Beziehung und Kontingenz - Psychiatrietage Marburg

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Beziehung und
Kontingenz:
Bedeutung für Gesundheit
und Krankheit
Matthias J Müller
Ärztlicher Direktor
Vitos Gießen-Marburg
© PD Dr MJ Müller - 2010
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Beziehung und Kontingenz:
Bedeutung für Gesundheit und Krankheit
§ Beziehung und Kontingenz
§ Qualität von Beziehungen, Regeln und Grenzen
§ Beziehungsaspekte, die krank machen
§ Hilfreiche Beziehungsgestaltung und Therapie
© PD Dr MJ Müller - 2010
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Beziehung
-
Bezug in einem Bezugssystem
Relation
Ursache-Wirkungs-Zusammenhang
Soziale Bindungsform
Partnerschaft als verbindliche Gemeinschaft
Liebesverhältnis als emotionale Gemeinschaft
freundschaftliches Verhältnis
Gemeinschaft zwischen 2 oder mehr Personen
Zweckgemeinschaften (Geschäft, Arbeit,…)
vorteilhafte Verbindungen („Vitamin B“)
Customer-Relationship
Quelle: u.a. Wikipedia 2010
© PD Dr MJ Müller - 2010
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Beziehung und Entwicklung:
Alter 2-4 Jahre
Kinder beginnen, sich als eigenständige
Person wahrzunehmen. Kinder entwickeln
Vorstellungskraft, können aber noch nicht
zwischen Realität und Fantasie oder
Traum unterscheiden.
Das Kind nennt sich „Ich“, beginnt sich
für Andere zu interessieren, fragt z.B.
nach dem Grund, wenn ein anderes Kind
weint.
Soziales „Ich“
Bowlby 1973, 1980;
Fonagy et al. 2004
© PD Dr MJ Müller - 2010
Das Kind lernt, sich in Gruppen
einzufügen und Rücksicht auf andere zu
nehmen. Kontakte mit gleichaltrigen
Kindern sind besonders wichtig für die
soziale Entwicklung.
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Beziehung und Entwicklung
Zeit für Kinder – Qualität, nicht Quantität entscheidet
Studie:
Studie:
Berufstätige
Berufstätige Mütter
Mütter vs.
vs. „Hausfrauen“
„Hausfrauen“
24-Stunden-Tagebuch
24-Stunden-Tagebuch
Video-Aufzeichnungen
Video-Aufzeichnungen (Dyaden)
(Dyaden)
1053
1053 Mütter,
Mütter, Kinder
Kinder 7-8
7-8 Monate
Monate alt,
alt,
Nachbeobachtung
Nachbeobachtung bis
bis 2-3
2-3 Jahre
Jahre
Ergebnisse:
Ergebnisse:
Zeit mit Kind
Beziehung
Kindesentwicklung
Huston & Aronson, 2005
© PD Dr MJ Müller - 2010
BT
(+)
+
+
HF
++
+
+
Einstellungen,
Einstellungen, Zeiteinteilung,
Zeiteinteilung, v.a.
v.a.
