Susanne Schmidt - Augenärztin Dr.med. Susanne Schmidt | Jever

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Dr. med.
Susanne Schmidt
Fachärztin für Augenheilkunde
Sehschule Akupunktur (fatcm)
Patienteninformation: Glaukom
Der grüne Star (Glaukom) ist eine Erkrankung, die unbemerkt zum Abbau des
Sehnervs führt. Ursächlich u.a. sind ein erhöhter Augeninnendruck und / oder
Durchblutungsstörungen dafür verantwortlich. Bei frühzeitigem Erkennen kann diese
Erkrankung gut behandelt werden. Zu den erforderlichen Maßnahmen der diagnostik
zählen gezielte Untersuchungen der Sehnerven (1), und Nervenfaserschichten der
Netzhautmitte, Messung des Augeninnendrucks (2) sowie die Messung des
Gesichtsfeldes (3).
Welche Therapie gibt es?
Die allermeisten Glaukome lassen sich - wenn sie nur früh genug erkannt werden –
sehr gut mit Augentropfen behandeln und führen unter augenärztlicher Kontrolle zu
keinen vom Patienten bemerkten Gesichtsfeldausfällen oder zur Erblindung. Bei
einigen Patienten muss jedoch zusätzlich eine Laserbehandlung oder auch eine
Operation an einem spezialisierten Zentrum durchgeführt werden, damit der
Augeninnendruck gesenkt wird. Nur in sehr seltenen Ausnahmen erblindet ein
Patient heutzutage noch am Glaukom. Das o.g. Untersuchungsspektrum hilft dem
Augenarzt, eine frühzeitige und optimale Therapie für Sie zu finden.
Wir empfehlen zur medizinischen Betreuung eines gut eingestellten Glaukoms
mindestens folgende Untersuchungsfrequenzen bezogen auf einen
Jahreszeitraum:
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4x jährliche Augendruckmessung (siehe auch 2)
Mind. 1x jährliche Vermessung des Sehnervenkopfes (siehe auch 1)
4x jährliche digitale Photodokumentation des Sehnerven (siehe auch 1)
4x jährliche Kontrolle des Gesichtsfeldes (wechselseitig)
Zu (1) Sehnerv:
Es gibt verschiedene Methoden zur Beurteilung des Sehnervs. Die traditionelle
Methode ist die ärztliche Betrachtung des Sehnervs mit Licht und Lupe und der
handschriftlichen Dokumentation in der Akte.
Dies ist eine Schätzung und nicht sehr genau. Besser dokumentieren lässt sich der
Sehnerv durch eine digitale Photographie, welche im Verlauf dann durch den Photo
Vergleich die Veränderungen zeigt. Kleine Sehnervenrandblutungen lassen sich oft
nur mittels photographie erkennen. Sie sind ein häufiges Frühzeichen eines
drohendes Nervenfaserverlustes und bilden sich in der Regel nach zwei bis drei
Monaten zurück. Darum wird eine regelmäßige Photographie des Sehnerven von
Praxis Dr. S. Schmidt – Patienteninformation über Glaukom allgemein – QM 07/13-2 Internet
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den Glaukom Spezialisten empfohlen. Präzise vermessen lässt sich der Sehnerv mit
seinen Nervenfasern durch eine Tomografie (OCT / HRT) und sogar
dreidimensional kartografieren. Jede noch so kleine Veränderung kann im Verlauf
dargestellt werden und trägt zu einer erheblich besseren Diagnostik,
Verlaufskontrolle und Therapie des Glaukoms bei.
Zu (2) Augeninnendruck:
Es gibt mehrere Methoden zur Bestimmung des Augeninnendrucks. Die traditionelle
Methode ist die Goldmann Applanationstonometrie. Dieses Verfahren misst
jedoch bei dicker oder dünner Augenhornhaut ungenau, was aufgrund des
Verfahrens unumgänglich ist.
Neue, moderne Messtechnologien erlauben es diese Fehler von vornherein
auszuschließen und somit einerseits genauere, andererseits auch aussagekräftigere
Daten zum Glaukomrisiko zu ermitteln.
Mit Hilfe der dynamischen Konturtonometrie (Pascal Messung) können wir exakt
die tatsächlichen Augeninnendruckverhältnisse messen. Es wird ein Zweitwert
bestimmt, die sog. Okuläre Puls Amplitude (OPA: systolischer und diastolischer
Wert). Ähnlich wie bei der Blutdruckmessung hat auch diese Amplitude für das Auge
eine große Bedeutung:
Eine reduzierte Differenz zwischen Systole und Diastole kann ein Hinweis auf ein
sogenanntes Normaldruckglaukom sein. Der Sehnerv wird geschädigt, obwohl der
Augendruck im Normbereich liegt. Umgekehrt kann eine hohe Differenz auf eine gute
Durchblutung hinweisen. Dieses kann mit den herkömmlichen Messverfahren nicht
festgestellt werden. Das Untersuchungsergebnis gibt entscheidende Hinweise auf
die Durchblutung des Auges, den wichtigsten Schutzfaktor gegen das Fortschreiten
des Glaukoms.
Zu (3) Gesichtsfeld:
Es gibt verschiedene Methoden zur Bestimmung des Gesichtsfeldes. Standard ist die
sog. Weiß-Weiß-Perimetrie, bei dieser Methode wird bei einem hellen Hintergrund
mit einem weißen Lichtpunkt unterschiedlicher Lichtstärke an verschiedenen Orten
die Empfindlichkeit der Netzhaut gemessen.
Bei nicht ausreichend einzustellendem Glaukom kann es medizinisch erforderlich
sein, die o.g. Untersuchungen auch engmaschiger durchzuführen, bis hin zu
mehrmaligen Messungen an einem Tag. Zudem arbeiten wir eng mit Fachzentren
zusammen, so dass wir Sie ggf. an einer solchen Spezialabteilung kurzfristig
vorstellen werden und uns dann weitere Möglichkeiten der z.B. operativen
Behandlung zur Verfügung stehen.
Komplemetär medizinisch stehen Ihnen auch die Möglichkeiten der
unterstützenden Akupunktur, die orthomolekularen Nahrungsergänzungsmittel
(spez. Vitaminpräparate) und das Erlernen von Entspannungsmethoden wie z.B. die
progressive Muskelrelaxanz zur Verfügung. Bei Interesse Sprechen Sie uns ruhig an.
Das allerwichtigste für die bestmögliche Behandlung eines Glaukoms ist die
Zuverlässigkeit des Patienten selbst bzgl. der Einhaltung seiner Augentropfen
Therapie.
Bitte kommen Sie zu den Untersuchungsterminen immer „getropft“ !!!
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