Kantonsspital Uri
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Stress-Echokardiographie
Der normale Arbeitsversuch mit Beurteilung des EKG's ist häufig nicht sehr
aussagekräftig. In unklaren Fällen ist somit eine treffsicherere Untersuchung notwendig.
Will man nicht bei allen Patienten gleich eine Überweisung ins Zentrum zur
Herzkatheteruntersuchung veranlassen, so ergänzen wir den Arbeitsversuch durch eine
Kombination von Belastung mit gleichzeitiger Ultraschalluntersuchung.
Die Belastung des Herzens wird hier nicht durch Velofahren, sondern mit Hilfe eines
Medikamentes durchgeführt, das über einen venösen Zugang zugeführt wird. Das Herz
wird wie bei einer normalen Echokardiographie in verschiedenen Schnittebenen
dargestellt. Die Dosis des Medikamentes wird schrittweise gesteigert, sodass Puls und
Blutdruck ansteigen, obwohl der Patient ruhig auf dem Untersuchungstisch liegen bleibt.
Dieses Gefühl kann ab und zu unangenehm sein. Die Überwachung von Puls, Blutdruck,
Herzrhythmus und Sauerstoffsättigung ist jedoch lückenlos gewährleistet (ähnlich wie auf
einer Intensivstation). Bei mittlerer und maximaler Belastung, sowie in der
Erholungsphase wird das nun belastete Herz in den gleichen Schnittebenen dargestellt.
Alle Filmsequenzen werden gespeichert und können nach Abschluss der Untersuchung
simultan beurteilt werden.
Bewegen sich alle Abschnitte des Herzens unter Belastung kräftiger als in Ruhe, so kann
eine Durchblutungsstörung treffsicher ausgeschlossen werden. Kommt es unter
Belastung jedoch zur Abnahme der Bewegungen des Herzmuskels, so haben wir hier
einen Mangel an Durchblutung nachgewiesen (meist verursacht durch eine verengte
Herzkranzarterie).
Die Untersuchung dauert mit Vorbereitung rund eine Stunde und ist schmerzlos. Wir
benötigen eine schriftliche Einverständniserklärung des Patienten, welche vorher
detailliert besprochen wird.