4. Klicken Sie im Management Pack-Bereich mit der rechten Maustaste auf das
benutzerdefinierte Management Pack, das Sie exportieren möchten, und klicken Sie
dann auf Management Pack exportieren.
5. Geben Sie in das Dialogfeld Speichern unter den Pfad und Dateinamen für die
Management Pack-Datei ein, oder klicken Sie auf Durchsuchen, um die Datei in einem
anderen Verzeichnis zu speichern, und klicken Sie dann auf Speichern.
Empfohlener Sicherungszeitplan für Operations Manager 2007
Sie sollten bestimmen, wie oft und wann Sicherungen erfolgen sollen. Im Allgemeinen sollten Sie
Datenbanksicherungen gemäß den Sicherungsrichtlinien Ihres Unternehmens ausführen.
116
Sicherungszeitplan
Die nachfolgende Tabelle enthält Vorschläge für einen Zeitplan zur regelmäßigen Sicherung
Ihrer Microsoft System Center Operations Manager 2007-Komponenten sowie aller zugehörigen
Elemente. Diese Vorschläge gelten speziell für Ihre Operations Manager 2007-Umgebung und
sind als Ergänzung zu anderen regelmäßig geplanten Sicherungen in Ihrer Umgebung gedacht.
Sie sollten diese Sicherungsaufträge für einen Zeitpunkt planen, an dem keine Konflikte mit dem
Zeitplan der Operations Manager-Optimierungstasks auftreten. Die Operations ManagerOptimierungsaufträge werden auf dem Operations Manager 2007-Datenbankserver ausgeführt
und umfassen sowohl Lese- als auch Schreibzugriffe auf die Datenbank. Ein gleichzeitiges
Sichern der Datenbank kann zu Fehlern im Sicherungsauftrag, dem Optimierungsauftrag oder
beiden führen.
Zumindest eine inkrementelle Sicherung der Operations Manager-Datenbank sollte täglich
erfolgen. Eine vollständige Sicherung der Operations Manager-Datenbank sollte wöchentlich
erfolgen. Die master-Datenbank und die MSDB-Datenbank sollten bei jeder Änderung gesichert
werden, die eine dieser beiden Datenbanken betrifft; Sie sollten diese Datenbanken jedoch
mindestens monatlich sichern.
Zu sichernde Komponente
Vollständige Sicherung
Inkrementelle Sicherung
OperationsManager
Wöchentlich
Täglich
OperationsManagerDW
Monatlich
Wöchentlich
ReportServer
Wiederholt, mit einer Häufigkeit,
die davon abhängt, wie oft sich
Berichte in Ihrem Unternehmen
ändern, nach jeder signifikanten
Änderung, die an den
Berichtsdefinitionen
vorgenommen wird (z. B.
Ergänzungen, Änderungen und
Löschungen).
Wie bei der vollständigen
Sicherung
OperationsManagerAC
Monatlich
Wöchentlich
master-Datenbank (Master)
Nach jeder Installation und
Konfiguration von Operations
ManagerDatenbankkomponenten sowie
nach signifikanten Änderungen
an den Anmeldungen oder
sonstigen sicherheitsbezogenen
Änderungen.
Gemäß den IT-Richtlinien
MSDB-Datenbank (Msdbdata)
Nach der Erstinstallation und konfiguration der Operations
Nach Änderung der
geplanten Microsoft SQL
117
Zu sichernde Komponente
Benutzerdefinierte Management
Packs (.xml-Dateien)
Vollständige Sicherung
Inkrementelle Sicherung
ManagerDatenbankkomponenten.
Server-Agentaufträge, die
von Operations Manager
verwendet werden.
Monatlich oder nach signifikanten Nicht anwendbar
Änderungen an den Management
Packs.
Ausfall und Wiederherstellung in Operations Manager 2007
Selbst bei optimalen Wartungspraktiken ist es möglich, dass Daten beschädigt werden, was zu
einer Unterbrechung der System Center Operations Manager 2007-Funktionalität sowie
Datenverlust führen kann.
Fehler können verschiedene Ursachen haben. Einige der häufigsten Ursachen lassen sich wie
folgt klassifizieren:

Hardwarefehler, z. B. Auswirkungen des Speichersystems auf die Datenverfügbarkeit oder integrität

Sicherheitslücken oder Viren

Versehentliche Löschung oder Beschädigung von AD DS-Sicherheitsinformationen (Active
Directory-Domänendienste), z. B. Konten oder Gruppen

Physischer Notfall
In diesem Abschnitt werden verschiedene Operations Manager-Ausfallszenarien beschrieben.
Außerdem finden Sie hier Informationen zur Wiederherstellung von Operations ManagerKomponenten für die Wiederaufnahme von Diensten.
Inhalt dieses Abschnitts
Fehlerwiederherstellungsszenarien für den Stammverwaltungsserver
Auswirkungen von Ausfällen in Operations Manager 2007
Verschiedene Microsoft System Center Operations Manager 2007-Server und -Komponenten
können ausfallen und auf diese Weise die Operations Manager-Funktionalität beeinträchtigen.
Wie stark der Daten- oder Funktionalitätsverlust während eines Ausfalls ist, hängt vom jeweiligen
Ausfallszenario ab. Zu den Einflussfaktoren gehören die Rolle der fehlerhaften Komponente, die
Operations Manager-Bereitstellung, der Zeitraum bis zur Wiederherstellung und die Verfügbarkeit
von Sicherungskopien.
Auswirkungen eines Ausfalls
Die Auswirkungen eines Ausfalls sind minimal, wenn die Operations Manager-Bereitstellung
Failoverserver bzw. Cluster umfasst. Sie sind stärker, wenn kein Clustering und keine
Failoververwaltungsserver implementiert wurden. Dies liegt daran, dass es länger dauert, eine
ausgefallene Komponente wiederherzustellen. Wenn es länger dauert, die von einer
118
ausgefallenen Komponente bereitgestellten Funktionen wiederherzustellen, ist das Risiko eines
Datenverlusts größer, und wenn ein Datenverlust auftritt, gehen mehr Daten verloren. Weitere
Informationen zur Minimierung der Auswirkungen eines Ausfalls finden Sie unter "Reduzieren der
Auswirkung von Ausfällen" weiter unten.
In einigen Ausfallszenarien ist Operations Manager vorübergehend weiter funktionsfähig, ohne
dass Daten verloren gehen. Nach Reparatur der fehlerhaften Komponente wird dann – ohne
weiteren Eingriff – automatisch die vollständige Funktionalität wiederhergestellt.
In der folgenden Tabelle werden die Auswirkungen von Ausfällen verschiedener Operations
Manager 2007-Komponenten aufgeführt. In Rahmen dieser Tabelle wird davon ausgegangen,
dass jeder aufgeführte Server nur die angegebene Einzelrolle wahrnimmt.
Ausgefallene Komponente
Verwaltungsserver
Stammverwaltungsserver
Auswirkung: Günstigstes
Auswirkung: Ungünstigstes
Szenario
Szenario
Die Arbeitslast auf zusätzlichen
Verwaltungsservern in der
Verwaltungsgruppe erhöht sich,
bis der ausgefallene
Verwaltungsserver
wiederhergestellt ist.

Die Daten auf
verwalteten Computern
werden in
Warteschlangen gestellt
und nicht verarbeitet, da
sie nicht von Agents an
den Verwaltungsserver
gesendet werden
können.

Computers ohne Agents
werden nicht verwaltet.

Gatewayserver können
Daten nicht von Agents
an den
Verwaltungsserver
übertragen.

Betriebskonsolen und
Webkonsolen können
keine Verbindung
herstellen und die
Konfiguration der
Verwaltungsgruppe
nicht verwalten.

Die
Konfigurationsverwaltun
g für die
Verwaltungsgruppe ist
nicht verfügbar.
Bei mindestens einem
funktionierenden Server im
Cluster gibt es keine
Auswirkungen.
119
Ausgefallene Komponente
Auswirkung: Günstigstes
Auswirkung: Ungünstigstes
Szenario
Szenario

Verbindungen zu
anderen
Verwaltungsgruppen
sind nicht verfügbar.

Es können keine
administrativen
Operations ManagerTasks wie das
Anzeigen, Bearbeiten
oder Verwalten von
Objekten ausgeführt
werden.

Die Betriebskonsole
funktioniert nicht.

Verbindungen zu
DrittanbieterVerwaltungsprodukten
mithilfe von Connectors
sind nicht verfügbar.
Operations ManagerBerichtsserver
(OperationsManager-Datenbank
ist intakt)

Auf Berichte kann nicht
zugegriffen werden.

Die Berichtsansicht in
der Betriebskonsole
funktioniert nicht.
Operations Manager-Datenbank Wenn die OperationsManagerDatenbank in einem
Failovercluster installiert wurde,
gibt es keine Auswirkungen,
solange einer der Clusterknoten
funktioniert. Wenn der
Protokollversand implementiert
ist, steht möglicherweise nicht
der volle Dienstumfang zur
Verfügung, bis die Datenbank
neu erstellt wurde.

Daten von verwalteten
Computern werden nicht
verarbeitet und nicht in
der Datenbank
gespeichert. Diese
Daten können
letztendlich verloren
gehen.

Verwaltungsserver
stellen Daten zunächst
in die Warteschlange
des Zwischenspeichers.
Sobald der
Zwischenspeicher voll
ist, beginnen die
120
Ausgefallene Komponente
Auswirkung: Günstigstes
Auswirkung: Ungünstigstes
Szenario
Szenario
Verwaltungsserver
damit, Daten zu
löschen; Leistungsdaten
werden hierbei als
erstes gelöscht.
Data Warehouse-Server
(OperationsManagerDWDatenbank ist intakt)
Gatewayserver

Es können keine
administrativen
Operations ManagerTasks wie das
Anzeigen, Bearbeiten
oder Verwalten von
Objekten ausgeführt
werden.

Berichte enthalten keine
aktuellen Informationen.

Die Betriebskonsole
funktioniert nicht.

Änderungen an
Management Packs
werden nicht an Agents
weitergegeben.
Bei mindestens einem
funktionierenden Server im
Cluster gibt es keine
Auswirkungen. Bei einem
Fehler der
OperationsManagerDWDatenbank reduziert sich die
Fehlerauswirkung durch
Clustering nicht. (Auswirkungen
siehe nächste Spalte.)

Berichte können nicht
angezeigt, bearbeitet
oder verwaltet werden.
Bei Bereitstellung mehrerer
Gatewayserver ist ein



Überwachungssam
meldienst-Berichte
(ACS-Berichte) können
nicht angezeigt,
bearbeitet oder
verwaltet werden, wenn
die
Überwachungssammeld
ienste auf demselben
Computer installiert
sind, auf dem SQL
Server ausgeführt wird.
Aktuelle
Überwachungsdaten
121
Ausgefallene Komponente
Auswirkung: Günstigstes
Auswirkung: Ungünstigstes
Szenario
Szenario
Agentfailover auf einen anderen
Gatewayserver möglich; die
Kommunikation mit den
Verwaltungsservern wird in
diesem Fall nicht unterbrochen.
sind nicht verfügbar, da
Agents und
Verwaltungsserver nicht
miteinander
kommunizieren.
Überwachungssammlungsdaten Wenn die

bank
Überwachungssammlungsdaten
bank intakt ist und mindestens
ein Server im Cluster
funktioniert, gibt es keine
Auswirkungen. Bei einem
Fehler der
Überwachungssammlungsdaten
bank reduziert sich die

Fehlerauswirkung durch
Clustering nicht. (Auswirkungen
siehe nächste Spalte.)
Sicherheitsereignisse
werden auf verwalteten
Computern in
Warteschlangen gestellt
und nicht verarbeitet.
Diese Daten können
letztendlich verloren
gehen.

ACS-Berichte enthalten
keine aktuellen
Informationen.
Die Konsole steht auf
dem ausgefallenen
Computer nicht zur
Verfügung.
Hostcomputer der
Betriebskonsole
Nicht anwendbar.

ACS-Sammlungsserver
Nicht anwendbar.

Die Leistung verwalteter
Computer ist aufgrund
der angehäuften Daten
beeinträchtigt.

