CRP, C- reaktives Protein

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CRP, C- reaktives Protein
Wird wegen seiner Fähigkeit das C-Polysaccharid in der Zellwand von Pneumokokken zu präzipitieren
als C-reaktives Protein bezeichnet. Es wird in der Leber synthetisiert und besteht aus 5 identischen,
nicht-glykosylierten und nicht-kovalent gebundenen Polypeptideinheiten.
CRP ist das am schnellsten bei einer entzündlichen Reaktion reagierende akute-Phase-Protein. CRP
steigt bei einer entzündlichen Reaktion innerhalb von 6-48 Stunden an und ist damit das am
schnellsten reagierende Akutephase-Protein. Halbwertszeit: im Plasma: 1 - 2 Tage.
CRP steigt manchmal auch bei Patienten an, welche die klassischen Symptome einer Entzündung
vermissen lassen, wie z.B. bei geriatrischen Patienten oder Patienten welche mit Immunsuppressiva,
Steroiden oder Antibiotika behandelt werden. Der CRP Anstieg kann den klinischen Symptomen
vorausgehen.
Erhöhte Werte:
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Bakterielle Infektionen
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Allergische Komplikationen von Infekten (zB Streptokokkenrheumatismus)
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akute und chronisch-entzündliche Prozesse (zB: chronische Polyarthritis, juvenile
rheumatoide Arthritis, M. Bechterew, Arthropathia psoriatica, systemische Angiitis,
Polymyalgia rheumatica, M. Crohn, familiäres Mittelmeerfieber).
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Abstossung allogener Transplantate
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Malignome (zB. Lymphome, M. Hodgkin, Karzinome, Sarkome)
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Nekrosen (zB. Myokardinfarkt, Embolisation von Tumoren, akute Pankreatitis)
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Traumen (zB. Operationen, Verbrennungen, Frakturen)
Fehlender Anstieg des CRP:
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Verabreichung von Corticosteroiden und anderen immunsuppressiven und
entzündungshemmenden Medikamenten
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Bei vielen Autoimmunerkrankungen (SLE, CREST-Syndrom usw.) nicht oder nur leicht erhöht.
Ein CRP Anstieg bei einem Patienten mit SLE kann auf eine bakterielle Infektion hinweisen.
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Da CRP in den Leberzellen synthetisiert wird, können schwere Leberschäden den CRP
Anstieg beeinträchtigen.
Normwert: < 0,5 mg/dl.
CRP wird aus Serum (Gel-Röhrchen, roter Stoppel) bestimmt.
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