(Violoncello) und Maki Hayashida (Klavier)

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Programm vom 20. Januar bis 24. Februar 2016
Die Theaterzeitung der Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester GmbH
OPER
Foto © Andreas Fischer
Ab 24. Januar im Opernhaus:
Toshiyuki Kamioka dirigiert
Tschaikowskijs „Eugen Onegin“
SCHAUSPIEL
Foto © Christoph Sebastian
„‘Hiob‘ in Wuppertal: ein bewegender
Abend mit einem hoch motivierten
Ensemble.“ Süddeutsche Zeitung
TANZTHEATER WUPPERTAL
PINA BAUSCH
Foto © Karlheinz-Krauskopf
Szene aus „Auf dem Gebirge
hat man ein Geschrei gehört“
Mark Rohde dirigiert
das Sondersinfoniekonzert
am 9. Januar 2016
GASTSPIELE
SCHAUSPIEL
Der blaue Reiter ist gefallen
Ein Stück über die Dichterin Else Lasker
Schüler und den expressionistischen
Maler Franz Marc. Eine Hommage an
die Kraft der Freundschaft in den Zeiten
Von Heiner Bontrup • Eine Produktion des Theaters Anderwelten
des Krieges. Ein Bühnenwerk über die
Macht von Poesie und Kunst, die größer Freund: „Der Blaue Reiter ist gefal- für die die Stadt Theben ein Sinnsein kann als die des Todes.
len.“ Ihre Worte sind eine Hommage bild für das Reich der Poesie war.
an einen der wichtigsten Protago- Innerhalb des Videobühnenbildes
Auf magische Weise nimmt das Mul- nisten der expressionistischen Bewe- sind auch die gemalten Postkarten,
timedia-Stück über die bewegende gung und zugleich ein Menetekel die die beiden Künstler einander
Freundschaft zwischen der exzentrischen für den „Wildkrieg“, wie sie diese sandten, zu sehen. Der Pianist Jan
Dichterin Else Lasker-Schüler und dem Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts Marc Reichow sowie der Wupperexpressionistischen Maler Franz Marc die genannt hat. Die Rolle der Else Las- taler Musiker, DJ und Soundtüftler
Zuschauer mit auf eine Zeitreise an den ker-Schüler/des Prinzen Yussuf spielt Charles Petersohn spannen einen
Beginn des vergangenen Jahrhunderts, die französische Tänzerin Léa Tho- weiten musikalischen Bogen von
die „Belle Epoque“. Kultur und Technik men, die vor drei Jahren ihr Tanzstu- Maurice Ravels La Valse über den
schwingen sich zu ungeahnten Höhen dium an der Folkwang-Hochschule Blues und der orientalischen Musik
auf; doch am Horizont der Zeit ziehen in Essen absolviert hat und von der nordafrikanischen Nomaden
düstere Wolken auf: apokalyptische Vi- Prof. Malou Airaudo, Leiterin des bis hin zu John Cage und präsensionen, die den Weltenbrand des I. Welt- dortigen Instituts für Zeitgenössi- tieren so eine Live-Bühnenmusik,
krieges vorwegahnen. Das Stück zeigt schen Tanz, empfohlen wurde. Die zu der die Bilder, Worte und Léa
die Träume und Hoffnungen, aber auch surrealen Videobühnenbilder des Thomen tanzen.
über die Irrtümer der expressionistischen Filmemachers Frank N erinnern an
Generation. 1912 treffen sich die Dich- die rasanten Veränderungen - Zepterin und der Maler sich zum ersten Mal peline, Flugzeuge, Ozeanriesen -, Mitwirkende
in einem Berliner Café. Es ist der Beginn und entführen den Zuschauer auf Tanz: Léa Thomen (Urenkelin Else Lasker-Schülers)
einer großen Freundschaft und zugleich eine nostalgische Reise in die Ver- Schauspiel: Olaf Reitz (Franz Marc)
eines einzigartigen Dialogs aus Wort und gangenheit. In einem eigens für die Sprecherin: Claudia Gahrke
Bild. Als Franz Marc 1916 an der West- Eingangssequenz geschaffenen Film Musik: Jan Marc Reichow (Piano),
front fällt, schreibt Else Lasker-Schüler in wird die Vision der Dichterin Else Charles Petersohn (Keyboard, Gesang)
ihrem Nachruf auf den großen Maler und Lasker-Schüler bildhaft gemacht, Video-Bühnenbild: Frank N
Text & Konzeption: Heiner Bontrup
Regie: Heiner Bontrup und Andreas Schäfer
VON LOT VEKEMANS
Deutsch von Eva Pieper und Alexandra Schmiedebach
Oder: Europa am Abgrund
Hauptrolle für den OB
Andreas Mucke steht nochmals auf der Bühne
2
PREVIE
Mittwoch, 10. Februar, 19.30 Uhr, Opernhaus Wuppertal
Selbstständig, erfolgreich, selbstbewusst – so beschreibt Semiya
Simsek ihren Vater,
der den Mördern des
NSU zum Opfer fielt. Foto © Volker Beushausen
Oberbürgermeister Andreas Mucke (li.)
