Böcke und Schafe erfolgreich vermarktet

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LANDPOST
A USBILDUNG UND B ERATUNG
24. NOVEMBER 2007
Schafbockauktionen 2007
Böcke und Schafe erfolgreich vermarktet
In den Holstenhallen in Neumünster waren 52 Böcke und Schafe
der
Schleswig-Holsteinischen
Fleischschafrassen sowie Vertreter der Ostfriesischen Milchschafe
und der Rasse Shropshire im Angebot.
Verkauft wurden 38 Tiere, von
denen der Ia und Reservesiegerbock der Rasse Suffolk, die Kat. Nr.
33, aus der Zucht von Jörg Langhein, Kattendorf, mit 600 Euro das
höchste Gebot erhielt und in eine
Zuchtherde nach Nordfriesland
ging. Auch waren hier in Neumünster erstmals 3 Vertreter der Rasse
Swifter aufgetrieben, die alle verkauft werden konnten.
Auf der Husumer Schafwoche
wurden am ersten Texeltag von den
231 aufgetriebenen Tieren 212 verkauft zu dem Ø Zuschlagpreis von
431,60 Euro. Die höchsten Gebote
erhielten der Ia und Reservesiegerbock, die Kat. 142 mit 2.000 Euro,
aus der Zucht von Claus Koch, Loose, sowie die Böcke Kat. 155 und
189 aus den Zuchten von J. P. Löbkens, Hehm (155) und Eckhard Sievers, Meggerdorf (189), für die jeweils 1.650 Euro gezahlt wurden.
Während die Kat. Nr. 142 auf die
Insel Föhr zu dem Züchter H. Thießen, Wrixum, ging, wird die Kat.
155 seine Arbeit in der Herde von
Alf Thomas Feddersen, Poppenbüll,
und die Kat. Nr. 189 bei Okke Peters, Tetenbüll, verrichten.
Der zweite Texeltag mit Rassevertretern aus den HB-Bezirken
Südtondern, Husum und Eiderstedt
(Nordfriesland) sah 186 Böcke und
Schafe im Angebot, von denen 170
verkauft werden konnten. An diesem Tag lag der Ø Preis mit 367 Euro zwar 64,50 Euro unter dem des
Vortages, die Züchter konnten aber
dennoch recht zufrieden sein.
Das höchste Gebot erhielt an diesem Tag der Ic Preisträger. Die Kat.
Nr. 450, des Züchters Hans Albert
Andresen, West-Bargum, der für
1.200 Euro an Siegbert Lamparter,
St. Johann (Baden-Württemberg)
verkauft wurde.
Die Ia +Sieger, Ib und Ic Preisträger von Dr. H. Peters, Tating, erlangten alle einen Zuschlagpreis
von je 900 Euro und werden bei Inge Alt/B.F. Michelsen, Nordstrand
(1a), Detlef Johns, Pellworm (1b)
und bei Gerd Dumke, Windeck
Heerst (1c) zum Deckeinsatz kommen.
Die Ia Preisträger des 1. Texeltages bei der Präsentation im Ring, links beginnend
mit dem Vertreter der Altböcke.
Der dritte Auktionstag in Husum
war für die Rassen Schwarzkopf
und Weißkopf vorgesehen. Hier
wurden 28 Schwarzköpfige Fleischschafe aus zwei Zuchten aufgetrieben, von denen leider nur 12 verkauft werden konnten.
Teuerste Böcke wurden die Kat.
Nr. 501 und 503, die beide für jeweils
350 Euro den Zuschlag erhielten.
Während die Kat. Nr. 501 künftig in
der Schäferei von H. H. Staack,
Schülpersiel decken wird, wurde die
Kat. 502 an Peter Fick, Wingst/Stade
verkauft. Der Ø Preis dieser Rasse
lag mit 253,33 Euro leider sehr niedrig, es ließ sich für die Züchter aber
nicht mehr herausholen.
Die weißköpfigen Fleischschafe
hatten an diesem Tag 139 Böcke
und Schafe aufgetrieben, die sehr
zu gefallen wussten.
Die Ia prämierten Suffolks bei der Präsentation im Auktionsring.
Fotos: H.M. Schröder
Leider war an diesem Tag das
Kaufverhalten der Schäfer sehr zurückhaltend, sodass sich die Züchter mit einem Ø Preis bei 109 verkauften Tieren, von 310 Euro zufrieden geben mussten.
Das höchste Gebot mit 850 Euro
erhielt der Siegerbock dieser Rasse, die Kat. 554 aus der Zucht von
Ellen Fischer, Sommerland, der in
die Schäferei M. Magnussen in
Struckum wechselte, während der
If-Preisträger, die Kat. Nr. 589 aus
der Zucht von J. H. Claußen, Neuenkirchen, für 700 Euro in dem
Züchterstall von Hauke Reimers,
Tating, sein neues Zuhause fand.
Den Abschluss der Husumer
Schafwoche bildeten dann die Rassen Blaukopf und Suffolk.
