Merkur
Mercurius (eingedeutscht Merkur) war ein Gott
in der römischen Religion.
Sein Name geht auf das lateinische Wort merx,
Ware, zurück. Er wurde mit dem griechischen
Hermes gleichgesetzt. Dessen Herkunft und
übrige Eigenschaften wurden auf ihn
übertragen.
Er gilt als der „Götterbote“, Gott der Händler
und Diebe.
Venus
Venus war die römische Göttin der Liebe, des erotischen Verlangens und der Schönheit. Das ihr beigeordnete
Tier ist der Delphin. Seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. wurde sie des Öfteren als „Göttin der Liebe“ mit der
griechischen Aphrodite gleichgesetzt.
Die Sage, dass Aeneas der Sohn von
ihr und Anchises sei, wurde
dahingehend erweitert, dass er nach
der Zerstörung der Stadt Troja in die
mittelitalienische Region Latium
ausgewandert sei. Nach dieser
Version führte Venus zunächst ihren
Sohn zusammen mit dem alten Vater
Anchises sicher aus dem
untergehenden Troja. Als Göttin der
Liebe sorgte sie anschließend dafür,
dass sich die karthagische Königin
Dido in Aeneas verliebte und ihm
Zuflucht gewährte. Auch in der
entscheidenden Schlacht gegen
Turnus griff sie auf Seiten ihres
Sohnes ein und brachte diesem
seinen Speer zurück. Ein Bildnis
von ihr soll Aeneas mit nach
Lavinium gebracht haben.
Gaia
In Hesiods Theogonie entsteht Gaia als eine der
ersten Gottheiten aus dem Chaos. Ihre
Geschwister sind Tartaros, Eros, Erebos und Nyx.
Für die Orphiker ist Hydros (Wasser) die
Urgottheit, aus der nach ihrer Vorstellung Gaia
als einzige Gottheit ohne Befruchtung
hervorgegangen ist.
Bei Apollodor überredet Gaia aus Ärger darüber,
dass Uranus ihre Kinder, die Hekatoncheiren und
die Kyklopen verbannt hat, die Titanen (auch
ihre Kinder) dazu, über ihren Vater herzufallen.
Kronos gibt sie eine unzerbrechliche Sichel, und
die Titanen wenden sich gegen Uranos. Kronos
entmannt ihn, und Gaia gebiert aus seinem Blut
die Giganten und die Erinnyen. Die Titanen
befreien ihre Geschwister aus dem Tartaros und
ernennen Kronos zum höchsten Herrscher.
Mars
Mars war einer der zentralen Götter in der antiken italischen Religion, vor
allem in Rom. Er wurde später als Kriegsgott mit dem griechischen Ares
gleichgesetzt, unterschied sich von diesem aber durch seine größere
Bedeutung und die lebhaftere kultische Verehrung; er ist neben Jupiter der
wichtigste römische Gott. Die Namen „Ares“ und „Mars“ könnten auch
etymologisch verwandt sein.
In der Gründungslegende Roms ist Mars der Vater der Zwillinge Romulus
und Remus und somit Stammvater der Römer. Der Monat März, bei den
Römern ursprünglich der erste Monat des Jahres, war dem Mars geweiht.
Nach Mars wurde der ursprünglich dritte (heute zweite) Wochentag Martis
dies genannt („Tag des Mars“), daher italienisch martedi, französisch
mardi. Die Germanen setzten ihn mit Tiu gleich, daher deutsch Dienstag.
Jupiter
Jupiter, oft mit erweitertem Namen Iuppiter Optimus Maximus
(„bester und größter Jupiter“; in Inschriften meist abgekürzt zu
IOM), ist der Name der obersten Gottheit der römischen Religion.
In der Theogonie sagen Uranos und Gaia dem Kronos voraus,
dass einer seiner Nachkommen ihn stürzen würde, so wie er
seinen Vater entmachtet hat. Kronos verschlingt daraufhin jedes
Kind, sobald es von seiner Gemahlin Rhea geboren worden ist.