auf der Bühne. Foto © Lothar Jessen
Am Dienstag, 2. Februar, 19.30
Uhr, ist das Stück im Theater am
Engelsgarten zu sehen.
Mit Dörte Bald, Bastian Bastian, Prof. Hartmut Klug,
Andreas Mucke, Hans Werner
Otto, Stefan Otto, Birgit Pardun, Thorsten Strauch, Wolfgang Sucher, Lukas Vaupel,
Jannis Wolter und dem Projektchor 1914 unter Leitung
von Martin Schiek.
Schmerzliche Heimat
„Dat gov en Kriagsgewemmel“ ist ein Stück,
das der Wuppertaler Hans
Werner Otto nach dem
Roman „Stromüberquerung“ des Barmer Autors
Rudolf Herzog erarbeitete
und bereits im Jahr 2014
mit einer Gruppe von Darstellern, darunter Andreas
Mucke, und Musikern
sehr erfolgreich auf die Bühne brachte.
Auf der Bühne geht es um die Stadtteile Barmen und Elberfeld im Sommer
und Herbst 1914. Der General-Anzeiger berichtet und schwärmt, gefeierte
Schriftsteller, aber auch Freizeitpoeten
begrüßen in Platt und Hochdeutsch
den zu erwartenden Sieg, Chöre singen
Deutschnationales, Priester predigen Opfermut. Alle sind begeistert und Soldaten
preisen den Krieg in Reimen. Auch der
junge Walter Rieth, der aus Elberfeld in
den Krieg zieht und seinen Eltern Briefe
in die Gartenstraße schickt, ist anfangs
noch ganz zuversichtlich.
Termin
Am 9. September 2000 wurde der Blumenhändler in seinem
Transporter ermordet. Semiya Simsek hat in ihrem Roman
„Schmerzliche Heimat“ die Geschichte ihrer Familie erzählt,
einer Familie, die Opfer einer terroristischen rechtsextremen
Vereinigung wurde. Aus dieser Romanvorlage entstand ein
Theaterstück, dass das Landestheater Castrop-Rauxel auf die
Bühne gebracht hat. Nach vielen erfolgreichen Vorstellungen,
u.a. auf dem Duisburger Akzente Festival zum Thema Heimat
oder im Rahmen des internationalen Festivals Literatürk in
Essen, entschied sich die Landesregierung NRW, weitere
Vorstellungen von Schmerzliche Heimat zu ermöglichen.
Termin 26. Januar | 19.30 Uhr und 27. Januar | 11 Uhr
im Theater am Engelsgarten
EINE EHEGESCHICHTE
SIEGFRIED E. MAYER studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Wien (Meisterklasse für Bühnenbild) sowie
Philosophie, Kunstgeschichte und
Theaterwissenschaft an der Universität Wien. Seit 1985 arbeitet
er als freiberuflicher Bühnen- und
Kostümbildner für Schauspiel,
Musiktheater, Ballett/Tanz und
Film im deutschsprachigen Raum,
in Frankreich und Kanada. Arbeiten u.a. am Thalia Theater
in Hamburg, Theater Basel, am
Wiener Burgtheater sowie an
den Bühnen in Düsseldorf, Paris,
Straßburg und Toronto. Dozenturen für verschiedene szenographische Annäherungen an das
Thema Raum.
Foto aus der Leseprobe: Luisa Rubel, Philippine Pachl, Thomas Braus, Cordula Fink, Jos van Kan,
Alexander Bangen, Sylvia Martin, Foto © Christoph Sebastian
Vor Jahren haben sie ihr gemeinsames Kind bei einem Unfall
verloren. In einer Silvesternacht
– ausgerechnet zur Jahrtausendwende – hat er sie dann verlassen.
