Employment
Structures and
Labour Force Change
in Germany
Franz Rothenbacher
Grundseminar
„Sozialstruktur der Bundesrepublik Deutschland“
2005
1. Basic Concepts and Definitions
2. Modernization Theory and Employment
3. Theories of Employment Change
4. Employment Structures
5. Inequality in Employment and Occupational
Segregation
6. Employment System and Other Social Subsystems
7. Employment Policies
8. Public Employment
9. References
1. Basic Concepts and Definitions
•
•
Erwerbspersonen und Nichterwerbspersonen
•
„Erwerbspersonen sind alle Personen, die eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit
ausüben oder suchen.“ (Hradil 2004, 167)
•
„Nicht-Erwerbspersonen sind alle Menschen, die (wie z.B. viele Studierende oder
Hausfrauen) keinerlei auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben oder suchen.“ (Hradil
2004, 167)
•
Erwerbsquote ist der „Anteil der Erwerbspersonen and er Gesamtbevölkerung oder an
der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter.“ (Hradil 2004, 167)
•
Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter „sind alle Bewohner eines Territoriums ... Die
mindestens 15 und noch nicht 65 Jahre alt sind.“(Hradil 2004, 167)
Erwerbstätige und Erwerbslose
•
„Erwerbstätige sind Personen, die selbständig ein Gewerbe oder Landwirtschaft
betreiben oder einen freien Beruf ausüben oder als Arbeitnehmer in einem
Beschäftigungsverhältnis stehen.“ (Hradil 2004, 168)
•
Die Erwerbstätigenquote ist der „Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung im
erwerbsfähigen Alter (oder seltener: an der Gesamtbevölkerung).“ (Hradil 2004, 168)
•
•
Erwerbslose und Arbeitslose
•
Erwerbslose sind „Personen ohne Arbeitsverhältnisse, die sich um eine Arbeitsstelle
bemühen. Eine Teilgruppe der Erwerbslosen sind die Arbeitslosen.“ (Hradil 2004, 168)
•
Arbeitslosigkeit: „Als arbeitslos gilt in Deutschland, wer – abgesehen von
geringfügiger Beschäftigung - nicht in einem Beschäftigungsverhältnis steht, eine
versicherungspflichtige Beschäftigung sucht, dabei den Vermittlungsbemühungen des
Arbeitsamtes zur Verfügung steht und sich beim Arbeitsamt arbeitslos gemeldet hat
(Sozialgesetzbuch III, § 16).“ (Hradil 2004, 168)
•
Die Arbeitslosenquote „misst den Anteil der Arbeitslosen an der Erwerbspersonen
insgesamt und zeigt so das Ausmaß der unbefriedigten Nachfrage nach Erwerbsarbeit
an.“ (Hradil 2004, 168)
Arbeitsgesellschaft
•
Alle modernen Gesellschaften sind Arbeitsgesellschaften. Erwerbstätigkeit ist die
wichtigste Quelle des Einkommens, auch des Alterseinkommens, und ist Grundlage für
sozialen Status, soziale Integration und Lebensqualität (Hradil 2004, 168)
•
Bruttoinlandsprodukt und Volkseinkommen
•
Bruttoinlandsprodukt (BIP) (Gross Domestic Product, GDP) ist der „Geldwert aller
Waren und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres in einer Volkswirtschaft eines
Landes hervorgebracht werden.“ (Hradil 2004, 170)
•
Volkseinkommen ist die Größe, welche durch Addition aller Arbeitnehmerentgelte und
aller Unternehmens- und Vermögenseinkommen entsteht (Hradil 2004, 170)
2. Modernization Theory and Employment
•
Theorie der sozialen Arbeitsteilung (Emile Durkheim 1893 (1992), De la division du
travail social)
•
Die Grundidee der Differenzierungstheorie besteht in der Vorstellung, dass im Zuge
der historischen Entwicklung von der traditionalen zur modernen Gesellschaft durch
Bevölkerungswachstum und soziale Arbeitsteilung Gesellschaften aus einer Pluralität
von Rollen und sozialen Einheiten aufgebaut werden. Der Komplexitätsgrad von
Gesellschaften steigt. Die segmentäre Differenzierung über Familieneinheiten wird
durch funktionale Differenzierung zwischen sozialen Subsystemen und sozialen
Klassen aufgelöst. Aus der vormals relativ umfassenden Hausgemeinschaft bzw. der
lokalen Gemeinschaft (des Dorfes) differenzieren sich soziale Funktionen aus, wie
beispielsweise das Gesundheitswesen, das Bildungswesen, das religiöse oder
konfessionelle Subsystem, das Militär, oder auch der Staat. Diese funktionale
Differenzierung in unterschiedliche Subsysteme auf der Makroebene der Gesellschaft
geht einher mit der Rollendifferenzierung auf der Mikroebene des Individuums. Eine
Person muss in einer hochdifferenzierten Gesellschaft verschiedene und mehr Rollen
übernehmen als in einer gering differenzierten Gesellschaft (wesentlichste
Rollendifferenzierung zwischen Familienrolle und Berufsrolle, aber auch Patientenrolle,
Klientenrolle gegenüber staatlichen Organen (Wohlfahrt), Wählerrolle, Soldatenrolle,
religiöse Rolle, usw.). Die Ausdifferenzierung sozialer und—gemäß ihren Funktionen—
unterschiedlicher Subsysteme geht Hand in Hand mit einer Veränderung des
Klassensystems, insofern sich Positionen des sozialen Ungleichheitssystems mit
diesen höher differenzierten Einheiten verbinden.
