DEPRESSION UND KREBSERKRANKUNGEN
Ein Übersicht basiert auf WPA Zusammenfassung “Depression und
Krebserkrankungen”
(Kissane D, Maj M, Sartorius N, eds. – Chichester: Wiley, 2010)
Depression bei krebspatienten / epidemilogie
• Viele gruppen haben über jahren versucht depression bei an
krebs erkrankten einzuschätzen; bei der prävalenz zeigten sich
dabei grosse unterschiede (schwere depression 3-38%,
depressive syndrome 1.5-52 %)
• Krebserkrankungen ,die stark mit der depression assoziert sind,
inkludieren, gehirntumore (41-93%), bauchspeicheldrüsentumore
(bis zu 50%), kopf und halstumore (bis zu 42%), brusttumore
(4.5-37%), gynekologische (23%) und lungentumore (11%).
Von Massie MJ et al. The prevalence of depression in people with cancer. In: Depression
and Cancer. Kissane D, Maj M, Sartorius N (eds). Chichester: Wiley, 2010.
Methodologische probleme der
epidemiologische studien von vepressionen
beim krebspatienten
• Große unterschiede in der prevalenz reflektieren unterschiede zwischen einzelne
studien (verschiedene definitionen der depression, benützung von selbst
beschriebenen fragebogen oder psychiatrische interviews, krebsformen oder
stadien, krebstherapie).
• Depression ist beim krebspatienten schwer zu diagnostizieren, weil depressive
symptome in verschiedenen ausprägungen auftreten; von normaler traurigkeit
bis zu schweren affektiven erkrankungen.
• Diagnose einer schweren depression beim krebspatienten ist eine
herausforderung, weil diagnostische kriterien von DSM-IV mehrere symptome
inkludieren die sich mit krebssymptomatik oder mit nebeneffekten der therapie
überlappen (schlafproblematik, fatigue, psychomotorische beeinträchtigung,
konzentrationschwierigkeiten, energieverlust, appetitlosigkeit, gewichtverlusst).
Von Passik SD, Lowery AE. Recognition and screening of depression in people with cancer. In:
Depression and Cancer. Kissane D, Maj M, Sartorius N (eds). Chichester: Wiley, 2010.
Depression und demoralisierung
Depression
beim
krebserkrankten
soll
von
demoralisierung
unterschieden werden. Depressive menschen verlieren die fähigkeit
freude
zu
empfinden,
während
demoralisierte
patienten
den
augenblick in dem sie durch demoralisierende gedanken gestört sind
nicht
genießen
können.
Demoralisierte
menschen
fühlen
sind
behindert indem sie nicht wissen was sie machen sollen, fühlen sich
hilflos und unfähig; depressive menschen haben motivation und
richtung verloren, und sind nicht fähig weiter zu machen auch wenn
sie auf dem richtigem weg sind und wissen was sie tun sollten.
Von Massie MJ et al. The prevalence of depression in people with cancer. In:
Depression and Cancer. Kissane D, Maj M, Sartorius N (eds). Chichester: Wiley, 2010.
Hindernisse bei erkennung der depression beim
krebserkrankten
• Onkologische therapie tendiert zu somatischer therapie und
management der nebenwirkungen und in zweiter linie zu
schmerzbehandlung und symptombekämpfung. Emotionale
symptome werden übersehen oder heruntergespielt als zu
erwartende konsequenz einer krebserkrankung.
• Patienten neigen nicht dazu sich über emotionale probleme zu
beschweren aus angst den arzt vom Heilungseffekt abzulenken,
oder aus angst von kulturellbedingter negativer einstellung
gegenüber depression.
Von Passik SD, Lowery AE. Recognition and screening of depression in people with
cancer. In: Depression and Cancer. Kissane D, Maj M, Sartorius N (eds). Chichester:
Wiley, 2010.
Evaluation vom screeningverfahren für depression beim
krebspatienten
Punkt
Nr.