Priorisierung
Priorisierung wichtigste
wichtigste Faktoren
Faktoren für
für
Attachment
Attachment und
und Kindesentwicklung
Kindesentwicklung
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Verhaltenstheorie: Kontingenz
Stimulus
Stimulus
Situation
Situation
Zahnarzt
bohrt
Organismus
Organismus
Disposition
Disposition
ängstliches
Kind
Reaktion
Reaktion
Verhalten
Verhalten
Hand wird
gehoben
direkt (nach Verhalten)
konsistent (regelmässig)
Immer
Immer negative
negative Konsequenz:
Konsequenz:
Immer
Immer positive
positive Konsequenz:
Konsequenz:
Nie
Nie positive
positive Konsequenz:
Konsequenz:
Ungeregelt
Ungeregelt negative
negative Konsequenz:
Konsequenz:
© PD Dr MJ Müller - 2010
Konsequenz
Konsequenz
Folge
Folge
Bohren wird
unterbrochen
Kontingenz
Kontingenz
Zusammenhang
Zusammenhang
Bestrafung
Bestrafung
Verstärkung
Verstärkung
Löschung
Löschung
Non-Kontingenz
Non-Kontingenz
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Kontingenz und Nonkontingenz
Verstärkung
Verstärkung einer
einer
anderen
Reaktion
anderen Reaktion
ei
gk
gi
än
bh
na
U
zen
qu
se
on
-K
ak
tio
ns
0,5
z“ it “
n
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g
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t
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o
K olli
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„N ko
Verstärkung
Verstärkung einer
einer
n
U
Reaktion
R
„
Reaktion R
t
differentielle Verstärkung
anderer Reaktionen
-
p (K|R)
1,0
Re
kontinuierliche Verstärkung
von R
intermittierende Verstärkung
von R
45°
45°
0,0
• Zusammenhang zwischen
Reaktionen und
Konsequenzen
(zeitlich, räumlich,…)
0,0
0,5
1,0
p(K|R)
• Zusammenhang wird
(unbewusst) wahrgenommen,
gelernt, als Erwartung auf
neue Situationen übertragen
Ø „Konsequent“ im Handeln
Ø Verlässlichkeit
Ø Zuverlässigkeit
Ø VERTRAUEN
Löschung
nach Müller, 1998 (unveröffentlicht)
© PD Dr MJ Müller - 2010
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Erlernte Hilflosigkeit
Typisches Experiment
A Lernsituation
Gruppe 1 kann unangenehmen Reiz durch
Verhalten abstellen
Gruppe 2 Keine Handlungsalternative
Verhalten und Konsequenz unabhängig
B Neue Versuchssituation
Vermeidung möglich
Gruppe 1 erlernt passende Reaktion schnell
Gruppe 2 lernt nicht -> „learned helplessness“
Seligman & Maier 1967, Seligman 1995, 2000; Peterson et al. 1996
© PD Dr MJ Müller - 2010
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Erlernte Hilflosigkeit beim Menschen
Objektive Unkontrollierbarkeit
Bewertungsprozess
(Erfahrungen, Ursachenzuschreibung)
Attributionen
Attributionen sind
sind
Zuschreibungen
Zuschreibungen von
von Ursachen
Ursachen
zu
zu Ereignissen,
Ereignissen, v.a.
v.a. die
die
Zuschreibung
Zuschreibung von
von Ursachen
Ursachen
bzw.
bzw. Gründen
Gründen zu
zu menschlichen
menschlichen
Handlungen
Handlungen
Inkompetenzerwartung
Hilflosigkeit
Abramson, Seligman & Teasdale, 1978
© PD Dr MJ Müller - 2010
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Hilflosigkeit im Kindesalter
• Attributionsstil der Mutter steht
mit dem des heranwachsenden
Kindes und dessen depressiven
Symptomen in Beziehung
• Kinder mit depressiven
Symptomen weisen spezifischen
Attributionsstil auf (interne
Zuschreibung von negativen
Ereignissen)
• Risiko für später auftretende
Depressionen
Körber, 2008
© PD Dr MJ Müller - 2010
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Belastung und Kontrollierbarkeit
Unkontrollierbarkeit
wirkt sich v.a. bei starker
Belastung aus
-> Hilflosigkeit
16
Hilflosigkeitserleben
K
UK
Veränderung der subjektiven Hilflosigkeit
N = 96 Studenten
Leichte Hautreizungen
vereinfacht:
K:
selbst appliziert
UK:
zufällig appliziert
12
8
4
0
25%
Müller, 1998 (unveröffentlicht)
© PD Dr MJ Müller - 2010
50%
75%
Belastungshäufigkeit
Belastungshäufigkeit
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Erlernte Hilflosigkeit
Auswirkungen von Unkontrollierbarkeitserfahrungen
(Nonkontingenz)
(1) Motivationale Defizite
Anreizverlust, Antriebslosigkeit, Apathie, Passivität
(2) Kognitiv-assoziative Defizite (Lerndefizite)
Hemmung des Erlernens von Reaktions-KonsequenzZusammenhängen (Kontingenz)
(3) Emotionale Defizite
Erst Angst, dann auch affektive Störungen,
Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit
Körperliche
Körperliche Veränderungen:
Veränderungen: Cortisol,
Cortisol, Testosteron,
Testosteron, BDNF
BDNF
(Aznar
(Aznar et
et al.
al. 2010),
2010), Bluthochdruck
Bluthochdruck …
…
Seligman, 1978; 1995, 2000; Diener et al. 2009, 2010; Stern et al. 2009, Omachi et al. 2010
© PD Dr MJ Müller - 2010
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Hilflosigkeit und Schmerzempfinden
.13 (n.s.)
