rosacea - Dr. med. Henning Lichtenstein

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Dr. med. Henning Lichtenstein
Facharzt für Dermatologie und Venerologie – Lasermedizin
ROSACEA
Die Rosacea ist eine nicht so seltene Erkrankung der Gesichtshaut, die leicht mit
einer Akne verwechselt werden kann. Sie hat aber nichts mit Hormonen oder
Pubertät zu tun, sondern tritt vorwiegend bei Erwachsenen auf. Frauen sind etwas
häufiger betroffen als Männer.
Die Ursachen sind nicht sicher bekannt. Verschiedene Faktoren werden diskutiert wie
eine verstärkte, vegetative Gefäßreaktion, Besiedlung der Haut mit Mikroben, u.a.m..
Rosacea betrifft vor allem die Haut der Wangen, der Stirn und der Nase. Anfangs
kommt es zu Rötungen, später können sich auch entzündliche Knoten und Pusteln
bilden. Bei längerem Verlauf ohne ausreichende Therapie kann es zu einer
Schwellung und Wucherung der Talgdrüsen in der Haut besonders an der Nase
kommen ("Knollennase"). Manchmal können auch die Augen beteiligt sein, in Form
einer Bindehautentzündung. Eine weitere Begleiterscheinung der Roascea sind
kleine, erweiterte Äderchen, die sich besonders auf den Wangen bilden können und
vor allem von Frauen als besonders störend empfunden werden. Für dieses
unschönde Erscheinungsbild hat sich der französische Begriff Couperose
eingebürgert, wegen des manchmal kupferroten Farbtons, den die Haut annehmen
kann.
Die Rosacea ist also klar diagnostizierbar. Besonders von Akne kann man Sie
eigentlich gut unterscheiden, da bei der Rosacea sogenannte "Mitesser" fehlen.
Rosaceaartig erscheint auch die sogenannte Periorale Dermatitis, die gerne
Stewardessenkrankheit genannt wird. Hier sind die Rötungen und Pickelchen um den
Mund und die Nase herum lokalisiert, meist mit einem freien Rand zu den Lippen hin.
Die Ursache für die rosaceaartige periorale Dermatitis ist in vielen Fällen eine
überpflegte, überfeuchtete Haut.
Zur Therapie der Rosacea werden in erster Linie Antibiotika verwendet. Zunächst
wird man antibiotische Cremes verwenden. Bei Therapieresistenz können auch mit
gutem Erfolg Antibiotika Tabletten eingesetzt werden.
Wichtig ist, dass die Haut zu Beginn einer Therapie empfindlich auf die verordneten
Cremes reagieren kann. Wenn vorher kortisonhaltige Cremes verwendet wurden,
kann es sogar zu einer mehrtägigen Verschlechterung des Hautzustandes kommen.
Auf keinen Fall sollten also kortisonhaltige Cremes benutzt werden. Leider wird das
Krankheitsbild oft verkannt und Kortisoncremes verschrieben.
Auch bei korrekter Therapie kann der Behandlungszeitraum mehrere Wochen
betragen. Die oder der Betroffene braucht also viel Geduld.
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