Jetzt treffen sich eine Frau und
ein Mann am Grab ihres Kindes
wieder. Auf dem Friedhof sei Gift
entdeckt worden, alle Gräber
müssten umgelegt werden. Eine
unbehagliche Situation an einem
unbehaglichen Ort. Er ist nach
Frankreich gezogen und erwartet
ein Kind, zusammen mit einer anderen Frau. Sie ist im gemeinsamen Haus geblieben und hat sich
in ihrer Trauer eingerichtet. Wer
hat es „richtig“ gemacht? Ein neues Leben, neue Hoffnung,
ein neues Kind? Oder Aushalten
des Schmerzes, Verharren im
Gedenken an den toten Sohn?
Obwohl längst getrennt, versuchen die beiden ihre Geschichten zusammenzubringen. In der
prekären Situation gerät die
Möglichkeit sprachlicher Verständigung gelegentlich an ihre
Grenzen – was durchaus komische Züge trägt. Sie durchleben
den gemeinsamen Schmerz, die
gegenseitigen Vorwürfe und das
Befremden über die unterschiedlich gelebten Leben.
Die niederländische Autorin Lot
Vekemans schreibt berührend
über zwei vom Schicksal getroffene Menschen, die sich auf der
Suche nach sich selbst und nach
dem anderen umkreisen und
am Ende erfährt das Stück noch
eine ziemlich überraschende
Wendung.
LOT VEKEMANS wurde 1965
in Oss in den Niederlanden geboren. Sie studierte Soziale Geografie an der Reichsuniversität
Utrecht, im Anschluss absolvierte
sie die Ausbildung zur Theaterautorin an der Akademie für Autoren ’t Colofon in Amsterdam.
Seit 1995 ist sie als Autorin für das
Jugendtheater und auch das Erwachsenentheater tätig. Stücke
u.a. Truckstop (2002), Fremde Vögel (2004), Schwester von (2005),
Judas (2007). 2004 gründete Lot
Vekemans die Theatergruppe
Stiftung M.A.M. (Mehrere Antworten Möglich). Für ihre Stücke
wurde sie vielfach ausgezeichnet. Für Gift. Eine Ehegeschichte
erhielt sie den Taalunie Toneelschrijfprijs 2010, den Preis für das
beste aufgeführte Stück in den
Niederlanden.
JOS VAN KAN, Studium in
Utrecht, Assistenzen u.a. bei Johan Simons, bis heute über 75
Schauspiel-, Musiktheater- und
Operninszenierungen. Arbeiten in den Niederlanden u.a.
im Auftrag des Concertgebouw
Amsterdam, Holland Festival,
Ives Ensemble, Asko-Schönberg Ensemble und Orkater.
Von 1995 bis 2003 künstlerische Leitung der Theatergrup- Siegfried E. Mayer,
pe Maccus in Delft. Foto © Christoph Sebastian
Neben vielen musikalischen Uraufführungen Inszenierungen SIE
Philippine Pachl
von Werken zeitgenössischer ER
Thomas Braus
Komponisten und von Barockopern. Zahlreiche Einladungen zu Regie
internationalen Festivals, u.a. Jos van Kan
Tapei, Shanghai, Singapur, zum
Bayreuther Barockfestival und Bühnenbild & Kostüme
dem Festival Musik 21 in Hanno- Siegfried E. Mayer
ver. Arbeitet als fester Gast bei
Slagwerk Den Haag und Tryater Dramaturgie
in Leeuwarden. Inszenierungen Cordula Fink-Schürmann
in Deutschland, u.a. am Schauspiel Essen, Theater Osnabrück,
Staatstheater Schwerin, Staatstheater Braunschweig. Van Kan Tickets:
unterrichtet in der Schauspielab- 18,– € bis 22,– €
teilung der Hochschule für Kunst 9,– € bis 11,– € ermäßigt
Die Uraufführung von Gift. Eine und Theater in Amsterdam. 6,- € Schüler
Tickets sind erhältlich unter
Ehegeschichte erfolgte am 18.
Dezember 2009 am Stadttheater Im Februar 2016 ist sein erster Ro- der KulturKarte Ticket-Hotline
Gent; die Deutsche Erstauffüh- man, Verre vader in den Nieder- (0202) 563 7666 oder per
rung am 2. Juni 2011 als Gastspiel landen veröffentlicht worden. Online-Buchung unter
des NT Gent am Schauspiel Köln.
www.kulturkarte-wuppertal.de.
PREVIE
3
SINFONIEORCHESTER
Rosenmontags konzert
Rosenmontag, 8. Februar 2016
19.30 Uhr, Opernhaus
Sinfonieorchester Wuppertal
Opernchor der Wuppertaler Bühnen
Florian Frannek, musikalische Leitung
Thomas Braus, Moderation
Dorothea Brandt, Sopran
Annika Boos, Sopran
Boris Leisenheimer, Tenor
Für die jecken Karneval-Fans haben die
Wuppertaler Bühnen auch dieses Jahr
wieder etwas Musikalisches geplant.
