Pressemitteilung - Theater am Kurfürstendamm

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Presse-Information
13. Januar 2017
ZIEMLICH BESTE FREUNDE
Komödie nach dem gleichnamigen Film von Eric Toledano und Olivier Nakache,
Bühnenfassung von Gunnar Dreßler
Regie: Martin Woelffer, Ausstattung: Julia Hattstein
mit Erdal Yildiz, Mike Adler, Bianca Karsten, Lene Wink und Alessandro Calabrese
Wiederaufnahme am 24. März 2017
bis 23. April 2017
Komödie am Kurfürstendamm
„Martin Woelffer beweist, dass er die Bühnenfassung des Films … fest
im Griff hat“ urteilte die Berliner Morgenpost nach der Premiere von
„Ziemlich beste Freunde“ im Herbst 2013 und Deutschlandradio Kultur
resümierte: „´Ziemlich beste Freunde´ ist eine hinreißende Geschichte –
im Film und jetzt auch im Theater.“
Das Stück erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft:
des wohlhabenden Querschnittsgelähmten Philippe und seines Pflegers
Driss.
Der hat sich eigentlich nur pro forma bei Philippe als Pfleger beworben,
denn erstens glaubt er nicht daran, dass jemand wie er diesen Job
bekäme und zweitens will er ihn auch gar nicht. Ihm würde der
Nachweis reichen, dass er sich beworben hat, denn er braucht nur drei
gescheiterte Vorstellungsgespräche, um Arbeitslosenhilfe zu
bekommen. Für Philippe empfindet er kein Mitleid. Aber genau das ist
es, was Philippe beeindruckt: „kein Mitleid“ – deswegen stellt er Driss
ein.
Schnell wird deutlich, wie verschieden die beiden sind – aber beide
ergänzen sich und lernen voneinander: Philippe beginnt wieder
Lebensfreude zu verspüren und Driss fängt an zu verstehen, was es
bedeutet, Verantwortung zu übernehmen: Sie werden „ziemlich beste
Freunde“.
Der Autor Gunnar Dreßler hat aus dem Filmstoff ein ebenso berührendes
wie komisches Theaterstück gemacht.
Theater und Komödie am Kurfürstendamm, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Brigitta Valentin
Kurfürstendamm 206/209, 10719 Berlin
Tel. 030/885911-35, Fax –63, E-Mail: [email protected]
Die Entstehungsgeschichte von „Ziemlich beste Freunde“
Der Film „Ziemlich beste Freunde“ erzählt die Geschichte des
wohlhabenden Adligen Philippe Pozzo di Borgo, der, seit er 1993 im
Alter von 42 Jahren einen Unfall beim Paragliding hatte, nur noch seinen
Kopf bewegen kann und seines Pflegers Abdel Yasmin Sellou.
Di Borgo wurde, wie er einmal in einem Interview mit dem
Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ sagte: „mit einem silbernen Löffel“
im Mund geboren. Vor seinem Unfall arbeitete er erfolgreich als
Manager, unter anderem war er Geschäftsführer der Champagner-Marke
Pommery. Drei Jahre nach seinem Unfall schlug das Schicksal noch
einmal zu: Seine Frau starb an Krebs. Daraufhin wurde di Borgo
depressiv. Im „Spiegel“- Interview betonte er, sein Pfleger habe ihm
„den Mut zurückgegeben, die Freude am Leben“. Umgekehrt eröffnete
di Borgo seinem Pfleger ganz neue Welten: Musik, bildende Kunst,
Paragliding, all das war neu für den Jungen aus der Vorstadt, der endlich
das Gefühl hatte, gebraucht zu werden.
Beide haben über ihr Freundschaft ein Buch geschrieben: Philippe
Pozzo di Borgo „Ziemlich beste Freunde. Das zweite Leben des Philippe
Pozzo di Borgo“, Abdel Yasmin Sellou „Einfache Freunde. Die wahre
Geschichte des Pflegers Driss aus ´Ziemlich beste Freunde´“, in dem er
betont, was er zwischen seinem 4. und 20. Lebensjahr erlebt habe, gebe
den Stoff für einen Dokumentarfilm, nicht aber für eine Komödie her.
Der Film „Ziemlich beste Freunde“ beruht auf der Autobiographie di
Borgos und war der Überraschungserfolg des europäischen Kinos im
Jahr 2012. Die französische Komödie lockte allein in Frankreich über 20
Millionen Zuschauer ins Kino – in Deutschland bisher mehr als 9
Millionen Menschen. Großen Anteil am Erfolg hatten die beiden
Hauptdarsteller Francois Cluzet und Omar Sy, der für seine Leistung mit
einem Cèsar in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“ ausgezeichnet
wurde. Der Film wurde mit zahlreichen Preisen, u. a. 2013 mit dem Goya
für den besten europäischen Film geehrt.
