Steckbrief – Giersch - Aegopodium podagraria

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Steckbrief – Giersch - Aegopodium podagraria - Apiaceae (Doldengewächse)
Zusammengestellt von Angela Marmor
Weitere Namen (volkstümliche)
Zaungiersch, Geißfuß, Dreiblatt,
Podagrakraut, Hirschstapfen,…
Besonderheiten zum Pflanzennamen
Aegopodium ist von den griech. Wörtern
„aigos“= Ziege und „podion“ = Füßchen
abgeleitet, „podagra“ ist das Wort für
Fußgicht
Giersch leitet sich von „Gersele“ ab, was
große Petersilie bedeutet.
Beschreibung
Mehrjährige, sehr robuste krautige Pflanze,
die sich auch über Wurzel-ausläufer stark
verbreitet. Lang gestielte Blätter (bis 20 cm),
einfach oder doppelt dreiteilig; einzelne
Blattteile lanzettlich zugespitzt und am Rand
gezahnt. Stängel im Querschnitt 3-eckig und
am Grund so erweitert, dass er den
Blütenstängel erfasst.
Blüte weiß, flache Dolde mit 12-18 Strahlen.
Hüllblättchen fehlen an den Dolden =
typisches Merkmal!
Wichtiges Erkennungsmerkmal
3-kantiger Stängel, 3-geteiltes Blatt, 3geteilte Seitenfiedern; Geißfuß am
Stängelende, Duft nach Möhre
Vorkommen
Massenhafte Vorkommen, überall wo
Menschen siedeln; liebt nährstoff-reichen,
lockeren Lehmboden, nicht zu trocken;
besiedelt Waldränder, Hecken, Gärten,
Parkanlagen, oft in großen Beständen.
Giersch ist in fast ganz Europa heimisch,
auch in Teilen Asiens und inzwischen auch
in Nordamerika.
Blütezeit
Mai – Juli (September)
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Steckbrief – Giersch - Aegopodium podagraria - Apiaceae (Doldengewächse)
Zusammengestellt von Angela Marmor
Höhe
50 – 80 cm
Verwandte Arten
Verwechslungsmöglichkeiten
mit jungen Setzlingen des Schwarzen
Holunder, junge Blätter der Wald-Engelwurz
Inhaltsstoffe
Vitamin C, Provitamin A, Eiweiß,
Mineralstoffe; Ätherische Öle
Sind noch wenig erforscht
Geschmack und Würze
Duftet und schmeckt möhrenähnlich
Ernte und Aufbewahrung
Blätter zur frischen Verwendung
Verwendung in der Küche
Junge Blätter und Früchte zu Salaten,
Gemüse, Suppen, Gratins, Kräuter-KäseZubereitungen, Kräuterbrot, Kräuterbutter,
Getränke, essbare Dekoration
Verwendung in der
Volksmedizin/Hausapotheke
Als Heilkraut nutzte man Giersch in der
Volksmedizin bei Gicht. Deshalb auch die
Bezeichnung Podagrakraut.
Umschläge aus gequetschtem Kraut zur
Linderung der Beschwerden v.a. an den
großen Zehen, und Tee aus Blättern und
Wurzeln zur Unterstützung des
Heilungsprozesses durch leicht harntreibende
Wirkung
Wissenswertes
Im Garten ist es ratsam, diesem gesunden
Wildgemüse einen festen Platz zuzuweisen,
getrennt von den Kulturpflanzen
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