Unter der Leitung von Florian Frannek
eröffnen der Opernchor und das Sinfonieorchester Wuppertal die fünfte
Jahreszeit und präsentieren ein »Ernstes Programm«. »Ernst« jedoch ist an
diesem Abend wirklich nichts, denn das
Programm wird humorvoll, witzig und
sogar verrückt interpretiert. Mit Vorfreude können die Wuppertaler sich auf
einen bunten Strauß beschwingter Musik
freuen. Das Publikum ist herzlich eingeladen, das bunte Treiben durch eigene
Kostümierung zu unterstützen und im
Anschluss an das Konzert den Rosenmontag mit Musik und Tanz im Foyer
des Opernhauses ausklingen zu lassen.
3.
Kammerkonzert
„Erträumte Wirklichkeit“
Mo, 25. Januar 2016
20 Uhr, Historische Stadthalle Wuppertal
Großer Saal
Unter dem Titel „Erträumte Wirklichkeit“ entführt das 3. Kammerkonzert am 25. Januar um 20 Uhr die Zuhörer in Werke von Dimitri
Schostakowitsch und Sergej Prokofjiew. Die ausführenden Musiker
an diesem Abend sind Liviu Neagu-Gruber (Violine), Vera Milićević
(Violoncello) und Maki Hayashida (Klavier)
6. Sinfoniekonzert
Sonder-Sinfoniekonzert
So, 14. Februar 2016, 11 Uhr,
Mo, 15 Februar 2016, 20 Uhr,
Historische Stadthalle Wuppertal
Großer Saal
Fr, 29. Januar 2016
Bernhard Mitmesser, Klarinette
Opernchor der Wuppertaler Bühnen (Einstudierung Jens Bingert)
Sinfonieorchester Wuppertal
Aleksandar Marković, musikalische Leitung
20 Uhr, Historische Stadthalle Wuppertal / Großer Saal
Ingolf Turban, Violine
Sinfonieorchester Wuppertal
Mark Rohde (Bild links), musikalische Leitung
Mark Rohde, Foto © Corinna Leonbacher
Ludwig van Beethoven Coriolan-Ouvertüre op. 62
Alban Berg Violinkonzert
Franz Schubert Sinfonie Nr. 9 C-Dur, D 944 „Die Große“
Tickets:
Karten für das Rosenmontagskonzert: 30,– bis 8,– €
Karten für das Sonder-Sinfoniekonzert: 35,55 € bis 10,80 €
Im Rahmen der GMD Findung veranstaltet das Sinfonieorchester Wuppertal am 29. Januar um 20 Uhr ein Sonder-Sinfoniekonzert, in dem Mark Rohde, einer der potenziellen Nachfolger Kamiokas, und Ingolf Turban (Violine) sinfonische Werke von Ludwig van
Beethoven, Alban Berg und Franz Schubert interpretieren. ➜ Abonnenten erhalten beim Kauf einer Karte 20%, jede Karte im freien Verkauf 10 % Ermäßigung.
4
PREVIE
Karten für das Kammerkonzert: 14,50 € | erm. 7,25 €
Karten für das 6. Sinfoniekonzert: 39,50 € bis 13,50 €
Tickets sind erhältlich unter der KulturKarte
Ticket-Hotline (0202) 563 7666 oder per
Online-Buchung unter www.kulturkarte-wuppertal.de.
Franz Schubert Sinfonie Nr. 1 D-Dur D.82
Wolfgang Amadeus Mozart Klarinettenkonzert A-Dur KV 622
Lutz-Werner Hesse „The cloud-capp’d tow‘rs“
Symphonisches Gedicht für Chor und Orchester op. 76 (UA)
Jean Sibelius Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105
Mit einer Sinfonie von Franz Schubert, dem bekannten Klarinettenkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart, einer Uraufführung des zeitgenössischen Wuppertaler Komponisten Lutz-Werner Hesse sowie einer
kurzen, aber dennoch einzigartigen Sinfonie von Jean Sibelius steht
das 6. Sinfoniekonzert im Februar 2016 auf dem Spielplan. Für dieses
Konzert betritt Aleksandar Marković, auch ein potenzieller Nachfolger
Kamiokas, das Dirigentenpult und vereint mit dem Sinfonieorchester
Wuppertal die Musik der Romantik mit modernen und zeitgenössischen
Werken. Den Solopart in Mozarts Klarinettenkonzert übernimmt
Bernhard Mitmesser, Soloklarinettist des Sinfonieorchesters Wuppertal.