Überwachungsereig
nisse von ACSWeiterleitungen werden
nicht verarbeitet.
Reduzieren der Auswirkung von Ausfällen
Die Auswirkungen einiger Serverausfälle lassen sich durch Hinzufügen einer
Redundanzfunktionalität oder durch Implementieren einer Failoverlösung wie Clustering deutlich
reduzieren. Hierdurch reduziert sich auch die Dringlichkeit von Wiederherstellungsmaßnahmen.
Die nachfolgende Liste enthält Konfigurationsoptionen für das Hinzufügen von Redundanz- und
Clusteringfunktionen zur Operations Manager-Bereitstellung. Durch Implementierung dieser
Optionen können Sie die Auswirkungen von Ausfällen reduzieren und die Verfügbarkeit von
Operations Manager in Ihrem Unternehmen erhöhen:
122

Hinzufügen von Verwaltungsservern

Installieren des Stammverwaltungsservers in einem Clusterdienst-Failovercluster

Platzieren der Datenbanken in einem Clusterdienst-Failovercluster

Konfigurieren des Gatewayservers für das Failover

Konfigurieren des Protokollversands

Konfigurieren der Mehrfachvernetzung von Agents über mehrere Verwaltungsgruppen
Jede dieser Optionen wird nachfolgend ausführlicher beschrieben. Weitere Informationen zu den
Bereitstellungsoptionen, die dazu beitragen, eine hohe Verfügbarkeit sicherzustellen und die
Auswirkungen von Ausfällen zu reduzieren, finden Sie im Operations Manager 2007Bereitstellungshandbuch (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=93785).
Hinzufügen von Verwaltungsservern
Stellen Sie in einer Verwaltungsgruppe mehr als einen Verwaltungsserver bereit. Dies ermöglicht
den Agents ein Failover, falls ein Verwaltungsserver ausfällt.
Wenn ein Verwaltungsserver ausgefallen ist, leiten alle Agents, die mit diesem Verwaltungsserver
kommunizieren, die Berichterstattung automatisch an einen anderen Verwaltungsserver
derselben Verwaltungsgruppe ein. Sobald der ausgefallene ursprüngliche Verwaltungsserver
wiederhergestellt wurde, können die Agents erneut mit diesem kommunizieren.
Fällt der Stammverwaltungsserver aus, können Sie einen vorhandenen Verwaltungsserver zum
Stammverwaltungsserver höher stufen. Nach Wiederherstellung des Stammverwaltungsservers
können Sie den temporären Stammverwaltungsserver tiefer stufen und den wiederhergestellten
ursprünglichen Server erneut zum Stammverwaltungsserver höher stufen.
Installieren des Stammverwaltungsservers in einem Clusterdienst-Failovercluster
Installieren Sie den Stammverwaltungsserver in einem Clusterdienst-Failovercluster. Wenn ein
Knoten im Stammverwaltungsserver-Cluster ausfällt, wird die Rolle des
Stammverwaltungsservers an einen anderen Clusterknoten übertragen. Dadurch kann der
Stammverwaltungsserver ordnungsgemäß weiter funktionieren.
Nach Wiederherstellung des ausgefallenen Clusterknotens können Sie den
Stammverwaltungsserver wieder zurück an den ursprünglichen Knoten verschieben oder weiter
an einem anderen Knoten des Failoverclusters betreiben.
Platzieren von Datenbanken in einem Clusterdienst-Failovercluster
Platzieren Sie die OperationsManager-, die OperationsManagerDW- und die
OperationsManagerAC-Datenbank in einem Clusterdienst-Failovercluster. Wie beim
Stammverwaltungsserver-Cluster würden bei einem Knotenausfall sämtliche Datenbanken an
einen anderen Knoten im Cluster verschoben und somit weiterhin ordnungsgemäß funktionieren.
Wenn eine Datenbank jedoch beschädigt wird, müssen Sie sie möglicherweise von Ihrer jüngsten
Sicherung wiederherstellen.
Konfigurieren des Gatewayservers für das Failover
Stellen Sie mehrere Gatewayserver bereit, um Agents ein Failover zwischen Gatewayservern zu
ermöglichen und die Arbeitsauslastung für Verwaltungsaktivitäten zu verteilen.
123
Gatewayserver können auch für ein Failover zwischen Sammlungsverwaltungsservern in einer
Verwaltungsgruppe konfiguriert werden, wenn mehrere Sammlungsverwaltungsserver zur
Verfügung stehen.
Konfigurieren des Protokollversands
Im Rahmen des Protokollversands wird eine Kopie einer Operations Manager-Datenbank auf
einem separaten Microsoft SQL Server 2005- bzw. SQL Server 2008-Server gepflegt. Die
Protokollverwaltung sorgt dafür, dass die Datenbankkopie jederzeit aktuell ist, indem sie die
Transaktionsprotokolle von der Quelldatenbank in der aktiven Verwaltungsgruppe an die
Zieldatenbank in der Reserveverwaltungsgruppe sendet.
Für den Fall, dass eine Datenbank beschädigt wird, können Sie Operations Manager so
konfigurieren, dass vorübergehend die Reserverdatenbank verwendet wird. Nach
Wiederherstellung der ursprünglichen Datenbank können Sie Operations Manager für die erneute
Verwendung dieser Datenbank konfigurieren.
Fehlerwiederherstellungsszenarien für den Stammverwaltungsserver
Unter diesem Thema werden drei Fehlerwiederherstellungsszenarien für den
Stammverwaltungsserver beschrieben.
Diese Szenarien umfassen das Höherstufen eines Verwaltungsservers als Ersatz für einen
ausgefallenen Stammverwaltungsserver. In allen Fällen muss vor dem Ausfall des
Stammverwaltungsservers ein Verwaltungsserver in der Verwaltungsgruppe vorhanden sein,
damit dieser zum Stammverwaltungsserver höher gestuft werden kann.
Wiederherstellung des Stammverwaltungsservers
Um eines dieser Szenarien nutzen zu können, müssen Sie über eine Sicherung des
Stammverwaltungsserver-Verschlüsselungsschlüssels verfügen, oder der
Stammverwaltungsserver muss für die Sicherung des Verschlüsselungsschlüssels zur Verfügung
stehen.

Fällt der Stammverwaltungsserver aus, können Sie einen anderen Verwaltungsserver zum
Stammverwaltungsserver höher stufen.

Fällt der Stammverwaltungsserver aus, können Sie einen anderen Verwaltungsserver zum
Stammverwaltungsserver höher stufen. Sobald der ausgefallene Computer wieder verfügbar
ist, können Sie diesen wahlweise wieder zum Stammverwaltungsserver höher stufen.
124

Fällt der Stammverwaltungsserver aus, können Sie einen anderen Verwaltungsserver zum
Stammverwaltungsserver höher stufen. Zu einem späteren Zeitpunkt können Sie einen
neuen Verwaltungsserver einrichten und diesen zum Stammverwaltungsserver höher stufen.
Mit dem Verfahren Höherstufen eines Verwaltungsservers zum Stammverwaltungsserver in
Operations Manager 2007 können Sie einen Verwaltungsserver zum Stammverwaltungsserver
höher stufen. Sie können dieses Verfahren auf alle drei Szenarien anwenden.
Siehe auch
Höherstufen eines Verwaltungsservers zum Stammverwaltungsserver in Operations Manager
2007
Sichern des Verschlüsselungsschlüssels des Stammverwaltungsservers
Nachdem Sie den Root Management Server Server in Microsoft System Center Operations
Manager 2007 ersetzen oder neu installieren, ist der Root Management Server
Verschlüsselungsschlüssel nicht verfügbar
Allgemeine Wiederherstellungsrichtlinien in Operations Manager 2007
In der nachfolgenden Tabelle finden Sie Informationen zu möglichen Ausfallszenarien sowie
einige allgemeine Schritte, die erforderlich sind, um den Betrieb bzw. Daten in dem jeweiligen
Szenario wiederherzustellen.
Allgemeine Schritte zur Wiederherstellung
Ausgefallene
Allgemeine Schritte zur
Komponente
Wiederherstellung
Verwaltungsserver
Zusätzliche Verwaltungsserver
vorhanden:
Erforderliche Sicherungen
Keine
1. Reparieren Sie den Server.
2. Installieren Sie den
Operations ManagerVerwaltungsserver auf dem
reparierten Server neu.
3. Nach Wiederherstellung des
ausgefallenen
Verwaltungsservers können
Operations Manager-Agents
wieder mit dem
125
Ausgefallene
Allgemeine Schritte zur
Komponente
Wiederherstellung
Erforderliche Sicherungen
ursprünglichen
Verwaltungsserver
kommunizieren.
Keine zusätzlichen
Verwaltungsserver vorhanden:
1. Konfigurieren Sie den
Stammverwaltungsserver als
primären Verwaltungsserver
der Verwaltungsgruppe.
2. Installieren Sie einen neuen
Verwaltungsserver in der
Verwaltungsgruppe.
Verwenden Sie den
Hostcomputer der
OperationsManagerDatenbank, auf dem Microsoft
SQL Server installiert ist, und
das zuvor definierte
Aktionskonto.
3. Konfigurieren Sie den neu
installierten
Verwaltungsserver als
primären Verwaltungsserver.
Stammverwaltungsserve Gruppiert:
r
 Reparieren Sie den
ausgefallenen Server, und
stellen Sie die Verbindung
zum Cluster wieder her.
Verschlüsselungsschlüssel des
Stammverwaltungsservers
Nicht gruppiert:
1. Stufen Sie einen
vorhandenen
Verwaltungsserver zum
Stammverwaltungsserver
höher.
2. Reparieren Sie den
ausgefallenen Server.
3. Installieren Sie den
Operations Manager126
Ausgefallene
Allgemeine Schritte zur
Komponente
Wiederherstellung
Erforderliche Sicherungen
Verwaltungsserver auf dem
reparierten Server neu.
4. Stufen Sie den temporären
Stammverwaltungsserver
zum Verwaltungsserver tiefer.
5. Stufen Sie den reparierten
Server zum
Stammverwaltungsserver
höher.
Data WarehouseServer/Operations
Manager-Berichtsserver
(setzt voraus, dass die
OperationsManagerDatenbank intakt ist)
Gruppiert:
1. Reparieren Sie den
ausgefallenen Server, oder
installieren Sie SQL Server
neu, und stellen Sie die
Verbindung zum Cluster
wieder her.

Operations ManagerDatenbank

Verschlüsselungsschlüssel
des
Stammverwaltungsservers

Operations ManagerDatenbank

Verschlüsselungsschlüssel
des
Stammverwaltungsservers
2. Konfigurieren Sie bei Bedarf
alle Verwaltungsserver so,
dass sie auf den reparierten
Server verweisen.
Nicht gruppiert:
1. Reparieren Sie je nach Bedarf
den Server.
2. Stellen Sie die
OperationsManagerDatenbank wieder her.
Operations ManagerDatenbank
1. Installieren Sie bei Bedarf die
Operations ManagerBerichtsserver-Komponente
neu.
2. Stellen Sie die
OperationsManagerDatenbank wieder her.
Falls der Protokollversand
implementiert worden ist:

Erstellen Sie die Datenbank
neu, und stellen Sie die
127
Ausgefallene
Allgemeine Schritte zur
Komponente
Wiederherstellung
Erforderliche Sicherungen
Datenbank wieder her.
Operations ManagerBerichtsserver
Gruppiert:
1. Installieren Sie bei Bedarf den
Operations ManagerBerichtsserver neu.

OperationsManagerDWDatenbank
2. Stellen Sie bei Bedarf die
OperationsManagerDWDatenbank sowie die
ReportServer- und die
ReportServerTempDBDatenbank wieder her.
Gatewayserver
1. Reparieren Sie bei Bedarf
den Server.
Keine
2. Installieren Sie bei Bedarf den
Operations ManagerGatewayserver neu.
Hostcomputer der
Betriebskonsole
1. Reparieren Sie den
Computer.
Keine
2. Installieren Sie die Operations
Manager-Konsole neu.
OperationsManagerACDatenbank
(Überwachungssammlu
ng)
1. Reparieren Sie bei Bedarf
Überwachungssammlungsdatenb
den Operations Managerank
ACS-Datenbankserver (für die
Überwachungssammeldienste
).
2. Installieren Sie bei Bedarf
SQL Server neu.
3. Installieren Sie bei Bedarf die
Operations Manager-ACSDatenbankkomponente neu.
4. Stellen Sie die
Überwachungssammlungsdat
enbank wieder her.
ACS-Sammlungsserver
Führen Sie einen der folgenden
Schritte aus:
Keine
1. Reparieren Sie bei Bedarf
128
Ausgefallene
Allgemeine Schritte zur
Komponente
Wiederherstellung
Erforderliche Sicherungen
den ACS-Sammlungsserver.
2. Installieren Sie bei Bedarf die
ACS-Sammlung auf einem
anderen Verwaltungsserver in
der Verwaltungsgruppe.
3. Installieren Sie bei Bedarf
einen anderen
Verwaltungsserver in der
Verwaltungsgruppe, und
installieren Sie bei Bedarf die
ACS-Sammlung.
Wiederherstellen von Operations Manager 2007-Datenbanken
Mit dem folgenden Verfahren stellen Sie eine Microsoft System Center Operations Manager
2007-Datenbank mithilfe von Microsoft SQL Server Management Studio wieder her. Dieses
Verfahren gilt für Datenbanken unter SQL Server 2005 und SQL Server 2008.
Hinweis
Wenn Sie die Größe der Operations Manager-Datenbank ändern möchten, müssen Sie
SQL Server verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Microsoft SQL Server
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=162007) in der TechNet-Bibliothek.
So stellen Sie eine Datenbanksicherung wieder her
1. Starten Sie SQL Server Management Studio.
2. Wählen Sie im Dialogfeld Mit Server verbinden die entsprechenden Werte im
Dropdown-Kombinationsfeld Servertyp, im Feld Servername sowie im Feld
Authentifizierung aus.
3. Klicken Sie auf Verbinden.
4. Erweitern Sie unter Objekt-Explorer das Element Datenbanken, und wählen Sie dann
die Datenbank OperationsManager, OperationsManagerACoder
OperationsManagerDW aus.
5. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datenbank, zeigen Sie auf Tasks, und
klicken Sie dann auf Wiederherstellen.
6. Klicken Sie auf Datenbank, um das Dialogfeld Datenbank wiederherstellen zu öffnen.
7. Auf der Seite Allgemein erscheint der Name der wiederherzustellenden Datenbank in
der Liste In Datenbank.
8. Behalten Sie im Textfeld Bis zu Zeitpunkt den (möglichst aktuellsten) Standardwert
bei, oder wählen Sie ein bestimmtes Datum/eine bestimme Uhrzeit aus, indem Sie auf
129
die Schaltfläche Durchsuchen klicken, wodurch das Dialogfeld
Zeitpunktwiederherstellung geöffnet wird.
9. Zum Angeben von Quelle und Speicherort der wiederherzustellenden Sicherungssätze
klicken Sie auf die Option Von Gerät.
10. Klicken Sie auf Durchsuchen, um das Dialogfeld Sicherung angeben zu öffnen.
11. Wählen Sie im Listenfeld Sicherungsmedium einen der aufgeführten Gerätetypen aus.
Zum Auswählen eines oder mehrerer Geräte für das Listenfeld Sicherungsspeicherort
klicken Sie auf Hinzufügen.
12. Wählen Sie im Raster Wählen Sie die wiederherzustellenden Sicherungssätze aus
die wiederherzustellenden Sicherungen aus. Dieses Raster zeigt die verfügbaren
Sicherungen für den angegebenen Speicherort an.
13. Wählen Sie im Bereich Wiederherstellungsoptionen die Option Vorhandene
Datenbank überschreiben aus.
14. Vergewissern Sie sich, dass im Optionsbereich Datenbankdateien wiederherstellen als
der ursprüngliche Datenbankdateiname und der Pfad korrekt sind.
15. Aktivieren Sie unter Wiederherstellungsstatus die Statusoption Datenbank
betriebsbereit belassen, indem für Transaktionen ohne Commit ein Rollback
ausgeführt wird. Zusätzliche Transaktionsprotokolle können nicht wiederhergestellt
werden.
16. Klicken Sie auf OK, um die Datenbank wiederherzustellen.
Wiederherstellen der IIS 6.0-Metabasis-Sicherung in Operations Manager 2007
Mit dem folgenden Verfahren stellen Sie die Sicherung einer IIS 6.0-Metabasis wieder her.
Operations Manager 2007 SP1 und Operations Manager 2007 R2 können unter Windows Server
2003 mit IIS 6 ausgeführt werden. Das hier beschriebene Verfahren kann für alle Operations
Manager 2007-Versionen mit IIS 6 verwendet werden.
So stellen Sie eine IIS 6.0-Metabasis-Sicherung wieder her
1. Öffnen Sie die Systemsteuerung, doppelklicken Sie auf Verwaltung, und doppelklicken
Sie dann auf Internetinformationsdienste-Manager.
2. Klicken Sie im IIS-Manager mit der rechten Maustaste auf den Namen Ihres Computers,
zeigen Sie auf Alle Tasks, und klicken Sie dann auf Konfiguration
sichern/wiederherstellen.
3. Wählen Sie unter Frühere Sicherungskopien den gewünschten Dateinamen aus, und
klicken Sie dann auf Wiederherstellen. Wenn Sie dazu aufgefordert werden, geben Sie
das Kennwort ein.
130
Wiederherstellen einer IIS 7-Konfiguration
Operations Manager 2007 SP1 und Operations Manager 2007 R2 können unter Windows Server
2008 ausgeführt werden, was bedeutet, dass in beiden Fällen IIS 7 verwendet werden kann. Das
nachfolgende Verfahren gilt für alle Operations Manager 2007-Versionen mit Windows Server
2008 und IIS 7.
So stellen Sie die IIS 7-Konfiguration an einer Eingabeaufforderung wieder her
1. Melden Sie sich beim Windows Server 2008-Computer, der zum Hosten der Operations
Manager 2007-Komponenten verwendet wird, an. Verwenden Sie hierfür ein Konto, das
über Administratorrechte verfügt.
2. Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung unter Verwendung der Option Als Administrator
ausführen, und wechseln Sie in das Verzeichnis %windir%\system32\inetsrv.
3. Geben Sie an der Eingabeaufforderung Folgendes ein: appcmd restore backup
<Sicherungsname>.
Wiederherstellen des Verschlüsselungsschlüssels des Stammverwaltungsservers in
Operations Manager 2007
Um den Schlüssel des Stammverwaltungsservers wiederherzustellen, müssen Sie das
SecureStorageBackup-Tool verwenden. Mit dem Tool wird der Assistent zum Sichern bzw.
Wiederherstellen des Verschlüsselungsschlüssels gestartet. Es kann auch als Befehlszeilentool
ausgeführt werden. Die Verfügbarkeit und das Verhalten des Tools hängen davon ab, ob die
Konsole auf dem Verwaltungsserver installiert ist oder nicht.
Das SecureStorageBackup-Tool verhält sich wie folgt:

Wenn sowohl die Konsole als auch ein Verwaltungsserver installiert sind, wird das Tool im
Installationsordner von Microsoft System Center Operations Manager 2007 installiert.
Wenn Sie das Tool in diesem Fall ohne Argumente starten, wird der Assistent zum Sichern
bzw. Wiederherstellen des Verschlüsselungsschlüssels aufgerufen. Wenn Sie das Tool mit
Argumenten starten, wird es als Befehlszeilentool ausgeführt.

Wenn die Konsole nicht installiert ist, wird das SecureStorageBackup-Tool nicht installiert. In
diesem Fall müssen Sie das Tool, um es verwenden zu können, zunächst vom SupportToolsOrdner des Installationsmediums in den Installationsordner auf dem Verwaltungsserver
kopieren. Dies geschieht beispielsweise bei Installation des Operations ManagerStammverwaltungsservers in einem Cluster, ohne dass die Konsole auf einem beliebigen
Server installiert wird.
131
Das Tool wird dann als Befehlszeilentool ausgeführt, und Sie müssen die richtigen
Argumente eingeben. Sie können SecureStorageBackup.exe mit dem Schalter '/?' ausführen,
um Hilfeinformationen zum Tool abzurufen.
Mit den nachfolgenden Verfahren können Sie den Verschlüsselungsschlüssel des
Stammverwaltungsservers wiederherstellen, der sich beim Wiederherstellen des
Stammverwaltungsservers auf demselben, beim Erstellen eines Stammverwaltungsservers in
einem Cluster hingegen auf einem anderen Server befindet.
So starten Sie den Assistenten zum Sichern bzw. Wiederherstellen des
Verschlüsselungsschlüssels, um den Verschlüsselungsschlüssel des
Stammverwaltungsservers wiederherzustellen
1. 0.1. Melden Sie sich beim Hostcomputer des Stammverwaltungsservers mit einem Konto
an, das der Administratorgruppe angehört.
2. Öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster; verwenden Sie hierfür die Option Als
Administrator ausführen.
3. Geben Sie an der Eingabeaufforderung Folgendes ein:
cd <Installationsordner von Operations Manager>
SecureStorageBackup
4. Wählen Sie im Assistenten zum Sichern bzw. Wiederherstellen des
Verschlüsselungsschlüssels auf der Seite Sichern oder wiederherstellen? die Option
Verschlüsselungsschlüssel wiederherstellen aus, und beenden Sie dann den
Assistenten.
So führen Sie das SecureStorageBackup-Tool im Befehlszeilenmodus aus, um den
Verschlüsselungsschlüssel des Stammverwaltungsservers wiederherzustellen
5. 0.1. Öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster unter Verwendung der Option Als
Administrator ausführen, und geben Sie Folgendes ein:
cd\<Installationsordner von Operations Manager>
SecureStorageBackup Restore <Sicherungsdatei>
2. Wenn die Eingabeaufforderung zur Eingabe des Kennworts für
Speicherung/Wiederherstellung angezeigt wird, geben Sie das Kennwort ein, und
drücken Sie die EINGABETASTE.
Verwenden Sie dasselbe Kennwort, das Sie auch beim Sichern der
Verschlüsselungsschlüssel verwendet haben.
Aktualisieren einer Operations Manager 2007-Bereitstellung
Nach der erstmaligen Bereitstellung von Microsoft System Center Operations Manager 2007
müssen Sie möglicherweise Änderungen oder Aktualisierungen an der ursprünglichen
Bereitstellung vornehmen. Hierfür kann es folgende Gründe geben:
132

Sie müssen Hardware ersetzen, bei der Probleme aufgetreten sind und die nicht länger als
zuverlässig gilt.

Sie müssen zusätzliche Hardware hinzufügen, um die Skalierbarkeit und Leistung zu
verbessern.

Sie müssen eine Datenbank und Protokolldatei aus Platz- oder Leistungsgründen auf ein
anderes Volume verschieben.

Sie müssen Hardware ersetzen, da diese geleast ist und der Leasingvertrag bald abläuft.

Sie müssen Hardware ersetzen oder aktualisieren, um neue Hardwarestandards zu erfüllen.

Sie haben ursprünglich mehrere Operations Manager-Komponenten auf einem Server
installiert und müssen einige Komponenten jetzt auf andere Server verteilen.

Sie müssen die Funktionalität in einem Ausfallszenario wiederherstellen.
Operations Manager unterstützt die nachfolgend aufgeführten Änderungen der Operations
Manager-Bereitstellung. Achtung: Bei unsachgemäßer Durchführung dieser Vorgänge kann es zu
Datenverlusten kommen.
Inhalt dieses Abschnitts
Verschieben der OperationsManager-Datenbank in Operations Manager 2007
Verschieben der OperationsManagerDW-Datenbank in Operations Manager 2007
Verschieben der OperationsManagerAC-Datenbank in Operations Manager 2007
Höherstufen eines Verwaltungsservers zum Stammverwaltungsserver in Operations Manager
2007
Entfernen eines Verwaltungsservers von einem Computer in Operations Manager 2007
Verschieben des Operations Manager-Berichtsservers in Operations Manager 2007
Verschieben der OperationsManager-Datenbank in Operations Manager
2007
Nach der erstmaligen Bereitstellung von Microsoft System Center Operations Manager 2007
müssen Sie die Operations Manager-Datenbank möglicherweise von einem Microsoft SQL
Server-basierten Computer auf einen anderen verschieben.
SQL Server 2005 und SQL Server 2008 bieten die Möglichkeit, den Speicherort der Daten- und
Protokolldateien zwischen SQL Server-basierten Computern, zwischen Instanzen auf demselben
SQL Server-basierten Computer sowie zwischen unterschiedlichen Volumes auf demselben SQL
Server-basierten Computer zu ändern. Weitere Informationen zur Verwendung dieser Funktion in
SQL Server finden Sie in der SQL Server-Dokumentation
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=93787).
Dies sind die allgemeinen Schritte für das Verschieben der OperationsManager-Datenbank:
1. Sichern Sie die OperationsManager-Datenbank.
2. Deinstallieren Sie die OperationsManager-Datenbank.
3. Löschen Sie die Operations Manager-Datenbank.
133
4. Stellen Sie die OperationsManager-Datenbank wieder her.
5. Aktualisieren Sie die Verwaltungsserver mit dem neuen Datenbankservernamen.
6. Aktualisieren Sie die Operations Manager-Datenbank mit dem neuen
Datenbankservernamen.
7. Aktualisieren Sie die Operations Manager-Datenbankanmeldungen auf dem neuen
Datenbankserver. Stellen Sie sicher, dass die Anmeldungen für den
Stammverwaltungsserver das SDK-Konto und das Aktionskonto umfassen und dass die
erforderlichen Berechtigungen hierfür verfügbar sind. Wenn die Berichterstattung installiert
ist, müssen Sie sicherstellen, dass das Data Warehouse-Aktionskonto über entsprechende
Berechtigungen verfügt.
8. Legen Sie bei Bedarf ENABLE_BROKER fest.
9. Die Verschiebung war erfolgreich, wenn in der Konsole gültige Daten anzeigt werden.
Verschieben der OperationsManager-Datenbank
Mit dem folgenden Verfahren können Sie die OperationsManager-Datenbank auf einen neuen
Server verschieben.
So verschieben Sie die OperationsManager-Datenbank
1. Installieren und konfigurieren Sie einen neuen SQL Server-basierten Computer. Stellen
Sie sicher, dass Sie über Systemadministratorberechtigungen für den ursprünglichen
SQL Server-basierten Computer und den neuen SQL Server-basierten Computer
verfügen.
2. Sichern Sie Folgendes:

Sichern Sie alle Datenbanken. Verwenden Sie SQL Server Management Studio auf
dem aktuellen Hostserver der Operations Manager-Datenbank, um die Operations
Manager-Datenbank (Standardname) zu sichern.