Studienzahl Teilnehmerzahl Verallgemeinung Zuverlässigkeit Validität
Beurteilung
Distress
Thermometer
PHQ-9
1
15
4,088
Ja
Mäßig
Mäßig
Mittelmäßig
9
2
390
Noch nicht
Hoch
-
Unklar
BSI-18
18
4
10,749
Ja
Hoch
Hoch
Gut
CES-D
20
4
1,002
Ja
Hoch
Hoch
Sehr gut
EPDS
10
4
470
Hoch
Mäßig
Gut
HADS
14
41
10,203
Paliative
Behandlung
Ja
Hoch
Mäßig
Gut
ZSDS
20
6
1,459
Ja
Hoch
Mäßig
Schlecht
BDI
21
4
398
Ja
Hoch
Hoch
Schlecht
GHQ-28
28
2
170
Ja
Hoch
Hoch
Schlecht
Maß
Daten basierung auf meta-analyse von Vodermaier et al. (J. Natl. Cancer Inst. 2009;101:1464-1488).
PHQ-9, Patient Health Questionnaire-9; BSI-18, Brief Symptom Inventory-18; CES-D, Center for Epidemiological
Studies - Depression Scale; EPDS, Edinburgh Postnatal Depression Scale; HADS, Hospital Anxiety and
Depression Scale; ZSDS, Zung Self-Rating Depression Scale; BDI, Beck Depression Inventory; GHQ-28, General
Health Questionnaire-28.
Von Passik SD, Lowery AE. Recognition and screening of depression in people with cancer. In:
Depression and Cancer. Kissane D, Maj M, Sartorius N (eds). Chichester: Wiley, 2010.
Faktoren die affektive antwort auf krebs
beeinflussen
Persönliche emotionale antwort auf krebs ist durch drei
faktoren bestimmt: a) einstellung zur diagnose (z.b., als
herausforderung oder bedrohung), b) annahme der
kontrolle
(etwas
oder
überhaupt
nicht)
und
c)
prognostische aussichten (gut oder schlecht).
Von Clarke DM. Psychological adaptation, demoralization and depression in people
with cancer. In: Depression and Cancer. Kissane D, Maj M, Sartorius N (eds).
Chichester: Wiley, 2010.
Adaptionsmöglichkeiten bei krebserkrankung
Einstellung
Kontrolle
Prognose
Etwas kontrolle
Gut
Irrelevant
Gut
Keine kontrolle
Unsicher - akzeptanz
zur erkrankung
Kampfgeist
Verweigerung
Herausforderung
Minimale gefahr
oder verleugnung
Fatalismus
Kleine gefahr
mit gleichgültigkeit
Hoffnungslosigkeit - Grosse gefahr
hilflosigkeit
oder verlust
Keine kontrolle
Ängstlichkeit
Unsichere kontrolle Unsicher
Grosse gefahr
Unvermeindlich
negativ
Nach dem Moorey und Grey (Psychological therapy for patients with cancer: a new approach.
Washington: American Psychiatric Press, 1989).
Von Clarke DM. Psychological adaptation, demoralization and depression in people with cancer.
In: Depression and Cancer. Kissane D, Maj M, Sartorius N (eds). Chichester: Wiley, 2010.
Zytokine und neuroverhaltensymptomatik beim
krebspatienten
• Pro-inflammatory zytokine (inkludiert TNF-alpha, IL-1 and IL-6)
können syndrome von gestörtem verhalten verursachen
welches sich mit schwerer depression überlappt.
• Syndrome inkludieren freudlosigkeit, kognitive dysfunktion,
ängstlichkeit/reizbarkeit, psychomotorische verlangsamung,
fatigue,
anorexia,
schlafstörungen
und
erhöhte
schmerzempindlichkeit.
• Pro-inflammatorische zytokine sind beim krebspatienten mit
depression erhöht und korellieren mit symptomen von
krankheitsverhalten .
Von Musselman DL et al. Biology of depression and cytokines in cancer. In:
Depression and Cancer. Kissane D, Maj M, Sartorius N (eds). Chichester: Wiley, 2010.
Depression beeinflußt das überleben beim
krebspatienten
• Eine studie mit an brustkrebs erkrankten patientinnen zeigte beim 5
jahres follow up dass frauen mit stärkerer depression signifikant
geringere überlebenschancen haben (Watson et al., 1999).