Als Rhea aber den Zeus erwartet, bittet sie Gaia, ihn vor Kronos
zu verstecken. Anstatt des Kindes bringt Rhea diesem einen
gewindelten Stein, den dieser verschlingt, und Gaia zieht Zeus
heimlich in Kreta auf. Als Zeus herangewachsen ist, überredet er
die Okeanide Metis, dem Kronos ein Brechmittel in seinen Trank
zu geben, sodass er die Kinder mitsamt dem Stein erbricht.
Diese geben Zeus zum Dank den Donner, den Zündkeil und den
Blitz, die Gaia in sich verborgen hatte. Zeus und seine
Geschwister führen daraufhin zehn Jahre Krieg gegen die
Titanen, bis Gaia ihnen den Ort zeigt, an dem die Kyklopen und
Hekatoncheiren gefangen gehalten werden. Zeus befreit sie und
gemeinsam besiegen sie die Titanen und verbannen sie in den
Tartaros, wo sie von den Hekatoncheiren bewacht werden.
Auf Gaias Rat wird Zeus von den anderen Göttern zu ihrem
Obersten gemacht.
Saturn
Saturn (lateinisch Saturnus) ist in der römischen Mythologie der Gott
der Aussaat. Er wurde schon früh mit dem griechischen Kronos
identifiziert.
Saturn war daher vor allem der Gott des Ackerbaus und galt als
Symbol des mythischen Goldenen Zeitalters, der Saturnia regna.
Er kommt zu großer Macht, nachdem er seinen Vater überwältigt und
kastriert hat. Eine Prophezeiung jedoch sagt voraus, dass er durch
die Hand seines eigenen Sohnes entmachtet werden wird. Deshalb
fraß Saturn alle seine Kinder, bis auf sein sechstes Kind Jupiter, den
Saturns Gattin Ops auf der Insel Kreta versteckt hielt und die ihrem
Gatten an seiner Stelle einen in Kleider gehüllten Stein anbot
(vergleiche mit Kronos, Rhea und Zeus). Nach seiner Entmachtung
durch Jupiter floh er zusammen mit Ops (sie entspricht der
griechischen Rhea), der römischen Göttin des Erntesegens und der
Fruchtbarkeit nach Latium, wo er von Janus aufgenommen wurde.
Als Dank lehrte er die Einwohner Latiums die Kunst des Ackerbaus.
Uranus
Uranos (griechisch Οὐρανός, Ouranos; latein Uranus, Coelus oder Caelum, Himmelsgewölbe) stellt in der griechischen
Mythologie den Himmel in Göttergestalt dar und herrscht in der ersten Generation über die Welt. Uranos ist einer der Protogenoi,
der ältesten Götter der Elemente und der Erstgeborene der Gaia («Erde»), den sie ohne Begattung durch Eros im Schlafe
hervorbrachte, „dass er sie immer umgebe und dass er auf ewige Zeit der seligen Götter sichere Wohnung sei“. Mit Uranos kam
das männliche Element in die Welt.
Mit seiner Mutter Gaia hatte Uranos viele Nachkommen; die Titanen und andere. Alle diese Kinder waren ihm verhasst, er verbarg
sie in der Tiefe der Erde. Diese böse Tat erfreute ihn. Und sie erboste Gaia, die daraufhin den „grauen Stahl” hervorbrachte, um
daraus eine gewaltige Sichel zu fertigen und ihre Söhne anstiftete den Vater zu bekämpfen. Alle erschraken. Doch der Titan Kronos
erklärte sich schließlich bereit, diese Aufgabe zu übernehmen, da Uranos tatsächlich als erster eine schändliche Tat ersonnen habe.
Als Uranos das nächste Mal zu Gaia stieg und bei ihr lag, entmannte ihn Kronos mit dieser Sichel. Aus den Blutstropfen, die auf
die Erde fielen, gebar Gaia die drei Furien (Erinyen), die Giganten und andere.