Beispielsweise war in der vorindustriellen Zeit—der Vorherrschaft der segmentären
Differenzierung, also des Nebeneinanderherbestehens von vielen Hauswirtschaften
(im Handwerk, im Bauernstand)—zwar eine funktionale Differenzierung zwischen
diesen Hauswirtschaften vorhanden (Land gegen Stadt, Handwerker gegen
Handwerker, z.B. Schmied und Bäcker), aber die Ungleichheit zwischen diesen
Einheiten war deutlich geringer als in den Phasen der Hochindustrialisierung, wo durch
das aufkommende Fabriksystem eine Vertiefung der Arbeitsteilung und damit eine
Verstärkung der sozialen Ungleichheit zwischen diesen ausdifferenzierten Positionen
einherging
(viele
Arbeiter
gegenüber
einem
einzigen
Eigentümer
an
Produktionsmitteln).
•
Drei-Sektoren-Theorie des Berufsstrukturwandels (Fisher 1939, Clark 1940, Fourastié
1949)
•
Die Berufsstruktur wandelt sich von Agrargesellschaft über die Industriegesellschaft
zur postmodernen Dienstleistungsgesellschaft
•
Motor dieser Entwicklung sind die unterschiedlichen Produktivitätsfortschritte in der
einzelnen Sektoren
•
Letztendlich ist die Haupttriebkraft dieser Entwicklung der technologische
Fortschritt
3. Theories of Employment Change
Soziologische Theorien des Berufsstrukturwandels:
•
Theorien der Wohlfahrtsstaatsentwicklung
•
Das Anwachsen der Beschäftigung im öffentlichen Sektor ist nur ein Aspekt des
Differenzierungsprozesses. Das starke Wachstum im öffentlichen Sektor beginnt erst
im 19. Jh. Im 18. Jh. war die Zahl der Beamten noch sehr gering. Die Entstehung
von Post und Eisenbahn und deren nachfolgende Verstaatlichung, dann auch der
Aufbau stehender Heere und deren Kasernierung, weiterhin die Ausbildung
wohlfahrtsstaatlicher Einrichtungen mitsamt ihren Bürokratien brachten ein starkes
Wachstum des Personals im öffentlichen Sektor mit sich. Dies sind aber lediglich
einige Faktoren, die zu diesem Anwachsen beigetragen haben. Man könnte
weiterhin nennen: der Ausbau des Schulwesens und die Zunahme des Lehrpersonals.
Die Entwicklung des „Steuerstaats“ durch die Einführung der progressiven
Einkommensbesteuerung und den Aufbau von Finanzverwaltungen. Der Entwicklung
von Nationalstaaten mit Organen zur Handelskontrolle, Grenzkontrolle,
Zollverwaltung, usw. Eine der letzten Phasen in der Beschäftigungsentwicklung im
öffentlichen Sektor stellt der starke Ausbau des Wohlfahrtsstaats dar—besonders in
den Bereichen Bildung und Gesundheit—wodurch der Wohlfahrtsstaat selbst zum
Arbeitsnachfrager wird (Kolberg 1991).
•
Theorien der Dienstleistungsgesellschaft
•
Daniel Bell (1979): Die „nachindustrielle Gesellschaft“ läßt sich durch 5
Dimensionen beschreiben (nach Häußermann/Siebel 1995, 38f.):
1.