Uncontrollability
vs. Controllability
of Painful Stimuli
.22 (.078)
.57 (.00005)
100
Perceived Pain (PP) after Shock Exposure
Visual Analog Scale (0 - 100mm)
Subjective Helplessness .44 (.0043)
- After Shock Exposure -
Subjective
Helplessness
- Baseline -
80
. 24
9
(. 0
Pain Perception
- After Shock Exposure -
6)
.10 (n.s.)
#
.07 (n.s.)
Pain
Perception
- Baseline -
60
40
48
48 Probanden
Probanden
Harmlose
Harmlose elektrische
elektrische Hautreize
Hautreize
K/UK
K/UK –– selbst/zufällig
selbst/zufällig appliziert
appliziert
Schmerzempfinden
Schmerzempfinden und
und Hilflosigkeit
Hilflosigkeit
20
0
0
5
10
15
20
Subjective Helplessness (SHL)
after Shock Exposure
Likert scale (6 Items, 0 - 36)
Müller & Netter 2000
© PD Dr MJ Müller - 2010
25
30
Schmerzempfinden
Schmerzempfinden hing
hing viel
viel stärker
stärker von
von der
der
erlebten
erlebten Hilflosigkeit
Hilflosigkeit als
als von
von der
der objektiven
objektiven
Kontrollierbarkeit
Kontrollierbarkeit ab
ab
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
„Beziehungen“
Falschblinken und Nichtblinken:
Nonkontingenz
Drängeln und Auffahren:
Grenzüberschreitung
© PD Dr MJ Müller - 2010
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Mobbing als Beziehungsstörung
• „Gemeinsein“, Ärgern, Angreifen,
Schikanieren und Ausgrenzen
- direkt (körperlich und verbal)
- indirekt (z.B. Isolierung)
• wiederholte Male
Balducci et al. 2009; Kreiner et al. 2008
© PD Dr MJ Müller - 2010
• Ansehen des Opfers gezielt beschädigt
• Kommunikation/Beziehung mit anderen
wird be- und verhindert
• Soziale Beziehungen des Opfers werden
zum Ziel des Angriffs
• Auch körperliche Übergriffe auf das Opfer
(v.a. in der Schule)
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Mobbing: Häufigkeit, Ursachen?
•• Ursachen
Ursachen liegen
liegen weniger
weniger in
in den
den Individuen,
Individuen, eher
eher im
im Beziehungsgefüge
Beziehungsgefüge
•• Opfer-Risiko:
Opfer-Risiko:
Benachteiligung
Benachteiligung (körperlich,
(körperlich, psychisch,
psychisch, sozial),
sozial),
Handicap,
Handicap, Außenseiterstatus,
Außenseiterstatus, …
…
•• Täter-Risiko:
positivere
Täter-Risiko:
positivere Einstellung
Einstellung zu
zu Gewalt,
Gewalt, Impulsivität,
Impulsivität,
Dominanzstreben,
Dominanzstreben, u.U.
u.U. Emotionsregulationsstörung
Emotionsregulationsstörung
•• Mitläufer-Risiko:
Mitläufer-Risiko: eher
eher unsicher,
unsicher, ängstlich
ängstlich
Zapf, 1999; Rammsayer et al. 2003; Meschkutat et al. 2002; Kobelt et al. 2009; Balducci et al. 2009; Pompili et al. 2008
© PD Dr MJ Müller - 2010
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Mobbing: Folgen
1000
1000 Antragssteller
Antragssteller für
für
medizinische
medizinische Rehabilitation
Rehabilitation
Anonyme
Anonyme Befragung
Befragung
25%
25% gaben
gaben Mobbing
Mobbing an
an
60%
60% dieser
dieser Pat.
Pat. hatten
hatten
auch
auch eine
eine psychische
psychische
Störung,
Störung, v.a.
v.a. depressive
depressive
und
und Angststörungen
Angststörungen
(signifikant
(signifikant mehr
mehr als
als die
die
anderen
anderen Pat.)
Pat.)
Kobelt et al. PPmP 2009
Ursache
Ursache oder
oder Wirkung?
