Zusammenfassung_BE103_Teil2

Werbung
Zusammenfassung BE
102
Lernpsychologie
Jahrgang H14 in Kollaboration
15.04.2015
Zusammenfassung BE 102
Lernpsychologie
Jahrgang H14 in Kollaboration
Inhalt
1
Einführung in die Lernpsychologie ..................................................................................... 3
1.1
2
Lernen .......................................................................................................................... 3
1.1.1
Was beeinflusst Lernen? ...................................................................................... 3
1.1.2
Was bewirkt Lernen?............................................................................................ 3
1.2
Verschiedene Theorien ................................................................................................ 3
1.3
Fazit: Warum unterschiedliche Theorien des Lernens? .............................................. 4
Behaviorismus: Klassisches und operantes Konditionieren ............................................... 5
2.1 Die Studierenden kennen die Inhalte und Schlüsselbegriffe des klassischen und
operanten Konditionierens und können mithilfe dieser Lerntheorien Lernsituationen im
Unterricht beschreiben und erklären..................................................................................... 5
2.1.1
Klassisches Konditionieren= Verhaltensänderung durch Signallernen ................ 5
2.1.2
Instrumentelles Lernen = operantes Konditionieren ........................................... 7
2.2 Die Studierenden können begründen, weshalb die Prinzipien des klassischen und
operanten Konditionierens nicht ausreichen, um Lernprozesse zu erklären. ..................... 10
3
4
5
Lernen am Modell (Seite 95-119)..................................................................................... 10
3.1
Albert Bandura begründet die sozial-kognitive Lerntheorie ..................................... 10
3.2
Überwindung der behavioristischen Sichtweise durch Bandura .............................. 11
3.3
Konzepterwerb und Nachbilden - zwei Phasen des Lernens am Modell .................. 13
3.3.1
Modellierende Ereignisse ................................................................................... 13
3.3.2
Nachbildungsleistungen ..................................................................................... 15
3.4
Lernen am Modell in Schulsituationen ...................................................................... 16
3.5
Wichtiges von Bandura aus dem Handout ................................................................ 17
Lernen am Modell – die sozial-kognitive Lerntheorie (Bandura) .................................... 17
4.1
Unterschiede zum Behaviorismus ............................................................................. 17
4.2
Zwei Phasen des Modelllernens ................................................................................ 18
4.2.1
Phase des Kompetenzerwerbs (Lernen des Verhaltens) ................................... 18
4.2.2
Phase der Nachbildung....................................................................................... 18
Kapitel 6: Konstruktivismus / Begriffsbildung .................................................................. 20
5.1
Formen des Wissens .................................................................................................. 20
5.2
Begriffsbildung ........................................................................................................... 20
5.2.1
Das Verhältnis von Denken und Sprechen ......................................................... 21
1
Zusammenfassung BE 102
Lernpsychologie
Jahrgang H14 in Kollaboration
5.2.2
Wie neues Wissen erworben wird ..................................................................... 21
5.2.3
Formen der Begriffsbildung ............................................................................... 21
5.3
Prozessmerkmale kognitiven Lernens aus konstruktivistischer Sicht: ...................... 22
5.4
Wie man erfolgreich neues Wissen erarbeitet:......................................................... 23
2
Zusammenfassung BE 102
Lernpsychologie
Jahrgang H14 in Kollaboration
1 Einführung in die Lernpsychologie
1.
Einführung in die
Lernpsychologie
 kennen verschiedene Ansätze/Definitionen von Lernen.
 verstehen, weshalb es unterschiedliche Theorien gibt, die sich mit
dem Lernen auseinandersetzen.
1.1 Lernen
 „Lernen heisst, durch Üben, Problemlösen, Erklären und andere geistige Aktivitäten die
bestehende Wissensbasis zu verändern.“
 „Lernen ist der Prozess, der zu einer relativ stabilen Veränderung von ReizReaktionsbeziehungen führt; er ist eine Folge der Interaktion des Organismus mit seiner
Umgebung mittels seiner Sinnesorgane.“
 Lernen=relativ dauerhafte Veränderungen des Verhaltens, der Fähigkeiten oder der
Emotionen, aus Erfahrungen, Übungen oder Einsicht resultieren
 Erlernen komplexer Tätigkeit: Besteht aus verschiedenen Teilfähigkeiten
 Lernen nicht zwingend Verbesserung
1.1.1



Abhängig von personenbezogenen, inneren und äusseren, situativen Prozessen und
deren Wechselwirkung.
Höhere Lernprozesse mehr von motivationalen und kognitiven Vorrausetzungen
abhängig
Lernaufgabe/ Lernziel
1.1.2



Was beeinflusst Lernen?
Was bewirkt Lernen?
Führt zur Veränderung von:
 Verhalten
 Erlebnisweisen
 Erweiterung Fähigkeiten
 Wissensstrukturen
Disposition von Wissens- und Handlungsstrukturen (ermöglicht erst verändertes
Handeln)
Qualität Wissen zeigt sich in Anwendung
1.2 Verschiedene Theorien

Behavioristische Lernpsychologie:
 Gewohnheitsbildung und Reiz- Reaktionslernen wird untersucht
 Bedingungen und Folgen des Verhaltens
 Lernen als Anpassung an die physische und soziale Umwelt
 Oberflächenorientierung (Quantitativer Zuwachs)
3
Zusammenfassung BE 102



Lernpsychologie
Jahrgang H14 in Kollaboration
Kognitive Lernpsychologie:
 Augenmerk auf innere Prozesse (Transferprozess, komplexere Lernprozesse,
Erweiterung individuelles Wissen…)  Tiefenorientierung (Qualitativer Zuwachs)
 Lernen durch Auseinandersetzung des Lernenden mit Lernumwelt
 durch Piaget (/Vygotskji) entwickelt
Konstruktivistische Lernpsychologie:
 Erklärung komplexere Fähigkeiten und Wissensstrukturen
 Lernen als aktiver und konstruktiver Prozess
 Lernen stützt auf Vorwissen und Lernabsichten (individueller Prozess)
 bei Lernprozessen neues Wissen in altes Integrieren bzw. altes differenzieren (
conceptual change)
Gedächtnispsychologie:
 für Nutzung muss Wissen im Gedächtnis gespeichert/konsolidiert werden
 Lernen an Gedächtnisprozess geknüpft
 Gehirn wählt Informationen aus Umgebung aus
 was erleichtert/erschwert Lernen?