Dienstleistungen dominieren gegenüber Gütern (Beschäftigung wie Konsum)
2.
„Kennzeichnend für die postindustrielle Gesellschaft ist ... nicht nur die
quantitative Zunahme der Dienstleistungsberufe, sondern auch ihr qualitativer
Wandel: von Transport, Verkehr und Versorgung verlagert sich der Schwerpunkt
der beruflichen Tätigkeit auf Gesundheit, Ausbildung, Forschung und
Verwaltung, insbes. auf die akademischen Berufe.“
3.
Theoretisches Wissen ist das ‚axiale‘ Prinzip der postindustriellen Gesellschaft,
es ist die Quelle von technischen, politischen und sozialen Innovationen.“
4.
Planung und Lenkung des technischen Fortschritts ist die zentrale Dimension
des sozialen Wandels.
5.
Intellektuelle Technologien (Systemtheorie, Kybernetik, etc.) ersetzen
intuitive Problemlösungen.
•
Theorien der Dienstleistungsgesellschaft (fortgesetzt)
•
Gartner und Riessman (1978): Der aktive Konsument in der
Dienstleistungsgesellschaft
1.
Der Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft verbindet sich mit mehr
Selbstbestimmung und Demokratie; emanzipatorisches Potential
a)
Personenbezogene Dienstleistungen schaffen beim Empfänger Nutzen und
Wohlbefinden; Dienstleistungen als Beziehungsarbeit
b)
Personenbezogene Dienstleistungen verleihen dem Konsumenten Macht.
Ökonomische Theorien des Berufsstrukturwandels:
•
Baumol‘s Cost Disease (Baumol 1967, Towse 1997)
•
•
Während aber zunächst im primären Sektor und später im sekundären Sektor
erhebliche Produktivitätssteigerungen möglich waren, wird behauptet, dass dies im
öffentlichen Sektor viel weniger möglich sei, da gerade hier personalintensive
Tätigkeiten in den sozialen Diensten und im Bildungswesen vorherrschen würden
(Baumol’s Cost Disease) (Baumol 1967, Towse 1997). Bislang hat sich das „Gesetz
von der geringeren Produktivität öffentlicher Dienstleistungen“ auch mehr oder
weniger bewahrheitet, wie die bis in die 1980er Jahre steigenden Personalziffern im
öffentlichen Sektor vermuten lassen. Doch ist eine Zunahme der Produktivität
öffentlicher Dienstleistungen unbestreitbar. Auch hier wird menschliche Tätigkeit
wie in den anderen beiden Wirtschaftssektoren durch technologische Fortschritte
und Erfindungen ersetzt. Doch zeigt sich auch klar, dass eine derart massive
Rationalisierung auf erheblich größere Schwierigkeiten stößt wie im primären und
sekundären Sektor.
Die Selbstbedienungswirtschaft (Gershuny 1978)
•
Es kommt nicht zu der prognostizierten (s. Fourastié, Baumol) Zunahme des
Dienstleistungssektors.
•
Die Haushalte investieren in langlebige Haushaltsinvestitionsgüter (Autos,
Haushaltsgeräte), anstatt diese Dienstleistungen auf dem Markt nachzufragen (z.B.
Waschmaschine versus Wäscherei, Waschsalon; Baumarkt versus Handwerker, etc.).