• Eine studie mit über 10000 teilnehmern, zeigte dass an krebs
erkrankte patienten mit depression signifikant höheres sterbe risiko
im 8 jahres follow up haben, als patienten ohne depression (Onitilo et
al., 2006).
• Mediator
zwischen
depression
und
überleben
beim
an
krebserkrankten patienten ist unzugänglichkeit zur therapie, welche
höher ist wenn patienten depressiv sind (DiMatteo et al., 2000).
Von DiMatteo RM, Haskard-Zolnierek KB. Impact of depression on treatment
adherence and survival from cancer. In: Depression and Cancer. Kissane D, Maj M,
Sartorius N (eds). Chichester: Wiley, 2010.
Wie beinflußt depression die annahme der antikrebstherapie
• Unfähigkeit krebsdiagnose und therapieinformationen zu integrieren
• Reduzierte motivation zu selbstvorsorge; schwirigkeiten bei der
planung
• Kein glauben in der gesundheit und pessimismus über therapie
• Vermeidung von gesundheitsförderndem verhalten
• Soziale isolation und rückzug
• Reduzierte nützung der offentlichen gemeinschaftsmöglichkeiten
• Grössere schwierigkeiten bei der toleranz von therapienebenwirkungen
Von DiMatteo RM, Haskard-Zolnierek KB. Impact of depression on treatment adherence
and survival from cancer. In: Depression and Cancer. Kissane D, Maj M, Sartorius N (eds).
Chichester: Wiley, 2010.
Depression erhöht das suizidrisiko bei
krebspatienten
• Krebspatienten haben zweimal erhöhtes suizidrisiko im vergleich zur
allgemeinbevölkerung (Rockett et al., 2007).
• Depression ist die ursache der hälfte aller suizide und menschen die
an depression erkrankt sind haben ein 25 mal größeres risiko zum
suizid (Breitbart et al., 2006).
• Zusätzliche risikofaktoren für suizid bei an krebs erkrankten
menschen inkludieren gefühle wie last für die andere zu sein, verlußt
der autonomie, wunschen eigenen tot zu kontrolieren, körperliche
symptome, hoffnungslosigkeit, existenzängste, fehlen von sozialer
unterstützung und angst vor der zukunft (Hudson et al., 2006).
Von Breitbart W et al. Suicide and desire for hastened death in people with cancer. In:
Depression and Cancer. Kissane D, Maj M, Sartorius N (eds). Chichester: Wiley, 2010.
Richtlinien für die feststellung des suizidrisikos bei krebspatienten- I
Sei bewußt deiner eigene verantwortung
Sei offen beim zuhören über die sorgen
Einschätzung zusätzlicher fFaktoren
•
•
•
•
Sei bewußt wie deine antworten die diskusionen beeinflußen
Beobachte dein Verhalten und gehe auf den patienten ein
Demonstriere positive rücksichtnahme für den patienten
Suche supervision
•
•
•
•
•
•
•
•
Vorsichtig über emotionale sorgen fragen
Nehme verbale und nicht verbale belastende faktoren wahr
Unterstütze gefühlsausdrücke
Aktiv zuhören, ohne zu unterbrechen
Diskutiere den wünsch zu sterben, benütze dabei worte des patienten
Erlaube trauer, ruhe und tränen
Zeige empathie verbal und nicht-verbal
Anerkenne unterschiede im reagieren auf die erkrankung
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Frühere psychiatrische anamnese
Frühere suizidversuche
Alkohol oder substanzenmissbrauch
Mangel an sozialer unterstützung
Das gefühl last zu sein
Familiare konflikte
Bedurfnis nach zusätzlicher unterstützung
Depression oder angst
Existentenzsorgen, verlust von selbstwertgefühl und würde
Kognitive beeinträchtigung
Körperliche symptome, vor allem schmerzsymptomatik
Basiert auf National Breast Cancer Centre and National Cancer Control Initiative Clinical Practice Guidelines (2003) and
Hudson et al. (Palliat. Med. 2006;200:703-710).