Wirkung?
Erhöhtes Risiko für Mobbing-Opfer:
- psychische Störungen, v.a. Depression und Angststörungen
- PTSD deutlich erhöht
- Einzelfälle: Amok, Suizid (auch unabhängig von Depressivität)
© PD Dr MJ Müller - 2010
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Missbrauch als Beziehungstat
•
• Körperlicher
Körperlicher Missbrauch
Missbrauch
•
• Sexueller
Sexueller Missbrauch
Missbrauch
•
• Seelischer
Seelischer Missbrauch
Missbrauch
•
• Vernachlässigung
Vernachlässigung
->
-> Ernährung
Ernährung
->
-> SprachSprach- und
und Sprechentwicklung
Sprechentwicklung
->
-> Unzureichende
Unzureichende Hygiene
Hygiene
->
-> Bindungs-/Beziehungsarmut
Bindungs-/Beziehungsarmut
->
-> Schulbesuch
Schulbesuch
->
-> Arztbesuche
Arztbesuche und
und Impfungen
Impfungen
•
• Münchhausen
Münchhausen by
by proxy
proxy
© PD Dr MJ Müller - 2010
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Missbrauch als Beziehungsstörung
•
• Körperlicher
Körperlicher Missbrauch
Missbrauch
•
• Sexueller
Sexueller Missbrauch
Missbrauch
•
• Seelischer
Seelischer Missbrauch
Missbrauch
•
• Vernachlässigung
Vernachlässigung
->
-> Ernährung
Ernährung
->
-> SprachSprach- und
und Sprechentwicklung
Sprechentwicklung
->
-> Unzureichende
Unzureichende Hygiene
Hygiene
->
-> Bindungs-/Beziehungsarmut
Bindungs-/Beziehungsarmut
->
-> Schulbesuch
Schulbesuch
->
-> Arztbesuche
Arztbesuche und
und Impfungen
Impfungen
•
• Münchhausen
Münchhausen by
by proxy
proxy
Erhöhtes Risiko:
PTBS
Borderline-Störungen
Essstörungen
Angststörungen
akute und chronische
Depressionen
Andere psychische
Störungen
Ø
Ø kognitive,
kognitive, emotionale,
emotionale, soziale
soziale Defizite,
Defizite, auch
auch körperliche
körperliche
Schäden
Schäden im
im Kindes-,
Kindes-, JugendJugend- und
und Erwachsenenalter
Erwachsenenalter
Ø
Ø erhöhtes
erhöhtes Risiko
Risiko für
für psychische
psychische Störungen
Störungen (life-time)
(life-time)
Ø
Ø individuelle
individuelle Schutzfaktoren
Schutzfaktoren noch
noch weitgehend
weitgehend unklar
unklar
Ø
Ø Alter
Alter und
und Traumatisierungsart
Traumatisierungsart haben
haben Einfluss
Einfluss
u.a. Schoedl et al. 2010; Shaffer et al. 2009; Heim et al. 2009
© PD Dr MJ Müller - 2010
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Missbrauch und Altern?
• Telomere („Endkappen“) schützen
möglicherweise Chromosomen vor dem
Verlust von DNA bei der Replikation
• Länge der Telomere korreliert mit
Lebenserwartung, unterhalb einer
kritischen Größe der Telomere kommt
es wahrscheinlich zum Zelltod
• Telomere nicht alleine am „Altern“
beteiligt
Tyrka, A. R. et al. 2010: Childhood
Maltreatment and Telomere Shortening:
Preliminary Support for an Effect of Early
Stress on Cellular Aging. Biological
Psychiatry 67, 531–534
© PD Dr MJ Müller - 2010
Früheres
Früheres „Zellaltern“
„Zellaltern“ durch
durch
frühkindlichen
frühkindlichen Missbrauch?
Missbrauch?
N
N=
= 31
31 (kürzere
(kürzere Telomere
Telomere bei
bei Pat.