4. Employment Structures
Sociological approaches:
•
•
Die langfristige Zunahme der Erwerbsbeteiligung
•
Langfristig läßt sich eine Zunahme der außerhäuslichen Erwerbstätigkeit beobachten
•
Einer der Hauptgründe ist die Zunehmende Inklusion der Frauen in die außerhäusliche
Erwerbstätigkeit (historisch: Hausfrau, Mutter und mithelfende Familienangehörige)
•
Im internationalen Vergleich ist die Erwerbsquote in Deutschland relativ niedrig
Modernisierung und Arbeitslosigkeit
•
Seit 1945 hat sich die Arbeitslosigkeit mit jeder Wirtschaftskrise auf ein höheres Niveau
aufgeschaukelt (1968, Ölpreisschocks, Krise der Staatsfinanzen der 1980er Jahre,
Wiedervereinigung 1990er Jahre)
•
Vollbeschäftigung war eher die Ausnahme, und zwar nur in den 1960er Jahren
•
Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland doppelt so hoch wie in Westdeutschland
•
Erwerbsbeteiligung und Geschlecht
•
Erwerbsbeteiligung der Frauen in Deutschland lediglich im Mittelfeld europäischer
Länder, Skandinavien führend, Südeuropa Nachzügler
•
Ursachen: Mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf
•
Erwerbsbeteiligung nach Wirtschaftssektor
•
Deutschland hat noch einen relativ starken Industriesektor; der Dienstleistungssektor
ist unterentwickelt. Mögliche Ursachen:
•
Deutschland kombiniert ein hohes Lohnniveau mit einer moderaten Steuerpolitik. Dies
wird deutlich durch einen Vergleich mit den USA und Schweden:
•
Die USA haben einen starken (privaten) Dienstleistungssektor bei niedrigen Löhnen und
moderaten Steuern
•
Schweden hat einen großen (öffentlichen) Dienstleistungssektor bei hohem
Steuerniveau und auch hohem Lohnniveau
Zusammenhang zwischen Lohnniveau und Besteuerung
Lohnniveau
Besteuerung
USA
Niedrig
Hoch
Niedrig
Hoch
Deutschland
Schweden
•
Erwerbsbeteiligung und Wirtschaftswachstum
•
Der Zusammenhang zwischen Erwerbsbeteiligung und Wirtschaftswachstum ist
moderat, da viele Faktoren Einfluss nehmen: Grad der Rationalisierung der
Güterproduktion, Umweltschutzausgaben, Haushaltsproduktion
•
Tatsächlich wäre in Deutschland das BIP erheblich höher, wenn die unbezahlte Arbeit in
Haushalten monetarisiert werden würde. In Ländern mit großem Dienstleistungssektor
ist daher ceteris paribus das BIP/Kopf relativ höher.
•
Starke Arbeitslosigkeit und die Lasten der Wiedervereinigung haben Deutschland
gemessen im BIP/Kopf relativ zurückgeworfen
5. Inequality in Employment and Occupational Segregation
•
•
•
Geschlechterungleichheit und Gender Segregation
•
Frauen in den unteren Beschäftigungsstufen überrepräsentiert
•
Frauen in Leitungspositionen überrepräsentiert
•
Segregation nach Wirtschaftssektoren steigende, insbesondere im öffentlichen Sektor,
welcher zunehmend eine Domäne der Frauen wird
Ethnische Ungleichheit
•
Ausländer und Immigranten bei den „bad jobs“ überrepräsentiert
•
Verringerte Aufstiegschancen
Ungleichheit der Einkommen
•
Einkommensungleichheit in Deutschland im Mittelfeld
•
Unterdurchschnittliche Einkommen für Frauen und Ausländer/Immigranten
•
Ursachen: Beschäftigung in den ausführenden Berufsfeldern
•
Ausnahme Öffentlicher Dienst: gleiche Gehälter bei gleicher Position
6. Employment System and Other Social Subsystems
Beschäftigungssystem und Familie/Bevölkerung:
•
Beschäftigung und Alterung der Bevölkerung
Arbeitskräftemangel, wenn die geburtenstarken Kohorten, welche heute erwerbstätig,
sind, ab 2020 verrentet werden
Finanzielle Belastung der künftigen Erwerbsbevölkerung wird steigen, um die
Altersversorgung zu gewährleisten
•
Frauenerwerbstätigkeit und Familienpolitik
Ausbau der Betreuungseinrichtungen für die Kindererziehung
Teilzeitarbeitsplätze
Kindergarten places, Federal Republic of Germany 1951–1990a
Total number of places (in 1,000)
% public
% private
church-affiliated
not church-affiliated
Places per 1,000 children
a
1951
1961
1971
1975
1981
1990
601
—
—
—
—
827
20.1
79.9
—
—
1,229
21.0
79.0
71.7
7.3
1,479
26.7
73.3
71.7
1.6
1,397
29.1
70.9
67.8
3.1
1,496
30.5
69.5
62.1
7.4
—
—
411
625
771
755
For children 3–5 years.
Sources: Maucher and Bahle, 2000; Statistisches Bundesamt (various years) Statistisches Jahrbuch
der Bundesrepublik Deutschland; own calculations.