Sichern Sie den Verschlüsselungsschlüssel auf dem Stammverwaltungsserver
mithilfe des Dienstprogramms SecureStorageBackup.exe.
3. Beenden Sie die Operations Manager-Dienste (System Center-Verwaltungsdienst,
System Center-Datenzugriffsdienst und System Center-Verwaltungskonfigurationsdienst
für Stammverwaltungsserver sowie System Center-Verwaltungsdienst für
Verwaltungsserver) auf den Verwaltungsservern in der Verwaltungsgruppe.
Umgebung mit Stammverwaltungsserver-Cluster: Verwenden Sie die Clusterverwaltung
(Windows Server 2003) bzw. die Failovercluster-Verwaltung (Windows Server 2008), um
die o. g. Dienste mit der Option Offline schalten zu konfigurieren.
4. Deinstallieren Sie auf dem aktuellen Hostserver der OperationsManager-Datenbank wie
folgt die Datenbankkomponente (die OperationsManager-Datenbank wird hierdurch nicht
vom SQL Server entfernt):
Hinweis
Führen Sie diesen Schritt aus, wenn die Datenbank die einzige
134
Serverkomponente ist. Andernfalls können Sie die Datenbank mit dem
nächsten Schritt löschen.
a. Klicken Sie auf Start > Systemsteuerung > Software (Windows Server 2003) bzw.
Programme und Funktionen (Windows Server 2008).
b. Wählen Sie im Dialogfeld Software (Windows Server 2003) bzw. Programme und
Funktionen (Windows Server 2008) System Center Operations Manager 2007 R2
aus, und wählen Sie dann Entfernen (Windows Server 2003) bzw. Deinstallieren
(Windows Server 2008) aus.
c.
Schließen Sie den Assistenten ab.
5. Löschen Sie auf dem aktuellen Hostserver der OperationsManager-Datenbank diese wie
folgt:
a. Navigieren Sie in Microsoft SQL Server Management Studio zu Datenbanken.
b. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf OperationsManager, und klicken Sie
dann auf Löschen.
c.
Vergewissern Sie sich, dass im Dialogfeld Objekt löschen die Optionen
Sicherungs- und Wiederherstellungsverlaufsinformationen für Datenbanken
löschen und Bestehende Verbindungen schließen ausgewählt sind.
d. Klicken Sie auf OK, um den Vorgang abzuschließen.
6. Verwenden Sie Microsoft SQL Server Management Studio auf dem neuen Server, um die
zuvor gesicherte OperationsManager-Datenbank wiederherzustellen. Greifen Sie auf die
Sicherungskopie der Datenbank zu, indem Sie sie auf ein lokales Laufwerk kopieren bzw.
indem Sie ein lokales Laufwerk dem Ordner zuordnen, der die Sicherungskopie enthält.
7. Aktualisieren Sie die Registrierung auf jedem Verwaltungsserver in der
Verwaltungsgruppe dahingehend, dass auf den neuen SQL Server-basierten Computer
verwiesen wird. Führen Sie diesen Schritt auch auf dem Stammverwaltungsserver aus.
Handelt es sich hierbei um einen gruppierten Stammverwaltungsserver, müssen Sie
diesen Schritt auf allen Knoten im Cluster ausführen.
Hinweis
Bevor Sie die Registrierung bearbeiten, sollten Sie sich mit den
diesbezüglichen Sicherungsrichtlinien für Ihren Standort vertraut machen.
a. Melden Sie sich mit Administratorberechtigungen beim lokalen Verwaltungsserver
an.
b. Klicken Sie auf Start, wählen Sie Ausführen aus, geben Sie regedit im Feld Öffnen
ein, und klicken Sie dann auf OK, um den Registrierungs-Editor zu öffnen.
c.
Doppelklicken Sie unter HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Microsoft
Operations Manager\3.0\Setup auf den Wert DatabaseServerName, und ändern
Sie den Wert in den Hostnamen des SQL Server-basierten Computers, der künftig
zum Hosten der OperationsManager-Datenbank verwendet werden soll.
d. Klicken Sie auf OK.
135
e. Schließen Sie den Registrierungs-Editor.
f.
Starten Sie, nachdem Sie diesen Schritt auf allen Verwaltungsservern in der
Verwaltungsgruppe ausgeführt haben, den System Center-Verwaltungsdienst, den
System Center-Datenzugriffsdienst und den System CenterVerwaltungskonfigurationsdienst auf dem Stammverwaltungsserver neu. Auf den
verbleibenden Verwaltungsservern muss nur der System Center-Verwaltungsdienst
neu gestartet werden.
Wichtig
Der System Center-Verwaltungskonfigurationsdienst und der System CenterDatenzugriffsdienst sollten nur auf dem Stammverwaltungsserver ausgeführt
werden.
8. Aktualisieren Sie die OperationsManager-Datenbank mit dem neuen
Datenbankservernamen, und stellen Sie sicher, dass das Konto, mit dem Sie angemeldet
sind, über ausreichende Berechtigungen für die SQL Server-Instanz verfügt.
a. Öffnen Sie SQL Server Management Studio.
b. Erweitern Sie Datenbanken, OperationsManager, und Tabellen.
c.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf dbo.MT_ManagementGroup, und wählen
Sie dann Tabelle öffnen (SQL Server 2005) bzw. Oberste 200 Zeilen bearbeiten
(SQL Server 2008) aus.
d. Ändern Sie den Wert in der Spalte
SQLServerName_6B1D1BE8_EBB4_B425_08DC_2385C5930B04 so, dass er dem
Namen des neuen SQL Server-basierten Computers entspricht.
e. Speichern Sie Ihre Änderung.
9. Fügen Sie auf dem neuen Hostserver der OperationsManager-Datenbank wie folgt die
korrekte Anmeldeberechtigung für den Stammverwaltungsserver hinzu, auf dem das
SDK-Konto ausgeführt wird:
a. Öffnen Sie Microsoft SQL Server Management Studio, navigieren Sie im Bereich
Objekt-Explorer zu Sicherheit, und erweitern Sie dann Anmeldungen.
b. Suchen Sie das SDK-Konto. Falls es nicht aufgeführt ist, fügen Sie es hinzu.
Hinweis
Wenn das SDK-Konto als "LocalSystem" ausgeführt wird, verwenden Sie bei
SQL-Anmeldungen das Format <Domäne\Computername$>, wobei
<Computername> für den Namen des Stammverwaltungsservers steht.
c.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das SDK-Konto, und wählen Sie
Eigenschaften aus.
d. Wählen Sie im Dialogfeld Anmeldungseigenschaften im Bereich Seite auswählen
das Element Benutzerzuordnung aus.
e. Wählen Sie in der Liste Benutzer, die dieser Anmeldung zugeordnet sind: in der
Spalte Zuordnen das Feld aus, das OperationsManager (Standardname)
136
entspricht.
f.
Vergewissern Sie sich, dass in der Liste Mitgliedschaft in Datenbankrolle für:
OperationsManager die folgenden Elemente ausgewählt sind: configsvc_users,
db_datareader, db_datawriter, db_ddladmin und sdk_users.
g. Klicken Sie auf OK, um Ihre Änderungen zu speichern und das Dialogfeld
Anmeldungseigenschaften zu schließen.
10. Fügen Sie auf dem neuen Hostserver der OperationsManager-Datenbank wie folgt die
korrekte Anmeldeberechtigung für den Stammverwaltungsserver hinzu, auf dem das
Aktionskonto ausgeführt wird:
a. Öffnen Sie Microsoft SQL Server Management Studio, navigieren Sie im Bereich
Objekt-Explorer zu Sicherheit, und erweitern Sie dann Anmeldungen.
b. Suchen Sie das Aktionskonto. Falls es nicht aufgeführt ist, fügen Sie es hinzu. Wenn
das Aktionskonto als "LocalSystem" ausgeführt wird, verwenden Sie bei SQLAnmeldungen das Format <Domäne\Computername$>, wobei <Computername> für
den Namen des Stammverwaltungsservers steht.
c.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Aktionskonto, und wählen Sie
Eigenschaften aus.
d. Wählen Sie im Dialogfeld Anmeldungseigenschaften im Bereich Seite auswählen
das Element Benutzerzuordnung aus.
e. Wählen Sie in der Liste Benutzer, die dieser Anmeldung zugeordnet sind: in der
Spalte Zuordnen das Feld aus, das OperationsManager (Standardname)
entspricht.
f.
Vergewissern Sie sich, dass in der Liste Mitgliedschaft in Datenbankrolle für:
OperationsManager die folgenden Elemente ausgewählt sind: db_datareader,
db_datawriter, db_ddladmin und dbmodule_users.
g. Klicken Sie auf OK, um Ihre Änderungen zu speichern und das Dialogfeld
Anmeldungseigenschaften zu schließen.
11. Fügen Sie auf dem neuen Hostserver der OperationsManager-Datenbank wie folgt die
korrekte Anmeldeberechtigung für den Data Warehouse-Server hinzu, auf dem das Data
Warehouse-Aktionskonto ausgeführt wird:
a. Öffnen Sie Microsoft SQL Server Management Studio, navigieren Sie im Bereich
Objekt-Explorer zu Sicherheit, und erweitern Sie dann Anmeldungen.
b. Suchen Sie das Data Warehouse-Aktionskonto. Falls es nicht aufgeführt ist, fügen
Sie es hinzu.
c.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Data Warehouse-Aktionskonto, und
wählen Sie Eigenschaften aus.
d. Wählen Sie im Dialogfeld Anmeldungseigenschaften im Bereich Seite auswählen
das Element Benutzerzuordnung aus.
e. Wählen Sie in der Liste Benutzer, die dieser Anmeldung zugeordnet sind: in der
Spalte Zuordnen das Feld aus, das OperationsManager (Standardname)
137
entspricht.
f.
Vergewissern Sie sich, dass in der Liste Mitgliedschaft in Datenbankrolle für:
OperationsManager die folgenden Elemente ausgewählt sind: db_datareader und
dwsynch_users.
g. Klicken Sie auf OK, um Ihre Änderungen zu speichern und das Dialogfeld
Anmeldungseigenschaften zu schließen.
Festlegen von ENABLE_BROKER
Damit Sie Tasks ausführen und mithilfe des Ermittlungs-Assistenten Agents installieren können,
müssen Sie den Wert ENABLE_BROKER festlegen.
Nach dem Verschieben der Operations Manager-Datenbank hat der Service BrokerVerfügbarkeitsmonitor möglicherweise den Status Kritisch, oder der Service Broker ist
deaktiviert. Überprüfen Sie den Monitorstatus, indem Sie die folgende SQL-Abfrage ausführen:
SELECT is_broker_enabled FROM sys.databases WHERE name='OperationsManager'
Dabei ist "OperationsManager" der Standarddatenbankname, den Sie gegebenenfalls ersetzen
müssen.
Lautet das Abfrageergebnis "0", ist der Service Broker deaktiviert, und Sie müssen ihn wie
nachfolgend beschrieben erneut aktivieren.
So legen Sie ENABLE_BROKER fest
1. Öffnen Sie SQL Server Management Studio.
2. Wählen Sie im Dialogfeld Mit Server verbinden die entsprechenden Werte in den Listen
Servertyp, Servername und Authentifizierung aus, und klicken Sie dann auf
Verbinden.
3. Klicken Sie auf Neue Abfrage.
4. Geben Sie im Abfragefenster die folgende Abfrage ein:
ALTER DATABASE OperationsManager SET SINGLE_USER WITH ROLLBACK
IMMEDIATE
5. Klicken Sie auf Ausführen.
6. Geben Sie die folgende Abfrage ein:
ALTER DATABASE OperationsManager SET ENABLE_BROKER
7. Klicken Sie auf Ausführen.
8. Schließen Sie SQL Server Management Studio.
Hinweis
Beim Schließen von SQL Server Management Studio wird die Verbindung
zur Datenbank im Einzelbenutzermodus getrennt. Je nach Konfiguration
müssen Sie vor Ausführung der nachfolgenden ALTER-Abfrage Prozesse,
die mit der Datenbank verbunden sind, möglicherweise manuell beenden.
138
9. Öffnen Sie SQL Server Management Studio.
10. Wählen Sie im Dialogfeld Mit Server verbinden die entsprechenden Werte in den Listen
Servertyp, Servername und Authentifizierung aus, und klicken Sie dann auf
Verbinden.
11. Klicken Sie auf Neue Abfrage.
12. Geben Sie im Abfragefenster die folgende Abfrage ein:
ALTER DATABASE OperationsManager SET MULTI_USER
13. Klicken Sie auf Ausführen.
Sie können überprüfen, ob die Einstellung für ENABLE_BROKER "1" lautet, indem diese SQLAbfrage ausführen: SELECT is_broker_enabled FROM sys.databases WHERE
name='OperationsManager'.
Hinweis
Zur Verwendung der Ermittlung müssen Sie die folgenden Dienste neu starten: System
Center-Datenzugriffsdienst, System Center-Verwaltungskonfigurationsdienst und System
Center-Verwaltungsdienst. Möglicherweise müssen Sie außerdem die folgenden Dienste
neu starten: SQL Server und SQL Server-Agent.
Verschieben der OperationsManagerDW-Datenbank in Operations Manager
2007
Aus verschiedenen Gründen kann es erforderlich sein, die OperationsManagerDW-Datenbank
von ihrem ursprünglichen Server auf einen anderen Server zu verschieben.
Vorsicht
Dieses Verfahren birgt das Risiko eines Datenverlusts, wenn es nicht ordnungsgemäß
bzw. nicht innerhalb eines gewissen Zeitraums nach Auftreten des Fehlers durchgeführt
wird. Gehen Sie exakt wie nachfolgend beschrieben vor, ohne unnötige Verzögerungen
zwischen den einzelnen Schritten.
Dies sind die allgemeinen Schritte für das Verschieben der OperationsManagerDW-Datenbank:
1. Beenden Sie die Microsoft System Center Operations Manager 2007-Dienste, um zu
verhindern, dass die OperationsManagerDW-Datenbank während des Verschiebens
aktualisiert wird.
2. Sichern Sie die OperationsManagerDW-Datenbank, damit die Daten, die Operations
Manager bereits von der Verwaltungsgruppe gesammelt hat, erhalten bleiben.
3. Deinstallieren Sie die aktuelle Data Warehouse-Komponente, und löschen Sie die
OperationsManagerDW-Datenbank.
4. Installieren Sie die Berichterstattungs-Data Warehouse-Komponente auf dem neuen Data
Warehouse-Server.
5. Stellen Sie die ursprüngliche OperationsManagerDW-Datenbank wieder her.
139
6. Konfigurieren Sie Operations Manager für die Verwendung der OperationsManagerDWDatenbank auf dem neuen Data Warehouse-Server.
7. Starten Sie die Operations Manager-Dienste neu.
Vorgehensweise beim Verschieben der OperationsManagerDW-Datenbank
Mit dem folgenden Verfahren können Sie die OperationsManagerDW-Datenbank auf einen neuen
Data Warehouse-Server verschieben.
So verschieben Sie die OperationsManagerDW-Datenbank
1. Beenden Sie die Operations Manager-Dienste wie folgt:
a. Beenden Sie auf dem Stammverwaltungsserver den System CenterDatenzugriffsdienst und den System Center-Verwaltungskonfigurationsdienst.
b. Beenden Sie auf dem Stammverwaltungsserver sowie auf allen anderen
Verwaltungsservern den System Center-Verwaltungsdienst.
2. Verwenden Sie SQL Server Management Studio auf dem aktuellen Data WarehouseServer, um die OperationsManagerDW-Datenbank (Standardname) in einem
freigegebenen Ordner auf dem Server zu sichern. Es wird empfohlen, die zugehörige
master-Datenbank ebenfalls zu sichern.
3. Deinstallieren Sie auf dem aktuellen Data Warehouse-Server die Berichterstattungs-Data
Warehouse-Komponente wie folgt:
a. Klicken Sie auf Start > Systemsteuerung > Software (Windows Server 2003) bzw.
Programme und Funktionen (Windows Server 2008).
b. Wählen Sie im Dialogfeld Software bzw. Programme und Funktionen zuerst
System Center Operations Manager 2007 R2-Berichtsserver und dann Ändern
aus.
c.
Wählen Sie im Setup-Assistenten für die System Center Operations Manager 2007
R2-Berichterstattung auf der Seite Operations Manager 2007 R2-Wartung das
Element Ändern aus, und klicken Sie dann auf Weiter.
d. Klicken Sie auf der Seite Benutzerdefinierte Installation auf die Komponente Data
Warehouse mit der Option Diese Komponente wird nicht verfügbar sein.
e. Schließen Sie den Assistenten ab.
Hinweis
Die OperationsManagerDW-Datenbank wird hierdurch nicht vom Microsoft
SQL Server entfernt.
4. Löschen Sie die OperationsManagerDW-Datenbank auf dem aktuellen Data WarehouseServer wie folgt:
a. Navigieren Sie in Microsoft SQL Server Management Studio zu Datenbanken.
b. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf OperationsManagerDW, und klicken Sie
dann auf Löschen.
140
c.
Vergewissern Sie sich, dass im Dialogfeld Objekt löschen die Optionen
Sicherungs- und Wiederherstellungsverlaufsinformationen für Datenbanken
löschen und Bestehende Verbindungen schließen ausgewählt sind.
5. Führen Sie SetupOM.exe auf dem neuen Data Warehouse-Server aus, um die
Berichterstattungs-Data Warehouse-Komponente wie folgt zu installieren:
a. Wählen Sie auf der Seite System Center Operations Manager 2007 R2-Setup das
Element Operations Manager 2007 R2-Berichterstattung installieren aus.
b. Konfigurieren Sie im Setup-Assistenten für die System Center Operations Manager
2007 R2-Berichterstattung auf der Seite Benutzerdefinierte Installation nur die
Komponente Data Warehouse für die Installation.
Wenn Sie die OperationsManagerDW-Datenbank auf einen anderen Server
verschieben als den Server, auf dem die Berichterstattungskomponente von
Operations Manager installiert ist, konfigurieren Sie die Komponente Berichtsserver
mit der Option Diese Komponente wird nicht verfügbar sein.
6. Löschen Sie die OperationsManagerDW-Datenbank auf dem neuen Data WarehouseServer wie folgt:
a. Navigieren Sie in Microsoft SQL Server Management Studio zu Datenbanken.
b. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf OperationsManagerDW, und klicken Sie
dann auf Löschen.
c.
Vergewissern Sie sich, dass im Dialogfeld Objekt löschen die Optionen
Sicherungs- und Wiederherstellungsverlaufsinformationen für Datenbanken
löschen und Bestehende Verbindungen schließen ausgewählt sind.
7. Verwenden Sie SQL Management Studio auf dem neuen Data Warehouse-Server, um
die OperationsManagerDW-Datenbanksicherung (aus Schritt 2) wiederherzustellen.
Greifen Sie auf die Sicherungskopie der Datenbank zu, indem Sie sie auf ein lokales
Laufwerk kopieren bzw. indem Sie ein lokales Laufwerk dem Ordner zuordnen, der die
Sicherungskopie enthält.
8. Verwenden Sie SQL Management Studio auf dem neuen Data Warehouse-Server, um
einen Anmeldenamen für das System Center-Datenzugriffsdienstkonto, das Data
Warehouse-Aktionskonto und das Datenlesekonto zu erstellen.
Hinweis
Falls "LocalSystem" als System Center-Datenzugriffsdienstkonto verwendet
wurde, geben Sie für die SQL-Anmeldung <Domäne\Computername$> ein.
9. Fügen Sie auf dem neuen Data Warehouse-Server wie folgt die korrekte
Anmeldeberechtigung für den Computer hinzu, auf dem der SDK-Dienst ausgeführt wird:
a. Navigieren Sie in Microsoft SQL Server Management Studio im Bereich ObjektExplorer zu Sicherheit, und erweitern Sie dann Anmeldungen.
b. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Konto, das dem Computer, auf dem
der SDK-Dienst ausgeführt wird, entspricht (bei Verwendung von "LocalSystem"
lautet das Format <Domäne\Computername$>). Wählen Eigenschaften aus.
141
c.
Wählen Sie im Dialogfeld Anmeldungseigenschaften im Bereich Seite auswählen
das Element Benutzerzuordnung aus.
d. Wählen Sie in der Liste Benutzer, die dieser Anmeldung zugeordnet sind: in der
Spalte Zuordnen das Feld aus, das der Datenbank OperationsManagerDW
entspricht.
e. Wählen Sie in der Liste Mitgliedschaft in Datenbankrolle für:
OperationsManagerDW die Optionen OpsMgrReader und db_datareader aus.
f.
Klicken Sie auf OK, um Ihre Änderungen zu speichern und das Dialogfeld
Anmeldungseigenschaften zu schließen.
10. Fügen Sie auf dem neuen Data Warehouse-Server wie folgt die korrekte
Anmeldeberechtigung für den Computer hinzu, auf dem das Datenlesekonto ausgeführt
wird:
a. Navigieren Sie in Microsoft SQL Server Management Studio im Bereich ObjektExplorer zu Sicherheit, und erweitern Sie dann Anmeldungen.
b. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Datenlesekonto, und wählen Sie
Eigenschaften aus.
c.
Wählen Sie im Dialogfeld Anmeldungseigenschaften im Bereich Seite auswählen
das Element Benutzerzuordnung aus.
d. Wählen Sie in der Liste Benutzer, die dieser Anmeldung zugeordnet sind: in der
Spalte Zuordnen das Feld aus, das OperationsManagerDW entspricht.
e. Wählen Sie in der Liste Mitgliedschaft in Datenbankrolle für:
OperationsManagerDW die Optionen OpsMgrReader und db_datareader aus.
f.
Klicken Sie auf OK, um Ihre Änderungen zu speichern und das Dialogfeld
Anmeldungseigenschaften zu schließen.
11. Fügen Sie auf dem neuen Data Warehouse-Server wie folgt die korrekte
Anmeldeberechtigung für den Computer hinzu, auf dem das Data WarehouseAktionskonto ausgeführt wird:
a. Navigieren Sie in Microsoft SQL Server Management Studio im Bereich ObjektExplorer zu Sicherheit, und erweitern Sie dann Anmeldungen.
b. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Data Warehouse-Aktionskonto, und
wählen Sie Eigenschaften aus.
c.
Wählen Sie im Dialogfeld Anmeldungseigenschaften im Bereich Seite auswählen
das Element Benutzerzuordnung aus.
d. Wählen Sie in der Liste Benutzer, die dieser Anmeldung zugeordnet sind: in der
Spalte Zuordnen das Feld aus, das OperationsManagerDW entspricht.
e. Wählen Sie in der Liste Mitgliedschaft in Datenbankrolle für:
OperationsManagerDW die folgenden Elemente aus: OpsMgrWriter und
db_owner.
f.
Klicken Sie auf OK, um Ihre Änderungen zu speichern und das Dialogfeld
142
Anmeldungseigenschaften zu schließen.
12. Starten Sie auf dem Stammverwaltungsserver den System Center-Datenzugriffsdienst.
13. Ändern Sie auf dem Server, auf dem SQL Server Reporting Services ausgeführt wird,
wie folgt die Datenquelle:
a. Öffnen Sie in Internet Explorer http://localhost/reports<$Instanzname> (geben Sie
<$Instanzname> nur bei Verwendung einer benannten Instanz an).
b. Vergewissern Sie sich auf der SQL Server Reporting Services-Startseite, dass die
Seite Inhalt angezeigt wird. Wählen Details anzeigen aus.
c.
Klicken Sie in der angezeigten Liste auf Data Warehouse Main.
d. Ändern Sie auf der Seite Data Warehouse Main-Eigenschaften im Textfeld
Verbindungszeichenfolge den Namen des Datenbankservers in den Namen des
neuen Data Warehouse-Servers.
e. Klicken Sie auf Übernehmen.
14. Aktualisieren Sie auf dem Server, auf dem SQL Server Reporting Services ausgeführt
wird, die Registrierung wie folgt so, dass auf den Namen des neuen Data WarehouseServers verwiesen wird:
a. Suchen Sie den Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Microsoft Operations
Manager\3.0\Reporting.
b. Doppelklicken Sie auf den Wert DWDBInstance, und ändern Sie den Wert dann so,
dass er mit dem Namen des neuen Data Warehouse-Servers übereinstimmt.
Wurde die OperationsManagerDW-Datenbank auf demselben Server installiert wie
der Operations Manager-Berichtsserver, existiert dieser Schlüssel noch nicht und
muss (als Zeichenfolge) hinzugefügt werden.
15. Konfigurieren Sie die Operations Manager-Datenbank wie folgt mit dem Namen des
neuen Data Warehouse-Servers:
a. Öffnen Sie SQL Server Management Studio auf dem Hostserver der Operations
Manager-Datenbank, und navigieren Sie zu Datenbanken, OperationsManager und
dann zu Tabellen.
b. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf dbo.MT_DataWarehouse, und wählen Sie
dann Tabelle öffnen (SQL Server 2005) bzw. Oberste 200 Zeilen bearbeiten (SQL
Server 2008) aus.
c.
Ändern Sie den Wert in der Spalte
MainDatabaseServerName_16781F33_F72D_033C_1DF4_65A2AFF32CA3 so,
dass er dem Namen des neuen Data Warehouse-Servers entspricht.
d. Schließen Sie SQL Server Management Studio, um Ihre Änderungen zu speichern.
16. Konfigurieren Sie die OperationsManagerDW-Datenbank wie folgt mit dem Namen des
neuen Data Warehouse-Servers:
a. Öffnen Sie SQL Server Management Studio auf dem neuen Data Warehouse-Server,
143
und navigieren Sie zu Datenbanken, OperationsManagerDW und dann zu
Tabellen.
b. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Tabelle dbo.MemberDatabase, und
wählen Sie dann Tabelle öffnen (SQL Server 2005) bzw. Oberste 200 Zeilen
bearbeiten (SQL Server 2008) aus.
c.
Ändern Sie den Wert in der Spalte Servername so, dass er dem Namen des neuen
Data Warehouse-Servers entspricht.
d. Schließen Sie SQL Server Management Studio, um Ihre Änderungen zu speichern.
17. Starten Sie die Dienste wie folgt neu:
a. Starten Sie auf dem Stammverwaltungsserver den System CenterVerwaltungskonfigurationsdienst neu.
b. Starten Sie auf allen Verwaltungsservern den System Center-Verwaltungsdienst neu.
18. Vergewissern Sie sich wie nachfolgend beschrieben, dass die Datenbankverschiebung
erfolgreich durchgeführt wurde.
So überprüfen Sie die erfolgreiche Verschiebung der OperationsManagerDW-Datenbank
1. Vergewissern Sie sich, dass Sie einen Bericht über die Konsole ausführen können.
2. Stellen Sie sicher, dass der Integritätsstatus aller Verwaltungsserver in der
Verwaltungsgruppe Fehlerfrei lautet.
Hat ein Verwaltungsserver den Integritätsstatus Kritisch, öffnen Sie den IntegritätsExplorer, erweitern Sie Verfügbarkeit - <Servername>, und fahren Sie dann mit dem
Erweitern fort, bis Sie zu Data Warehouse SQL RS Deployed Management Pack List
Request State gelangen. Überprüfen Sie die zugehörigen Ereignisse, um festzustellen,
ob es ein Problem mit dem Zugriff auf die OperationsManagerDW-Datenbank gibt.
3. Überprüfen Sie die Betriebssystemereignisse:
a. Öffnen Sie die Ereignisanzeige des Betriebssystems. Navigieren Sie zu
Ereignisanzeige und dann zu Operations Manager.
b. Suchen Sie im Bereich Operations Manager nach Ereignissen mit der Quelle
Health Service-Modul sowie der Kategorie Data Warehouse.
Das Verschieben war erfolgreich, wenn die Ereignisnummer 31570, 31558 oder
31554 existiert.
Es besteht ein Problem beim Zugriff auf die OperationsManagerDW-Datenbank,
wenn die Ereignisnummern 31563, 31551, 31569 oder 31552 existieren.
4. Überprüfen Sie die Ereignisse in Operations Manager:
a. Wählen Sie in der Betriebskonsole Überwachung aus.
b. Navigieren Sie zu Überwachung, Operations Manager, Ereignisse für Health
Service-Modul und dann zu Ereignisse für Leistungsdatenquellen-Modul.
c.
Suchen Sie im Bereich Ereignisse für Leistungsdatenquellen-Modul nach
Ereignissen, deren Datum und Zeit nach der Verschiebung liegt.
144
Es liegt ein Problem mit der OperationsManagerDW-Datenbank vor, wenn Ereignisse
mit der Quelle Health Service-Modulund der Ereignisnummer 10103 existieren.
Verschieben der OperationsManagerAC-Datenbank in Operations Manager
2007
Aus verschiedenen Gründen kann es erforderlich sein, die Überwachungssammlungsdatenbank
(OperationsManagerAC) von ihrem ursprünglichen Server auf einen anderen Server zu
verschieben.
Vorsicht
Dieses Verfahren birgt das Risiko eines Datenverlusts, wenn es nicht ordnungsgemäß
bzw. nicht innerhalb eines gewissen Zeitraums durchgeführt wird. Gehen Sie exakt wie
nachfolgend beschrieben vor, ohne unnötige Verzögerungen zwischen den einzelnen
Schritten.
Dies sind die allgemeinen Schritte für das Verschieben der OperationsManagerAC-Datenbank:
1. Beenden Sie den Operations Manager-Überwachungssammeldienst (ACS), um zu
verhindern, dass die OperationsManagerAC-Datenbank während des Verschiebens
aktualisiert wird.
2. Sichern Sie die OperationsManagerAC-Datenbank.
3. Löschen Sie die OperationsManagerAC-Datenbank auf dem ursprünglichen
Überwachungssammlungs-Datenbankserver.
4. Stellen Sie die OperationsManagerAC-Datenbank auf dem neuen
Überwachungssammlungs-Datenbankserver wieder her.
5. Konfigurieren Sie die SQL Server-Berechtigungen auf dem neuen
Überwachungssammlungs-Datenbankserver.
6. Konfigurieren Sie den Überwachungssammlungsserver so, dass er auf den neuen
Überwachungssammlungs-Datenbankserver verweist.
7. Starten Sie den Operations Manager-Überwachungssammeldienst (ACS) neu.
Vorgehensweise beim Verschieben der OperationsManagerAC-Datenbank
Mit dem folgenden Verfahren verschieben Sie die OperationsManagerAC-Datenbank auf einen
neuen Überwachungssammlungs-Datenbankserver.
So verschieben Sie die OperationsManagerAC-Datenbank
1. Beenden Sie auf dem ursprünglichen Überwachungssammlungs-Datenbankserver den
Operations Manager-Überwachungssammeldienst (ACS).
2. Verwenden Sie Microsoft SQL Server Management Studio auf dem ursprünglichen
Überwachungssammlungs-Datenbankserver, um die OperationsManagerAC-Datenbank
(Standardname) in einem freigegebenen Ordner auf dem Server zu sichern. Es wird
145
empfohlen, die zugehörige master-Datenbank ebenfalls zu sichern.
3. Löschen Sie die OperationsManagerAC-Datenbank auf dem ursprünglichen
Überwachungssammlungs-Datenbankserver wie folgt:
a. Navigieren Sie in SQL Server Management Studio zu Datenbanken.
b. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf OperationsManagerAC, und wählen Sie
dann Löschen aus.
c.
Vergewissern Sie sich, dass im Dialogfeld Objekt löschen die Optionen
Sicherungs- und Wiederherstellungsverlaufsinformationen für Datenbanken
löschen und Bestehende Verbindungen schließen ausgewählt sind.
4. Verwenden Sie SQL Management Studio auf dem neuen ÜberwachungssammlungsDatenbankserver, um die OperationsManagerAC-Datenbanksicherung
wiederherzustellen. Greifen Sie auf die Sicherungskopie der Datenbank zu, indem Sie sie
auf ein lokales Laufwerk kopieren bzw. indem Sie ein lokales Laufwerk dem Ordner
zuordnen, der die Sicherungskopie enthält.
5. Verwenden Sie SQL Management Studio auf dem neuen ÜberwachungssammlungsDatenbankserver, um eine Anmeldung für den Überwachungssammeldienst-Server zu
erstellen. Verwenden Sie für SQL-Anmeldungen das Format
<Domäne\Computername$> (wobei Computername für den Namen des
Überwachungssammeldienst-Servers steht).
6. Fügen Sie auf dem neuen Überwachungssammlungs-Datenbankserver wie folgt die
korrekte Anmeldeberechtigung für den Computer hinzu, auf dem der ACS-Dienst
ausgeführt wird:
a. Navigieren Sie in SQL Server Management Studio zu Sicherheit und dann zu
Anmeldungen.
b. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Konto, das dem Computer entspricht,
auf dem der ACS-Dienst ausgeführt wird (verwenden Sie hierfür das Format
<Domäne\Computername$>). Wählen Sie Eigenschaften aus, und wählen Sie dann
Benutzerzuordnung aus.
c.
Wählen Sie in der Spalte Zuordnen das Feld aus, das der Datenbank
OperationsManagerAC entspricht, und wählen Sie dann db_owner in der Liste
Mitgliedschaft in Datenbankrolle für: OperationsManagerAC aus.
d. Klicken Sie auf OK.
7. Suchen Sie auf dem Hostcomputer des Überwachungssammeldiensts den
Registrierungsschlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ODBC\ODBC.INI\OpsMgrAC. Doppelklicken Sie
auf den Wert Server, und setzen diesen Wert auf den Namen des neuen
Überwachungssammeldienst-Datenbankservers.
8. Starten Sie auf dem Server, auf dem ACS ausgeführt wird, den
Überwachungssammeldienst.
9. Vergewissern Sie sich, dass die Datenbankverschiebung erfolgreich durchgeführt wurde,
146
indem Sie die OperationsManagerAC-Datenbank in der neuesten Tabelle
dtEvent_<GUID> nach Einträgen durchsuchen, die über einen Datums-/Zeitstempel
verfügen, der aktueller ist als der Zeitpunkt, an dem der Dienst im vorangehenden Schritt
neu gestartet wurde.
Höherstufen eines Verwaltungsservers zum Stammverwaltungsserver in
Operations Manager 2007
Gehen Sie wie nachfolgend beschrieben vor, um einen Verwaltungsserver zum
Stammverwaltungsserver höher zu stufen und anschießend bei Bedarf den Wert
ENABLE_BROKER in der Operations Manager-Datenbank auf 1 zurückzusetzen.
Hier einige allgemeine Richtlinien zum Höherstufen von Verwaltungsservern:

In einem Fehlerwiederherstellungsszenario können Sie den Stammverwaltungsserver
ändern, indem Sie einen anderen Verwaltungsserver zum Stammverwaltungsserver höher
stufen. In diesem Szenario muss der Verwaltungsserver, für den Sie eine Höherstufung zum
Stammverwaltungsserver planen, bereits installiert sein, bevor der Fehler bzw. Ausfall des
aktuellen Stammverwaltungsservers auftritt.

Wenn Sie die Höherstufung auf die Stammverwaltungsserver-Rolle entfernt von einem
gruppierten Stammverwaltungsserver vornehmen, müssen Sie sicherstellen, dass die
Dienste (System Center-Verwaltungsdienst, System Center-Verwaltungskonfigurationsdienst
und System Center-Datenzugriffsdienst) für diesen gruppierten Stammverwaltungsserver
offline sind. Diese Dienste wurden möglicherweise bereits beendet (beispielsweise aufgrund
des Umstands, dass der gruppierte Stammverwaltungsserver nicht mehr in Betrieb ist). Sind
diese Dienste jedoch noch aktiv, müssen sie aus der Clusterverwaltung heraus beendet
werden, wenn Sie Windows Server 2003 verwenden, bzw. über die FailoverclusterVerwaltung, wenn Sie Windows Server 2008 verwenden.

Beenden Sie bei Operations Manager 2007 SP1 in einem Cluster den Integritätsdienst
auf allen Knoten des gruppierten Stammverwaltungsservers, bevor Sie einen anderen
Verwaltungsserver zum Stammverwaltungsserver höher stufen.

Beenden Sie bei Operations Manager 2007 R2 in einem Cluster den System CenterVerwaltungsdienst auf allen Knoten des gruppierten Stammverwaltungsservers, bevor
Sie einen anderen Verwaltungsserver zum Stammverwaltungsserver höher stufen.

Nach einer entfernt von einem gruppierten Stammverwaltungsserver erfolgten Höherstufung
auf die Stammverwaltungsserver-Rolle können Sie die einzelnen Knoten nicht als
Verwaltungsserver konfigurieren. Dieses Szenario wird nicht unterstützt; Sie sollten die
Aktion UpdateDemotedRMS daher nicht auf diesen Knoten verwenden. Wenn Sie den
Cluster nicht wieder verwenden werden, deinstallieren Sie alle Operations Manager 2007Komponenten von den Clusterknoten.

In Operations Manager 2007 SP1 ist es möglich, den Stammverwaltungsserver wieder auf
die ursprüngliche gruppierte Stammverwaltungsserver-Konfiguration zurückzustufen. Dazu
müssen Sie zunächst sicherstellen, dass die Clustergruppe des Stammverwaltungsservers
147
(Windows Server 2003) bzw. der Dienst oder die Anwendung (Windows Server 2008) offline
ist, und dann die Aktion PromoteRMS auf dem aktiven Knoten des Clusters ausführen.
Werden die Clusterressourcen nicht offline geschaltet, hat dies eine Beschädigung Ihrer
OperationsManager-Datenbank zur Folge.