Lernhierarchie Gagné:
(Höhere Lernarten setzen tiefere voraus)
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
Signallernen
Reiz-Reaktionslernen
Kettenbildung
Sprachliche Assoziation
Multiples Diskriminieren
Begriffslernen
Regellernen
Problemlösen
1.3 Fazit: Warum unterschiedliche Theorien des Lernens?




Verschiedene Modelle stützen auf unterschiedlichen Annahmen über Lernprozesse oder
Lernbedingungen
Modelle erklären Lernphänomene
Unterschiedliche Ansätze, um Lernen zu untersuchen (da lernen nicht direkt
beobachtbar):
 Anfänglich Tierversuche
 Durch systematische Lernversuche
 Formulierung der Gedanken
 Beobachtung der Lösungswege und –Zeiten
 Simulations- und Planspiele
Jedoch stellt jede Theorie nur ein vereinfachtes Modell der Realität dar
4
Zusammenfassung BE 102


Lernpsychologie
Jahrgang H14 in Kollaboration
Gesamtheit der verschiedenen Theorien geben erst Überblick über Thematik
Schaffen förderliche Lernsituationen und erlauben Vorhersagen
 Bilden Ausgangspunkte für zukünftige Forschung
2 Behaviorismus: Klassisches und operantes Konditionieren
2.1 Die Studierenden kennen die Inhalte und Schlüsselbegriffe des
klassischen und operanten Konditionierens und können mithilfe
dieser Lerntheorien Lernsituationen im Unterricht beschreiben und
erklären
2.1.1
Klassisches Konditionieren= Verhaltensänderung durch Signallernen
Beim klassischen Konditionieren werden Verbindungen von bereits vorhandenen, zum Teil
angeborenen elementaren Verhaltensweisen mit neuen Reizen aufgebaut.
Die klassische Konditionierung setzt den Schwerpunkt auf den Input: Was bewirkt ein Reiz
von aussen in Bezug auf die Reaktion des Individuums darauf?
Beim klassischen Konditionieren werden KEINE neuen Verhaltensweisen erlernt!
(Schwimmen lernen, Velofahren lernen oder Sprachen lernen sind also keine klassischen
Konditionierungen.)
Das klassische Konditionieren ist reflexhaft, spontan und nicht durch kognitive
Entscheidungen geprägt.
Mit dem klassischen Konditionieren kann man den Erwerb von emotionalen Reaktionen
wie Angst, Freude, Schmerz erklären.
Schlüsselbegriffe:
Reiz/ Stimulus
ein Ereignis, das Verhalten aktiviert.
Reaktion
Beobachtbare Antwort auf den Reiz.
Neutraler Reiz
Reiz ohne feste Verbindung mit einer bestimmten Reaktion, löst
keine Reaktion aus. (z.B. Lehrperson)
Unbedingter (unkonditionierter) Reiz/ Stimulus Reiz löst zuverlässig eine ungelernte,
reflexartige (oft emotionale) Reaktion aus. (z.B. rufen, schimpfen)
Unbedingte Reaktion/ unkonditionierte Reaktion Natürlich vorkommende (oft emotionale)
Reaktion auf einen vorangehenden unbedingten Reiz. (z.B. Angst,
zittern)
5
Zusammenfassung BE 102
Lernpsychologie
Jahrgang H14 in Kollaboration
Bedingter (konditionierter) Reiz/ Stimulus
Ein ursprünglich neutraler Reiz, der nun
allein eine Reaktion nach einem Konditionierungsvorgang hervorruft.
(z.B. Lehrperson)
Bedingte (konditionierte) Reaktion
Erlernte Reaktion, welche durch den
bedingten (konditionierten) Reiz ausgelöst wird. (z.B. Angst/ zittern)
Kontiguität
Zeitliche Berührung zweier Reize. Ist Voraussetzung für den Aufbau
einer bedingten Reaktion.
Reizgeneralisierung
Die bedingte (konditionierte) Reaktion wird bei ähnlichen Reizen
ebenfalls gezeigt. (z.B. Das Kind hat nun von allen Lehrpersonen
Angst.)
Reizdifferenzierung
Ähnliche Reize können vom Individuum unterschieden werden. (z.B.
Das Kind kann zwischen den versch. Lehrpersonen unterscheiden und
zeigt nicht bei allen LP ein ängstliches Verhalten.)
Löschung/Extinktion Das Verschwinden einer gelernten Reaktion durch den Entzug der die
Reaktion auslösenden Reize.
Gegenkonditionierung Es soll gegen eine bereits erworbene Reiz-Reaktions-Verbindung
angegangen werden. Die Verbindung wird dadurch verlernt.
Das Konditionieren von Furchtreaktionen
Das Verlernen von Furchtreaktionen durch Gegenkonditionierung
6
Zusammenfassung BE 102
Lernpsychologie
Jahrgang H14 in Kollaboration
Weitere Beispiele aus dem Schulalltag:
Rituale, Gesten / Kommandos, Pfeifen im Turnen, Einstehen, Üben (Automatisieren),
Glockenton, Schulglocke, Ängste, Freuden
2.1.2
Instrumentelles Lernen = operantes Konditionieren
Beim operanten Konditionieren liegt das Hauptaugenmerk auf der Handlung (Output) und
der darauffolgenden Reaktion (Input) der Umwelt: Wie reagiert die Umwelt auf das
Verhalten des Individuums, und was bewirkt die Reaktion der Umwelt in Bezug auf das
künftige Verhalten des handelnden Individuums?
Das Lernen wird durch Konsequenzen gestärkt oder geschwächt.
Schlüsselbegriffe:
Verstärkung
Erhöht die Intensität und die Häufigkeit des Verhaltens.
Bestrafung
Führt zu Abschwächung, Verminderung und Unterdrückung von
Verhalten.
Darbietung einer aversiven Konsequenz oder Wegfall einer
belohnenden Konsequenz (Privilegienentzug)
7
Zusammenfassung BE 102
Lernpsychologie
Jahrgang H14 in Kollaboration
Positive Verstärkung:
- auf das Verhalten folgt ein angenehmes, erwünschtes und
belohnendes Ereignis (Konsequenz)= Belohnung
(z.B. Hans malt immer wieder ein Bild und zeigt es seiner Mutter. Diese
lobt ihn jedes Mal.)
(z.B. Hans kauft ein schnittiges Auto und fährt damit ziemlich schnell
auf der Autobahn. Seine Raserei filmt er und zeigt den Film seinen
Freunden. Er steigt damit in der Achtung seiner Kollegen.)
Loben, Aufmerksamkeit, Belohnungen, Anerkennung der LP oder
Peers
Negative Bestrafung: - Entfällt jedoch der erwartete, angenehme Reiz, wirkt es als
Bestrafung.
Negative Verstärkung:
- belohnende Wirkung kommt dadurch zustande, dass eine
unangenehme, aversive Konsequenz wegfällt (Wenn du die
Hausaufgaben nicht machst, darfst du auch nicht draussen spielen
gehen.)
(z.B. Fluchtlernen: Massnahmen, um einer unangenehmen Situation zu
entkommen (Medikamente gegen den Schmerz).)
(z.B. Vermeidungslernen: der aversive Reiz ist nicht gegenwärtig, er
wird vor dessen Auftreten durch bestimmtes Verhalten aktiv
umgangen (Kind hat Angst vor Bällen, es meidet deshalb in der Pause
von Anfang an den Platz, auf welchem Ballspiele stattfinden).)
Ignorieren, Vermeiden, Strafe, Auslachen, Drohungen, Lob bei
Nichtauftreten
Positive Bestrafung: - unangenehme Konsequenz wird gegeben = Bestrafung
positiv und negativ haben in diesem Fall keinerlei wertende Bedeutung: positiv =
angenehme oder unangenehme Konsequenz wird gegeben, negativ = angenehme oder
unangenehme/aversive Konsequenz fällt weg
Verhaltensformung (shaping)
Verstärkung kleiner Teilschritte
8
Zusammenfassung BE 102
Lernpsychologie
Jahrgang H14 in Kollaboration
Immerverstärkung
Verhaltensweise sollte vor allem in der Aneignungsphase immer
verstärkt werden.