Places in crèches, Federal Republic of Germany 1953–1986a
Total number of places
% public
% private
Places per 1,000 children
a
1953
1960
1965
1975
1981
1986
8,140
—
—
15,503
43.6
56.4
18,108
64.2
35.8
24,251
72.5
27.5
26,098
73.1
26.9
28,353
72.7
27.3
6
13
14
16
For children 0–2 years.
Sources: Maucher and Bahle, 2000; Statistisches Bundesamt (various years) Statistisches
Jahrbuch der Bundesrepublik Deutschland; own calculations.
Places in crèches, German Democratic Republic 1950–1989a
1950 1955 1961 1965 1971 1975 1981 1985 1989
Total places in crèches (in 1,000)
% state and communities
% enterprises
% churches
50
74.6
25.2
0.2
91
78.2
21.6
0.2
117
78.1
21.7
0.2
182
78.2
21.7
0.1
235
80.4
19.5
0.1
297
83.7
16.2
0.1
339
86.0
13.9
0.1
353
—
—
—
Places in homes for long-term care
(in 1,000)
9,2
10,8
9,4
7,3
5,7
4,5
5,0
5,1
Places in homes for seasonal care
(in 1,000)
7,7
13,5
15,9
7,7
1,9
0,2
0,1
—
91
161
187
317
508
637
727
802
Places per 1,000 children
(all institutions)
a
5
76.1
22.5
1.4
—
For children 0–2.
Source: Staatliche Zentralstelle für Statistik (various years) Statistische Jahrbücher der Deutschen
Demokratischen Republik.
Kindergarten places, German Democratic Republic 1955–1989a
1955
Children in kindergartens
(in 1,000)
Places per 1,000 children
a
350
345
1960
459
461
1971
669
688
1975
702
846
For children 3–5.
Source: Statistisches Amt der DDR, Statistisches Jahrbuch 1990.
1981
709
912
1989
747
951
Places in crèches and kindergartens,West and East Germany 1991–1994
1990/1
1994
Westa
Eastb
West
East
1,496
30.5
69.5
62.1
7.4
558
95.2
4.8
—
—
1,705
—
—
—
—
134
—
—
—
—
Places per 1,000 children
755
894
757
284
Total number of places in crèches
(in 1,000)
% public
% private
church-affiliated
not church-affiliated
28
54.0
46.0
14.4
31.6
209
97.6
2.4
—
—
12
—
—
—
—
11
—
—
—
—
13
443
6
43
Total number of kindergarten places
(in 1,000)
% public
% private
church-affiliated
not church-affiliated
Places per 1,000 children
a
b
Data from 1990.
Data from 1991.
Sources: Statistisches Bundesamt, Fachserie 13: Sozialleistungen 1990, 1991, 1994;
Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch 1992, 1993, 1996; own calculations.
Beschäftigungssystem und Bildungssystem (siehe Sitzung Bildung):
•
Frauenerwerbstätigkeit kann nur gesteigert werden, wenn vermehrt Vollzeitbetreuung in
den Schulen eingeführt wird
Beschäftigungssystem und soziale Sicherheit:
•
Steigende Belastungen für die Erwerbstätigen zur Finanzierung der Alterssicherung
•
Sinkendes Rentenniveau für die jetzigen Erwerbstätigen
7. Employment Policies
•
Employment policies
•
Erwerbstätigkeit von Frauen stieg durch die Bildungsexpansion an (siehe Graphik)
•
Je höher der erreichte Bildungsgrad, umso höher ist die Erwerbsbeteiligung von
Frauen
•
Die nationalen Unterschiede werden bei Frauen auf dem Tertiärniveau immer
geringer, sind dagegen bei Sekundar I und Sekundar II groß
West Germany, 1950-1990
100
100
90
90
m ale
80
70
1990
60
1980
50
1970
40
1950
1961
1970
70
60
50
1980
40
1961
fem ale
30
80
1950
30
1990
20
20
10
10
0
15-19
20-24
25-29
30-34
35-39
40-44
45-49
50-54
55-59
60-64
0
65-69
East Germany, 1974-1971
Ag e g rou p
100
100
90
1971
80
m ale
1964
1971
70
90
80
70
1964
60
50
60
50
fem ale
40
40
30
30
20
20
10
10
0
15-19
20-24
25-29
30-34
35-39
40-44
Ag e g rou p
45-49
50-54
55-59
60-64
0
65-69
Female employment rate by age groups, East and West Germany 1991–1998
100
100
1991
1994
East
90
80
90
80
1998
1998
70
70
1991
60
60
West
50
50
40
40
30
30
20
20
10
10
0
0
15-19
20-24
25-29
30-34
35-39
40-44
45-49
50-54
55-59
Age group
Source: Statistisches Bundesamt (various years) Bevölkerung und Erwerbstätigkeit.
