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Werbung
Werbe- und Kommunikationswirtschaft ortet hausgemachte Wachstumsstopper und
Kreativitätskiller
Utl.: Sery-Froschauer: „Überbordende Bürokratie sowie eine steigende Steuer- und
Abgabenlast - weniger ist da mehr“ – Der Werbeklimaindex für das 2. Quartal 2014 ist da
„Bürokratische Hürden sowie die steigende Belastung durch Steuern und Abgaben bremsen
eine dynamischere Entwicklung der österreichischen Werbe- und
Kommunikationswirtschaft aus“ – das ist für Angelika Sery-Froschauer, die Obfrau des
Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich
(WKÖ), der Sukkus aus dem aktuellen WIFO Werbeklimaindex für das 2. Quartal 2014.
„Die Perspektiven für die österreichische Werbe- und Kommunikationswirtschaft haben sich
gegenüber der April-Erhebung des WIFO nur geringfügig verändert. Im II. Quartal 2014 stieg
der WIFO-Werbeklimaindex an, wenngleich in der Dynamik etwas schwächer als noch im IV.
Quartal 2013. Er liegt jetzt deutlich positiv bei +28 Punkten. Die heimische
Kommunikationsbranche kehrte im 1. Halbjahr 2014 auf einen – wenn auch vorerst flachen
– Wachstumspfad zurück. Die ab dem III. Quartal 2013 beobachtete Belebung setzte im I.
Quartal 2014 aus. Vieles spricht derzeit dafür, dass die österreichische Werbewirtschaft in
den nächsten Quartalen zu etwas höheren Wachstumsraten zurückkehrt. Das liegt auch
daran, dass die Gesamtwirtschaft in Österreich wieder leicht anzieht. So entwickelten sich
vor allem die Indikatoren Auftragseingänge und Auftragsbestände günstig. Auch die
Auslandsnachfrage liefert stimulierende Impulse“, kommentiert und analysiert Angelika
Sery-Froschauer die aktuelle Konjunkturerhebung der rot-weiß-roten
Kommunikationswirtschaft.
Der WIFO-Werbeklimaindex wird vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung
(WIFO) viermal jährlich im Rahmen des WIFO-Konjunkturtests ausgewertet. Die aktuellen
Daten wurden im Juli 2014 bei 97 Unternehmen mit 1.933 Beschäftigten erhoben.
Gerhard Schwarz, Experte des Österreichischen Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO),
erklärt mit Blick auf die Ergebnisse der Konjunkturerhebung: "Insbesondere bei der
Geschäftslageentwicklung sehen wir im 2. Quartal 2014 eine Verbesserung". In der
Befragung zum Werbeklimaindex überwiegen jene Unternehmen, deren Geschäftslage sich
im Verlauf des vergangenen Quartals verbesserte, gegenüber jenen, deren Geschäftslage
sich verschlechterte. Diese Verbesserung macht sich jedoch noch nicht in der Beurteilung
der momentanen Geschäftslage bemerkbar: "Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage
fällt – obwohl sehr viele Unternehmen von einer Verbesserung in den letzten Monaten
berichten - zum Ende des 2. Quartals nur mäßig aus. Ebenso fällt die Analyse der
Auftragssituation nur eher durchschnittlich aus", so Schwarz. In Summe bleibt der Index
der aktuellen Lagebeurteilungen, der eine Komponente des WIFO-Werbeklimaindex ist und
die derzeitige Situation sowie die rezente Entwicklung zusammenfasst, mit + 40 Punkten
aber weiterhin deutlich im positiven Bereich.
Im Index der unternehmerischen Erwartungen, der zweiten und zukunftsorientierten
Komponente des WIFO-Werbeklimaindex, überwiegen mit +16 Punkten die optimistischen
Aussichten merklich gegenüber den pessimistischen, wenngleich die zuversichtliche
Stimmung bei weitem nicht so stark ausgeprägt ist wie in konjunkturellen Hochphasen.
"Speziell bei den Nachfrage-Erwartungen mit +29 Prozentpunkten sind die optimistischen
Erwartungen gegenüber den pessimistischen deutlich in der Überzahl. Das lässt ein solides
Werbejahr 2014 und 2015 erwarten", führt Fachverbandsobfrau Sery-Froschauer aus.
Sery-Froschauer: „Unternehmern das Wirtschfaten
„Wir wissen, dass der Arbeitsdruck gerade bei den Ein-Perosnen-Unternehmen und den
mittleren Unternehmen in unserem Bereich steigt und der bürokratische Aufwand oft die
Grenzen des Machbaren erreicht hat. Das operative Geschäft in unseren Betrieben
profitiert, je weniger bürokratischer Aufwand dort anfällt. Überbordende Bürokratie und
eine hohe Steuer- und Abgabenlast sind Wachstumsstopper und Kreativitätskiller – und
zwar hausgemachte.“, so Sery-Froschauer: „Weniger ist da mehr. Die Belastung durch
Steuern und Abgaben in Österreich ist auch und gerade für die heimische
Kommunikationsbranche ein wichtiges Thema. Denn unter hohen Abgaben leiden Konsum,
Beschäftigung, Wachstum, Investitionen und Innovationen. Das kann doch niemand
wollen.“ Die Interessenvertreterin plädiert für eine Verringerung der Steuerlast und eine
Vereinfachung der Lohnverrechnung: „Das wären wichtige Wachstumsimpulse.“ Es gehe
darum, Unternehmen ihre wirtschaftliche Tätigkeit zu erleichtern anstatt schwerer zu
machen oder gar zu verunmöglichen. (JR)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband Werbung und Marktkommunikation
Mag. Markus Deutsch
T: 05 90 900 3539
E: [email protected]
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