Kontingenz
Unmittelbare, zeitlich-räumliche Verknüpfung eines instrumentellen
Verhaltens mit seinen Folgen
Ignorieren
keine Konsequenzen auf eine Verhaltensweise= Löschung des
Verhaltens
Positive und negative Verhaltenskontrolle:
Kombination von Verhaltensaufbau und
Verhaltensabbau. Das Lernen von erwünschten Verhaltensweisen wird
unterstützt durch den gleichzeitigen Abbau von damit unvereinbaren
unerwünschten Verhaltensweisen. Umgekehrt wird das Verlernen von
unerwünschten Verhaltensweisen unterstützt durch den gleichzeitigen
Aufbau von erwünschten, aber damit nicht vereinbaren
Verhaltensweisen.
Positive Verstärkung – Löschung (Positive Verhaltenskontrolle)
Negative Verstärkung – Bestrafung (negative Verhaltenskontrolle)
Die negative Verhaltenskontrolle wird leider häufig in der Schule
angewendet und ist oftmals zu Recht mit Angst verbunden. Besser
wäre eine positive Verhaltenskontrolle.
angenehmer Reiz
Reiz
Wirkt als Belohnung
Geben
(angenehmes geben)
(positiv)
 Verhaltensaufbau
Positive Verstärkung
- Loben bei guten Noten
- Bonuspunkte bei Tests
Reiz
Entfernen
(negativ
)
Wirkt als negative Bestrafung
(angenehmes nehmen)
 Verhaltenslöschung
Indirekte/negative Bestrafung
durch Entzug
- Arrest
- Fernsehentzug
- Gehen nicht in Sport, weil
Verhalten schlecht
war/geblieben ist
9
aversiver Reiz
Wirkt als positive Bestrafung
(unangenehmes geben)
 Verhaltenslöschung
Direkte/positive Bestrafung durch
Reizdarbeitung
- Mehrarbeiten
- Regeln
- Schlechte Noten
- Drohungen
Wirkt als Belohnung
(unangenehmes nehmen)
 Verhaltensaufbau
Negative Verstärkung
- Kind hört auf zu weinen, wenn
es beachtet wird
- Drohungen, die nicht realisiert
werden z.B. gehen in Sport, weil
Verhalten sich besserte
Zusammenfassung BE 102
Lernpsychologie
Jahrgang H14 in Kollaboration
2.2 Die Studierenden können begründen, weshalb die Prinzipien des
klassischen und operanten Konditionierens nicht ausreichen, um
Lernprozesse zu erklären.
Die kognitiven Vorgänge können nicht alle durch Konditionierung gelernt werden, z.B. wie
man rechnet oder liest.
Ausserdem werden jegliche anderen Voraussetzungen zum Lernen wie zum Bsp. die
Motivation, die persönlichen Interessen, oder andere kognitiven Vorgänge im Gehirn ausser
Acht gelassen.
3 Lernen am Modell (Seite 95-119)
Grundsätzlich gibt es bei diesem Lernvorgang also ein Modell, das etwas vormacht, und eine
andere Person, die das Modell beobachtet und von dessen Verhalten beeinflusst wird. Das
Lernen der beobachtenden Person erfolgt dabei nicht durch Verknüpfungen gepaarter
Erfahrungen (Konditionierung), sondern durch die kognitive Verarbeitung der beobachteten
Ereignisse.


ohne Beobachtung anderer --> Lernvermögen wäre unzureichend (viel länger, und
viele Fehler)
Beispiel Nachmachen des Verhaltens vom Vater durch den Sohn: Durch Beobachtung
schlüpft der kleine Junge in die Rolle der Erwachsenen und lernt ihr Verhalten und
ihre Empfindungen kennen. Durch das übers Beobachte erworbene Wissen und die
darauf bezogene Selbsteinschätzung ist er anschliessend in der Lage, deren Verhalten
korrekt und detailgenau wiederzugeben. Dabei muss er die Merkmale der
Körpersprache allesamt "im Kopf" haben, nur so kann er sie reproduzieren, ohne
aktuell hinzuschauen.
3.1 Albert Bandura begründet die sozial-kognitive Lerntheorie
Er brachte in den später 1960er und frühen 1970er Jahre einen radikalen Wandel in die
Lernpsychologie. --> Konnte zeigen, dass nicht nur die unmittelbare Erfahrung, sondern
auch die Beobachtung anderer das Verhalten und die Ziele von uns Menschen
beeinflussen.
10
Zusammenfassung BE 102
Gruppe 1
• Rocky: aggressives
Verhalten & nimmt
Johnny Spielsachen
weg
• Johnny: erfolglose
Gegenwehr
Lernpsychologie
Gruppe 2
Jahrgang H14 in Kollaboration
Gruppe 3
• Rocky: aggressives
Verhalten & nimmt
Johnny Spielsachen
weg
• Johnny: erfolgreiche
Gegenwehr
• Rocky & Johnny frei
von Aggressionen
Gruppe 4
• anderer Film, hat
nichts mit
Experiment zu tun
Experiment Rocky und Johnny
Danach wurden die Kinder in ein Spielzimmer mit verschiedenen Materialien geführt.
 Gruppe 1: zeigten deutlich mehr aggressive Handlungen als die Kinder in den
anderen Gruppen.
 Versuchsergebnisse zeigen, dass die Kinder allein durch das Beobachten lernen
können. In diesem Fall lernen sie von Modellen, die sich mit aggressiven Verhalten
erfolgreich durchsetzten vermochten. Von ihnen geht offenbar ein Anreiz zur
Imitation voraus. Dagegen fehlt den Modellen, die sich mit ihrem aggressiven
Verhalten nicht durchsetzten konnten, der Anreiz zur Imitation.
zentraler Aspekt:
 Beobachtendes Individuum nimmt in sozialen Situationen Informationen auf, diese
verarbeitet und dabei die Kompetenz zur Ausführung von Handlungen erwirbt, ohne
das Gelernte sogleich in die Tat umzusetzen.
 Erst später wird das Gelernte in einer vergleichbaren Situation reaktiviert.
 Für Bandura stand fest (wie auch für Piaget und Bruner), dass das Lernen nicht allein
durch Wenn-dann-Beziehungen zwischen Verhalten und Konsequenzen (bzw. zw.
Reiz/Reaktion) erklärt werden kann.
 Durch Bandura drang die Erkenntnis in die Lerntheorie ein, dass Menschen durch
beobachtete Erfahrungen genauso gut lernen können wie durch unmittelbare
Erfahrungen.
3.2 Überwindung der behavioristischen Sichtweise durch Bandura
behavioristischer Erklärungssatz:
 setzt bei den Nachbildungsleistungen an
 besagt für das Lernen am Modell, dass Menschen vieles imitieren, manches davon
verstärkt wird und deshalb häufiger auftritt bzw. konditioniert wird.
 Modell regt Beobachter bloss an, die Konsequenzen dieses Verhaltens wird dann je
nach dem verstärkt oder bestraft oder es bleibt unbeachtet.