Von Breitbart W et al. Suicide and desire for hastened death in people with cancer. In: Depression and Cancer. Kissane D,
Maj M, Sartorius N (eds). Chichester: Wiley, 2010.
Richtlinien für die feststellung des suizidrisikos bei krebspatienten- II
• Erkündige dich über ängste und sorgen des patienten oder der
Gehe auf spezifische problemen ein
familie
• Spreche faktoren an, die zu einschränkungen beitragen
• Empfehle interventionen
• Entwickle einen plan mit komplizierteren problemen umzugehen
Schließe die diskussion
•
•
•
•
•
Nach der diskussion
• Dokumentiere diskussion in der krankengeschischte
• Kommuniziere mit anderen mitgliedern des behandlungsteams
Zusammenfassung der wichtigsten punkte
Kläre der Wahrnehmung des patienten
Ermögliche fragenstellung
Helfe bei erleichternden diskussionen mit anderen
Sorge für richtige zuweisungen
Basiert auf National Cancer Control Initiative Clinical Practice Guidelines (2003) and Hudson et al. (Palliat. Med.
2006;200:703-710).
From Breitbart W et al. Suicide and desire for hastened death in people with cancer. In: Depression and Cancer.
Kissane D, Maj M, Sartorius N (eds). Chichester: Wiley, 2010.
Verhaltenstherapie der depression beim krebspatienten - I
Verzerrte denkmuster
Katastrofalisierung: “Der krebs wird zurrückkehren.
meine situation ist hoffnungslos. ich kann genauso
aufgeben”
Realistische stellung nach dem reframing
“Mein onkologe gib mir eine gute prognose. Ich bin guter
hoffnung dass mein krebs behandelbar ist”
Übertreibung: “diese rückenschmerzen kommen vom “Ich hab im garten gearbeitet. rückenschmerzen sind bis
rezidiv. Ich bin in schwirigkeiten.”
morgen weg. Ich werde meinem arzt sagen wenn sie nächste
woche immernoch da sind”
Alles oder nichts denken:“Wann ich nich geheilt
werden kann, hat es keinen sinn ürgendwas zu tun”
“Obwohl mein krebs nicht heilbar ist, mann kann ihn mit
behandlung für einige jahren beherrschen.”
Selektive Wahrnehmung: “Ich habe angst dass ich
mich durch nebenwirkungen der chemotherapie
elend fühlen werde ”
“Chemotherapie reduziert bedeutend das rezidivrisiko. Es
lohnt sich nebenwirkungen zu ertragen um davon zu
profitieren”
Pessimismus ,die zukunftbetreffend: “Ich bin sicher
dass ich meine haare verlieren werde und dass
mein partner mich verlassen wird”
“Gutes aussehen, besseres gefühl gib mir vertrauen beim
tragen der perücke. Ich werde mich mit meinem mann
amusieren beim perücke aussuchen.”
Von Kissane DW et al. Psychotherapy for depression in cancer and palliative care. In:
Depression and Cancer. Kissane D, Maj M, Sartorius N (eds). Chichester: Wiley, 2010.
Verhaltenstherapie der depression beim krebspatienten - II
Kognitive verzerrung
Realistische stellung nach dem reframing
Benutzung der wörter “soll” und “sollte”: “Ich sollte alles “Chemotherapie verursacht eine milde anämie mit
machen können, was ich vor der krebs erkrankung
resultierender schwäche. Leichte übungen werden mich vor
getan habe. Ich sollte es besser tun als jetzt.”
dem muskelschwund schützen”
Ettiketierung :“Ich bin so patetisch. Ich bin so
rückgratloss”
“Eigentlich dieser bestrahlung verursacht entzündungen. Es
wäre sinnvoll die vorgeschriebenen schmerzmittel
einzunehmen. Ich werde es schaffen”
Personalisierung: “Es ist keine überraschung, dass ich
krebs bekommen habe. Es ist meine schuld”
“Veränderungen im DNA verursachen krebs. Es betrifft jede
familie. Es ist ein alter mythos dass stress krebs verursacht.”