Hier waren wieder Böcke und
Schafe von Rassen aufgetrieben,
die von den Käufern gewollt waren,
lediglich 2 Blauköpfige Fleischschafe und 2 Suffolkböcke konnten
keinen neuen Käufer finden.
Während für die 14 verkauften
Blauköpfe mit einem Ø Preis von
270 Euro auch nicht übermäßig viel
Geld ausgegeben wurde, der Siegerbock von K.D. Coordts, Hollingstedt,
aus der Zucht von Nils Frahm, ebenfalls Hollingstedt, brachte 500 Euro
und ging nach Sachsen Anhalt, konnten die Suffolkzüchter mit 99 verkauften Böcken und einem Ø Preis
von 404 Euro recht zufrieden sein.
Als teuerste Böcke konnten der
mit einem 2. Preis prämierte Bock
Kat. Nr. 710 aus der Zucht von
Heinz Kobs, Schwienhusen, und der
Ia Bock der jüngeren Lammböcke,
die Kat. Nr. 806 aus der Zucht von
Jens Reitmann, Reinfeld, verkauft
werden. Beide Böcke gingen für jeweils 900,00 Euro in eine Schäferei nach Sachsen bzw. in die Schäferei Petersen im Kronprinzenkoog.
Die Kat. Nr. 754 = Ia Bock der
älteren Lammböcke, aus der Zucht
von A. Pirdzuhn, Todesfelde, wurde
für 800 Euro an den Suffolkzüchter
Claus Dreher in Westerstede (Weser-Ems) verkauft.
Auf dem Bockmarkt wurden wieder Böcke und Schafe aus diesem
Zuchtgebiet zunächst gekört und
anschließend verkauft.
Insgesamt wechselten 30 Tiere
der Rassen Weißkopf, Texel und
Suffolk, aus 10 Zuchten, ihren Besitzer, das war in etwa die gleiche
Zahl wie auch in den Vorjahren.
Mit der Wahl der Reithalle des
Herrn Kölling in Neuenbrook als
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24. NOVEMBER 2007
neuen Auktionsplatz, ist dem Vorstand des Bezirkes Südwestholstein
ein guter Wurf gelungen, hier konnte alles schön übersichtlich durchgeführt werden und Käufer und Verkäufer waren mit dem Umfeld zufrieden.
Hoher Besuch auf der WK/SK Auktion
durch die amtierende Lammkönigin Anika Petersen, hier mit dem Landesverbandsvorsitzenden Herbert Tietgen.
Wie in jedem Jahr ist der Landschaftag in Berkenthin immer die
letzte Kör- und Verkaufsveranstaltung unseres Verbandes. Was vor
Jahren einmal als Heidschnuckentag in Berkenthin begonnen hat, ist
mittlerweile eine Veranstaltung an
der neben den ursprünglichen Grauen- und weißen gehörnten Heidschnucken noch Skudden, Coburger
Fuchsschafe, Walliser Schwarznasenschafe, Gotländische Pelzschafe, Rauhwollige Pommersche Landschafe, sowie Bentheimer Landschafe, alle aus Schleswig-Holsteinischen Zuchtbetrieben, aufgetrieben wurden. Neben der Körung
bzw. Herdbuchaufnahme der verschiedenen Rassevertreter fand in
Berkenthin auf dem Betrieb der Familie Rohwer dann auch wieder eine Prämierungsveranstaltung statt,
bevor dann die Züchter mit den
Kaufinteressenten ins Gespräch kamen und das eine oder andere Tier
mit Handschlag verkauft wurde.
Dieses bunte Bild der verschiedenen Landschafrassen in Berkenthin,
sowie der Fleischschafrassen in Husum, Neumünster und Neuenbrook,
ist sehr abwechslungsreich und interessant und ist für so manchen
Besucher dieser Veranstaltungen
eine wichtige Infoveranstaltung,
um zum einen diese Rassen einmal
näher kennen zu lernen und zum
Anderen auch mit Züchtern und
Gleichgesinnten ins Gespräch zu
kommen.
Mit Plaketten und Medaillen der
Landwirtschaftskammer, sowie Ehrenbechern des Landesverbandes
wurden folgende Züchter für hervorragende züchterische Leistungen geehrt:
I. Husum Texel I
Kammerplakette = Udo Schladetsch, Kleve, für Ia + Rassesieger
Kat. 282
Verbandsbecher = Claus Koch, Loose, für Ia + Reservesieger Kat. 142
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Überblick über die Schleswig-Holsteinischen Auktionen und Bockmärkte
Höchstpreis
Ø Preis
verkauft
Auftrieb
600
38
52
250
225
3
3
2.000
432
212
231
200
200
3
3
1.200
367
170
186
10
10
246
420
350
253
12
28
850
310
109
139
250
210
7
11
500
270
14
16
900
404
99
101
450
350
3
3
380
250
30
45
4
9
350
250
9
32
869
723
* da es bei den Landschafen keine Auktion gibt, werden demVerband nicht alleVerkäufe mitgeteilt,
die per Handschlag erfolgen!