 Wird als Form des Instrumentellen Lernens angesehen
Stellvertretende Verstärkung (behavioristische Sichtweise von Bandura ergänzt)
11
Zusammenfassung BE 102
Lernpsychologie
2. Theorie: Lernen =
stellvertretende
Verstärkung (früher
Bandura)
Modellierendes Ereignis
Jahrgang H14 in Kollaboration
1. Theorie:
Lernen =
Verstärkung der
Nachbildungsleis
tung
Beobachter
Nachbildungsleistung
3. Theorie: Lernen = selbst gesteuerte, kognitive
Verarbeitung von sozial vermittelten Informationen
(später Bandura) Verstärkung ist nicht notwendig, aber
förderlich
--> zentraler Lernvorgang ist, dass der Beobachter in sozialen Situationen Informationen
aufnimmt, diese verarbeitet und dabei selbstgesteuert lernt Der Lernvorgang beruht auf
einer Innensteuerung und wird nicht mehr auf der Basis der Aussensteuerung erklärt wie
beim instrumentellen Lernen oder beim Konzept der stellvertretenden Verstärkung.
Merkmale zwischen behavioristischer Sichtweise und sozial-kognitiver Sichtweise
 Nicht nur unmittelbare Erfahrung, sondern auch durch Beobachtung anderer und
deren stellvertretenden Erfahrung kann Verhalten gelernt werden.
 Die Soziale Vermittlung von Erfahrungen wird in der sozial-kognitiven Lerntheorie
stark betont, in der behavioristischen Sichtweise ist sie ohne Bedeutung.
 Die langsame Formung des Verhaltens durch Verstärkung im instrumentellen
Verhalten wird ergänzt durch den schnellen Erwerb von komplexen
Verhaltensweisen durch Beobachtungen.
 Enger zeitlicher Zusammenhalt zwischen Verhalten und Konsequenzen wird durch
kognitives verarbeiten gelockert.
 Menschliches Verhalten ist nicht alleine durch externale Einflüsse gesteuert. Die
eigene verantwortliche Rolle wird des lernendes Individuums wird durch die sozialkognitive Sichtweise gestärkt.
zwei verschiedene Modellierungseffekte des Beobachtungslernens (nach Bandura)
Der modellierende Effekt: Durch die Beobachtung eines Modells wird eine neue
Verhaltensweise gelernt, die später in einer analogen Situation abgerufen werden kann.
Hemmung / Enthemmung: Durch die Beobachtung eines Modells sinkt/steigt die
Hemmschwelle, das beobachtete Verhalten (das man schon kann) in einer ähnlichen
Situation zu zeigen.
12
Zusammenfassung BE 102
Lernpsychologie
Jahrgang H14 in Kollaboration
3.3 Konzepterwerb und Nachbilden - zwei Phasen des Lernens am Modell
1: Phase des Konzepterwerbs, in der das Verhalten erlernt wird.
Voraussetzungen: Aufmerksamkeit & Aufbau von Wissensrepräsentationen
Das Modell muss beobachten, und die beobachteten Verhaltensmuster müssen im
Gedächtnis
kodiert und gespeichert werden.
2: Phase der Nachbildung, in der das Gelernte reproduziert wird.
Voraussetzung: internale Steuerung der Verhaltens & Verstärkungs- und
Motivationsprozesse
Zwischen diesen Phasen kann eine lange zeitliche Lücke liegen. (Manchmal sogar Jahre)
Gründe für ausfallendes Nachbildungsverhalten nach dem Beobachten:
 Evtl. wurde das Ereignis sensorisch nicht registriert, weil die Aufmerksamkeit fehlte
oder die Wahrnehmung gestört war.
 Evtl. schlug der Aufbau der Wissensrepräsentation fehl, weil die Modellierungsreize
für die Gedächtnisrepräsentation nicht angemessen kodiert wurden oder weil die
Erinnerung nachliess.
 Evtl. gibt es motorische Schwächen, welche die Nachbildung behindern.
 Evtl. hatte die Person keine Lust, das Nachbildungsverhalten auszuführen.
Vier Wechselwirkungen
3.3.1
Modellierende Ereignisse
Aufmerksamkeitsprozesse:
Merkmale: Differenziertheit, affektive Valenz, Komplexität, funktioneller Wert
Merkmale des Beobachters: sensorische Fähigkeiten, Niveau der Erregbarkeit, Motivation,
Wahrnehmungshaltung, frühere Verstärkung
Faktoren, welche bestimmen, welche Modelle genau, und welche nicht beobachtet werden
 Emotionale Qualität der Beziehung zw. Beobachter und Modell; je intensiver, desto
grösser die Wahrscheinlichkeit des Beobachtens
 Ähnlichkeit zw. Beobachter und Modell; Je ähnlicher, desto wahrscheinlicher findet
Lernen am Modell statt.
 Sozialer Status des Modells: Personen mit einem höheren sozialen Status, mehr
Macht usw. wie der Beobachter besitzt, wird eher als Modell angenommen. Ist dem
Bobachter bewusst, dass das Modell über Sanktionsmacht verfügt und ihn belohnen
oder bestrafen kann, ist die Wahrscheinlichkeit des Lernens am Modell am grössten.
 Kompetenzen und Sachkenntnis des Modells: hat das Modell aus der Sicht des
Beobachters hohe Kompetenzen oder gr. Sachkenntnisse zu, so ist die
Wahrscheinlichkeit des L.a.M. am grössten.
 Sichtbarkeit vs. Differenziertheit des Modells: Modellverhalten, dass gut sichtbar ,
eindeutig und auffällig ist, wir stärker modelliert.
13
Zusammenfassung BE 102
Lernpsychologie
Jahrgang H14 in Kollaboration
 Merkmale des Beobachters: Unterschiede im Selbstwertgefühlt & im
Abhängigkeitsbedürfnis des Beobachters beeinflussen die Neigung zum L.a.M. hohes
Abhängigkeitsbedürfnis & wenig Selbstwertgefühl --> neigen mehr zu L.a.M. als
autonome Persönlichkeiten mit starkem Selbstwertgefühl
Aufbau von Wissensrepräsentationen (symbolische Kodierung, kognitive Organisation,
symbolische Wiederholung, motorische Wiederholung)
 Modellierende Ereignisse müssen als Wissen gespeichert werden. Erst dann
vermögen sie zu einem späteren Zeitpunkt die Umsetzung des Gelernten in die Tat zu
steuern. Dazu werden die Beobachtungen in kognitive Schemas umgeformt und im
Langzeitgedächtnis gespeichert. --> vor allem sprachliche und bildhafte (oder auch
handlungsmässige) Wissensrepräsentationen.
 sprachliche Repräsentationen:
o von grosser Bedeutung
o Versuch zeigt, dass die Kinder, die das modellierende Verhalten auch
sprachlich kodiert hatten, deutlich bessere Nachbildungsleistungen brachten,
als jene, die lediglich genau aufgepasst und das Modellverhalten nur visuell
aufgenommen haben.
 symbolische Repräsentationen:
o Beweis: Versuch Gebärdensprache lernen (1. Gr. Bewegungen durch
Vorstellungsbilder, 2. gr. Verhalten sprachlich ausdrücken, 3. gr. prägnante
Bilder in Gebärdensprache fassen, 4. Gr. Kontrollgruppe): Die summarischen
Bezeichnungen und die Vorstellungsbilder erwiesen sich als gleichermassen
geeignet, die Nachbildungsleistungen sofort zu reproduzieren. Beide
Kodierungsarten waren bei der sofortigen Reproduktion der sprachlichen
Kodierung (konkrete Verbalisierung) überlegen. Bei verzögerten
Repräsentation zeigte sich, dass die kurzen, prägnanten Bezeichnungen das
beste Kodierungssystem für die Gedächtnisrepräsentation ist. Die
Versuchspersonen dieser Gruppen behielten deutlich mehr
Nachbildungsleistungen als diejenigen, die Vorstellungsbilder oder konkrete
Verbalisierungen verwendet hatten.