Pat.
mit
mit Depressionen
Depressionen und
und emotionalem
emotionalem
Missbrauch
Missbrauch oder
oder Vernachlässigung
Vernachlässigung im
im
Kindesalter)
Kindesalter)
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Einsamkeit als Beziehungsmangel
• Subjektives Gefühl mangelnden
Kontakts zu anderen Menschen, das
als belastend erlebt wird
• Macht anfälliger für körperliche und
seelische Leiden, z.B. Depressionen,
und im Alter: Demenzerkrankungen
• Risiko: Senioren, allein Erziehende,
Geringverdiener, Arbeitslose
•• 7%
7% der
der Deutschen
Deutschen sind
sind „einsam“
„einsam“
•• 20%
20% hätten
hätten gerne
gerne mehr
mehr Kontakt
Kontakt zu
zu anderen
anderen
•• v.a.
v.a. >
> 70
70 Jährige
Jährige sind
sind betroffen:
betroffen:
etwa
etwa 1/3
1/3 ohne
ohne Freunde,
Freunde, ½
½ ohne
ohne Bezugsperson
Bezugsperson
Cacioppo et al. 2009, 2010; Schwab, 1997; Geist & Gehirn, 2009
© PD Dr MJ Müller - 2010
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Beziehung und Kontingenz:
Bedeutung für Gesundheit und Krankheit
§ Hilflosigkeit als Folge von mangelnder Kontingenz
§ Mobbing als Regelverstoß und Grenzüberschreitung
§ Missbrauch als Grenzüberschreitung
§ Einsamkeit als Beziehungsmangel
Systematische,
Systematische, schwere,
schwere, nachhaltige
nachhaltige Erschütterung
Erschütterung
von
von Beziehungserwartungen
Beziehungserwartungen und
und von
von Vertrauen
Vertrauen in
in
sich
sich und
und andere
andere und
und die
die Welt
Welt
->
-> Risiko
Risiko für
für psychische
psychische und
und körperliche
körperliche Störungen
Störungen
© PD Dr MJ Müller - 2010
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Vertrauen ist Grundlage jeder erfolgreichen Behandlung
Info.doc 4/2008
© PD Dr MJ Müller - 2010
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Arzt-Patienten-Beziehung
POSITIVE
POSITIVE NONVERBALE
NONVERBALE SIGNALE:
SIGNALE:
-- Arzt
Arzt sieht
sieht Pat.
Pat. direkt,
direkt, aber
aber nicht
nicht zu
zu häufig
häufig an
an
-- Arzt
Arzt sitzt
sitzt frontal
frontal gegenüber,
gegenüber, nicht
nicht schräg
schräg
-- Zustimmendes
Zustimmendes Nicken
Nicken bei
bei verbalen
verbalen Äußerungen
Äußerungen
-- Arzt
Arzt lehnt
lehnt sich
sich in
in Richtung
Richtung Pat.
Pat. vor,
vor, nicht
nicht zurück
zurück
-- Offene,
Offene, symmetrische
symmetrische Haltung
Haltung
-- Lächeln,
Lächeln, demonstrative
demonstrative Gesten,
Gesten, geringe
geringe Distanz
Distanz
TYP
ARZT
PATIENT
Bsp.
• Aktiv–Passiv Arzt handelt
Pat. hilflos
Koma
Zwangsmedikation
• Kooperativ
Führung
Kontrolle
Mitwirkung
Gehorsam
Pneumonie
Direktive Methoden
Medikationsverordnung
• Partizipativ
Beratung
Erprobung
von Alternativen
ambulant Diabetes mellitus
partnerschaftlich
u.a. Schmädel, 2010
© PD Dr MJ Müller - 2010
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
Kognitive Psychotherapien: Ziele
•• Positive
Positive soziale
soziale Aktivitäten
Aktivitäten ñ
ñ
•• Internale
Internale Kontrollüberzeugung
Kontrollüberzeugung für
für Positives
Positives ñ
ñ
•• Selbstwirksamkeitserwartung
Selbstwirksamkeitserwartung ñ
ñ
•• Optimismus
Optimismus ñ
ñ
•• Akzeptanz
Akzeptanz // Bereitschaft
Bereitschaft ñ
ñ
•• Achtsamkeit
Achtsamkeit ñ
ñ
•• Kohärenzsinn
Kohärenzsinn ñ
ñ
Antonovsky 1979, 1987, Bandura 1986
© PD Dr MJ Müller - 2010
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
UPDATE Psychopharmakologie 2008
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Marburg-Süd
Vielen Dank
© PD Dr MJ Müller - 2010
- ausschließlich zur privaten Verwendung -
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