PREVIE
5
OPER
Nach dem Erfolg von Alice im Wunderland in der
vergangenen Spielzeit, hat die Oper Wuppertal
auch in der aktuellen Saison wieder eine Oper
für Kinder auf den Spielplan gesetzt. Statt der
geplanten Uraufführung Der Goldmacher wird
allerdings ein anderes Stück zur Aufführung gebracht: Der Nachtschreck, eine Geschichte über
Ängste, Träume und das Zusammenfinden von
Freunden. Da die Partitur für Der Goldmacher
nicht rechtzeitig fertig wurde, mussten die Bühnen neu planen. Corinna Jarosch, Spielleiterin
am Haus und Regisseurin von Der Nachtschreck,
hatte die Idee zum Stück und hat die Kinderoper
frei nach Jacques Offenbachs fantastischer Oper
Hoffmanns Erzählungen arrangiert.
Der Nachtschreck
Ab 11. März ist in der Oper Wuppertal ein Musiktheaterstück
für Kinder ab 8 Jahren zu sehen
Bereits für Der Goldmacher gekaufte Karten
behalten ihre Gültigkeit für Der Nachtschreck.
Sie können auf Wunch aber auch in der Kulturkarte, Schlossbleiche 40, Wuppertal-Elberfeld,
zurückgegeben werden.
Der Nachtschreck
Oper für Kinder ab 8 Jahren mit
Musik aus Jacques Offenbachs
Hoffmanns Erzählungen.
Aufführung in deutscher Sprache.
Mit dem Stück möchte die Oper vor allem Schulklassen ansprechen und für Musiktheater begeistern. Interessierte Lehrerinnen und Lehrer
können für szenische Vor- und Nachbereitungen gerne Sylvia Martin, Theaterpädagogin
der Wuppertaler Bühnen, kontaktieren (Email:
[email protected]; Tel.:
0202 – 563 76 46)
Kamioka dirigiert im Opernhaus
Tickets
für 27, 22 und 12 Euro
bei der KulturKarte:
Tel. 0202 – 563 76 66 oder unter
www.wuppertaler-buehnen.de,
Schüler zahlen 6 Euro.
Premiere:
11. März 2016, 12 Uhr
Weitere Vorstellungen am
12./13./15./16./17./18./20. März
Werk spielt im Russland des 19. Jahrhunderts.
Erst auf Umwegen erkennt der dandyhafte
Eugen Onegin seine Liebe zu der verträumten Tatjana. Durch Heirat ist diese jedoch
mittlerweile in die höchsten Adelskreise der
Petersburger Gesellschaft aufgestiegen. Trotz
ihrer nie erloschenen Gefühle für Onegin ist
Tatjana nicht bereit, die Treue zu ihrem Mann
aufzugeben und lässt schließlich Onegin in
seiner Verzweiflung zurück.
In den beiden Hauptrollen erleben Sie die
Sopranistin Mirjam Tola (Tatjana) und den
Bassbariton Mikolaj Zalasinski (Eugen Onegin).
Beide haben in der vergangenen Spielzeit in
Puccinis Tosca ihre viel beachtete Visitenkarte
in Wuppertal hinterlassen.
Eugen Onegin, vom 24. Januar bis 21.
Februar 2016 sieben Mal am Opernhaus
Wuppertal
Die kommende Neuproduktion, Tschaikowskijs Eugen Onegin ist eine der letzten
Gelegenheiten, den amtierenden GMD Toshiyuki Kamioka mit dem Sinfonieorchester
Wuppertal im Opernhaus zu erleben. Das
6
PREVIE
„Jedes Stück hat einen speziellen
Platz in meinem Herzen“
Übrigens:
inder
Für K cht!
gema
Worum geht es? Das Stück erzählt mit Motiven
aus Geschichten von E.T.A. Hoffmann von einem
Jungen, der nicht mehr schlafen kann. Nacht für
Nacht kämpfen böse Fantasien gegen die guten
und lassen ihn nicht zur Ruhe kommen. Bald
schon kann er nicht mehr unterscheiden, ob er
wacht oder träumt. Die Gespenster lauern überall. Traum und Wirklichkeit sind durcheinander
geraten. Aber es wäre keine Kinderoper, wenn
sich die Handlung nicht zum Guten entwickeln
würde: Mit Hilfe seiner Freunde macht er sich auf
in die Welt der Träume. Der Junge sieht seinen
Ängsten sprichwörtlich ins Auge. Gemeinsam
gelingt es den Freunden nach vielen Abenteuern,
die bösen Geister zu besiegen.