Motorische Reproduktion (Körperliche Fähigkeiten, Verfügbarkeit der Teilreaktionen,
Selbstbeobachtung bei den Reproduktionen, Feedback der Genauigkeit)
Dabei steuern die erworbenen kognitiven Repräsentationen die Ausführung der
Nachbildungsleistung. Diese Steuerung durch die kognitiven Repräsentationen ist quasi eine
"innere Anleitung" vergleichbar mit einer "externen" Anleitung durch Instruktion. --> Die
früher erworbenen sprachlichen, bildhaften oder handlungsmässigen Repräsentationen
leiten also die spätere, praktische Umsetzung des neu gelernten Verhaltens.
Versuch Papagos lernen Fragen stellen:
Vorher: typisch, in Interaktionen, wenig Fragen zu stellen
14
Zusammenfassung BE 102
Lernpsychologie
Jahrgang H14 in Kollaboration
3 verschiedene Versuchsgruppen: 1. Gr: Film über Frageverhalten 2x, 2. Gr: Film über
Frageverhalten 1x, 1x üben des Frageverhaltens wie im Film (jede Frage durch mündliches
Lob verstärkt), 3. Gr: Kontrollgruppe, sahen einen anderen Film ohne Bezug
--> anschliessendes Üben und Verstärkung hat dieses Verhalten massiv und nachhaltig
verbessert.
Verstärkungs- und Motivationsprozesse: (externe Verstärkung, stellvertretende
Verstärkung, Selbstverstärkung)
Verstärkung ist beim L.a.M. zwar keine notwendige, wohl aber eine förderliche Bedingung.
Bei dieser letzten Grundfunktion geht es darum, Einfluss zu nehmen, ob der Beobachter das
Erlernte auch ausführen wird  drohen Sanktionen ( Bestrafung) hemmt das die
beobachtende Person, das neu erlernte später auch selbständig auszuführen ( Hemmung
der Reproduktion). Die LP beeinflusst mit Verstärkung und Bestrafung nur die Reproduktion
des Verhaltens, nicht aber das Lernen selbst – und zwar unabhängig davon, ob die SuS diese
direkt oder stellvertretend erfahren. D.h. also, stellvertretende Belohnungen (
Verstärkungen) oder Bestrafungen können das Verhalten ebenso formen und
aufrechterhalten wie direkte.
Der Lernprozess ist klar vom Reproduktionsprozess zu trennen.
 Lernprozess = der kognitive Prozess der Kodierung und der Wissenspräsentation
 Die Reproduktion der Nachbildungsleistungen und die Beobachtung des Modells
wird von den Verstärkungs- und Motivationsprozessen reguliert. Dabei gilt folgedes:
Erfolg in Sicht: Das Modellverhalten wird dann nachgeahmt, wenn es für den
Beobachter sinnvoll und lohnend ist.
Erkennen von Konsequenzen: Das, was das Modell an Konsequenzen erfährt,
beeinflusst wiederum andere beobachtenden Personen. Für die LP bedeutet das
folgendes: Wenn sie einen Schüler für ein erwünschtes Verhalten verstärkt, verstärkt
sie dadurch auch alle anderen SuS, die das Modellverhalten gesehen haben. Ein
Beispiel: Ein Schüler wird gelobt, weil er seine HA vorbildlich gelöst hat. Hierbei
erfährt einerseits der betroffene Schüler die direkte Konsequenz (in diesem Beispiel
also das Lob), gleichzeitig erfährt jedoch auch die ganze Klasse die indirekte
Konsequenz: wenn ich meine HA mache, erhalte ich Lob.
Beeinflussung: Verstärkungs- und Motivationsprozesse beeinflussen die
Beobachtung der modellierenden Ereignissen, indem sie selektiv bestimmen, welche
Ereignisse beachtet werden.
3.3.2
Nachbildungsleistungen
Das Beobachten von Modellverhalten ist also ein sehr wirksames Lernprogramm zur
Aneignung neuer Verhaltensweisen. Dessen Wirkung kann zudem weiter gesteigert werden,
15
Zusammenfassung BE 102
Lernpsychologie
Jahrgang H14 in Kollaboration
wenn neben der Beobachtung auch noch die konkrete Umsetzung (Reproduktion) und eine
positive Rückmeldung (Verstärkung) in das Lernprogramm eingebaut wird.
3.4 Lernen am Modell in Schulsituationen
In vielen bewusst gesteuerten Lernprozessen ist Modelllernen wirksam und hilfreich:
Musizieren, Turnen, Sprachenlernen, aber auch Problemlöse- und Analysestrategien in
Mathematik, Geschichte, etc. können durch lautes Denken von LP modelliert werden.
L.a.M. ist in der Schule nicht wegzudenken. Da eine LP aufgrund ihres Expertenwissens und
ihrer Sanktionsmacht einen hohen Status hat, in der Regel eine emotional tragfähige
Beziehung zu ihren SuS hat und zudem von allen SuS gut beobachtbar ist, dient sie als
wichtiges Modell. Ständig wirkt die LP als Modell für:
 Angemessenes Sozialverhalten
 Effektive Informationsverarbeitung
 Angemessenes emotionales Verhalten
 Planvolles Handeln und Problemlösen
Das Beispiel „respektvoller Umgang untereinander“ kann „nur“ durch L.a.M. vermittelt
werden: der respektvolle Umgang muss von der LP vorgelebt werden. Der Umgang mit
Fehlern beispielsweise ermöglich es der LP, angemessenes Sozialverhalten (wenn jemand
einen Fehler macht, lache ich ihn nicht aus), effektive Informationsverarbeitung (Klärung des
Sachverhaltes) und angemessenes emotionales Verhalten (Fehler zu machen ist kein
Weltuntergang) gleichermassen zu modellieren.
Die LP hat schliesslich auch einen Einfluss auf die Leistungen der Schüler: Wie ausdauernd
SuS an einer anspruchsvollen Denkaufgabe arbeiten kann eine LP, die als Vorbild angesehen
wird, beeinflussen. Kommentiert die LP optimistisch und ausdauernd den Lösungsweg einer
solchen anspruchsvollen Denkaufgabe, arbeiten auch die SuS entsprechend ausdauernd und
optimistisch (siehe Experiment S.121 von Zimmermann und Rignle).
Bandura machte diesbezüglich ebenfalls Experimente: Er konnte beweisen, dass wir unsere
Leistungsmassstäbe an Vorbildern bilden. Die Gütemassstäbe, mit denen die SuS ihre
eigenen schulischen Leistungen beurteilen, werden durch unsere Vorbildfunktion
beeinflusst. D.h. Niedrige Leistungsnormen und pessimistische Erfolgsbeurteilungen
bedeuten mittelmässige Leistungen, hohe Leistungsn. Und optimistische Erfolgsb. Bedeuten
dagegen überdurchschnittliche Leistungen.
