Neuigkeiten zum Salmonellenmonitoring

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Zentrallabor des Landeskontrollverbandes
Sachsen Anhalt
Bestimmung der Salmonellenantikörperkonzentration in Fleischsaft- und
Serumproben
Dr. Simone Jäsert
© LKV Sachsen-Anhalt e.V. • Zentrallabor • Angerstraße 6 • 06118 Halle/S. • Telefon: 0345 / 52149320 • Telefax: 0345 /
5214931
Das Zentrallabor
Zentral labor
I
Referenzlabor
Milchlabor
ATS Labor
Mikrobiologisches
Labor
Parasitologisches
Labor
Serologisches
Labor
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Das Zentrallabor
Akkreditierung des Labors nach der DIN ISO 17025 seit 1994
routinemäßige Reakkreditierungen wurden seit dem ohne größere Auflagen
bestanden
Neben den turnusäßigen Ringanalysen für die Milch erfolgt auch die Teilnahme an dem
jährlichen Ringversuch der QS im Rahmen des Salmonellenmonitorings
Die Erfolgreiche Teilnahme ist die Voraussetzung im QS
als zugelassenes Labor gelistet zu sein
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Telefax: 0345 / 5214931
Situation der Salmonellosen in Deutschland
•
In Deutschland erkranken immer weniger Menschen an Salmonellen. Nach dem
Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) über die Erreger von Zoonosen
in Deutschland im Jahr 2009 gab es in Deutschland einen Rückgang der
Salmonelloseerkrankungen beim Menschen um 27 Prozent.
•
Gemeldet wurden 31.397 Fälle, im Jahr 2010 nur noch 18.099. Dieser Rückgang der
Salmonellosefälle entspricht dem allgemeinen EU-Trend.
Ein Grund für den Rückgang der Erkrankungen sind die verbesserten Kontrollen in
der Geflügel- und Schweinehaltung
Teilnahme am Salmonellenmonitoring-Programm
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Salmonellenerkrankung beim Schwein
Salmonellen sind Krankheitskeime, die mit den Colikeimen vergleichbar sind
Salmonellen sind gram-negative Stäbchen und gehören zu den obligat pathogenen
Enterobakterien.
Es handelt sich um Zoonoseerreger
die zu lebensgefährlichen
Durchfallerkrankungen, den sog. Lebensmittelvergiftungen führen
Beim Schwein selbst läuft die Erkrankung meist symptomlos ab
Symptome können aber sein:
- gelber Durchfall wird nach etwa einer Woche blutig/schleimig
- fieberhafte Allgemeinerkrankungen mit Husten
- Co-Infektion bei anderen Darmerkrankungen beobachtet
Hohe ausgeschiedene Erregermengen können weitere Schweine anstecken, vor
allem wird dadurch ein hoher Infektionsdruck im Stallabteil aufrechterhalten.
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Möglichkeiten zur Untersuchung auf
Salmonellen
Direkter Nachweis:
 Bakteriologische Untersuchung
Kotproben oder Sektionsmaterial
Erregernachweis durch Anzucht einer Kultur des
Erregers in einer Nährlösung oder auf einer
Agarplatte
Indirektrer Nachweis:
 Serologische Untersuchung
Fleischsaftproben oder Serumproben
Nachweis von Antikörpern mittels ELISA
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Indirekter Nachweis-serologische
Untersuchungen
Testverfahren zur quantitativen Bestimmung von Antikörpern in Fleischsaft- und
Serumproben erfolgt über ein Enzymimmunoassay- der ELISA
•
Ziel
Enzyme Linked Immunosorbent Assay (ELISA) bezeichnet ein antikörperbasiertes
Nachweisverfahren (Assay). Auch der ELISA gehört zur Gruppe der ImmunassayVerfahren und basiert auf einer enzymatischen Farbreaktion und gehört somit zu den
enzymatischen Immunadsorptionsverfahren (EIA).
der Nachweis der gebildeten Antikörper gegen Salmonellen in Folge einer
stattgefundenen Infektion
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ELISA Nachweis
Prinzip des ELISA
 Voraussetzung eine
Salmonellenantigen beschichtete
Mikrotitterplatte
 die spezifischen Antikörper bilden ein
Komplex mit dem Antigen
 Hinzugefügte AntikörperEnzymkonjugat ´bindet an die
antigengebundenen Proben Antikörper
 Zugabe einer Enzymsubstrat –Lösung
erfolgt eine Farbreaktion
 Korrelation der Farbreaktion mit der der
Salmonellenantikörper in der Probe
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Ablauf im Labor
 Anlieferung der Proben als Fleischsaftproben (Zwerchfellpfeiler) oder als
Serumproben
 Sortierung und Dokumentation der Proben
 Gewinnung des Fleischsaftes ( Auftauen der Fleischproben im Kollektor)
 Einsortierung in den Dynexpipetierautomat
 Automatische Belegung der Mikrotiterplatten mit den Proben (Vorverdünnung je nach
Untersuchungsmaterial)
 Vorgabe Negativ und Positivstandard (Doppelbestimmung)
 60 min Inkubation bei RT
 Waschschritt , danach Zugabe Konjugatlösung
 30 min Inkubation bei RT
 Waschschritt, danach Zugabe Substratlösung
 10 min Inkubation bei RT
 Beenden der Reaktion mit einer Stopplösung
 Messung der optischen Dichte im Photometer bei 450 nm
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Auswertung der Ergebnisse
Voraussetzung für korrekten Ablauf des Testes:
P/N-Quotient der MW OD der P-Kontrolle dividiert durch den MW OD der
Negativkontrolle > 4
Berechnung des Wertes:
Proben-OD%-Wert= OD(Probe) – MW OD(NK) x 72,1 OD%
MW OD(PK) –MW OD (NK)
OD% < 40 % = Negativ
OD% > 40 % = Positiv
nach Ermittlung der Werte erfolgt der Eintrag in die QS Datenbank
Einteilung in die Kategorie von QS
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Dienstleistung des Labors
Probentransport:
 Kostenlose Abholung der tiefgekühlten Proben im Schlachthof oder der LKV
Aussenstellen innerhalb Sachsen Anhaltes
 Länderübergreifend über den Postversand
 Bereitstellung der Fleischsaftkollektoren
Untersuchung und Datenbereitstellung
 Untersuchung innerhalb von 2 Werktagen
 Tagfertiger Eintrag der Ergebnisse in die QS Datenbank
 Zusätzliche Übermittlung der Ergebnisse wenn gewünscht per Fax oder email
Untersuchung je Probe 1,05€
Datenbankeintrag je Probe 0,35€
Anzahl des zu untersuchtem Stichprobenumfang richtet sich nach der Anzahl der
Schlachttiere pro Jahr des Betriebes
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Entwicklung Probenzahlen
Entwickl ung Untersuchungen Salmonel lenantikörper
11_000
10.000
' .000
' .000
' .000
'000
Jahr1007
Jahr 1008
Jahr 2009
Ja hr 2010
Jahr 1011
Jahr2<l12
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Entwicklung Probenzahlen
Bei uns in der Beprobung sind:
3 Schlachthöfe (1 in SA und 2 in Thüringen)
5 Selbstvermarkter (2 ins SA und 3 in Sachsen)
1 Labor im Unterauftrag
Generelles Ziel sollte sein, die Beprobung schon mehr im
lebenden Bestand zu forcieren
um so schneller auf eventuelle Infektionsgeschehen zu
reagieren
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Vielen Dank für die
Aufmerksamkeit
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