Unlogisches Denken: “Wann ich mich nicht bald
“Antidepressiva brauchen einige tagen bis zu wirkung. Ich
glücklicher fühle, werde ich mich vom diesem krebs nie brauche geduld bis die medikamenten wirken. ”
erholen .”
Emotionale erklärungen: “Weil ich mich schlecht fühle,
muss ich während der chemotherapie eine schlechte
arbeit leisten.
“Ich arbeite daran mein selbstvertrauen zu bessern. In jedem
fall, hat das nichts damit zu tun wie die andere mich sehen.
meine kollegen bei der arbeit unterstützen mich.”
Von Kissane DW et al. Psychotherapy for depression in cancer and palliative care. In:
Depression and Cancer. Kissane D, Maj M, Sartorius N (eds). Chichester: Wiley, 2010.
CALM therapie der depression beim patienten mit
fortgeschrittener krebserkrankung - I
Module
Ziel
Aktivitäten
Resultat
Symptom management Untersuchung der erfahrung
und kommunikation mit des patienten mit dessen
symptomen und
gesundheitsversorger
unterstützung aktiver
Mitarbeit bei der therapie und
krankheitsmanagment, im
zusammenarbeit mit
gesundheitsversorger
Therapeut versucht dem
patienten eine ausgeglichene
perspektive zu ermöglichen
und zwischen patienten und
anderen
gesundheitsversorgern
aufzutreten
Besseres beitragen am
symptommenagment;
besseren teamwork, bessere
koordination der therapie;
klare vereinbarung über die
therapieziele
Veränderungen in sich
selbst und in
beziehungen mit nahe
stehenden menschen
Ermögliche paar oder
familiensitzungen um
beziehungdynamik zu
explorieren, bei störungen im
beziehungsgleichgewicht zu
helfen und zur vorbereitung
auf zukunfts
herausforderungen und ziele.
Besseres verständniss und
zustimmung über die
therapieziele; bessere
kommunikation in den
beziehugen, zusammenhang
und gegenseitige
unterstützung
Ansprechung jeder störung
im sinne von veränderungen
in sozialen und intimen
beziehungen, die durch
fortgeschrittene erkrankung
auftreten
Von Kissane DW et al. Psychotherapy for depression in cancer and palliative care. In:
Depression and Cancer. Kissane D, Maj M, Sartorius N (eds). Chichester: Wiley, 2010.
CALM therapie der depression bei der patienten mit
fortgeschriettenem krebserkrankung - II
Modul
Ziel
Aktivitäten
Resultat
Untersuchen spiritualität
Spiritualität oder sinn von des patientens und sinn
bedeutung und zweck
von bedeutung und zweck
im leben im angesicht des
leidens bei fortgeschrittener
erkrankung
Therapeut kann
ermöglichen und
unterstützen
Mmeinugsbildung als
angenommene strategie
um die situation zu
managen die sonst oft
außer kontrolle gerät
Bewertung und/oder
reevaluierung der
prioritäten oder ziele;
erleichtern einen zugang
zum ende der
lebenserfahrung
Denken über zukunft,
hoffnung und
sterblichkeit
Normalisieren ängste
betreffend sterben und tod;
unterstützen offene
kommunikation über
zukunft und planung
Akzeptieren von
vereinbarten zielen, ein
gleichgewicht zwischen
zielen des lebens und
sterbens
Untersuchen erwartender
ängste und befürchtungen
und ermöglichen
diskussionsforum über
lebensende und
vorbereitung auf dem tod
Von Kissane DW et al. Psychotherapy for depression in cancer and palliative care. In:
Depression and Cancer. Kissane D, Maj M, Sartorius N (eds). Chichester: Wiley, 2010.