Ich leite davon ab, dass wir unsere SuS fordern sollen. Wir als LP sollen den SuS hohe Ziele
stecken (hohe Leistungsnormen) und sie motivierend begleiten (optimistische
Erfolgsbeurteilungen).
16
Zusammenfassung BE 102
3.5
Lernpsychologie
Jahrgang H14 in Kollaboration
Wichtiges von Bandura aus dem Handout
Wichtiges Zitat von Bandura:
„Die Bereitstellung von sozialen Modellen ist ein unerlässliches Mittel, um Verhaltensweisen
in Situationen zu übermitteln oder zu modifizieren, wo Irrtümer fatale Konsequenzen hätten.
Wenn das soziale Lernen nur auf der Basis von Belohnung und Bestrafung erfolgen würde,
dann würden die meisten Menschen den Sozialisationsprozess nicht überleben“ (Bandura,
1969).  Das „über die Strassen gehen“ beispielsweise kann nur durch L.a.M. erlernt
werden -> Lebensgefahr! L.a.M. ist also ein wichtiger Bestandteil des Lernens.
Banduras „Rocky-Experiment“ (1965): www.youtube.com/watch?v=ZeEYmzc1rE
 positiver Ansporn genügt nicht, um Ki zu motivieren, alles nach zu machen!
Inwiefern können die Ergebnisse des Experimentes von Bandura auf kindliches Lernen
übertragen werden? Die Ki reagieren unterschiedlich. …??
Was beachten Sie als LP beim „Nachahmungslernen“ und was bedeutet für Sie als LP
„L.a.M.“? SuS beobachten uns (LP) immer, das müssen wir immer im Hinterkopf haben. D.h.
beispielsweise, dass wir unsere eigenen Regeln vorleben sollten.
4 Lernen am Modell – die sozial-kognitive Lerntheorie (Bandura)
Die Studierenden können Prozesse des sozial-kognitiven Lernens nach Bandura beschreiben.
„Der Mensch lernt durch Beobachtung genauso gut wie durch unmittelbare Erfahrung.“
…beschreibt, unter Berücksichtigung der dabei ablaufenden kognitiven Prozesse, wie
Menschen Verhalten durch das Verarbeiten von Beobachtungen anderer Menschen
lernen.
…unerlässliches Mittel, um Verhaltensweisen in Situationen zu übermitteln oder zu
modifizieren, wo Irrtümer fatale Konsequenzen hätten.
4.1 Unterschiede zum Behaviorismus
- Beeinflussung des Verhaltens nicht nur durch unmittelbare Erfahrung, sondern auch
durch Beobachtung (& somit stellvertretende Erfahrung)
- sozialer Aspekt bleibt in der behavioristischen Theorie ungeachtet
- Verstärkung ist in der sozial-kognitiven Theorie nicht nötig; komplexe Verhaltensweisen
können durch Beobachtung erworben werden, ohne die unmittelbare Umsetzung des
beobachteten Verhaltens.
- Der zeitliche Zusammenhang von Verhalten und Konsequenz ist gelockert: Zwischen
Modellverhalten und Reproduktion des erlernten Verhaltens kann eine zeitliche Lücke
liegen.
17
Zusammenfassung BE 102
Lernpsychologie
Jahrgang H14 in Kollaboration
- Das Individuum lernt eigenverantwortlich (selbstgesteuerte, kognitive Prozesse laufen ab;
Mensch als aktives Wesen) und wird nicht mehr durch externale Einflüsse gesteuert.
4.2 Zwei Phasen des Modelllernens
4.2.1
Phase des Kompetenzerwerbs (Lernen des Verhaltens)
Voraussetzungen: Aufmerksamkeit, Aufbau von Wissensrepräsentationen
Beobachtung des Modells, Kodierung & Speicherung der Verhaltensmuster
Aufmerksamkeitsprozesse: Nicht jedes Beobachten führ zu Lernen. Es ist daher wichtig, dass
das Individuum erst einmal auf ein bestimmtes Verhalten aufmerksam wird (zwingend
notwendig). Aufmerksam sollen die unterschiedlichen Verhaltensweisen des Modells
erkannt und differenziert werden. Die Aufmerksamkeitszuwendung wird ausgelöst, wenn
zwischen Modell und Beobachter eine positive Beziehung besteht und/oder das Modell
durch hohen sozialen Status auffällt. Je ähnlicher sich Beobachtender und Beobachteter
sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Modell Aufmerksamkeit erregt und als
Lernmodell akzeptiert wird. Zudem wird die Aufmerksamkeit und somit das Modelllernen
von den Merkmalen des Beobachters (bezüglich Selbstwertgefühl und
Abhängigkeitsbedürfnis) beeinflusst. Damit Lernen stattfindet ist aber auch die Situation
wichtig. Wenn der Beobachter also mit einer Sanktion statt Lob auf ein Verhalten rechnen
muss, wird er das Modell nicht nachahmen, auch wenn die Beziehung und die Kompetenz
des Modells noch so treffend sind.
Aufbau von Wissensrepräsentationen: Das beobachtete Verhalten wird in kognitive
Schemata umgeformt (kodiert), d.h. in einer gewissen Weise gespeichert, sodass es zu einem
späteren Zeitpunkt abgerufen und schliesslich auch gezeigt werden kann. Bandura geht
davon aus, dass das kognitive Repräsentieren bildhaft oder sprachlich/symbolisch erfolgt
und dass die repräsentierten Verhaltensweisen sofort in Form von gut abrufbaren Schemata
organisiert werden. Vor allem die sprachliche Repräsentation ist beim Modelllernen äusserst
wichtig, da das beobachtete Verhalten in eigenen Worten widergegeben wird, was die
spätere Nachbildungsleistung erhöht.
4.2.2
Phase der Nachbildung
Gelerntes wird reproduziert
Voraussetzungen: internale Steuerung des Verhaltens, Verstärkungs- und
Motivationsprozesse
Motorische Reproduktion: Die gespeicherte Verhaltensweise wird gemäss den kognitiven
Repräsentationen ausgeführt (nachgeahmt). Je nachdem wie genau die Erinnerung ist, kann
das nachgeahmte Verhalten dem Verhalten des Modells mehr oder weniger ähneln. Die
Umsetzung der Verhaltensweisen wird durch stilles oder offenes Einüben genauer, d.h.
wenn das Verhalten nach der Beobachtung noch mit dem Modell eingeübt wird. Wie
Wirkung des Modelllernens wird dabei zudem gesteigert, wenn die konkrete Umsetzung
(Reproduktion) sowie eine positive Rückmeldung (Verstärkung) in das Lernprogramm
eingebaut werden.