Wurde ein Verwaltungsserver zum Stammverwaltungsserver höher gestuft, ohne das
gleichzeitig eine Tieferstufung des ursprünglichen Stammverwaltungsservers erfolgt ist
(hierfür kann es verschiedene Gründe geben, beispielsweise Verbindungsprobleme oder
computerseitige Hardwareprobleme), müssen Sie, wenn Sie den ursprünglichen Server
erneut als Stammverwaltungsserver nutzen möchten, weil er wieder verfügbar ist, den
Stammverwaltungsserver zunächst zu einem Verwaltungsserver tiefer stufen. Dies ist
erforderlich, weil Sie bereits einen anderen Verwaltungsserver zum Stammverwaltungsserver
höher gestuft haben.
Nachdem Sie den ursprünglichen Stammverwaltungsserver zu einem Verwaltungsserver
tiefer gestuft haben, indem Sie die Aktion UpdateDemotedRMS des Tools
ManagementServerConfigTool lokal auf diesem ursprünglichen Stammverwaltungsserver
ausführen, können Sie ihn wieder zum Stammverwaltungsserver höher stufen.
Hinweis
Durch Ausführen der Aktion PromoteRMS wird der frühere Stammverwaltungsserver
automatisch zum Verwaltungsserver tiefer gestuft, es sei denn, auf den ursprünglichen
Stammverwaltungsserver kann nicht zugegriffen werden bzw. wenn für
/DemoteExistingRMS: die Einstellung ‘True’ festgelegt wurde (in diesem Fall wird der
frühere Stammverwaltungsserver nicht tiefer gestuft, sondern aus der Datenbank
gelöscht).
Dies sind die allgemeinen Schritte für das Höherstufen eines Verwaltungsservers zum
Stammverwaltungsserver:
1. Stufen Sie einen Verwaltungsserver zum Stammverwaltungsserver höher.
2. Konfigurieren Sie den Berichtsserver mit dem Namen des neuen Stammverwaltungsservers.
3. Konfigurieren Sie die Webkonsole mit dem Namen des neuen Stammverwaltungsservers.
4. Setzen Sie ENABLE_BROKER bei Bedarf auf 1. Nachdem Sie die Höherstufung erfolgreich
abgeschlossen haben, müssen Sie möglicherweise den Wert für den Service BrokerVerfügbarkeitsmonitor auf 1 setzen. Überprüfen Sie den Monitorstatus, indem Sie die
folgende SQL-Abfrage ausführen:
SELECT is_broker_enabled FROM sys.databases WHERE name='OperationsManager'
Lautet das Abfrageergebnis "0", wurde der Service Broker deaktiviert, und Sie müssen ihn
erneut aktivieren (siehe hierzu das Verfahren "So setzen Sie ENABLE_BROKER auf 1"
weiter unten in diesem Thema).
So stufen Sie einen Verwaltungsserver zum Stammverwaltungsserver höher
1. Kopieren Sie auf dem Verwaltungsserver, den Sie höher stufen möchten, das Tool
ManagementServerConfigTool.exe aus dem Ordner SupportTools des
148
Installationsmediums in den Installationsordner (standardmäßig C:\Programme\System
Center Operations Manager 2007), in diesem Beispiel installverzeichnis genannt.
2. Öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster unter Verwendung der Option Als
Administrator ausführen, und ändern Sie den Ordner dann in den Ordner
installverzeichnis.
3. Geben Sie den folgenden Befehl ein:
SecureStorageBackup.exe Restore <Dateiname>
Hier steht Dateiname für die Schlüsselsicherungsdatei des Stammverwaltungsservers.
4. Geben Sie bei Bedarf ein Kennwort an.
5. Öffnen Sie auf dem Verwaltungsserver ein Eingabeaufforderungsfenster unter
Verwendung der Option Als Administrator ausführen, und geben Sie dann den
folgenden Befehl ein:
ManagementServerConfigTool.exe PromoteRMS
6. Es werden zwei Warnungen angezeigt. Zum einen werden Sie gewarnt, die
OperationsManager-Datenbank zu sichern, zum anderen werden Sie gewarnt, die
Dienste System Center-Verwaltung, System Center-Verwaltungskonfiguration und
System Center-Datenzugriff offline zu schalten, wenn sich Ihr Stammverwaltungsserver
in einem Cluster befindet. Geben Sie Y für beide ein.
7. Stufen Sie den ursprünglichen Stammverwaltungsserver zum Verwaltungsserver tiefer,
indem Sie am ursprünglichen Stammverwaltungsserver wie folgt vorgehen:
Hinweis
Dieser Schritt ist nur erforderlich, wenn der ursprüngliche
Stammverwaltungsserver als Verwaltungsserver verwendet werden soll.
a. Geben Sie den folgenden Befehl ein: ManagementServerConfigTool.exe
UpdateDemotedRMS. Geben Sie Y als Antwort auf die Warnung zur
Datenbanksicherung ein.
b. Löschen Sie die vorhandenen Unterordner des Ordners Health Service State im
Ordner installverzeichnis.
So konfigurieren Sie den Berichtsserver mit dem Namen des neuen
Stammverwaltungsservers
1. Melden Sie sich beim Berichtsserver an.
2. Navigieren Sie zum Reporting Services-Installationsordner, beispielsweise
%Programme%\Microsoft SQL Server\MSSQL.2\Reporting Services\ReportServer,
wenn Sie SQL Server 2005 verwenden, bzw. %Programme%\Microsoft SQL
Server\MSRS10.MSSQLSERVER\Reporting Services\ReportServer, wenn Sie SQL
Server 2008 verwenden.
3. Öffnen Sie die Datei rsreportserver.config in Microsoft Editor, und suchen Sie die
beiden Instanzen von <Servername>Servername</Servername>, wobei Servername für
149
den Namen des ursprünglichen Stammverwaltungsservers steht. Ändern Sie
Servername in den Namen des neuen Stammverwaltungsservers.
4. Speichern Sie die Datei, und schließen Sie danach Microsoft Editor.
5. Öffnen Sie die Registrierung, und suchen Sie den Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Microsoft Operations
Manager\3.0\Reporting.
6. Ändern Sie den Wert DefaultSDKServiceMachine in den Namen des neuen
Stammverwaltungsservers.
So konfigurieren Sie den Data Warehouse-Server mit Berechtigungen für den neuen
Stammverwaltungsserver
1. Öffnen Sie auf dem Hostserver des Data Warehouse Microsoft SQL Server Management
Studio, navigieren Sie im Bereich Objekt-Explorer zu Sicherheit, und erweitern Sie
dann das Element Anmeldungen.
2. Suchen Sie das Konto, das dem neuen Stammverwaltungsserver, auf dem der System
Center-Datenzugriffsdienst ausgeführt wird, entspricht (bei Verwendung von
"LocalSystem" lautet das Format <Domäne\Computername$>).
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Konto, und wählen Sie Eigenschaften
aus.
4. Wählen Sie im Dialogfeld Anmeldungseigenschaften im Bereich Seite auswählen das
Element Benutzerzuordnung aus.
5. Wählen Sie in der Liste Benutzer, die dieser Anmeldung zugeordnet sind: in der
Spalte Map das Feld aus, das der Datenbank OperationsManagerDW entspricht.
6. In der Liste Mitgliedschaft in Datenbankrolle für: OperationsManagerDW müssen die
folgenden Elemente ausgewählt sein: configsvc_users, db_datareader,
db_datawriter, db_ddladmin und sdk_users.
7. Klicken Sie auf OK, um Ihre Änderungen zu speichern und das Dialogfeld
Anmeldungseigenschaften zu schließen.
So konfigurieren Sie die Webkonsole mit dem Namen des neuen
Stammverwaltungsservers
1. Melden Sie sich beim Webkonsolenserver an.
2. Navigieren Sie zum Installationsordner der Webkonsole (standardmäßig
%Programme%\System Center Operations Manager 2007\Webkonsole).
3. Öffnen Sie die Datei Web.config in Microsoft Editor.
4. Suchen Sie die Zeile ‘<add key="MOMServer" value="RootManagementServer "/>’,
wobei RootManagementServer für den Namen des ursprünglichen
Stammverwaltungsservers steht. Ändern Sie RootManagementServer in den Namen des
neuen Stammverwaltungsservers.
5. Speichern Sie Ihre Änderungen, und schließen Sie danach Microsoft Editor.
150
So setzen Sie ENABLE_BROKER auf 1
1. Öffnen Sie SQL Server Management Studio.
2. Wählen Sie im Dialogfeld Mit Server verbinden die entsprechenden Werte in den Listen
Servertyp, Servername und Authentifizierung aus, und klicken Sie dann auf
Verbinden.
3. Klicken Sie auf Neue Abfrage.
4. Geben Sie im Abfragefenster die folgende Abfrage ein:
ALTER DATABASE OperationsManager SET SINGLE_USER WITH ROLLBACK
IMMEDIATE
5. Klicken Sie auf Ausführen.
6. Geben Sie die folgende Abfrage ein:
ALTER DATABASE OperationsManager SET ENABLE_BROKER
7. Klicken Sie auf Ausführen.
8. Wählen Sie im Dialogfeld Mit Server verbinden die entsprechenden Werte in den Listen
Servertyp, Servername und Authentifizierung aus, und klicken Sie dann auf
Verbinden.
9. Klicken Sie auf Neue Abfrage.
10. Geben Sie im Abfragefenster die folgende Abfrage ein:
ALTER DATABASE OperationsManager SET MULTI_USER
11. Klicken Sie auf Ausführen.
12. Vergewissern Sie sich, dass ENABLE_BROKER auf 1 gesetzt ist, indem Sie die folgende
SQL-Abfrage ausführen:
SELECT is_broker_enabled FROM sys.databases WHERE name='OperationsManager'
Entfernen eines Verwaltungsservers von einem Computer in Operations
Manager 2007
Mit dem folgenden Verfahren widerrufen Sie die Verwaltungsserverrolle eines Computers. Dies
kann beispielsweise erforderlich sein, wenn Sie einen Computer, der zum Hosten der
Verwaltungsserverrolle verwendet wird, freigeben und einen Gatewayserver installieren müssen.
Bevor Sie die Verwaltungsserverrolle von einem Computer entfernen, müssen Sie alle Objekte,
die von diesem Verwaltungsserver verwaltet werden, wie nachfolgend beschrieben für die
Verwaltung durch einen anderen Verwaltungsserver konfigurieren.
Dies sind die allgemeinen Schritte für das Entfernen der Verwaltungsserverrolle:
1. Löschen Sie den Verwaltungsserver aus der Verwaltungsgruppe.
2. Wenn der Verwaltungsserver, der entfernt werden soll, als primärer Verwaltungsserver für
Agents fungiert, müssen Sie diese für die Verwendung eines neuen primären
151
Verwaltungsservers konfigurieren. Siehe Ändern des primären Verwaltungsservers weiter
unten.
3. Wenn der Verwaltungsserver, der entfernt werden soll, als Proxyagent für einen ohne Agent
verwalteten Computer fungiert, müssen Sie einen neuen Verwaltungsserver angeben. Siehe
Konfigurieren eines ohne Agent verwalteten Computers zur Verwendung eines anderen
Proxyagents weiter unten.
4. Wenn der Verwaltungsserver, der entfernt werden soll, als Proxyagent für ein Netzwerkgerät
fungiert, müssen Sie einen neuen Verwaltungsserver angeben. Siehe Konfigurieren eines
Netzwerkgeräts zur Verwendung eines anderen Operations Manager 2007-Proxyagents
weiter unten.
5. Entfernen Sie die Verwaltungsserverrolle von einem Computer. Siehe Entfernen des
Verwaltungsservers von einem Computer weiter unten.
Vorgehensweisen
So löschen Sie einen Verwaltungsserver aus der Verwaltungsgruppe
1. Öffnen Sie die Betriebskonsole mit einem Konto, das der Operations Manager 2007Administratorrolle für die Verwaltungsgruppe angehört.
2. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Verwaltung.
Hinweis
Bei Ausführung der Betriebskonsole auf einem Computer, der kein
Verwaltungsserver ist, wird das Dialogfeld Mit Server verbinden angezeigt.
Geben Sie den Namen des Operations Manager 2007-Verwaltungsservers,
der mit der Betriebskonsole verbunden werden soll, in das Textfeld
Servername ein.
3. Klicken Sie im Verwaltungsbereich auf Verwaltungsserver.
4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den gewünschten Verwaltungsserver, und
klicken Sie dann auf Löschen.
5. Klicken Sie im Dialogfeld Löschen des Verwaltungsservers bestätigen auf Ja.
Ändern des primären Verwaltungsservers
Mit dem folgenden Verfahren ändern Sie den primären Verwaltungsserver für mit Agent
verwaltete Computer, die primären und sekundären Verwaltungsservern ohne die Active
Directory-Domänendienste zugewiesen wurden.
So ändern Sie mit der Betriebskonsole den primären Verwaltungsserver für mit Agent
verwaltete Computer
1. Öffnen Sie die Betriebskonsole mit einem Konto, das der Operations Manager 2007Administratorrolle für die Verwaltungsgruppe angehört.
2. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Verwaltung.
152
Hinweis
Bei Ausführung der Betriebskonsole auf einem Computer, der kein
Verwaltungsserver ist, wird das Dialogfeld Mit Server verbinden angezeigt.
Geben Sie in das Textfeld Servername den Namen des Operations
Manager 2007-Verwaltungsservers ein, der mit der Betriebskonsole
verbunden werden soll.
3. Erweitern Sie im Bereich "Verwaltung" den Knoten Verwaltung, erweitern Sie
Geräteverwaltung, und klicken Sie dann auf Mit Agents verwaltet.
4. Klicken Sie im Bereich Mit Agents verwaltet mit der rechten Maustaste auf die
Computer, deren primärer Verwaltungsserver geändert werden soll, und wählen Sie dann
Primären Verwaltungsserver ändern aus.
Hinweis
Die Option Primären Verwaltungsserver ändern ist nicht verfügbar, wenn
sich unter den ausgewählten Computern solche befinden, die der
Verwaltungsgruppe mithilfe der Active Directory-Domänendienste
zugewiesen wurden.
5. Wählen Sie im Dialogfeld Verwaltungsserver ändern den gewünschten
Verwaltungsserver aus der Liste aus, und klicken Sie dann auf OK. Die Änderung wird
nach dem nächsten Updatevorgang für den Agent wirksam.
Konfigurieren eines ohne Agent verwalteten Computers zur Verwendung eines anderen
Proxyagents
Mit dem folgenden Verfahren ändern Sie den Operations Manager 2007-Proxyagent für einen
ohne Agent verwalteten Computer. Jeder beliebige mit Agent verwaltete Computer in der
Verwaltungsgruppe kann als Proxyagent fungieren.
So ändern Sie den Proxyagent für ohne Agent verwaltete Computer
1. Öffnen Sie die Betriebskonsole mit einem Konto, das der Operations Manager 2007Administratorrolle angehört.
2. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Verwaltung.
Hinweis
Bei Ausführung der Betriebskonsole auf einem Computer, der kein
Verwaltungsserver ist, wird das Dialogfeld Mit Server verbinden angezeigt.
Geben Sie in das Textfeld Servername den Namen des Operations
Manager 2007-Verwaltungsservers ein, der mit der Betriebskonsole
verbunden werden soll.
3. Erweitern Sie im Bereich "Verwaltung" den Knoten Verwaltung, erweitern Sie
Geräteverwaltung, und klicken Sie dann auf Ohne Agents verwaltet.
4. Klicken Sie im Bereich Ohne Agents verwaltet mit der rechten Maustaste auf die ohne
Agent verwalteten Computer, deren Proxyagent geändert werden soll, und wählen Sie
153
dann Proxyagent ändern aus.
5. Wählen Sie im Dialogfeld Proxyagent ändern den Computer aus, der der neue
Proxyagent sein soll, und klicken Sie dann auf OK.
Konfigurieren eines Netzwerkgeräts zur Verwendung eines anderen Operations
Manager 2007-Proxyagents
Mit dem folgenden Verfahren ändern Sie den Operations Manager 2007-Proxyagent für
Netzwerkgeräte. Jeder mit Agents verwaltete Computer in der Verwaltungsgruppe kann
Proxyagent sein. Auf dem Computer muss SNMP installiert sein, eine optionale WindowsKomponente; außerdem muss der Computer mit SNMP Verbindungen zu Geräten herstellen
können.
So ändern Sie den Proxyagent für Netzwerkgeräte
1. Öffnen Sie die Betriebskonsole mit einem Konto, das der Operations Manager 2007Administratorrolle angehört.
2. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Verwaltung.
Hinweis
Bei Ausführung der Betriebskonsole auf einem Computer, der kein
Verwaltungsserver ist, wird das Dialogfeld Mit Server verbinden angezeigt.
Geben Sie in das Textfeld Servername den Namen des Operations
Manager 2007-Verwaltungsservers ein, der mit der Betriebskonsole
verbunden werden soll.
3. Erweitern Sie die Knoten Verwaltung und Geräteverwaltung im Verwaltungsbereich,
und klicken Sie dann auf Netzwerkgeräte.
4. Klicken Sie im Bereich Netzwerkgeräte mit der rechten Maustaste auf die
Netzwerkgeräte, deren Proxyagent geändert werden soll, und wählen Sie dann
Proxyagent ändern aus.
5. Wählen Sie im Dialogfeld Proxyagent ändern den Computer aus, der der neue