Philippe
Erdal Yildiz
… wurde 1966 in der Türkei geboren. Als er sieben Jahre alt war, kam er
mit seiner Familie nach Deutschland. Mit 18 zog er aus der badenwürttembergischen Provinz nach Berlin, um Schauspieler zu werden. Er
studierte von 1991 bis 1993 Schauspiel in den USA am renommierten
Lee Strasberg Institute in New York. 1999 gelang Erdal Yildiz mit
Hauptrollen in den Kinofilmen „Aprilkinder“ von Yüksel Yavus und „Lola
und Bilidikid“ von Kutlu Ataman der Durchbruch. 1999 folgten
„Finlanndia“ und „Freunde“ neben Benno Fürmann. 2004 spielte Yildiz
eine Rolle in Til Schweigers Film „Barfuß“. In Hannes Stöhrs
Episodenfilm „One Day in Europe“ war er als Istanbuler Taxifahrer
unterwegs. In seiner Rolle als türkischer Assistent der TV-Kommissarin
„Eva Blond“ wurde er 2002 auch dem breiten Fernsehpublikum
bekannt. Er spielte in diversen TV- und Kinoproduktionen mit. 2012
übernahm er die Hauptrolle in der türkischen Serie „Ucurum“ und ist
seitdem auch beim türkischen Publikum bekannt. Er war der
Gegenspieler von dem von Til Schweiger dargestellten Hamburger
Kommissar Nick Tschiller im NDR-„Tatort“ und spielte den Chef eines
mächtigen Verbrecherclans. Im vergangenen Jahr war er in dem Kinofilm
„Collide“ neben Anthony Hopkins und Ben Kingsley zu sehen.
Ebenfalls 2016 stand Erdal Yildiz am Dresdener Societaetstheater in
„Der Fremde“ auf der Bühne. Erdal Yildiz lebt in seiner Wahlheimat
Berlin.
Driss
Mike Adler
Der 1978 in Berlin geborene Mike Adler sammelte seine ersten
Theatererfahrungen in der Berliner Off-Theaterszene und hatte sein
Bühnendebüt im Jahr 2000 am Oblomov-Theater. Damals war er auch
schon unter dem Namen Mike Fiction als Rapper in der Berliner Hip-HopSzene bekannt und veröffentlichte über das Indie-Label Tempeltainment
mit seiner Rapgruppe Kaos Loge zahlreiche Alben. Im Jahr 2008
absolvierte er eine Schauspielausbildung an der Hochschule für Film
und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg und beendete fast
zeitgleich seine Laufbahn als Rapper. Er spielte u. a. am Maxim Gorki
Theater in „Romeo und Julia“ (Regie: Nuran David Calis), am Deutschen
Theater in „Schattenkinder“ (Regie: Nuran David Calis), am
Staatstheater Stuttgart in Homers „Die Ilias“ (Regie: Volker Lösch) und
arbeitete am Ballhaus Naunynstraße. Neben seiner Theaterarbeit hat er
auch in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt. Vor der
Kamera konnte man ihn in Produktionen wie „Die Hitzewelle“, „SOKO
Stuttgart“, „Anna und die Liebe“, „Fenster zum Sommer“ und dem
preisgekrönten Kinofilm „Wholetrain“ (Regie: Florian Gaag) sehen, der
diverse internationale Festivalpreise und den begehrten Adolf-GrimmePreis gewann. Für die Darstellung eines Sprayers in dem Film wurde
Mike Adler als bester Nachwuchsschauspieler für den Undine-Preis
nominiert.
Seit 2010 ist Mike Adler Mitveranstalter der sehr erfolgreichen YouTubeShow „Rap am Mittwoch(R*A*M)“ und tritt dort gelegentlich als
zwielichtiger Musikmanager Mike Kinski auf.
Seit 2015 Jahr spielt Mike Adler in der Serie „In aller Freundschaft – Die
jungen Ärzte“ einen Handchirurgen.
In weiteren Rollen stehen Bianca Karsten, Lene Wink und Alessandro
Calabrese auf der Bühne.
Regie
Martin Woelffer
… gab 1990 anlässlich der Eröffnung des magazin-Theaters am
Kurfürstendamm sein Regiedebüt mit Molières „Der Menschenfeind“.
Am Kurfürstendamm waren in seiner Regie unter anderem zu sehen:
„Katzelmacher“ (Rainer Werner Fassbinder), „Glückliche Zeiten“ (Alan
Ayckbourn), „Ein unmögliches Paar“ (Neil Simon), „Amphitryon“ (Kleist),
„Wie werde ich reich und glücklich?“ (Mischa Spolianski),
„Klassentreffen“ (Klaus Chatten), „Männer“ (Franz Wittenbrink) „Oskar
und die Dame in Rosa“ (Eric Emmanuel Schmitt), „Glorious!“ (Peter
Quilter), „Kalender Girls“ (Tim Firth), „Achtung Deutsch!“ (Stefan Vögel),
„Auf ein Neues“ (Antoine Rault) „Der dressierte Mann“ (John von Düffel),
„Veronika, der Lenz ist da – Die Comedian Harmonists“ und „Jetzt oder
nie – Die Comedian Harmonists, Teil 2“ (beide Gottfried Greiffenhagen),
„Das kunstseidene Mädchen“ (Greiffenhagen/ Keun; Uraufführung),
„Fabian“ (Kästner/ Greiffenhagen; Uraufführung), „Ziemlich beste
Freunde“ (Eric Toledano/ Olivier Nakache),„Hundewetter“ (Brigitte Buc)
und zuletzt „Im Sommer wohnt er unten“ (nach dem gleichnamigen Film
von Tom Sommerlatte).
Seit August 2004 leitet Martin Woelffer die beiden Berliner
Traditionsbühnen Theater und Komödie am Kurfürstendamm.
ZIEMLICH BESTE FREUNDE
Wiederaufnahme am 24. März 2017
bis 23. April 2017
Komödie am Kurfürstendamm
Karten ab 13 €
Karten 030/88 59 11 88 und unter www.komoedie-berlin.de
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