18
Zusammenfassung BE 102
Lernpsychologie
Jahrgang H14 in Kollaboration
Verstärkungs- und Motivationsprozesse: Ein Individuum wägt stets die Konsequenzen
seines Handelns ab. Sind die Konsequenzen motivierend, wird also das Verhalten verstärkt,
ist die Wahrscheinlichkeit grösser, dass es das Verhalten zum Vorschein bringt. Ist mit
negativen Konsequenzen zu rechnen, wird das Verhalten aber nicht gezeigt. Die
Konsequenzen auf das Verhalten können auch bloss beim Modell beobachtet werden,
wirken sich aber ebenso auf den Beobachter aus (stellvertretende Belohnung oder
Bestrafung). Der Anreiz zur Imitation besteht also dann, wenn sich das Modell mit dem
gezeigten Verhalten durchzusetzen vermag und etwas damit erreicht.
Bandura findet die Verstärkung des Motivationsprozesses förderlich, aber erachtet es nicht
als notwendig für das Lernen und Ausführen. (Unterschied zu Behaviorismus: Verhalten wird
ausschliesslich durch Verstärkung erlernt.)
Wichtig: Der Lernprozess wird klar von dem Reproduktionsprozess getrennt!
Der Lernprozess wird von Verstärkungs- und Motivationsprozessen nicht reguliert, wohl aber
die Reproduktion oder Nachbildungsleistung und die Beobachtung des Modells. Zudem wird
mit Verstärkung oder Bestrafung lediglich die Reproduktion des Verhaltens, nicht aber das
Lernen selbst, beeinflusst.
 Zwischen den beiden Phasen ist eine längere zeitliche Lücke möglich, die Reproduktion
muss also nicht unmittelbar auf die Beobachtung stattfinden, sondern das Gelernte wird in
einer späteren, ähnlichen Situation reaktiviert.
Die Studierenden können die Relevanz dieser Theorie in Schulsituationen beschreiben.
-
-
-
-
-
Als LP sollte man sich seiner Rolle als potenzielles Modell stets bewusst sein und sich
dementsprechend verhalten.  Von den SuS kein Verhalten einfordern, das man selbst
nicht zeigt.
Beim Modelllernen die Handlungen nicht bloss vormachen, sondern die SuS dazu
auffordern, ihre Beobachtungen sprachlich zu etikettieren, um sie besser memorieren
zu können.
Wird ein einzelner Schüler für sein Verhalten belohnt bzw. Bestraft, so wirkt sich dies
auf alle Schüler aus, die das Verhalten beobachtet haben.
Die Schüler bilden ihre Leistungsmassstäbe an Vorbildern  Niedrige Leistungsnormen
und pessimistische Erfolgsbeurteilungen bedeuten mittelmässige Leistungen, hohe
Leistungsnormen und optimistische Erfolgsbeurteilungen bedeuten dagegen
überdurchschnittliche Leistungen.
Mit Theorie Lernen fördern. Das Lernen optimieren, indem die LP die beschriebenen
Prozesse anregt und unterstützt.  Aufmerksamkeit durch Kompetenz wecken, gute
evtl. mehrere Beobachtungmöglichkeiten bieten (Vorzeigen / Nachmachen), Motivation
durch angenehmes Umfeld fördern,…
typische Verhaltensweisen von SuS durch Modell-Lernen angeeignet: bestimmtes Outfit
(coole Kappe, Modeschmuck,..) → Modell: Klassenführer / „Warte – luege – lose –
laufe“ am Fussgängerstreifen → Modell: Polizist aus der Verkehrserziehung
19
Zusammenfassung BE 102
Lernpsychologie
Jahrgang H14 in Kollaboration
5 Kapitel 6: Konstruktivismus / Begriffsbildung
(Escher & Messer S. 150 – 174 (ohne 165-166)
LERNZIELE:
8.
Begriffsbildung
 können Prozesse erklären, welche die Begriffsbildung unterstützen.
 verstehen, dass Begriffsbildung im Kindergarten und in der
Primarschule zentral ist und auf vielfältige Art und Weise umgesetzt
werden soll.
5.1 Formen des Wissens
Deklaratives Wissen
(bewusste Denkinhalte)
Implizites Wissen
(wenig bewusst gemacht u.
kann nicht sprachlich gefasst
werden)
Explizites Wissen
(bewusst gemacht u.
sprachlich ausgedrückt)
Alltagsbegriffe (bsp.
Zahlbegriff)
Klassifikationsbegriffe (bsp.
Subkekt, Prädikat)
Erklärungsbegriffe (bsp.
Erosion, Oxidation)
Prozedurales Wissen
(nicht bewusste Handlungen
u. Fertigkeiten)
Fahrradfahren, Kochen,
Logik
Planmässiges Handeln oder
Operieren (bsp. eine
Gleichung lösen)
5.2 Begriffsbildung
-
-
-
-
zentrales Bildungsziel der Schule
Begriffes sind Bausteine des Wissens und Instrumente für das fachbezogene Denken
und Erkennen (Analysieren, Erklären) von Phänomenen.
Jedes Schulfach hat eine spezifische Begrifflichkeit (Bsp. Mathe -> versch.
Zahlenbegriffe und Verfahren, wie Addition, negative Zahlen etc.)
Definition von Begriffe in psychologischer Hinsicht:
„Begriffe sind kognitive Strukturen oder Bedeutungen über einzelne Aspekte der
Wirklichkeit, die mit einem Wort oder Symbol bezeichnet werden.“.
Wörter und Zeichen gewinnen an Bedeutung, indem Lernende Elemente oder
Aspekte des bezeichneten Sachverhalts unterschieden und die Beziehung zwischen
diesen Elementen erkennen.
Begriffe lassen sich als Bedeutungsnetze darstellen, welche den Begriffsinhalt
repräsentieren -> Je reichhaltiger der Begriffsinhalt, desto kleiner der Begriffsumfang.
(Bsp. Begriff Vogle = Vielzahl von Vogelarten, Begriff Raubvogel = betrifft nicht mehr
alle Vogelarten)
Begriffe haben eine sachliche oder denotative und wertende oder konnotative
Bedeutung -> Begriffe mit negativen oder positiven Emotion verbunden.
20
Zusammenfassung BE 102
-
5.2.1
-
5.2.2
-
-
5.2.3
Lernpsychologie
Jahrgang H14 in Kollaboration
Unterscheidung von Begriffen in zwei Hauptgruppen:
o Eigenschaftsbegriffe
o Erklärungsbegriffe
 Fazit S. 155
Das Verhältnis von Denken und Sprechen
Die sprachliche Repräsentation des Wissens hat eine hohe Bedeutung für Lernen und
Denken in der Schule.
Das anfänglich „laute Sprechen“ wird allmählich zum „inneren Sprechen“ mit dem
Lernende über neue Sachverhalte und Fragen nachdenken.
Wichtige Form des Wissenserwerbs und des Denkens ist das Reden und Schreiben. ->
Wenn wir über einen Sachverhalt sprechen oder schreiben, so verstehen wir die
Sache besser und erweitern unser Wissen.
 SuS sollen deshalb nicht nur neue Wörter lernen, sondern die Bedeutung durch
vielfältige Verwendung der Wörter klären und verstehen.
Wie neues Wissen erworben wird
Moderne Wissenspsychologie: der kognitive Verarbeitungsprozess des Lernenden
(Verknüpfung, Strukturieren etc.) rückt beim Wissenserwerb bzw. bei der
Begriffsbildung ins Zentrum.
Neues Wissen muss mit Hilfe von individuellem Vorwissen und eigenem Wissen in
das individuelle Wissenssystem integriert bzw. assimiliert werden => neue subjektive
oder differenziertere Bedeutungen entstehen. Wissen wird nie passiv erworben.