TANZTHEATER WUPPERTAL PINA BAUSCH
➜ In den Hauptrollen:
Sopranistin
Mirjam Tola (Tatjana) und Bassbariton
Mikolaj Zalasinski (Eugen Onegin)
Foto © Ludwig Olah
Szene aus Iphigenie, Ulli Weiss;
Copyright Pina Bausch Foundation
In einer kleinen Ballettschule in der
Nähe von Bordeaux begann Dominique Mercy seine Ausbildung, sein
Talent war schnell erkannt, eine Profi-Schule musste her, um ihn weiter
zu fördern. „Mich nach Paris zu schicken, konnten sich meine Eltern nicht
leisten, aber mein Vater hatte einen
Freund, der den Intendanten der
Oper von Bordeaux kannte, dessen
Gattin Ballettlehrerin war. Germaine
Lalande, so ihr Name, beim ersten
Treffen kam sie mir vor wie eine Fee
in Fliederfarben. Sie sagte sofort
zu, mich zu unterrichten“. Ab sofort war Dominique Mercy
im Theater zu Hause, sah Proben
und alle Vorstellungen, für ihn
war immer ein Platz reserviert. Im
„Nussknacker“ gab er 1965 sein
Bühnendebut. Bereits in der dritten Spielzeit sollte Dominique Mercy
zum Solisten aufsteigen. Doch zu
diesem Zeitpunkt wurden Françoise
Adret und Jean-Albert Cartier zu
künstlerischen Leitern einer zeitgenössischen Tanzcompagnie berufen,
die staatliche Fördermittel erhielt,
Dominique Mercy stand als Mitglied
dieser Compagnie auf der Wunschliste ganz oben. „Das reizte mich
sehr, obwohl ich nicht wusste, ob
ich mit zeitgenössischer Musik etwas
anfangen konnte, bis dahin war ich
sehr klassisch orientiert“.
nicht einfach, frei zu arbeiten, ohne
festen Proberaum. Als Pina ‚Blaubart‘ im Pariser Théatre de la Ville
zeigte, hat sie auch eine Probe von
uns besucht, anschließend sind wir
wieder mit ihr zurück nach Wuppertal gegangen. Einige Zeit später
brauchte der Ausnahmetänzer nochmals eine Auszeit von der Compagnie, zog sich aufs Land im Süden
Frankreichs zurück, widmete sich der
Gartenarbeit. Doch die Liebe zum
Tanz war stärker, mit Carolyn Carlson brachte er mit „The Architects“
einen Bach-Abend auf die Bühne.
Aber es war wieder Pina Bausch, die
ihn überzeugte, zusammen mit Malou Airaudo „Café Müller“ zu tanzen. „Obwohl
Mehrfach wählten ihn die Kritiker zum Tänzer des Jahres, 2002 erhielt er in New York es sie immer
den Bessie Award, im gleichen Jahr schlug ihn das französische Kulturministerium sehr verletzt
zum Chevalier des Arts et des Lettres, und 2013 erhielt er die Légion d`honneur. In hat, wenn wir
dieser Spielzeit begeht der Tänzer DOMINIQUE MERCY sein 50-jähriges w e g g i n g e n,
Bühnenjubiläum. Für PREVIEW lässt er einige Etappen seiner Karriere Revue passieren. hat sie es verstanden, uns
dennoch dieDoch das sollte kein Problem wer- sich auf den Weg. „Wo sind wir hier sen Tanzabend angeboten. Die
den, und Dominique Mercy verschlug nur gelandet, alles war so grau“, ist Arbeit daran war sehr schön, mir
es für die nächsten drei Spielzeiten ein erster Eindruck von einer Stadt, wurde klar, dass mein Platz hier in
nach Amiens. Dort erreichte ihn ei- die er heute als seine Heimat be- Wuppertal ist“.
ne Einladung zur Sommerakademie zeichnet, die Wälder und die berginach Saratoga bei New York. „Das ge Umgebung liebt, und selbst den Auch wenn Dominique Mercy nicht
sollte in den Sommerferien sein, und Himmel als weit und oftmals blau in jeder Uraufführung der Pina Baunatürlich lockte mich New York. Als empfindet.