Proxyagent sein soll, und klicken Sie dann auf OK.
Entfernen des Verwaltungsservers von einem Computer
Mit dem folgenden Verfahren widerrufen Sie die Verwaltungsserverrolle eines Computers.
So entfernen Sie die Verwaltungsserverrolle von einem Computer
1. Klicken Sie auf dem Computer, von dem Sie die Verwaltungsserverkomponente
entfernen möchten, auf Software (Windows Server 2003) bzw. auf Programme und
Funktionen (Windows Server 2008).
2. Wählen sie System Center Operations Manager 2007 R2 aus, klicken Sie auf Ändern
oder Entfernen, und folgen Sie dann den Anweisungen des Assistenten.
154
Verschieben des Operations Manager-Berichtsservers in Operations
Manager 2007
Sie können die Berichtsserver-Komponente von Microsoft System Center Operations Manager
2007 auf einen neuen Server verschieben oder die Komponente auf dem ursprünglichen Server
neu installieren.
Wichtig
Das Verschieben eines Berichtsservers wird nur von der Service Pack 1- und der R2Version von System Center Operations Manager 2007 unterstützt.
Dies sind die allgemeinen Schritte für das Verschieben des Operations Manager-Berichtsservers:
1. Sichern Sie die OperationsManagerDW-Datenbank.
2. Notieren Sie, welche Konten derzeit für das Data Warehouse-Aktionskonto und für das Data
Warehouse-Berichtsbereitstellungskonto verwendet werden. Sie müssen später dieselben
Konten verwenden, wenn Sie den Operations Manager-Berichtsserver neu installieren.
3. Deinstallieren Sie die aktuelle Operations Manager-Berichtsserver-Komponente.
4. Stellen Sie die ursprüngliche OperationsManagerDW-Datenbank wieder her.
5. Wenn Sie die Operations Manager-Berichtsserver-Komponente wieder auf dem
ursprünglichen Server installieren, führen Sie das Tool ResetSRS.exe aus, um den
Berichtsserver zu bereinigen und für die Neuinstallation vorzubereiten.
6. Installieren Sie die Operations Manager-Berichtsserver-Komponente neu.
Während des Verschiebens beendet Operations Manager die Datenspeicherung in der
OperationsManagerDW-Datenbank, bis Sie die Neuinstallation des Operations ManagerBerichtsservers abgeschlossen haben.
Mit den Verfahren in diesem Thema können Sie den Berichtsserver an einen neuen Server
verschieben und die erfolgreiche Durchführung der Verschiebung überprüfen. Sie müssen alle
benutzerdefinierten Berichte sichern, die außerhalb von Operations Manager 2007 erstellt
wurden. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Verschieben von BerichtsserverDatenbanken auf andere Computer in der Onlinedokumentation zu SQL Server 2008
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=151513).
Hinweis
Gehen Sie exakt wie nachfolgend beschrieben vor. Daten können sonst beschädigt
werden.
So verschieben Sie den Operations Manager-Berichtsserver
1. Verwenden Sie auf dem aktuellen Data Warehouse-Server SQL Server Management
Studio, um die OperationsManagerDW-Datenbank (Standardname) zu sichern.
2. Deinstallieren Sie auf dem aktuellen Operations Manager-Berichtsserver-Computer die
Operations Manager-Berichtsserver-Komponente wie folgt:
a. Klicken Sie auf Start > Systemsteuerung > Software (Windows Server 2003) bzw.
Programme und Funktionen (Windows Server 2008).
155
b. Wählen Sie im Dialogfeld Software bzw. Programme und Funktionen zuerst
System Center Operations Manager 2007 R2-Berichtsserver und dann Ändern
aus.
c.
Wählen Sie im Setup-Assistenten für die System Center Operations Manager 2007
R2-Berichterstattung auf der Seite Operations Manager 2007 R2-Wartung das
Element Ändern aus, und klicken Sie dann auf Weiter.
d. Klicken Sie auf der Seite Benutzerdefinierte Installation auf die Komponente
Berichtsserver mit der Option Diese Komponente wird nicht verfügbar sein.
e. Schließen Sie den Assistenten ab.
3. Verwenden Sie auf dem Data Warehouse-Server SQL Management Studio, um die in
Schritt 1 erstellte OperationsManagerDW-Datenbanksicherung wiederherzustellen.
4. Wenn Sie die Operations Manager-Berichtsserver-Komponente wieder auf dem
ursprünglichen Server installieren, müssen Sie wie folgt alle Daten entfernen, die noch
von der ursprünglichen Installation übrig sind:
a. Kopieren Sie das Tool ResetSRS.exe aus dem Ordner SupportTools der ProduktCD in einen lokalen Ordner.
b. Öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster unter Verwendung der Option Als
Administrator ausführen, und führen Sie das Tool wie folgt aus:
ResetSRS.exe <SQL Server-Instanzname>
Hierbei steht SQL Server-Instanzname für die SQL Server-Instanz, auf der SQL
Reporting Services installiert ist, beispielsweise "Instanz1". Wenn SQL Server die
Standardinstanz verwendet, geben Sie MSSQLSERVER ein.
c.
Öffnen Sie den Konfigurations-Manager für Reporting Services. Wählen Sie dazu
Start > Programme > Microsoft SQL Server 2005 bzw. Microsoft SQL Server
2008 aus, zeigen Sie auf Konfigurationstools, und klicken Sie dann auf Reporting
Services-Konfiguration.
d. Überprüfen Sie für SQL Reporting Services 2005 auf der Seite Berichtsserver
konfigurieren den Status des Elements Webdienstidentität. Lautet der Status nicht
Konfiguriert (grün), klicken Sie auf dieses Element, und klicken Sie dann auf
Übernehmen.
Überprüfen Sie auch den Status der übrigen Elemente auf dieser Seite.
Konfigurieren Sie alle Elemente, die mit einem roten "X" gekennzeichnet sind, was
auf einen fehlerhaften Konfigurationsstatus hinweist.
5. SQL Server Reporting Services 2008: Überprüfen Sie, ob die Konfiguration von SQL
Server 2008 Reporting Services korrekt ist. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf
Programme, zeigen Sie auf Microsoft SQL Server 2008, zeigen Sie auf
Konfigurationstools, und klicken Sie auf Konfigurations-Manager für Reporting
Services. Stellen Sie eine Verbindung mit der Instanz her, auf der Sie Reporting
Services installiert haben.
6. Klicken Sie im linken Fenster auf <Servername>\SQLinstance . Im Ergebnisfenster wird
156
der Berichtsserverstatus angezeigt. Stellen Sie sicher, dass Berichtsserverstatus auf
Gestartet festgelegt ist.
7. Wählen Sie im linken Fenster Bereitstellung für horizontales Skalieren aus, und
stellen Sie sicher, dass die Spalte Status den Wert Verknüpft enthält.
8. Wenn der Berichtsserver nicht gestartet wurde und die Bereitstellung für horizontales
Skalieren nicht verknüpft ist, überprüfen Sie die Konfiguration von Dienstkonto,
Webdienst-URL und Datenbank.
9. Vergewissern Sie sich, dass der SQL Reporting Services-Dienst ausgeführt wird.
Erweitern Sie im Server-Manager den Container Konfiguration (Windows Server 2008)
bzw. Dienste (Windows Server 2003), und wählen Sie Dienste aus.
10. Suchen Sie in der Spalte Name den Instanzdienst SQL Server Reporting Services, und
überprüfen Sie, ob dessen Status Gestartet lautet und Starttyp den Wert Automatisch
aufweist.
11. Führen Sie auf dem neuen Operations Manager-Berichtsserver-Computer SetupOM.exe
aus, um die Operations Manager-Berichtsserver-Komponente neu zu installieren, indem
Sie wie folgt den Berichtsserver auf die vorhandene OperationsManagerDW-Datenbank
verweisen und die ursprünglichen Konten für das Data Warehouse-Aktionskonto und das
Data Warehouse-Berichtsbereitstellungskonto verwenden:
a. Wählen Sie auf der Seite System Center Operations Manager 2007 R2-Setup das
Element Operations Manager 2007 R2-Berichterstattung installieren aus.
b. Konfigurieren Sie im Setup-Assistenten für die System Center Operations Manager
2007 R2-Berichterstattung auf der Seite Benutzerdefinierte Installation nur die
Komponente Berichtsserver für die Installation. Aktivieren Sie für die Komponente
Data Warehouse die Option Diese Komponente wird nicht verfügbar sein.
12. Vergewissern Sie sich wie nachfolgend beschrieben, dass die Datenbankverschiebung
erfolgreich durchgeführt wurde.
So überprüfen Sie die erfolgreiche Verschiebung des Berichtsservers
1. Vergewissern Sie sich, dass Sie einen Bericht über die Operations ManagerBetriebskonsole ausführen können.
2. Stellen Sie sicher, dass der Integritätsstatus aller Verwaltungsserver in der
Verwaltungsgruppe Fehlerfrei lautet.
Hat ein Verwaltungsserver den Integritätsstatus Kritisch, öffnen Sie den IntegritätsExplorer, erweitern Sie Verfügbarkeit - <Servername>, und fahren Sie dann mit dem
Erweitern fort, bis Sie zu Data Warehouse SQL RS Deployed Management Pack List
Request State gelangen. Überprüfen Sie die zugehörigen Ereignisse, um festzustellen,
ob es ein Problem mit dem Zugriff auf die OperationsManagerDW-Datenbank gibt.
157
Anhang A - Plattformübergreifende
Systempaketabhängigkeiten
In der folgenden Tabelle werden die erforderlichen UNIX- und Linux-Betriebssysteme und
Paketabhängigkeiten beschrieben.
IBM AIX 5L 5.3
Erforderliches Paket
Beschreibung
Mindestversion
BS-Version
Betriebssystemversion
AIX 5.3, Technology Level 6,
Service Pack 5
xlC.rte
XL C/C++ Runtime
9.0.0.2
openssl.base
OpenSSL-Bibliotheken; SNCProtokoll (Secure Network
Communications)
0.9.8.4
IBM AIX 6.1
Erforderliches Paket
Beschreibung
Mindestversion
BS-Version
Betriebssystemversion
AIX 6.1, alle Technology
Level und Service Packs
xlC.rte
XL C/C++ Runtime
9.0.0.5
OpenSSL/openssl.base
OpenSSL-Bibliotheken; SNCProtokoll (Secure Network
Communications)
0.9.8.4
HP-UX 11i v2 IA 64
Erforderliches Paket
Beschreibung
Mindestversion
HPUXBaseOS
Basisinstallation des
Betriebssystems
B.11.23
HPUXBaseAux
HP-UX Base OS
Auxiliary
B.11.23.0706
HPUXBaseAux.openssl
OpenSSL-Bibliotheken;
SNC-Protokoll (Secure
A.00.09.07l.003
158
Erforderliches Paket
Beschreibung
Mindestversion
Network
Communications)
PAM
Pluggable Authentication
Modules
Unter HP-UX sind PAM ein Teil der
Kernbetriebssystemkomponenten. Es
bestehen keine weiteren
Abhängigkeiten.
HP-UX 11i v2 PA-RISC
Erforderliches Paket
Beschreibung
Mindestversion
HPUX11i-OE
HP-UX Foundation
Operating Environment
B.11.23.0706
OSCore.MinimumRuntime.CORE
-SHLIBS
Kompatible
Entwicklungstoolbibliotheke
n
B.11.23
HPUXBaseAux
HP-UX Base OS Auxiliary
B.11.23.0706
HPUXBaseAux.openssl
OpenSSL-Bibliotheken;
SNC-Protokoll (Secure
Network Communications)
A.00.09.071.003
PAM
Pluggable Authentication
Modules
Unter HP-UX sind PAM ein Teil
der
Kernbetriebssystemkomponenten
. Es bestehen keine weiteren
Abhängigkeiten.
HP-UX 11i v3 PA-RISC
Erforderliches Paket
Beschreibung
Mindestversion
HPUX11i-OE
HP-UX Foundation
Operating Environment
B.11.31
OSCore.MinimumRuntime.CORE2SHLIBS
Spezielle IAEmulationsbibliotheken
B.11.31
openssl/Openssl.openssl
OpenSSL-Bibliotheken;
A.00.09.08d.002
159
Erforderliches Paket
Beschreibung
Mindestversion
SNC-Protokoll (Secure
Network
Communications)
PAM
Pluggable Authentication Unter HP-UX sind PAM ein Teil
Modules
der
Kernbetriebssystemkomponenten.
Es bestehen keine weiteren
Abhängigkeiten.
HP-UX 11i v3 IA64
Erforderliches Paket
Beschreibung
Mindestversion
HPUX11i-OE
HP-UX Foundation
Operating Environment
B.11.31.0709
OSSpezielle IACore.MinimumRuntime.CORE- Entwicklungsbibliotheken
SHLIBS
B.11.31
SysMgmtMin
Minimale
B.11.31.0709
Softwarebereitstellungstools
SysMgmtMin.openssl
OpenSSL-Bibliotheken;
SNC-Protokoll (Secure
Network Communications)
A.00.09.08d.002
PAM
Pluggable Authentication
Modules
Unter HP-UX sind PAM ein Teil
der
Kernbetriebssystemkomponenten.
Es bestehen keine weiteren
Abhängigkeiten.
Red Hat Enterprise Linux ES Version 4
Erforderliches Paket
Beschreibung
Mindestversion
glibc
C-Standardbibliotheken
2.3.4-2
Openssl
OpenSSL-Bibliotheken; SNCProtokoll (Secure Network
0.9.7a-43.1
160
Erforderliches Paket
Beschreibung
Mindestversion
Communications)
PAM
Pluggable Authentication
Modules
0.77-65.1
Red Hat Enterprise Linux Server Version 5.1 (Tikanga)
Erforderliches Paket
Beschreibung
Mindestversion
glibc
C-Standardbibliotheken
2.5-12
Openssl
OpenSSL-Bibliotheken; SNCProtokoll (Secure Network
Communications)
0.9.8b-8.3.el5
PAM
Pluggable Authentication
Modules
0.99.6.2-3.14.el5
Solaris 8 SPARC
Erforderliches Paket
Beschreibung
Mindestversion
Erforderlicher BS-Pfad
PAM-Speicherleck
108434-22
SUNWlibC
Sun Workshop Compilers
Bundled libC (sparc)
5.8,REV=99.06.09
SUNWlibms
Sun Workshop Bundled
Shared libm (sparc)
5.8,REV=99.10.21
OpenSSL
SMCossl (sparc)
0.9.8h
Sun bietet keine OpenSSLVersion für Solaris 9 SPARC.
Eine Version ist verfügbar von
Sunfreeware.
PAM
Pluggable Authentication
Modules
11.8.0,REV=2000.01.08.18.12
SUNWcsl, Core Solaris,
(Freigabebibliotheken) (sparc)
161
Solaris 9 SPARC
Erforderliches Paket
Beschreibung
Mindestversion
Erforderlicher BS-Pfad
PAM-Speicherleck
112960-48
SUNWlibC
Sun Workshop Compilers
Bundled libC (sparc)
5.9,REV=2002.03.18
SUNWlibms
Forte Developer Bundled
Shared libm (sparc)
5.9,REV=2001.12.10
OpenSSL
SMCosslg (sparc)
0.9.7g
Sun bietet keine OpenSSLVersion für Solaris 9 SPARC.
Eine Version ist verfügbar von
Sunfreeware.
PAM
Pluggable Authentication
Modules
11.9.0,REV=2002.04.06.15.27
SUNWcsl, Core Solaris,
(Freigabebibliotheken) (sparc)
Solaris 10 SPARC
Erforderliches Paket
Beschreibung
Mindestversion
Erforderlicher BS-Pfad
PAM-Speicherleck
117463-05
SUNWlibC
Sun Workshop Compilers
Bundled libC (sparc)
5.10, REV=2004.12.22
SUNWlibms
Math- & MicrotaskingBibliotheken (Usr) (sparc)
5.10, REV=2004.11.23
SUNWlibmsr
Math- & MicrotaskingBibliotheken (Root) (sparc)
5.10, REV=2004.11.23
SUNWcslr
Core-Solaris-Bibliotheken
(Root) (sparc)
11.10.0, REV=2005.01.21.15.53
SUNWcsl
Core-Solaris-Bibliotheken
(Root) (sparc)
11.10.0, REV=2005.01.21.15.53
OpenSSL
SUNopenssl-Bibliotheken
(Usr)
11.10.0, REV=2005.01.21.15.53
Sun bietet keine OpenSSL162
Erforderliches Paket
Beschreibung
Mindestversion
Bibliotheken für Solaris 10
SPARC. Diese werden im
Bundle mit dem
Betriebssystem geliefert.
PAM
Pluggable Authentication
Modules
11.10.0, REV=2005.01.21.15.53
SUNWcsr, Core Solaris,
(Root) (sparc)
Solaris 10 x86
Erforderliches Paket
Beschreibung
Mindestversion
Erforderlicher BS-Pfad
PAM-Speicherleck
117464-04
SUNWlibC
Sun Workshop Compilers
Bundled libC (i386)
5.10,REV=2004.12.20
SUNWlibmsr
Math- & MicrotaskingBibliotheken (Root) (i386)
5.10, REV=2004.12.18
SUNWcsl
Core Solaris,
(Freigabebibliotheken) (i386)
11.10.0,REV=2005.01.21.16.34
SUNWcslr
Core-Solaris-Bibliotheken
(Root) (i386)
11.10.0,REV=2005.01.21.16.34
OpenSSL
SUNWopenssl-Bibliotheken;
OpenSSL-Bibliotheken (Usr)
(i386)
11.10.0, REV=2005.01.21.16.34
PAM
Pluggable Authentication
Modules
11.10.0, REV=2005.01.21.16.34
SUNWcsr, Core Solaris,
(Root) (i386)
SUSE Linux Enterprise Server 9 (i586)
Erforderliches Paket
Beschreibung
Mindestversion
OS Patch lib gcc-41.rpm
Standardfreigabebibliothek
41-4.1.2_20070115-0.6
163
Erforderliches Paket
Beschreibung
Mindestversion
OS Patch lib stdc++-41.rpm
Standardfreigabebibliothek
41-4.1.2_20070115-0.6
Openssl
OpenSSL-Bibliotheken; SNCProtokoll (Secure Network
Communications)
0.9.7d-15.10
PAM
Pluggable Authentication Modules
0.77-221.1
SUSE Linux Enterprise Server 10 SP1 (i586)
Erforderliches Paket
Beschreibung
Mindestversion
glibc-2.4-31.30
C-Standardfreigabebibliothek
2.4-31.30
OpenSSl
OpenSSL-Bibliotheken; SNCProtokoll (Secure Network
Communications)
0.9.8a-18.15
PAM
Pluggable Authentication Modules
0.99.6.3-28.8
164
Herunterladen