 (Dies ist der Grundgedanke der konstruktivistischen Erkenntnistheorie.)
Formen der Begriffsbildung
Landwehr (1994) unterscheidet zwischen versch. Formen der Begriffsbildung:
 Korrektur eines vorhandenen Schemas oder Fehlkonzeptes
Wenn neue Info oder Erfahrungen nahelegen, dass eine früher erworbenes
Vorstellung unangemessen ist oder zur neuen Info im Wiederspruch steht.
 Aufbau eines neuen Fachbegriffs
Neue Sachbegriffe oder Zusammenhänge werden erkannt und verstanden, die vorher
nicht gesehen oder zumindest sprachlich nicht verfügbar waren.
 Anreicherung oder Differenzierung eines Vorbegriffs
Der Lernende differenziert noch ungenaue Vorstellungen eines Sachverhaltens,
indem er neue Unterscheidungen trifft und Details bzw. Fälle in das allgemeine
Schema integriert. (Bsp. Unterschied zwischen Wärme und Temperatur)
 Problematisieren oder Bewusstmachen von Alltagskonzepten
Handeln und Denken ist auch von unreflektierten und übernommenen
Überzeugungen und Vorstellungen beeinflusst, die emotional positiv oder negative
besetzt sind. Solche Überzeugungen oder Vorurteile sollen bewusst gemacht und
hinterfragt werden -> ist auch eine Form des kognitiven Lernens
21
Zusammenfassung BE 102
Lernpsychologie
Jahrgang H14 in Kollaboration
5.3 Prozessmerkmale kognitiven Lernens aus konstruktivistischer Sicht:







 Wissenserwerb ist ein aktiver, kumulativer, zielorientierter, oft auf Kooperation
beruhender sowie individuell ablaufender und mehrstufiger Prozess des
Bedeutungsaufbaues. Erfolgreiches Lernen setzt voraus, dass diesen
Prozessmerkmalen Rechnung getragen wird:
1. aktiver Prozess
Eigene Auseinandersetzung mit Aufgabenstellungen und Assimilation neuer Inhalte
an die bestehende Wissensstruktur. Durch dies wird die aufgenommene Info zu
individuellem Wissen. Was Lernende aufnehmen, hängt wesentlich von ihrem
Vorwissen und ihrer Lernabsicht ab, welche die Aufnahme des Neuen bestimmen.
2. kumulativer Prozess
Bestehende Wissensstrukturen werden aufgebaut und erweitert. Neues Wissen wird
auf vielfältige Weise mit dem Vorwissen verknüpft und vernetzt. Dies führt zur
Transformation bzw. Neuorganisation des individuellen Wissens und zur
Hierarchisierung des Gelernten (Ober- / Unterbegriff).
3. zielorientierter (intentionaler) Prozess
Durch individuelle Lernabsicht können neue Erfahrungen und Informationen
behalten und zum Bestandteil des eigenen expliziten Wissens werden.
4. individueller (synkritischer) Prozess
Zwei Lernende in gleicher Situation gelangen kaum zu identischen Wissensstrukturen
oder Bedeutungsnetzen. Vorwissen ist einer der wichtigsten Faktoren für kognitives
Lernen. Aufgrund der versch. Lernvoraussetzungen verläuft der Erwerb neune
Wissen meist stark individuell.
5. sozialer bzw. kooperativer Prozess
Kognitives Lernen beruht meistens auf Interaktionen mit anderen Menschen und in
Auseinandersetzung mit sozial-kulturellen Angeboten.
 Grundgedanke des Konstruktivismus: Austausch mit Personen welche auf einem
Gebiet erfahrener sind, führt dazu, dass neue Begriffe und Bedeutungen
verinnerlicht und zu persönlichem Wissen werde.
 Bedeutung für Schule: Durch Anleitung erfahrener Personen können Kinder
anspruchsvolle Denkleistungen erbringen als in der spontanen Interaktion mit
Gleichaltrigen.
6. situierter Prozess
Wissenserwerb findet in der Auseinandersetzung mit möglichst authentischer
Aufgabenstellung und Lernsituationen statt. Wissen ist dabei oft mit den Situationen
und Beispielen verknüpft, in denen es erworben wurde. Es kann deshalb nicht ohne
weiteres auf andere Situationen übertragen werden.
 Bedeutung für Schule: Lernende bauen ihr Wissen fachgebunden auf und können
es in Alltagssituationen oft nur begrenzt nutzen.
7. mehrstufiger Prozess
Wissenserwerb erfolgt in versch. Lernstufen des Verstehens, Verarbeitens und
Wiedergebens, damit das Wissen nachhaltig verfügbar ist.
22
Zusammenfassung BE 102
Lernpsychologie
Jahrgang H14 in Kollaboration
 Bedeutung für Schule: Ein einmaliges „Aha-Erlebnis“ garantier nicht keinen
Wissenserwerb. Ein vollständiger Lernprozess erfordert immer auch eine
bewusste Verarbeitung und Speicherung des Verstandenen.
 ! All diese Bedingungen sind für einen nachhaltigen Wissenserwerb von
Bedeutung und bilden die Kriterien für eine erfolgreiche Unterrichtsgestaltung
bei der Begriffsbildung im schulischen Unterricht. !
5.4 Wie man erfolgreich neues Wissen erarbeitet:
-
-
-
-
Wissen das für die Behandlung einer Aufgabe, für das Begreifen von Phänomenen
oder für das Verständnis einer Lösung dient, muss mir der eigenen Erfahrung in
konkreten Handlungs- und Problemsituationen verknüpft werden.
Wesentlich für die aktive Auseinandersetzung mit neuen Wissensinhalten ist die
Lernabsicht des Lernenden. Dies kann durch folgende Fragestellungen gefördert
werden:
o Worum geht es in diesem Kapitel? Was weiss ich schon darüber?
Begriffe mit eigenen Worten umschreiben und Austausch darüber mit anderen
Lernenden.
Bildhafte Vorstellungen zum Gehörten und Gelesenen machen
Erfolgreiches Lernen besteht darauf, dass Lernende Wichtiges von Unwichtigem
unterscheiden –> Reduzieren von Information:
o Wichtige Begriffe und Schlüsselsätze unterstreichen
o Räumliche Darstellungen (Mindmap, Begriffsnetze, Clusting etc.)
o Prozesse in Form von Flussdiagrammen abbilden
 Verräumlichung von Wissensinhalte zeigt das Wesentliche im Überblick
 Selbständiges Strukturieren und Verarbeiten ist wichtiger Lernschritt im Prozess
des Wissenserwerbes
Wiederholen und Abrufen von neuem Wissen fördert das langfristige Behalten von
neuem Wissen.
FAZIT: „Strategien oder Methoden der Informationsverarbeitung sind wichtige Instrumente
des Wissenserwerbes. Diese Lernaktivitäten unterstützen den selbstständigen Wissenserwerb
von SuS, bedürfen aber auch der gezielten Einführung und Begleitung. Lernen lernen
geschieht am besten in Verbindung mit dem fachlichen Lernen, indem verschiedene
Strategien und Lernmethoden an konkreten Inhalten geübt werden.“
23
Herunterladen