Interventionen beim suizidalen patienten
Beim patienten dessen suiziddohungen als
ernst anzunehmen sind
Für patienten die nicht akut suizidal und
klinisch stabil sind
• Ermögliche kontinuerliche aufsicht und weitere unterstützung
• Gefährliche objekte wie waffen und gifte sollen aus zimmer oder
haus entfernt werden
• Das suizidrisiko sollte mit den familienmitglieder besprochen werden
• Patienten sollen einverstanden sein ein kontakt aufzunehmen wenn
sie sich überfordet fühlen, in dem sie mit dem arzt eine vereinbarung
treffen über suizidgedanken besser zu reden, als sie in die tat
umzusetzen
• Regelmäßige zimmeruntersuchungen um sich zu versichern dass
Für stationäre patienten
Für schwer suizidalen ambulante patienten
dessen suizidgedanken nicht durch
somatische zustand oder medikation
verursacht sind
kein selbstschädigendes verhalten möglich ist
• Patienten sollen regelmäßig beobachtet werden vom zeitpunkt der
suizidalen gedankenaußerung an
• Psychiatrische hospitalisierung ist erforderlich, freiwillig oder
unfreiwillig
• Psychiater können helfen um diese vereinabrung zu treffen.
Dokumentation der medizinische handlung oder begründung in der
krise
Bearbeitet von Holland et al. (eds). Quick reference for oncology clinicians. Charlottsville: IPOS Press, 2006.
Von Breitbart W et al. Suicide and desire for hastened death in people with cancer. In: Depression and Cancer.
Kissane D, Maj M, Sartorius N (eds). Chichester: Wiley, 2010.
Antidepressive medikation und verwendung beim
krebspatienten - I
Klasse
Trycyklische antidepressiva
(zb. amitriptyline,
imipramine, desipramine,
clomipramine)
Wirkung
Nebenwirkungen
mögliche nachteile
Hemmung von 5-HT und
NA wiederaufnahme
Antimuscarinisch
Nebenwirkungen
mögliche vorteile
Wirkung auf den schmerz
Konstipation, trockener
mund, harnretention,
gedächtnisbeeinträchtigung
Müdigkeit
Antihistaminisch
Posturalehypotonie,
schwindel, reflex tachicardie
Selective Serotonin
wiederaufnahme Hemmer
(Fluoxetine, Fluvoxamine,
Paroxetine, Sertraline,
Citalopram, Escitalopram)
Anti alpha 1
Hypotension
Hemmung von 5-HT
wiederaufnahme
Sexuelle dysfunktionen (5HT2A)
Gastrointestinale effekte
(übelkeit, erbrechen,
diarrhea) (5HT3)
Verwendung beim
krebspatienten
Meistens nicht
verwendbar wegen
gefährlichen
antimuskariine
effekten. Wenn
notwendig, vorsicht
bei gebrauch
Wirkung auf schlaf
Manche mehr sedierend als
andere (zb. citalopram)
Meistens verwendet,
mit der ausnahme
der fluvoxamin (hohe
interaktion mit CYP),
paroxetine soll mit
tamoxifen
interferieren
Von Grassi L et al. Pharmacotherapy of depression in people with cancer. In: Depression and Cancer. Kissane
D, Maj M, Sartorius N (eds). Chichester: Wiley, 2010.
Antidepressive medikation und verwendung beim
krebspatienten - II
Klasse
Selective noradrenaline
wiederaufnahmehemmer
(zb., reboxetine)
Wirkung
Nebeneffekte
mögliche nachteile
Inhibition von NA
wiederaufnahme
Senkung des blutdruckes,
schwindel
Schwache
antimuscarinishe
wirkung
Mundtrockenkeit,
harnretention
Nebeneffekte
nögliche vorteile
Mögliche fahr und kognitive
funktionsstörung
Verwendung beim
krebspatienten
Nicht als routine
verwenden
Selective serotonin und
Hemmung der 5-HT und NA Mögliches hypertonierisiko Wirkung auf den schmerz
noradrenaline
wideraufnahme
wiederaufnahmehemmer(zb,
venlafaxine, desvenlafaxine,
duloxetine, milnacipram)
Haufiger verwendet
Selective dopamine und
noradrenaline
wiederaufnahmehemmer
(zb., bupropion)
Manche daten beim
patienten mit fatigue
oder in
forgeschriettenen
erkrankungsphasen.
anfallrisiko beachten.