Rasse
Auktions NMS
wbl. Tiere
Texel 1. Tag
wbl. Tiere
Texel 2. Tag
wbl. Tiere
Schwarzkopf
Weißkopf
wbl. Tiere
Blaukopf
Suffolk
wbl. Tiere
Bockmarkt Neuenbrook
wbl. Tiere
Landschaftag Berkenthin*
II. Husum Texel II
Kammerplakette = Dr. Hauke Peters, Tating, für Ia + Rassesieger
Kat. 392
Verbandsbecher = Dr. Hauke Peters, Tating, für Ia + Reservesieger
Kat. 472
III. Husum SK
Kammerplakette = Harald Boyens,
Schwesing, für Ia + Rassesieger
Kat. 503
Verbandsbecher = Harald Boyens,
Schwesing, für Ia+Reservesieger Kat. 520
IV. Husum WK
Kammerplakette = Ellen Fischer, Sommerland, für Ia + Rassesieger Kat. 554
Verbandsbecher = Jakob Petersen,Wrixum, für Ia + Reservesieger Kat. 562
V. Husum Blaukopf
Kammermedaille = K.D. Coordts, Hol-
lingstedt, für Ia+Rassesieger Kat. 686
Verbandsbecher = H. Hauschild, Jevenstedt, für I.Pr. + Reservesieger
Kat. 679
VI. Husum Suffolk
Kammerplakette = Andreas Pirdzuhn,
Todesfelde, für Ia + Rassesieger
Kat. 726
Verbandsbecher = Ralf Logaida,
Osdorf, für Ia + Reservesieger
Kat. 810
VII. Berkenthin
Kammermedaille = Claus Rohwer,
Berkenthin, für Ia + Sieger Kat. 8
Hans Michow Schröder
Landesverband SchleswigHolsteinischer Schafzüchter
Tel.: 0431-332608
[email protected]
Zuchtviehauktion in Neumünster
Anhaltend gute Nachfrage auf dem Milchviehmarkt
Auf der November-Auktion verlief
der Markt recht flott. Das qualitativ gute Angebot der abgekalbten
Färsen konnte die Nachfrage wiederum nicht befriedigen. Die
Durchschnittspreise zogen weiter
an. Die Nachfrage auf dem Bullenmarkt war etwas verhaltener. Bei
stabilen Zuschlagspreisen blieben
einige Bullen im Überstand.
In der Schwarzbuntabteilung erzielten die abgekalbten Färsen 1.684
Euro im Durchschnitt. Teuerste Färse war Kat.-Nr. 82, Echse, eine gut
herausgebrachte Maat-Tochter mit
gutem Leistungspapier und hoher
Einsatzleistung. Züchter: Otto Gra-
vert, Lindau (RD/ ECK), Zuschlagspreis: 2.100 Euro.
Weitere herausragende Färsen waren
Kat.-Nr. 86, Hilde, eine Tochter des
RSH-Testbullen Schramm, von Udo
Schramm, Damsdorf (SE) und Kat.Nr. 78, Hanna, eine Emerson-Tochter
von Junker Krause, Redingsdorf (OH).
Die schwarzbunten gekörten Bullen
erreichten im Durchschnitt 1.408
Euro. Die Käufer achteten auf Kapazität, gute Fundamente, hohe Eiweißprozente bei entsprechend hoher Milchmenge. Teuerster Bulle
war Kat.-Nr. 43, Inigo, ein gut entwickelter Jannsen-Sohn mit tadellosem Fundament und sehr gutem
Leistungspapier. Züchter: Christian
Fischer, Brunsbek (OD), Zuschlagspreis: 2.200 Euro.
In der Rotbuntabteilung wurden die
abgekalbten Färsen für 1.590 Euro
zugeschlagen. Teuerste Färse war
Kat.-Nr. 94, Goldfee, eine große,
typstarke Stadel-Tochter mit interessantem Pedigree. Züchter: Willi
Frohbös, Hoffnungstal (RD/ECK),
Zuschlagspreis: 1.800 Euro.
Die rotbunten gekörten Bullen erlösten im Mittel 1.613 Euro. Auf dem
Bullenmarkt wurden sehr gut entwickelte, typ- und fundamentstarke
Bullen mit entsprechendem Leistungspapier nachgefragt. Teuerster
Bulle war Kat.-Nr. 6, Imrus, ein
rahmiger, korrekter, sehr gut entwi-
ckelter Bravisi-Sohn mit tadellosem
Leistungspapier. Züchter: Hans Tietgen, Schönmoor (SE), Zuschlagspreis: 2.500 Euro.
Das von Hilde Wachs, Beidenfleth,
angebotene rotbunte Kuhkalb wurde
für 400 Euro verkauft.
Die nächste Auktion für schwarz- und
rotbunte Bullen sowie weiblicheTiere
– nur BHV1-freie Tiere mit amtlicher
Bescheinigung – findet am Donnerstag, 13. Dezember 2007 in den Holstenhallen, Neumünster, statt.
Rüdiger Böhnke
Rinderzucht Schleswig-Holstein
Tel.: 04321-905-310
[email protected]
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