Herzschwäche und Depression

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Herzschwäche und Depression
Gabriele Meyer, Pflegeexpertin für Patienten mit Herzschwäche
Kardiologie, Klinikum Nürnberg
Herzschwäche und Depression
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ein häufig unterschätztes Problem
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Krankheitszeichen von Herzschwäche und Depression fühlen sich für den
Betroffenen ähnlich an
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Deshalb schwer für Betroffene und Angehörige und Behandler zu unterscheiden/
erkennen
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Depremierende Reaktionen auf chron. Einschränkende Erkrankungen sind normal
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Depression kann jeden treffen
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die Ursachen sind komplex und individuell
Gabriele Meyer, Pflegeexpertin für Patienten mit Herzschwäche am Klinikum Nürnberg
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Depression fördert oder führt zu Herzschwäche Herzschwäche fördert oder führt zur Depression Depression fördert oder führt zu
Herzschwäche
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Patienten mit leichten Depressionsanzeichen haben
ein 5% höheres Risiko an Herzschwäche zu erkranken
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Patienten mit schweren Depressionsanzeichen haben
ein 40% höheres Risiko an Herzschwäche zu
erkranken
Quelle: Julia Wallenborn Uni Würzburg
Gabriele Meyer, Pflegeexpertin für Patienten mit Herzschwäche am Klinikum Nürnberg
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Herzschwäche fördert oder führt
zur Depression
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29% der untersuchten Patienten hatten eine depressive Störung
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Bei 28% war eine Depression bereits vorher vorhanden, von diesen
nahmen 50% Antidepressiva
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Je schwerer die Herzschwäche desto häufiger tritt eine Depression auf
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ca. 1/3 der Krankheitsverläufe wird durch eine depressive Reaktion
verschlechtert
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Frauen sind häufiger betroffen als Männer
Quelle: Studie der Uni Würzburg/ Uni Heidelberg mit Herzschwäche
Gabriele Meyer, Pflegeexpertin für Patienten mit Herzschwäche am Klinikum Nürnberg
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Anzeichen der Krankheiten
Depression
Herzschwäche
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Müdigkeit
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Müdigkeit
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Schlafstörungen
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Schlafstörungen
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geringe Belastbarkeit
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geringe Belastbarkeit
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Atemnot/ Schmerzen
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Atemnot/ Schmerzen
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Angst
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Angst
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Appetitlosigkeit
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Appetitlosigkeit
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Wasser in Beinen und/ oder Lunge
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Antriebslosigkeit
Gabriele Meyer, Pflegeexpertin für Patienten mit Herzschwäche am Klinikum Nürnberg
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Zusätzliche Erschwernis durch
Nebenwirkungen
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Herzmedikamente sind wichtig!
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können aber manchmal auch Nebenwirkungen haben,
die eine deprimierte Reaktion unterstützen
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Nutzen-Risiko-Abwägung von Medikamenten
Gabriele Meyer, Pflegeexpertin für Patienten mit Herzschwäche am Klinikum Nürnberg
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Was können Sie
tun?
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scheuen Sie sich nicht , depressive
Symptome anzusprechen
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bei Verdacht auf Depression ein
Screening durchführen lassen
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nehmen Sie professionelle Hilfe an. Sie sind nicht alleine!
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nehmen Sie regelmäßig Ihre
Medikamente wichtig: diese wirken oft erst nach 6
Wochen
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bewegen Sie sich, denn Bewegung tut
gut
Was können Ihre Angehörigen tun?
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Durchhalte-Parolen wie :„reiß dich zusammen“, oder „anderen geht es noch schlechter“ bringen
die hohe Belastung durch chronische Erkrankungen zum Ausdruck, helfen jedoch nicht weiter.
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Herzkrankheiten wirken sich stark auf das soziale Umfeld aus!
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Angehörige leiden häufig mit und fühlen sich in der Folge häufig hilflos
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Kräfte zur Krankheitsbewältigung erschöpfen sich für alle Beteiligten und können mit Gefühlen
der Lebensmüdigkeit einhergehen. Diese sollte man ernst nehmen, jedoch ist das Suizidrisiko nicht
erhöht.
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Kräfte zur Krankheitsbewältigung erschöpfen sich für alle Beteiligten und können mit Gefühlen
der Lebensmüdigkeit einhergehen. Diese sollte man ernst nehmen, jedoch ist das Suizidrisiko nicht
erhöht.
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Erholung und Belohnungen sind wichtig als Motivation zum Durchhalten.
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für den Patienten da sein
Gabriele Meyer, Pflegeexpertin für Patienten mit Herzschwäche am Klinikum Nürnberg
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Informieren hilft
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http://www.bmg.bund.de/praevention/gesundheitsgefahren/depression.html
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http://www.kiss-mfr.de/selbsthilfegruppen/gruppen-von-a-z/1423-angehoerige-von-menschen-mitdepressionen-nuernberg-shg.html
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http://www.kiss-mfr.de/selbsthilfegruppen/gruppen-von-a-z/169-depressionen-mittwochnuernberg-shg.html
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http://www.deutsche-depressionshilfe.de/?r=p
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http://www.herzstiftung.de/
Gabriele Meyer, Pflegeexpertin für Patienten mit Herzschwäche am Klinikum Nürnberg
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Fazit
Screening ist wichtig!
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Um depressiven Symptomen bzw. eine
depressive Vorgeschichte zu erkennen
um Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen
Binden Sie Ihre
Angehörigen mit ein!
ausgezeichnet mit dem Qualitätssiegel
eine Initiative vom
Klinikum Nürnberg und dem Gesundheitsnetz Qualität und Effizienz eG
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