60-64
•
Unemployment policies
•
Die Arbeitslosigkeit ist umso geringer, je höher der erreichte Bildungsgrad ist. Das
Arbeitslosigkeitsrisiko ist bei Hochschulabsolventen am geringsten und steigt bei den
niedrigeren Bildungsniveaus stark an.
•
Occupational mobility
•
•
Bildungsstatus und Berufsposition sind enger miteinander verknüpft als
Herkunftsstatus und erreichte Berufsposition. Das heißt, daß Bildung die soziale
Mobilität nach oben ermöglicht.
Income policies
•
Das Einkommen ist für alle Erwerbstätigen im internationalen Vergleich umso höher,
je höher der erworbene Bildungsabschluß ist.
•
Hochschulabsolventen beziehen im Durchschnitt ein doppelt so hohes
Jahreserwerbseinkommen wie Absolventen mit höchstens einem Abschluß der
Sekundarstufe I.
8. Public Employment
Changes in the employment system as well have effects on the employment chances
mainly of persons with secondary and tertiary educational level:
•
The public sector was one of the most important employers for university leavers
(teachers, medical doctors, legal scientists, etc.).
•
The public sector was as well a large employer for leavers from the secondary level (e.g.
nurses, educators in kinder gardens, etc.).
•
The health care system and the educational system are the two largest public employers.
The expansion of public sector employment, reunification and demographic ageing with
its consequences for pension payments caused reductions in public sector employment:
•
In nearly every European country the labour force active in the public sector declined
relatively. Decline in Germany was strong.
•
Public employment in the former GDR was more frequent and was reduced to the West
German level within 10 years.
•
Public employment cuts concern men stronger than women.
•
As a consequence the public sector increasingly becomes a domain of women
(„feminization“).
•
Nevertheless, a large proportion of female jobs is part-time work.
Persons Employed in the Public Sector or Service in
European Countries, 1950-2000 (% of all women and men in
employment)
Belgium
40
France
Sweden
Germany (West)
35
Germany (East)
Sweden
United Kingdom
30
25
UK
% 20
Belgium
D-East
GermanyWest
15
France
10
5
0
1950
1955
1960
1965
1970
1975
1980
1985
1990
1995
2000
Women Employed in Public Sector/Service (% of all
women in employment)
Germany (West)
60,00
France
Sweden
United Kingdom
50,00
Belgium
40,00
% 30,00
20,00
10,00
0,00
1960
1965
1970
1975
1980
1985
1990
1995
Men Employed in Public Sector/Service (% of all men
in employment)
30
25
20
% 15
10
Belgium
Germany (West)
France
5
Sweden
United Kingdom
0
1960
1965
1970
1975
1980
1985
1990
1995
Female Share in Public Sector/Service Employment
(women in % of total public sector/service employment)
80,00
70,00
60,00
50,00
% 40,00
30,00
Germany (West)
20,00
France
Sweden
10,00
United Kingdom
Belgium
0,00
1945 1950 1955 1960 1965 1970 1975 1980 1985 1990 1995 2000
Part-time Working Women in Public Sector/Service
(% of all working women in public sector/service)
60,00
Germany (West)
Sweden
50,00
United Kingdom
40,00
% 30,00
20,00
10,00
0,00
1960
1965
1970
1975
1980
1985
1990
1995
2000
9. References
Baumol, William J. 1967: Macroeceonomics of Unbalanced Growth: The Anatomy of Urban
Crisis. American Economic Review 57, 415-426.
Behrens, Johann 1982: Die Ausdifferenzierung der Arbeit. In: Hondrich, Karl Otto (ed.),
Soziale Differenzierung: Langzeitanalysen zum Wandel von Politik, Arbeit und Familie.
Frankfurt a.M. und New York: Campus, 129-209.
Bell, Daniel (1973) 1979: Die nachindustrielle Gesellschaft. Reinbek bei Hamburg:
Rowohlt.
Clark, Colin 1957: The Conditions of Economic Progress. 2. Aufl. London: Macmillan
(zuerst 1940).
Durkheim, Emile 1992: Über soziale Arbeitsteilung: Studie über die Organisation höherer
Gesellschaften. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.
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