Briefbogen - Deutsches Kupferinstitut

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Pressemitteilung
Blick über den Horizont:
Einsichten gewähren in die Nachhaltigkeit von Kupferprodukten
Neue Ökobilanzierung umfasst 90% der europäischen Produktion
Düsseldorf – 21.06.2012. Eine wichtige Aktualisierung von Kupfer-Ökobilanzen bietet
zusätzliche Einsichten zur Nachhaltigkeit von Kupferprodukten. Die „cradle-to-gate“-Studie, in
Auftrag gegeben vom Europäischen Kupferinstitut in Zusammenarbeit mit dem globalen Life
Cycle Center im Deutschen Kupferinstitut und der Industrie, enthält grundlegende Angaben
zu 90% des rund 3,8 Millionen Tonnen umfassenden europäischen Kupfermarktes und
beschäftigt sich mit allen Lebenszyklen des Rohstoffs von der Wiege (cradle) bis zur
Auslieferung von Endprodukten an den Konsumenten (gate). Die Untersuchung befasst sich
dabei mit den Umweltauswirkungen des Abbaus von natürlich vorkommenden Erzen, der
Kupfermetallproduktion (Kathode) und der Verarbeitung von Halbzeugprodukten wie Kabeln,
Blechen und Rohren.
Die Studie des ECI hat herausgefunden, dass, obwohl der Erzabbau und die Erzverarbeitung
die Haupteinflussfaktoren des „cradle-to-gate“-Lebenszyklus sind, es oft weitere wichtige
Auswirkungen gibt, u.a. durch den Fundort von Erzvorkommen oder die lokalen
Energiequellen, die zur Erzverarbeitung benötigt werden. Außerdem benötigt man, um
ausreichend Kupfer für den zukünftigen Bedarf der Gesellschaft zu gewährleisten, einen
Zuwachs von Abbau und Recycling sowie erhebliche Investitionen in die Primärproduktion.
Letztendlich hängen die Auswirkungen für die Halbzeugprodukte stark ab von den
Umweltprofilen der Kupferkathode und dem Anteil von gebrauchtem Altmetall.
„Kupfer spielt eine sehr wichtige Rolle beim nachhaltigen Wirtschaftswachstum der EU. Eine
Tonne Kupfer, verarbeitet in einer elektrizitätsverbrauchenden Komponente oder
thermischen Anwendung kann 200 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Als produzierendes
Gewerbe müssen wir uns mit allen Akteuren dafür einsetzen, neue Wege zu finden, um die
ökologischen Auswirkungen der Kupferproduktion zu reduzieren“, unterstreicht Dr. Anton
Klassert, Geschäftsführer des Deutschen Kupferinstituts, die Wichtigkeit von
Ökobilanzierungen für Kupfer.
Kupfer ist eins der vielfältigsten Materialien der Welt, da es einzigartige Eigenschaften hat,
die es für viele Industriezweige wie z.B. Telekommunikation, Energie, Transport,
Gesundheitswesen und Bauwesen, unentbehrlich macht. Es lässt sich leicht verarbeiten, ist
zu 100% recylingfähig, ein sehr leistungsfähiger Wärme- und Elektrizitätsleiter,
korrosionsresistent und hat ausgezeichnete antimikrobielle Eigenschaften.
Deutsches Kupferinstitut
Berufsverband e.V.
Am Bonneshof 5, D-40474 Düsseldorf, Tel.: +49 211 4796-300, Fax: +49 211 4796-310, www.kupferinstitut.de
Deutsche Bank AG, Düsseldorf, Konto-Nr.: 7 440 720, BLZ: 300 700 24
Amtsgericht Düsseldorf VR 9370, Geschäftsführer: Dr. Anton Klassert
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-Zusätzliche InformationenEine Lebenszyklusanalyse ist eine standardisierte, systematische Analyse aller Mengen- und
Energieflüsse sowie von Umwelteinflüssen, die einem Produktionssystem zugeschrieben
werden. Die bei dieser Studie verwendete Methodik entspricht den klar definierten
internationalen Standards ISO 14040 und ISO 14044. Darüber hinaus werden die Ergebnisse
von externen Experten überprüft, um hohe Qualität, Kontinuität und Ordnungsmäßigkeit zu
gewährleisten.
Während die Industrie die Studie 2006 und 2007 durchweg mit Daten versorgte, kommt der
Großteil der jährlichen Daten aus 2005. Mitte 2010 wurde ein erster Entwurf der Ergebnisse
den teilnehmenden Firmen präsentiert und der endgültige Bericht wurde Anfang 2011 zur
Überprüfung an Dritte versandt. Der Mangel an technischen Entwicklungen in den Jahren
2006 und 2007 sowie die Wirtschaftskrise in 2009 und 2010 führen dazu, dass die
Ergebnisse dieser Studie ein genaues Spiegelbild der gegenwärtigen Branchenpraxis
darstellen.
Die LCA betrachtete eine Reihe von Einflüssen, dazu gehören: a) Primärer Energiebedarf, b)
Globale Erwärmung, c) Versauerung, d) Eutrophisierung, e) Fotochemische Ozonbildung, f)
Ozonabbau.
Sie haben Zugang zu der kompletten Studie unter www.copper-life-cycle.org.
Pressekontakt: Birgit Schmitz, Kommunikation und Marketing, Email: [email protected] , Tel: 0211-4796328
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