sch Choreographien auf der Bühne
ich aus dem Greyhound-Bus stieg,
stand, hat er bis heute in fast jedem
erwarteten mich dort Manuel Alum „Wir fühlten uns, als ob alles mög- Stück getanzt. „Aber ein Lieblingsund Malou Airaudo, die ich beide lich wäre, probierten aus. Ich lernte stück habe ich nicht. Jedes Stück
kannte, sowie eine junge Frau, die Kurt Jooss kennen, studierte die Rol- hat einen speziellen Platz in meinem
ich für Manuels Schwester hielt. Es le des Todes in ‚Der grüne Tisch‘ ein. Herzen. Ich habe immer versucht,
war Pina Bausch. Wir vier haben Dann kamen Pinas Stücke, ‚Fritz‘, jedes Stück zu begreifen, etwas
die nächsten Wochen zusammen ‚Ich bring Dich um die Ecke‘ und sie anders zu machen. Wichtig waren
in einem Haus gewohnt, in der Kü- machte mir ein großes Geschenk, das Vertrauen und die Ehrlichkeit,
che hat Pina mir von einem Projekt die Rolle des Orest in der Gluck-Oper die Pina mir entgegengebracht hat.
erzählt, keine Details. In Saragota ‚Iphigenie auf Tauris‘. Und als ich Sonst hätte ich mich einige Dinge
habe ich ihren Unterricht besucht, später noch „Orpheus“ tanzen durf- nicht getraut“.
sie tanzen gesehen. Ich habe mich te, war ich der glücklichste Mensch
Auch wenn der Ausnahmetänzer
sofort Zuhause gefühlt, auch in ih- der Welt.
noch selber mit viel Spaß auf der
ren Bewegungen, obwohl ich ihre
Technik nicht kannte.“
Doch dann zog es ihn zusammen Bühne steht, liebt er das Rollenmit Malou Airaudo wieder zurück studium mit den jungen Tänzern
Kurze Zeit später, wieder zurück in nach Frankreich. In Paris arbeite- der Compagnie. „Es ist wunderbar,
Frankreich, erhält Dominique Mercy te Dominique Mercy mit Carolyn meine Rollen weiterzugeben, auch
einen Brief von Pina Bausch mit der Carlson, gründete zusammen mit wenn es immer sehr emotional ist,
Einladung nach Wuppertal. Zusam- Malou Airaudo, Jacques Patarozzi, denn dann wird mir klar, dass das
men mit Malou Airaudo und einem Helèna Pikon und Dana Sapiro die manchmal doch mit etwas Nostalgie
Kanarienvogel im Gepäck macht er frei Compagnie „La Main“. „Es war verbunden ist“.
PREVIE
7
PROGRAMM
20. Januar bis 24. Februar 2016
Supergute Tage
Schauspiel
nach dem Roman
von Mark Haddon
Theater am Engelsgarten,
Engelsstr. 18 / am Historischen
Zentrum, 42283 Wuppertal
www.wuppertaler-buehnen.de
Bühnenfassung: Simon Stephens
Steilwand (Sea Wall)
Die letzen Termine:
22. und 29. Jan. 2016,
jeweils um 19:30 Uhr!
Foto © Christoph Sebastian
von Nikolai Gogol
Visitenkarte: Thomas Braus
Do 21.01. | 19:30 Uhr
Mi 03.02. | 19:30 Uhr
Hiob
Nach dem Roman von Joseph Roth
Fassung von Koen Tachelet
Sa 23.01. | 19:30 Uhr, So 24.01. |
16:00 Uhr, Sa 30.01. | 19:30 Uhr
Sa 13.02. | 19:30 Uhr, So 14.02. |
16:00 Uhr
Foto © Christoph Sebastian
Und jetzt: Die Welt!
Oder: Es sagt mir nichts, das
sogenannte Draußen
Ein Text von Frau Berg für
eine Person und mehrere
Stimmen. Oder anders.