Seither verfolgen die Erinyen jede Verletzung mütterlicher Ansprüche, in weiterer Folge aber auch jede Verletzung einer
Rangordnung, die durch eine Blutsverwandtschaft bedingt ist.
Aus dem Samen des abgeschnittenen Geschlechts, welches ins Meer fiel, entstand Aphrodite.
Nachkommen des Uranus und die
Verwendung der Namen
1. mit Gaia::
- Zwölf Titanen, u.a.
( Titan ist der größte Saturnmond)
- Okeanos
- Tethys ♀  ein Saturnmond
- Phoibe ♀  ein Saturnmond
- Hyperion  ein Saturnmond
- Theia ♀  mit der Protoerde kollidierter Protoplanet
- Iapetos  ein Saturnmond
- Themis ♀  ein Asteroid
 ein vermeintlicher Saturnmond, den William Henry
Pickering 1905 glaubte entdeckt zu haben
- Mnemosyne ♀  ein Asteroid
- Kronos  siehe Saturn
- Rhea ♀  zweitgrößter Saturnmond
- drei Kyklopen
- drei Hekatoncheiren
2. keine direkte Mutter:
- Aphrodite  siehe Venus
- Erinyen (Rachegöttinnen)
- sieben Giganten
u.a. Enkelados  ein Saturnmond
- Meliaden (Baumnymphen)
Neptun
Der römische Gott Neptun (lateinisch
neptunus) entspricht dem
griechischen Wassergott Poseidon
und war ursprünglich vermutlich der
Gott der fließenden Gewässer, der
springenden Quellen oder sogar des
Wetters. Ab dem beginnenden 3.
Jahrhundert v. Chr. wurde er dem
griechischen Poseidon gleichgesetzt,
womit er auch zum Gott des Meeres
wurde. Damit wurde er
zweitmächtigster Gott des Olymps.
Seine Vater ist der Mythologie nach
Saturnus, seine Brüder Pluto und
Jupiter, mit letzterem teilte er sich
zudem die Herrschaft über die
Oberwelt.
Er wird meistens mit seinem Symbol,
dem Dreizack (Ψ), Seewesen oder
Delphinen dargestellt. In den
häufigsten Fällen trägt er einen Bart
und lange Haare. Oft stellt er seinen
Fuß auf einen Schiffsbug.
Kentauren
Die Kentauren sollen von König Ixion und einer Wolke
abstammen, der Hera auf den Rat des Zeus ihre Gestalt gegeben
hatte, als sie der betrunkene Ixion bei einem Gelage der Götter
belästigte. Als Ixion das Trugbild ‚anstach‘, zeugte er damit
entweder einen Bastard, den Kentauros, der sich später mit den
Stuten des Magnesias paarte und damit die Kentauren schuf,
oder aber die Kentauren entstanden direkt aus dieser Wolke, die
den Namen Nephele bekam. Kentauren werden als
unbeherrschtes und lüsternes Volk dargestellt.
Der Name Kentaur wird unterschiedlich hergeleitet. Seine
Deutung als Kombination von „ich steche“ und „Stier“
(griechisch tauros) soll darauf zurückzuführen sein, dass
berittene Bewohner des Dorfes Nephele die Rinder des Ixion mit
Speeren töteten, weswegen sie als Kentauren von Nephele
bezeichnet wurden. Die Kombination von Ich steche und Wolke
ist eine ebenfalls mögliche Deutung, weil Ixion in eine Wolke
‚gestochen‘ hat. Des Weiteren wird Kentaur vom lateinischen
centuria (hundertköpfige Kriegsbande) abgeleitet.
Der berühmteste Kentaur, Cheiron, stammt aber direkt von dem
Titanen Kronos ab; er war als einziger Kentaur nicht brutal und
lüstern, sondern weise und gütig. Er verstand sich auf die Jagd
und die Heilkunde und soll viele griechische Helden erzogen
haben, etwa Achilleus und Asklepios. Der Sage nach wurde
Cheiron von Zeus in ein Sternbild verwandelt.