Inhibition von dopamine
und NA wiederaufnahme
Angst
Psychomotorische unruhe
Besserung der
aumerksamkeit und
konzentration
Mögliche besserung der
fatique
Von Grassi L et al. Pharmacotherapy of depression in people with cancer. In: Depression and Cancer. Kissane
D, Maj M, Sartorius N (eds). Chichester: Wiley, 2010.
Antidepressive medikation und dessen verwendung beim an
krebs erkrankten patienten - III
Klasse
Noradrenergische und
spezifische serotonergische
antidepressiva (zb.,mirtazapine)
Wirkung
Nebenwirkungen
Mögliche nachteile
Erhöhung vom 5-HT
and NA aktivität
Antihistaminische
wirkung
Serotonin antagonist und
Wiederaufnahmehemmer
(Trazodone, Nefazodone)
Erhöhung der 5-HT
Aktivität
Psychostimulants (Dextroamphetamine, Methylphenidate,
Dexmethylphenidate, Modafinil)
Erhöhung der
Dopamin Aktivitäten
Müdigkeit
Nebenwirkungen
Mögliche vorteile
Verwendung beim
krebspatienten
Gesteigerter appetit und
gewichtzunahme
Heufiger verwendet.
Vorsicht (selten)
neutropenia
Müdigkeit (hilfe bei der
insomnie)
Wirkung auf schlaffrhytmus
Efektivität bei der
schlafsymptomatik
Unruhe, agitation,
insomnia, albträume,
psychosen, anorexia
Arrhythmie, tachycardie
,hypertonie
Schnelle wirkung
Wirkung bei
schmerzsymptomatik
In vergangenheit
benützt., nefazodone
kann leberprobleme
verursachen
Verwendung vor
allem beim
terminalpatienten
Toleranz, entzugsepilepsie
Von Grassi L et al. Pharmacotherapy of depression in people with cancer. In: Depression and Cancer. Kissane
D, Maj M, Sartorius N (eds). Chichester: Wiley, 2010.
Richtlinien beim benützung der antidepressiva
bei krebspatienten
• Beginne mit niedriger dosierung, aufdosieren bis man das optimale individuelle ansprechen
erreicht (niedrige dosierung kann helfen unerwünschte nebenwirkungen zu vermeiden,
insbesonderen bei patienten in schlechtem körperlichem zustand).
• Informiere und versichere patienten über latenzperiode und mögliche nebeneffekte um
frühzeitigen terapieabbruch zu vermeiden, insbesondere bei patienten die andere medikation
bekommen.
• Behandle patienten 4-6 monaten um relapsen oder neue depressive episoden nach der
remission zu vermeiden.
• Regelmäsiges monitoring der körperlichen variablen und begleitenden einnahmen der
krebsmedikation
(zb.
steroiden,
antiemetika,
antibiotika,
antiestrogene
und
chemotherapeutika).
• Ausschleichen der therapie: dosisreduktion von 50% über mehrere wochen, um entzugrisiko zu
vermeiden, was stress verursachen kann und als krebssymptomatik oder depressionsrelaps
interpretiert werden könnte.
• Zuversicht und wissen der patienten sind sehr wichtig in dem onkologiesetting.
Von Grassi L et al. Pharmacotherapy of depression in people with cancer. In: Depression and Cancer. Kissane
D, Maj M, Sartorius N (eds). Chichester: Wiley, 2010.
Danksagung
Diese zusammenfassung ist teil des WPA programes mit dem ziel das
bewusstsein über die prävalenz und prognostische wirkung der
depression bei patienten mit körperlichen erkrankungen zu wecken. Wir
möchten für die unterstützung Lugli Foundation, der Italienischen
Gesellschafft für Biologische Psychiatrie, Eli-Lilly and Bristol-Myers
Squibb danken. Die WPA dankt Dr. Andrea Fiorillo, Neaple, Italien für
seine hilfe beim vorbereiten dieser zusammenfassung und Dr. Nedjeljka
Baldass, Vienna, Austria für die übersetzung .
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(Kissane D, Maj M, Sartorius N, eds. – Chichester: Wiley, 2010