Visitenkarte: Philippine Pachl
So 31.01. | 18:00 Uhr
Quartett
von Heiner Müller
Do 04.02. | 19:30 Uhr, Kleines
Foyer Opernhaus | Premiere
So 07.02. | 19:30 Uhr
Do 18.02. | 19:30 Uhr
Engelsgartentexte
Hiob.Gespräche
A Mol is gewen - Musik aus dem
Schtetl
Mit dem Chor „Masel Tov“ und
dem Ensemble „Hava Naschira“
Leitung: Rokella Rachel Verenina
Moderation: Ruth Yael TutzingerDi 16.02. | 19:00 Uhr
Kronleuchter Foyer im Opernhaus
Nicht alle Wege führen zu Engels. Die Autoren Jan Decker
und Falk Andreas Funke auf
der Spur ihrer Ahnen
Di 09.02. | 20:00 Uhr
Kronleuchterfoyer Opernhaus
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag:
10:00-18:00 Uhr
Samstag:
10:00 -14:00 Uhr
Historische Stadthalle,
Johannisberg 40,
42103 Wuppertal
www.stadthalle.de
3. Kammerkonzert
„Erträumte Wirklichkeit“
Liviu Neagu-Gruber, Violine
Vera Milićević, Violoncello
Maki Hayashida, Klavier
Mo 25.01. | 20:00 Uhr
Sonder-Sinfoniekonzert
Ingolf Turban, Violine
Sinfonieorchester Wuppertal
Mark Rohde, musikalische
Leitung
Fr 29.01. | 20:00 Uhr
2. Schulkonzert
„Auf geht’s, Amadeus!“
Klaus Brettschneider,
Konzeption und Moderation
Jean Bermes, Mozart
Sinfonieorchester Wuppertal
Motonori Kobayashi,
musikalische Leitung
Di 02.02. | 10:00 Uhr; 12:00 Uhr
Mi 03.02. | 10:00 Uhr; 12:00 Uhr
Gift. Eine Ehegeschichte Ohrenöffner – Musik
Von Lot Vekemans
im Gespräch
Deutsch von Eva Pieper und
Alexandra Schmiedebach
Fr 19.02. | 19:30 Uhr Premiere
Sa 20.02. | 19:30 Uhr
Mi 24.02. | 19:30 Uhr
TICKET-SERVICE
KulturKarte
Ticket- und Abo-Hotline:
(0202) 5 63 76 66
CityCenter Schloßbleiche 40
von Irmgard Keun
Visitenkarte: Tinka Fürst
So 21.02. | 18:00 Uhr
Sinfonieorchester
von Simon Stephens
Deutsch von Barbara Christ
Visitenkarte: Alexander Peiler
Mi 20.01. | 19:30 Uhr
Fr 12.02. | 22:00 Uhr
Kleines Foyer im Opernhaus
Tagebuch eines
Wahnsinnigen
Das kunstseidene
Mädchen
Komponistenwerkstatt:
Wie ein neues Meisterwerk
entsteht
Sa 06.02. | 12:00 Uhr in der
CityKirche Elberfeld
Online-Buchung:
www.kulturkarte-wuppertal.de
E-Mail-Buchung:
[email protected]
Theaterkasse:
Opernhaus Kurt-Drees-Str. 4,
42283 Wuppertal,
freitags 17:00-19:00 Uhr
und an allen ADticket-Vorverkaufsstellen
und online unter: www.adticket.de
Rosenmontagskonzert
Sinfonieorchester Wuppertal
Opernchor der Wuppertaler
Bühnen
Florian Frannek, musikalische
Leitung
Mo 08.02. | 19:30 Uhr
im Opernhaus
6. Sinfoniekonzert
Mit Werken von Schubert,
Mozart, Hesse und Sibelius
So 14.02. | 11:00 Uhr
Mo 15.02. | 20:00 Uhr
Oper
Opernhaus Wuppertal
Kurt-Drees-Str. 4
42283 Wuppertal
www.wuppertaler-buehnen.de
Eugen Onegin
Lyrische Szenen in drei Aufzügen.
Dichtung: Konstantin S. Schilowskij.
Musik von Peter I. Tschaikowskij.
Aufführung in russischer Sprache
mit deutschen Übertiteln
So 24.01. | 16:00 Uhr Premiere
Mi 03.02. | 19:30 Uhr
Fr 05.02. | 19:30 Uhr
So 07.02. | 16:00 Uhr
Mi 17.02. | 19:30 Uhr
Fr 19.02. | 19:30 Uhr
So 21.02. | 16:00 Uhr
Tanztheater Wuppertal
Pina Bausch
Pina Bausch Fellowship 2016
Öffentlicher Talk mit den
Stipendiat/innen
Do 28.01. | 17:00 Uhr
Café Müller /
Das Frühlingsopfer
Do 28.01. | 19:30 Uhr, Fr 29.01. |
19:30 Uhr, Sa 30.01. | 19:30 Uhr,
So 31.01. | 18:00 Uhr
IMPRESSUM
PREVIEW ist eine Sonderveröffentlichung
der Wuppertaler Bühnen und
Sinfonieorchester GmbH, Kurt-Drees-Str. 4
V.i.S.d.P.: Enno Schaarwächter
Gesamtherstellung:
KommPOSITION Media GmbH
Friedrich-Engels-Allee 175, 42285 Wuppertal
Druck: Rheinisch-Bergische Druckerei,
Wuppertal
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